Landabsenkungen
Erdbrüche und Erdsenkungen können sich unter anderem in Altbergbaugebieten, bei der Entnahme großer Mengen von Trinkwasser aus dem Untergrund oder in Folge von Lösungsprozessen im Boden ereignen. In Karstgebieten werden wasserlösliche Gesteine im Untergrund vom Grundwasser nach und nach aufgelöst, Hohlräume entstehen. Brechen die darüber liegenden Bodenschichten ein, kann dies an der Oberfläche eine Erdsenkung zur Folge haben. Häufig führen sie zu schweren Schäden an Gebäuden oder Straßen.
Geowissenschaftler versuchen mit diversen Methoden, diese Prozesse zu erkunden. Auf dieser Grundlage können sie dann Techniken entwickeln, mit denen sie drohende Einstürze in gefährdeten Gebieten möglichst frühzeitig identifizieren. Wissenschaftler der BGR bewerten so zum Beispiel das Gefährdungspotential der Stadt Staßfurt durch den Altbergbau.
Als Erfolg versprechende Methode zur Früherkennung haben sich in den letzten Jahren satellitengestützte Systeme erwiesen. Verborgene Bewegungen im Untergrund haben oft indirekte Auswirkungen auf die Geländeoberfläche. Dies können etwa Veränderungen der Vegetation oder Bodenfeuchte sein, die von Satelliten erkannt werden. Bei der Untersuchung des Stadtgebiets von Bangkok (Thailand) erstellten BGR-Wissenschaftler mithilfe von Satellitendaten Karten, die die flächenhafte Ausdehnung der Senkungsgebiete im Stadtgebiet sichtbar machen. Neueste Verfahren wurden kürzlich zur Untersuchung von Landabsenkungen im Raum Semarang auf Nordjava, Indonesien eingesetzt
Aktuelle Projekte:
Grundlagen für die zukunftsverträgliche Entwicklung vom Bergbau betroffener sowie industriell geprägter Städte – Bearbeitungs- und Bewertungsmodell für ein nachhaltiges Flächenmanagement am Beispiel der Stadt Staßfurt
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