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Energierohstoffe

Erdölverladeterminal Mongstad/NorwegenErdölverladeterminal Mongstad/Norwegen Quelle: Statoil, Foto: Helge Hansen

Energierohstoffe – dazu zählen die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle sowie Kernbrennstoffe und die regenerativen Energieformen wie die Tiefe Geothermie, Biomasse, Wind-, Wasser und Sonnenenergie – sind Grundlage unseres alltäglichen Lebens und der gesamten Wirtschaft. Sie liefern Strom und Wärme, dienen als Treibstoff und werden zu einer Vielzahl an Produkten weiterverarbeitet. Somit erweisen sich die Energierohstoffe von fundamentaler Bedeutung für das Funktionieren der Wirtschaft und den Erhalt unseres Lebensstandards. Deutschland wird auch im Zeichen der Energiewende noch für viele Jahre auf nicht erneuerbare Energierohstoffe angewiesen sein. Die Primärenergiegewinnung erfolgt zu etwa 87 Prozent aus Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran. Die Geothermie und die anderen Erneuerbaren Energieformen tragen sowohl in Deutschland als auch global bislang nur begrenzt zur Energieversorgung bei, haben aber große Potenziale.

Deutschland muss als hochentwickelte Industrienation und einer der größten Energieverbraucher der Welt den Hauptteil der benötigten Energierohstoffe importieren. So stammen 98 Prozent des Erdöls, 88 Prozent des Erdgases und etwa 86 Prozent der Steinkohle aus Importen. Uran wird sogar zu 100 Prozent importiert. Trotz eines seit Jahren in der Tendenz zurückgehenden Energiebedarfs wird sich die Abhängigkeit von importierten Energieträgern in Zukunft weiter verstärken, da die heimische Förderung weiter sinkt. Weltweit steigt die Nachfrage allerdings weiter an.

Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Die Reserven (wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen) von Erdöl und Erdgas blieben trotz gestiegener Produktion nahezu konstant. Gemessen am gewinnbaren Energieinhalt ist die Kohle mit ihren großen globalen Vorkommen der beherrschende Energierohstoff.

Obwohl es auf der Erde noch sehr große Vorkommen an Energierohstoffen gibt, ist deren Endlichkeit unstrittig. Die Aufgabe fossiler Energieträger ist daher als Brückenenergie den sicheren Übergang in eine auf regenerativen Energieträgern beruhende Energieversorgung zu gewährleisten.

Durch eigene wissenschaftliche Forschungen und Analysen trägt die BGR zum Erkenntnisgewinn bei und leistet so einen Beitrag zur Sicherung der Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit Energierohstoffen.

Die BGR berichtet regelmäßig über Energierohstoffe in Form der jährlich aktualisierten Studie "Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen" (Energiestudie 2015).
Die BGR ist Mitglied der Arbeitsgruppe "Energie für Deutschland" des Weltenergierates (WEC).


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