BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

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Archiv der Kurzmeldungen

Erloschener Schlot aus dem inaktiven GAUSS-Sulfidfeld, Zentralindischer Rücken

BGR sucht neue Erzvorkommen im Indischen Ozean, 16.08.2017

BGR-Wissenschaftler starten in der nächsten Woche zu einer 50-tägigen Schiffsausfahrt in das deutsche Lizenzgebiet im Indischen Ozean. Dort suchen sie nach neuen Vorkommen von Sulfiderzen. Es ist die mittlerweile vierte Explorationsreise seit Unterzeichnung des Lizenzvertrages im Mai 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ausgangspunkt der Expedition mit insgesamt 37 Forschern und Technikern ist die Hauptstadt von Sri Lanka, Colombo. Als Forschungsplattform dient diesmal das neue deutsche Forschungsschiff „SONNE“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel der Arbeiten sind bisher kaum untersuchte Abschnitte am Südost-Indischen Spreizungsgraben, drei Tagesreisen von Mauritius entfernt. „Wir betreten mit den Arbeiten in diesem wenig untersuchten Teil des indischen Grabensystems wissenschaftliches Neuland. Noch sind es ‚weiße Flecken‘ in der Tiefsee. Aber unsere bisherigen Untersuchungen in den Nachbargebieten lassen darauf schließen, dass wir hier tatsächlich sulfidische Erzablagerungen finden werden“, erklärt BGR-Fahrtleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera.

Mit Hilfe sensorgestützter Geräte sollen in bis zu 4.000 Meter Tiefe neue Erzfelder identifiziert werden.
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An dem von der BGR organisierten Workshop nahmen Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil

Geothermie-Workshop in Dschibuti, 03.08.2017

Die BGR veranstaltete vom 25. bis 27. Juli im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) in Dschibuti einen dreitägigen Workshop zum „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“. An dem Workshop nahmen insgesamt 45 Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil, die aktuell in verschiedene Bohrprojekte in Dschibuti eingebunden sind.

Dschibuti verfügt über ein hohes geothermisches Potenzial, das in den kommenden Jahren unter Federführung des ODDEG weiter ausgebaut und für die Verstromung genutzt werden soll. Dabei unterstützen die BGR und die Afrikanische Union im Rahmen des Geothermie Ostafrika Regional-Projektes (2016–2019).

Der „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wurde 2014–2016 von der BGR für die Afrikanische Union entwickelt. Dabei handelt es sich um einen „Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen“. Das Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung vorzunehmen ist.
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TV-Video zum Workshop
Code de pratique de l’Union Africaine pour le forage géothermique

Training im Gelände

Inspektorentraining in Myanmar, 31.07.2017

Gemeinsam mit dem Departement of Mines (DOM) von Myanmar hat die BGR jetzt das fünfte Inspektorentraining in Taunggyi – der Hauptstadt des Shan-Staates – durchgeführt. Das Inspektorentraining fand unter dem Titel "Waste and Tailings Management in Small and Medium Scale Mining” statt. Es dauerte sechs Tage, davon wurden drei Tage für Bergwerksinspektionen und Gerätetraining genutzt. An dem Programm nahmen insgesamt 39 Experten teil – darunter der Umweltminister des Shan-Staates, mehrere Dozenten der Technischen Universität und der Universität von Taunggyi sowie von regionalen Umweltbehörden.
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Teilnehmer des Workshops

BGR informiert in Sambia über Einsatz von Messgeräten für Grundwasser, 31.07.2017

Im Rahmen des IZ-Projektes „Grundwassermanagement in Sambia mit dem Fokus auf das Upper-Kafue-Einzugsgebiet“ hat die BGR am 18. Juli mit den Gemeinden am Kashiba See einen Workshop zum Einsatz von Grundwassermessgeräten durchgeführt. An dem Workshop nahmen 20 Vertreter aus den umliegenden Gemeinden sowie Vertreter des sambischen Nationalen Naturerbe Rates und der Water Ressource Management Authority teil. Der Workshop sensibilisiert für Grundwassermessungen. Es wurde die Bewachung der Geräte diskutiert und lokale Hinweise für die bevorstehende Installation aufgenommen.

Der Kashiba See gehört zu den nationalen Naturerben Sambias. Daher gelten für die Installation von Messgeräten und für die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung spezielle Regeln, die den See und die umliegende Natur schützen sollen. Der Kashiba See liegt im festgelegten Pilotgebiet des Projektes und ist für die Erhebung von Grundwasserdaten besonders interessant, da er mit dem Grundwasser im Austausch steht.
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Kurzstudie

Neue Kurzstudie: Katar und Iran teilen sich größtes Erdgasfeld der Welt, 20.07.2017

Knapp ein Fünftel der globalen Erdgasreserven werden nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im größten Erdgasfeld der Welt „North Dome/South Pars“ im Persischen Golf vermutet. Das Feld teilen sich die beiden Golfstaaten Katar und Iran. Es ist mehr als 13-mal größer als der „Supergiant“ Groningen in den Niederlanden, berichtet die BGR in ihrer neuen Kurzstudie „Katar und Iran teilen sich das größte Erdgasfeld der Welt“ in der Ausgabe Nr. 54 der „Commodity Top News“.

Nach den Schätzungen der BGR enthielt der „Megagiant“ „North Dome/South Pars“ bei Beginn der Förderung Ende der 1980er Jahre rund 38 Billionen m3 förderbares Erdgas. Das entlang der gemeinsamen Seegrenze von Katar und Iran gelegene Erdgasfeld umfasst eine Fläche von insgesamt 9.700 km2 – halb so groß wie Rheinland-Pfalz. Aus der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.000 m stammten zuletzt (Stand 2015) etwa 7 % des weltweit geförderten Erdgases.

Allerdings herrschen in beiden Ländern unterschiedliche Produktionsbedingungen.
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Teilnehmer des Gesprächs: Prof. Dr.Ralph Watzel, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, Michel Bayédzè K. Dagoh, Manuel Hublitz und Gerd Max Nelke (von links)

Botschafter von Togo besucht BGR, 13.07.2017

Am 12. Juli besuchte der Botschafter von Togo, Michel Bayédzè K. Dagoh, die BGR, um sich über eine mögliche geowissenschaftliche Zusammenarbeit auszutauschen. Während der Gespräche mit BGR-Präsident Ralph Watzel und dem BGR-Abteilungsleiter für internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, zeichneten sich grundsätzlich Möglichkeiten für eine zukünftige Kooperation im Rohstoffbereich ab. An dem Gespräch nahmen auch der Honorargeneralkonsul von Togo, Gerd Max Nelke, und BGR-Mitarbeiter Manuel Hublitz teil.
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Die Arbeitsgruppe diskutiert die Ergebnisse des Workshops

Workshop zur geologischen 3D-Modellierung in Peking, 12.07.2017

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit China nahmen zwei Wissenschaftler der BGR in Peking am 4. Workshop zum Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment“ für die chinesische Stadt Lanzhou (Provinz Gansu) teil. Der Workshop wurde durch die Partnerbehörde, das „China Institute of Geo-Environmental Monitoring“ (CIGEM), organisiert. Ziel des Workshops war die Erstellung eines geologischen 3D-Modells für ein Pilotgebiet am südlichen Rand der Stadt Lanzhou. Das Modell soll als Grundlage für physikalische 3D-Modellierungen von Massenbewegungen dienen. Darüber hinaus bekamen die Wissenschaftler der BGR einen Einblick in den Alltag einer chinesischen Behörde und konnten sich auch über andere Aktivitäten von CIGEM im Bereich Datenerfassung und Monitoring von Massenbewegungen austauschen.
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Der deutsche Lenkungskreis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums mit Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer (vordere Reihe 5. v.li.)

BGR informiert Vertreter des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, 10.07.2017

Der deutsche Lenkungskreis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer informierte sich jetzt im Dienstbereich Berlin der BGR über aktuelle Rohstoffthemen bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA).

Bei seiner Begrüßung hob BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel die große Bandbreite der BGR-Aktivitäten hervor und stellte die derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte vor. Im Anschluss daran berichtete Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Scheremet, Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über aktuelle Aspekte der deutschen Industriepolitik. DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz gab einen Einblick in die aktuelle Situation und absehbare Trends auf den globalen Rohstoffmärkten. In seinem Vortrag ging er insbesondere auf den Rohstoffbedarf für Zukunftstechnologien ein und verwies auf die Rolle Russlands als einem wichtigen Rohstofflieferanten.

Der Lenkungskreis bereitet die Deutsch-Russische Rohstoffkonferenz vor, die im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland stattfindet. Die 10. Konferenz findet am 29. und 30. November 2017 in der St. Petersburger Bergbauuniversität statt.
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Die Teilnehmer der Task Force besuchten im Zentrum Oslos das Neubauviertel von Bjørvika am Hauptbahnhof

Europäischer Bodenbewegungsdienst – Task Force-Treffen in Oslo, 10.07.2017

Zu ihrem zweiten Treffen kamen jetzt die Vertreter der Task Force zur Einführung eines europaweiten Bodenbewegungsdienstes in Oslo zusammen. Zum Workshop eingeladen hatten die EU-Kommission, der Norwegische Geologische Dienst, die Norwegische Raumfahrtagentur und die BGR. Die Task Force erarbeitete eine Entscheidungsgrundlage für die EU-Kommission, mit der das Projekt „European Ground Motion Service“ im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms „Copernicus“ realisiert werden soll. Ziel des Copernicus-Dienstes „Eu-GMS“ ist es, künftig europaweit Bewegungen der Erdoberfläche wie z. B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder Landhebungen besser zu erfassen, um entsprechende Vorsorgemaßnahme ergreifen zu können. Welche großen Vorteile der neue Bodenbewegungsdienst bietet, dafür ist Oslo ein gutes Beispiel. Dort wird die satellitengestützte Radarinterferometrie bereits seit Jahren zur Überwachung des Stadtgebietes genutzt, in dem es starke Bodensenkungen gibt.
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Symbolische Einweihung Antarktis-Station

Neuer Newsletter, 28.06.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2017 ist erschienen.

Forschungsschiff SONNE

BGR jetzt neu im Konsortium Deutsche Meeresforschung, 27.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist jetzt Mitglied im Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM). Vor dem Hintergrund zunehmender Nutzungsansprüche an das Meer intensiviert die BGR damit ihre bestehenden Kooperationen mit den deutschen meereswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen.

Die BGR betreibt seit über 50 Jahren Meeresforschung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Rekonstruktion der geologischen Entwicklung von Kontinenträndern und Randmeeren sowie die Erforschung und Bewertung von Rohstoffpotenzialen in Frontiergebieten einschließlich möglicher nutzungsbedingter Umweltauswirkungen. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR mit Blick auf höchste Umweltstandards marine mineralische Rohstoffvorkommen. Im Pazifik stehen Gebiete mit Manganknollen, im Indik Vorkommen von Massivsulfiden im Fokus der Untersuchungen. Ein weiteres regionales Projekt hat die Erforschung der Entwicklungsgeschichte sowie der Kohlwasserstoffpotenziale im nördlichen Nordatlantik zum Ziel.
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Der Deutsche Botschafter, Michael Grau (Foto li.), und der Bergbau- und Energieminister von Laos, Dr. Khammany Inthirath (Foto Mitte), eröffneten den Workshop

BGR-Workshop zu neuem Berggesetz in Laos, 21.06.2017

Im Rahmen des BGR-Projekts „Bergbauberatung Laos“ fand jetzt in der Hauptstadt Vientiane ein Workshop statt, bei dem mehr als 100 Vertreter von Ministerien, Bergbehörden und aus der Industrie den Entwurf des neuen Berggesetzes erörterten. Die Veranstaltung wurde durch den Deutschen Botschafter, Michael Grau, und dem Bergbau- und Energieminister von Laos, Dr. Khammany Inthirath, eröffnet. Das Ziel des neuen Berggesetzes ist es, die Bergbauaktivitäten (Prospektion, Exploration, Gewinnen und Aufbereiten) unter Berücksichtigung des Lagerstättenschutzes und der Nachhaltigkeit zu ordnen, die Sicherheit der Betriebe und der Beschäftigten im Bergbau zu gewährleisten sowie die staatlichen Einnahmen aus der Bergbauindustrie zu sichern. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Das seit Dezember 2011 im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführte BGR-Vorhaben soll die Kapazitäten der laotischen Bergbehörden sowohl auf zentraler als auch auf Provinzebene (Department of Mines und provincial Department of Energy and Mines) bei der Überwachung und Steuerung des Bergbausektors stärken. Auf diese Weise soll auch die Situation der Beschäftigten und der Bevölkerung in den vom Bergbau betroffenen Gebieten insgesamt verbessert werden.
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Helikopter im Gelände in einem sommerlichen Tundratal

Größte Nordpolar-Expedition der BGR: Blick in die subtropische Arktis, 20.06.2017

Am kommenden Montag (26. Juni 2017) beginnt die 2-monatige CASE 19-Expedition der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in die kanadische Arktis. Bis Anfang September werden 53 Wissenschaftler, Guides, Piloten und Logistiker von 20 Institutionen aus 7 Ländern die Geologie des Kontinentalrandes von Nordamerika untersuchen. Es ist die größte geowissenschaftliche Land-Expedition seit Beginn der terrestrischen Polarforschung der BGR im Jahr 1992.

Auf dem Weg in die Arktis werden die Teilnehmer in Ottawa an einer gemeinsamen Veranstaltung der Deutschen Botschaft und des Geologischen Dienstes von Kanada (GSC) aus Anlass des 175. Geburtstages des GSC und des 150jährigen Jubiläums Kanadas teilnehmen. Bereits drei Tage später werden die Geologen mehr als 3.000 Kilometer weiter nördlich ihr großes Basislager am Nordrand der Ellesmere-Insel aufbauen. Dieses Camp wird Mitte Juli von einer deutsch-kanadischen Delegation besucht, an der der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, GSC-Vertreterin Dr. Louise Laverdure und der der Deutsche Botschafter in Kanada teilnehmen.

Die multidisziplinären Forschungsarbeiten während der CASE 19-Expedition (Circum-Arctic Structural Events) haben mehrere Schwerpunkte. Neben der Erforschung der Struktur und der Entwicklungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinentalrandes untersuchen die Wissenschaftler die Drift der arktischen Kontinentalplatten in den letzten 800 Millionen Jahren, um die Entstehung des Arktischen Ozeans rekonstruieren und verstehen zu können. Von großer Bedeutung ist dabei eine Phase im frühen Tertiär (55–35 Millionen Jahre), als der ehemalige Großkontinent Laurasia endgültig auseinanderbrach und die Voraussetzung für die Bildung des Arktischen Ozeans und der angrenzenden Kontinente schuf. Zur gleichen Zeit war das Klima auf der Erde weltweit so warm, dass es weder Eiskappen noch nennenswerte Gletscher auf der Erdoberfläche gab. In der Arktis herrschte zu dieser Zeit ein subtropisches Klima – nachgewiesen durch BGR-Untersuchungen an Sedimenten und Kohleflözen auf den Neusibirischen Inseln, auf der Ellesmere-Insel und durch eine internationale Bohrung auf dem Lomonossow-Rücken im Arktischen Ozean.

Ziel der Expedition ist das nördlichste an Land aufgeschlossene Tertiär-Vorkommen.
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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (li.) und Ministerpräsident Stephan Weil (2.v.re.) erhielten von BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach (re.) zum Abschluss ihres Besuchs eine Manganknolle aus dem Pazifik als Geschenk

Ministerin besuchte BGR-Stand auf der IdeenExpo, 19.06.2017

Hoher Besuch am BGR-Stand auf der IdeenExpo am vorletzten Tag der Veranstaltung: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries war gekommen, um der BGR weiterhin viel Erfolg bei der Forschung nach Rohstoffen in der Tiefsee zu wünschen. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR im Pazifischen Ozean Gebiete mit Manganknollen sowie im Indischen Ozean Vorkommen von marinen Massivsulfiden. BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach informierte die Ministerin, die bei ihrem Rundgang über die IdeenExpo von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil begleitet wurde, über die aktuellen Forschungsergebnisse. Zum Blickfang entwickelte sich beim Besuch das Original eines Schwarzen Rauchers, den die BGR bei der Technik-Messe für Jugendliche präsentierte. Das Exponat hatten BGR-Forscher bei einer Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen. Seine Entstehung verdankt der 1,10 Meter hohe Schlot einer untermeerischen Quelle, aus der 400 Grad heiße metallreiche Lösungen direkt aus der Erdkruste sprudeln. Am Meeresboden wuchs sich die rohstoffreiche Fracht schließlich zu diesem Prachtexemplar aus, dessen schillernde Schicht aus Kupfer- und Zinkerzen, Gold oder Indium auch die Ministerin faszinierte.
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Zum Film Die BGR auf der IdeenExpo 2017

Die BGR-Experten Henrike Franke (im Foto oben) und Dr. Ulrich Schwarz-Schampera (im Foto unten links) bei ihrer Bühnen-Show auf der IdeenExpo

Bühnenshow mit BGR-Experten auf der IdeenExpo, 15.06.2017

Warum wird man eigentlich Geologe? Was sucht die BGR in der Tiefsee? Welche Rohstoffe stecken in einem Schwarzen Raucher? Diese und viele andere Fragen mussten die beiden BGR-Experten Henrike Franke und Dr. Ulrich Schwarz-Schampera bei ihrer Bühnen-Show auf der IdeenExpo 2017 beantworten. Die BGR präsentiert sich bei der Technik-Messe für Jugendliche in Hannover auf dem Stand des Bundeswirtschaftsministeriums (Halle 9, Stand EF-01). Dort ist das Original eines Schwarzen Rauchers zu sehen, den die BGR bei einer ihrer zahlreichen Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen hat. Der 1,10 Meter hohe Schlot wurde von über 400 Grad heißen metallreichen Lösungen aus der untermeerischen Erdkruste gebildet. Er besteht aus einer drei Zentimeter dicken Kruste aus Kupfer- und Zinkerzen und enthält neben Gold auch wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Neben dem Schwarzen Raucher zeigt die IdeenExpo viele weitere spannende Ausstellungsstücke, darunter auch mehr als 600 Mitmach-Exponate. Die Messe will den Forschergeist bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entfachen und sie für Ausbildungs-, Forschungs- und Arbeitsmöglichkeiten in technischen, naturwissenschaftlichen und innovativen Berufsfeldern interessieren und motivieren. Zahlreiche Workshops und Vorträge sowie Wissenschaftsshows und Experimente runden das Angebot ab. Die IdeenExpo auf dem Messegelände ist noch bis zum 18. Juni täglich von 9 bis18 Uhr geöffnet.
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Kupfer-Tagebau in Kasachstan

BGR-Ländervergleich: China wichtigster Rohstoffproduzent und Importeur, 08.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat eine neue Studie zu den weltweiten Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe (ohne Energierohstoffe und Baurohstoffe) veröffentlicht. Der Vergleich, der auf den Daten aus 180 Ländern basiert, gibt einen Überblick über die Reserven (technisch und wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffe), Ressourcen sowie Bergwerks- und Raffinadeproduktion nach dem Wert der Rohstoffe. Danach ist China (wie schon in der Vorgängerstudie von 2014) weiter der mit Abstand bedeutendste Produzent von Rohstoffen (168 Mrd. US$, 22 % Weltmarktanteil) und Raffinadeprodukten (943 Mrd. US$, 47 % Weltmarktanteil). Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Brasilien und Australien.

Brasilien hat zwar nur die drittgrößte Bergbauproduktion, liegt aber aufgrund der deutlich größeren Raffinadeproduktion im Gesamtranking vor Australien. Auf den weiteren Plätzen folgen Russland, die USA, Kanada, Südafrika, Indien und Chile. In diesen neun Ländern fanden insgesamt 69 % der weltweiten Bergbauproduktion und 66 % der Raffinadeproduktion statt. Zusätzlich verfügen diese Staaten über 74 % der Rohstoffreserven und 63 % der Ressourcen.

Die Bergwerksproduktion wird im weltweiten Vergleich von Eisenerz (33 %), Gold (16 %) und Kupfer (15 %) dominiert. China, Australien und Brasilien hatten im Jahr 2014 einen Anteil von knapp 70 % an der weltweiten Eisenerzproduktion. Bei Kupfer liegt Chile mit einem Produktionsanteil von über 30 % vorn. Bei Gold ist China mit 15 % Weltmarktführer.

Deutschland belegt im Ländervergleich insgesamt Platz 26. Zur Bergbauproduktion trugen vor allem Kalisalz, Steinsalz, Kalk und Kaolin bei. Die Rohstoffreserven basieren im Wesentlichen auf Kalisalz, bei den Ressourcen verfügt Deutschland neben Kali lediglich über kleinere Vorkommen an Kupfer im Kupferschiefer von Spremberg sowie Zinn, Wolfram und Flussspat. Dagegen gehört Deutschland bei der Raffinadeproduktion zu den führenden Nationen (Platz 8). Zu diesem Ergebnis trägt vor allem die Stahlproduktion bei. Aber auch Kupfer, Zement, Aluminium, Blei und Zink spielen eine entscheidende Rolle.
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Die Teilnehmer des Statusseminars

Experten diskutierten in der BGR Rohstofffragen, 08.06.2017

Über Rohstofffragen diskutierten heute rund 50 Vertreter von wissenschaftlichen Einrichtungen aus Deutschland im Rahmen eines Statusseminars, das von der BGR im GEOZENTRUM Hannover veranstaltet wurde. Die Teilnehmer erörterten Aspekte der Lagerstättenerkundung sowie der Erz- und Mineralaufbereitung ebenso wie Fragen zu wirtschaftsstrategischen Rohstoffen oder zu Methoden des analytischen Herkunftsnachweises. Der Expertenrat ist für die BGR von zentraler Bedeutung. Seit 1990 vergibt die BGR zur Unterstützung ihrer Arbeit Aufträge an wissenschaftliche Einrichtungen. In dieser Zeit haben mehr als 30 Institute aus dem In- und Ausland mit ihrer Expertise BGR-Projekte zu speziellen Rohstoffthemen flankiert.
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Die Region des Tschadseebeckens

BGR informierte über Ressourcenkonflikte im Tschadseebecken, 06.06.2017

In einer Informationsveranstaltung im Rahmen des Stipendiatenprogramms der Friedrich-Ebert-Stiftung haben jetzt Experten der BGR in Hamburg über ihre Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit berichtet. Sie stellten das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ vor, in dem sich die BGR seit 2014 engagiert.

