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Newsletter 2013/06 vom 19.12.2013

BGR

Teilnehmer Rohstoffkonferenz

Rohstoffkonferenz im GEOZENTRUM Hannover

Auf der BGR-Rohstoffkonferenz im GEOZENTRUM Hannover diskutierten vom 4. bis 5. November 2013 rund 180 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über Preis- und Lieferrisiken auf den internationalen Rohstoffmärkten. Im Mittelpunkt der von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR organisierten Veranstaltung standen Handlungsoptionen für eine sichere Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen.

Neben globalen Marktanalysen wurden vor allem konkrete Ausweichstrategien, wie etwa Maßnahmen zur Diversifizierung von Rohstoffbezugsquellen und Käufergemeinschaften erörtert. Zusätzlich diskutierten die Teilnehmer über langfristige Lieferverträge, Lagerhaltung und Hedging, Rohstoffeffizienz und Recycling sowie Beteiligungen an Explorations- und Bergbauprojekten. Die Tagung eröffnete Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik und Geschäftsführer der ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH, mit einem Vortrag zur Rohstoffversorgung der deutschen Industrie.

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DERA

Rohstoffeffizienzpreis 2013

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2013 vergeben

In diesem Jahr wurde zum dritten Mal der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis verliehen. Die Staatssekretärin im ehemaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Anne Ruth Herkes, überreichte den Preis am 28. November 2013 an vier Unternehmen und eine Forschungseinrichtung. Der vom BMWi ausgelobte und von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR fachlich betreute Preis ist insgesamt mit 50 000 Euro dotiert.

Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet herausragende Lösungen für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Er wurde in diesem Jahr im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt" an die Adamec GmbH aus Fürth, die Dipl.-Ing. Dr. Ernst Vogelsang GmbH & Co. KG aus Herten, die Protektorwerk Florenz Maisch GmbH & Co. KG aus Gaggenau, das Sächsische Textilforschungsinstitut aus Chemnitz und die Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG zusammen mit der Fontaine Technologie GmbH aus Gelsenkirchen vergeben.

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Energierohstoffe

Energiestudie

Neue Energiestudie erschienen

Die BGR hat Anfang Dezember ihre neue „Energiestudie 2013 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ veröffentlicht. In der Studie kommen die Geowissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Deutschland auch im Zeichen der Energiewende noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein wird. Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle tragen mit rund 79 % den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs bei.

Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Die Reserven (wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen) sind trotz gestiegener Produktion leicht gewachsen. Gemessen am gewinnbaren Energiegehalt ist die Kohle mit ihren großen globalen Vorräten der beherrschende Energierohstoff, so ein Fazit der Autoren.

Die Energiestudie greift in diesem Jahr als Sonderthemen die Schiefergasvorkommen in Europa, Fragen zur Darstellung konventioneller und nicht-konventioneller Vorkommen sowie die arktischen Erdöl- und Erdgaspotenziale auf.

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Mineralische Rohstoffe

Rohstoffsituation

BGR veröffentlicht Rohstoffsituationsbericht

Die BGR hat ihren aktuellen Rohstoffsituationsbericht für Deutschland veröffentlicht. Der seit 1980 jährlich erscheinende Bericht informiert Politik und Wirtschaft über aktuelle Entwicklungen zur Rohstoffproduktion, den Außenhandel, die Preisentwicklung sowie den Verbrauch von mineralischen und Energierohstoffen. Zusätzlich wird auch die Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten betrachtet.

Deutschland hat im vergangenen Jahr insgesamt 198,8 Mio. t Braunkohle, Steinkohle und Erdöl, 11,8 Mrd. m3 Erdgas/Erdölgas, ca. 562 Mio. t mineralische Rohstoffe und 8,2 Mio. m3 Torf produziert. Dies entspricht einem Gesamtwert von rund 21,6 Mrd. Euro. Dem gegenüber stehen importierte mineralische und Energierohstoffe im Wert von etwa 151 Mrd. Euro – rund 6,1 % mehr als im Jahr zuvor. Eine zunehmend wichtigere Rolle spielt das Recycling. In der deutschen Raffinade- und Rohstahlproduktion stammten – wie auch schon in den Vorjahren – mehr als 60 % des Aluminiums, rund 43 % des Kupfers sowie etwa 45 % des Rohstahls aus sekundären Rohstoffen.

