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Logo der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Pressemitteilung

Hannover, 25.06.2012

Neue Studie zum Schiefergas-Potenzial in Deutschland

Deutschland verfügt über ein bedeutendes Potenzial an Schiefergas. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Danach werden die nach heutigem technologischem Stand förderbaren Mengen auf 0,7 bis 2,3 Billionen Kubikmeter Erdgas aus Schiefergesteinen beziffert. Die Größe dieser als nicht-konventionell bezeichneten Vorkommen übersteigt damit deutlich Deutschlands konventionelle Erdgasreserven und -ressourcen (jeweils 0,15 Billionen Kubikmeter). Unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit und einzuhaltender Umweltverträglichkeitsstandards wird der tatsächlich nutzbare Anteil der ermittelten Schiefergas-Ressourcen allerdings geringer ausfallen.   

In der Studie „Abschätzung des Erdgaspotenzials aus dichten Tongesteinen (Schiefergas) in Deutschland“ haben Wissenschaftler der BGR die wichtigsten Gesteinsformationen mit Schiefergaspotenzial untersucht. Analysiert wurden Daten aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Berichten von Fachbehörden. Danach befinden sich die größten Schiefergaspotenziale im Norddeutschen Becken sowie kleinere Potenziale im Oberrheingraben. Das Ergebnis beruht auf überregionalen Untersuchungen geologischer Formationen und weist keine konkreten Vorkommen aus.   

Neben der Untersuchung der geologischen Ressourcen beleuchtet die Studie auch mögliche Auswirkungen der Erschließung von Schiefergaslagerstätten durch Fracking auf die Umwelt. Die Wissenschaftler haben beispielhaft Modellberechnungen zur Rissausbreitung beim Fracking durchgeführt und mögliche Gefahren durch Seismizität betrachtet. Das Ergebnis: Sofern die gesetzlichen Regelungen eingehalten, die erforderlichen technischen Maßnahmen getroffen und standortbezogene Voruntersuchungen durchgeführt werden, ist aus geowissenschaftlicher Sicht ein umweltverträglicher Einsatz dieser Technologie möglich. Fracking und Trinkwasserschutz sind grundsätzlich vereinbar.

Erdgas wird auch in Zukunft ein wichtiger Baustein im Energiemix sein und die Energieversorgung in Deutschland sichern helfen. Das Fazit der BGR-Wissenschaftler: Schiefergas aus heimischen Vorräten könnte dazu beitragen, den auf die Erschöpfung der bekannten Lagerstätten zurückzuführenden Rückgang der Erdgasförderung Deutschlands aufzufangen.

Ansprechpartner:
Öffentlichkeitsarbeit: Tel. 0511 643 2299, E-Mail: info@bgr.de

Zur Studie:
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/BGR_Schiefergaspotenzial_in_Deutschland_2012.html

Informationen zum Projekt:
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Projekte/laufend/NIKO.html



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Pressesprecher: Andreas Beuge, Tel.: 0511 643 2679, mobil: 0170 8569662
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