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Ein Eisberg vor der Küste Grönlands.

BGR Schiffsexpedition nach Ostgrönland, 24.10.2017

Wissenschaftler der BGR haben jetzt östlich von Grönland bei einer Expedition mit dem Forschungsschiff Maria S. Merian nach Spuren der frühen Geschichte des Nordatlantiks gesucht. Gemeinsam mit Forschern des Geologischen Dienstes von Dänemark (GEUS), dem GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Alfred-Wegener-Institut - Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) untersuchten sie 5 Wochen lang in der unwirtlichen Region entlang der Meereiskante die Geologie des Kontinentrandes von Ostgrönland. Die Wissenschaftler erkundeten mithilfe von Schallwellen die Gesteinsformationen unterhalb des Meeresbodens. Die Arbeiten ersteckten sich vom flachen Schelf vor der Küste Grönlands bis in eine Wassertiefe von 4000 Metern. Die Untersuchungen wurden begleitet von externen Walbeobachtern, um eine Beeinträchtigung der Tiere zu vermeiden. Zusätzlich bestimmten die Forscher das magnetische Signal und das Schwerefeld des Untergrundes. Die gewonnenen geophysikalischen Daten liefern ein Abbild des Aufbaues des Kontinentrandes bis in eine Tiefe von 10 Kilometern. Die Expedition trägt dazu bei, die Entwicklung des Nordatlantiks zu entschlüsseln. Dieser entstand vor rund 54 Millionen Jahren, als sich Grönland vom europäischen Kontinent ablöste.

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