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Newsletter 2012/02 vom 30.04.2012

Top-News

Der Wettbewerb um den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis ist gestartet

Wettbewerb um Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis ist gestartet

Der Wettbewerb um den „Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2012“ ist am 18. April 2012 gestartet. Deutschlands Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, hat den Startschuss gegeben. Das BMWi zeichnet gemeinsam mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR herausragende Unternehmensbeispiele für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen aus. Insgesamt werden vier Unternehmen mit jeweils 10 000 Euro prämiert. Daneben wird eine Forschungseinrichtung für anwendungsorientierte Forschungsergebnisse zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz in der betrieblichen Praxis ausgezeichnet.

Bis zum 17. September 2012 können die Bewerbungsunterlagen bei der Deutschen Rohstoffagentur in Berlin eingereicht werden. An dem Wettbewerb können wissenschaftliche Institute und Unternehmen mit bis zu 1000 Beschäftigten teilnehmen. Die Preisverleihung durch Bundesminister Dr. Philipp Rösler findet am  29. November 2012 im BMWi in Berlin statt.

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Mineralische Rohstoffe

Teilnehmer der PDAC 2012

DERA organisiert Rohstoffsymposium auf führender Messe

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR hat am 07. März 2012 auf der weltweit führenden Messe für Bergbauprojekte, der „PDAC 2012“, im kanadischen Toronto mit der deutschen Wirtschaft, Forschungsinstituten und der Deutsch-Kanadischen Industrie- und Handelskammer (AHK Kanada) ein Rohstoffsymposium organisiert. Auf der Veranstaltung wurden aktuelle Projekte und Initiativen der deutschen Wirtschaft, unter anderem der neugegründeten „Allianz zur Rohstoffsicherung“ (ARS) sowie Vorhaben zahlreicher Firmen der Fachvereinigung Auslandsbergbau, vorgestellt. Zudem wurden Projekte der deutschen Rohstoffforschung, wie beispielsweise des neuen Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und der BGR, präsentiert.

An der „PDAC 2012“ haben vom 03. bis 07. März mehr als 27 000 Vertreter der internationalen Bergbau- und Bergbauzulieferindustrie sowie staatlicher Behörden und Institute aus über 100 Ländern teilgenommen.

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Marine Rohstoff-Forschung

Seegurke in 4000 m Tiefe im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet

Expedition ins Manganknollen-Lizenzgebiet

BGR-Wissenschaftler sind am 29. März 2012 gemeinsam mit französischen Kollegen vom Institut IFREMER zu einer Expedition mit dem Forschungsschiff "L'Atalante" in den Zentralpazifik aufgebrochen. Dort untersuchen sie bis Ende Mai die Umweltbedingungen in der Tiefsee im deutschen und im französischen Manganknollen-Lizenzgebiet zwischen Hawaii und Mexiko. Der Fokus der Forschungskampagne liegt auf einer umfangreichen Bestandsaufnahme der Bodenlebewesen. Mit Hilfe von sogenannten Kastengreifern werden 50 x 50 cm große Proben des Meeresbodens mit den darin lebenden Tieren ausgestanzt und an Bord gehoben. Außerdem sollen mit speziellen Geräten Boden- und Wasserproben aus der Tiefsee entnommen werden, um die Sauerstoff-, Nährstoff- und Metallkonzentrationen des Wassers zu bestimmen.

Zudem wollen die Forscher weitere Daten zur Beurteilung der potentiellen Manganknollen-Lagerstätte sammeln. Untersucht wird, wie groß die Manganknollen-Vorkommen sind, wo die größten Knollenkonzentrationen liegen und wie wirtschaftlich eine mögliche spätere Förderung der Rohstoffe ist.

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Polarforschung

Geowissenschaftler bei der Arbeit im Gelände

BGR-Forscher kehren aus Antarktis zurück

Wissenschaftler der BGR sind kürzlich mit neuen Erkenntnissen von der Expedition GEA II aus der Antarktis zurückgekehrt. Gemeinsam mit Experten des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) Bremerhaven sowie der Universitäten Bremen, Bergen (Norwegen) und Gent (Belgien) haben sie eine teilweise unberührte Region im Dronning Maud Land erkundet. Das Team hat zahlreiche Gesteinsaufschlüsse strukturgeologisch untersucht, insgesamt 1,5 Tonnen Gesteinsproben genommen und aerogeophysikalische Messungen durchgeführt. Mit der Expedition wollte das GEA-II-Team die bisher unbekannte Nahtstelle finden, an der vor 600 bis 500 Millionen Jahren zwei kontinentale Blöcke kollidiert sind und den Superkontinent Gondwana gebildet haben. Die Auswertung der Ergebnisse läuft noch.

