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Newsletter 2015/01 vom 02.03.2015

DERA

DERA Industrieworkshop Zink

Industrieworkshop zum Rohstoff Zink

Im Rahmen des DERA-Industrieworkshops „Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit von Zink" diskutierten im GEOZENTRUM Hannover mehr als 40 Vertreter und Vertreterinnen aus Unternehmen, Branchenverbänden und wissenschaftlichen Institutionen über die zukünftige Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit von Zink. Dieser Rohstoff ist ein wichtiges Metall für den Korrosionsschutz, beispielsweise im Automobilbau oder der Bauindustrie und zugleich bedeutend für Legierungen wie Messing. Neben Vorträgen von Unternehmen und Verbänden stellte die DERA im Rahmen der Veranstaltung erste Ergebnisse der Studie „Rohstoffrisikobewertung Zink“ vor. Demnach ist Zink - trotz derzeit leichter Defizite am Markt - langfristig verfügbar. Es können jedoch aufgrund zunehmender Bergwerksschließungen weitere Defizite am Zinkmarkt auftreten, wenn der weltweite Bedarf deutlich ansteigen und sich die Bereitstellung neuer Bergwerkkapazitäten verzögern sollte. Die endgültigen Ergebnisse der Studie werden im April 2015 auf der DERA-Internetseite veröffentlicht.

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Marine Rohstoffforschung

Sensorschlitten

BGR entdeckt neue Erzvorkommen in der Tiefsee

Mit einem eigens entwickelten Sensorschlitten haben Wissenschaftler der BGR im November und Dezember 2014 im Indischen Ozean sieben neue Gebiete entdeckt, in denen erzbildende Lösungen am Meeresgrund austreten. In einer Tiefe von 3.400 bis 3.700 m befinden sich dort so genannte „Schwarze Raucher“. Das sind aktive heiße Quellen am Meeresboden. In ihrem Umfeld treten in der Regel inaktive Sulfidvorkommen auf, die für einen möglichen Tiefseebergbau infrage kommen. Sulfidvorkommen enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene, wirtschaftlich relevante Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Die bisher unbekannten Erzvorkommen wurden von den BGR-Wissenschaftlern mit dem niederländischen Forschungsschiff PELAGIA im Rahmen der Prospektionsarbeiten zur Erforschung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean bei Mauritius entdeckt. Dabei setzten sie erstmals den neuen Sensorschlitten ein. Er ist etwa 2 m lang und mit hochempfindlichen chemisch-physikalischen Sensoren ausgestattet, die bereits in der Wassersäule heiße metallreiche Lösungen „erschnüffeln“ können.

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Boden

Stauwasserboden: Boden des Jahres

Stauwasserboden - Boden des Jahres 2015

Das Kuratorium „Boden des Jahres“, in dem auch BGR-Bodenkundler vertreten sind, hat den Stauwasserboden zum Boden des Jahres 2015 gekürt. Mit dem nutzungs- und klimasensiblen Stauwasserboden soll die Bedeutung der Böden stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Im Stauwasserboden wird das im Boden versickernde Niederschlagswasser durch einen dichten Bodenbereich gestaut. Im Winter, Frühjahr und nach längeren Regenphasen im Sommer ist der Boden vernässt, im Sommer und Herbst hingegen kann der Boden austrocknen. Durch die wechselhaften Wasserverhältnisse ist er vor allem als Waldstandort und als Grünland geeignet. Der Stauwasserboden erhält in diesem Jahr einen besonders hohen Stellenwert, da die Vereinten Nationen das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen haben. Informationen zum Boden des Jahres gibt es auf der neuen Internetseite www.boden-des-jahres.de. Die BGR hat, wie auch bereits in den Vorjahren, eine Karte der Verbreitungsgebiete für den Boden des Jahres bereitgestellt.

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Boden / Energie

Erdkabel

Tagung: Energiewende - ein Thema für den Boden?

