BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Kohle

BergleuteBergleute Quelle: DSK (Deutsche Steinkohle AG)

Kohle ist unter den fossilen Energierohstoffen der bedeutendste Energierohstoff mit den bei weitem größten globalen Gesamtressourcen.

Kohle entstand im Laufe von Jahrmillionen aus abgestorbenem organischen Material. Durch den Inkohlungsprozess verwandelte sich Torf unter hohen, lange einwirkenden Temperaturen zu Weichbraunkohle und schließlich zu Hartkohle. Während dieses Prozesses stiegen der Kohlenstoffanteil und auch der Brennwert. Hartkohlen haben einen sehr hohen Energiegehalt von mehr als 16.500 Kilojoule pro Kilogramm. Sie werden weltweit in unterschiedlichen Qualitäten gehandelt. Nach ihrer Verwendung werden Hartkohlen in Kesselkohlen und Kokskohlen unterteilt.

Weichbraunkohlen hingegen sind energieärmer, enthalten viel Wasser und werden deswegen nur kurze Wege transportiert und regional verwendet. Bei längeren Transportwegen würde der Energieverbrauch des Transports den Energieinhalt der Weichbraunkohlen übersteigen. Weichbraunkohle wird überwiegend zur Erzeugung von Strom eingesetzt.

Mit einem Anteil von 30,3 % (Hartkohle 28,5 %, Weichbraunkohle 1,8 %) am globalen Primärenergieverbrauch war Kohle im Jahr 2011 hinter Erdöl der zweitwichtigste Energieträger. Ende 2011 waren weltweit Kohlereserven in Höhe von rund 1.038 Gt nachgewiesen, die sich auf rund 755 Gt Hartkohle und rund 283 Gt Weichbraunkohle verteilen. Die Welt-Kohleförderung nahm im Jahr 2011 erneut zu und erhöhte sich auf 7.710 Mio.t. Zu der weltweiten Stromerzeugung trug Kohle in 2010 mit einem Anteil von rund 40 % bei und damit mehr als jeder andere Energieträger. In Deutschland ist sie der wichtigste einheimische Energieträger.


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