Ein unerwarteter Fund ist den Wissenschaftlern bei der südlichsten Gletschermoräne vor dem Eisplateau Sør Rondanes gelungen. Dort haben sie an der Grenze zwischen Schnee und Eis relativ junge und große Gipskristalle entdeckt. Diese Kristalle hatte das Team in der kalten Eiswüste der Antarktis nicht erwartet.

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Boden

Das neue Spiel zum Thema Boden

Neues Spiel zum Bodenbewusstsein

Die BGR hat gemeinsam mit dem niedersächsischen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Umweltbundesamt (UBA) das neue Spiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ herausgegeben. Das „Boden-Memo“ basiert auf den Regeln des Memory-Prinzips und soll Kinder und Erwachsene stärker für das Thema Boden sensibilisieren. In 24 Motiven wird die Bedeutung des Bodens als Grundlage für die Nahrungsmittelproduktion, Gewässerreinhaltung und das Pflanzenwachstum dargestellt. In einem Begleitheft werden die Inhalte zu den Abbildungen und zur Bedeutung von Böden beschrieben. Das Boden-Memo vermittelt so auf spielerische Weise die Eigenschaften und Gefährdungspotenziale von Böden.

Es wurde offiziell am 15. März 2012 im Museum für Naturkunde in Berlin von BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, LBEG-Präsident Ralf Pospich, UBA-Präsident Jochen Flasbarth, und der Präsidentin des Bundesverbandes Boden (BVB), Prof. Dr. Gabriele Broll, vorgestellt. Das Spiel kann, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bei den Herausgebern BGR, LBEG und UBA bestellt werden.

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Grundwasser

Die neue Übersichtskarte zum Grundwasser

Hydrogeologen präsentieren neue Weltkarte zum Grundwasser

Hydrogeologen der BGR haben beim 6. Weltwasserforum in Marseille eine neue Weltkarte zum Grundwasser präsentiert. "River and Groundwater Basins of the World" heißt die neue Übersichtskarte im Maßstab 1:50.000.000 aus dem Projekt "World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme (WHYMAP)". Ziel der globalen Grundwasserkarte „Flusseinzugsgebiete und Grundwasserbecken der Welt“ ist es, das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Oberflächengewässern und dem Grundwasser zu fördern sowie Wassermanagern und politischen Entscheidungsträgern die Notwendigkeit näher zu bringen, Grundwasser in Ressourcenmanagement-Plänen ausreichend zu berücksichtigen.

Mit der neuen Weltkarte trägt die BGR auch zum Anliegen des Weltwassertages der Vereinten Nationen (VN) bei, für die Bedeutung des Wassers für die Menschheit in der breiten Öffentlichkeit und der Politik zu werben. Das Thema des diesjährigen Weltwassertages am 22. März lautete „Nahrungssicherheit und Wasser“.

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Altlasten & Umweltmonitoring

Wismut Culmitzsch

BGR übernimmt Gutachterrolle für die Wismut-Sanierung

Die BGR hat jetzt die Aufgabe als Gutachter bei den Sanierungsarbeiten der Wismut GmbH übernommen. Dabei berät die BGR das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) als Alleingesellschafter der Wismut GmbH in technischen und betriebswirtschaftlichen Fragen.

Ziel der BGR-Arbeit ist es, ein Höchstmaß an Umweltschutz bei gleichzeitig wirtschaftlich vertretbarem Aufwand zu gewährleisten. Dabei wird die BGR unter Berücksichtigung gesetzlicher Regelungen zu technisch und wirtschaftlich optimalen Lösungen von Sanierungsproblemen beitragen und Einzelvorhaben für das BMWi bewerten. Dazu zählt auch die Untersuchung und Beurteilung von Aufgaben mit „Ewigkeitscharakter“, die sich an die Sanierungstätigkeit anschließen. Nach derzeitigen Kenntnissen werden die Sanierungsarbeiten voraussichtlich erst nach 2020 abgeschlossen sein. Der Bund hat seit 1991 für die Sanierung der ehemaligen Uranbergbaugebiete rund 6 Milliarden Euro bereitgestellt.