Die Energiewende ist eines der zentralen Themen für die Gestaltung der Zukunft. Sie wirkt sich durch verschiedene Maßnahmen auf die nicht erneuerbare Ressource Boden aus. Anlässlich des Internationalen Jahres des Bodens 2015 findet daher im GEOZENTRUM Hannover am 12. März die Tagung „Energiewende - ein Thema für den Boden?“ statt. Sie beleuchtet das Spannungsfeld zwischen dem Boden als Energieträger, Energieproduzent und Energieleiter einerseits und dem Bodenschutz andererseits. So gilt es z. B., die Inanspruchnahme von Flächen für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Energie sowie Bodenschäden zu minimieren. Dies gilt insbesondere für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Veranstaltung im GEOZENTRUM Hannover wird gemeinsam von der BGR und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) organisiert. Sie richtet sich an Fachleute aus Landwirtschaft, Behörden, Verbänden, Ingenieurbüros, Beratungseinrichtungen und Forschungseinrichtungen, die im Bereich Boden- und Energiewirtschaft tätig sind.

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CO2-Speicherung / Geothermie

SES

Konferenz zur nachhaltigen Nutzung des tiefen Untergrundes

Vom 13. bis 15. Oktober 2015 wird in Celle die Sustainable Earth Sciences Conference & Exhibition (SES) zur nachhaltigen Nutzung des tiefen Untergrundes stattfinden. Es ist die dritte von der European Association of Geoscientists and Engineers (EAGE) durchgeführte Veranstaltung dieser Art. Die Konferenz wird von der BGR mitorganisiert. Thematische Schwerpunkte der SES sind u. a. Technologien zur Nutzung des tiefen Untergrundes, der Geothermie und zur Speicherung von CO2. Zur gleichen Zeit wird auch der „Geomechanics and Energy Workshop“ ausgerichtet. Teil der beiden Veranstaltungen sind zwei Exkursionen zum Druckluftspeicherkraftwerk in Huntorf und zu geologischen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Hannover. Neben der EAGE sind die europäischen Forschungsnetzwerke ENERG (European Network for Research in Geo-Energy) und CO2Geonet Mitveranstalter dieser Tagung. Abstracts können bis zum 15. März 2015 eingereicht werden.

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Geoinformation

Forschungsbohrung

Stratigraphische Forschungsbohrung abgeschlossen

Von Ende November 2014 bis Anfang Januar 2015 wurde mit der „Frielingen 9“ eine weitere Forschungsbohrung der BGR zur Erkundung der Stratigraphie des Norddeutschen Beckens abgeteuft. Der Garbsener Ortsteil Frielingen liegt nordwestlich von Hannover und befindet sich im Zentrum eines ehemaligen Randmeeres, das zur Kreidezeit weite Teile Norddeutschlands bedeckte. Durch die Bohrung wurden Bohrkerne 120 bis 132 Mio. Jahre alter Tonsteine mit einer Länge von insgesamt 250 m zu Tage gebracht. Sie stehen jetzt für weitere Detailuntersuchungen zur Verfügung. „Frielingen 9“ steht in einer Reihe von Bohrungen, die der angewandten Grundlagenforschung dienen. Sie alle werden zu einem besseren Verständnis des stratigraphischen Aufbaus des Untergrundes des Norddeutschen Beckens führen.

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Internationale Zusammenarbeit / Grundwasser

Grundwasser Niamey

BGR schult Mitarbeiter der Nigerbecken-Behörde

Die BGR präsentierte jetzt auf einem Workshop in der nigrischen Hauptstadt Niamey die fachlichen Ergebnisse des Projektes „Beratung der Nigerbecken-Behörde (ABN) zum Grundwasserschutz“. Schwerpunkte des Projektes umfassen die Bereiche Fortbildung und Grundwassermonitoring. In der Umgebung von Niamey wurden ausgewählte Brunnen mit automatischen Messsystemen ausgerüstet. Über die Messsysteme erhalten die Wissenschaftler wichtige Informationen über die Verbindung zwischen dem Fluss Niger und dem örtlichen Grundwasserleiter. Die BGR-Experten schulten Mitarbeiter der ABN und der wasserwirtschaftlichen Behörden aus den neun Mitgliedsstaaten der ABN darin, Messkampagnen zur Grundwasserqualität durchzuführen und Daten mit einem Geoinformationssystem (GIS) kartografisch zu erfassen. Ziel ist es, in der Region langfristig einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Grundwasser zu gewährleisten.

