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Besucher informieren sich in der Ausstellung

MS Wissenschaft war in Hannover zu Gast, 27.06.2016

Auf großes Interesse stieß die Ausstellung auf der "MS Wissenschaft" in Hannover. Drei Tage lang lud das Ausstellungsschiff, das am Mittellandkanalanleger an der Vahrenwalder Straße am Finanzamt festgemacht hatte, zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, begrüßte persönlich die ersten Ausstellungsgäste in Hannover.

Das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" tourt 2016 durch insgesamt 33 Städte Deutschlands. Die Besucher tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten.
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Weitere Informationen zur MS Wissenschaft
Zum Film Die MS Wissenschaft in Hannover


Mit modernsten Geräten können Forscher Schätze ans Tageslicht bringen und erforschen. Wissenschaftler zeigen auf der MS Wissenschaft Miniaturgeräte.

MS Wissenschaft legt in Hannover an, 17.06.2016

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft" legt vom 25. bis 27. Juni 2016 in Hannover an und lädt zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, wird die „MS Wissenschaft" am 25. Juni 2016 um 10.15 Uhr am Mittellandkanal (Höhe Vahrenwalder Straße, am Finanzamt) in Hannover begrüßen. Außerdem steht der Meeresgeologe Dr. Carsten Rühlemann für Erläuterungen zur marinen Rohstoffforschung in der BGR sowie zu den Explorationsarbeiten im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Pazifischen Ozean zur Verfügung.

Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft" tourt 2016 durch 33 Städte im Norden, Westen und Osten Deutschlands. Ausstellungsbesucher gehen auf der „MS Wissenschaft" auf eine Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten. Die Ausstellungsstücke laden zum Entdecken und Ausprobieren ein: Spielerisch können die Besucherinnen und Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und im Tiefseekino entdecken sie, welche Kreaturen in vollkommener Finsternis tausende Meter tief am Meeresgrund leben. Der Eintritt zur Ausstellung auf der „MS Wissenschaft“ ist frei.
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Weitere Informationen zur MS Wissenschaft


Teilnehmer des Workshops in Nouakchott

Workshop zum Bergbausektor in Mauretanien, 09.06.2016

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat die BGR jetzt in Nouakchott (Islamische Republik Mauretanien) einen Planungsworkshop für das Programm der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit „Appui au Sector Extractif en Mauritanie – ASEM“ durchgeführt. Mit dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Programm wird eine Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Diversifizierung im Bergbau Mauretaniens angestrebt. Die BGR unterstützt im Rahmen des Programms beim Aufbau einer besseren Daten- und Informationsbasis über die nichtmetallischen Rohstoffvorkommen des Landes. Der Bergbausektor Mauretaniens ist aktuell stark vom Eisenerzabbau abhängig. Nichtmetallrohstoffe und Industrieminerale werden, mit Ausnahme von Gips, bisher nur sehr wenig abgebaut, bieten aber Potenziale für eine höhere lokale Wertschöpfung. Es handelt sich um das erste Vorhaben der BGR mit der Islamischen Republik Mauretanien.

An dem Workshop in Nouakchott nahmen mehrere Vertreter des mauretanischen Bergbausektors, Ministerien, Behörden, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft teil.
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Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist

Neues Geothermie-Programm mit der Afrikanischen Union, 08.06.2016

Erdwärme aus dem ostafrikanischen Graben könnte mehr als 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) schätzen das geothermische Potenzial der elf Anrainerstaaten auf mehr als 15 Gigawatt. Zum Vergleich: Ein normales Kernkraftwerk produziert in Deutschland etwa ein Gigawatt.

Um dieses enorme Potenzial nachhaltig zu nutzen, unterstützt die BGR jetzt im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit der Afrikanischen Union die Staaten des ostafrikanischen Grabens mit einem neuen Geothermie-Vorhaben. Im Rahmen des Programms beraten BGR-Experten bei der konkreten Umsetzung von Erdwärme-Projekten. Dazu zählen vor allem die Vorerkundung, die Projektplanung und Fortbildungsmaßnahmen.

Das neue Vorhaben knüpft an das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte GEOTHERM-Programm der BGR an, das im Juli 2016 ausläuft. Im Rahmen dieses Vorhabens hat die Bundesanstalt seit 2003 in Afrika geothermische Untersuchungen an Land und aus der Luft vorgenommen, zur Positionierung von Erdwärme-Bohrungen beraten und Weiterbildungen durchgeführt. Dadurch sind beispielsweise in Kenia mittlerweile 627 Megawatt geothermische Leistung installiert. Das ist fast das doppelte der installierten Leistung des Braunkohlekraftwerks Buschhaus bei Helmstedt in Niedersachsen.

Zum Abschluss des GEOTHERM-Vorhabens hat die BGR jetzt noch gemeinsam mit der Afrikanischen Union einen Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen entwickelt. „The African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wird am 14. Juni 2016 während des „East Africa Regional Geothermal Ministerial Meeting“ bei der Afrikanischen Union offiziell vorgestellt und den Regierungen der Mitgliedsstaaten übergeben. Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist.
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Zur Pressemitteilung BGR und Afrikanische Union starten neues Geothermie-Programm: Erdwärme kann in Ostafrika über 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen

Das Forschungsteam beim Einholen der Drege mit Manganknollen

Manganknollen-Expedition: Wertvolles Rohstoffvorkommen entdeckt, 01.06.2016

Mit vielversprechenden Ergebnissen ist ein Wissenschaftler-Team der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) von einer sechswöchigen Expedition aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Für diese Explorationsarbeiten wurde auch in diesem Jahr das US-amerikanische Forschungsschiff „Kilo Moana“ gechartert. Bei ihrer Erkundung in einem der wirtschaftlich interessantesten Teilgebiete entdeckten die BGR-Experten ein Vorkommen von rund 5 Millionen Tonnen Manganknollen. Für die Untersuchungen setzten die BGR-Experten ein neu konstruiertes tiefgeschlepptes Echolot zur Kartierung ein.

„Wir haben uns auf einen Bereich mit sehr hoher Knollendichte und sehr günstiger Topographie für einen zukünftigen Abbautest konzentriert", erklärt BGR-Expeditionsleiter Dr. Carsten Rühlemann. Die Wissenschaftler untersuchten ein 200 km2 großes Knollenfeld des insgesamt 75.000 km2 großen Lizenzgebietes. „Neben diesem ausgewählten Areal gibt es noch eine Reihe weiterer vielversprechender Felder mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 km2, die dicht mit Manganknollen belegt sind und ein großes Rohstoffpotenzial besitzen", so Rühlemann. Die Wertmetalle Nickel, Kupfer und Kobalt machen rund 3 % der Knollenmasse aus. Der Hauptbestandteil Mangan ist nur von untergeordnetem wirtschaftlichen Interesse.
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Zur Pressemitteilung Manganknollen-Expedition im Pazifik: BGR-Forscher entdecken wertvolles Rohstoffvorkommen

Teilnehmer der Studienreise und BGR-Mitarbeiter

Bergbau-Experten aus Lateinamerika informieren sich bei der BGR, 01.06.2016

Die BGR hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) vom 22. bis 27. Mai 2016 eine Studienreise zu Bergbau-Altlasten in Deutschland durchgeführt. Die BGR, die GIZ und CEPAL sind Partner in einem regionalen Projekt zur Förderung der Bergbau-Kooperation in den Andenländern.

An der Studienreise nahmen 20 Vertreter aus acht lateinamerikanischen Staaten teil. Sie informierten sich über Tagebaue, Sanierungs- sowie Renaturierungsprojekte in den historischen Bergbaugebieten der Lausitz (Braunkohle) und Ostthüringen (Uran), an denen die BGR beratend und forschend beteiligt ist. Mitarbeiter der beiden Sanierungsträger (Wismut GmbH und Lausitz-Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) erläuterten den Teilnehmern umfassend ihre Sanierungskonzepte. Dabei lagen die Schwerpunkte auf der Planung, Finanzierung, Nachnutzung und Bürgerbeteiligung bei den Projekten.

Am 27. Mai besuchte die Reisegruppe die BGR in Hannover. Dort besichtigte sie die Labore des Fachbereichs „Geologie der Mineralischen Rohstoffe“ und das seismologische Zentralobservatorium. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, ging in seiner Rede auf die Bedeutung des Bergbaus für Deutschland und Lateinamerika ein und hob die wichtige Rolle der Kommunikation mit der Öffentlichkeit bei Bergbau-Projekten hervor.
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Das Memo-Spiel

„Bodenwissen im Handumdrehen“ neu aufgelegt, 19.05.2016

Das Memospiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ wurde jetzt neu aufgelegt. Durch das Umdrehen von Karten steigen die Spieler in die Erlebniswelt Boden ein und erfahren etwas über die Klimarelevanz, die Gefährdungen, die Entstehung und die Schönheit von Böden. „Bodenwissen im Handumdrehen“ macht Spaß und hilft die Konzentration und Schnelligkeit zu trainieren. Das Spiel wird von der BGR, dem Umweltbundesamt (UBA), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) herausgegeben. Es wird, solange der Vorrat reicht, kostenfrei an Institutionen, Verbände und Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendbildung bzw. Umweltbildung abgegeben.
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Weitere Informationen zum Bodenmemo

Absperrschieber einer Erdgaspipeline

Neuer BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran, 02.05.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in dem Kurzbericht „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ (Commodity TopNews 49) die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran zusammengestellt und zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor aufgezeigt.

Der Iran verfügt über sehr bedeutende Kohlenwasserstoffvorräte. Mit dem geplanten Ausbau der Förderung könnte das Land zukünftig wieder eine zentrale Rolle im Weltmarkt für Erdöl und regional für Erdgas einnehmen. Zudem ist der Iran regional heute schon ein bedeutender Produzent mineralischer Rohstoffe, deren Fördermengen nach aktuellen Plänen langfristig deutlich gesteigert werden könnten.

Neben der dauerhaften Aufhebung der Handelssanktionen bildet die Erhöhung der Sicherheiten für ausländische Investitionen eine weitere wichtige Grundlage für die Modernisierung des Rohstoffsektors.
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Zur Pressemitteilung BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran. Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran – Chancen für deutsche Unternehmen

Gediegenes Kobalt aus der metallverarbeitenden Industrie

EU-Projekt zu kritischen Rohstoffen startet, 29.04.2016

Am 1. Mai startet ein neues europäisches Gemeinschaftsprojekt zu kritischen Rohstoffen (CRM). Das multidisziplinäre CRM-EXTREM Team - bestehend aus Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern und Ingenieuren aus 24 europäischen Staaten und Israel - wird von der italienischen Università Politecnica delle Marche (Maria Letizia Ruello) geleitet. Für Deutschland sind im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die BGR und das Forschungszentrum Jülich (FZ-Jülich) im Koordinationsteam. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die TU-Clausthal sind ebenfalls im COST CRM-EXTREM beteiligt. Weiteren Beteiligungen steht COST CRM-EXTREM offen.

Im Rahmen des Projekts werden Möglichkeiten entwickelt, bedeutende kritische Rohstoffe in der Industrie zu ersetzen. Dabei geht es vor allem um den Ersatz von kritischen Rohstoffen in hochwertigen Legierungen, die unter extremen Bedingungen von Temperatur, Beladung, Reibung, Verschleiß und Korrosion in der Energie-, Verkehr- und Maschinenbau-Industrie verwendet werden. Es werden geologische Verfügbarkeiten und Marktentwicklungen alternativer Rohstoffe berücksichtigt. Für die industrielle Verwertung von Ersatz-Materialien werden tragfähige Möglichkeiten konzipiert. Bei den kritischen Rohstoffen handelt es sich unter anderem um Kobalt, Niob und Chrom.

Das Projekt “Critical Raw Materials Under Extreme Conditions” (CRM-EXTREME) wird von der „EU COST Assoziation“ und „Horizont 2020“ gefördert. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren.
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Weitere Informationen zu CRM-Extreme

Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Neuer Newsletter, 28.04.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2016 ist erschienen.

Studenten und Lehrpersonen, die an der studienbegleitenden Entwicklung der neuen Lehrmodule teilnahmen

BGR entwickelt Studieninhalte für Hydrogeologie an der Uni Namibia, 27.04.2016

Die Grundwasser-Experten der BGR haben während der vergangenen drei Jahre studienbegleitet neue Lehrmodule für das Studienfach Hydrogeologie an der University of Namibia (UNAM) in Windhoek entwickelt. Die Module entstanden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhabens SASSCAL (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management). An den Vorlesungen, in denen der neue Lehrstoff erstmals in der Praxis angewandt wurde, nahmen neben den Studenten auch Mitarbeiter des Geologischen Dienstes von Namibia, des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Forsten, des Ministeriums für Bergbau und Energie sowie Vertreter mehrerer Wasserversorger teil. Die Module werden künftig Bestandteil der Vorlesungen im Fach Angewandte Geologie sein. Anlässlich der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Master-Studienganges wurden die fertiggestellten Unterlagen überreicht. Diese beinhalten Vorlesungen für moderne Geoinformationssysteme (GIS) und Fernerkundungsmethoden auf Grundlage von Satellitenbildern zur Erstellung von Kartengrundlagen. Außerdem ergänzen Lehrunterlagen zur Hydrochemie und zur Beschaffenheit des Grundwassers sowie zum Schutz und Management von Grundwasserressourcen den zukünftigen Studienplan.

Ziel des BGR-Arbeitspaketes im Rahmen der internationalen Forschungsinitiative SASSCAL ist, neben der Unterstützung beim Aufbau eines universitären Masterprogrammes, vor allem die Erforschung von Grundwasserneubildungsprozessen.
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Weitere Informationen zum BGR-Arbeitspaket im Projekt SASSCAL

Geoviewer der BGR: InspEE Webdienst Salzstrukturen

Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien, 25.04.2016

Salzkavernen könnten eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen – als Speicher für Druckluft oder Wasserstoff. In dem kürzlich abgeschlossenen Projekt InSpEE haben Forscher der BGR gemeinsam mit Projektpartnern erstmals Salzstrukturen im tieferen Untergrund Norddeutschlands flächendeckend erfasst. Damit kann künftig das Speicherpotenzial der Salzstrukturen abgeschätzt werden.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundforschungsprojekt InSpEE (Informationssystem Salzstrukturen – Planungsgrundlagen, Auswahlkriterien und Potenzialabschätzung für die Errichtung von Salzkavernen zur Speicherung von Erneuerbaren Energien) hat die BGR zusammen mit der Leibniz Universität Hannover und der KBB Underground Technologies GmbH drei Jahre lang vorhandenes Datenmaterial über den norddeutschen Untergrund systematisch ausgewertet.