Das Tschadseebecken erstreckt sich über acht afrikanische Staaten und umfasst mehrere grenzüberschreitende Flüsse. Klimatische Faktoren, ein hohes Bevölkerungswachstum, der Bau von Dämmen und Bewässerungsprojekte haben in den vergangenen vier Jahrzehnten die Oberfläche des Tschadsees auf nur noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe schmelzen lassen. Die dadurch verschärfte Knappheit der Frischwasserressourcen und der Rückgang der Fischerei haben zu erheblichen Problemen bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln sowie zu sozialen Spannungen und Armut geführt. Ziel des Projekts ist es, die 1964 von den Anrainerstaaten gegründete Kommission bei dem grenzüberschreitenden Management der Wasserressourcen zu unterstützen. Flankiert wird die Arbeit durch die Erhebung von Grundwasserdaten sowie die Beratung bei der Entwicklung langfristiger Strategien für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Darüber hinaus beraten die BGR-Experten auch die fünf Mitgliedsstaaten Kamerun, Niger, Nigeria, Tschad und Zentralafrikanische Republik bei der Einrichtung eines länderspezifischen Grundwassermonitorings.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR-Symposium zu Rohstoffpotenzialen und Umweltaspekten in der Tiefsee, 06.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) präsentiert morgen (Mittwoch, 07. Juni 2017) bei einem Umwelt- und Ressourcen-Symposium mit über 60 Teilnehmern die Ergebnisse ihrer Rohstofferkundung in der Tiefsee. Gemeinsam mit Vertretern von acht wissenschaftlichen Institutionen, die an den Explorationsarbeiten in den deutschen Lizenzgebieten beteiligt sind, berichten die BGR-Experten über den Stand der bisherigen Untersuchungen. Die Veranstaltung wird von Repräsentanten der Internationalen Meeresbodenbehörde begleitet, die an den Schiffsexpeditionen teilgenommen haben.

Seit 2006 führt die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Erkundungsarbeiten für marine Rohstoffpotenziale durch. Nach dem Start mit der Exploration von Manganknollen im zentralen Pazifik besitzt die BGR seit 2015 eine zweite Lizenz für polymetallische Sulfiderze im westlichen Indischen Ozean. Die Rohstoffsuche wird durch intensive Erkundungsarbeiten der marinen Umwelt begleitet. Das erstmalig durchgeführte Symposium bietet die Gelegenheit zu einem transparenten fachlichen Austausch zum Thema Marine Rohstoffe und Umwelt.
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel begrüßte beim Planungsworkshop auch OSS-Generalsekretär Khatim Kherraz (Foto vorn re.).

Workshop zur Fernerkundung im Maghreb-Projekt, 30.05.2017

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit besuchten jetzt Vertreter des Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) die BGR zu einem Planungsworkshop. Gemeinsam mit dem Partner OSS führt die BGR in den drei nordafrikanischen Ländern Algerien, Marokko und Tunesien das Projekt „Regionale Zusammenarbeit im Wassersektor (Maghreb)“ durch. Ziel des Vorhabens ist es, den örtlichen Fachinstitutionen einen vereinfachten Zugang zu aktuelleren Daten und verbesserten Methoden zum nachhaltigen Grundwassermanagement zu ermöglichen. Die lokalen Partner werden hierbei sowohl von BGR-Experten aus dem Grundwasserbereich als auch aus der Fernerkundung unterstützt. Das jetzige Treffen, bei dem BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auch OSS-Generalsekretär Khatim Kherraz begrüßen konnte, diente dazu, weitere Fortbildungsmaßnahmen für das Projekt im Bereich der Fernerkundung zu planen.      
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Gemeinsame Geländearbeiten zur Messung der Grundwasserstände durch Experten des Ministeriums für Wasser und Bewässerung (MWI) und der BGR in der jordanischen Wüste

BGR-Präsident traf jordanischen Wasserminister, 22.05.2017

Am Rande seines Besuchs der 10. Jahreskonferenz des Vereins German Water Partnership (GWP) zum Thema „Fluchtursachen bekämpfen – die deutsche Wasserwirtschaft vor Ort“ traf Jordaniens Wasserminister Dr. Hazim El-Naser auch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. Bei ihrem Gespräch im BGR-Dienstbereich Berlin erörterten Dr. El-Naser und Prof. Watzel aktuelle Aufgaben im Rahmen der bewährten Zusammenarbeit zwischen dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung (MWI) und der BGR. Beide Partner führen derzeit in Jordanien zwei Grundwasser-Projekte durch. Eines dieser Vorhaben zielt speziell auf ein verbessertes Ressourcenmanagement, insbesondere vor dem Hintergrund der syrischen Flüchtlingskrise. Der Minister hob die wichtige Rolle der BGR bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen auf dem Gebiet der Wasserversorgung hervor. Gleichzeitig bedankte er sich bei der BGR für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die BGR engagiert sich im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bereits seit fast 60 Jahren in Jordanien.     
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Die Ausstellung zeigt auch Leihgaben der BGR: Im Vordergrund ist ein Stück von einem Schwarzen Raucher (Mitte) zu sehen, in der Vitrine links werden Manganknollen vom Boden des Pazifik gezeigt

BGR zeigt Exponate im Museum Rammelsberg, 22.05.2017

„Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe – 25 Jahre Denkmalvermittlung“ heißt eine Sonderausstellung, die gestern (Sonntag, 21. Mai 2017) im Museum und Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar eröffnet wurde. Die Ausstellung, die noch bis zum 12. November zu sehen ist, vermittelt einen Einblick in die Geschichte des Weltkulturerbes und des Harzer Bergbaus im Allgemeinen. Unter den gezeigten Exponaten, die u. a. das Leben der Bergmänner sowie geologische Fragestellungen oder Themen der Montanarchäologie und des Naturschutzes beleuchten, sind auch Leihgaben der BGR. So gehört ein Stück eines so genannten „Black Smoker“ zu den Ausstellungsstücken. Er wurde von Wissenschaftlern der BGR in knapp 2.500 Meter Tiefe aus dem Indischen Ozean geborgen. Am Meeresboden austretende heiße mineralische Lösungen führen zur Bildung der Schwarzen Raucher. Die Sulfidvorkommen mit ihren hohen Anteilen an Buntmetallen, Gold, Silber und Spurenelementen (u. a. Antimon, Gallium, Indium, Kobalt oder Nickel) sind Ziel wissenschaftlicher Untersuchungen der BGR. Auf gleiche Weise wie diese Lagerstätten in der Tiefsee sind auch die Erze des Rammelsbergs entstanden.     
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Kobalthydroxid aus der Lagerstätte Tenke Fungurume

Neuer Kurzbericht zur Bedeutung der DR Kongo für den Kobaltmarkt, 10.05.2017

Die BGR hat heute den Kurzbericht „Kobalt aus der DR Kongo – Potenziale, Risiken und Bedeutung für den Kobaltmarkt“ (Commodity TopNews 53) veröffentlicht. Das zentralafrikanische Land ist mit über 60 % der Bergwerksförderung weltweit größter Produzent dieses Rohstoffes, der unter anderem für Lithium-Ionen-Batterien für Elektro-PKW und Handys notwendig ist. In dem neuen „Faktencheck“ wird die Gewinnung von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und deren Bedeutung für den Weltmarkt dargestellt.

Einfluss auf die weltweite Versorgung hat vor allem der Abbau in der DR Kongo. So wird Kobalt dort nicht nur industriell, sondern auch im artisanalen Kleinbergbau gewonnen. Dabei wurden in der DR Kongo in den vergangenen Jahren wiederholt Missstände, wie Kinderarbeit oder prekäre Arbeitsbedingungen festgestellt und dokumentiert. Einige Abnehmer, insbesondere aus der Elektronikindustrie, fordern daher inzwischen von den Grubenbetreibern und Zulieferern die Einhaltung sozialer Standards und die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette.
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Prof. Dr. Ralph Watzel und Generalkonsulin Sylvia Arifin mit der Absichtserklärung

Rekultivierung von Bergbauflächen: BGR unterzeichnet Absichtserklärung mit Indonesien, 09.05.2017

Es wird als Bestandteil von Mobiltelefonen, Verpackungen und PVC-Kunststoffen benötigt: Das silbrig glänzende Metall Zinn. Weltweit werden jedes Jahr über 300.000 Tonnen dieses Rohstoffes in 25 Ländern produziert. Hinter Weltmarktführer China folgt Indonesien mit einer Bergbauförderung von etwa 100.000 Tonnen pro Jahr. Deutschland ist weltweit der viertgrößte Importeur raffinierten Zinns, dabei kam zuletzt ein Viertel der Zinnimporte aus Indonesien.

Das weltweite „El Dorado“ des Zinns liegt östlich vor der Küste von Sumatra. Auf der indonesischen „Zinninsel“ Bangka und im Meer davor befinden sich einige der international größten Vorkommen. Dort wird der begehrte Rohstoff im industriellen sowie artisanalen Bergbau in mehreren hundert kleinen Minen und mit Baggerschiffen abgebaut. Dies geschieht teilweise mit gravierenden Eingriffen in die Natur. Beeinträchtigte Landschaften und für eine spätere landwirtschaftliche Nutzung ungeeignete Flächen sind häufig die Folge.

Die BGR möchte gemeinsam mit dem indonesischen Bergbauministerium wissenschaftliche Lösungskonzepte zu dieser Problematik entwickeln. Daher hat heute BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel mit der indonesischen Generalkonsulin Sylvia Arifin, in Vertretung für das indonesische Bergbauministerium, im Geozentrum Hannover eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für eine Pilotmaßnahme zur nachhaltigen Rekultivierung von Bergbauflächen auf der „Zinninsel“ Bangka unterzeichnet.
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DERA-Rohstoffliste 2016.

DERA veröffentlicht Liste zu potenziell kritischen Rohstoffen, 04.05.2017

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute die neue DERA-Rohstoffliste zu potenziell kritischen Rohstoffen veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Die Beschaffung von zahlreichen mineralischen Rohstoffen und Zwischenprodukten, die für den Ausbau von Zukunfts- und Schlüsseltechnologien unentbehrlich sind, unterliegt weiterhin hohen Preis- und Lieferrisiken. Gründe hierfür sind neben der zum Teil ausgeprägten Marktmacht einzelner Rohstoffländer auch die erhöhten politischen Risiken. Die Ergebnisse der DERA-Rohstoffliste sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie wichtig, um Schwachstellen in ihrer Lieferkette zu identifizieren.

Bei vielen Rohstoffen haben sich in den vergangenen zwei Jahren die Beschaffungsrisiken sogar noch erhöht, daran haben auch die gesunkenen Rohstoffpreise nichts geändert: 40 % der knapp 300 von der DERA untersuchten Rohstoffe und Zwischenprodukte weisen hohe potenzielle Beschaffungsrisiken auf. Dazu zählen beispielsweise Hochtechnologiemetalle wie etwa Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Gallium oder auch Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram. Insbesondere bei der Weiterverarbeitung der Rohstoffe zeigt die Neuauflage der Rohstoffliste eine deutliche Zunahme der Angebotskonzentration, beispielsweise bei der Produktion von Aluminium oder Stahl.
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Dr. Thomas Wonik, stellvertretender Direktor des LIAG, eröffnet die Tagung.

Norddeutsche Geothermietagung zeigt Wege für klimafreundliche Energieversorgung, 03.05.2017

Wie könnten Städte in Zukunft mit Energie versorgt werden und welche Rolle könnte dabei die Erdwärme spielen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich heute (3. Mai 2017) die Teilnehmer der 9. Norddeutschen Geothermietagung im Geozentrum Hannover. „Wenn Bauherren etwas für den Klimaschutz tun wollen, sollten sie auf die Geothermie setzen. Sie ist die ökologisch und ökonomisch günstigste alternative Energiequelle“, sagt Erdwärme-Experte Holger Jensen vom Zentrum für TiefenGeothermie / Oberflächennahe Geothermie (ZTG) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Bei Windenergieanlagen ist die Wartung kostenintensiver und bei der Herstellung von Solarzellen die Ökobilanz ungünstiger.

Bundesweit befindet sich die Branche nach einer längeren Durststrecke wieder in einem Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr wurden über 20.000 Geothermie-Wärmepumpen neu installiert. Ein Grund dafür sind neue Fördermöglichkeiten für die oberflächennahe Geothermie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
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Die BGR entwickelt neue Instrumente für ein besseres Krisenmanagement küstennaher Grundwasservorkommen.

Neue Instrumente für ein besseres Krisenmanagement bei küstennahem Grundwasser, 02.05.2017

Die Hamburger Sturmflut 1962 war nicht nur eine Katastrophe für die Hansestadt, sondern auch für die ostfriesischen Inseln, die wie Wellenbrecher vor der deutschen Küste liegen. Besonders betroffen war Baltrum. Dort gab es neben den sichtbaren Schäden an Häusern und Deichen auch zunächst nicht sichtbare Schäden im Untergrund. Salzwasser drang in die Dünentäler vor und sickerte in die genutzten Grundwasservorkommen ein. Noch Jahre später standen auf Baltrum nur wenige Brunnen für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung. Angesichts des Meeresspiegelanstiegs droht die Gefahr, dass sich solche Versalzungen an den Küsten wiederholen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt auf Basis der damals gemessenen Daten Instrumente für ein besseres Krisenmanagement für ähnliche Katastrophenfälle entwickelt.

Die BGR-Forscher werteten für ihre Computermodelle Datensätze aus, die in den 60er Jahren von Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung (heute Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie) erhoben wurden. Die Wissenschaftler berechneten die Menge des eingedrungenen Meerwassers und die Geschwindigkeit, mit der sich das Salzwasser im linsenförmigen Grundwasserkörper Baltrums ausgebreitet hat. „Dabei stellten wir fest, dass das Salzwasser innerhalb von nur wenigen Monaten bereits große Teile des oberflächennahen Süßwassers verschmutzt hatte. Es dauerte 6 bis 8 Jahre, bis nachsickerndes Regenwasser das Brackwasser wieder vollständig verdrängen konnte und das Grundwasser wieder nutzbar war“, erklärt BGR-Hydrogeologe Dr. Vincent Post, der die Ergebnisse der BGR-Untersuchungen jetzt zusammen mit seinem Kollegen Dr. Georg Houben im „Journal of Hydrology“ veröffentlichte.
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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) und BGR-Fachbereichsleiter Christoph Gaedicke mit dem Gondwana-Modell.

BGR-Präsident weiht modernisierte Antarktis-Station symbolisch ein, 27.04.2017

Sie hat eine neue Haustechnik, bessere sanitäre Einrichtungen, Solarpanele, eine neue Seewasser-Aufbereitungsanlage und eine biologische Abwasserreinigung: Die jetzt komplett modernisierte Antarktis-Station der BGR. Sie steht der Bundesbehörde dadurch mindestens weitere 25 Jahre als moderne Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen zur Verfügung.

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel hat die Gondwana-Station heute (27.04.2017) offiziell eingeweiht. Dafür hat er auf der Empore des Geozentrums Hannover ein maßstabsgetreues Modell der Antarktis-Station symbolisch enthüllt. Prof. Dr. Ralph Watzel: „Viele Einzelheiten fügen sich nun zu einem Ganzen. Ein Dank an alle Beteiligten für das große Engagement!“

Die Forschungsstation Gondwana wurde im Januar 1983 als einfache Schutzhütte (Biwak-Schachtel) errichtet und in Betrieb genommen. 1988/89 wurde sie zur Sommerstation ausgebaut. Das Hauptgebäude in Containerbauweise ist seither in Betrieb.

Mitte 2015 starteten dann die Modernisierungsarbeiten, die inzwischen abgeschlossen sind. Jetzt sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert.
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Holothuria Peniagone leander

Neuer Newsletter, 26.04.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2017 ist erschienen.

9. Norddeutsche Geothermietagung

Norddeutsche Geothermietagung zur Energieversorgung von Städten, 26.04.2017

Wie kann die Geothermie zur Energieversorgung von Städten beitragen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Geothermieanlagen? Wie können Erdöl- und Erdgasbohrungen für die tiefe Geothermie genutzt werden?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die rund 150 Teilnehmer der 9. Norddeutschen Geothermietagung am 3. Mai im GEOZENTRUM Hannover. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Regenerative Energieversorgung von Stadtquartieren mit tiefer und oberflächennaher Geothermie“. Dabei geht es um Strategien für eine nachhaltige Wärmeversorgung ganzer Stadtteile.

Die diesjährige Keynote spricht Prof. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied des Weltklimarats IPCC, der 2007 mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore den Friedensnobelpreis erhalten hat. Prof. Peter Lemke geht der Frage nach: „Klimawandel: Was kommt auf uns zu?“.
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BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne (Foto li.) und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auf dem Messe-Stand der BAM.

Treffen der Präsidenten von BAM und BGR auf der HANNOVER MESSE, 25.04.2017

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel traf sich auf der HANNOVER MESSE mit dem Präsidenten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Prof. Dr. Ulrich Panne. Beide Präsidenten tauschten sich über aktuelle Entwicklungen aus und erörterten das Vorgehen bei gemeinsamen Aufgaben. Die BAM ist ebenso wie die BGR eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Nach dem Gespräch führte Prof. Panne (Foto li.) seinen Amtskollegen von der BGR über den Messe-Stand der BAM.
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Prof. Dr. Peter Wycisk (Foto li.) bei der Übergabe des geologischen 3D-Modells an BGR-Abteilungsleiter Dr. Volkmar Bräuer.

BGR erhält weltweit einmaliges geologisches 3D-Modell, 25.04.2017

Eines der größten Glasmodelle für geologische 3D-Darstellung weltweit steht seit heute (25.04.2017) im GEOZENTRUM Hannover. Das aus Kristallglas gefertigte dreidimensionale geologische Modell (60x30x12 Zentimeter) des Staßfurter Salzsattels wurde von Prof. Dr. Peter Wycisk von der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg zur Verfügung gestellt. Prof. Wycisk übergab das Exponat als Dauerleihgabe dem Leiter der BGR-Abteilung Unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum, Dr. Volkmar Bräuer. Die BGR hatte die geologischen Daten für den gläsernen Wissensspeicher geliefert, das Fachgebiet Hydro- und Umweltgeologie der Universität Halle-Wittenberg zeichnete für die Visualisierung verantwortlich. Das Modell zeigt mit originalgetreuen Daten den Untergrund der Stadt Staßfurt (Sachsen-Anhalt) mit seinem Salzsattel sowie den früheren Grubengebäuden. Ein Zwillingsmodell dieser eindrucksvollen Arbeit, die Prof. Wycisk als „dreidimensionale Antwort auf die alten geologischen Karten“ bezeichnete, ist im Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt zu sehen.
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Eröffnung der Sonderausstellung

Ausstellung im Meeresmuseum mit BGR-Exponaten eröffnet, 12.04.2017

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat gestern (11. April 2017) im Deutschen Meeresmuseum Stralsund die Ausstellung „Nutzung der Meere – von der Tiefsee bis in die polaren Regionen“ eröffnet. Fachlich unterstützt wird die Sonderschau, die das Museum im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane“ zeigt, vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und der BGR. Die Besucher erfahren im Meeresmuseum Wissenswertes über potenzielle Rohstoffquellen der Tiefsee und die damit verbundenen Herausforderungen sowie über die Erforschung und den Schutz der polaren Lebensräume. Ein Highlight unter den Exponaten ist das Original eines Schwarzen Rauchers, den die BGR auf einer ihrer Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen hat. Der 1,10 Meter hohe Schlot wurde von über 400 Grad heißen metallreichen Lösungen aus der untermeerischen Erdkruste gebildet. Er besteht aus einer drei Zentimeter dicken Kruste aus Kupfer- und Zinkerzen und enthält neben Gold auch wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Daneben werden in diesem Teil der Ausstellung auch Manganknollen und kobaltreiche Mangankrusten aus wissenschaftlichen Arbeiten der BGR gezeigt. Im zweiten Teil der Ausstellung wird die Lebewelt der Polarregionen präsentiert. Zu den Exponaten gehören lebensechte Modelle von Beluga- und Narwal sowie Nachbildungen von Krill. Die Ausstellung ist täglich ab 10 Uhr im Deutschen Meeresmuseum Stralsund zu sehen.
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Weitere Informationen zum Meeresmuseum

Die Teilnehmer des NAG-Treffens

Geologische Dienste wollen noch enger zusammenarbeiten, 10.04.2017

In Reykjavik diskutierten jetzt Vertreter der sog. Northeast Atlantic Geoscience (NAG)-Gruppe über aktuelle Entwicklungen der geowissenschaftlichen Forschung und Möglichkeiten der künftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. An dem dreitägigen Treffen der NAG-Gruppe, in der die Staatlichen Geologischen Dienste von Island, der Faröer-Inseln, Irland, Nordirland, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Dänemark, der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland zusammenarbeiten, nahm für die BGR als Vertreter Deutschlands in diesem Gremium der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, teil.

Der Geologische Dienst von Island, einem der Mutterländer der Erdwärmenutzung, informierte über laufende Projekte der Tiefengeothermie: bspw. Tiefbohrungen zur Erschließung von überkritischem Wasser (Iceland Deep Drilling Project) oder das direkte Anbohren von glutflüssigem Magma (Krafla Magma Testbed). Breiten Raum nahm bei dem Arbeitstreffen auch das Thema der geowissenschaftlichen Kartierung im Offshore-Bereich und diesbezügliche Kooperationsmöglichkeiten ein. Schon bisher gingen von der NAG-Gruppe richtungsweisende Impulse für die internationale geowissenschaftliche Zusammenarbeit in Europa aus. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, dieses Ziel weiterhin gemeinsam zu verfolgen. Das nächste Treffen der NAG-Gruppe wird am 2./3. November 2017 im Dienstbereich Berlin-Spandau der BGR stattfinden.
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Logo GeoERA

GeoERA startet Aufruf zum Einreichen von Projektideen, 04.04.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt sich gemeinsam mit mehr als 40 nationalen und regionalen geologischen Diensten aus mehr als 30 Ländern am europäischen Projekt Horizon-2020-ERA-Net “Establishing the European Geological Surveys Research Area to deliver a Geological Service for Europe” (GeoERA). Das Verbundvorhaben unterstützt in den kommenden Jahren den Aufbau einer europäischen Plattform für Geo-Daten und Geo-Projekte. Die Europäische Kommission beteiligt sich hieran mit 10 Millionen Euro.

GeoERA startet heute (4. April 2017) einen Aufruf zur Einreichung von Projektideen als erste Stufe des Ausschreibungsverfahrens. Der Aufruf richtet sich an die Allgemeinheit, um eine weite Beteiligung aller Interessenten zu ermöglichen, die Daten, Informationen und Dienstleistungen der Angewandten Geowissenschaften brauchen und verwenden.
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Panorama der Siliziummetallhütte der Firma PCC BakkiSilicon auf Island

Aktualisierte Studie zum Auslandsbergbau, 03.04.2017

Die Zahl der im Auslandsbergbau tätigen deutschen Firmen ist nach einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in den letzten fünf Jahren um 10 % zurückgegangen. Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den Energierohstoffen aus. Große Unternehmen wie E.ON, EWE oder RWE haben sich aus der Förderung von Erdgas und Erdöl im Ausland zurückzogen. Betroffen sind aber auch Mittelständler bei der Gewinnung mineralischer Rohstoffe. So beendeten einige von ihnen aufgrund von Sicherheitsproblemen in Nigeria sowie in der Ostukraine ihr dortiges Engagement.

