Isotopenstratigraphie
Projektanfang: 01.01.2010
Projektende: 01.01.2014
Projektstand: 14.09.2010
Die Isotopenstratigraphie ist ein Teilgebiet der Stratigraphie, welches Variationen bestimmter Isotopenverhältnisse in Sedimentgesteinen untersucht, um sie zeitlich einzuordnen. Isotope sind Atome desselben Elements, die verschiedene Massezahlen besitzen. Man unterscheidet sie an hochgestellten Zahlen vor den Symbolen, zum Beispiel Sauerstoff-18=18O. Die Stratigraphie mit δ18O Werten ist seit längerem ein Standardverfahren für die zeitliche Analyse von quartären Sedimenten. In älteren Sedimentabfolgen sind diagenetische Einflüsse auf die Isotopenverhältnisse ein großes Problem. Hier hat sich insbesondere die Stratigraphie mit stabilen Kohlenstoffisotopen bewährt (δ3C). Isotope werden mit Hilfe des Massenspektrometers gemessen. Stabile Sauerstoff- und Kohlenstoffisotope lassen sich auch für palökologische Zwecke verwenden, zum Beispiel als Temperatur und Produktivitätsanzeiger.
In der BGR werden jura- und kreidezeitliche Sedimente aus Bohrkernen und Aufschlüssen isotopenstratigraphisch datiert. Diese Methode erlaubt häufig eine höhere zeitliche Auflösung als die Biostratigraphie, sowie eine sehr gute Korrelation von Sedimentabfolgen (siehe Abbildung).
Korrelation von Sedimentabfolgen des Cenoman/Turon-Grenzbereichs innerhalb Deutschlands und Großbritanniens mit Hilfe von Kohlenstoffisotopen. Der schwarze Balken links in der Abbildung markiert das Ozeanische Anoxische Ereignis 2 (OAE 2). Aus Voigt et al. (2008).
Quelle: E. Schweizerbart
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Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung
Literatur
Voigt, S., Erbacher, J., Mutterlose, J., Weiss, W., Westerhold, T., Wiese, F., Wilmsen, M., Wonik, T., 2008. The Cenomanian – Turonian of the Wunstorf section – (North Germany): Global stratigraphic reference section and new orbital time scale for Oceanic Anoxic Event 2. Newsletters on Stratigraphy, Vol. 43/1: 65-98