„Das Speichervolumen einzelner Salzstrukturen hängt eng mit ihrem inneren Aufbau zusammen. Daher bestand ein wichtiges Ziel des Projektes darin, eine Methode zu entwickeln, um den inneren Aufbau noch nicht erkundeter Salzstöcke zu prognostizieren“, erläutert BGR-Wissenschaftlerin Stephanie Fleig. Dazu erstellten die BGR-Forscher 3D-Modelle bereits erschlossener Strukturen. Die Ergebnisse können dann auf unangetastete Salzstöcke übertragen werden. Zudem entwickelte die BGR Kriterien für die Suche nach geeigneten Standorten und stellte für die Planung und den Betrieb geologische und geotechnische Grunddaten bereit. Dafür erfassten sie alle verfügbaren Informationen zu den Salzstrukturen systematisch in einer neuen Datenbank und erstellten Schnittkarten der Salzstrukturen für verschiedene Tiefen.
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Zur Pressemitteilung BGR entwickelte mit Projektpartnern neues Informationssystem: Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien erstmals erfasst

Die Bewegungskarte wurde aus Radar-Daten errechnet und überlagert ein digitales Höhenmodell

Kernwaffentest Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes, 21.04.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt die genaue Lage des vierten Kernwaffentests in Nordkorea am 06.01.2016 weiter eingrenzen. Dies wurde möglich durch die Auswertung der Radardaten des Satelliten Sentinel-1A der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus. Sie zeigen deutliche Geländeabsenkungen in der Nähe des Epizentrums.

Am 06.01.2016 um 02:30 (MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die BGR als Nationales Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT) hatte die Signale an ihrer 8.200 km entfernten Messstation GERES im Bayerischen Wald 11:38 Minuten nach der erfolgten Explosion aufgezeichnet. Das Epizentrum des aktuellen Ereignisses und somit die Lage der Atomexplosion liegt in der unmittelbaren Nähe der nordkoreanischen Kernwaffentests der Jahre 2006, 2009 und 2013. Für den Kernwaffentest am 06.01.2016 wurde eine Magnitude von 5,1 bestimmt. Da jedoch die nächste seismische Station etwa 380 km nördlich des Testortes liegt, sind Ungenauigkeiten in der exakten Bestimmung des Epizentrums unvermeidbar.

Der Satellit Sentinel-1A liefert auf seiner Umlaufbahn für jedes Gebiet der Erde Radardaten, die seine Höhe über der Erdoberfläche wiedergeben. Am 01.01.2016 (vor dem Test) und am 13.01.2016 (nach dem Test) befand er sich über Nordkorea. Dies erlaubt nun erstmals eine unabhängige Präzisierung der Lage des Explosionsortes. Die BGR hat die frei zugänglichen Erdbeobachtungsdaten dieses Satelliten mit Methoden der Fernerkundung ausgewertet.
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Zur Pressemitteilung Neue Erkenntnisse zum Kernwaffentest am 6. Januar in Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes in Satellitendaten

Empfang der ghanaischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover (von links):  Johannes Danz, Dr. Daniel Boamah, Franca Schwarz, Dr. Andreas Barth, Kwame Boamah, Dr. Thomas Lennartz

Leiter des Geologischen Dienstes von Ghana im GEOZENTRUM, 19.04.2016

Am 18. April besuchte Dr. Daniel Boamah, der neue Leiter des Geologischen Dienstes Ghanas (GSD), das GEOZENTRUM Hannover. Er informierte sich bei der BGR über mögliche Themenfelder für Kooperationen im Rahmen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit. Dazu zählt z. B. die Formalisierung des Kleinbergbaus, die Förderung lokaler Wertschöpfung im Bergbausektor sowie die Nutzung geologischer Daten im Rahmen der Stadt- und Regionalplanung sowie der Verminderung von Georisiken. An dem Austausch nahmen auch der ehemalige Abteilungsleiter für Geophysik und Geoinformatik des GSD, Kwame Boamah, und der Managing Director der Firma Beak Consultants, Dr. Andreas Barth, teil. Die Veranstaltung wurde vom BGR-Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisiert und vom Fachbereich „Geologie der mineralischen Rohstoffe“ begleitet.
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Teilnehmer des Planungsworkshops

Workshop zum Tschadseebecken, 19.04.2016

Gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission hat die BGR vom 12. bis 14. April in N’Djamena (Tschad) einen regionalen Planungsworkshop für das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ durchgeführt. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Grundwasserressourcenmanagements im Tschadseebecken. Besonders intensiv wurde die Erhebung von Grundwasserdaten unter Berücksichtigung der Sicherheitssituation in der Region diskutiert. An dem Workshop nahmen auch Vertreter der Tschadseebeckenkommission aus Kamerun, Niger, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik sowie Fachexperten von Universitäten und internationalen Organisationen teil.

Der Tschadsee mit seinen Zuflüssen bildet ein bedeutendes Wasserreservoir in der zentralen Sahelzone. Die Fläche des Tschadsees hat seit den 1960er Jahren stark abgenommen und stagniert seit 1980. Ursachen hierfür sind Auswirkungen des Klimawandels und eine verstärkte Nutzung der Zuflüsse des Tschadsees durch die Landwirtschaft. Die 1964 gegründete Tschadseebeckenkommission (Commission du Bassin du Lac Tchad-CBLT) hat das Mandat für das nachhaltige, integrierte Wasserressourcenmanagement im Tschadseebecken unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels. Ihre Satzung sieht vor, dass sie zur Verbesserung der sozioökonomischen und ökologischen Situation im Einzugsgebiet beiträgt. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.
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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Wechsel in der Führung der BGR, 08.04.2016

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Rainer Sontowski, hat bei einem Festakt im GEOZENTRUM Hannover den neuen Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, in sein Amt eingeführt. Zugleich verabschiedete der Staatssekretär den bisherigen Amtsinhaber, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, der die BGR seit August 2007 geleitet hatte.

In seiner Ansprache vor 150 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden würdigte Staatssekretär Sontowski die Arbeit des bisherigen Präsidenten und dankte ihm und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sehr kompetente und anwendungsnahe Beratung der Bundesregierung. „Die wissenschaftliche Expertise der BGR als Ressortforschungseinrichtung des Bundes ist für uns von großem Wert. Uns liegt deshalb viel daran, dass die BGR ihre wissenschaftliche Kompetenz erhält und weiter vertieft“, sagte der Staatssekretär. Zudem wies er auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Geologischen Diensten, Forschungseinrichtungen und Universitäten hin. Dem neuen Präsidenten wünschte Staatssekretär Sontowski für seine künftige Aufgabe viel Erfolg.

In seiner Abschiedsrede bedankte sich der langjährige Präsident der BGR bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BGR. „Ich empfinde eine große Dankbarkeit gegenüber den Beschäftigten der BGR für ihr stets hohes berufliches Engagement“, sagte Kümpel. Er verwies darauf, dass geowissenschaftliche Erkenntnisse zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen immer wichtiger werden. Dies sei ein Grund dafür, dass die Geowissenschaften in den vergangenen Jahren auch in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewonnen hätten.

Der neue Präsident griff in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit auf. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der wissenschaftlichen Expertise, die sich an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen und Anforderungen auszurichten habe, nannte Watzel als weiteres wichtiges Ziel seiner Arbeit eine möglichst passgenaue und zielgruppenorientierte Kommunikation der Arbeit der BGR. „Zu den Anforderungen an die BGR als zentrale geowissenschaftlich Beratungseinrichtung der Bundesregierung gehörten auch Transparenz und Nachvollziehbarkeit behördlichen Handelns“, betonte der neue Präsident. Die Nutzung des Untergrundes bedürfe stets einer sorgfältigen Abwägung von Chancen und Risiken. „Geowissenschaftliche Analysen müssen daher auf soliden Füssen stehen, verantwortungsvoll erstellt und hinreichend kommuniziert werden“, so Watzel.

Vor seiner Ernennung zum Präsidenten der BGR hatte Watzel zehn Jahre lang die Abteilung „Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau“ im Regierungspräsidium Freiburg geleitet. Darin sind sowohl der Staatliche Geologische Dienst als auch die Bergbehörde zusammengefasst. Watzel, der Geologie an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe (TH) studierte und nach seinem Diplom mit einem isotopenhydrologischen Thema an der Universität Freiburg im Breisgau promovierte, arbeitete u.a. in mehreren Auslandsprojekten in der Grundwasserprospektion. Vor seiner Aufgabe im Landesamt war er fünf Jahre als stellvertretender Leiter des Referats „Wirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit“ im Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg tätig. Seine Freizeit verbringt der neue BGR-Präsident zusammen mit seiner Lebensgefährtin am liebsten beim Bergwandern und auf Rundreisen durch die Natur.  
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BGR-Wissenschaftler nimmt Gesteinsproben im Gebirge

Neue Hinweise für die Entstehung der Antarktis, 30.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt im antarktischen Sommer zwei große Projekte erfolgreich beenden. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, fanden die Wissenschaftler der BGR weitere Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika. Einige hundert Kilometer weiter südlich an der Terra Nova Bucht des Rossmeeres führte ein Bautrupp zeitgleich umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch. Forscher, Ingenieure und Techniker waren zuvor gemeinsam mit der Ausrüstung und den Bauteilen auf dem italienischen Versorgungsschiff „M/V Italica“ von Neuseeland aus angereist.

Im Rahmen der Forschungsexpedition „GANOVEX XI“ (11. German Antarctic North Victoria Land Expedition) suchten die Wissenschaftler nach geologischen Hinweisen, mit denen sich die Entstehung und das Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana zurückverfolgen lassen. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte – Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler fanden neue Hinweise für die Entstehung des vereisten Kontinents

Eröffnung der Konferenz durch den Direktor der Hauptverwaltung für Geologie, Murod K. Jumazoda (Foto re.), den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tadschikistan, Holger Green (li.) sowie Dr. Hans-Günter Mylius von der BGR

BGR-Konferenz in Tadschikistan, 23.03.2016

Die BGR führte jetzt gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie bei der Regierung der Republik Tadschikistan in der Hauptstadt von Tadschikistan, Duschanbe, eine Fachkonferenz zum Thema „Mineral Potential and Exploration Strategies in the Central Asian Orogenic Belt“ durch. Vertreter des “Centre for Russian and Central EurAsian Mineral Studies” (CERCAMS) am Natural History Museum in London, der Universität St. Petersburg, verschiedener Fach-Institutionen Tadschikistans, der TU Bergakademie Freiberg und der BGR informierten bei der Veranstaltung über den Stand der geowissenschaftlichen Forschung sowie über die Rohstoffpotenziale im zentralasiatischen Lagerstättengürtel. Diese Region, die von den zentralasiatischen Ländern Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan bis Russland, China und der Mongolei reicht, gehört zu den rohstoffreichsten Regionen der Erde. Gemeinsam mit weiteren Gästen diskutierten die insgesamt 75 Konferenzteilnehmer Fragen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Minerallagerstätten sowie über mögliche neue Strategien für die Lagerstättenexploration. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Regionalprogramms „Mineralische Rohstoffe für die Entwicklung in Zentralasien“ statt, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft und der BGR in den Ländern Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird.
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Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou (links) wird vom Leiter der Abteilung „Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit“, Prof. Dr. Berhard Stribrny begrüßt

Besuch des Botschafters von Togo, 23.03.2016

Am 23. März 2016 besuchten Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou, Botschafter der Republik Togo in Deutschland, und Honorargeneralkonsul Gerd Max Nelke die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Ziel des Gesprächs mit dem Leiter der Abteilung für Geowissenschaftliche Informationen und Internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, war die Vorbereitung des BGR-Beitrags zu einer Tagung in Lomé, der Hauptstadt Togos. Die Außenministerien von Togo und Deutschland bereiten dieses Treffen zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Länder für den 4. und 5. April 2016 vor.
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Manganknolle

Pazifik-Expedition: BGR-Wissenschaftler untersuchen Manganknollen-Konzentration, 22.03.2016

Eine Gruppe von zwölf Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bricht am 5. April 2016 von Honolulu (Hawaii) aus zu einer 42-tägigen Expedition mit dem amerikanischen Forschungsschiff "Kilo Moana" in den Zentralpazifik auf. Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet zur Exploration von Manganknollen erkunden. Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die achte Fahrt in das Lizenzgebiet. Grundlage dafür ist ein im Jahr 2006 zwischen der Internationalen Meeresbodenbehörde und der BGR geschlossener Vertrag, der Deutschland das exklusive Recht gibt, auf einem Meeresareal von 75.000 km2 Größe in rund 5.000 m Tiefe 15 Jahre lang den Bestand der metallreichen Manganknollen zu untersuchen.