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Aerogeophysik

Scheinbarer spezifischer Widerstand für die Messfrequenz 8 kHz, Messgebiet Glückstadt

Hubschrauberelektromagnetische Erkundung der Elbmündung

Experten der BGR haben von 2008 bis 2010 mit dem Messhubschrauber „Sikorsky S-76B“ verschiedene Gebiete der deutschen Nordseeküste beflogen und aerogeophysikalische Erkundungen zum Thema Salz-/Süßwasser durchgeführt. Dabei haben die BGR-Wissenschaftler entlang der Elbmündung nordwestlich von Hamburg grundwasserführende Schichten und Versalzungszonen hubschrauberelektromagnetisch (HEM) kartiert. Die Auswertung der aufgenommenen Daten steht kurz vor dem Abschluss. Von den gewonnen Ergebnissen der HEM versprechen sich die Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage, ob und wie eine Erhöhung des Wasserstands in der Elbmündung das Eindringen von Brackwasser in die Süßwasserleiter nach sich zieht. Sie dienen zusätzlich als Grundlage für das Monitoring der Salz-/Süßwassergrenze entlang der Elbe und können bei der geplanten Elbvertiefung wichtig werden.

Die Befliegungen wurden als Teil der Projekte „D-Aero“ der BGR und „Flächenhafte Befliegung“ des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG) zu Salz- und Süßwasserfragestellungen vorgenommen.

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CO2-Speicherung

Logo des Projektes

Bürgerbeteiligung bei Forschungsvorhaben CO2BRIM

Im Rahmen des Forschungsprojektes „CO2BRIM: Partizipative Modellierung der CO2-Speicherung unter besonderer Berücksichtigung von Soleaufstiegsrisiken – ein integrierter natur- und sozialwissenschaftlicher Ansatz“ werden interessierte Vertreter eingeladen, den Bearbeitungsprozess mit zu gestalten. Der zentrale Aspekt dieser „partizipativen Modellierung“ ist die Offenlegung der einzelnen Arbeitsschritte gegenüber Nicht-Experten, die somit frühzeitig einbezogen werden und die Möglichkeit erhalten, eigene Überlegungen mit einzubringen. Im Bereich der CCS-Forschung wurde dieser partizipative Ansatz bisher noch nicht erprobt. Die Offenlegung des Bearbeitungsprozesses soll zu mehr Transparenz führen und könnte zu einer gesteigerten Akzeptanz für die Untersuchungsmethoden im Themenbereich CO2-Speicherung beitragen.

Eine erste Informationsveranstaltung zu dem Projekt richtet sich an einen breiten Kreis von Interessensvertretern und wird am 05. Juni 2012 in Berlin durchgeführt.

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Internationale Zusammenarbeit / Rohstoffe

Die laotische Delegation zu Gast in der BGR

Laotische Delegation besucht BGR

Der laotische Minister für Energie und Bergbau, Soulivong Daravong, hat am 21. März 2012 mit einer Delegation die BGR besucht. Er hat sich vor Ort über die Arbeitsfelder und Aufgaben der BGR informiert. Die BGR ist seit November 2011 mit dem Projekt „Bergbauberatung Laos“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Laos tätig. Dabei werden von 2011 bis 2014 die staatlichen Institutionen des laotischen Bergbausektors reformiert. Mit Unterstützung der BGR wird unter anderem ein Inspektionswesen aufgebaut und das Berggesetz überarbeitet. Ziel des Vorhabens ist es, zu einer umweltverträglichen, sozial ausgewogenen und geregelten Rohstoffgewinnung beizutragen. Dadurch sollen auch höhere Steuereinnahmen erzielt werden. Laos ist reich an natürlichen Ressourcen. Zu den wichtigsten Rohstoffressourcen zählen Kupfer, Gold, Zink, Bauxit, Kalisalze, Eisen, Kohle, Silber, Kalkstein und Gips. Inzwischen wurden in Laos 205 Explorations- und Bergbauvorhaben vorangetrieben.

