BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

In den rot markierten Bereichen hat sich das Becken der Nordsee seit rund 2,6 Millionen Jahren um bis zu 1.100 Meter abgesenkt.

Das Becken der Deutschen Nordsee wird immer tiefer , 15.08.2018

Eine erstaunliche Entdeckung hat jetzt ein Forscherteam um Dr. Jashar Arfai von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover gemacht.

„Der Meeresboden der Deutschen Nordsee hat sich im Quartär – also in den vergangenen etwa 2,6 Millionen Jahren – um maximal 1.100 Meter abgesenkt“, berichtet Geowissenschaftler Arfai. Das sind im Durchschnitt 42 Zentimeter Absenkung pro 1000 Jahre. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen überraschte die Wissenschaftler. Die Geschwindigkeit der Absenkung hat sich in der jüngeren Vergangenheit deutlich beschleunigt. In den etwa 60 Millionen Jahren zuvor war die Rate zehnmal geringer. „Das Niveau des Meeresbodens blieb trotzdem relativ konstant, weil die Sedimente der großen Flüsse wie Rhein, Elbe und Weser die im Durchschnitt 50 Meter tiefe Nordsee immer wieder auffüllen“, so der Hauptautor der Studie, die Anfang August in der Fachzeitschrift Scientific Reports des Verlages Nature online erschienen ist.
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