Auf dieser Forschungskampagne wird ein wirtschaftlich hochinteressantes Teilgebiet von rund 500 km2 beprobt und detailliert mit einem neuen tiefgeschleppten Echolot erkundet. „Uns interessieren die Bereiche des Meeresbodens mit der höchsten Knollenkonzentration sowie der günstigsten Topographie für einen zukünftigen Abbautest“, so BGR-Fahrtleiter Dr. Carsten Rühlemann.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Pazifik: BGR-Wissenschaftler erkunden Gebiete mit hoher Manganknollen-Konzentration

BGR-Hubschrauber

BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden, 15.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt in dieser Woche mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge in der Eifel in Nordrhein-Westfalen durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Das Messgebiet befindet sich in einem etwa 40 km langer Streifen zwischen der Stadt Düren und der Gemeinde Simmerath. Erfasst werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium in den Gesteinen im Boden. Mit dieser Auftragsbefliegung setzt die BGR ihre Zusammenarbeit mit Bodenwissenschaftlern der Universität Bonn fort.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauberflüge in der Eifel: BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden

Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 10.03.2016

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, für ein weiteres Jahr zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 24 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgabe des Gremiums ist zurzeit der Entwurf der Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe.
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Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto, Kanada

Erstmals Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto, 04.03.2016

Die DERA in der BGR wird im Rahmen eines deutschen Pavillons an der Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto teilnehmen. Der deutsche Gemeinschaftsstand wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und bietet 16 deutschen Unternehmen und Institutionen eine Plattform, um sich auf der weltweit größten Bergbau- und Explorationsmesse zu präsentieren.

An der Messe sind weitere DERA-Partner, wie das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und die Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB) beteiligt. Am 8. März 2016 richtet die DERA zusammen mit dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Toronto einen Empfang direkt am Deutschen Pavillon aus. „Die PDAC ist die beste Plattform für den Austausch von Informationen über aktuelle Explorationsprojekte und neue Versorgungsmöglichkeiten für mineralische Rohstoffe. Aufgrund der stark gefallenen Rohstoffpreise steckt die Branche in großen finanziellen Schwierigkeiten. Dies wird mittelfristig wieder zu Angebotsdefiziten führen“, so Dr. Peter Buchholz, Leiter der DERA.

Anlässlich der PDAC findet auch ein Treffen der Steuerungsgruppe des Intergovernmental Forum on Mining, Minerals, Metals and Sustainable Development (IGF) statt, an dem die BGR teilnimmt
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Zur Pressemitteilung Erstmals Deutscher Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

Rohstoffsuche im Geyerschen Wald, 03.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) sowie weitere Partner setzen ihre Suche nach Industrierohstoffen unter dem Geyerschen Wald im sächsischen Erzgebirge fort. Vom 7. bis 11. März 2016 findet voraussichtlich eine weitere Befliegung mit dem BGR-Hubschrauber (Kennung: D-HBGR) und einer Flugsonde statt. Erlauben die Wetterlage oder technische Bedingungen in diesem Zeitraum keinen kompletten Einsatz, sind Befliegungen vom 21. bis 24. März 2016 vorgesehen.

Das Projekt wird begleitet durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Aufsuchungsgenehmigung hat das Sächsische Oberbergamt erteilt. Wichtigstes Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist es, moderne Methoden zur Erkundung von Rohstoffen zu testen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Dabei handelt es sich um diverse geophysikalische Verfahren, die aus der Luft oder am Boden eingesetzt werden, um bis in eine Tiefe von 500 Metern Erzkörper zu erkunden. Die eingesetzten Methoden vermeiden tiefe Eingriffe in den Untergrund.
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Zur Pressemitteilung Rohstoffsuche im Geyerschen Wald: Hochauflösende Magnetfeld-Erkundung im Erzgebirge

Forschungsschiff MARIA S. MERIAN

BGR erkundet Untergrund der Ostsee, 02.03.2016

Die BGR führt gemeinsam mit dem Institut für Geophysik der Universität Hamburg in Kooperation mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (Polen) und der Universität Uppsala (Schweden) bis Ende März wissenschaftliche Untersuchungen auf der Ostsee durch. Mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN werden im Projekt „BalTec“ mit modernen hochauflösenden reflexionsseismischen Geräten u. a. Salzstrukturen und weitere strukturgeologische Elemente unter dem Meeresboden erkundet. Damit wollen die Wissenschaftler sich ein Bild vom Aufbau des Ostsee-Untergrundes machen und u. a. Zusammenhänge zwischen der Eisauflast der Gletscher der letzten Eiszeit und geologischen Bewegungen der jüngsten Erdgeschichte untersuchen. Um Beeinträchtigungen der Meeresumwelt zu minimieren, werden bei der Ausfahrt moderne hydroakustische Messgeräte zur Ortung von Meeressäugern eingesetzt.

Eine flächendeckend konsistente Datengrundlage über den tieferen Untergrund der deutschen Ostsee liegt bisher nicht vor. Die aktuellen Untersuchungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und damit für das Projekt „Tieferer Untergrund Norddeutsches Becken (TUNB)“. Ziel dieses von den Staatlichen Geologischen Diensten der norddeutschen Bundesländer unter Federführung der BGR durchgeführten Projektes ist insbesondere die Erstellung eines 3D-Modells des Norddeutschen Beckens.
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Paläoseismischer Schurf

Neuer Newsletter, 29.02.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2016 ist erschienen.

Elektromagnetik-Flugsonde vor dem Start

Aero-geophysikalische Testflüge bei Hildesheim, 24.02.2016

Die BGR führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) seit heute (24. Februar 2016) eine Woche lang Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird erstmalig eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eigesetzt. Die Sonde wird vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 bis 100 Meter Höhe über den Erdboden geschleppt. Bei diesen Funktionstests am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt wird zunächst der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie das Flugverhalten der Messsonde untersucht. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Hierbei wird das Signal eines 2 Kilometer langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.

Die Funktionstests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (d. h. Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden.
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Testflüge bei Hildesheim: BGR führt erste Funktionstests einer neu entwickelten Flugsonde durch

Geowissenschaftler aus Kamerun tauschen sich mit BGR-Mitarbeitern aus

Geowissenschaftler aus Kamerun nutzen BGR-Daten für Landesplanung, 23.02.2016

Mehrere Geowissenschaftler aus Kamerun haben vom 7. bis 21. Februar im Archiv der BGR nach verschiedenen Karten für die Landesplanung recherchiert. Dazu zählte u. a. auch eine topographische Karte von Kamerun und Togo aus dem Jahr 1913. Die in der BGR gewonnenen Informationen werden von den Wissenschaftlern digitalisiert und vom kamerunischen Ministerium für Wirtschaft, Planung und Regionalentwicklung (MINEPAT) für die Landnutzungsplanung in Buea (Süd-West-Region) und Garoua (Nord-Region) genutzt.
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Produktion von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in Deutschland nach Menge

Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe, 19.02.2016

238 Millionen Tonnen Sand und Kies, aber nur 10 Kilogramm Gold, das sind die Extremwerte der Rohstoffgewinnung in Deutschland. Über 40 verschiedene Rohstoffe werden in Deutschland gewonnen – weitgehend in ihrer Bedeutung unbekannt und unbemerkt von der Bevölkerung.

Um die heimische Rohstoffgewinnung bekannter zu machen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt in dem Kurzbericht „Rohstoffgewinnung in Deutschland – von tiefen Löchern und kleinen Flittern“ (Link s.u.) alle Rohstoffe zusammengestellt, die in Deutschland abgebaut werden. Dabei kam Erstaunliches „zu Tage“:
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Zur Pressemitteilung über den neuen Bericht

Die Teilnehmer des Jahrestreffens

Treffen zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit, 02.02.2016

Erstmals fand jetzt das „Jahrestreffen der Evaluierungseinheiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ im GEOZENTRUM Hannover statt. Gastgeber der Veranstaltung, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann, war der Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ der BGR. Mehr als 40 Teilnehmer, darunter Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von staatlichen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, diskutierten über neue Ansätze zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit sowie über die kürzlich verabschiedeten „Sustainable Development Goals (SDG)“ und ihre Bedeutung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.
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Studie Quarzrohstoffe in Deutschland

Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR, 27.01.2016

Die Gewinnung heimischer Rohstoffe, insbesondere der Baurohstoffe und Industrieminerale, ist für den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur und für viele Industrien, z. B. die chemische Industrie, ein wichtiges Rückgrat. Zu den Industriemineralen gehören auch die Quarzrohstoffe, die für die Glasherstellung, Trinkwasseraufbereitung und die metallverarbeitende Industrie unverzichtbar sind. Ihre Bedeutung wächst in Zeiten der Energiewende noch weiter, wie heute auf einer Konferenz in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover deutlich wurde.

Quarz und Quarzkies werden für die Produktion von Solarzellen, Quarzsand für die Fertigung von Windkraftanlagen benötigt. „Vielfach ist gar nicht klar, dass wir ohne Industrieminerale die Energiewende nicht schaffen werden“, betonte Dr. Paul Páez-Maletz, Geschäftsführer der Quarzwerke GmbH aus Frechen auf der Konferenz, an der mehr als 100 führende Vertreter der deutschen Quarzrohstoffunternehmen, von Industrieverbänden und staatlichen geologischen Diensten teilnahmen. „Deutschland ist reich an mineralischen Rohstoffen. Sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen können wir auf die Gewinnung und Nutzung heimischer Rohstoffe nicht verzichten. Das zeigt sich auch am Beispiel der Quarzrohstoffe und ihrer Bedeutung für die Energiewende“, erklärte Dr. Volker Steinbach, Leiter der Rohstoffabteilung der BGR.
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Zur Pressemitteilung Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR: Ohne Industrieminerale keine Energiewende

Studie Schieferöl und Schiefergas in Deutschland

Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl, 18.01.2016

Trinkwasserschutz und Fracking sind aus geowissenschaftlicher Sicht miteinander vereinbar. Das ist ein Ergebnis der neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“.

Hydrogeologische Modellierungen der BGR für geologische Formationen, die für eine Schieferöl- oder Schiefergasförderung grundsätzlich in Betracht kommen, ergaben: Injizierte Fracking-Fluide steigen aus dem tieferen Untergrund nicht in das Grundwasser auf, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Auch die künstlich durch Fracking erzeugten Risse im Gestein erreichen nach den Untersuchungen nicht die zur Trinkwassernutzung geeigneten Grundwasserschichten. Fazit der BGR-Experten: Gefahren für das Grundwasser bestehen bei der Auswahl geeigneter Standorte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie der Einhaltung des Standes der Technik nicht.

Neben der Untersuchung der Umweltaspekte beim Fracking wurden in der neuen BGR-Studie auch die geologischen Ressourcen detailliert untersucht.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl in Deutschland: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar

Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto Mitte) mit Gastgebern und Podiumsteilnehmern des Parlamentarischen Abends

Parlamentarischer Abend zum Thema Arktis mit der BGR, 14.01.2016

Die deutsche Arktisforschung und Arktispolitik waren Thema eines Parlamentarischen Abends, zu dem das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und die BGR in die Landesvertretung Bremens in Berlin eingeladen hatten.

An der Veranstaltung nahmen rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Bremens Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte gemeinsam mit AWI-Präsidentin Prof. Dr. Karin Lochte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka. Diese hob in ihren einleitenden Worten die große Bedeutung der deutschen Arktisforschung für die Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik hervor. In einem einstündigen Podiumsgespräch diskutierten Botschafter Joachim Bleicker vom Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Thomas Jung vom AWI, R. Andreas Kraemer vom IASS und Dr. Christian Reichert von der BGR über künftige Herausforderungen für die Arktisforschung. Fazit der Veranstaltung: Eine enge Zusammenarbeit aller Akteure auf diesem Gebiet bildet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die unterschiedlichen Interessen in der Arktis mit ihren Chancen und Risiken berücksichtigt werden können. Der stellvertretende Präsident der BGR, Dr. Michael Kosinowski, sicherte in seinem Schlusswort ein weiterhin hohes Engagement der BGR auf diesem Sektor zu.
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Boden des Jahres 2016 - Grundwasserboden

Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden, 11.01.2016

Das Kuratorium „Boden des Jahres“, in dem auch BGR-Bodenkundler vertreten sind, hat den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016 gekürt. Fachleute bezeichnen solche Böden nach der deutschen Bodensystematik als Gleye. Die BGR hat wie schon in den Vorjahren eine Karte der Verbreitungsgebiete für den ausgewählten Boden bereitgestellt.

Gleye sind ganzjährig vom Grundwasser beeinflusst, es prägt den Standort wie kein anderer Faktor. Das typische Bodenprofil eines Gleys spiegelt die Grundwasserschwankungen im Jahresverlauf wider. In Deutschland werden Grundwasserböden oft entwässert. Dadurch wird ihr Wasserhaushalt stark gestört, seltene Lebensräume gehen verloren, Humus wird verstärkt abgebaut und die kühlende Wirkung von Feuchtgebieten gemindert. Zum Schutz der Gleye sind ein bodenschonender Maschineneinsatz und die Erhaltung eines möglichst natürlichen Wasserhaushalts erforderlich. Der Grundwasserboden ist bereits der zwölfte „Boden des Jahres“.

In den Vorjahren wurden folgende Böden ausgezeichnet: Stauwasserboden (2015), Weinbergsboden (2014), Plaggenesch (2013), Niedermoor (2012), Auenboden (2011), Stadtböden (2010), Kalkmarsch (2009), Braunerde (2008), Podsol (2007), Fahlerde (2006) und Schwarzerde (2005). Einige davon wurden bereits auf den Internetseiten der BGR vorgestellt.
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Seismogramm des nordkoreanischen Atomtests

Vermutlicher Kernwaffentest in Nordkorea, 06.01.2016

Am 6. Januar 2016 um 01:30 Uhr Weltzeit (10:00 Uhr Ortszeit, 02:30 Uhr MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong vermutlich ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Signale wurden auch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert.

An der BGR ist das Nationale Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffentest-stoppabkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) angesiedelt. Mit Hilfe des internationalen Überwachungsnetz (IMS – International Monitoring System) der CTBT-Organisation in Wien, für das auch die BGR Stationen betreibt, konnte das Ereignis in hoher Präzision lokalisiert und als Explosion identifiziert werden. Nach dem bisherigen Stand der Auswertung sprechen starke Indizien für eine Nuklearexplosion.
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Zur Pressemitteilung Nordkorea: BGR registriert vermutlichen Kernwaffentest

BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann (li.) und Luis Valdéz Farias unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung

Vereinbarung zur Untersuchung von Bergbau-Altlasten in Peru unterzeichnet, 29.12.2015

Der Gouverneur der peruanischen Region La Libertad, Luis Valdéz Farias, und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann haben am 16.12.15 in Trujillo (Peru) eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Untersuchung von Bergbau-Altlasten unterzeichnet.

