Marine Rohstoffforschung
BGR mit RV SONNE im Hafen von Dubai vor der Ausfahrt in das Arabische Meer
Quelle: BGR
Etwa 70 Prozent der Erde sind von den Ozeanen bedeckt. Marine Lagerstätten existieren vor allem entlang der Kontinentränder aller Weltmeere. Sie bieten der Menschheit ein bei weitem noch nicht ausreichend erforschtes Potential für die zukünftige Gewinnung von Rohstoffen.
Aus diesem Grunde führt die BGR Untersuchungen zu passiven und aktiven Kontinenträndern durch. Untersucht werden insbesondere Sedimentbecken der Schelfgebiete entlang den Kontinenträndern. Sie beinhalten häufig Gas- und Erdöllagerstätten, die speziell durch seismische und geochemische Methoden entdeckt werden können. Als mögliche Energielieferanten der Zukunft gelten Gashydrate (gefrorenes Erdgas), die Wissenschaftler in den Meeressedimenten entdeckt haben. Zur wirtschaftlichen Nutzung dieser Energiequelle ist jedoch noch die Entwicklung neuer Technologien erforderlich.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der BGR-Meeresforschung ist die Untersuchung sedimentärer Ablagerungen des Meeresbodens, um Rückschlüsse auf physikalisch/chemische Vorgänge im Meerwasser in der Vergangenheit zu ziehen. Auf diese Weise kann man das Paläoklima für die Zeit rekonstruieren, aus der das Untersuchungsmaterial stammt.
Die BGR-Meeresforschung kann auf eine über 40-jährige Tradition zurückblicken. Die weltweit verteilten Messgebiete können der Übersichtskarte entnommen werden.
Zur Unterstützung ihrer Grundlagenforschung entwickeln BGR-Wissenschaftler neue Geräte und Methoden zur Erkundung des Meeresbodens. Ein wichtiger Aspekt der BGR-Aktivitäten in der Meeresforschung beinhaltet die aktive Teilnahme an den internationalen Projekten Ocean Drilling Program und seit 2004 an dem Integrated Ocean Drilling Program.
Die BGR befasst sich ebenso mit Fragen des Tiefseebergbaus sowie Fragen des Seerechts, das in die Zuständigkeit der Internationalen Meeresbodenbehörde fällt und der die BGR mit ihrem fachlichen Rat zuarbeitet.
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