Derzeit sind 70 deutsche Unternehmen sowie sieben Privatpersonen im Auslandsbergbau aktiv. Sie fördern mehr als 40 verschiedene Rohstoffe aus über 1.600 Gewinnungsstellen in 68 Ländern auf sechs Kontinenten. Das ist das Ergebnis der neu überarbeiteten BGR-Studie „Deutscher Auslandsbergbau“, die alle fünf Jahre aktualisiert wird.
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Die Teilnehmer des Workshops

Copernicus-Dienst – Experten-Workshop in der BGR, 30.03.2017

Auf Einladung der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums und der BGR fand jetzt im GEOZENTRUM Hannover ein Workshop mit 40 Experten aus 16 europäischen Ländern zur Verwirklichung eines internationalen Bodenbewegungsdienstes statt. Die Teilnehmer – Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung sowie von Geologischen und Geodätischen Diensten – diskutierten die fachlichen und administrativen Rahmenbedingungen für die Realisierung eines „Supra Nationalen Bodenbewegungsdienstes“ im Rahmen des „Copernicus“-Programms. Ziel dieses Copernicus-Dienstes ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche, wie z. B. Hangrutschungen, Landsenkungen, Landhebungen oder die Folgen von Erdbeben und deren zeitlichen Verlauf besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen.
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Teilnehmer des Workshops im BGR-Dienstbereich in Berlin

BGR-Kooperation mit China: Gefährdung durch Rutschungen analysiert, 28.03.2017

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit fand jetzt im BGR-Dienstbereich Berlin der dritte Workshop zum Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment“ (LHARA) für die chinesische Stadt Lanzhou (Provinz Gansu) mit Vertretern des “China Institute for Geo-Environmental Monitoring” (CIGEM) und des “Bureau of Land and Resources of Lanzhou” statt. Die Teilnehmer des Workshops haben erstmals die Gefährdung durch Massenbewegungen in Löss-Sedimenten in dieser zentralchinesischen Region im regionalen Maßstab analysiert. Ziel der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit ist eine noch gezieltere Raumplanung, die die Kenntnisse über Rutschungen und Schlammlawinen in dem rasant wachsenden Großraum Lanzhous (3,6 Millionen Einwohner) stärker berücksichtigt, um potenzielle Risiken, z. B. für Siedlungen, Straßen oder kritische Infrastrukturen, noch zielgerichteter zu mindern. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen werden im November 2017 in einem Abschlussworkshop in China vorgestellt. Teilnehmer werden dann auch Vertreter des zuständigen Ministeriums für Land und Ressourcen Chinas, der Provinz Gansu, der Stadt Lanzhou sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sein. Geplant ist, die Kooperation zwischen den chinesischen Partnern und der BGR über das Jahr 2017 hinaus unter neuer Schwerpunktsetzung fortzuführen.  
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Weitere Informationen zum Projekt

Tagungsteilnehmer der Abschlusskonferenz

Abschlusskonferenz zur „Verminderung von Georisiken“ in Indonesien, 27.03.2017

Der Abschluss der seit 2002 währenden technischen Zusammenarbeit zwischen der BGR und den indonesischen Partnerbehörden des Ministeriums für Energie und Mineralische Rohstoffe wurde in Bandung (Indonesien) mit einer Tagung unter Beteiligung der Deutschen Botschaft, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UNOCHA) gewürdigt. Die Projektkooperation erfolgte innerhalb des vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Programms „Gute Regierungsführung“, das den Ende der neunziger Jahre begonnenen Prozess der Dezentralisierung in Indonesien begleitete.

Das Projekt „Verminderung von Georisiken“ unterstützte beim Aufbau von Kapazitäten für ein vorsorgendes Naturkatastrophen-Management, u. a. auf lokaler Ebene. Mit der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 – der allein in Indonesien mehr als 165.000 Menschen zum Opfer fielen – weitete die BGR ihr Engagement besonders bei der Entwicklung umfassender Methoden zur Bewertung von Geogefahren und Georisiken aus. Gemeinsam mit den Projektpartnern vom Geologischen Dienst von Indonesien und der Fortbildungsbehörde des Ministeriums für Energie und Mineralische Rohstoffe sowie Vertretern von geologischen Diensten, Raumplanungs- und Katastrophenmanagementbehörden der Pilotregionen diskutierten die etwa 100 Teilnehmer der Abschlusskonferenz Ergebnisse und Entwicklungen des Projekts.   
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Podiumsdiskussion mit BGR-Wissenschaftlern

BGR auf nationalem Forum für Fernerkundung und Copernicus, 23.03.2017

Am 14. und 15.März 2017 fand das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) in Berlin statt. Die BGR nahm mit einem Impulsvortrag über den Bodenbewegungsdienst in der Fachsession „Copernicus for Mining“ teil. In der Podiumsdiskussion zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung war die Position der BGR-Fernerkundung zu Chancen und Herausforderungen des Copernicus-Programmes gefragt. Der Bodenbewegungsdienst Deutschland wurde in mehreren Plenumsbeiträgen Dritter als wegweisender Pilotservice hervorgehoben.   
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Pressemitteilung der BGR zur „Satellitengestützten Bodenbewegungskarte für Deutschland“
Weitere Informationen zu Copernicus

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Tiefseebergbau: Experten beraten über Regeln für den Abbau, 17.03.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Umweltbundesamt (UBA) machen sich für einen konsequenten Umweltschutz beim Bergbau in der Tiefsee stark. Auf einem mit der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA, International Seabed Authority) veranstalteten Experten-Workshop in Berlin riefen beide Behörden dazu auf, sowohl die Chancen als auch die Risiken eines künftigen marinen Rohstoffabbaus umfassend zu bewerten und den Vorsorgegrundsatz genau zu beachten. Wichtig sei auch, große Schutzgebiete vorzusehen, damit die Biodiversität der Tiefsee ausreichend geschützt wird. Bei der Veranstaltung diskutieren rund 100 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer den im Januar 2017 von der ISA vorgelegten Entwurf für Umweltregularien beim Tiefseebergbau.

Aufgrund gestiegener Rohstoffnachfrage und technologischer Innovation ist die Gewinnung von Bodenschätzen aus der Tiefsee stärker in den Fokus des politischen und wirtschaftlichen Interesses gerückt. In den Tiefen der Ozeane lagern rohstoffreiche Manganknollen, Mangankrusten und Massivsulfide. Sie enthalten Metalle für Erneuerbare Energien und Anwendungen in der Hochtechnologie wie Kupfer, Nickel oder Kobalt sowie Spurenelemente wie Lithium, Indium, Gallium oder Germanium, ohne die kein Elektroauto fährt, sich kein Windrad dreht oder kein Smartphone funkt. Mittelfristig kommen die tiefen Lagerstätten im Meer als neue Rohstoffquelle in Betracht; zumindest könnten sie die Vorkommen an Land ergänzen.

...

„Vor einem Rohstoffabbau müssen die Umweltauswirkungen wissenschaftsbasiert geprüft werden. Für Deutschland bietet sich die Chance, eine Vorreiterrolle durch umweltschonende Technologien und hohe rechtliche Standards einzunehmen“, betont der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. „Wir wissen noch nicht genau, wie es in der Tiefsee aussieht, und was wir alles schützen müssen. Es bleibt auch die Frage, ob wir einer Rohstoffknappheit nicht besser begegnen können – etwa durch ein ambitionierteres Recycling in Deutschland“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.
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Zur Pressemitteilung Tiefseebergbau: Deutschland setzt sich für hohe Umweltstandards ein – Internationale Experten beraten über Regeln für den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden

Fernseh-Moderator Johannes Büchs mit einem begeisterten Schüler.

Unterirdisch gut! Geo-Show begeisterte Schüler, 15.03.2017

Fernseh-Moderator Johannes Büchs („neuneinhalb“, ARD, „Kann es Johannes?“, KiKA) begeisterte rund 750 Schülerinnen und Schüler in der Milleniumhalle in Braunschweig. Mit seiner Geo-Show „Unterirdisch“ trat Büchs im Begleitprogramm des Colloquiums der Tiefbohrprogramme IODP (International Ocean Discovery Program) und ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) auf, das in Kooperation mit der BGR jährlich stattfindet. Büchs nahm die Schüler (5. – 12. Klasse) aus Braunschweig, Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter und Elze in seiner interaktiven Bühnenshow mit auf eine Reise unter die Erde. Gemeinsam mit Geowissenschaftlern behandelte der TV-Mann auf anschauliche Weise höchst komplexe Fragestellungen. So erfuhren die Jungen und Mädchen, wie mit kilometertiefen Bohrungen zu Lande und auf dem Wasser die Ursachen des Klimawandels erforscht werden oder aber nach Rohstoffen gesucht wird. Für zusätzliche Spannung sorgten Live-Schaltungen auf ein Forschungsschiff im Südchinesischen Meer und in das Internationale Bohrkernlager in Bremen.    
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Teilnehmer des internationalen Arktis-Workshops im GEOZENTRUM Hannover

Internationaler Workshop über die Geologie der Arktis im GEOZENTRUM, 13.03.2017

Die Arktis gehört zu den bisher noch wenig erforschten großen Naturräumen dieser Erde. Seit 1992 erkundet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Zusammenarbeit mit internationalen wissenschaftlichen Institutionen aktiv die Arktis. Im Rahmen des Projekts CASE (Circum-Arctic Structural Events) hat die BGR inzwischen rund 20 geologische Landexpeditionen nach Spitzbergen, Nordgrönland, Sibirien und in die kanadische Arktis organisiert und durchgeführt. Über 70 Experten aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Schweden, den USA und Deutschland treffen sich ab heute (13. März 2017) zu einem viertägigen Workshop im GEOZENTRUM Hannover, um über den bisherigen Forschungsstand zu diskutieren.

„Noch immer gibt es viele offene Fragen. So wissen wir immer noch nicht genau, wie der arktische Ozean entstanden ist“, erklärt BGR-Polarforscher Dr. Karsten Piepjohn, der als CASE-Projektleiter den Workshop organisiert hat. Zur Klärung der Forschungslücken sind weitere Expeditionen erforderlich.
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Zur Pressemitteilung Internationaler Workshop im GEOZENTRUM Hannover: 70 Polarforscher aus 11 Nationen diskutieren über die Geologie der Arktis

Teilnehmer des aktuellen Trainingskurses in Bangkok

Internationaler Trainingskurs der BGR zur Raumplanung in Bangkok, 27.02.2017

Die BGR führt zurzeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bangkok (Thailand) den ersten von drei internationalen Trainingskursen zur Prävention gegen Naturkatastrophen durch. Die 15 Teilnehmer des Kurses aus sieben Ländern (Indonesien, Kambodscha, Laos, Myanmar, Papua-Neuguinea, Vietnam und Thailand) repräsentieren Institutionen unterschiedlicher Fachrichtungen (u. a. Geowissenschaften, Raumplanung, Umwelt und Bauwesen) mit einem nationalen Mandat, geowissenschaftlich fundierte Risikobewertungen gegenüber Naturgefahren umzusetzen. Die aktuelle Trainingsmaßnahme, die vom Geologischen Dienst Thailands (DMR) unterstützt wird, beschäftigt sich mit „risikosensitiver Raumplanung“. Bestandteil ist auch eine Exkursion in die thailändische Stadt Ayutthaya, deren Altstadt zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Teilnehmer lernen hier lokale Maßnahmen zur Minderung des Überflutungsrisikos kennen. Ayutthaya war 2011 massiv durch Überflutung geschädigt worden.

Neben dem aktuellen Kurs sind zwei weitere Trainingsmaßnahmen auf den Philippinen (September 2017) und in Vietnam (März 2018) geplant. Die Kurse werden von der BGR gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat des Koordinierungskomitees für die Umsetzung geowissenschaftlicher Programme in Süd- und Südostasien (CCOP) organisiert und umgesetzt. Mit der Maßnahme unterstützt die BGR Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im ost- und südostasiatischen Raum bei der Umsetzung der Agenda des globalen Sendai-Rahmenprogramms 2015–2030 zur Minderung von Risiken im Fall von Naturkatastrophen. Die Kurse sollen die Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Fachbehörden stärken. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse im Rahmen des präventiven Katastrophen-Risiko-Managements durch belastbare Datengrundlagen zu verbessern.
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Flugzeug

Neuer Newsletter, 27.02.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2017 ist erschienen.

Dr. Christian Reichert leitet die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 23.02.2017

Dr. Christian Reichert ist jetzt für ein weiteres Jahr zum Vorsitzenden der Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (engl. ISA) mit Sitz in Kingston (Jamaika) gewählt worden. Der BGR-Wissenschaftler ist seit 2008 in der LTC tätig und leitet dieses Gremium seit 2015. Für den Geophysiker war es die zweite Wiederwahl in Folge. Zur stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums wurde die Juristin Michelle Walker aus Jamaika gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 30 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgaben des Gremiums sind zurzeit der Entwurf von Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe in der Tiefsee, die Begutachtung von weiteren Anträgen auf Erkundungslizenzen sowie die Überwachung der Explorationslizenznehmer. Deutschland besitzt zwei Explorationslizenzen, in deren Rahmen die BGR Vorkommen von Manganknollen (enthalten Kobalt, Nickel, Kupfer) im Zentralpazifik sowie von marinen Massivsulfiden (Bunt- und Edelmetalle sowie wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Selen und Tellur) im Indischen Ozean untersucht.
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Gast-Beitrag des BGR-Präsidenten zur Sicherheitskonferenz, 20.02.2017

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde jetzt ein Buchband mit Beiträgen zur Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik präsentiert. Unter dem Titel „Deutschlands Neue Verantwortung“ veröffentlichten mehr als 100 Autoren aus Politik, Wissenschaft und Praxis Denkanstöße und Empfehlungen für eine bessere Vernetzung außenpolitischer Handlungsfelder – unter ihnen auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel. In seinem Beitrag „Ressourcenmanagement als globale Aufgabe“ (S. 418) setzt sich der Geologe für ein nachhaltiges Management von Geo-Ressourcen ein. Stetiges Bevölkerungswachstum, zunehmender Wohlstand in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie das steigende Tempo bei technologischen Innovationen erforderten auf globaler Ebene langfristig tragfähige Konzepte für eine verantwortungsvolle Nutzung von natürlichen Ressourcen, insbesondere von Grundwasservorkommen und primären mineralischen Rohstoffen, fordert der BGR-Präsident in seinem Gastbeitrag.
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Exekutiv-Sekretärin Alicia Bárcena (6.v.l.), Botschafter Rolf Schulze (4.v.l.) und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann (2.v.l.) nach der Unterzeichnung des Notenwechsels

Notenwechsel für TZ-Vorhaben in den Anden unterzeichnet, 20.02.2017

Das von der BGR seit 2015 mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) durchgeführte regionale Projekt zur „Nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern“ wird bis Ende September 2019 weitergeführt. Den Notenwechsel dazu haben am 6. Februar in Santiago de Chile der deutsche Botschafter, Rolf Schulze, und die Exekutiv-Sekretärin der CEPAL, Alicia Bárcena, feierlich unterzeichnet.

CEPAL ist strategischer Partner der BGR in dem Projekt, das von Santiago de Chile aus geleitet wird. Die drei Aktionsfelder des Vorhabens – Strategien, Stakeholder-Governance und Technologie-Transfer im andinen Bergbau-Sektor – sind eng an den bergbau-bezogenen nachhaltigen Entwicklungszielen der „Agenda 2030“ ausgerichtet.
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Forschungsschiff SONNE

BGR auf Open-Ship-Event in Neuseeland, 20.02.2017

Die BGR hat sich am 25. Januar 2017 mit einem Film und Informationsmaterialien am Open-Ship-Event der Wissenschaftsmesse in Auckland (Neuseeland) beteiligt. Mehr als 1.500 Gäste kamen an diesem Tag, um sich vor Ort das Forschungsschiff SONNE anzusehen und sich über die deutschen Aktivitäten bei der marinen Rohstoffforschung und Polarforschung zu informieren. In dem BGR-Film wurde über die Expeditionen der Bundesbehörde in der Antarktis berichtet. Das Open-Ship-Event mit der SONNE, an dem sich auch andere Forschungseinrichtungen beteiligt haben, wurde von der Deutschen Botschaft in Wellington organisiert.
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Zum Bericht der Deutschen Botschaft

Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer (1. Reihe, 2.v.l.) und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (1. Reihe, 3.v.l.) mit den Preisträgern des Rohstoffeffizienz-Preises 2016.

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2016 verliehen, 17.02.2017

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat am 16. Februar 2017 die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016 in Berlin ausgezeichnet. Preisträger sind die Unternehmen BHS Sonthofen, Rausch-Therm-Stein GmbH, ERK Eckrohrkessel GmbH und Rosswag GmbH sowie die TU Dresden mit dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik.

Das BMWi zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Eine 14-köpfige unabhängige Jury von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wählte aus den eingereichten Bewerbungen fünf Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.
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Zur Pressemitteilung des BMWi zur Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016
Videoclips über Preisträger und Nominierte

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR testet neues System zur Erkundung des Untergrundes, 07.02.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 8. bis 28. Februar 2017 gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, der Universität Köln, dem Institut für Photonische Technologien (IPHT), Jena und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) drei Wochen lang Hubschrauberflüge bei Hildesheim durch. Die Wissenschaftler testen zwei neu entwickelte Flugsonden, die in Zukunft zur Erkundung des Untergrundes bis in eine Tiefe von 1.000 Metern eingesetzt werden sollen.

Im ersten Teil des Vorhabens, vom 8. bis 17. Februar 2017, schleppt der BGR-Forschungshubschrauber „Sikorsky S-76B“ mehrfach eine gemeinsam mit der WWU Münster neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde an einem Seil in ca. 40 Meter Höhe über ein etwa 19 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt. Am Boden befinden sich ein bis zwei Dipolsender vom LIAG und von der Universität Köln. Sie erzeugen das notwendige Quellsignal für die Flugsonde, um die gewünschten Eindringtiefen von bis zu 1.000 Metern zu erreichen. Mit den Testflügen werden die Sensoren weiterentwickelt und die Datenprozesse optimiert.

Vom 20. bis 28. Februar 2017 finden dann weitere Flüge statt. Dabei wird eine andere vom IPHT Jena entwickelte Flugsonde samt Methode zur Bestimmung der magnetischen Eigenschaften des Untergrunds getestet.
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Zur Pressemitteilung Geophysikalische Flugkampagne bei Hildesheim: BGR testet neues System zur Erkundung des Untergrundes

AUV

Wissenschaftler vermessen Meeresboden zentimetergenau, 31.01.2017

Die Meeresforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt erstmals Teile des Meeresbodens im deutschen Lizenzgebiet für polymetallische Sulfiderze im Indischen Ozean zentimetergenau vermessen. Bei ihrer 6-wöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN im Rahmen des Explorationsvorhabens INDEX konnten die Wissenschaftler mit Hilfe eines programmierbaren Roboters in bis zu 4.000 Meter Tiefe eine Reihe neuer potenzieller Felder mit Bunt,- Edel- und Spurenmetallen kartieren.

In zwei Fahrtabschnitten untersuchten die BGR-Experten von Port Louis aus mit geologischen und geophysikalischen Methoden den nördlichen Teil des 10.000 Quadratkilometer großen Lizenzgebietes südöstlich von Mauritius. Mit an Bord des Forschungsschiffes waren auch Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung – Senckenberg (Wilhelmshaven) und der Universität Hamburg, die im Auftrag der BGR die Kartierarbeiten unterstützten und Umweltuntersuchungen übernahmen. Erstmals wurden hierbei auch Detailuntersuchungen zur Tiefenausdehnung bekannter sulfidischer Erzvorkommen durchgeführt und der Untergrund seismisch durchleuchtet.

Die exakte Vermessung des Meeresbodens wurde durch den Einsatz des autonomen GEOMAR-Roboters ABYSS ermöglicht. Das Unterwasserfahrzeug kann selbständig den Meeresboden zentimetergenau als geologische Lupe erfassen. Parallel setzten die Wissenschaftler schiffsgeschleppte Kartier- und Sensorsonden ein.
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Zur Pressemitteilung Untersuchungen zu Rohstoffpotenzialen und Umwelteinflüssen: Wissenschaftler vermessen Meeresboden im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean zentimetergenau

Die Teilnehmer des Kick-Off-Meetings in Utrecht

Neue GeoERA beginnt: EU investiert in Geo-Daten und Geo-Projekte, 25.01.2017

Die Europäische Union hat, zusammen mit fast allen europäischen Geologischen Diensten, am 17./18. Januar in Utrecht (Niederlande) eine neue “GeoERA” eingeläutet. Sie unterstützt in den kommenden Jahren mit 10 Millionen Euro den Aufbau einer europäischen Plattform für Geo-Daten und Geo-Projekte. Im Fokus von „GeoERA“ stehen die Bereiche Geo-Energie, Grundwasser, Rohstoffe und Geo-Informationen.

Über eine Internetplattform können Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in diesem Frühjahr Ideen für Geo-Projekte einreichen. Dazu zählen z. B. Vorschläge zum Grundwasserschutz oder Rohstoffmanagement, die anschließend von den Geologischen Diensten bewertet und nach Möglichkeit umgesetzt werden. Ziel ist es, neue und harmonisierte Informationsangebote über die Landesgrenzen hinweg anzubieten.

Bereits mehr als 40 nationale und regionale geologische Dienste aus über 30 Ländern sind beteiligt.
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Zur Pressemitteilung Neue GeoERA beginnt: EU investiert in Geo-Daten und Geo-Projekte

DERA Rohstoffinformationen (30): Wachstumsraten-Monitor

DERA-Rohstoffmonitor zu weltweit wachsendem Bedarf an Rohstoffen, 23.01.2017

In den vergangenen Jahren führte die Umsetzung materialeinsparender Prozesse, Materialsubstitution und Recycling zu einem verringerten Wachstum der Primärproduktion bei einigen Rohstoffen, beispielsweise Seltenen Erden und Tantal. Aufgrund steigender Lebensstandards vor allem in Schwellenländern und durch den Ausbau von Schlüssel- und Zukunftstechnologien wächst der globale Bedarf bei den meisten Rohstoffen allerdings stetig weiter. Die Wachstumsraten bei einzelnen Rohstoffen und Rohstoffgruppen weichen jedoch deutlich voneinander ab. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Wachstumsraten-Monitor – Entwicklung von Angebot und Nachfrage ausgewählter mineralischer Rohstoffe“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Der Wachstumsraten-Monitor stellt die relative Änderung von Produktion und Einsatz von 64 mineralischen Rohstoffen (Metalle und Industrieminerale) zum Vorjahr sowie für ausgewählte zurückliegende Zeitabschnitte bis etwa 1960 dar.
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Zur Pressemitteilung Neuer DERA-Rohstoffmonitor: Weltweit wachsender Bedarf an mineralischen Industrierohstoffen und Hochtechnologiemetallen

Bau eines Brunnens in Marokko

Workshop zu Wasserressourcen im Maghreb, 21.12.2016

Welche Lösungen gibt es, um Wasserstress im Maghreb zu reduzieren? Wie können die knappen Wasserressourcen im Maghreb nachhaltig bewirtschaftet werden? Diese und weitere wichtige Fragen diskutierten etwa 100 Teilnehmer des dritten regionalen Workshops des BGR-Vorhabens „Regionale Zusammenarbeit im Wassersektor im Maghreb“ vom 14. bis 15. Dezember in Hammamet (Tunesien).