La Libertad ist eine der peruanischen Regionen mit den größten Altlasten-Problemen im Bergbau. Die dort vorgesehenen Arbeiten werden sich vor allem auf den Bergbau-Distrikt Pataz und dessen Rückstände von Gold- und Buntmetall-Aufbereitungen beziehen. Die Regionalabteilungen der beiden peruanischen Ministerien für Umwelt und Bergbau beteiligen sich an den Untersuchungen, die sowohl Umweltschutz-Aspekte als auch Fragen zum Sekundär-Bergbau beinhalten.

Die Arbeiten finden im Rahmen des Programms „Förderung regionaler Bergbau-Kooperation in den Andenländern“ statt. Dieses Programm wird gemeinsam von der BGR und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem regionalen Partner CEPAL (UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik) durchgeführt. Sitz des Programm-Büros ist Santiago de Chile, Partnerländer sind Perú, Chile, Bolivien, Kolumbien und Ecuador. Während die GIZ im Programm entwicklungspolitische Themen zur Bergbau-Strategie und Stakeholder-Governance behandelt, ist die BGR für technische Fragen zu Altlasten-Problemen und Wasser-Energie-Effizienz im Bergbau der Partnerländer zuständig.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen, 17.12.2015

Großer Erfolg für die Meeresgeologen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR): Bei ihrer jetzt abgeschlossenen Schiffsexpedition INDEX 2015 im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean entdeckten die Wissenschaftler südöstlich von Mauritius großflächige Erzvorkommen am Meeresgrund in einer Tiefe von 3.100 Metern. „Die potenziellen Lagerstätten in der Tiefsee sind dreimal größer als bisher bekannt“, fasst BGR-Expeditionsleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera das Ergebnis der Forschungsfahrt zusammen.

Für die BGR war es die inzwischen 5. Ausfahrt seit Beginn der „INDEX“-Untersuchungskampagne 2011. Auf der Suche nach Metallsulfidvorkommen waren die BGR-Experten diesmal knapp 8 Wochen mit dem Forschungsschiff PELAGIA in einem 1.200 Quadratkilometer großen Teilabschnitt des Lizenzgebiets (Gesamtgröße: 10.000 Quadratkilometer) unterwegs. Die gesuchten Erze enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für hochtechnologische Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien (u. a. Windkraftanlagen, Photovoltaik) sowie für die Herstellung von Computern, Smartphones oder Fernsehgeräten benötigt. Die Metalle sprudeln als heiße Lösungen mit Temperaturen von bis zu 400 Grad aus dem Meeresboden und bilden an den Austrittsstellen so genannte „Schwarze Raucher“.
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Zur Pressemitteilung Indischer Ozean: Erfolgreiche Expedition im deutschen Lizenzgebiet BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen

Machnig / Kümpel

Neuer Newsletter, 15.12.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2015 ist erschienen.

Neues BGR-Kuratorium

Neues BGR-Kuratorium, 10.12.2015

In neuer Zusammensetzung trat heute (Donnerstag, 10.12.2015) das Kuratorium der BGR zusammen. Unter Leitung seines neuen Vorsitzenden, Dipl.-Geophys. Martin Bachmann (Vorstandsmitglied der Wintershall Holding GmbH), beriet das Gremium über aktuelle Entwicklungen in der Arbeit der BGR sowie über künftige Aufgaben und Herausforderungen als Ressortforschungseinrichtung der Bundesregierung. Für knapp die Hälfte seiner Mitglieder war es die erste BGR-Kuratoriumssitzung. Bei einem kleinen Rundgang durch das GEOZENTRUM Hannover, in dem die BGR ihren Sitz hat, stellte BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel den Kuratorinnen und Kuratoren einzelne Projekte und die Infrastruktur der BGR vor.
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Gondwana-Station der BGR in der Antarktis

Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station, 10.12.2015

Die Polarforschung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) steht im antarktischen Sommer 2015/2016 ganz im Zeichen von zwei großen Projekten. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, startet ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung der BGR umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen, um die Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika zu entschlüsseln. Zur gleichen Zeit führt ein Bautrupp einige hundert Kilometer weiter südlich in der Terra Nova Bucht am Rossmeer eine umfangreiche Modernisierung der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch.

Der Countdown für beide Vorhaben hat längst begonnen. Bereits Ende Oktober wurde das Material für die Baumaßnahmen an der BGR-Station in Container verpackt und vom italienischen Ravenna mit der „M/V Italica“ nach Christchurch (Neuseeland) verschifft. Am 16. Dezember geht es von dort mit 24 Forschern, Bauingenieuren, Technikern und Logistikkräften an Bord weiter in die Antarktis. Je nach Eisbedingungen wird das Versorgungsschiff sein Ziel, die Terra Nova Bucht, Weihnachten erreichen.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte: Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station - BGR-Forscher suchen nach neuen geologischen Spuren der Entstehung des vereisten Kontinents

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar, 10.12.2015

Die tiefe Geothermie birgt in Deutschland keine unbeherrschbaren Risiken für die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellt hat. Grundlage war eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Umweltbundesamt (UBA). Die tiefe Geothermie setzt meist erst unterhalb von 2.000 Metern an. Dort herrschen Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius. Um diese Erdwärme zu nutzen, kann es manchmal nötig sein, Wasser mit hohem Druck in die dortigen Gesteinsschichten zu pressen. Damit werden Fließwege für die spätere Wasserzirkulation des Geothermie-Kraftwerkes geschaffen. Bei dieser Methode kommen keine wassergefährdenden Zusätze zum Einsatz. Lediglich in Kalkstein werden gegebenenfalls verdünnte Säuren umweltverträglich eingesetzt. Schäden durch seismische Ereignisse sind bei kontrolliertem Vorgehen nicht zu befürchten.
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Zur Pressemitteilung "Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar"

Investor’s and Procurement Guide South Africa

DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika, 09.12.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat gemeinsam mit dem Geologischen Dienst von Südafrika (Council for Geoscience) den zweiten Teil des Handbuches über wichtige mineralische Rohstoffe in Südafrika veröffentlicht. Die neue Studie über Rohstoffvorkommen und Liefermöglichkeiten ist für deutsche Investoren und Einkäufer geeignet, um einen umfassenden Überblick über bestehende und neue südafrikanische Rohstoffpotenziale zu erlangen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Industrie.

In zwei Geländekampagnen und durch umfangreiche Recherche der aktuellen Literatur haben Experten beider Länder das Potenzial an Platingruppenelementen, Chrom und Flussspat in verschiedenen Regionen Südafrikas untersucht und neu bewertet. Die Ergebnisse und Daten zur Verfügbarkeit dieser Rohstoffe wurden nun im zweiten Teil des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“ zusammengetragen und auf der Internetseite der DERA veröffentlicht.
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Zur Pressemitteilung Neues Handbuch für Investoren und Einkäufer: DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika

BGR-Energiestudie 2015

BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick, 08.12.2015

Viele Industriestaaten und insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer mit absehbar steigendem Energiebedarf setzen für ihren zukünftigen Energiemix neben Sonne, Wind und Geothermie weiter auf Erdöl, Erdgas und Kohle. Auch Deutschland wird noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Mit einem Anteil von derzeit rund 80 % leisten Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle nach wie vor den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2015 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)*.

„Von grundlegender Bedeutung für den global nur langfristig umsetzbaren Übergang in ein kohlenstoffarmes Energiesystem ist, dass fossile Energieträger auch künftig in dem Maße bereitgestellt werden können, wie sie tatsächlich noch benötigt werden“, betont BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit.
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Zur Pressemitteilung BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick – Zahlen, Daten, Fakten

Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015

Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015, 07.12.2015

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen - erfolgreich am Markt" die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015 ausgezeichnet.

Staatssekretär Beckmeyer: "Die Preisträger leisten als kreative Vorreiter einen ganz wichtigen Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung in Deutschland. Denn ein intelligenter Einsatz von Rohstoffen ist ein zentrales Mittel um unsere Abhängigkeit von Importen zu reduzieren und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Schließlich entfallen mehr als 40 Prozent der Gesamtkosten des verarbeitenden Gewerbes auf Materialkosten. Rohstoff- und Materialeffizienz bieten gerade kleinen und mittleren Unternehmen bedeutende Einsparpotenziale."
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Zur Pressemitteilung Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015

Bodenatlas Deutschland

BGR präsentiert digitale Ausgabe des Bodenatlas, 03.12.2015

Die BGR stellt anlässlich des Weltbodentags 2015 in Berlin den ersten digitalen Bodenatlas für Deutschland vor. Die Präsentation erfolgt im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum 'Internationalen Jahr des Bodens' im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der zentralen Veranstaltung zum Weltbodentag und zur Vorstellung des Bodens des Jahres 2016 am 4. Dezember in der Landesvertretung Schleswig-Holstein. Der Bodenatlas Deutschland ist der zentrale Beitrag der BGR zum Internationalen Jahr des Bodens 2015.

Bei dem digitalen Bodenatlas handelt es sich um eine Webanwendung, die ab dem 3. Dezember 2015 online unter www.bodenatlas.de verfügbar ist. Der Atlas bietet neben geowissenschaftlichen und bodenkundlichen Karten ein breites Spektrum von Informationen zu physikalischen und chemischen Kennwerten sowie zum Wasser- und Stoffhaushalt von Böden. Die Kartenanwendung wurde auf der Grundlage des BGR-Geoviewers realisiert. Mit dem Geoviewer können die im digitalen Bodenatlas Deutschland angebotenen Geodatendienste betrachtet und untereinander kombiniert werden. Bei Interesse können die Geodaten zu den Karten auch heruntergeladen werden.
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Zur Pressemitteilung Weltbodentag 2015: BGR präsentiert digitale Ausgabe des Bodenatlas für Deutschland

Rohstoffsituationsbericht 2014

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2015

Ist die Rohstoffversorgung für den Standort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 565 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, vor allem Sand, Kies, Kali- und Steinsalz sowie weitere Industrieminerale gefördert – Rohstoffe, die vor allem für den Ausbau und Erhalt unserer Infrastruktur, die Bauindustrie sowie die chemische Industrie genutzt werden. Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 188,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 10,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 5,8 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Wertmäßig beträgt die heimische Rohstoffproduktion 13,5 Milliarden Euro, knapp 9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Weiterhin gilt auch, dass Deutschland bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert von niedrigen Rohstoffpreisen

Commodity Top News 47: Minimierung des Abfackelns von Erdölbegleitgas – Bedeutung und Potenziale

BGR-Kurzbericht: Globale Bedeutung des Abfackelns von Erdölbegleitgas, 30.11.2015

Noch immer werden bei der Erdölförderung weltweit große Mengen an Erdölbegleitgas einfach abgefackelt und belasten Umwelt und Klima. Um dieser Praxis entgegenzuwirken, ist Deutschland im Vorfeld der Klimakonferenz in Paris einer Initiative der Weltbank gegen das Abfackeln von Erdölbegleitgas beigetreten. Mit den ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Erdgasverbrennung bei der Erdölförderung befasst sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrem neuesten Kurzbericht „Minimierung des Abfackelns von Erdölbegleitgas – Bedeutung und Potenziale“ der Reihe „Commodity Top News“. In dem Bericht werden auch die wichtigsten Fakten zum Thema aufbereitet.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Kurzbericht: Globale Bedeutung des Abfackelns von Erdölbegleitgas

Die mongolische Delegation und Mitarbeiter der BGR im Geozentrum Hannover

Leitung der mongolischen Bergbaubehörde zu Gast im Geozentrum, 27.11.2015

Am 26. November besuchte eine siebenköpfige Delegation der mongolischen Bergbaubehörde MRAM das Geozentrum Hannover. Die Delegation informierte sich vor Ort über die aktuellen Arbeiten und Aufgaben der BGR und des LBEG, insbesondere im Bereich des Bergbaus und der mineralischen Rohstoffe. Der Besuch ist Teil einer einwöchigen Studienreise in Deutschland, bei der die Teilnehmer bereits das Oberbergamt von Sachsen in Freiberg, den Braunkohleabbau sowie Bergbaunachfolgelandschaften in der Lausitz besuchten.

Die BGR unterstützt bereits seit mehreren Jahren die mongolische Bergbaubehörde MRAM beim Aufbau ihrer fachlichen und institutionellen Kapazitäten und Kompetenzen. Gegenwärtig setzt die Bundesbehörde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das TZ-Projekt „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenentwicklung der Mineral Resources Authority of Mongolia (MRAM)“ um.
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BGR-Infostand auf der Fachmesse  „Engagement Weltweit“

BGR beteiligte sich an Fachmesse „Engagement Weltweit“, 19.11.2015

Mit einem eigenen Infostand nahm die BGR jetzt an der Fachmesse „Engagement Weltweit“ in Bonn teil. Gemeinsam mit rund 60 weiteren Einrichtungen und Organisationen informierte die BGR die rund 1.300 Besucher über Berufsperspektiven von Fachkräften in der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei gab die BGR auch einen Einblick in die eigene Arbeit. Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit ist die BGR auf dem Geosektor in 30 Ländern der Welt tätig. Dort berät sie im Auftrag der Bundesregierung nationale und internationale Kooperationspartner und führt in den Themenfeldern Energierohstoffe, mineralische Rohstoffe, Grundwasser, Boden, Nutzung des tieferen Untergrundes und Gefährdungsanalysen Projekte durch.
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Das Projekt untersucht u. a. Möglichkeiten, wie CO₂ aus Emissionen von Industrieprozessen, z. B. in Zementwerken (Foto) gebündelt und im tiefen Untergrund dauerhaft gespeichert werden kann

Neues Forschungsprojekt für den Klimaschutz, 11.11.2015

Die ansteigende Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO₂) in der Atmosphäre stellt vor dem Hintergrund der globalen und nationalen Klimaschutzziele eine große energie- und strukturpolitische Herausforderung dar. Das von der BGR koordinierte Verbundprojekt „CLUSTER“ untersucht jetzt Möglichkeiten, wie zur Dekarbonisierung des Industriestandortes Deutschland CO₂ aus Emissionen von Industrieprozessen und Kraftwerken gebündelt und im tiefen Untergrund dauerhaft gespeichert werden kann (CCS-Technologie).

