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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Tiefseebergbau: Experten beraten über Regeln für den Abbau, 17.03.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Umweltbundesamt (UBA) machen sich für einen konsequenten Umweltschutz beim Bergbau in der Tiefsee stark. Auf einem mit der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA, International Seabed Authority) veranstalteten Experten-Workshop in Berlin riefen beide Behörden dazu auf, sowohl die Chancen als auch die Risiken eines künftigen marinen Rohstoffabbaus umfassend zu bewerten und den Vorsorgegrundsatz genau zu beachten. Wichtig sei auch, große Schutzgebiete vorzusehen, damit die Biodiversität der Tiefsee ausreichend geschützt wird. Bei der Veranstaltung diskutieren rund 100 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer den im Januar 2017 von der ISA vorgelegten Entwurf für Umweltregularien beim Tiefseebergbau.

Aufgrund gestiegener Rohstoffnachfrage und technologischer Innovation ist die Gewinnung von Bodenschätzen aus der Tiefsee stärker in den Fokus des politischen und wirtschaftlichen Interesses gerückt. In den Tiefen der Ozeane lagern rohstoffreiche Manganknollen, Mangankrusten und Massivsulfide. Sie enthalten Metalle für Erneuerbare Energien und Anwendungen in der Hochtechnologie wie Kupfer, Nickel oder Kobalt sowie Spurenelemente wie Lithium, Indium, Gallium oder Germanium, ohne die kein Elektroauto fährt, sich kein Windrad dreht oder kein Smartphone funkt. Mittelfristig kommen die tiefen Lagerstätten im Meer als neue Rohstoffquelle in Betracht; zumindest könnten sie die Vorkommen an Land ergänzen.

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„Vor einem Rohstoffabbau müssen die Umweltauswirkungen wissenschaftsbasiert geprüft werden. Für Deutschland bietet sich die Chance, eine Vorreiterrolle durch umweltschonende Technologien und hohe rechtliche Standards einzunehmen“, betont der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. „Wir wissen noch nicht genau, wie es in der Tiefsee aussieht, und was wir alles schützen müssen. Es bleibt auch die Frage, ob wir einer Rohstoffknappheit nicht besser begegnen können – etwa durch ein ambitionierteres Recycling in Deutschland“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.
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Zur Pressemitteilung Tiefseebergbau: Deutschland setzt sich für hohe Umweltstandards ein – Internationale Experten beraten über Regeln für den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden

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