Auf der von der BGR und dem Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) organisierten Veranstaltung tauschten sich Experten, Behördenvertreter und Wissenschaftler aus mehr als sieben Ländern der MENA-Region über Erfahrungen und Herausforderungen zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen in der Region aus. Es wurden bewährte Konzepte und neue Methoden für ein verbessertes Grundwassermanagement diskutiert. Als größte Herausforderungen nannten die Experten fehlende bzw. lückenhafte Wasserdaten und ungenaue Kenntnisse zu entnommenen Wassermengen in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Einzugsgebieten der Region. Sie präsentierten neue Modellierungsansätze und Analysen mit Fernerkundungsmethoden über die Entnahmemengen abgeschätzt und quantifiziert werden können.

Ziel des BGR-Vorhabens ist es, in den drei Partnerländern Tunesien, Marokko und Algerien Kapazitäten für ein nachhaltiges Wassermanagement zu stärken. Dafür wird intensiv mit Forschungsinstitutionen, wie z.B. dem Institut National Agronomique de Tunisie (INAT), zusammengearbeitet.
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INSPIRE-konformes Geodatenprodukt jetzt online

INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online, 20.12.2016

Die BGR hat jetzt im Rahmen der gesetzlichen INSPIRE-Umsetzung ihr erstes INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online gestellt. Der Geodatensatz der oberflächennahen Geologie Deutschlands im Übersichtsmaßstab 1:1.000.000 (GK 1000) ist einerseits über das BGR-Produktcenter als Web Map Service (WMS) und GML-Datei verfügbar, andererseits über den BGR-GeoViewer als Karte abrufbar. Entsprechend der INSPIRE-Anforderungen wird die GML-Datei zusätzlich über einen Atom-Feed als Download bereitgestellt. In allen vier Fällen erhält der Nutzer INSPIRE-konforme Informationen zur Stratigraphie (Alter), Genese (Entstehung) und Petrographie (Zusammensetzung) der Gesteine bzw. der geologischen Einheiten. Zusätzlich sind die Verwerfungen/Störungen und Eisrandlagen INSPIRE-konform abgebildet. Die grafische und inhaltliche Umsetzung der verschiedenen Kartenelemente basiert auf der aktuellen INSPIRE-Datenspezifikation Geology (D2.8.II.4_v3.0). Mit INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) möchte die Europäische Union die Nutzung von Geodaten in Europa erleichtern. Durch das Vorhaben wird eine gemeinsame Geodateninfrastruktur geschaffen, um gemeinschaftliche umweltpolitische Entscheidungen zu unterstützen.
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Zum BGR-GeoViewer

Topsoil-Gruppe

Neuer Newsletter, 14.12.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2016 ist erschienen.

Der Zugang zu Wasser im Nahen Osten ist häufig schwierig

BGR organisiert Fachgespräch zur Wasserknappheit im Nahen Osten, 13.12.2016

Der Nahe Osten leidet unter Wasserarmut. Ein hohes Bevölkerungswachstum, der Klimawandel und die aktuelle Flüchtlingskrise verschärfen diese Situation, so dass der Zugang zu Wasser im Nahen Osten häufig zu Konflikten führt. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die BGR daher am 8. Dezember 2016 ein Fachgespräch über Herausforderungen und Lösungsansätze zur Wasserknappheit im Nahen Osten organisiert. An dem Gespräch nahmen über 30 Experten der BGR, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedener Forschungsinstitute teil. Es wurde über Chancen und Risiken von geplanten Megaprojekten sowie über das Poztenzial alternativer Wasserquellen (Wasseraufbereitung und -wiederverwendung) diskutiert. Die Gespräche verdeutlichten, wie wichtig die Lösung der politischen Konflikte für ein nachhaltiges Wassermanagement in der Region ist und welche Handlungsoptionen die Deutsche Zusammenarbeit bei der langfristigen Entwicklung des Wassersektors in den betroffenen Ländern hat.
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Energiestudie 2016

BGR-Energiestudie 2016 - steigender Energieverbrauch bei stabilen Reserven, 08.12.2016

Die weltweit wachsende Bevölkerungszahl und die Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards werden auch langfristig einen steigenden Energiebedarf zur Folge haben. Neben dem steigenden Anteil der erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz werden fossile Energien auf absehbare Zeit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur globalen Energieversorgungssicherheit leisten. Dies ist erforderlich, um einerseits den Ausbau der erneuerbaren Energien zu ermöglichen und andererseits den Wechsel im Energiemix ohne Brüche zu vollziehen. So lautet das Fazit der Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die jetzt ihre aktuelle „Energiestudie 2016 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ vorgelegt haben.

„Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle leisten derzeit mit knapp 80 Prozent den größten Beitrag zur Deckung des globalen und deutschen Primärenergieverbrauchs", erläutert BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit. Er verweist weiterhin auf ein zweites wichtiges Ergebnis der Studie: „Das Jahr 2015 war von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Energierohstoffe geprägt. Dabei sind die weltweiten Vorräte weitgehend stabil geblieben aufgrund der noch in vorangegangenen Jahren angeschobenen Explorationsprojekte.“ Damit gibt es aus rohstoffgeologischer Sicht für alle Energierohstoffe, mit Ausnahme des konventionellen Erdöls, weltweit noch große Vorräte.

Deutschland hat mit der „Energiewende“ sowie dem bereits 2012 getroffenen Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie den Umbau der Versorgung mit Primärenergie eingeleitet und hat sich – zuletzt auch mit dem Beitritt zum Pariser Klimaschutzabkommen – den globalen Klimazielen verschrieben.
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Zur Pressemitteilung BGR-Energiestudie 2016: Der globale Energieverbrauch steigt – die Reserven bleiben stabil

EU-Projekt FORAM (Towards a World Forum on Raw Materials)

EU-Weltforum für Rohstoffe: BGR ist beteiligt, 07.12.2016

Die Europäische Union (EU) entwickelt in den kommenden zwei Jahren ein Konzept für ein Weltforum für Rohstoffe. Das neue Forum soll das größte dieser Art werden und in Zukunft UN- und EU-Organisationen, staatlichen Geologischen Diensten, Forschungsinstituten, Verbänden und der Industrie aus allen Kontinenten zum Dialog dienen. Ziel ist es, internationale Kooperationen zu fördern und weltweit bessere Strukturen für eine sichere und gerechte Rohstoffversorgung zu schaffen.

An dem jetzt gestarteten Projekt „FORAM“ (Towards a World Forum on Raw Materials) zum Aufbau des Weltforums ist auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt. Sie wird ihr rohstoffwirtschaftliches und geowissenschaftliches Fachwissen sowie ihre internationalen Kontakte im Bergbausektor einbringen, um Rohstoffthemen auf die Agenda des Projektes zu setzen und die Entwicklung des Forums voranzutreiben. Dazu zählen zum Beispiel Herausforderungen bei transparenten Lieferketten und Erfahrungen mit internationale Initiativen für eine verantwortungsvolle Gewinnung von Rohstoffen.
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Zur Pressemitteilung Sichere und gerechte Rohstoffversorgung: EU bereitet Weltforum für Rohstoffe vor – BGR ist beteiligt

Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia)

Auftakt der Zusammenarbeit mit Somalia, 05.12.2016

Im Verlauf des Bürgerkriegs sind in Somalia alle wesentlichen Strukturen des Rohstoffsektors zusammengebrochen. Investoren haben sich zurückgezogen, institutionelles Wissen ist verloren gegangen. Daher unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) seit diesem Jahr das somalische Ministerium für Petroleum und Mineralische Rohstoffe (MPMR) beim nachhaltigen Wiederaufbau des somalischen Rohstoffsektors. Dafür werden in einem ersten Schritt Mitarbeiter des MPMR ausgebildet und geologische Informationen gewonnen. Entsprechend hat die BGR im Auftrag des BMZ Ende November eine erste Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia) durchgeführt. Mitarbeiter aus der IT-Abteilung des MPMR wurden im Management von seismischen Daten auf Grundlage einer Spezialsoftware ausgebildet. Diese Trainingsmaßnahme stellte den Auftakt der Zusammenarbeit zwischen der BGR und MPMR dar. Weitere Trainings sollen Anfang 2017 folgen.
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Modernisierung der deutschen Antarktis-Station abgeschlossen, 05.12.2016

Die im vergangenen Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten der deutschen Antarktis-Station Gondwana in der Terra Nova-Bucht sind abgeschlossen. Alle neu installierten Systeme konnten jetzt erfolgreich in Betrieb genommen werden. Mit einer neuen Haustechnik, besseren sanitären Einrichtungen, Solarpanelen, einer neuen Seewasser-Aufbereitungsanlage und einer biologischen Abwasserreinigung ist die Station der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nun umwelttechnisch und energetisch auf dem neusten Stand.

So sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert. Die Gondwana-Station kann in diesem Zustand mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen genutzt werden.
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Zur Pressemitteilung Polarforscher kehren von Expedition zurück: Modernisierung der deutschen Antarktis-Station jetzt abgeschlossen

Dr. Kristine Asch (Foto Mitte) mit den afrikanischen Partnern bei der Veranstaltung in Ibadan

GIRAF-Netzwerk in afrikanische Hände übergeben, 01.12.2016

Das von der BGR unterstützte Netzwerk für geowissenschaftliche Informationen in Afrika, „Geoscience InfoRmation in AFrica" (GIRAF), wird künftig in Verantwortung der afrikanischen Partnerorganisationen weitergeführt. GIRAF wurde 2009 in Windhoek gegründet und seitdem von der BGR-Expertin für geologische Informationen, Dr. Kristine Asch, koordiniert. Bei einer feierlichen Zeremonie im Rahmen des 26. Colloquium of African Geology (CAG26) in Ibadan (Nigeria) übergab Dr. Asch die Aufgabe an Ibrahim Shaddad, Direktor des African Mineral and Geosciences Centre in Dar es Salaam (Tansania). Dort wird das neue GIRAF-Büro stationiert sein. GIRAF hat ca. 400 Mitglieder aus mehr als 30 afrikanischen und 12 außerafrikanischen Ländern. Ziel des Netzwerkes ist es, die Umweltbedingungen und wirtschaftlichen Lebensumstände in Afrika durch den Einsatz von Informationstechnologien, die auf geowissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, zu verbessern. „Wissensbasierte Geoinformationen sind wichtiger denn je, gerade in Afrika. In diesem Zusammenhang hat das GIRAF-Netzwerk mit seinen engagierten Mitgliedern hervorragende Zukunftsaussichten und wird insbesondere in Bezug auf Geologie und Geoinformation in Afrika eine immer wichtigere Rolle spielen“, so Dr. Asch. GIRAF wurde seit Initiierung vorrangig durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die BGR, die UNESCO Nairobi, die Geological Society of Africa, Australian Aid, das United Nations Development Programme, die Kommission für Geowissenschaftliche Information (CGI) der International Union of Geological Sciences (IUGS) und zahlreiche weitere Organisationen unterstützt.
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Rohstoffsituationsbericht 2015

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2016

Ist die Rohstoffversorgung für den Industriestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 572 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, insbesondere Steine und Erden (vor allem Sand, Kies, gebrochene Natursteine) sowie Kali- und Steinsalz und weitere Industrieminerale gefördert. „Diese heimischen Rohstoffe sind eine wichtige Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur sowie für die Bauindustrie, chemische Industrie und die Papier-, Glas- und Gussindustrie. So werden beispielsweise heimische Quarzrohstoffe für den Bau von Windkraftanlagen benötigt – sowohl zur Herstellung der Fundamente als auch der Rotorblätter, die aus glasfaserverstärkten Kunstoffen mit einem Quarzanteil von etwa 70 Prozent bestehen“, erläutert Dr. Volker Steinbach, Leiter der Abteilung „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“ in der BGR.

Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 187,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 9,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 4,2 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Der Wert der heimischen Rohstoffproduktion lag bei insgesamt 13,4 Milliarden Euro und damit knapp unterhalb des Vorjahresniveaus (13,5 Milliarden Euro).

Deutschland bleibt weiterhin bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert weiterhin von niedrigen Rohstoffpreisen

DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz (4.v.l) diskutiert mit Experten.

BGR auf Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz, 24.11.2016

Auf der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Düsseldorf mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat der Leiter der DERA in der BGR, Dr. Peter Buchholz, heute die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“ vorgestellt. Die Auftragsstudie leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der zukünftigen Rohstoffnachfrage. Dazu wurden 42 Zukunftstechnologien im Detail betrachtet und in einem Szenario mit Blick auf den Rohstoffbedarf dieser Technologien im Jahr 2035 analysiert. Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen. Immer wichtiger werden daher für die von Importen abhängige deutsche Wirtschaft Ausweichstrategien für eine Absicherung der Rohstoffversorgung. Schwerpunktthemen der dreitägigen Konferenz, an der auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel teilnahm, waren die nachhaltige Entwicklung der Rohstoffwirtschaft sowie der aktuelle Stand der deutsch-russischen Energie- und Rohstoffpartnerschaft.
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Verschiffung von Bleibarren am Hafen von Port Pirie (South Australia)

Neues DERA-Handbuch zu Australien, 16.11.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt das Handbuch „Mineralische Rohstoffe in Australien – Investitions- und Lieferpotenziale“ veröffentlicht. Australien zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Erde und bietet im Rohstoffsektor vielseitige Kooperationspotenziale für deutsche Unternehmen.

Das Land könnte sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Handelspartner für zahlreiche Rohstoffe und Zwischenprodukte für Schlüssel- und Zukunftstechnologien entwickeln. Derzeit ist Australien der weltweit wichtigste Lithiumproduzent, vor Chile und Argentinien. 42 % der weltweiten Lithiumförderung stammten 2015 aus der Lagerstätte Greenbushes in Western Australia. Bei Antimonkonzentrat beliefen sich die australischen Exporte im Jahr 2015 auf 18.900 Tonnen. Damit ist Australien der weltweit größte Nettoexporteur von Antimonkonzentrat, vor Tadschikistan und Myanmar sowie der wichtigste Antimonproduzent außerhalb Chinas.
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Zur Pressemitteilung Neues DERA-Handbuch zu Australien: Hohes Rohstoffpotenzial für Zukunftstechnologien




Teilnehmer des Grundwassertrainings im Tschad.

Neues Konzept für Grundwassertraining erfolgreich im Tschad angewendet, 11.11.2016

Im Rahmen des TZ-Projektes “Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission” hat die BGR gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (CBLT) vom 31. Oktober bis 04. November 2016 in N’Djamena (Tschad) ein neu konzipiertes Grundwassertraining durchgeführt. Das Konzept basiert auf dem vom TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ zusammen mit weiteren afrikanischen Partnern erstellten Trainingsmanual „Integration of Groundwater Management into Transboundary Basin Organizations in Africa“. Das Besondere: Der modulare Aufbau des Trainingsmanual erlaubte der CBLT im Vorfeld speziell auf ihr Aufgabenportfolio zugeschnittene Themen zu bestimmen, so das ein direkter Bezug zu der täglichen Arbeit der Teilnehmer hergestellt werden konnte. Das Trainingskonzept wurde nach der offiziellen Vorstellung auf der „African Water Week“ im Juli 2016 nun erstmals in einem TZ-Projekt in Afrika angewendet. Die 25 Teilnehmer der Tschadseebeckenkommission lernten in dem fünftägigen Training eine Vielzahl von grundwasserrelevanten Themen und formulierten zudem Handlungsempfehlungen für die CBLT und ihre Mitgliedsstaaten für ein verbessertes Grundwassermanagement.
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Mehrere BGR-Experten tauschten sich mit Dr. Amer Afaq (Mitte) aus.

Neues Projekt mit Pakistan, 09.11.2016

Zum Auftakt eines zweijährigen Projektes mit der Islamischen Republik Pakistan besuchte der Generaldirektor der Partnerbehörde, Dr. Amer Afaq, vom 07. bis 08. November 2016 die BGR. Dr. Amer Afaq leitet die Behörde für Katastrophenmanagement (Provincial Disaster Management Authority, PDMA) der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) mit der die BGR das Projekt „Promoting Resilience of Khyber Pakhtunkhwa against Natural Disaster Impacts“ durchführen wird. Es handelt sich um ein Projekt der technischen Zusammenarbeit, mit dem die fachlichen Voraussetzungen der PDMA zur Umsetzung eines präventiven Naturkatastrophen-Risikomanagements gestärkt werden sollen. Im Rahmen seiner Reise besucht Dr. Amer Afaq auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
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Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft, 07.11.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) beteiligen sich an der Veranstaltungsreihe „5. November der Wissenschaft" in Hannover. In Vorträgen und Präsentationen berichten Geo-Experten aus den drei Einrichtungen über wichtige Forschungsergebnisse und spannende Expeditionen.

Von der ungewöhnlichen Arbeit eines BGR-Polarforschers in Schnee und Eis, weitab von jeder Zivilisation, erzählt der Vortrag „Forschung im Eis – Erlebnisse aus der Arktis und der Antarktis“ am 8. November um 17.15 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum A 310).

Am 9. November findet ab 13.30 Uhr im GEOZENTRUM Hannover (Großer Sitzungssaal) ein ›Leibniz-Tag‹ statt. Dazu hat das LIAG renommierte Wissenschaftler eingeladen, die u. a. über Zukunftsperspektiven in der Geothermie- sowie der Grundwasserforschung referieren.

„Die Ohren und Nase der Welt – wie unerlaubte Atomtests und andere Ereignisse aufgespürt und entdeckt werden“ heißt ein Vortrag am 14. November um 17.30 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 442). Darin schildert ein BGR-Seismologe, wie das internationale Kernwaffenteststoppabkommen überwacht wird.

Welche Rohstoffe für den Ausbau der Erneuerbaren Energien benötigt werden, warum Bodendaten bei der Planung von Stromtrassen eine wichtige Rolle spielen oder welche Auswirkungen der Klimawandel auf Wasser und Boden in der Region Hannover hat – Antworten auf diese Fragen liefern Experten der BGR und des LBEG in einer Vortragsreihe am 16. November 2016 um 18 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 142).
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Zur Pressemitteilung Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft




BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel eröffnete den Workshop

80 Experten diskutierten künftigen Copernicus-Dienst, 04.11.2016

Die Vision eines supra-nationalen Bodenbewegungsdienstes war Thema des zweitägigen Workshops „Supra-National Ground Motion Service“, der auf Initiative der BGR jetzt im GEOZENTRUM Hannover stattfand. 80 Experten aus 16 Nationen diskutierten über Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Realisierung dieser Idee im Rahmen des „Copernicus“-Programms der EU. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche wie z.B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder die Folgen von Erdbeben besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen. Vereinbart wurde, dass kurzfristig in den Teilnehmerländern des „Copernicus“-Programms, darunter auch Deutschland, entsprechende Initiativen eingeleitet werden. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums, der ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung, von Geologischen sowie Geodätischen Diensten teil. Eröffnet wurde der Workshop durch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel.
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Salzförderung unter Tage

Neuer Newsletter, 31.10.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2016 ist erschienen.

CPRM-Präsident Dr. Eduardo Jorge Ledsham (Foto Mitte) und Dr. Peter Buchholz (Foto rechts), Leiter der DERA, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

BGR schließt Kooperation mit Geologischem Dienst von Brasilien, 24.10.2016

Die BGR hat jetzt mit dem Geologischen Dienst von Brasilien, CPRM (Companhia de Pesquisa e Recursos Minerais), eine enge Kooperation auf dem Gebiet der Erkundung mineralischer Rohstoffe vereinbart. Die Kooperationsvereinbarung umfasst für die Dauer von fünf Jahren mehrere Projekte. Bereits im November werden gemeinsame Geländearbeiten der beiden geologischen Dienste im brasilianischen Bundesstaat Rondônia stattfinden. Untersucht werden sollen insbesondere Zinn-, Tantal- und Wolfram-Lagerstätten. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand am Rande des „24th World Mining Congress – Mining in a World of Innovation“ in Rio de Janeiro statt. Dr. Eduardo Jorge Ledsham, Präsident der CPRM, empfing die BGR-Delegation mit dem Leiter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) der BGR, Dr. Peter Buchholz, in der CPRM-Niederlassung in Rio de Janeiro. An der feierlichen Zeremonie nahmen auch der Wirtschaftsattaché der Deutschen Botschaft sowie hochrangige politische Vertreter teil.
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Die schwierigen arktischen Bedingungen stellen hohe Anforderungen an die Logistik und die Sicherheitsvorkehrungen für Mensch und Umwelt

Studie der BGR zu Rohstoffpotenzialen im Arktischen Ozean, 20.10.2016

Der Arktische Ozean verfügt über ein noch weitgehend unbekanntes Potenzial an Rohstoffen. Trotz des geringen geologischen Erkundungsstandes haben die Anrainerstaaten ihre hoheitlichen Ansprüche auf derzeit noch internationale Gewässer bereits nachdrücklich geltend gemacht. In ihrer neuesten Ausgabe der Commodity TopNews „Der Arktische Ozean aus rohstoffwirtschaftlicher und völkerrechtlicher Sicht“ beleuchtet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die aktuelle Situation zu mineralischen und Energie-Rohstoffen unter dem arktischen Meeresboden sowie den völkerrechtlichen Status des Nordpolarmeeres.
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Zur Pressemitteilung

Natriumchlorid (in weiß) und Kaliumchlorid (in rosa)

Neue BGR-Studie: Salz ist auch für die Industrie unverzichtbar, 18.10.2016

Wofür brauchen wir Steinsalz – nur zum Salzen oder gibt es auch noch andere Verwendungen? Was ist so besonders an deutschen Kalisalzen? Warum gibt es in Deutschland Salz nicht nur an der Küste, sondern auch in den Alpen? Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Salz als Industrieprodukt beschäftigt sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer neuen Broschüre „Salze in Deutschland“.

Auf 103 Seiten informiert die BGR-Studie über die Gewinnung, Nutzung und wirtschaftliche Bedeutung dieser Industriemineralgruppe. Fazit: Salze gehören zu den wichtigsten heimischen mineralischen Rohstoffen. Jeder braucht sie im täglichen Leben. „Steinsalz kennt jeder – es ist ‚das Salz in der Suppe‘. Doch wer weiß schon, dass Salze zur Herstellung vieler Produkte unverzichtbar sind“, so Dr. Harald Elsner, Autor der BGR-Studie.