An dem Projekt sind neben der BGR die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die Technischen Universitäten Clausthal und Hamburg-Harburg, die Universität Halle-Wittenberg sowie die Unternehmen Eurotechnica (Bargteheide) und DBI Gas- und Umwelttechnik (Leipzig) beteiligt. Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 3,9 Millionen Euro finanziert.
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Zur Pressemitteilung Neues Forschungsprojekt für den Klimaschutz: Gemeinsame Speicherung von CO₂ aus Industrieprozessen und Kraftwerken – ein zukunftsfähiger Ansatz?

BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel präsentiert dem Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig (Foto links), die neue BGR-Studie

BGR-Studie auf Rohstoffkonferenz im Wirtschaftsministerium vorgestellt, 11.11.2015

Das Thema Nachhaltigkeit in der Rohstoffpolitik steht im Mittelpunkt der Internationalen Rohstoffkonferenz "Verantwortung übernehmen – Nachhaltigkeit in der Rohstoffwirtschaft fördern", die zurzeit im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stattfindet. An der Veranstaltung des BMWi und der BGR nehmen rund 300 internationale Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland teil. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel präsentierte dem Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig, die neue BGR-Studie „Auswirkungen von Regelungen zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette von Konfliktmineralien auf kleine und mittelständische Unternehmen in der nachgelagerten Lieferkette“. Die Studie zeigt, dass gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) einnehmen. Kleine und mittlere Unternehmen stellen weltweit das Gros der Arbeitsplätze und brauchen bei der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten für mineralische Rohstoffe Unterstützung und Förderung, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen.
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BGR-Abteilungsleiter Dr. Michael Kosinowski und BGR-Bodenexperte Klaus Kruse übergeben DLG-Vorstandsmitglied Dr. Lothar Hövelmann (von links) das erste Exemplar des neuen Bodenatlas für Deutschland. Im Hintergrund der Forschungs-Hubschrauber der BGR

BGR übergibt DLG erstes Exemplar des neuen Bodenatlas, 10.11.2015

Die BGR präsentierte jetzt auf der Landtechnik-Messe „AGRITECHNICA 2015“ in Hannover den neuen Bodenatlas für Deutschland. Der zuständige BGR-Abteilungsleiter Dr. Michael Kosinowski übergab Dr. Lothar Hövelmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), das erste Exemplar. Die 144 Seiten umfassende Publikation liefert an Hand von 48 Karten sowie einer Vielzahl einzelner Abbildungen und Darstellungen auf anschauliche Weise grundlegende Informationen zu Aufbau, Eigenschaften, Funktion und Bedeutung der Böden in Deutschland. Der BGR-Atlas bietet als Standardkartenwerk eine thematische Übersicht über unsere Böden und behandelt auch Fragestellungen zu Potenzialen und Gefährdungen dieser zentralen Georessource. Die BGR beteiligt sich gemeinsam mit der DLG auf der AGRITECHNICA an der Sonderausstellung „Digital Cropping: den Standort entschlüsseln – den Ertrag verstehen“ (Halle 15, Stand G31). Auf dem Stand ist auch der Forschungs-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ der BGR zu sehen, der u. a. auch zur Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft eingesetzt wird.
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Zur Pressemitteilung Agritechnica 2015: BGR präsentiert ersten Bodenatlas für Deutschland

Geo-Show

Neuer Newsletter, 02.11.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2015 ist erschienen.

BGR-Hubschrauber bei der Landung auf dem Messegelände Hannover

BGR-Hubschrauber landet auf Messegelände, 29.10.2015

Der BGR-Hubschrauber Sikorsky S-76B ist am 29. Oktober auf dem Messegelände Hannover gelandet. Mehrere Besucher und Kamerateams beobachteten die Landung auf dem Hermesplatz. Die Bundesanstalt präsentiert den mit speziellen Messinstrumenten ausgerüsteten Hubschrauber während der Agritechnica vom 08. bis 14. November. Er dient der Behörde zur Erkundung des Bodens, des Grundwassers sowie der geologischen Schichten im Untergrund. In den vergangenen 18 Monaten wurde er u. a. im Rahmen des Projektes „Bodenparameter aus Aerodaten“ genutzt. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer großflächig in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen. Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium im Boden erfasst. Die Untersuchungen dienen der regionalen Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft.

Die Agritechnica ist die weltweit größte Landtechnik-Messe. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 2.900 Aussteller aus 47 Ländern teil. Es kamen rund 450.000 Besucher aus über 80 Ländern.
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Epizentrum des Erdbebens im Hindukusch

Erdbeben in Afghanistan, 26.10.2015

Am 26. Oktober 2015 ereignete sich um 09:09 UTC (13:39 Ortszeit) in Afghanistan ein Erdbeben der Stärke 7,5. Der Erdbebenherd befindet sich im Hindukusch etwa 50 km südlich der Stadt Jurm und in einer Tiefe von 213 km. Nach ersten Medienberichten kamen durch das Erdbeben zahlreiche Menschen ums Leben. Starke Erschütterungen waren auch in Kabul und Islamabad (Pakistan) in Entfernungen von ca. 270 km bzw. 350 km zu spüren. In internationalen seismologischen Zentren gingen sogar Erschütterungsmeldungen aus dem 1.000 km entfernten Neu Delhi (Indien) ein. Das Erdbeben konnte von der BGR an Erdbebenstationen in Deutschland in Entfernungen von mehr als 5.000 km detektiert und lokalisiert werden. Das Epizentrum (Ort des Erdbebens) liegt im nordwestlichen Gebiet der Kollisionszone zwischen der Indisch-australischen und der Eurasischen Platte.
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Zur Pressemitteilung BGR registriert in Afghanistan Erdbeben der Stärke 7,5: Erdbebenherd liegt in über 200 Kilometer Tiefe

Hintergrundwerte im Grundwasser am Beispiel von Sulfat

Grundwasser-Hintergrundgehalte im Vektorformat verfügbar, 21.10.2015

Die Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands sind jetzt im Vektorformat verfügbar und lassen sich so auf beliebige Topographien in beliebigen Maßstäben übertragen. Die Daten können über das BGR-Produktcenter heruntergeladen werden und sind außerdem über das Internet als Web Map Service (WMS) in Form von Karten und Info-Abfragen abrufbar. Der WMS-Dienst "HUEK200 HGW" kann u. a. über den BGR-Geoviewer aufgerufen werden. Der "Personenkreis Hintergrundwerte Grundwasser" der Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands (SGD) und der BGR hatte im Jahr 2010 auf der Basis von Einzelanalysen von 50.000 Grundwasserproben eine flächendeckende Übersicht der grundwasserleiterbezogenen Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands erstellt. Da für einige Spurenelemente noch größere Lücken hinsichtlich der flächenhaften Abdeckung vorhanden waren, wurde ab 2012 für 18 besonders relevante Spurenelemente wie Arsen, Bor, Barium, Cadmium, Kobalt, Chrom, Kupfer, Fluorid, Quecksilber, Molybdän, Nickel, Blei, Antimon, Selen, Thallium, Uran, Vanadium und Zink eine erneute Datensammlung und statistische Neuauswertung durchgeführt. Dies hat zu einer deutlich höheren Flächenabdeckung geführt.
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Weitere Informationen über Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands im Vektorformat

Eine inaktive Grundwasserentnahmestelle in Nord-Jordanien

Flüchtlingskrise: BGR-Projekt unterstützt bessere Trinkwasser-Versorgung in Jordanien, 20.10.2015

Jordanien gehört seit langem zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Die syrische Flüchtlingskrise hat das Problem der Trinkwasserversorgung, insbesondere im Norden des Landes, noch verstärkt. Dort sind die Grundwasserspiegel in den letzten Jahren dramatisch gefallen, wie gemeinsame Untersuchungen der BGR und dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung ergaben. In einem neuen, auf 3 Jahre angelegten Projekt der Deutsch-Jordanischen Technischen Zusammenarbeit (TZ) plant die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weitere Maßnahmen, um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Nordjordanien zu erhöhen:

  • Die Einführung eines Wassermanagements in wichtigen Brunnenfeldern Nordjordaniens soll die Effizienz steigern, Kosten senken und zu einer besseren Grundwasserqualität führen. Für die drei größten Brunnenfelder des Projekts werden Brunnenfeldmanager ausgebildet.
  • Aufgrund der geologischen Struktur fallen die westlichen Bereiche des Grundwasserleiters zunehmend trocken. Die Grundwasserentnahme muss deshalb weiter in den Osten Nordjordaniens verlagert werden. Hierfür wird die notwendige geowissenschaftliche Planungsgrundlage erstellt.
  • Für das am dichtesten besiedelte Gebiet Nordjordaniens wird eine Karte der Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers erstellt. Der Schutzbedarf des Grundwassers kann so in der Landnutzungsplanung berücksichtigt werden. Wichtige Grundwasserressourcen können hierdurch vor Verschmutzung geschützt werden.

Die BGR führt seit 1959 TZ-Projekte mit Jordanien durch und war u. a. an der Erstellung der Wasserrahmenpläne beteiligt. In den letzten Jahren konnte in Jordanien ein Schutzzonenkonzept für Grundwasserbrunnen etabliert werden, welches an das in Deutschland erprobte System angelehnt ist.
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Auswirkungen der syrischen Flüchtlingskrise: BGR-Projekt unterstützt bessere Trinkwasserversorgung im Norden Jordaniens

Neue Bodenkarten veröffentlicht

„Cottbus“ und „Bayreuth“ jetzt verfügbar – weiterer Schritt auf dem Weg zu einer lückenlosen Deutschlandkarte, 14.10.2015

In der gemeinsam von der BGR und den Geologischen Diensten der Länder erarbeiteten Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) sind jetzt die Kartenblätter CC4750 „Cottbus“ und CC6334 „Bayreuth“ erschienen. Damit sind nicht nur 50 der insgesamt 55 Kartenblätter des Gesamtkartenwerks veröffentlicht, es liegen nun auch für die charakteristischen Gebiete Ost-Brandenburgs bzw. Nordsachsens sowie Nordbayerns länderübergreifende Bodenübersichten vor. Mit ihnen stehen jetzt für nahezu alle Teile Deutschlands bundesweit standardisierte und damit vergleichbare Informationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften zur Verfügung.

An der Erstellung und Einpassung der Blätter "Cottbus" und „Bayreuth“ in die bereits vorhandenen Kartenblätter waren neben der BGR als koordinierende Stelle die Staatlichen Geologischen Dienste der Länder Brandenburg, Sachsen, Bayern und Thüringen beteiligt. Die Daten der BÜK200 werden bei der Durchführung der Arbeiten zur nachhaltigen Nutzung der Böden in Deutschland benötigt. Ihre Vorteile liegen in einer hohen räumlichen und inhaltlichen Auflösung, verbunden mit der blattschnittfreien Verfügbarkeit der Daten. Die detaillierte Kartenlegende erfasst das natürliche Verbreitungsmuster der Böden und die Bodeneigenschaften bis zu einer Tiefe von zwei Metern, jeweils in enger Verbindung zu den Gesteinen ihrer Entstehung.
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Zur Pressemitteilung „Cottbus“ und „Bayreuth“ jetzt verfügbar – weiterer Schritt auf dem Weg zu einer lückenlosen Deutschlandkarte

Gletscherfront des Von Postbreen im Osten des Eisfjords in Zentralspitzbergen

Europäischer Arktisrand enthüllt letzte Geheimnisse, 13.10.2015

Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben bei ihren Expeditionen in der Barentssee und auf Spitzbergen weitere wichtige Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte der europäischen Arktis entdeckt. Von der bisher größten geowissenschaftlichen Kampagne der BGR in der Arktis brachten die Wissenschaftler mehr als 30 Sedimentkerne vom Meeresboden sowie über eine Tonne Gesteinsproben vom arktischen Festland für Laboranalysen mit. Die vom Schiff aus gewonnenen seismischen Rohdaten ermöglichen nach eingehender Bearbeitung räumliche Modelle des Untergrundes und lassen damit bessere Rückschlüsse als bisher auf die geologische Entwicklungsgeschichte zu.

An den von der BGR geleiteten wissenschaftlichen Programmen, die von Ende Juni bis Mitte September stattfanden, waren insgesamt 42 Forscher aus Frankreich, Italien, Kanada, Norwegen, Polen, Schweden, den USA und Deutschland beteiligt. Zwei Forscherteams untersuchten im Rahmen des Programms „Circum-Arctic Structural Events“ (CASE) an Land die Geologie Spitzbergens. Sie arbeiteten im Isfjordengebiet (CASE 17) und an der Nordküste der Insel (CASE 18). Ein drittes Team untersuchte an Bord des Forschungsschiffes OGS EXPLORA in der nördlichen Barentssee im Rahmen des Projekts „PANORAMA“ (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis) Chancen und Umweltrisiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum.