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Marine Rohstoffforschung

INDEX

Aktuelle Videos, Fotos und Textbeiträge von der INDEX-Expedition

Wissenschaftler der BGR befinden sich noch bis zum 21. Dezember 2013 auf einer Expedition im Indischen Ozean. Dabei erkunden sie mit dem Forschungsschiff SONNE südöstlich vor Madagaskar den mittelozeanischen Rücken auf polymetallische Sulfide, die u. a. Bunt- und Edelmetalle enthalten. Die Wissenschaftler analysieren die Metallkonzentration der Massivsulfide und bewerten das Gebiet. Begleitend führen sie eine Bestandsaufnahme der Tierwelt im Untersuchungsgebiet durch und dokumentieren die Umweltbedingungen. Die Ausfahrt ist Teil des Forschungsprogramms INDEX und dient der Vorbereitung einer Explorationslizenz zur Erkundung von polymetallischen Sulfiden im Indik.

Seit dem 2. Dezember 2013 können die Arbeiten der Wissenschaftler an Bord und in der Tiefsee in einem multimedialen Tagebuch auf der Internetseite der BGR verfolgt werden. Zu sehen sind verschiedene Textbeiträge, Fotostrecken und Videoclips, u. a. von den „schwarzen Rauchern“ am zentralindischen Rücken in 2 500 bis 4 000 m Tiefe.

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Boden

Agritechnica

BGR auf der Agritechnica 2013

Mit einer Sonderausstellung nahm die BGR vom 10. bis 16. November 2013 an der weltweit größten Landtechnikmesse, der Agritechnica, in Hannover teil. Auf dem DLG-Gemeinschaftsstand „Smart Farming“ der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG e. V.) präsentierten die Bodenwissenschaftler der BGR neben dem Zugang zu Bodendaten die neue Karte „Bodengüte in Deutschland“.

In zahlreichen Fachgesprächen gaben die Bodenwissenschaftler der BGR Auskunft über Bodendaten sowie über die Bedeutung fruchtbarer Böden als essentielle Grundlage für die Nahrungsmittelversorgung und immer stärker auch für den Anbau von „Energiepflanzen“. Die BGR-Experten machten deutlich, dass der Boden als eine in menschlichen Zeiträumen nur bedingt erneuerbare Ressource zu sehen ist. Die Fruchtbarkeit des Bodens ist für die Landwirtschaft ein entscheidender Faktor. Leistungsfähige Böden sind zudem von besonderer Bedeutung für den Schutz von Wasser, Klima und Biodiversität. Die nächste Agritechnica findet im Jahr 2015 statt.

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Endlagerung

PEBS

Internationale Konferenz zum Verhalten geotechnischer Barrieren

Noch bis zum 31. Dezember 2013 können sich Interessierte für die „International Conference on the Performance of Engineered Barriers: Backfill, Plugs & Seals“ anmelden. Die von der BGR organisierte Konferenz findet vom 6. bis 7. Februar 2014 im GEOZENTRUM Hannover im Rahmen des EURATOM-Projekts PEBS (Long-term Performance of Engineered Barrier Systems) statt. In dem Projekt wird das langfristige Verhalten geotechnischer Barrieren aus Bentonit in einem Endlager für wärmeentwickelnde Abfälle untersucht. Die BGR koordiniert dabei die wissenschaftlichen Arbeiten von 17 Partnern aus fünf europäischen Ländern, Japan und China.

Das Projekt PEBS läuft seit März 2010 und wird 2014 abgeschlossen. Auf der Konferenz im Februar sollen die wissenschaftlichen und technischen Ergebnisse des PEBS-Projektes sowie vergleichbarer Forschungsvorhaben präsentiert und diskutiert werden.

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Geoinformation

Web-Portal Geopotenzial Deutsche Nordsee

Web-Portal „Geopotenzial Deutsche Nordsee“ freigeschaltet

Im GEOZENTRUM Hannover wurde am 26. November 2013 ein neues Informationsangebot über den geologischen Untergrund der deutschen Nordsee freigeschaltet. Das Web-Portal „Geopotenzial Deutsche Nordsee“ (GPDN) gibt Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, aber auch interessierten Bürgern erstmals einen umfassenden Überblick über den geologischen Aufbau der deutschen Nordsee vom Meeresboden bis in eine Tiefe von ca. 5 000 m. Die Internetseite enthält unter anderem Informationen zur Sedimentverteilung am Meeresboden, den Baugrundverhältnissen sowie Rohstoff- und Speicherpotenzialen.

Das Projekt haben das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie die BGR gemeinsam durchgeführt. Finanziell wurde das Verbundvorhaben mit jeweils 2,5 Mio. Euro vom ehemaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW) unterstützt. Das BSH steuerte einen Eigenanteil von 1,1 Mio. Euro bei.

