Schachtanlage Konrad
Schachtanlage Konrad, Salzgitter (Niedersachsen)
Quelle: BGR
Im Eisenerzbergwerk Konrad wurde ab 1965 Erz aus einer Lagerstätte im „Gifhorner Trog“ abgebaut. Die Erzvorkommen dieser geologischen Struktur erreichen an keiner Stelle die Erdoberfläche und wurden erst 1933 durch Ölbohrungen entdeckt. Wegen der besonders günstigen strukturellen und hydrogeologischen Verhältnisse wurden nach der Einstellung der Erzförderung im Jahr 1976 Untersuchungen zur Eignung des Standortes Konrad als Endlager für radioaktive Abfälle begonnen.
Die Untersuchungsergebnisse bestätigten die günstige geologische Gesamtsituation für die Einrichtung eines Endlagers für vernachlässigbar wärmeentwickelnde Abfälle. Die günstige Gesamtsituation wird bestimmt durch die große Tiefe der vorgesehenen Einlagerungsfelder (ca. 1000 m) und durch die Überdeckung des Wirtsgesteins mit sehr gering durchlässigen Tonsteinen. Modellrechnungen haben gezeigt, dass langfristig keine Radionuklide aus dem Einlagerungshorizont in die Biosphäre übertreten können und die maximale radiologische Belastung etwa 100 Mal kleiner sein wird, als die Schwankungsbreite der natürlichen Radioaktivität.
In-situ Permeabilitätsmessungen in der Schachtanlage Konrad
Quelle: BGR
Der Plan zur Errichtung eines Endlagers für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung im Bergwerk Konrad wurde am 31. August 1982 vorgelegt und am 22. Mai 2002 vom Niedersächsischen Umweltministerium genehmigt. Gegen diese Genehmigung eingereichte Klagen hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg am 8. März 2006 ohne Zulassung der Revision abgelehnt.
Pressemitteilung des OVG Lüneburg zum Urteil vom 08. März 2006: Klagen gegen Schacht Konrad abgewiesen
Ausgewählte Projekte:
Schachtanlage Konrad : Untertägige Erkundung
Reflexionsseismische Untersuchungen im Bereich der Schachtanlage Konrad
Schachtanlage Konrad : Korrelation eines Streckenprofils mit einer Tiefbohrung
Grundwasserbewegung im Umfeld des geplanten Endlagers Schachtanlage Konrad
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