Beispiel Landwirtschaft: Ohne den Einsatz von mineralischen kali- oder magnesiumhaltigen Düngemitteln – produziert aus deutschen Kalisalzlagerstätte – wäre die heutige Landwirtschaft nicht denkbar. Auch im ökologischen Landbau sind Düngemittel auf mineralischer Salzbasis zugelassen. Beispiel Lebensmittelindustrie: Praktisch kein Lebensmittel in Deutschland wird ohne Verwendung von Salz hergestellt. Ob bei der Verarbeitung von Fleisch oder Käse, der Herstellung von Wurstwaren oder salzigen Backwaren, der Konservierung von Fisch oder Gemüse sowie der Produktion von Suppen, Soßen oder Fertiggerichten – überall wird Salz benötigt. Beispiel chemische Industrie: Soda – aus Steinsalz produziert – ist der Grundstoff für alle Wasch- und Reinigungsmittel. Chlor – ebenfalls aus Steinsalz gewonnen – wird beispielsweise zur Herstellung von PVC verwendet, dem Material für Fußbodenbeläge. Auch 85 % aller Medikamente und 96 % der in der Landwirtschaft verwendeten Pflanzenschutzmittel basieren auf Chlorchemikalien. Ihr Grundstoff: Steinsalz.

Salz leistet aber auch einen Beitrag zur Energiewende. Das in unseren Solarzellen verwendete Silizium entsteht durch die Umwandlung von Rohsilizium (aus Quarz) mit Hilfe von Chlor (aus Steinsalz).
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Zur Pressemitteilung Das „Salz in der Suppe“ – Neue BGR-Studie: Salz ist auch für die Industrie unverzichtbar

Vertreter der deutsch-kamerunischen Delegation

Deutsch-kamerunische Prüfmission im Norden Kameruns unterwegs, 17.10.2016

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) fand kürzlich eine umfangreiche Projektprüfung für ein neues BGR-Vorhaben im Bereich „Bodenerhalt & Ländliche Entwicklung“ im Norden Kameruns statt. Die zehnköpfige deutsch-kamerunische Delegation, zu der neben Wissenschaftlern und Repräsentanten von Ministerien auch Vertreter der BGR gehörten, besuchte die Regionen Nord und Adamoua und führte intensive Gespräche mit Repräsentanten von Organisationen, Bauernverbänden, Forschungsinstituten und Behörden. In den Gesprächen wurde u. a. von den Betroffenen wiederholt auf die sich verschlechternde Bodenfruchtbarkeit und die erhöhte Niederschlagsvariabilität in der Region Grand Nord hingewiesen. Die Notwendigkeit für gemeinsame bodenkundliche Untersuchungen und Analysen sowie nachhaltige Anpassungs- und Verbesserungsmaßnahmen wurde von allen Teilnehmern auf dem Abschlussworkshop in Kameruns Hauptstadt Yaoundé unterstrichen. Im Nachgang zur Prüfmission wird die BGR einen ausführlichen Projektvorschlag erarbeiten und ein entsprechendes Angebot beim BMZ einreichen. Für das neue Vorhaben zur Beratung zu Bodenwassermanagement und Bodenerhalt in den ländlichen Regionen Nordkameruns sind in den nächsten drei Jahren drei Millionen Euro vorgesehen.
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Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Antarktis-Expedition: Suche nach Hinweisen für Entstehung des vereisten Kontinents, 17.10.2016

Die Polarforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) brechen Ende Oktober zu einer vierwöchigen Antarktis-Expedition auf. Im Rahmen der Forschungsreise „GANOVEX XII“ (12. German Antarctic North Victoria Land Expedition) sollen weitere Untersuchungen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Antarktis durchgeführt werden. Die BGR-Wissenschaftler werden dabei von ihren Kollegen aus dem italienischen Antarktisprogramm unterstützt.

Bei der Expedition suchen die Forscher nach weiteren Hinweisen zu Entstehung und Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
...
Parallel zur Expedition wird ein Bautrupp wenige Kilometer entfernt in der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ an der Terra Nova-Bucht die im letzten Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten abschließen. Im Rahmen des Programms „MOGS 4“ (Modernization of Gondwana-Station) wird ein Test der neu installierten Systeme (Haustechnik, sanitäre Einrichtungen, neue Generatoren, Solarpanele, Seewasser-Aufbereitungsanlage und biologische Abwasserreinigung) sowie die Bauabnahme durchgeführt. Die „Gondwana“-Station, die von Wissenschaftlern und Technikern während ihrer Expeditionen als Versorgungsstation mit Arbeits- und Aufenthaltsräumen genutzt wird, steht dann der BGR und internationalen Antarktis-Programmen für mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis zur Verfügung.
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Zur Pressemitteilung Neue Antarktis-Expedition und Abschluss der Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler suchen nach weiteren Hinweisen für die Entstehung des vereisten Kontinents

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR-Hubschrauber in Südspanien im Einsatz, 13.10.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird Messflüge mit ihrem Forschungshubschrauber über den südspanischen Tagebergbaugebieten Aznalcollar und Tharsis innerhalb des BGR-Projekts HYPGEO durchführen. In diesem Projekt sollen neue Verfahren aus der Hyperspektralfernerkundung (HYP) und der Geophysik (GEO) zur Exploration mineralischer Rohstoffe kombiniert werden. Für die BGR sind gleich zwei Fachbereiche („Gefährdungsanalysen, Fernerkundung“ und „Geophysikalische Exploration – Technische Mineralogie“) beteiligt. Die Firma Supracon AG aus Jena ist vor Ort für die Messsondentechnik verantwortlich.

Die Hubschrauberflüge werden vom Feldflughafen La Juliana, südwestlich von Sevilla, aus unternommen. Der Zeitrahmen der Flüge über dem Gebiet Aznalcollar wird sich voraussichtlich vom 17. Oktober bis zum 21. Oktober 2016 erstrecken. Das zweite Untersuchungsgebiet um Tharsis wird voraussichtlich vom 24. Oktober bis zum 28. Oktober 2016 beflogen. Die Messzeiten über den Gebieten können sich aus technischen Gründen leicht verschieben.
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Zur Pressemitteilung Erkundung mineralischer Rohstoffe: BGR-Hubschrauber in Südspanien im Einsatz

Flusslandschaft im wüstenhaften Iran

BGR und Irans Geologischer Dienst unterzeichnen Erklärung über Zusammenarbeit, 05.10.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Geologische Dienst des Iran (GSI) haben im Rahmen der deutsch-iranischen Wirtschaftskommission unter Leitung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Teheran die Wiederaufnahme ihrer früheren Zusammenarbeit auf dem Geosektor vereinbart. Die beiden Geologischen Dienste wollen künftig auf verschiedenen geowissenschaftlichen Arbeits- und Forschungsfelder kooperieren. Dazu gehören u.a. die Bereiche Energierohstoffe und mineralische Rohstoffe sowie die Georessourcen Wasser und Boden. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich aus einer Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran neue Chancen, wie auch eine BGR-Kurzstudie aus dem Mai 2016 zeigt. Die Ausgabe 49 der „Commodity Top News“ der BGR präsentiert unter dem Titel „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran und zeigt zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor auf.
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Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis gestartet

Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis gestartet, 05.10.2016

Am 05. Oktober ist die Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016 gestartet. Mit dem Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) seit 2011 Unternehmen und Forschungseinrichtungen für herausragende rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 18. November 2016. Der Preis wird im Rahmen der BMWi-Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im Februar 2017 in Berlin verliehen. Innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign, der Rohstoffgewinnung und der Rückgewinnung von Wertstoffen sowie praxisorientierte Forschungsergebnisse haben in diesem Wettbewerb hervorragende Chancen.
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Zu den Teilnahmebedingungen

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR testet neue Flugsonde bei Hildesheim, 28.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) aus Jena und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ab dem 28. September 2016 für zwei Tage Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird eine zweite im Projekt „Deep Electromagnetic Sounding for Mineral Exploration” (DESMEX) neu entwickelte Flugsonde, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Seil in 40 bis 100 Metern Höhe über Grund geschleppt wird, erstmalig eingesetzt.

Bei diesen Funktionstests sollen zunächst am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie weitere Flugtests durchgeführt werden. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Dafür wird das Signal eines 2 km langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.
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Zur Pressemitteilung Erkundung von Rohstoffen aus der Luft: BGR testet neue Flugsonde bei Hildesheim

Die BGR hat ihren Hauptsitz in Hannover

Unabhängige Forschung: BGR weist Vorwürfe zu CO2-Projekt zurück, 13.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) weist Vorwürfe in Beiträgen des NDR, des WDR und der Süddeutsche Zeitung zu einem Projekt zur „Sicheren Speicherung von CO2“ zurück. In den drei Medien wurde Ende der vergangenen Woche berichtet, dass das so genannte „Stability-Projekt“ der BGR unter Einflussnahme eines Industrieunternehmens umgesetzt worden sei.

Zu den Vorwürfen nimmt die BGR wie folgt Stellung:

Beim „Stability-Projekt“ hat die BGR von 2007 bis 2010 erste Vorschläge zu Anforderungen an Speicherstandorte sowie zur Sicherung und Überwachung von CO2-Speichern erarbeitet. Bei dem Projekt handelte es sich um ein Drittmittelprojekt. Das Handeln der BGR war und ist im Einklang mit den Bestimmungen der Bundesregierung erfolgt (s.u. Konzept einer modernen Ressortforschung der Bundesregierung). Das Stability-Projekt wurde aus Haushaltsmitteln der BGR und Mitteln eines Unternehmens finanziert. Mit den vom Unternehmen eingebrachten finanziellen Mitteln wurden zusätzlich zum Stammpersonal der BGR zwei wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt. Diese Mitarbeiter wurden aufgrund ihrer Qualifikation und erworbenen Berufserfahrung ausgewählt. Die Dienst- und Fachaufsicht für das eingestellte Personal oblag allein der BGR. Abordnungen von Mitarbeitern des Unternehmens an die BGR hat es nicht gegeben. Weitere Infos finden Sie in der Pressemitteilung der BGR (s.u.).
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Welt-Jahresverbräuche (Statische Reichweiten) auf Basis von Reserven und Ressourcen für die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran

Fakten zu Energierohstoffen seit 40 Jahren, 06.09.2016

Im zukünftigen Energiemix Deutschlands sollen die erneuerbaren Energien die fossilen Energierohstoffe ersetzen. Doch noch decken Erdöl, Erdgas und Kohle rund 80 Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs ab. Mit der Energiestudie möchte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auch weiterhin die Neuausrichtung der Energieversorgung durch die Bereitstellung von Sachinformationen unterstützen.

Der Kurzbericht „Die Energiestudie der BGR: Fakten zu Energierohstoffen seit 40 Jahren“ (Commodity TopNews, Ausgabe 51) greift beispielhaft wichtige Entwicklungen aus dem Energierohstoffsektor auf. Die BGR veröffentlicht jährlich in ihrer Energiestudie in komprimierter Form  Informationen über die weltweite Verfügbarkeit der nicht-erneuerbaren Energierohstoffe sowie  der erneuerbaren Energien.
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Der ägyptische Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Mohamed Abdel Aty Sayed Mohamed, erläutert die Herausforderungen seines Landes zum Thema Wasserressourcen auf der BGR-Veranstaltung

BGR auf der Weltwasserwoche in Stockholm, 06.09.2016

Die BGR hat mit drei Veranstaltungen an der diesjährigen „Weltwasserwoche“ vom 28. August bis 2. September 2016 in Stockholm teilgenommen. Die vom Stockholm International Water Institute (SIWI) ausgerichtete Konferenzreihe stand diesmal unter dem Thema „Water for Sustainable Growth“. Das Sektorvorhaben (SV) „Politikberatung Grundwasser“ führte zwei Seminare zu den Themen „Preventing seawater intrusion for sustainable growth in coastal zones” und „Seeking answers to the MENA water crisis” sowie gemeinsam mit dem SV „Rohstoffe & Entwicklung“ ein Seminar zum Thema „Water and Mining“ durch. Alle drei Seminare stießen bei den Teilnehmern der Weltwasserwoche auf eine positive Resonanz.
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Zu den BGR-Veranstaltungen auf der Weltwasserwoche 2016



Der BGR-Hubschrauber mit Sonde

BGR testet neue Flugsonde in Thüringen, 05.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität zu Köln vom 6. bis zum 9. September 2016 Testflüge südöstlich der Stadt Schleiz in Thüringen durch. Dabei wird eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eingesetzt, die vom Forschungshubschrauber der BGR „Sikorsky S-76B“ per Seil in ca. 40 Meter Höhe über dem Erdboden geschleppt wird.

Die Erprobungsflüge finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden. Das Verfahren soll in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Weitere Verbundpartner sind die Universität Freiberg, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena sowie die Firmen Supracon (Jena) und Metronix (Braunschweig). Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie begleitet das Projekt.
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Oberflächenruptur des Erdbebens von 1983 am Bora Peak in Idaho, USA

Neuer Newsletter, 31.08.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2016 ist erschienen.

BGR-Stand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

BGR präsentierte sich beim „Tag der offenen Tür“ in Berlin, 29.08.2016

100.000 Besucher erlebten am Wochenende den „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“. Mit dabei auch die BGR, die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jeweils mit einem eigenen Stand präsentierte. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im BMZ auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, der sich über die aktuelle Situation in den BGR-Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit unterrichten ließ. Auf dem BGR-Stand im BMWi präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen.
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BGR-Stand auf dem Internationalen Geologen Kongress (IGC)

35. Internationaler Geologen Kongress ist eröffnet, 29.08.2016

In Kapstadt (Südafrika) ist der 35. Internationale Geologen Kongress (IGC) eröffnet worden. Auch die BGR beteiligt sich unter Leitung von Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel an der bis zum 04. September dauernden Veranstaltung, zu der 6.000 bis 8.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet werden. In Vorträgen und Workshops sowie mit Poster-Beiträgen informieren die BGR-Experten über ihre aktuellen Forschungsarbeiten. Außerdem ist die BGR auf der Geo-Expo mit einem eigenen Stand vertreten und unterstützt die vom Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisierte Bewerbung Deutschlands um die Ausrichtung des übernächsten Geologen-Kongresses im Jahr 2024.
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Teilnehmer des Planungsworkshops in Yaoundé (Kamerun)

Workshop zu neuem Projekt in Kamerun, 18.08.2016

Die BGR hat in der vergangenen Woche in Yaoundé (Kamerun) einen Planungsworkshop zum neuen Vorhaben „Informationen zu Georessourcen mit Schwerpunkt Boden für die Raumordnungsplanung in den Regionen Nord und Südwestkamerun“ durchgeführt. An dem Workshop nahmen mehr als sechzig Vertreter beteiligter afrikanischer Partnerbehörden und wissenschaftlicher Institute teil. Die BGR-Experten Dr. Einar Eberhardt, Andreas Bahr und Dr. Michael Fuchs (per Skype) informierten über die Arbeitsschwerpunkte des interdisziplinären Projektes. Dazu zählen Bodenkartierungen, Datenbankmanagement und digitale Höhenmodelle. In vier Arbeitsgruppen wurde mit den Partnerinstitutionen die operative Planung abgestimmt.

Mit dem Vorhaben werden Maßnahmen der kamerunischen Regierung unterstützt, bessere Grundlagen für die Raumordnungsplanung auf regionaler und nationaler Ebene zu schaffen. Insbesondere geht es dabei um die Ermittlung und Analyse von geowissenschaftlichen Daten für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in Nord- und Südwest-Kamerun.
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Teilnehmer des Workshops in N'Djamena (Tschad)

Austausch zum Tschadseebecken, 18.08.2016

Technische Experten aus fünf Mitgliedsstaaten der Tschadseebeckenkommission (Kamerun, Niger, Nigeria, Tschad und der Zentralafrikanische Republik) sind einer Einladung der Kommission und der BGR gefolgt, in N'Djamena (Tschad) Informationen zur Überwachung des Grundwassers und der Kartographie für das Tschadseebecken auszutauschen.

Der zweitägige Workshop wurde im Rahmen des Projekts zur Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission am 15. und 16. August 2016 durchgeführt und offiziell vom Exekutivsekretär der Tschadseebeckenkommission eröffnet. Gemeinsam mit Experten der Tschadseebeckenkommission und der BGR diskutierten die Teilnehmer Möglichkeiten zur Erstellung hydrogeologischer Karten und Auswahlkriterien für Datenlogger, um Datenerhebungsprozesse zu harmonisieren. Es wurde vereinbart, alle verfügbaren Daten für das Tschadseebecken zusammenzuführen.
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Kernbild Scharnhorst

Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen, 11.08.2016

Im Auftrag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird ab dem 15. August 2016 nordwestlich von Söhlde-Hoheneggelsen (Landkreis Hildesheim) eine 200 Meter tiefe Forschungsbohrung abgeteuft.

Mit der von einem Unternehmen durchgeführten Bohrung verschafft sich die BGR neue Informationen über den Aufbau und die Struktur des Untergrundes im Raum Hoheneggelsen. Die Arbeiten sind Teil eines umfangreichen Forschungsprogramms, in dessen Rahmen die BGR ein 3D-Modell des geologischen Untergrundes von Norddeutschland erstellt. Bei Hoheneggelsen werden Gesteine aus der Kreide- und Jurazeit erbohrt. Es wird untersucht, aus welchem Material diese verschiedenen Schichten bestehen und welches exakte geologische Alter sie haben. Die Bohrungen stehen nicht im Zusammenhang mit der ehemaligen Sonderabfalldeponie südlich von Hoheneggelsen. Mit den Arbeiten sollen geologischen Grundlagendaten erhoben werden.
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Zur Pressemitteilung Landkreis Hildesheim: BGR-Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen
Zum Film Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen



Teilnehmer des Grundwassertrainings

„Grundwasser“ auf der Africa Water Week, 28.07.2016

Die BGR war auf der 6. Africa Water Week (AWW) vom 18. – 22. Juli in Dar es Salaam, Tansania, mit zwei Veranstaltungen vertreten. Im Rahmen des TZ-Projektes „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ veranstaltete sie gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (LCBC) ein Side Event, um über die Grundwassersituation im Tschadseebecken zu informieren. In vier Vorträgen wurden unterschiedliche Aspekte zum Thema Grundwassermanagement präsentiert: Hydrogeologische Grundlagen, Herausforderungen und regionale Ansätze für das Grundwassermanagement sowie die Auswirkungen der Flüchtlingsströme in der Region auf die Vegetation. Zusätzlich wurde durch das TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ gemeinsam mit dem Afrikanischen Grundwassernetzwerk (AGW-Net) ein eintägiges „Schnuppertraining“ organisiert. Dabei wurde das gemeinsam erstellte Trainingshandbuch „Integration of Groundwater into the Management of Basin Organisations in Africa“ Entscheidern aus nationalen Ministerien und Gewässerorganisationen vorgestellt, um Interesse an weiteren Trainings zu wecken und das Trainingshandbuch zu verbreiten. Anschließend absolvierten Mitarbeiter des mittleren Managements aus nationalen Ministerien und Gewässerorganisationen das eintägige Training, darunter auch Counterparts aus den BGR-Projekten mit dem Observatoire du Sahara y du Sahel (OSS), der LCBC und Projektpartner aus Namibia und Sambia.

Die „Africa Water Week“ ist die höchstangelegte Zusammenkunft auf ministerieller Ebene im Wassersektor in Afrika und wird vom African Minister‘s Council on Water (AMCOW) organisiert. AMCOW hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit, Sicherheit, soziale und ökonomische Entwicklung sowie Armutsreduzierung in den Mitgliedsstaaten durch ein geeignetes Wasser- und Sanitärmanagement zu verbessern. Die beiden Side Events konnten zu einer prominenten Platzierung des Themas Grundwasser in diesem Kontext beitragen.
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Dr. Christian Reichert leitet die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston

BGR-Experte erneut in internationales Fachgremium gewählt, 26.07.2016

Dr. Christian Reichert, Leiter des BGR-Fachbereichs für Marine Rohstofferkundung, wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston, Jamaika, für weitere 5 Jahre in die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) der IMB gewählt. Dr. Reichert ist seit 2008 in der LTC tätig und leitet dieses Gremium seit 2015. Die LTC ist ein 30-köpfiges Beratungsgremium, das dem Rat der IMB umfassend zuarbeitet. Zu den vielfältigen Aufgaben der Kommission gehören unter anderem die Erstellung der Regularien für künftigen Tiefseebergbau in den Meeresbodengebieten, die jenseits nationaler Rechtshoheit liegen, die Begutachtung von Anträgen auf Erkundungslizenzen und die Überwachung der Explorationslizenznehmer. Deutschland selbst besitzt zwei Explorationslizenzen, in deren Rahmen die Vorkommen von Manganknollen (enthalten Kobalt, Nickel, Kupfer) im Zentralpazifik sowie von marinen Massivsulfiden (hier: Bunt- und Edelmetalle sowie wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Selen und Tellur) im Indischen Ozean von der BGR untersucht werden.
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Commodity TopNews, Ausgabe 50

Kurzbericht zu mineralischen Rohstoffen für die Energiewende, 25.07.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in dem Kurzbericht „Mineralische Rohstoffe für die Energiewende“ (Commodity TopNews, Ausgabe 50) Fakten zum spezifischen Rohstoffbedarf für Erneuerbare-Energietechnologien sowie die damit verbundenen Herausforderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten zusammengestellt.

Für die Bereitstellung Erneuerbarer-Energietechnologien, wie z. B. Windkraftanlagen oder Photovoltaik, sind mineralische Rohstoffe von großer Bedeutung. Eine sichere und nachhaltige Versorgung mit diesen Rohstoffen trägt zum Gelingen der Energiewende bei.

Der prognostizierte erhöhte Bedarf von spezifischen Rohstoffen für diese Technologien und die hohe Angebotskonzentration auf wenige Produktionsländer können bei vielen dieser Rohstoffe allerdings zu erhöhten Lieferrisiken führen.
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Zur Pressemitteilung Kurzbericht: Mineralische Rohstoffe für die Energiewende



BGR Report in englischer Sprache

BGR Report jetzt auch auf Englisch, 19.07.2016

Der aktuelle BGR Report ist ab sofort auch auf Englisch erhältlich. Er gibt wie die deutschsprachige Ausgabe Einblicke in die vielseitigen Arbeiten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Das Spektrum reicht über Endlagerung, Boden, Grundwasser und Rohstoffe bis hin zu den Themen Technische Zusammenarbeit und Georisiken. Interviews mit Wissenschaftlern, z. B. zum Rohstoffmonitoring der Deutschen Rohstoffagentur in der BGR oder zur Tiefen Geothermie runden den BGR Report ab.