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Internationale Zusammenarbeit

Internationale Zusammenarbeit China

BGR-Experten zu Gast in China

Eine Delegation des ehemaligen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie der BGR besuchte vom 18. bis 22. November 2013 die chinesische Stadt Shanghai. Dort trafen sich die deutschen Experten mit Kollegen des chinesischen „Ministry for Land and Resources“ (MLR) und des „China Geological Survey“ (CGS), um sich über die Zusammenarbeit der vergangenen zwei Jahre und zukünftige gemeinsame Projekte auszutauschen. Die Teilnehmer einigten sich unter anderem darauf, eine Studie zum weltweiten Angebot und der Nachfrage nach Lithium sowie Gallium zu erstellen.

Des Weiteren sollen Projekte zum Monitoring sowie zur Frühwarnung vor Hangrutschen und zur Empfindlichkeit von Karst-Grundwassersystemen realisiert werden. Weitere Schwerpunkte des Treffens waren die Themen Geoinformationsmanagement, CO2-Speicherung in Geologischen Formationen und Geothermische Energie.

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Internationale Zusammenarbeit / Grundwasser

Grundwasserschutz Vietnam

Projekt in Vietnam sensibilisiert Kinder für Grundwasserschutz

Um das Bewusstsein der vietnamesischen Bevölkerung zum Thema Grundwasserschutz zu stärken, hat das BGR-Projekt „Verbesserung des Grundwasserschutzes in Vietnam“ in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Jungen Pioniere Vietnams einen landesweiten Kinder-Malwettbewerb unterstützt. Das Thema des Malwettbewerbs, an dem sich mehr als eine Mio. Kinder aus allen Teilen des Landes beteiligt haben, lautete „Schutz von Wasser ist der Schutz des Lebens“.

Die vierzig prämierten Bilder wurden kürzlich auf den „Wissenschaftstagen“ des Goethe-Instituts Hanoi (Vietnam) ausgestellt. Sie zeigten das Bewusstsein und die Gedanken der Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren zu den Wasserproblemen und zum Wasserschutz in Vietnam. Der Zustand des Wassers in Vietnam ist teilweise besorgniserregend. Ein Großteil des Grund- sowie des Oberflächenwassers ist verschmutzt und die kommunale Trinkwasserversorgung stark beeinträchtigt.

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Internationale Zusammenarbeit / Wasser

Basiswerk Wasserressourcen

Basiswerk über Wasserressourcen des Nahen Ostens und der arabischen Halbinsel

Die Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (UN-ESCWA) und die BGR haben ein Basiswerk erarbeitet, das alle grenzüberschreitenden Wasserressourcen des Nahen Ostens und der arabischen Halbinsel katalogisiert. Die Studie „Inventory of Shared Water Resources in Western Asia“ wurde auf der Weltwasserwoche in Stockholm erstmals vorgestellt und von Wasserexperten und Politikern intensiv diskutiert. Sie ist die erste UN-geführte Initiative, die den Bestand der in der Region geteilten Oberflächen- und Grundwasserressourcen in einer umfassenden, systematischen und standardisierten Art und Weise darstellt.

Um Wasserressourcen in der arabischen Welt nachhaltig bewirtschaften zu können, müssen die Staaten wissen, wo welche Mengen Wasser in welcher Qualität vorhanden sind. Das neue Basiswerk gibt für jede gemeinsame Wasserressource in der Region erstmals Informationen zur Hydrologie, Hydrogeologie, Entwicklung und Nutzung sowie zu den bisherigen internationalen Vereinbarungen zum grenzüberschreitenden Management.

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Internationale Zusammenarbeit / Grundwasser

Spülbohrung

BGR-Experten informieren Namibias Regierung über Projektfortschritt

BGR-Experten stellten jetzt der namibischen Regierung die bisherigen Fortschritte des Projekts „Grundwasser für den Norden Namibias“ vor. BGR-Projektleiter Martin Quinger und sein Kollege Christoph Lohe informierten Namibias Premierminister Hage Geingob und die Mitglieder des Kabinetts über den Stand der Arbeiten. In dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projekt soll ein Brunnenfeld zu Testzwecken angelegt werden, um Namibias neuen Grundwasserschatz im Cuvelai-Etosha-Becken zu erkunden.

Dazu wurden bereits mehrere Bohrlöcher bis in eine Tiefe von rund 350 m niedergebracht. Auf diese Weise wollen die BGR-Hydrogeologen und ihre namibischen Kollegen prüfen, ob die Grundwasser-Ressource auch bei intensiver Nutzung nachhaltig bewirtschaftet werden kann. Das sich bis Angola erstreckende Vorkommen kann einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit Namibias leisten. Der Premierminister dankte den BGR-Experten für ihre bisherige Arbeit und sagte seine Unterstützung für die Fortführung des Projekts zu.