Gegenstand der geologischen Untersuchungen an Land und der geophysikalischen Messungen und Probenahmen auf See waren die Stratigraphie, Sedimentologie, Geochemie und die sedimentären Strukturen auf Spitzbergen und auf dem Barentsschelf. Besondere Berücksichtigung fanden Sedimentfolgen aus der Trias und dem Jura, die nach bisherigem Kenntnisstand das größte Kohlenwasserstoffpotenzial aufweisen. Ziel der Arbeiten ist es, die Ablagerungsgeschichte der Sedimente unter dem Meeresboden im Verlauf der vergangenen 300 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Mit geomikrobiologischen Verfahren wollen die Wissenschaftler zudem die Existenz und das Verhalten der zumeist noch unerforschten Lebensgemeinschaften am arktischen Meeresboden untersuchen. Damit soll eine Abschätzung von Einwirkungen auf sedimentäre Ökosysteme ermöglicht werden. Zudem wurden Methoden der Fernerkundung eingesetzt, um in Zukunft möglicherweise Rohstoffe von Satelliten aus orten zu können.
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Zur Pressemitteilung Größte geowissenschaftliche Arktis-Kampagne der BGR: Europäischer Arktisrand enthüllt letzte Geheimnisse

Bodenübersichtskarte BÜK200 im BGR-Geoviewer

Neu: BÜK200 im BGR-Geoviewer verfügbar, 12.10.2015

Die digitalen Karten der Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) werden jetzt auch im Geoviewer der BGR präsentiert. Von dem gemeinsam von der BGR und den Geologischen Diensten der Länder erarbeiteten Kartenwerk sind 50 der insgesamt 55 Kartenblätter verfügbar. Mit ihnen existieren für fast alle Teile Deutschlands bundesweit standardisierte und damit vergleichbare Informationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften. Die Daten der BÜK200 werden bei der Durchführung der Arbeiten zur nachhaltigen Nutzung unserer Böden benötigt. Ihre Vorteile liegen in einer hohen räumlichen und inhaltlichen Auflösung, verbunden mit der blattschnittfreien Verfügbarkeit aller Kartenblätter. Die detaillierte Kartenlegende erfasst das natürliche Verbreitungsmuster der Böden und die Bodeneigenschaften bis zu einer Tiefe von zwei Metern, jeweils in enger Verbindung zu den Gesteinen ihrer Entstehung. Alle Kartenblätter der BÜK200 sind im Produktcenter des Geozentrums Hannover in gedruckter und digitaler Form erhältlich.
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Weitere Informationen zur Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200)

DERA-Studie

DERA-Studie: Preise für Platingruppenmetalle auf Talfahrt, 08.10.2015

Die Preise für Platingruppenmetalle sind deutlich zurückgegangen. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2015 gaben die Preise für Platin (-19 %), Palladium (-26 %) und Rhodium (-29 %) nochmals deutlich nach. Dies erhöht nach Ansicht der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) den ohnehin hohen Kostendruck auf die Bergbauunternehmen im wichtigsten Förderland für Platingruppenmetalle, Südafrika, weiter und könnte die weltweite Angebotssituation verschärfen.

Vor allem ältere Bergwerke im westlichen Bushveld Komplex zeichnen sich durch sehr hohe Bereitstellungskosten aus. Die drei wichtigsten Bergbaukonzerne Anglo Platinum Ltd., Impala Platinum plc und Lonmin plc reagieren hierauf seit einiger Zeit durch Programme zur Kostenreduzierung. So gab beispielsweise Anglo Platinum Ltd. Anfang September 2015 bekannt, sämtliche Bergwerke für Platingruppenmetalle der „Rustenberg Operations“ im westlichen Bushveld Komplex sowie die zugehörige Infrastruktur für etwa 4,5 Mrd. Rand an Sibanye Gold Ltd. zu verkaufen. Impala Platinum und Lonmin plc kündigten ebenfalls Umstrukturierungsmaßnahmen zur weiteren Kostensenkung an.

In ihrer neuesten Studie zur Rohstoffrisikobewertung der Platingruppenmetalle Platin, Palladium und Rhodium verweist die DERA ebenfalls auf die aktuell angespannte Kostensituation südafrikanischer Bergbauunternehmen. „Vor allem steigende Löhne und Energiekosten führen zu steigenden Produktionskosten“, so der DERA-Experte und Autor der Studie, Michael Schmidt.
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Zur Pressemitteilung Neue DERA-Studie zur Rohstoffrisikobewertung: Preise für Platingruppenmetalle seit Anfang 2015 auf Talfahrt

Teilnehmer an der abendlichen Podiumsdiskussion „Das neue Fracking-Gesetz – Und was wird aus der tiefen Geothermie?“

8. Norddeutsche Geothermietagung: Zukunftsperspektiven für Erdwärmenutzung, 08.10.2015

Wie können die Potenziale der Erdwärme in Norddeutschland noch besser genutzt werden? Welche Innovationen können diese umweltfreundliche Energiequelle zur Wirtschaftlichkeit führen? Über diese Fragen diskutierten 150 Fachleute gestern (07. Oktober 2015) auf der 8. Norddeutschen Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover. Veranstalter der Tagung waren die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls und Enerchange als Agentur für erneuerbare Energien.
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Zur Pressemitteilung 8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover: Experten entwerfen Zukunftsperspektiven für effiziente und umweltverträgliche Erdwärmenutzung
Zum Film 8. Norddeutsche Geothermietagung im Geozentrum Hannover

Staatssekretär Basem Telfah (Mitte), Leutnant Basem Daaja (Erster v. l.), BGR Projektleiter Dr. Mathias Toll (Fünfter v. l.) zusammen mit den lokalen Bürgermeistern, der Organisationsgruppe und Sippenführern in der Region im Anschluss an die Veranstaltung

BGR informiert in Jordanien über Trinkwasserschutz, 07.10.2015

Die BGR, das jordanische Wasserministerium und die Umweltpolizei haben jetzt gemeinsam mit örtlichen Entscheidungsträgern die Öffentlichkeit in der jordanischen Hauptstadt Amman über Maßnahmen zum Trinkwasserschutz informiert. Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, Imame, Polizeidienststellenleiter, Sippenführer und interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil, die unter der Schirmherrschaft des Staatssekretärs des jordanischen Ministeriums für Wasser und Bewässerung, Basem Telfah, stand. Gemeinsam mit ihm führten der Vertreter des Wasserlabors, Refaat Beni-Khalaf, der Leiter des technischen Büros der Umweltpolizei, Leutnant Basem Daaja und der Leiter des BGR-Projekts „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“, Dr. Mathias Toll, durch die Veranstaltung.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover

8. Norddeutsche Geothermietagung: Gesetzesänderungen im Fokus, 30.09.2015

Am 07. Oktober 2015 startet im GEOZENTRUM Hannover die 8. Norddeutsche Geothermietagung. Zu dieser Veranstaltung treffen sich zahlreiche Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich über ein breites Spektrum an Themen der oberflächennahen und der tiefen Geothermie auszutauschen.

Im Fokus steht diesmal das Thema Fracking. „Das neue Fracking-Gesetz – Und was wird aus der tiefen Geothermie?“, lautet der Titel einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW), der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und des Bundesverbandes Geothermie e. V. am Abend der Tagung. Am Vor- und Nachmittag liegen die Schwerpunkte bei der oberflächennahen Geothermie im Rahmen von Energieversorgungskonzepten sowie auf Erfolgsmodellen und Potenzialen für die tiefe Geothermie in Norddeutschland.
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Zur Pressemitteilung 8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover: Geplante Gesetzesänderungen stehen im Fokus

Die Erdbeben-Karte mit der seismischen Lücke

BGR-Daten führten auf die Spur: Erloschene Tiefseevulkane als Erdbebenstopper, 30.09.2015

Chile gehört zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern der Erde. Am 1. April 2014 löste das Hauptbeben in einer Reihe von Erdstößen rund um die nordchilenische Stadt Iquique einen Tsunami aus. Die Experten waren allerdings überrascht, dass das Beben mit einer Momenten-Magnitude von 8,1 nicht noch stärker ausfiel und räumlich sehr begrenzt blieb. Geowissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie des Institute of Marine Sciences (CSIC) in Barcelona (Spanien) haben jetzt eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen gefunden. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse in dem internationalen Fachjournal Nature Communications.

Der Grund für die große Erdbebenhäufigkeit in Chile findet sich direkt vor der Küste. Dort schiebt sich die ozeanische Nazca-Platte, eine von mehreren Erdplatten im pazifischen Raum, unter die kontinentale Südamerikanische Platte. Dabei entstehen Spannungen, die sich früher oder später in Erdstößen entladen. Im Norden Chiles erstreckt sich allerdings eine etwa 550 Kilometer lange Zone, in der es seit dem Valdivia-Erdbeben von 1877 zu keiner größeren Katastrophe mehr gekommen ist. In dieser seismischen Lücke erwarten Experten das nächste große Erdbeben und kurzfristig dachte man, das Beben am 1. April sei dieses erwartete Megabeben. Doch es betraf nur den mittleren Abschnitt der Lücke und blieb deutlich unter der erwarteten Magnitude von bis zu 9,0.

Um die Ursache für die geringe Stärke des Iquique-Erdbebens von 2014 zu verstehen, haben sich die Autoren die Topographie des Meeresbodens vor Nordchile sowie seismische Daten, die die Struktur des Untergrundes zeigen, angesehen. Diese beruhen auf den seismischen Daten, die wie oben beschrieben in den 1990er Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Namen „Crustal Investigations off- and on-shore Nazca/Central Andes (CINCA)“ von BGR gesammelt worden sind. „Dabei zeigte sich, dass der Meeresboden auf der Nazca-Platte in der betroffenen Region nicht eben ist, sondern dass dort zahlreiche, teilweise mehrere tausend Meter hohe erloschene Vulkankegel stehen“, beschreiben die Autoren die Situation.

Diese „Seamounts“ genannten Unterwasserberge werden zusammen mit der Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte geschoben. In den seismischen Daten lassen sich deutlich mehrere ehemalige Seamounts erkennen, die jetzt an der Grenzfläche zwischen beiden Platten liegen und die diese Grenzfläche sowie die darüber liegende Südamerikanische Platte deformieren, d. h. vorhandene Spannung in kleinen Schritten abbauen bzw. umgekehrt verhindern, dass sie sich überhaupt aufbauen kann. Außerdem haben die Seamounts die räumliche Ausbreitung des Bruchs, der bei dem Iquique-Beben entstand, wahrscheinlich aufgehalten.

Die Gefahr eines Megabebens in der seismischen Lücke vor Nordchile ist damit nicht komplett gebannt. Ein Teil der aufgestauten Spannung hat sich aufgrund des Iquique-Bebens von 2014 allerdings schon abgebaut. Aber Berechnungen ergeben im nördlichen und südlichen Teil der seismischen Lücke zusammen immer noch das Potenzial für ein Beben mit einer Magnitude größer als 8,5. Man kann durch diese Arbeiten Erdbeben weder verhindern noch genau vorhersagen. Aber je mehr man über die Beben weiß, desto besser kann man Risiken einschätzen und entsprechende Vorkehrungen treffen.

Seit etwa fünf Jahrzehnten arbeiten Wissenschaftler und Techniker der BGR mit den jeweils modernsten geophysikalischen Methoden weltweit auf See. Sie sammeln grundlegende Daten, verarbeiten sie und interpretieren sie vor einem immer weiter sich vergrößernden Fachhintergrund mit dem Ziel, die geologische Entwicklungsgeschichte einzelner Regionen möglichst detailliert zu verstehen. Dies bildet die Grundlage für angewandte Untersuchungen zur Erfüllung der eigentlichen Aufgaben der BGR. Sie werden überwiegend an der BGR selbst durchgeführt und dienen u. a. der Ermittlung des Potenzials zur Bildung von Lagerstätten (Erdöl, Erdgas, Methanhydrate, mineralische Rohstoffe) sowie früher auch der Ermittlung des Gefährdungspotenzials an Kontinenträndern und zur Entzifferung der Klimaarchive in den Sedimentablagerungen des Meeresbodens. Einen guten Beleg dafür, dass sich diese Anstrengungen der Datengewinnung und konsequenten Archivierung auch nach Jahren, wenn das direkte Forschungsziel bereits erreicht ist, noch für andere Zwecke lohnend auszahlen, bieten jetzt die Ergebnisse zum Iquique-Erdbeben von 2014.

Im Jahre 1995 wurde unter Federführung der BGR in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Forschungs-Verbundprojekt begonnen, den Kontinentrand von Chile, auf der Seeseite beginnend, im Norden des Landes intensiv untersuchen. Dies bildete die folgerichtige Ergänzung zu einem gleichzeitig laufenden Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das die Landseite durch umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen erforschte. Im Jahre 2001 wurden diese erfolgreichen Tandemuntersuchungen im Süden Chiles fortgesetzt. Zahlreiche Einzelveröffentlichungen und eine umfangreiche Buchmonographie haben die Ergebnisse zusammengefasst. Diese Reihe wurde aber mit Erreichen der unmittelbaren Untersuchungsziele nicht eingestellt. Weitere Studien zu Entstehung, Aufbau und Eigenschaften des chilenischen Kontinentrandes wurden angestellt, u. a. mit dem Ziel, eine bessere Einordnung der Erdbebentätigkeit vornehmen zu können, oder das Auftreten von Gashydraten als potenzielle zukünftige Energiequelle für Chile zu analysieren.

Zur Publikation:
J. Geersen, C. R. Ranero, U. Barckhausen, C. Reichert (2015): Subducting seamounts control interplate coupling and seismic rupture in the 2014 Iquique earthquake area, Nature Communications
https://dx.doi.org/10.1038/ncomms9267
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Handbuch zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement

Handbuch zum Grundwasser-Management in Afrika, 28.09.2015

Grundwasser stellt eine wichtige und weltweit in vielen Regionen die einzige Trinkwasserquelle dar. Doch was man nicht sieht, schützt man auch nicht. Daher werden die kostbaren Vorräte über Landesgrenzen hinweg häufig verschwendet und verschmutzt, so auch auf dem afrikanischen Kontinent. Um die Grundwasservorräte zu sichern und zu schützen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt gemeinsam mit internationalen Organisationen und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Trainingshandbuch zur Schulung für ein grenzüberschreitendes Grundwassermanagement in Afrika entwickelt. Dieses jetzt veröffentlichte Trainingsmaterial ist weltweit einmalig.

BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel: „Organisationen wie die Nilbecken-Initiative oder die Tschadsee-Kommission können mit diesem Handbuch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen, um Aufgaben des Grundwassermanagements jetzt auch über Landesgrenzen hinweg aktiv zu übernehmen. Damit tragen wir zu einer nachhaltigeren Bewässerungslandwirtschaft und Trinkwassernutzung bei und beugen indirekt Nahrungsmittelkrisen und Erkrankungen wie Cholera vor.“
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Zur Pressemitteilung Neues Handbuch zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement: Sicheres Grundwasser für Afrika

Eröffnung der Ausstellung

BGR mit zahlreichen Beiträgen bei DGB-Jahrestagung, 22.09.2015

"Unsere Böden – Unser Leben" – so lautete das Motto der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) in München. Im Rahmen dieser Themenstellung waren Bodenkundler der BGR mit diversen eigenen Beiträgen und Beteiligungen umfangreich vertreten. Insgesamt gaben rund 330 Vorträge und etwa 225 Poster einen Überblick über die Breite der aktuellen bodenkundlichen Forschung in Deutschland.

„Böden sind die Grundlage unseres Lebens. Sie erzeugen rund 90 Prozent aller Nahrungsmittel und haben für viele Rohstoffe eine zentrale Bedeutung. Darüber hinaus laufen über Böden wichtige globale Stoffkreisläufe ab, die unser Klima stabilisieren. Diese Funktionen sind durch nichts zu ersetzen“, so das Helmholtz Zentrum München als Mitorganisator der Tagung. Vor diesem Hintergrund informierten sich über 800 Tagungsteilnehmer über Themen wie Bodennutzung, Böden und Klimawandel, Forschungsinfrastrukturen, Methodische Innovationen oder neue Untersuchungsmethoden im Feld. Abgerundet wurde die Woche der Bodenwissenschaften in München von verschiedenen Ausstellungen: „Best Praxis“ Bodenkunstprojekte, „Der Spaten: Ein Bodenbearbeitungsgerät im Wandel der Zeit“, „Lackprofile der wesentlichen Böden Bayerns“ sowie die Ausstellung „Bodenentdeckung“ im Deutschen Museum. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der DBG wurde Dr. Einar Eberhardt, BGR-Arbeitsbereichsleiter im Fachbereich B2.2 „Informationsgrundlagen Grundwasser und Boden“, zum Vorsitzenden der Kommission V „Bodengenetik, Bodensystematik, Bodeninformation“ gewählt.
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Weitere Informationen zum Thema "Boden"
Zur DGB-Jahrestagung 2015

Gespannte Konzentration bei der Geo-Show im Audimax

„Unterirdisch“ gute Geo-Show, 21.09.2015

Mehr als 600 Schüler nahmen am 18. September 2015 an der Geo-Show im Audimax der Leibniz Universität Hannover teil. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR beteiligten sich aktiv. Sie stellten den Schülern ihr Modell eines „Schwarzen Raucher“ vor und erklärten anschaulich den Zusammenhang zwischen Rohstoffbildung und Vulkanismus in den Ozeanen. „Unterirdisch – die Geo-Show“ wurde organisiert von der Forschungsinitiative GEO (FI:GEO) der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Kooperation mit dem Koordinationsbüro des DFG-Schwerpunktprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), das an der BGR ansässig ist.
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Weitere Informationen
Zum Film Unterirdisch - Die Geo-Show mit Johannes Büchs auf YouTube

Epizentrum des Erdbebens nahe der Westküste Chiles

Erdbeben vor der Küste Chiles, 17.09.2015

Am 16. September 2015 ereignete sich um 22:54 UTC (17.09.2015 00:54 MESZ) vor der Küste Chiles, in der Region Coquimbo ein Erdbeben. Die BGR registrierte das Erdbeben an mehreren Erdbebenstationen in Deutschland mit einer Magnitude von 8,4. Nach ersten Pressemeldungen kamen durch das Beben mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche Mauern und Häuser stürzten ein. Etwa eine Million Menschen wurden nach einer Tsunamiwarnung evakuiert.

Das Epizentrum des Erdbebens befindet sich ca. 50 Kilometer vor der Westküste Chiles, parallel der Städte Coquimbo und Illapel. Damit liegt es mehrere hundert Kilometer nördlich des stärksten, jemals durch Seismographen aufgezeichneten Erdbebens vom 22. Mai 1960, dass eine Magnitude von 9,5 erreichte. Die Herdtiefe des aktuellen Bebens befindet sich in etwa 25 Kilometer.
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Zur Pressemitteilung Erdbeben vor der Küste Chiles: BGR registriert Magnitude 8,4 – Mit Nachbeben ist zu rechnen

Über 600 Schüler bei Geo-Show in Hannover, 15.09.2015

„Unterirdisch“ geht es am 18. September 2015 ab 11 Uhr im Audimax der Leibniz Universität Hannover zu. Dann startet die gleichnamige interaktive Geo-Show, an der mehr als 600 Schüler und Schülerinnen aus dem Großraum Hannover teilnehmen werden.

Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR sind aktiv beteiligt. Sie stellen den Schülern ihr Modell eines „Schwarzen Raucher“ vor und erklären anschaulich den Zusammenhang zwischen Rohstoffbildung und Vulkanismus in den Ozeanen.

„Unterirdisch – die Geo-Show“ wird organisiert von der Forschungsinitiative GEO (FI:GEO) der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Kooperation mit dem Koordinationsbüro des DFG Schwerpunktprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), das an der BGR ansässig ist.
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Zur Pressemitteilung BGR stellt „Schwarzen Raucher“ vor: Über 600 Schüler bei Geo-Show in Hannover

Die Elektronenstrahlmikrosonde der BGR.

Weltweit einmaliges Analysegerät untersucht Metallrohstoffe, 07.09.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzt sich an die Spitze bei der Methodik wissenschaftlicher Untersuchungen von mineralischen Rohstoffen. „Hyperprobe“, eine eigens für die BGR konfigurierte Elektronenstrahlmikrosonde, analysiert künftig noch zielgenauer und effizienter die Erzproben seltener und wirtschaftsstrategischer Metalle aus aller Welt.

Das Hightech-Gerät (Kosten: 1,9 Millionen Euro) ist eine Weiterentwicklung der bisher im BGR-Labor eingesetzten Mikrosonde. Seit 1968 untersuchen Elektronenstrahlmikrosonden in der BGR die Zusammensetzung der Gesteinsminerale und bringen so Anreicherungen wichtiger Wertmetalle ans Licht. Im Laufe der Jahre wurde die Messmethodik mit neuen Gerätegenerationen immer weiter verfeinert. Die analytischen Verfahren der neuen „Hyperprobe“ ermöglichen Auflösungen im Nanometerbereich, die mit dem bisherigen Gerät unerreicht schienen. Bei der Analyse regen Elektronen eine Röntgenstrahlung in der Probe an, die eine Bestimmung der Metallkonzentrationen in den mineralischen Rohstoffen mit höchster Präzision ermöglicht.
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Kleine BodenforscherInnen unterwegs, 03.09.2015

Das GEOZENTRUM Hannover (GZH) beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder an der Sommerferienaktion der Stadt Hannover. Unter dem Motto „Ein Tag für kleine BodenforscherInnen“ erkundeten Ende August sechs Gruppen mit mehreren Kindern die verschiedenen Böden in Hannovers Stadtwald, der „Eilenriede“. Sie erfuhren, warum Saftkugler, Asseln, Regenwürmer, Tausendfüßler und Raupen für unsere Böden wichtig sind und wie man Minikomposter bastelt. Die Kinder lernten die bodenkundliche Bohrausrüstung des GZH kennen und durften mithelfen, Bohrungen bis in eine Tiefe von zwei Metern durchzuführen. Mit den Experten des GZH bestimmten sie die verschiedenen Horizonte und damit auch den Aufbau des Bodens.

In Schuhkartons legten die Kinder kleine Gärtchen für zu Hause an, in denen Kresse ausgesät wurde. Gerade diese Aktion machte auf die Bedeutung des Bodens als Grundlage für unsere Ernährung aufmerksam. Zurzeit steht jedem Erdbürger rechnerisch ca. 2.000 m² landwirtschaftlich genutzte Fläche für die Ernährung zur Verfügung. Damit die Kinder eine Vorstellung von der Größe bekamen, wurden 2.000 m² auf einer Wiese ausgemessen und abgesteckt. Die Kinder fanden so spielerisch heraus, wie viel Fläche verbraucht wird, wenn wir jede Woche ein warmes Essen mit Fleisch und Gemüse oder Spaghetti mit Tomatensoße essen. Das Freizeitheim Lister Turm organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem GEOZENTRUM Hannover, umweltpädagogischen Fachkräften des Freizeitheimes und dem Feriencardbüro der Stadt Hannover.
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Jahr des Bodens 2015
Plattform und Veranstaltungskalender zum Internationalen Jahr des Bodens 2015
Boden des Jahres 2015
Alles zum Thema Boden - Entdecken Sie Bodenwelten

Prof Dr. Norbert Jürgens, Koordinator und Leiter des BMBF-Verbundvorhabens an der Universität Hamburg, informiert über den Projektfortschritt in den derzeit fünf afrikanischen Partnerländern

SASSCAL-Workshop in der BGR, 03.09.2015

In der BGR trafen sich jetzt die Vertreter des deutschen Konsortiums im Verbundprojekt „Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management“ (SASSCAL), um sich in einem Workshop über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten auszutauschen. Gleichzeitig verständigten sich die 34 Projektpartner aus 11 verschiedenen Institutionen auf die weiteren Umsetzungsschritte. SASSCAL ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes interdisziplinäres Verbundprojekt mit einer Fördersumme von ca. 50 Mio. Euro (Forschungsaufwendungen und langfristige Infrastrukturmaßnahmen in den afrikanischen Zielländern), das den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und den fünf Partnerländern Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Südafrika unterstützt. Das bis 2017 konzipierte Vorhaben besteht aus 88 Teilprojekten zu den sechs Themen Klima, Wasser, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Biodiversität und Capacity Building. Die BGR deckt mit ihren Arbeiten den Forschungsbereich Grundwasser-Ressourcen und Grundwasserneubildung sowie die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Hydrogeologie-Instituten ab.
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Weitere Informationen zum Verbundprojekt SASSCAL

Zu den BGR-Exponaten gehört das Modell einer Infraschallstation, mit der in der Antarktis extrem tieffrequente und damit nicht hörbare Schallwellen gemessen werden.

Ausstellung im Auswärtigen Amt mit BGR-Exponaten, 03.09.2015

¨Nie wieder Atomtests - Deutschland und der Teststoppvertrag¨ ist der Titel einer Ausstellung im Lichthof des Auswärtigen Amt, die gestern (02.09.2015) durch Dr. Patricia Flor, Beauftragte der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle und Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt sowie Dr. Lassina Zerbo, Exekutivsekretär der Kernwaffenteststopp (CTBT)-Organisation in Wien, eröffnet wurde. Die BGR als Nationales Datenzentrum für den CTBT beteiligt sich an der Ausstellung mit zahlreichen Exponaten. So ist das Modell einer Infraschallstation zu sehen, mit der in der Antarktis extrem tieffrequente und damit nicht hörbare Schallwellen gemessen werden. Ein Monitor im Lichthof zeigt in Echtzeit die Daten der hochempfindlichen seismischen BGR-Messstation im Bayerischen Wald, die heimliche Atomtests aufzudecken hilft. Ein installierte Seismometer ermöglicht es den Besuchern, selbst ein Minibeben auszulösen und sichtbar zu machen. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich und kann noch bis zum 15.10.2015 besichtigt werden.
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Zur Ausstellung im Auswärtigen Amt

Tag der offenen Tür

Neuer Newsletter, 01.09.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2015 ist erschienen.

Jugendliche bei Filmaufnahmen in ihrem Heimatort im Norden Namibias

Jugendfilmprojekt in Namibia gestartet, 01.09.2015

In der vergangenen Woche fiel der Startschuss zu einem Jugendfilmprojekt zum Thema Wasser, das die BGR im Rahmen des TZ-Vorhabens „Grundwassermanagement im Norden Namibias“ durchführt. Während der nächsten Wochen wird ein namibisch-deutsches Filmteam zusammen mit einer Gruppe namibischer Jugendlicher einen Dokumentarfilm entwickeln. Er wird die Bedeutung der Ressource Wasser im Leben der jungen Menschen thematisieren. Der Film soll bis zum Jahresende fertiggestellt werden und kann anschließend in Namibia und in anderen, von Wasserknappheit bedrohten Regionen zur Bildungsarbeit verwendet werden. Mit seinem spezifischen Fokus auf die lokale Perspektive namibischer Jugendlicher ergänzt der Film die bereits vorhandenen Bildungsmaterialen der BGR zum Thema Grundwasser.
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Weitere Informationen zum Grundwassermanagement im Norden Namibias

Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel informierte sich bei BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz über die BGR-Projekte in der Internationalen Zusammenarbeit

BGR präsentierte sich beim „Tag der offenen Tür“ in Berlin, 31.08.2015

Mehr als 150.000 Besucher erlebten am Wochenende den „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“. Mit dabei auch die BGR, die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jeweils mit einem eigenen Stand präsentierte. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im BMZ auch der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel. Er ließ sich von der zuständigen BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz die aktuelle Situation in den BGR-Projekten der Internationalen Zusammenarbeit erläutern. Auf dem BGR-Stand im BMWi erlebten die Besucher ungewöhnliche Exponate wie z. B. einen „Schwarzen Raucher“, den BGR-Meeresgeologen auf einer Expedition im Indischen Ozean aus knapp 4.000 Meter Tiefe geborgen hatten. Als heiße Quellen fördern die Erzschlote wertvolle Metalle aus dem Meeresboden. Außerdem erfuhren die Gäste Wissenswertes über die Geothermie sowie Energiespeicher im Untergrund als wichtige Beiträge zur Energiewende. Aktionen, bei denen die Besucher z. B. unterschiedliche Bodenarten erfühlen mussten, rundeten das Programm ab.
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Die indonesischen Teilnehmer der Studienreise mit Vertretern der BGR