Der BGR Report ist gedruckt und digital auf CD-ROM erschienen. Beide Ausgaben sind kostenlos unter Vertrieb@bgr.de.de erhältlich.
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BGR Report Englisch
BGR Report Deutsch


von links: Dr. Wolfgang Scheremet (Leiter der Abteilung Industriepolitik im BMWi) und Prof. Dr. Ralph Watzel (Präsident der BGR) mit der neuen Studie.

Neue Rohstoffstudie veröffentlicht, 04.07.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat am 04.07.2016 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf einer gemeinsamen Fachkonferenz eine neue Forschungsstudie zur Rohstoffnachfrage durch Zukunftstechnologien vorgestellt.

Die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag der DERA erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere für die Rohstoffe Lithium, Rhenium, Terbium und Dysprosium der Bedarf für die untersuchten Zukunftstechnologien im Jahr 2035 mehr als das Doppelte der heutigen globalen Primärproduktion ausmachen wird. Auch bei Germanium, Kobalt, Scandium, Tantal, Neodym bzw. Praseodym wird nach Einschätzungen der Autoren der erwartete Rohstoffbedarf über dem heute produzierten Angebot liegen. „Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen“, so Torsten Brandenburg, Leiter des Arbeitsbereichs Rohstoffwirtschaft der DERA.
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von links: Katrin Roth (Land der Ideen Management GmbH), Nico Adam (DLR), Dr.-Ing. Thomas Lege (BGR), Jürgen Zaiser (Deutsche Bank) und Prof. Dr. Richard Bamler (Direktor des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung)

Land der Ideen: Kartenwerk zu Bodenbewegungen ausgezeichnet, 04.07.2016

Zur besseren Abwehr von Geo-Gefahren in Deutschland erzeugt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt federführend eine bundesweite Bodenbewegungskarte. Das satellitengestützte Kartenwerk hilft bei der Erkennung potenzieller Schadensereignisse, die z.B. durch Bergbauaktivitäten, Erdfälle, Bodensenkungen oder Hangrutschungen verursacht werden können. Jetzt wurde der neue Monitoringdienst, den die BGR mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der TU München entwickelt hat, als Preisträger beim diesjährigen Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2016" geehrt.

„Das Monitoring ermöglicht erstmals eine großräumige Karte aus einem Guss, die millimetergenau Bodenbewegungen darstellt“, erläutert der zuständige BGR-Fachbereichsleiter Dr. Thomas Lege. So können z.B. Gebäude, Straßen oder Brücken, die auf instabilem Grund gebaut sind, identifiziert werden. Das digitale Kartenwerk wird mit Hilfe von GPS-Stationen kalibriert, um die Konsistenz mit anderen Bewegungsmessungen sicherzustellen. Um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, werden die Daten regelmäßig aktualisiert.
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Einmessung eines Beobachtungsbrunnens

Neuer Newsletter, 30.06.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2016 ist erschienen.

Besucher informieren sich in der Ausstellung

MS Wissenschaft war in Hannover zu Gast, 27.06.2016

Auf großes Interesse stieß die Ausstellung auf der "MS Wissenschaft" in Hannover. Drei Tage lang lud das Ausstellungsschiff, das am Mittellandkanalanleger an der Vahrenwalder Straße am Finanzamt festgemacht hatte, zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, begrüßte persönlich die ersten Ausstellungsgäste in Hannover.

Das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" tourt 2016 durch insgesamt 33 Städte Deutschlands. Die Besucher tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten.
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Mit modernsten Geräten können Forscher Schätze ans Tageslicht bringen und erforschen. Wissenschaftler zeigen auf der MS Wissenschaft Miniaturgeräte.

MS Wissenschaft legt in Hannover an, 17.06.2016

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft" legt vom 25. bis 27. Juni 2016 in Hannover an und lädt zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, wird die „MS Wissenschaft" am 25. Juni 2016 um 10.15 Uhr am Mittellandkanal (Höhe Vahrenwalder Straße, am Finanzamt) in Hannover begrüßen. Außerdem steht der Meeresgeologe Dr. Carsten Rühlemann für Erläuterungen zur marinen Rohstoffforschung in der BGR sowie zu den Explorationsarbeiten im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Pazifischen Ozean zur Verfügung.

Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft" tourt 2016 durch 33 Städte im Norden, Westen und Osten Deutschlands. Ausstellungsbesucher gehen auf der „MS Wissenschaft" auf eine Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten. Die Ausstellungsstücke laden zum Entdecken und Ausprobieren ein: Spielerisch können die Besucherinnen und Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und im Tiefseekino entdecken sie, welche Kreaturen in vollkommener Finsternis tausende Meter tief am Meeresgrund leben. Der Eintritt zur Ausstellung auf der „MS Wissenschaft“ ist frei.
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Weitere Informationen zur MS Wissenschaft


Teilnehmer des Workshops in Nouakchott

Workshop zum Bergbausektor in Mauretanien, 09.06.2016

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat die BGR jetzt in Nouakchott (Islamische Republik Mauretanien) einen Planungsworkshop für das Programm der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit „Appui au Sector Extractif en Mauritanie – ASEM“ durchgeführt. Mit dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Programm wird eine Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Diversifizierung im Bergbau Mauretaniens angestrebt. Die BGR unterstützt im Rahmen des Programms beim Aufbau einer besseren Daten- und Informationsbasis über die nichtmetallischen Rohstoffvorkommen des Landes. Der Bergbausektor Mauretaniens ist aktuell stark vom Eisenerzabbau abhängig. Nichtmetallrohstoffe und Industrieminerale werden, mit Ausnahme von Gips, bisher nur sehr wenig abgebaut, bieten aber Potenziale für eine höhere lokale Wertschöpfung. Es handelt sich um das erste Vorhaben der BGR mit der Islamischen Republik Mauretanien.

An dem Workshop in Nouakchott nahmen mehrere Vertreter des mauretanischen Bergbausektors, Ministerien, Behörden, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft teil.
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Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist

Neues Geothermie-Programm mit der Afrikanischen Union, 08.06.2016

Erdwärme aus dem ostafrikanischen Graben könnte mehr als 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) schätzen das geothermische Potenzial der elf Anrainerstaaten auf mehr als 15 Gigawatt. Zum Vergleich: Ein normales Kernkraftwerk produziert in Deutschland etwa ein Gigawatt.

Um dieses enorme Potenzial nachhaltig zu nutzen, unterstützt die BGR jetzt im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit der Afrikanischen Union die Staaten des ostafrikanischen Grabens mit einem neuen Geothermie-Vorhaben. Im Rahmen des Programms beraten BGR-Experten bei der konkreten Umsetzung von Erdwärme-Projekten. Dazu zählen vor allem die Vorerkundung, die Projektplanung und Fortbildungsmaßnahmen.

Das neue Vorhaben knüpft an das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte GEOTHERM-Programm der BGR an, das im Juli 2016 ausläuft. Im Rahmen dieses Vorhabens hat die Bundesanstalt seit 2003 in Afrika geothermische Untersuchungen an Land und aus der Luft vorgenommen, zur Positionierung von Erdwärme-Bohrungen beraten und Weiterbildungen durchgeführt. Dadurch sind beispielsweise in Kenia mittlerweile 627 Megawatt geothermische Leistung installiert. Das ist fast das doppelte der installierten Leistung des Braunkohlekraftwerks Buschhaus bei Helmstedt in Niedersachsen.

Zum Abschluss des GEOTHERM-Vorhabens hat die BGR jetzt noch gemeinsam mit der Afrikanischen Union einen Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen entwickelt. „The African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wird am 14. Juni 2016 während des „East Africa Regional Geothermal Ministerial Meeting“ bei der Afrikanischen Union offiziell vorgestellt und den Regierungen der Mitgliedsstaaten übergeben. Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist.
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Zur Pressemitteilung BGR und Afrikanische Union starten neues Geothermie-Programm: Erdwärme kann in Ostafrika über 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen

Das Forschungsteam beim Einholen der Drege mit Manganknollen

Manganknollen-Expedition: Wertvolles Rohstoffvorkommen entdeckt, 01.06.2016

Mit vielversprechenden Ergebnissen ist ein Wissenschaftler-Team der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) von einer sechswöchigen Expedition aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Für diese Explorationsarbeiten wurde auch in diesem Jahr das US-amerikanische Forschungsschiff „Kilo Moana“ gechartert. Bei ihrer Erkundung in einem der wirtschaftlich interessantesten Teilgebiete entdeckten die BGR-Experten ein Vorkommen von rund 5 Millionen Tonnen Manganknollen. Für die Untersuchungen setzten die BGR-Experten ein neu konstruiertes tiefgeschlepptes Echolot zur Kartierung ein.

„Wir haben uns auf einen Bereich mit sehr hoher Knollendichte und sehr günstiger Topographie für einen zukünftigen Abbautest konzentriert", erklärt BGR-Expeditionsleiter Dr. Carsten Rühlemann. Die Wissenschaftler untersuchten ein 200 km2 großes Knollenfeld des insgesamt 75.000 km2 großen Lizenzgebietes. „Neben diesem ausgewählten Areal gibt es noch eine Reihe weiterer vielversprechender Felder mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 km2, die dicht mit Manganknollen belegt sind und ein großes Rohstoffpotenzial besitzen", so Rühlemann. Die Wertmetalle Nickel, Kupfer und Kobalt machen rund 3 % der Knollenmasse aus. Der Hauptbestandteil Mangan ist nur von untergeordnetem wirtschaftlichen Interesse.
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Zur Pressemitteilung Manganknollen-Expedition im Pazifik: BGR-Forscher entdecken wertvolles Rohstoffvorkommen

Teilnehmer der Studienreise und BGR-Mitarbeiter

Bergbau-Experten aus Lateinamerika informieren sich bei der BGR, 01.06.2016

Die BGR hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) vom 22. bis 27. Mai 2016 eine Studienreise zu Bergbau-Altlasten in Deutschland durchgeführt. Die BGR, die GIZ und CEPAL sind Partner in einem regionalen Projekt zur Förderung der Bergbau-Kooperation in den Andenländern.

An der Studienreise nahmen 20 Vertreter aus acht lateinamerikanischen Staaten teil. Sie informierten sich über Tagebaue, Sanierungs- sowie Renaturierungsprojekte in den historischen Bergbaugebieten der Lausitz (Braunkohle) und Ostthüringen (Uran), an denen die BGR beratend und forschend beteiligt ist. Mitarbeiter der beiden Sanierungsträger (Wismut GmbH und Lausitz-Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) erläuterten den Teilnehmern umfassend ihre Sanierungskonzepte. Dabei lagen die Schwerpunkte auf der Planung, Finanzierung, Nachnutzung und Bürgerbeteiligung bei den Projekten.

Am 27. Mai besuchte die Reisegruppe die BGR in Hannover. Dort besichtigte sie die Labore des Fachbereichs „Geologie der Mineralischen Rohstoffe“ und das seismologische Zentralobservatorium. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, ging in seiner Rede auf die Bedeutung des Bergbaus für Deutschland und Lateinamerika ein und hob die wichtige Rolle der Kommunikation mit der Öffentlichkeit bei Bergbau-Projekten hervor.
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Das Memo-Spiel

„Bodenwissen im Handumdrehen“ neu aufgelegt, 19.05.2016

Das Memospiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ wurde jetzt neu aufgelegt. Durch das Umdrehen von Karten steigen die Spieler in die Erlebniswelt Boden ein und erfahren etwas über die Klimarelevanz, die Gefährdungen, die Entstehung und die Schönheit von Böden. „Bodenwissen im Handumdrehen“ macht Spaß und hilft die Konzentration und Schnelligkeit zu trainieren. Das Spiel wird von der BGR, dem Umweltbundesamt (UBA), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) herausgegeben. Es wird, solange der Vorrat reicht, kostenfrei an Institutionen, Verbände und Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendbildung bzw. Umweltbildung abgegeben.
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Weitere Informationen zum Bodenmemo

Absperrschieber einer Erdgaspipeline

Neuer BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran, 02.05.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in dem Kurzbericht „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ (Commodity TopNews 49) die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran zusammengestellt und zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor aufgezeigt.

Der Iran verfügt über sehr bedeutende Kohlenwasserstoffvorräte. Mit dem geplanten Ausbau der Förderung könnte das Land zukünftig wieder eine zentrale Rolle im Weltmarkt für Erdöl und regional für Erdgas einnehmen. Zudem ist der Iran regional heute schon ein bedeutender Produzent mineralischer Rohstoffe, deren Fördermengen nach aktuellen Plänen langfristig deutlich gesteigert werden könnten.

Neben der dauerhaften Aufhebung der Handelssanktionen bildet die Erhöhung der Sicherheiten für ausländische Investitionen eine weitere wichtige Grundlage für die Modernisierung des Rohstoffsektors.
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Zur Pressemitteilung BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran. Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran – Chancen für deutsche Unternehmen

Gediegenes Kobalt aus der metallverarbeitenden Industrie

EU-Projekt zu kritischen Rohstoffen startet, 29.04.2016

Am 1. Mai startet ein neues europäisches Gemeinschaftsprojekt zu kritischen Rohstoffen (CRM). Das multidisziplinäre CRM-EXTREM Team - bestehend aus Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern und Ingenieuren aus 24 europäischen Staaten und Israel - wird von der italienischen Università Politecnica delle Marche (Maria Letizia Ruello) geleitet. Für Deutschland sind im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die BGR und das Forschungszentrum Jülich (FZ-Jülich) im Koordinationsteam. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die TU-Clausthal sind ebenfalls im COST CRM-EXTREM beteiligt. Weiteren Beteiligungen steht COST CRM-EXTREM offen.

Im Rahmen des Projekts werden Möglichkeiten entwickelt, bedeutende kritische Rohstoffe in der Industrie zu ersetzen. Dabei geht es vor allem um den Ersatz von kritischen Rohstoffen in hochwertigen Legierungen, die unter extremen Bedingungen von Temperatur, Beladung, Reibung, Verschleiß und Korrosion in der Energie-, Verkehr- und Maschinenbau-Industrie verwendet werden. Es werden geologische Verfügbarkeiten und Marktentwicklungen alternativer Rohstoffe berücksichtigt. Für die industrielle Verwertung von Ersatz-Materialien werden tragfähige Möglichkeiten konzipiert. Bei den kritischen Rohstoffen handelt es sich unter anderem um Kobalt, Niob und Chrom.

Das Projekt “Critical Raw Materials Under Extreme Conditions” (CRM-EXTREME) wird von der „EU COST Assoziation“ und „Horizont 2020“ gefördert. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren.
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Weitere Informationen zu CRM-Extreme

Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Neuer Newsletter, 28.04.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2016 ist erschienen.

Studenten und Lehrpersonen, die an der studienbegleitenden Entwicklung der neuen Lehrmodule teilnahmen

BGR entwickelt Studieninhalte für Hydrogeologie an der Uni Namibia, 27.04.2016

Die Grundwasser-Experten der BGR haben während der vergangenen drei Jahre studienbegleitet neue Lehrmodule für das Studienfach Hydrogeologie an der University of Namibia (UNAM) in Windhoek entwickelt. Die Module entstanden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhabens SASSCAL (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management). An den Vorlesungen, in denen der neue Lehrstoff erstmals in der Praxis angewandt wurde, nahmen neben den Studenten auch Mitarbeiter des Geologischen Dienstes von Namibia, des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Forsten, des Ministeriums für Bergbau und Energie sowie Vertreter mehrerer Wasserversorger teil. Die Module werden künftig Bestandteil der Vorlesungen im Fach Angewandte Geologie sein. Anlässlich der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Master-Studienganges wurden die fertiggestellten Unterlagen überreicht. Diese beinhalten Vorlesungen für moderne Geoinformationssysteme (GIS) und Fernerkundungsmethoden auf Grundlage von Satellitenbildern zur Erstellung von Kartengrundlagen. Außerdem ergänzen Lehrunterlagen zur Hydrochemie und zur Beschaffenheit des Grundwassers sowie zum Schutz und Management von Grundwasserressourcen den zukünftigen Studienplan.

Ziel des BGR-Arbeitspaketes im Rahmen der internationalen Forschungsinitiative SASSCAL ist, neben der Unterstützung beim Aufbau eines universitären Masterprogrammes, vor allem die Erforschung von Grundwasserneubildungsprozessen.
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Weitere Informationen zum BGR-Arbeitspaket im Projekt SASSCAL

Geoviewer der BGR: InspEE Webdienst Salzstrukturen

Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien, 25.04.2016

Salzkavernen könnten eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen – als Speicher für Druckluft oder Wasserstoff. In dem kürzlich abgeschlossenen Projekt InSpEE haben Forscher der BGR gemeinsam mit Projektpartnern erstmals Salzstrukturen im tieferen Untergrund Norddeutschlands flächendeckend erfasst. Damit kann künftig das Speicherpotenzial der Salzstrukturen abgeschätzt werden.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundforschungsprojekt InSpEE (Informationssystem Salzstrukturen – Planungsgrundlagen, Auswahlkriterien und Potenzialabschätzung für die Errichtung von Salzkavernen zur Speicherung von Erneuerbaren Energien) hat die BGR zusammen mit der Leibniz Universität Hannover und der KBB Underground Technologies GmbH drei Jahre lang vorhandenes Datenmaterial über den norddeutschen Untergrund systematisch ausgewertet.

„Das Speichervolumen einzelner Salzstrukturen hängt eng mit ihrem inneren Aufbau zusammen. Daher bestand ein wichtiges Ziel des Projektes darin, eine Methode zu entwickeln, um den inneren Aufbau noch nicht erkundeter Salzstöcke zu prognostizieren“, erläutert BGR-Wissenschaftlerin Stephanie Fleig. Dazu erstellten die BGR-Forscher 3D-Modelle bereits erschlossener Strukturen. Die Ergebnisse können dann auf unangetastete Salzstöcke übertragen werden. Zudem entwickelte die BGR Kriterien für die Suche nach geeigneten Standorten und stellte für die Planung und den Betrieb geologische und geotechnische Grunddaten bereit. Dafür erfassten sie alle verfügbaren Informationen zu den Salzstrukturen systematisch in einer neuen Datenbank und erstellten Schnittkarten der Salzstrukturen für verschiedene Tiefen.
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Zur Pressemitteilung BGR entwickelte mit Projektpartnern neues Informationssystem: Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien erstmals erfasst

Die Bewegungskarte wurde aus Radar-Daten errechnet und überlagert ein digitales Höhenmodell

Kernwaffentest Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes, 21.04.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt die genaue Lage des vierten Kernwaffentests in Nordkorea am 06.01.2016 weiter eingrenzen. Dies wurde möglich durch die Auswertung der Radardaten des Satelliten Sentinel-1A der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus. Sie zeigen deutliche Geländeabsenkungen in der Nähe des Epizentrums.

Am 06.01.2016 um 02:30 (MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die BGR als Nationales Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT) hatte die Signale an ihrer 8.200 km entfernten Messstation GERES im Bayerischen Wald 11:38 Minuten nach der erfolgten Explosion aufgezeichnet. Das Epizentrum des aktuellen Ereignisses und somit die Lage der Atomexplosion liegt in der unmittelbaren Nähe der nordkoreanischen Kernwaffentests der Jahre 2006, 2009 und 2013. Für den Kernwaffentest am 06.01.2016 wurde eine Magnitude von 5,1 bestimmt. Da jedoch die nächste seismische Station etwa 380 km nördlich des Testortes liegt, sind Ungenauigkeiten in der exakten Bestimmung des Epizentrums unvermeidbar.

Der Satellit Sentinel-1A liefert auf seiner Umlaufbahn für jedes Gebiet der Erde Radardaten, die seine Höhe über der Erdoberfläche wiedergeben. Am 01.01.2016 (vor dem Test) und am 13.01.2016 (nach dem Test) befand er sich über Nordkorea. Dies erlaubt nun erstmals eine unabhängige Präzisierung der Lage des Explosionsortes. Die BGR hat die frei zugänglichen Erdbeobachtungsdaten dieses Satelliten mit Methoden der Fernerkundung ausgewertet.
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Zur Pressemitteilung Neue Erkenntnisse zum Kernwaffentest am 6. Januar in Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes in Satellitendaten

Empfang der ghanaischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover (von links):  Johannes Danz, Dr. Daniel Boamah, Franca Schwarz, Dr. Andreas Barth, Kwame Boamah, Dr. Thomas Lennartz

Leiter des Geologischen Dienstes von Ghana im GEOZENTRUM, 19.04.2016

Am 18. April besuchte Dr. Daniel Boamah, der neue Leiter des Geologischen Dienstes Ghanas (GSD), das GEOZENTRUM Hannover. Er informierte sich bei der BGR über mögliche Themenfelder für Kooperationen im Rahmen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit. Dazu zählt z. B. die Formalisierung des Kleinbergbaus, die Förderung lokaler Wertschöpfung im Bergbausektor sowie die Nutzung geologischer Daten im Rahmen der Stadt- und Regionalplanung sowie der Verminderung von Georisiken. An dem Austausch nahmen auch der ehemalige Abteilungsleiter für Geophysik und Geoinformatik des GSD, Kwame Boamah, und der Managing Director der Firma Beak Consultants, Dr. Andreas Barth, teil. Die Veranstaltung wurde vom BGR-Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisiert und vom Fachbereich „Geologie der mineralischen Rohstoffe“ begleitet.
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Teilnehmer des Planungsworkshops

Workshop zum Tschadseebecken, 19.04.2016

Gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission hat die BGR vom 12. bis 14. April in N’Djamena (Tschad) einen regionalen Planungsworkshop für das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ durchgeführt. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Grundwasserressourcenmanagements im Tschadseebecken. Besonders intensiv wurde die Erhebung von Grundwasserdaten unter Berücksichtigung der Sicherheitssituation in der Region diskutiert. An dem Workshop nahmen auch Vertreter der Tschadseebeckenkommission aus Kamerun, Niger, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik sowie Fachexperten von Universitäten und internationalen Organisationen teil.

Der Tschadsee mit seinen Zuflüssen bildet ein bedeutendes Wasserreservoir in der zentralen Sahelzone. Die Fläche des Tschadsees hat seit den 1960er Jahren stark abgenommen und stagniert seit 1980. Ursachen hierfür sind Auswirkungen des Klimawandels und eine verstärkte Nutzung der Zuflüsse des Tschadsees durch die Landwirtschaft. Die 1964 gegründete Tschadseebeckenkommission (Commission du Bassin du Lac Tchad-CBLT) hat das Mandat für das nachhaltige, integrierte Wasserressourcenmanagement im Tschadseebecken unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels. Ihre Satzung sieht vor, dass sie zur Verbesserung der sozioökonomischen und ökologischen Situation im Einzugsgebiet beiträgt. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.
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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Wechsel in der Führung der BGR, 08.04.2016

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Rainer Sontowski, hat bei einem Festakt im GEOZENTRUM Hannover den neuen Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, in sein Amt eingeführt. Zugleich verabschiedete der Staatssekretär den bisherigen Amtsinhaber, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, der die BGR seit August 2007 geleitet hatte.