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Veranstaltungen

Das Thema Wasser gewinnt in der Öffentlichkeit an Bedeutung

Zwei Konferenzen zum Thema Wasser

Die BGR hat vom 14. bis 17. März 2012 gemeinsam mit der Fachsektion Hydrogeologie in der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (FH-DGG) und dem Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt im Geozentrum Hannover eine internationale Grundwassertagung veranstaltet. Auf der Konferenz „Hydrogeology of Arid Environments“ haben mehr als 200 internationale Experten aus 31 Nationen neue Lösungsansätze von Wissenschaft und Forschung zu Fragen der modernen Hydrogeologie in trockenen Gebieten diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen nachhaltiges Grundwassermanagement, Grundwasserexploration, Grundwasserreinhaltung und Grundwassermodellierung.

Zudem haben mehrere Experten der BGR vom 12. bis 17. März am 6. internationalen Weltwasserforum in Marseille teilgenommen. Rund 22 000 Wissenschaftler, Politiker, Wirtschaftsvertreter und Interessenten aus circa 140 Staaten haben die Veranstaltung besucht und sich ausgetauscht. Das diesjährige Motto des Weltwasserforums lautete „Time for solutions“.

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Aktuelles aus der Sammlung

Shoksha-Quarzit

Quarzit, ein Name – viele Möglichkeiten

Der Quarzit ist das Gestein des Jahres 2012. Wenn von einem Quarzit die Rede ist, ist meist nicht ganz klar, um welches Gestein es sich handelt. Es kann ein metamorphes, ein magmatisches oder ein sedimentäres Gestein sein, es kann weiß, grau, gelb, grün, blau und rot aussehen. Eines jedoch haben alle gemeinsam: Es handelt sich um ein sehr hartes Gestein, das zu mehr als 80 Prozent aus dem Mineral Quarz besteht.

Der „echte Quarzit“ ist ein durch Metamorphose überprägter Sandstein. Er ist damit nach seiner geologischen Definition ein metamorphes Gestein. Je nach Nebenbestandteil erhält der Quarzit einen Namenszusatz, wie zum Beispiel der Fuchsit-Quarzit. Zu den Sedimentgesteinen gehören quarzitische Sandsteine. Als magmatische Quarzite werden gesteinsbildende Quarzbildungen, wie der sogenannte Odenwald-Quarz bezeichnet. Entsprechend ihrer geologischen Vielfalt sind auch die Verwendungsmöglichkeiten der Quarzite vielfältig: Feuerfestgestein, Schamottestein, Wetz- und Schleifstein, im Wegebau als Splitt, Schotter, Klein- und Großpflaster.

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Neuerscheinungen

Die neue Publikation

Geologisches Jahrbuch „B 101“ zur Geologie von Myanmar

In dem Geologischen Jahrbuch „B101“ wird die Geologie der Indoburman Ranges in Myanmar beschrieben. Diese 500 km lange, N–S verlaufende Bergkette, trennt das fruchtbare und dicht besiedelte Tal des Irrawaddy vom Golf von Bengalen. Noch heute sind in dem schwer zugänglichen Gebiet detaillierte Geländebeobachtungen schwierig. Basierend auf mehrjährigen Untersuchungen deutscher und birmanischer Geologen werden die angetroffenen Schichtfolgen und der Prozess der noch recht jungen Gebirgsbildung vorgestellt. Im Westteil und im zentralen Bereich besteht die Schichtfolge aus tertiärem Flysch; der Ostteil ist aus Resten des mesozoischen Meeresbodens und aus triassischen Flyschsedimenten aufgebaut, die in epimetamorphen Schiefer übergehen und dem jüngeren Flysch aufgeschoben wurden. Die Arbeiten im Nordteil (Naga Hills) konnten durch Satellitenbildauswertungen ergänzt werden. Eine kritische Diskussion der plattentektonischen Entwicklung aus heutiger Sicht rundet die Arbeit ab.

D.Bannert; A. Sang Lyen & Than Htay: The Geology of the Indoburman Ranges in Myanmar; 101 S., 65 Abb., 3 Tab., 2 Karten; ISBN 978-3-510-95993-8; 34,80 Euro.

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