Indonesische Delegation zu Besuch in der BGR, 27.08.2015

Eine indonesische Delegation hat am Dienstagvormittag, dem 25. August 2015, das GEOZENTRUM Hannover besucht. Die Teilnehmer repräsentierten die Leitungsebene des nationalen Planungsministeriums und der neuen Partnerorganisation des bilateralen Kooperationsprojektes „Verminderung von Georisiken“ der BGR in Indonesien. Diese Partnerorganisation ist die Trainingsbehörde des Ministeriums für Energie und Rohstoffe. Dieser Besuch war Teil einer Studienreise durch Deutschland. Die Teilnehmer besuchten u. a. das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz in Mainz, die hochschuldidaktische Arbeitsstelle der TU Darmstadt, den GeoPark Vulkaneifel, das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge e. V. in Bonn und die Akademie für Internationale Zusammenarbeit in Bad Honnef.
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Diskussion auf der Weltwasserwoche über Maßnahmen der Wasserver- und Entsorgung der Flüchtlinge in den syrischen Nachbarstaaten

Flüchtlingskrise – BGR diskutiert mit Experten über Wasserversorgung, 27.08.2015

Aus Anlass der Flüchtlingsströme aus Syrien diskutierten BGR-Experten auf der Weltwasserwoche 2015 in Stockholm mit Vertretern des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) und des jordanischen Wasserministeriums (MWI) über Maßnahmen zur Lösung der Wasserprobleme in den benachbarten Ländern Jordanien, Libanon, Türkei, Ägypten und Irak. Dort sind bereits über 4 Millionen syrische Flüchtlinge registriert worden. Die massive Einwanderung erhöht den Druck auf die ohnehin knappen Wasserressourcen in einer der wasserärmsten Regionen der Welt. Durch den weitgehend unkontrollierten Zustrom von Flüchtlingen ist die vorhandene Infrastruktur zur Wasserver- und Abwasserentsorgung in den betroffenen Gemeinden vollkommen überlastet. Daher müssen Managementstrategien entwickelt werden, um zusätzliche Versorgungsstrukturen für Flüchtlinge in den Lagern, Zeltsiedlungen und Gastgemeinschaften aufzubauen.
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Zum Programm der World Water Week

Die Teilnehmer am BGR-Training

BGR-Training in Laos für mehr Umweltschutz im Bergbau, 24.08.2015

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat die BGR jetzt in ihrem Projekt „Bergbauberatung Laos II“ ein internationales Training zum Umweltschutz im Bergbau durchgeführt. 35 Vertreter aus den 10 ASEAN-Staaten (Association of Southeast Asian Nations) nahmen an der dreitägigen Veranstaltung in der laotischen Hauptstadt Vientiane teil. Bei dem Training, zu dem auch der Besuch eines Kupfer-Gold-Bergwerkes gehörte, lernten die Teilnehmer Präventionsmaßnahmen und Managementmethoden zur Behandlung säurehaltiger Abwässer aus dem Bergbau kennen. Die Trainingsmaßnahme fand im Rahmen der BGR-Kooperation mit der ASEAN und der ASOMM-Arbeitsgruppe (ASEAN Senior Officials Meeting on Minerals) statt. Ziel des BGR-Projekts in Laos ist es, die zuständigen Behörden zu unterstützen, den Bergbausektor gezielter zu steuern und die staatliche Bergaufsicht zu verbessern.
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Messgebiete im Projekt Aeroelektromagnetische Kartierung Zeeland (NL)

Abschluss der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland, 20.08.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt ab dem 24. August 2015 in der Provinz Zeeland im südwestlichen Bereich der Niederlande wieder aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung Abschluss der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland (Niederlande): BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

CGL-Direktor V. Darkhaanbaatar und Dr. Christian Glass von der Deutschen Botschaft in Ulan Bator bei der Überreichung der Urkunde zur Akkreditierung

BGR-Partnerlabor in der Mongolei mit Höchststandards, 18.08.2015

Das von der BGR unterstützte Geologische Zentrallabor der Mongolei (CGL) in Ulan Bator erfüllt die höchsten Qualitätsanforderungen. Das auf Geologie, Bergbau und Umwelt spezialisierte CGL mit 150 Angestellten erhielt jetzt eine dritte Akkreditierung auf Grundlage der Standards der Internationalen Organisation für Normen (ISO). Diese dreifache Auszeichnung ist nicht nur einmalig in der Technischen Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklungshilfe. Das CGL stieß damit auch in die Elitegruppe der Fachlabore auf seinem Gebiet vor. Nur fünf der 800 von der US-amerikanischen Akkreditierungsorganisation ANSI/ASQ American Accreditation Board (ANAB) akkreditierten Labore können einen derart breiten Qualitätsstandard aufweisen.

Seit 2005 erwarb das CGL zunächst die Akkreditierung als Testlabor, später als Referenzmaterialhersteller und jetzt die Zulassung als Ringversuchsveranstalter zur Qualitätskontrolle von Routinelabors. Jede Akkreditierung garantiert einen internationalen Qualitätsstandard sowie die weltweite Anerkennung der Ergebnisse und Produkte. Akkreditierungen sind offizielle Kompetenzbestätigungen und werden nur nach eingehender mehrtägiger ISO-Prüfung durch eine unabhängige Akkreditierungsorganisation erteilt.
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Zur Pressemitteilung Weltweit einmalig in der Technischen Zusammenarbeit: BGR-Partnerlabor in der Mongolei erfüllt höchste Standards

Zur Vorbereitung auf die Expedition wurde in Bremerhaven auf dem Arbeitsdeck der OGS EXPLORA ein knapp 4.000 m langes seismisches Messkabel der BGR auf die hydraulische Bordwinde gespult

BGR-Forschung in der Arktis, 17.08.2015

Forscher der BGR versuchen jetzt in der Barentssee und auf Spitzbergen weitere wichtige Puzzleteile zu finden, um die komplexe Geologie der Arktis besser verstehen zu können. Bisher liegen zum geologischen Untergrund des weitgehend eisbedeckten Nordpolargebietes nur wenige Daten vor.

Von Tromsø (Norwegen) aus startete ein Team an Bord des Forschungsschiffes OGS EXPLORA zu einer Expedition im Rahmen des Arktisprojekts „PANORAMA“ (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis). Die Forscher untersuchen in der nördlichen Barentssee die Chancen, aber auch die Umweltrisiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum. Dabei setzen sie geochemische, geologische und geophysikalische Methoden ein, um die Ablagerungsgeschichte der Sedimente unter dem Meeresboden im Verlauf der vergangenen 300 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Mit geomikrobiologischen Verfahren wollen die Wissenschaftler zudem die Existenz und das Verhalten der zumeist noch unerforschten Lebensgemeinschaften am arktischen Meeresboden untersuchen. Damit soll eine Abschätzung von Einwirkungen auf sedimentäre Ökosysteme ermöglicht werden.

Zur gleichen Zeit finden geologische Arbeiten auf Spitzbergen im Rahmen des BGR-Programms CASE (Circum-Arctic Structural Events) statt. Dort untersuchen die Wissenschaftler mit Hilfe eines Transport-Helikopters Struktur und Zusammensetzung der schwer zugänglichen Gesteinsformationen.
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Zur Pressemitteilung BGR-Forschung in der Barentssee-Region: Mit Schiff und Helikopter den Rätseln der Arktis auf der Spur

Studie „Assessing and Enhancing the Contribution of Small and Medium-scale Enterprises to Due Diligence for Responsible Mineral Supply Chains“

Studie zum Umgang mit „Konfliktrohstoffen“, 12.08.2015

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) ein. Die Firmen, die weltweit das Gros der Arbeitsplätze stellen, stehen bei der praktischen Umsetzung internationaler Leitlinien und Gesetze aber häufig vor großen Herausforderungen. Deshalb benötigen sie bei der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten für mineralische Rohstoffe weitreichende Unterstützung und Förderung, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unter dem Titel „Assessing and Enhancing the Contribution of Small and Medium-scale Enterprises to Due Diligence for Responsible Mineral Supply Chains“.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie veröffentlicht: Empfehlungen zum Umgang mit „Konfliktrohstoffen“ für kleine und mittlere Unternehmen

Empfang der somalischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover

Delegation aus Somalia zu Gast im GEOZENTRUM, 03.08.2015

Auf Einladung der BGR besuchten in der vergangenen Woche zwei Vertreter des somalischen Ministeriums für Erdöl und Mineralische Ressourcen das GEOZENTRUM Hannover. An dem vom Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisierten Austausch nahmen auch Kollegen aus dem Fachbereich „Geologie der Energierohstoffe“, aus der Abteilung für Betriebsüberwachung des LBEG sowie ein Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teil.

Das Ziel des Treffens bestand darin, gemeinsam mit den somalischen Kollegen Ideen zu entwickeln, wie die BGR den Aufbau des neu gegründeten Ministeriums und des geologischen Dienstes im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit unterstützen kann. Die somalischen Kollegen sehen besonders großen Bedarf an Maßnahmen der Organisationsberatung und des Capacity Development. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kohlenwasserstoff-Sektor. Hier sieht sich das somalische Ministerium derzeit mit einem gesteigerten Interesse internationaler Öl- und Gaskonzerne konfrontiert.
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Botschafter Dr. Wolfgang Manig (Foto links) besichtigt das neue Labor

Deutscher Botschafter eröffnet Labor in Bukavu, 15.07.2015

Der deutsche Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo, Dr. Wolfgang Manig, eröffnete jetzt in Bukavu ein neues Labor zur Untersuchung von Konfliktmineralen. In dem Labor werden Erzproben aus dem Kongo für den von der BGR entwickelten chemisch-mineralogischen „Fingerprint“ aufbereitet. Mit Hilfe des analytischen Fingerabdrucks ist es möglich, die Herkunft von mineralischen Rohstoffe wie Coltan, Zinn und Wolfram zu bestimmen. Er dient als Kontrollinstrument, um das im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in der Region der Grossen Afrikanischen Seen (Zentral- und Ostafrika) eingeführte Zertifizierungssystem für legal abgebaute und gehandelte Rohstoffe zu unterstützen.

An der Laboreröffnung nahmen auch der Gouverneur der kongolesischen Provinz Süd-Kivu und der Koordinator der afrikanischen Regionalorganisation ICGLR teil. Das Labor wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und wird von der BGR und ihren Projektpartner betrieben.
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BGR-Seismologe Dr. Thomas Plenefisch erklärt Schülerinnen, wie und wo Erdbeben entstehen

BGR-Workshops „Erdbebenmessung“ auf der IdeenExpo, 13.07.2015

Die BGR beteiligte sich mit zwei Workshops zum Thema „Erdbebenmessung“ an der diesjährigen IdeenExpo auf dem Messegelände in Hannover. BGR-Experten demonstrierten Schülerinnen und Schülern, wie und wo Erdbeben entstehen und auf welche Weise die BGR Erdbeben erfasst. Vorgestellt wurden auch digitale Applikationen, mit denen Nutzer die aktuelle Erdbebensituation weltweit beobachten und sogar Erschütterungen selber messen können.

An der IdeenExpo 2015 als bundesweit größtem Jugendevent für Naturwissenschaften und Technik nahmen rund 230 Aussteller teil. Darüber hinaus wurden ca. 650 Workshops und eine Vielzahl an Veranstaltungen angeboten. Die IdeenExpo verzeichnet in diesem Jahr einen Besucherrekord von 351.000 Besuchern.
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Seismische Registrierungen (Bodenschwinggeschwindigkeiten) an der Station FAHL, 8 km nördlich des Epizentrums

Ergebnisse der Untersuchungen zum Erdbeben bei Emstek, 09.07.2015

Seismologen des Niedersächsischen Erdbebendienstes (NED) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stellen am Dienstag, 21.07.2015 die Untersuchungsergebnisse zum Erdbeben bei Emstek (Landkreis Cloppenburg) vor.

Zu der öffentlichen Informationsveranstaltung von LBEG, BGR und der Gemeinde Emstek am Dienstag, den 21.07.2015 um 18 Uhr im Rathaus, Am Markt 1 in 49685 Emstek sind Medienvertreter herzlich eingeladen.

Das Erdbeben mit der Lokalmagnitude (ML) 3,1 ereignete sich am 19.12.2014 etwa zweieinhalb Kilometer östlich von Emstek im nördlichen Bereich der Erdgaslagerstätte Goldenstedt / Visbek. Die Seismologen des LBEG und der BGR stufen einen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und der Erdgasförderung als sehr wahrscheinlich ein. Die Auswertung des Erdbebens erfolgte auf Basis seismischer Aufzeichnungen von Messstationen von Bund, Ländern, Universitäten und Industrie sowie auf Grundlage von Beobachtungen durch die Bevölkerung (Makroseismik).
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Zur Pressemitteilung Erdbeben bei Emstek vom 19.12.2014: Seismologen stellen Untersuchungsergebnisse vor

Bergbau in Entwicklungsländern

Studie zu Rohstoffverträgen veröffentlicht, 02.07.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt eine Studie zur Praxis von Rohstoffverträgen herausgegeben. Die Studie mit dem Titel „Natural Resource Contracts as a Tool for Managing the Mining Sector” untersucht die Wechselwirkungen zwischen Rohstoffverträgen und gesetzlichen Regelungen für den Bergbausektor und berichtet über Erfahrungen von Unternehmern, Regierungsvertretern und NGOs aus konkreten Vertragsverhandlungen.

Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellt wurde, soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung des „CONNEX-Prozesses“ leisten. Er unterstützt Entwicklungsländer im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit Beratungsangeboten beim Abschluss von Rohstoffverträgen. Rohstoffe stellen in vielen Entwicklungsländern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Das Thema stand auch auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im Juni in Deutschland. In der Abschlusserklärung hatten die G7-Staaten noch einmal ausdrücklich ihre Unterstützung für den „CONNEX-Prozess“ betont.

Laut Studie gibt es einen positiven Trend zu mehr Rechtssicherheit im Bergbausektor durch Gesetze und staatlich festgeschriebene Modellverträge. Diese Entwicklung sollte aus Sicht der BGR unterstützt werden.
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Zur Pressemitteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit: BGR veröffentlicht Studie zu Rohstoffverträgen

Weltweit einmaliges Messsystem getestet

Neuer Newsletter, 01.07.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2015 ist erschienen.

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