In seiner Ansprache vor 150 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden würdigte Staatssekretär Sontowski die Arbeit des bisherigen Präsidenten und dankte ihm und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sehr kompetente und anwendungsnahe Beratung der Bundesregierung. „Die wissenschaftliche Expertise der BGR als Ressortforschungseinrichtung des Bundes ist für uns von großem Wert. Uns liegt deshalb viel daran, dass die BGR ihre wissenschaftliche Kompetenz erhält und weiter vertieft“, sagte der Staatssekretär. Zudem wies er auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Geologischen Diensten, Forschungseinrichtungen und Universitäten hin. Dem neuen Präsidenten wünschte Staatssekretär Sontowski für seine künftige Aufgabe viel Erfolg.

In seiner Abschiedsrede bedankte sich der langjährige Präsident der BGR bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BGR. „Ich empfinde eine große Dankbarkeit gegenüber den Beschäftigten der BGR für ihr stets hohes berufliches Engagement“, sagte Kümpel. Er verwies darauf, dass geowissenschaftliche Erkenntnisse zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen immer wichtiger werden. Dies sei ein Grund dafür, dass die Geowissenschaften in den vergangenen Jahren auch in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewonnen hätten.

Der neue Präsident griff in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit auf. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der wissenschaftlichen Expertise, die sich an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen und Anforderungen auszurichten habe, nannte Watzel als weiteres wichtiges Ziel seiner Arbeit eine möglichst passgenaue und zielgruppenorientierte Kommunikation der Arbeit der BGR. „Zu den Anforderungen an die BGR als zentrale geowissenschaftlich Beratungseinrichtung der Bundesregierung gehörten auch Transparenz und Nachvollziehbarkeit behördlichen Handelns“, betonte der neue Präsident. Die Nutzung des Untergrundes bedürfe stets einer sorgfältigen Abwägung von Chancen und Risiken. „Geowissenschaftliche Analysen müssen daher auf soliden Füssen stehen, verantwortungsvoll erstellt und hinreichend kommuniziert werden“, so Watzel.

Vor seiner Ernennung zum Präsidenten der BGR hatte Watzel zehn Jahre lang die Abteilung „Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau“ im Regierungspräsidium Freiburg geleitet. Darin sind sowohl der Staatliche Geologische Dienst als auch die Bergbehörde zusammengefasst. Watzel, der Geologie an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe (TH) studierte und nach seinem Diplom mit einem isotopenhydrologischen Thema an der Universität Freiburg im Breisgau promovierte, arbeitete u.a. in mehreren Auslandsprojekten in der Grundwasserprospektion. Vor seiner Aufgabe im Landesamt war er fünf Jahre als stellvertretender Leiter des Referats „Wirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit“ im Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg tätig. Seine Freizeit verbringt der neue BGR-Präsident zusammen mit seiner Lebensgefährtin am liebsten beim Bergwandern und auf Rundreisen durch die Natur.  
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BGR-Wissenschaftler nimmt Gesteinsproben im Gebirge

Neue Hinweise für die Entstehung der Antarktis, 30.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt im antarktischen Sommer zwei große Projekte erfolgreich beenden. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, fanden die Wissenschaftler der BGR weitere Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika. Einige hundert Kilometer weiter südlich an der Terra Nova Bucht des Rossmeeres führte ein Bautrupp zeitgleich umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch. Forscher, Ingenieure und Techniker waren zuvor gemeinsam mit der Ausrüstung und den Bauteilen auf dem italienischen Versorgungsschiff „M/V Italica“ von Neuseeland aus angereist.

Im Rahmen der Forschungsexpedition „GANOVEX XI“ (11. German Antarctic North Victoria Land Expedition) suchten die Wissenschaftler nach geologischen Hinweisen, mit denen sich die Entstehung und das Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana zurückverfolgen lassen. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte – Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler fanden neue Hinweise für die Entstehung des vereisten Kontinents

Eröffnung der Konferenz durch den Direktor der Hauptverwaltung für Geologie, Murod K. Jumazoda (Foto re.), den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tadschikistan, Holger Green (li.) sowie Dr. Hans-Günter Mylius von der BGR

BGR-Konferenz in Tadschikistan, 23.03.2016

Die BGR führte jetzt gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie bei der Regierung der Republik Tadschikistan in der Hauptstadt von Tadschikistan, Duschanbe, eine Fachkonferenz zum Thema „Mineral Potential and Exploration Strategies in the Central Asian Orogenic Belt“ durch. Vertreter des “Centre for Russian and Central EurAsian Mineral Studies” (CERCAMS) am Natural History Museum in London, der Universität St. Petersburg, verschiedener Fach-Institutionen Tadschikistans, der TU Bergakademie Freiberg und der BGR informierten bei der Veranstaltung über den Stand der geowissenschaftlichen Forschung sowie über die Rohstoffpotenziale im zentralasiatischen Lagerstättengürtel. Diese Region, die von den zentralasiatischen Ländern Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan bis Russland, China und der Mongolei reicht, gehört zu den rohstoffreichsten Regionen der Erde. Gemeinsam mit weiteren Gästen diskutierten die insgesamt 75 Konferenzteilnehmer Fragen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Minerallagerstätten sowie über mögliche neue Strategien für die Lagerstättenexploration. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Regionalprogramms „Mineralische Rohstoffe für die Entwicklung in Zentralasien“ statt, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft und der BGR in den Ländern Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird.
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Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou (links) wird vom Leiter der Abteilung „Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit“, Prof. Dr. Berhard Stribrny begrüßt

Besuch des Botschafters von Togo, 23.03.2016

Am 23. März 2016 besuchten Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou, Botschafter der Republik Togo in Deutschland, und Honorargeneralkonsul Gerd Max Nelke die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Ziel des Gesprächs mit dem Leiter der Abteilung für Geowissenschaftliche Informationen und Internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, war die Vorbereitung des BGR-Beitrags zu einer Tagung in Lomé, der Hauptstadt Togos. Die Außenministerien von Togo und Deutschland bereiten dieses Treffen zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Länder für den 4. und 5. April 2016 vor.
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Manganknolle

Pazifik-Expedition: BGR-Wissenschaftler untersuchen Manganknollen-Konzentration, 22.03.2016

Eine Gruppe von zwölf Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bricht am 5. April 2016 von Honolulu (Hawaii) aus zu einer 42-tägigen Expedition mit dem amerikanischen Forschungsschiff "Kilo Moana" in den Zentralpazifik auf. Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet zur Exploration von Manganknollen erkunden. Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die achte Fahrt in das Lizenzgebiet. Grundlage dafür ist ein im Jahr 2006 zwischen der Internationalen Meeresbodenbehörde und der BGR geschlossener Vertrag, der Deutschland das exklusive Recht gibt, auf einem Meeresareal von 75.000 km2 Größe in rund 5.000 m Tiefe 15 Jahre lang den Bestand der metallreichen Manganknollen zu untersuchen.

Auf dieser Forschungskampagne wird ein wirtschaftlich hochinteressantes Teilgebiet von rund 500 km2 beprobt und detailliert mit einem neuen tiefgeschleppten Echolot erkundet. „Uns interessieren die Bereiche des Meeresbodens mit der höchsten Knollenkonzentration sowie der günstigsten Topographie für einen zukünftigen Abbautest“, so BGR-Fahrtleiter Dr. Carsten Rühlemann.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Pazifik: BGR-Wissenschaftler erkunden Gebiete mit hoher Manganknollen-Konzentration

BGR-Hubschrauber

BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden, 15.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt in dieser Woche mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge in der Eifel in Nordrhein-Westfalen durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Das Messgebiet befindet sich in einem etwa 40 km langer Streifen zwischen der Stadt Düren und der Gemeinde Simmerath. Erfasst werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium in den Gesteinen im Boden. Mit dieser Auftragsbefliegung setzt die BGR ihre Zusammenarbeit mit Bodenwissenschaftlern der Universität Bonn fort.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauberflüge in der Eifel: BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden

Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 10.03.2016

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, für ein weiteres Jahr zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 24 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgabe des Gremiums ist zurzeit der Entwurf der Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe.
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Canadian German Day, PDAC 2017

"German Day" auf der PDAC 2017 in Toronto, 06.03.2016

Am 7. März 2017 findet der „German Day“ bereits zum fünften Mal auf der weltweit größten Bergbau- und Explorationsmesse, der PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange, in Toronto, Kanada statt. Die Veranstaltung bietet deutschen Unternehmen eine Plattform, um ihre Expertise und ihr Know-How im Bereich Bergbau und Exploration internationalen Partnern zu präsentieren. Der diesjährige „German Day“ steht unter dem Titel „Future of Mining: German Canadian Forum on trends in exploration technologies, productivity improvements and digital innovation”.

Veranstalter sind auch 2017 die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der Auslandshandelskammer (AHK) Kanada sowie dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Unterstützt werden sie von McKinsey & Company und Siemens Canada Limited.

Neben dem „German Day“ präsentieren sich zwölf deutsche Unternehmen auch auf dem deutschen Gemeinschaftstand, der seit 2016 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und von der Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) auf der PDAC organisiert wird.

Auf der „PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange“ werden mehr als 900 Aussteller und rund 22.000 Besucher aus etwa 125 Ländern erwartet. Die Messe findet vom 5. bis 8. März 2017 statt.
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Zur Pressemitteilung

Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto, Kanada

Erstmals Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto, 04.03.2016

Die DERA in der BGR wird im Rahmen eines deutschen Pavillons an der Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto teilnehmen. Der deutsche Gemeinschaftsstand wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und bietet 16 deutschen Unternehmen und Institutionen eine Plattform, um sich auf der weltweit größten Bergbau- und Explorationsmesse zu präsentieren.

An der Messe sind weitere DERA-Partner, wie das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und die Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB) beteiligt. Am 8. März 2016 richtet die DERA zusammen mit dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Toronto einen Empfang direkt am Deutschen Pavillon aus. „Die PDAC ist die beste Plattform für den Austausch von Informationen über aktuelle Explorationsprojekte und neue Versorgungsmöglichkeiten für mineralische Rohstoffe. Aufgrund der stark gefallenen Rohstoffpreise steckt die Branche in großen finanziellen Schwierigkeiten. Dies wird mittelfristig wieder zu Angebotsdefiziten führen“, so Dr. Peter Buchholz, Leiter der DERA.

Anlässlich der PDAC findet auch ein Treffen der Steuerungsgruppe des Intergovernmental Forum on Mining, Minerals, Metals and Sustainable Development (IGF) statt, an dem die BGR teilnimmt
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Zur Pressemitteilung Erstmals Deutscher Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

Rohstoffsuche im Geyerschen Wald, 03.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) sowie weitere Partner setzen ihre Suche nach Industrierohstoffen unter dem Geyerschen Wald im sächsischen Erzgebirge fort. Vom 7. bis 11. März 2016 findet voraussichtlich eine weitere Befliegung mit dem BGR-Hubschrauber (Kennung: D-HBGR) und einer Flugsonde statt. Erlauben die Wetterlage oder technische Bedingungen in diesem Zeitraum keinen kompletten Einsatz, sind Befliegungen vom 21. bis 24. März 2016 vorgesehen.

Das Projekt wird begleitet durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Aufsuchungsgenehmigung hat das Sächsische Oberbergamt erteilt. Wichtigstes Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist es, moderne Methoden zur Erkundung von Rohstoffen zu testen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Dabei handelt es sich um diverse geophysikalische Verfahren, die aus der Luft oder am Boden eingesetzt werden, um bis in eine Tiefe von 500 Metern Erzkörper zu erkunden. Die eingesetzten Methoden vermeiden tiefe Eingriffe in den Untergrund.
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Zur Pressemitteilung Rohstoffsuche im Geyerschen Wald: Hochauflösende Magnetfeld-Erkundung im Erzgebirge

Forschungsschiff MARIA S. MERIAN

BGR erkundet Untergrund der Ostsee, 02.03.2016

Die BGR führt gemeinsam mit dem Institut für Geophysik der Universität Hamburg in Kooperation mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (Polen) und der Universität Uppsala (Schweden) bis Ende März wissenschaftliche Untersuchungen auf der Ostsee durch. Mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN werden im Projekt „BalTec“ mit modernen hochauflösenden reflexionsseismischen Geräten u. a. Salzstrukturen und weitere strukturgeologische Elemente unter dem Meeresboden erkundet. Damit wollen die Wissenschaftler sich ein Bild vom Aufbau des Ostsee-Untergrundes machen und u. a. Zusammenhänge zwischen der Eisauflast der Gletscher der letzten Eiszeit und geologischen Bewegungen der jüngsten Erdgeschichte untersuchen. Um Beeinträchtigungen der Meeresumwelt zu minimieren, werden bei der Ausfahrt moderne hydroakustische Messgeräte zur Ortung von Meeressäugern eingesetzt.

Eine flächendeckend konsistente Datengrundlage über den tieferen Untergrund der deutschen Ostsee liegt bisher nicht vor. Die aktuellen Untersuchungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und damit für das Projekt „Tieferer Untergrund Norddeutsches Becken (TUNB)“. Ziel dieses von den Staatlichen Geologischen Diensten der norddeutschen Bundesländer unter Federführung der BGR durchgeführten Projektes ist insbesondere die Erstellung eines 3D-Modells des Norddeutschen Beckens.
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Paläoseismischer Schurf

Neuer Newsletter, 29.02.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2016 ist erschienen.

Elektromagnetik-Flugsonde vor dem Start

Aero-geophysikalische Testflüge bei Hildesheim, 24.02.2016

Die BGR führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) seit heute (24. Februar 2016) eine Woche lang Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird erstmalig eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eigesetzt. Die Sonde wird vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 bis 100 Meter Höhe über den Erdboden geschleppt. Bei diesen Funktionstests am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt wird zunächst der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie das Flugverhalten der Messsonde untersucht. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Hierbei wird das Signal eines 2 Kilometer langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.

Die Funktionstests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (d. h. Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden.
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Testflüge bei Hildesheim: BGR führt erste Funktionstests einer neu entwickelten Flugsonde durch

Geowissenschaftler aus Kamerun tauschen sich mit BGR-Mitarbeitern aus

Geowissenschaftler aus Kamerun nutzen BGR-Daten für Landesplanung, 23.02.2016

Mehrere Geowissenschaftler aus Kamerun haben vom 7. bis 21. Februar im Archiv der BGR nach verschiedenen Karten für die Landesplanung recherchiert. Dazu zählte u. a. auch eine topographische Karte von Kamerun und Togo aus dem Jahr 1913. Die in der BGR gewonnenen Informationen werden von den Wissenschaftlern digitalisiert und vom kamerunischen Ministerium für Wirtschaft, Planung und Regionalentwicklung (MINEPAT) für die Landnutzungsplanung in Buea (Süd-West-Region) und Garoua (Nord-Region) genutzt.
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Produktion von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in Deutschland nach Menge

Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe, 19.02.2016

238 Millionen Tonnen Sand und Kies, aber nur 10 Kilogramm Gold, das sind die Extremwerte der Rohstoffgewinnung in Deutschland. Über 40 verschiedene Rohstoffe werden in Deutschland gewonnen – weitgehend in ihrer Bedeutung unbekannt und unbemerkt von der Bevölkerung.

Um die heimische Rohstoffgewinnung bekannter zu machen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt in dem Kurzbericht „Rohstoffgewinnung in Deutschland – von tiefen Löchern und kleinen Flittern“ (Link s.u.) alle Rohstoffe zusammengestellt, die in Deutschland abgebaut werden. Dabei kam Erstaunliches „zu Tage“:
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Zur Pressemitteilung über den neuen Bericht

Die Teilnehmer des Jahrestreffens

Treffen zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit, 02.02.2016

Erstmals fand jetzt das „Jahrestreffen der Evaluierungseinheiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ im GEOZENTRUM Hannover statt. Gastgeber der Veranstaltung, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann, war der Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ der BGR. Mehr als 40 Teilnehmer, darunter Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von staatlichen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, diskutierten über neue Ansätze zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit sowie über die kürzlich verabschiedeten „Sustainable Development Goals (SDG)“ und ihre Bedeutung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.
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Studie Quarzrohstoffe in Deutschland

Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR, 27.01.2016

Die Gewinnung heimischer Rohstoffe, insbesondere der Baurohstoffe und Industrieminerale, ist für den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur und für viele Industrien, z. B. die chemische Industrie, ein wichtiges Rückgrat. Zu den Industriemineralen gehören auch die Quarzrohstoffe, die für die Glasherstellung, Trinkwasseraufbereitung und die metallverarbeitende Industrie unverzichtbar sind. Ihre Bedeutung wächst in Zeiten der Energiewende noch weiter, wie heute auf einer Konferenz in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover deutlich wurde.

Quarz und Quarzkies werden für die Produktion von Solarzellen, Quarzsand für die Fertigung von Windkraftanlagen benötigt. „Vielfach ist gar nicht klar, dass wir ohne Industrieminerale die Energiewende nicht schaffen werden“, betonte Dr. Paul Páez-Maletz, Geschäftsführer der Quarzwerke GmbH aus Frechen auf der Konferenz, an der mehr als 100 führende Vertreter der deutschen Quarzrohstoffunternehmen, von Industrieverbänden und staatlichen geologischen Diensten teilnahmen. „Deutschland ist reich an mineralischen Rohstoffen. Sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen können wir auf die Gewinnung und Nutzung heimischer Rohstoffe nicht verzichten. Das zeigt sich auch am Beispiel der Quarzrohstoffe und ihrer Bedeutung für die Energiewende“, erklärte Dr. Volker Steinbach, Leiter der Rohstoffabteilung der BGR.
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Zur Pressemitteilung Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR: Ohne Industrieminerale keine Energiewende

Studie Schieferöl und Schiefergas in Deutschland

Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl, 18.01.2016

Trinkwasserschutz und Fracking sind aus geowissenschaftlicher Sicht miteinander vereinbar. Das ist ein Ergebnis der neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“.

Hydrogeologische Modellierungen der BGR für geologische Formationen, die für eine Schieferöl- oder Schiefergasförderung grundsätzlich in Betracht kommen, ergaben: Injizierte Fracking-Fluide steigen aus dem tieferen Untergrund nicht in das Grundwasser auf, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Auch die künstlich durch Fracking erzeugten Risse im Gestein erreichen nach den Untersuchungen nicht die zur Trinkwassernutzung geeigneten Grundwasserschichten. Fazit der BGR-Experten: Gefahren für das Grundwasser bestehen bei der Auswahl geeigneter Standorte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie der Einhaltung des Standes der Technik nicht.

Neben der Untersuchung der Umweltaspekte beim Fracking wurden in der neuen BGR-Studie auch die geologischen Ressourcen detailliert untersucht.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl in Deutschland: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar

Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto Mitte) mit Gastgebern und Podiumsteilnehmern des Parlamentarischen Abends

Parlamentarischer Abend zum Thema Arktis mit der BGR, 14.01.2016

Die deutsche Arktisforschung und Arktispolitik waren Thema eines Parlamentarischen Abends, zu dem das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und die BGR in die Landesvertretung Bremens in Berlin eingeladen hatten.

An der Veranstaltung nahmen rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Bremens Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte gemeinsam mit AWI-Präsidentin Prof. Dr. Karin Lochte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka. Diese hob in ihren einleitenden Worten die große Bedeutung der deutschen Arktisforschung für die Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik hervor. In einem einstündigen Podiumsgespräch diskutierten Botschafter Joachim Bleicker vom Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Thomas Jung vom AWI, R. Andreas Kraemer vom IASS und Dr. Christian Reichert von der BGR über künftige Herausforderungen für die Arktisforschung. Fazit der Veranstaltung: Eine enge Zusammenarbeit aller Akteure auf diesem Gebiet bildet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die unterschiedlichen Interessen in der Arktis mit ihren Chancen und Risiken berücksichtigt werden können. Der stellvertretende Präsident der BGR, Dr. Michael Kosinowski, sicherte in seinem Schlusswort ein weiterhin hohes Engagement der BGR auf diesem Sektor zu.
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Boden des Jahres 2016 - Grundwasserboden

Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden, 11.01.2016

Das Kuratorium „Boden des Jahres“, in dem auch BGR-Bodenkundler vertreten sind, hat den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016 gekürt. Fachleute bezeichnen solche Böden nach der deutschen Bodensystematik als Gleye. Die BGR hat wie schon in den Vorjahren eine Karte der Verbreitungsgebiete für den ausgewählten Boden bereitgestellt.

Gleye sind ganzjährig vom Grundwasser beeinflusst, es prägt den Standort wie kein anderer Faktor. Das typische Bodenprofil eines Gleys spiegelt die Grundwasserschwankungen im Jahresverlauf wider. In Deutschland werden Grundwasserböden oft entwässert. Dadurch wird ihr Wasserhaushalt stark gestört, seltene Lebensräume gehen verloren, Humus wird verstärkt abgebaut und die kühlende Wirkung von Feuchtgebieten gemindert. Zum Schutz der Gleye sind ein bodenschonender Maschineneinsatz und die Erhaltung eines möglichst natürlichen Wasserhaushalts erforderlich. Der Grundwasserboden ist bereits der zwölfte „Boden des Jahres“.

In den Vorjahren wurden folgende Böden ausgezeichnet: Stauwasserboden (2015), Weinbergsboden (2014), Plaggenesch (2013), Niedermoor (2012), Auenboden (2011), Stadtböden (2010), Kalkmarsch (2009), Braunerde (2008), Podsol (2007), Fahlerde (2006) und Schwarzerde (2005). Einige davon wurden bereits auf den Internetseiten der BGR vorgestellt.
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Seismogramm des nordkoreanischen Atomtests

Vermutlicher Kernwaffentest in Nordkorea, 06.01.2016

Am 6. Januar 2016 um 01:30 Uhr Weltzeit (10:00 Uhr Ortszeit, 02:30 Uhr MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong vermutlich ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Signale wurden auch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert.

An der BGR ist das Nationale Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffentest-stoppabkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) angesiedelt. Mit Hilfe des internationalen Überwachungsnetz (IMS – International Monitoring System) der CTBT-Organisation in Wien, für das auch die BGR Stationen betreibt, konnte das Ereignis in hoher Präzision lokalisiert und als Explosion identifiziert werden. Nach dem bisherigen Stand der Auswertung sprechen starke Indizien für eine Nuklearexplosion.
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Zur Pressemitteilung Nordkorea: BGR registriert vermutlichen Kernwaffentest

BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann (li.) und Luis Valdéz Farias unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung

Vereinbarung zur Untersuchung von Bergbau-Altlasten in Peru unterzeichnet, 29.12.2015

Der Gouverneur der peruanischen Region La Libertad, Luis Valdéz Farias, und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann haben am 16.12.15 in Trujillo (Peru) eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Untersuchung von Bergbau-Altlasten unterzeichnet.

