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Oberflächenruptur des Bebens der Magnitude 6,6 vom 30. Oktober 2016 am Monte Vettore in der Nähe der zerstörten Ortschaft Castelluccio

Exkursion in die Erdbebengebiete Mittelitaliens, 31.08.2017

Rund 100 Teilnehmer, darunter auch BGR-Experten, nahmen jetzt an einer ingenieurseismologischen Exkursion der Universität Camerino (Italien) in die Erdbebenregionen des Zentralapennins teil. Dort ereigneten sich in den Jahren 1997, 2009 und 2017 zerstörerische Erdbeben mit zum Teil Hunderten von Todesopfern. Betroffen waren die mittelitalienischen Region um L‘Aquila, Amatrice und Norcia. Beim stärksten dieser Beben (Magnitude 6,5) betrug der Versatz an der Erdoberfläche bis zu 2 m. Diese Störungszone war über 43 km lang. Viele kleine Ortschaften wurden zerstört. Sie wurden von den Behörden zur gesperrten Zone („Zona Rossa“) erklärt. Bis heute sind sie z. T. noch nicht zugänglich und werden vom Militär bewacht. Die Exkursion befasste sich mit den seismologischen Daten und den geologischen Befunden wie Oberflächenrupturen, Hangrutschungen und Felsstürzen. Für die Teilnehmer lieferte die Veranstaltung wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Erdbebensicherheit in ihren eigenen Ländern. Auch in Deutschland sind Erdbeben vergleichbarer Stärke möglich. Zu den potenziell gefährdeten Gebieten zählen die niederrheinische Bucht und der Oberrheingraben.
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