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Online-Umfrage

Elektronischer Schaltkreis

Sorgfaltspflichten von kleinen und mittelständischen Unternehmen

Die BGR führt derzeit eine Online-Umfrage zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Bereich sogenannter „Konfliktrohstoffe“ durch. Dabei geht es darum, wie Unternehmen Berichts- und Managementsysteme umsetzen, um nicht zu einer Finanzierung gewaltsamer Konflikte beizutragen. Die Umfrage ist Bestandteil einer Studie, in der die BGR speziell die Situation von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) untersucht, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold in ihren Produkten verwenden. Ziel der Studie ist es, praktische Handlungsempfehlungen zu entwickeln, mit denen die Unternehmen die bestehenden Richtlinien in den USA und der OECD umsetzen können. Weiterhin sollen Fördermöglichkeiten für KMUs aufgezeigt werden. An der Online-Umfrage können Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik sowie Schmuckverarbeitung bis zum 9. April 2015 teilnehmen. Die Studie soll im Juli 2015 veröffentlicht werden und in den nationalen und internationalen Politikdialog zu dem Thema Sorgfaltspflichten in den Lieferketten eingebracht werden.

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Geowissenschaftliche Karten

IHME 1500 - Ausschnitt

Europäische Grundwasserkarte als harmonisierter Datensatz verfügbar

Die Internationale Hydrogeologische Karte von Europa im Maßstab 1:1.500.000 (IHME 1500) ist ein Kartenwerk hydrogeologischer Übersichtskarten, das den gesamten europäischen Kontinent und Teile des Nahen Ostens abdeckt. Mit der digitalen Version liegt nun erstmals ein paneuropäischer Datensatz vor, der im kontinentalen Maßstab harmonisierte Informationen zur Beschaffenheit von verfestigten und unverfestigten oberflächennahen geologischen Materialien beinhaltet (IHME lithology). Durch ein speziell entwickeltes Verfahren wurden hierfür die 1.256 individuellen Gesteins-Beschreibungen der 25 IHME-Einzelblätter räumlich und inhaltlich zusammengefasst und können auf fünf Stufen dargestellt werden. IHME lithology stellt eine wichtige Bezugsgröße zur Evaluierung von hydrologischen, hydrogeologischen und geomorphologischen Prozessen und Verhältnissen im europäischen Maßstab dar. Die nationalen Beiträge zu diesem Kartenwerk wurden unter der Schirmherrschaft der Internationalen Assoziation der Hydrogeologen (IAH) geleistet. Das Kartenprojekt wird von der Kommission für die Geologische Weltkarte (CGMW) unterstützt.

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Neuerscheinungen

Talsperrensedimente

Studie zu Nutzungsmöglichkeiten von Talsperrensedimenten

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR hat jetzt gemeinsam mit dem Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen die Studie „Nutzungsmöglichkeiten und wirtschaftliches Potenzial deutscher Talsperrensedimente" veröffentlicht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die aus den Talsperren entfernten Sedimente im Einzelfall durch vergleichsweise einfache Aufbereitungsschritte als Zuschläge für Baustoffe verwendet werden können. Talsperrensedimente müssen dann entfernt werden, wenn aufgrund einer zunehmenden Verlandung der vorgesehene Zweck - Trinkwassergewinnung, Hochwasserschutz oder Energiegewinnung - nur noch eingeschränkt erfüllt werden kann. Die Studie zeigt, dass eine industrielle Verwendung des Baggerguts nicht nur stofflich, sondern auch ökonomisch sein könnte. Dabei handelt es sich um Rohstoffeffizienz, die nicht nur die Umwelt schont, sondern auch einen ökonomischen Vorteil für Unternehmen bieten kann.

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