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Endlagerung radioaktiver Abfälle, Geotechnische Sicherheit

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Wie können radioaktive Abfälle sicher entsorgt werden?

Radioaktive Stoffe werden weltweit vielseitig eingesetzt, etwa bei der Stromerzeugung in Kernkraftwerken, in der Röntgenmedizin und in der Materialprüfung. Dabei entstehen radioaktive Abfälle, die uns Menschen und unsere Umwelt durch ihre ionisierende Strahlung gefährden können. In Deutschland verfolgt die Bundesregierung deshalb das Ziel, die Abfälle langfristig und sicher von der Biosphäre zu isolieren. Dabei sind die Wissenschaftler der Ansicht, dass nur die Endlagerung in tiefen geologischen Formationen diesen langfristig sicheren Schutz gewährleisten kann. Auch die pluralistisch besetzte Kommission „Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“ empfiehlt als Entsorgungspfad eine tiefengeologische Lagerung. Die geologischen Verhältnisse in Deutschland bieten die Voraussetzungen für eine langzeitsichere Isolation der radioaktiven Abfälle in einem Endlager in tiefen geologischen Schichten.

Welche Rolle spielt die BGR bei der Endlagerung der radioaktiven Abfälle?

Die BGR berät die Bundesregierung eigenverantwortlich und neutral bei allen geowissenschaftlichen und geotechnischen Fragen zu den Endlagerprojekten des Bundes.

Für die in Deutschland derzeitigen Endlagerstandorte Konrad, Asse und Morsleben erfüllt sie diese Aufgabe in bewährter Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung. Die BGR führt dort im Auftrag des BfS die geowissenschaftlichen Untersuchungen am Erkundungsstandort durch und bewertet diese.

Die Expertise der BGR auf dem Gebiet der Endlagerung radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen umfasst

Die BGR-Wissenschaftler entwickeln dabei den Stand von Wissenschaft und Technik, der in Endlagerfragen berücksichtigt werden muss, durch eigene Forschungsarbeiten aktiv mit. Die Forschung wird vielfach im Verbund mit anderen Forschungseinrichtungen durchgeführt. Zum großen Teil werden in internationaler Zusammenarbeit, zum Beispiel mit Frankreich, Schweden und der Schweiz im Rahmen von Kooperationsabkommen in Untertagelabors Untersuchungen durchgeführt. Dabei werden Methoden und Geräte für die geowissenschaftliche Erkundung von potenziellen Endlagerstandorten entwickelt und getestet. Ein weiteres Ziel der Arbeiten ist es, die Erkenntnisse aus den gemeinsamen internationalen Projekten auf gleichartige geologische Formationen an Standorten in Deutschland zu übertragen.

Die BGR ist somit die Institution in Deutschland, die für die geowissenschaftlichen und geotechnischen Fragen des gesamten Prozesses der Endlagerstandortsuche umfassende Fachkompetenz besitzt.

Welche Aufgaben übernimmt die BGR auf dem Gebiet der „Geotechnischen Sicherheit“?

Die BGR ist auf dem Gebiet der Geotechnischen Sicherheit besonders aktiv. Vor allem in der technischen und konstruktiven Anwendung von felsmechanischem und ingenieurgeologischem Fachwissen im Bergbau und im Bauwesen hat die BGR weitreichende Erfahrungen. Dabei ist die BGR vornehmlich während der Planung von untertägigen Hohlräumen, beispielsweise bei der geologischen Speicherung von erneuerbaren Energien, aber auch während des Betriebs von langjährig genutzten untertägigen Depots oder in der Nachbetriebsphase tätig.

Kontakt

    
Dr. Volkmar Bräuer
Tel.: +49-(0)511-643-2436
Fax: +49-(0)511-643-3694

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