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Veranstaltungen

Kohle

BGR unterstützt Ausstellung „Kohle.Global“ im Essener Ruhr Museum

Früher galt Kohle als „schwarzes Gold“. Heute steht fossile Energie und allen voran die Kohle im Mittelpunkt aktueller Energie- und Umweltdebatten. Dabei wurde weltweit nie so viel Kohle abgebaut und verbraucht wie heute.

Die BGR unterstützt die seit dem 15. April 2013 laufende Sonderausstellung „Kohle.Global – Eine Reise in die Reviere der anderen“. Die Ausstellung veranschaulicht mit spektakulären Objekten, Fotos und Filmen den weltweiten Kohlebergbau. Sie zeigt die komplexen Prozesse und Systeme rund um den Bergbau, handelt von Kohle und vor allem von Menschen, die davon leben. „Kohle.Global – Eine Reise in die Reviere der anderen“ kann in den ehemaligen Kohlebunkern der Kohlewäsche der UNESCO Welterbe-Stätte Zeche Zollverein des Ruhr Museums noch bis zum 30. März 2014 besucht werden. Die BGR stellt Leihgaben in Form von Kohleproben und Informationen rund um das Thema Kohle bereit. Des Weiteren beteiligt sich die BGR mit Beiträgen sowohl im umfangreichen Ausstellungskatalog als auch der im Rahmen der Ausstellung durchgeführten Vortragsreihe.

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Aktuelles aus der Sammlung

Ammonit

Die Ammoniten des Ravensberger Landes

Der passionierte Amateurpaläontologe Dr. Rainer Ebel hat der Geowissenschaftlichen Sammlung der BGR (Außenstelle Berlin-Spandau) jetzt eine einmalige Sammlung an stratigraphisch wichtigen Lias-Ammoniten aus dem Ravensberger Land übergeben. Die Sammlung komplettiert nun die bereits über 100 Jahre alte Ammonitensammlung von Heinrich Monke, einem Pionier der regionalen Geologie und Jura-Stratigraphie.

Dr. Ebel hat von 1978 bis 1998 den Tonabbau westlich von Herford kontinuierlich verfolgt und feinstratigraphisch fossiles Material entnommen. Das Ravensberger Land ist das größte zusammenhängende Jura-Ausstrichgebiet Norddeutschlands und umfasst die Region Bielefeld/Herford/Minden. Hier treten alle Jura-Schichten an die Oberfläche. Ausgedehnte Bereiche des Unteren Jura (Lias) finden sich in der Gegend zwischen Herford und Bielefeld und im südlichen Wiehengebirgsvorland. In dieser Region wurden in den vergangenen zwei Jahrhunderten für mehr als 100 Ziegeleien Lias-Tone abgebaut.

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Neuerscheinungen

Karte Bodengüte

Neue Karte zur Bodengüte der Ackerstandorte in Deutschland

Die BGR hat jetzt erstmals eine bundesweit einheitliche Karte zur Bodengüte der Ackerstandorte in Deutschland herausgegeben. Entsprechend der neuen Karte der BGR-Bodenexperten besitzt rund ein Viertel der Böden in Deutschland nach internationalen Maßstäben ein hohes Ertragspotenzial für Getreide. Die höchste Einstufung erfahren im bundesweiten Vergleich die Böden der Lösslandschaften. An diesen Standorten wirken sich eine maximale Durchwurzelungstiefe und ein sehr hohes Speichervermögen für pflanzenverfügbares Bodenwasser positiv aus.

Eine aktuelle und einheitliche Darstellung der Bodengüte für ganz Deutschland gab es bisher nicht. Grundlage für die neue BGR-Karte ist das internationale Bewertungsverfahren „Müncheberger Soil Quality Rating" (SQR). Im Unterschied zu den Bewertungen der Bodenschätzung werden beim SQR-Verfahren umfangreiche Klimadaten in die Bewertung einbezogen. Mit dem von der BGR umgesetzten Verfahren liegt nun eine praktikable Methode zur Bewertung der Eignung und Gefährdung von Böden für die landwirtschaftliche Nutzung und zur Abschätzung des ackerbaulichen Ertragspotenzials für ganz Deutschland vor. Die Karte wird von der BGR kostenfrei über den Geoshop Hannover bereitgestellt.

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