La Libertad ist eine der peruanischen Regionen mit den größten Altlasten-Problemen im Bergbau. Die dort vorgesehenen Arbeiten werden sich vor allem auf den Bergbau-Distrikt Pataz und dessen Rückstände von Gold- und Buntmetall-Aufbereitungen beziehen. Die Regionalabteilungen der beiden peruanischen Ministerien für Umwelt und Bergbau beteiligen sich an den Untersuchungen, die sowohl Umweltschutz-Aspekte als auch Fragen zum Sekundär-Bergbau beinhalten.

Die Arbeiten finden im Rahmen des Programms „Förderung regionaler Bergbau-Kooperation in den Andenländern“ statt. Dieses Programm wird gemeinsam von der BGR und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem regionalen Partner CEPAL (UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik) durchgeführt. Sitz des Programm-Büros ist Santiago de Chile, Partnerländer sind Perú, Chile, Bolivien, Kolumbien und Ecuador. Während die GIZ im Programm entwicklungspolitische Themen zur Bergbau-Strategie und Stakeholder-Governance behandelt, ist die BGR für technische Fragen zu Altlasten-Problemen und Wasser-Energie-Effizienz im Bergbau der Partnerländer zuständig.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen, 17.12.2015

Großer Erfolg für die Meeresgeologen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR): Bei ihrer jetzt abgeschlossenen Schiffsexpedition INDEX 2015 im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean entdeckten die Wissenschaftler südöstlich von Mauritius großflächige Erzvorkommen am Meeresgrund in einer Tiefe von 3.100 Metern. „Die potenziellen Lagerstätten in der Tiefsee sind dreimal größer als bisher bekannt“, fasst BGR-Expeditionsleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera das Ergebnis der Forschungsfahrt zusammen.

Für die BGR war es die inzwischen 5. Ausfahrt seit Beginn der „INDEX“-Untersuchungskampagne 2011. Auf der Suche nach Metallsulfidvorkommen waren die BGR-Experten diesmal knapp 8 Wochen mit dem Forschungsschiff PELAGIA in einem 1.200 Quadratkilometer großen Teilabschnitt des Lizenzgebiets (Gesamtgröße: 10.000 Quadratkilometer) unterwegs. Die gesuchten Erze enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für hochtechnologische Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien (u. a. Windkraftanlagen, Photovoltaik) sowie für die Herstellung von Computern, Smartphones oder Fernsehgeräten benötigt. Die Metalle sprudeln als heiße Lösungen mit Temperaturen von bis zu 400 Grad aus dem Meeresboden und bilden an den Austrittsstellen so genannte „Schwarze Raucher“.
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Zur Pressemitteilung Indischer Ozean: Erfolgreiche Expedition im deutschen Lizenzgebiet BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen

Machnig / Kümpel

Neuer Newsletter, 15.12.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2015 ist erschienen.

Neues BGR-Kuratorium

Neues BGR-Kuratorium, 10.12.2015

In neuer Zusammensetzung trat heute (Donnerstag, 10.12.2015) das Kuratorium der BGR zusammen. Unter Leitung seines neuen Vorsitzenden, Dipl.-Geophys. Martin Bachmann (Vorstandsmitglied der Wintershall Holding GmbH), beriet das Gremium über aktuelle Entwicklungen in der Arbeit der BGR sowie über künftige Aufgaben und Herausforderungen als Ressortforschungseinrichtung der Bundesregierung. Für knapp die Hälfte seiner Mitglieder war es die erste BGR-Kuratoriumssitzung. Bei einem kleinen Rundgang durch das GEOZENTRUM Hannover, in dem die BGR ihren Sitz hat, stellte BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel den Kuratorinnen und Kuratoren einzelne Projekte und die Infrastruktur der BGR vor.
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Gondwana-Station der BGR in der Antarktis

Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station, 10.12.2015

Die Polarforschung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) steht im antarktischen Sommer 2015/2016 ganz im Zeichen von zwei großen Projekten. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, startet ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung der BGR umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen, um die Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika zu entschlüsseln. Zur gleichen Zeit führt ein Bautrupp einige hundert Kilometer weiter südlich in der Terra Nova Bucht am Rossmeer eine umfangreiche Modernisierung der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch.

Der Countdown für beide Vorhaben hat längst begonnen. Bereits Ende Oktober wurde das Material für die Baumaßnahmen an der BGR-Station in Container verpackt und vom italienischen Ravenna mit der „M/V Italica“ nach Christchurch (Neuseeland) verschifft. Am 16. Dezember geht es von dort mit 24 Forschern, Bauingenieuren, Technikern und Logistikkräften an Bord weiter in die Antarktis. Je nach Eisbedingungen wird das Versorgungsschiff sein Ziel, die Terra Nova Bucht, Weihnachten erreichen.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte: Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station - BGR-Forscher suchen nach neuen geologischen Spuren der Entstehung des vereisten Kontinents

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar, 10.12.2015

Die tiefe Geothermie birgt in Deutschland keine unbeherrschbaren Risiken für die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellt hat. Grundlage war eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Umweltbundesamt (UBA). Die tiefe Geothermie setzt meist erst unterhalb von 2.000 Metern an. Dort herrschen Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius. Um diese Erdwärme zu nutzen, kann es manchmal nötig sein, Wasser mit hohem Druck in die dortigen Gesteinsschichten zu pressen. Damit werden Fließwege für die spätere Wasserzirkulation des Geothermie-Kraftwerkes geschaffen. Bei dieser Methode kommen keine wassergefährdenden Zusätze zum Einsatz. Lediglich in Kalkstein werden gegebenenfalls verdünnte Säuren umweltverträglich eingesetzt. Schäden durch seismische Ereignisse sind bei kontrolliertem Vorgehen nicht zu befürchten.
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Zur Pressemitteilung "Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar"

Investor’s and Procurement Guide South Africa

DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika, 09.12.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat gemeinsam mit dem Geologischen Dienst von Südafrika (Council for Geoscience) den zweiten Teil des Handbuches über wichtige mineralische Rohstoffe in Südafrika veröffentlicht. Die neue Studie über Rohstoffvorkommen und Liefermöglichkeiten ist für deutsche Investoren und Einkäufer geeignet, um einen umfassenden Überblick über bestehende und neue südafrikanische Rohstoffpotenziale zu erlangen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Industrie.

In zwei Geländekampagnen und durch umfangreiche Recherche der aktuellen Literatur haben Experten beider Länder das Potenzial an Platingruppenelementen, Chrom und Flussspat in verschiedenen Regionen Südafrikas untersucht und neu bewertet. Die Ergebnisse und Daten zur Verfügbarkeit dieser Rohstoffe wurden nun im zweiten Teil des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“ zusammengetragen und auf der Internetseite der DERA veröffentlicht.
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Zur Pressemitteilung Neues Handbuch für Investoren und Einkäufer: DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika

BGR-Energiestudie 2015

BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick, 08.12.2015

Viele Industriestaaten und insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer mit absehbar steigendem Energiebedarf setzen für ihren zukünftigen Energiemix neben Sonne, Wind und Geothermie weiter auf Erdöl, Erdgas und Kohle. Auch Deutschland wird noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Mit einem Anteil von derzeit rund 80 % leisten Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle nach wie vor den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2015 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)*.

„Von grundlegender Bedeutung für den global nur langfristig umsetzbaren Übergang in ein kohlenstoffarmes Energiesystem ist, dass fossile Energieträger auch künftig in dem Maße bereitgestellt werden können, wie sie tatsächlich noch benötigt werden“, betont BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit.
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Zur Pressemitteilung BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick – Zahlen, Daten, Fakten

Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015

Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015, 07.12.2015

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen - erfolgreich am Markt" die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015 ausgezeichnet.

Staatssekretär Beckmeyer: "Die Preisträger leisten als kreative Vorreiter einen ganz wichtigen Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung in Deutschland. Denn ein intelligenter Einsatz von Rohstoffen ist ein zentrales Mittel um unsere Abhängigkeit von Importen zu reduzieren und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Schließlich entfallen mehr als 40 Prozent der Gesamtkosten des verarbeitenden Gewerbes auf Materialkosten. Rohstoff- und Materialeffizienz bieten gerade kleinen und mittleren Unternehmen bedeutende Einsparpotenziale."
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Zur Pressemitteilung Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015

Bodenatlas Deutschland

BGR präsentiert digitale Ausgabe des Bodenatlas, 03.12.2015

Die BGR stellt anlässlich des Weltbodentags 2015 in Berlin den ersten digitalen Bodenatlas für Deutschland vor. Die Präsentation erfolgt im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum 'Internationalen Jahr des Bodens' im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der zentralen Veranstaltung zum Weltbodentag und zur Vorstellung des Bodens des Jahres 2016 am 4. Dezember in der Landesvertretung Schleswig-Holstein. Der Bodenatlas Deutschland ist der zentrale Beitrag der BGR zum Internationalen Jahr des Bodens 2015.

Bei dem digitalen Bodenatlas handelt es sich um eine Webanwendung, die ab dem 3. Dezember 2015 online unter www.bodenatlas.de verfügbar ist. Der Atlas bietet neben geowissenschaftlichen und bodenkundlichen Karten ein breites Spektrum von Informationen zu physikalischen und chemischen Kennwerten sowie zum Wasser- und Stoffhaushalt von Böden. Die Kartenanwendung wurde auf der Grundlage des BGR-Geoviewers realisiert. Mit dem Geoviewer können die im digitalen Bodenatlas Deutschland angebotenen Geodatendienste betrachtet und untereinander kombiniert werden. Bei Interesse können die Geodaten zu den Karten auch heruntergeladen werden.
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Zur Pressemitteilung Weltbodentag 2015: BGR präsentiert digitale Ausgabe des Bodenatlas für Deutschland

Rohstoffsituationsbericht 2014

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2015

Ist die Rohstoffversorgung für den Standort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 565 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, vor allem Sand, Kies, Kali- und Steinsalz sowie weitere Industrieminerale gefördert – Rohstoffe, die vor allem für den Ausbau und Erhalt unserer Infrastruktur, die Bauindustrie sowie die chemische Industrie genutzt werden. Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 188,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 10,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 5,8 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Wertmäßig beträgt die heimische Rohstoffproduktion 13,5 Milliarden Euro, knapp 9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Weiterhin gilt auch, dass Deutschland bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert von niedrigen Rohstoffpreisen

Commodity Top News 47: Minimierung des Abfackelns von Erdölbegleitgas – Bedeutung und Potenziale

BGR-Kurzbericht: Globale Bedeutung des Abfackelns von Erdölbegleitgas, 30.11.2015

Noch immer werden bei der Erdölförderung weltweit große Mengen an Erdölbegleitgas einfach abgefackelt und belasten Umwelt und Klima. Um dieser Praxis entgegenzuwirken, ist Deutschland im Vorfeld der Klimakonferenz in Paris einer Initiative der Weltbank gegen das Abfackeln von Erdölbegleitgas beigetreten. Mit den ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Erdgasverbrennung bei der Erdölförderung befasst sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrem neuesten Kurzbericht „Minimierung des Abfackelns von Erdölbegleitgas – Bedeutung und Potenziale“ der Reihe „Commodity Top News“. In dem Bericht werden auch die wichtigsten Fakten zum Thema aufbereitet.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Kurzbericht: Globale Bedeutung des Abfackelns von Erdölbegleitgas

Die mongolische Delegation und Mitarbeiter der BGR im Geozentrum Hannover

Leitung der mongolischen Bergbaubehörde zu Gast im Geozentrum, 27.11.2015

Am 26. November besuchte eine siebenköpfige Delegation der mongolischen Bergbaubehörde MRAM das Geozentrum Hannover. Die Delegation informierte sich vor Ort über die aktuellen Arbeiten und Aufgaben der BGR und des LBEG, insbesondere im Bereich des Bergbaus und der mineralischen Rohstoffe. Der Besuch ist Teil einer einwöchigen Studienreise in Deutschland, bei der die Teilnehmer bereits das Oberbergamt von Sachsen in Freiberg, den Braunkohleabbau sowie Bergbaunachfolgelandschaften in der Lausitz besuchten.

Die BGR unterstützt bereits seit mehreren Jahren die mongolische Bergbaubehörde MRAM beim Aufbau ihrer fachlichen und institutionellen Kapazitäten und Kompetenzen. Gegenwärtig setzt die Bundesbehörde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das TZ-Projekt „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenentwicklung der Mineral Resources Authority of Mongolia (MRAM)“ um.
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BGR-Infostand auf der Fachmesse  „Engagement Weltweit“

BGR beteiligte sich an Fachmesse „Engagement Weltweit“, 19.11.2015

Mit einem eigenen Infostand nahm die BGR jetzt an der Fachmesse „Engagement Weltweit“ in Bonn teil. Gemeinsam mit rund 60 weiteren Einrichtungen und Organisationen informierte die BGR die rund 1.300 Besucher über Berufsperspektiven von Fachkräften in der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei gab die BGR auch einen Einblick in die eigene Arbeit. Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit ist die BGR auf dem Geosektor in 30 Ländern der Welt tätig. Dort berät sie im Auftrag der Bundesregierung nationale und internationale Kooperationspartner und führt in den Themenfeldern Energierohstoffe, mineralische Rohstoffe, Grundwasser, Boden, Nutzung des tieferen Untergrundes und Gefährdungsanalysen Projekte durch.
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Das Projekt untersucht u. a. Möglichkeiten, wie CO₂ aus Emissionen von Industrieprozessen, z. B. in Zementwerken (Foto) gebündelt und im tiefen Untergrund dauerhaft gespeichert werden kann

Neues Forschungsprojekt für den Klimaschutz, 11.11.2015

Die ansteigende Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO₂) in der Atmosphäre stellt vor dem Hintergrund der globalen und nationalen Klimaschutzziele eine große energie- und strukturpolitische Herausforderung dar. Das von der BGR koordinierte Verbundprojekt „CLUSTER“ untersucht jetzt Möglichkeiten, wie zur Dekarbonisierung des Industriestandortes Deutschland CO₂ aus Emissionen von Industrieprozessen und Kraftwerken gebündelt und im tiefen Untergrund dauerhaft gespeichert werden kann (CCS-Technologie).

An dem Projekt sind neben der BGR die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die Technischen Universitäten Clausthal und Hamburg-Harburg, die Universität Halle-Wittenberg sowie die Unternehmen Eurotechnica (Bargteheide) und DBI Gas- und Umwelttechnik (Leipzig) beteiligt. Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 3,9 Millionen Euro finanziert.
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Zur Pressemitteilung Neues Forschungsprojekt für den Klimaschutz: Gemeinsame Speicherung von CO₂ aus Industrieprozessen und Kraftwerken – ein zukunftsfähiger Ansatz?

BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel präsentiert dem Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig (Foto links), die neue BGR-Studie

BGR-Studie auf Rohstoffkonferenz im Wirtschaftsministerium vorgestellt, 11.11.2015

Das Thema Nachhaltigkeit in der Rohstoffpolitik steht im Mittelpunkt der Internationalen Rohstoffkonferenz "Verantwortung übernehmen – Nachhaltigkeit in der Rohstoffwirtschaft fördern", die zurzeit im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stattfindet. An der Veranstaltung des BMWi und der BGR nehmen rund 300 internationale Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland teil. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel präsentierte dem Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig, die neue BGR-Studie „Auswirkungen von Regelungen zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette von Konfliktmineralien auf kleine und mittelständische Unternehmen in der nachgelagerten Lieferkette“. Die Studie zeigt, dass gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) einnehmen. Kleine und mittlere Unternehmen stellen weltweit das Gros der Arbeitsplätze und brauchen bei der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten für mineralische Rohstoffe Unterstützung und Förderung, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen.
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BGR-Abteilungsleiter Dr. Michael Kosinowski und BGR-Bodenexperte Klaus Kruse übergeben DLG-Vorstandsmitglied Dr. Lothar Hövelmann (von links) das erste Exemplar des neuen Bodenatlas für Deutschland. Im Hintergrund der Forschungs-Hubschrauber der BGR

BGR übergibt DLG erstes Exemplar des neuen Bodenatlas, 10.11.2015

Die BGR präsentierte jetzt auf der Landtechnik-Messe „AGRITECHNICA 2015“ in Hannover den neuen Bodenatlas für Deutschland. Der zuständige BGR-Abteilungsleiter Dr. Michael Kosinowski übergab Dr. Lothar Hövelmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), das erste Exemplar. Die 144 Seiten umfassende Publikation liefert an Hand von 48 Karten sowie einer Vielzahl einzelner Abbildungen und Darstellungen auf anschauliche Weise grundlegende Informationen zu Aufbau, Eigenschaften, Funktion und Bedeutung der Böden in Deutschland. Der BGR-Atlas bietet als Standardkartenwerk eine thematische Übersicht über unsere Böden und behandelt auch Fragestellungen zu Potenzialen und Gefährdungen dieser zentralen Georessource. Die BGR beteiligt sich gemeinsam mit der DLG auf der AGRITECHNICA an der Sonderausstellung „Digital Cropping: den Standort entschlüsseln – den Ertrag verstehen“ (Halle 15, Stand G31). Auf dem Stand ist auch der Forschungs-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ der BGR zu sehen, der u. a. auch zur Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft eingesetzt wird.
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Zur Pressemitteilung Agritechnica 2015: BGR präsentiert ersten Bodenatlas für Deutschland

Geo-Show

Neuer Newsletter, 02.11.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2015 ist erschienen.

BGR-Hubschrauber bei der Landung auf dem Messegelände Hannover

BGR-Hubschrauber landet auf Messegelände, 29.10.2015

Der BGR-Hubschrauber Sikorsky S-76B ist am 29. Oktober auf dem Messegelände Hannover gelandet. Mehrere Besucher und Kamerateams beobachteten die Landung auf dem Hermesplatz. Die Bundesanstalt präsentiert den mit speziellen Messinstrumenten ausgerüsteten Hubschrauber während der Agritechnica vom 08. bis 14. November. Er dient der Behörde zur Erkundung des Bodens, des Grundwassers sowie der geologischen Schichten im Untergrund. In den vergangenen 18 Monaten wurde er u. a. im Rahmen des Projektes „Bodenparameter aus Aerodaten“ genutzt. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer großflächig in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen. Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium im Boden erfasst. Die Untersuchungen dienen der regionalen Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft.

Die Agritechnica ist die weltweit größte Landtechnik-Messe. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 2.900 Aussteller aus 47 Ländern teil. Es kamen rund 450.000 Besucher aus über 80 Ländern.
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Epizentrum des Erdbebens im Hindukusch

Erdbeben in Afghanistan, 26.10.2015

Am 26. Oktober 2015 ereignete sich um 09:09 UTC (13:39 Ortszeit) in Afghanistan ein Erdbeben der Stärke 7,5. Der Erdbebenherd befindet sich im Hindukusch etwa 50 km südlich der Stadt Jurm und in einer Tiefe von 213 km. Nach ersten Medienberichten kamen durch das Erdbeben zahlreiche Menschen ums Leben. Starke Erschütterungen waren auch in Kabul und Islamabad (Pakistan) in Entfernungen von ca. 270 km bzw. 350 km zu spüren. In internationalen seismologischen Zentren gingen sogar Erschütterungsmeldungen aus dem 1.000 km entfernten Neu Delhi (Indien) ein. Das Erdbeben konnte von der BGR an Erdbebenstationen in Deutschland in Entfernungen von mehr als 5.000 km detektiert und lokalisiert werden. Das Epizentrum (Ort des Erdbebens) liegt im nordwestlichen Gebiet der Kollisionszone zwischen der Indisch-australischen und der Eurasischen Platte.
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Zur Pressemitteilung BGR registriert in Afghanistan Erdbeben der Stärke 7,5: Erdbebenherd liegt in über 200 Kilometer Tiefe

Hintergrundwerte im Grundwasser am Beispiel von Sulfat

Grundwasser-Hintergrundgehalte im Vektorformat verfügbar, 21.10.2015

Die Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands sind jetzt im Vektorformat verfügbar und lassen sich so auf beliebige Topographien in beliebigen Maßstäben übertragen. Die Daten können über das BGR-Produktcenter heruntergeladen werden und sind außerdem über das Internet als Web Map Service (WMS) in Form von Karten und Info-Abfragen abrufbar. Der WMS-Dienst "HUEK200 HGW" kann u. a. über den BGR-Geoviewer aufgerufen werden. Der "Personenkreis Hintergrundwerte Grundwasser" der Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands (SGD) und der BGR hatte im Jahr 2010 auf der Basis von Einzelanalysen von 50.000 Grundwasserproben eine flächendeckende Übersicht der grundwasserleiterbezogenen Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands erstellt. Da für einige Spurenelemente noch größere Lücken hinsichtlich der flächenhaften Abdeckung vorhanden waren, wurde ab 2012 für 18 besonders relevante Spurenelemente wie Arsen, Bor, Barium, Cadmium, Kobalt, Chrom, Kupfer, Fluorid, Quecksilber, Molybdän, Nickel, Blei, Antimon, Selen, Thallium, Uran, Vanadium und Zink eine erneute Datensammlung und statistische Neuauswertung durchgeführt. Dies hat zu einer deutlich höheren Flächenabdeckung geführt.
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Weitere Informationen über Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands im Vektorformat

Eine inaktive Grundwasserentnahmestelle in Nord-Jordanien

Flüchtlingskrise: BGR-Projekt unterstützt bessere Trinkwasser-Versorgung in Jordanien, 20.10.2015

Jordanien gehört seit langem zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Die syrische Flüchtlingskrise hat das Problem der Trinkwasserversorgung, insbesondere im Norden des Landes, noch verstärkt. Dort sind die Grundwasserspiegel in den letzten Jahren dramatisch gefallen, wie gemeinsame Untersuchungen der BGR und dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung ergaben. In einem neuen, auf 3 Jahre angelegten Projekt der Deutsch-Jordanischen Technischen Zusammenarbeit (TZ) plant die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weitere Maßnahmen, um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Nordjordanien zu erhöhen:

  • Die Einführung eines Wassermanagements in wichtigen Brunnenfeldern Nordjordaniens soll die Effizienz steigern, Kosten senken und zu einer besseren Grundwasserqualität führen. Für die drei größten Brunnenfelder des Projekts werden Brunnenfeldmanager ausgebildet.
  • Aufgrund der geologischen Struktur fallen die westlichen Bereiche des Grundwasserleiters zunehmend trocken. Die Grundwasserentnahme muss deshalb weiter in den Osten Nordjordaniens verlagert werden. Hierfür wird die notwendige geowissenschaftliche Planungsgrundlage erstellt.
  • Für das am dichtesten besiedelte Gebiet Nordjordaniens wird eine Karte der Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers erstellt. Der Schutzbedarf des Grundwassers kann so in der Landnutzungsplanung berücksichtigt werden. Wichtige Grundwasserressourcen können hierdurch vor Verschmutzung geschützt werden.

Die BGR führt seit 1959 TZ-Projekte mit Jordanien durch und war u. a. an der Erstellung der Wasserrahmenpläne beteiligt. In den letzten Jahren konnte in Jordanien ein Schutzzonenkonzept für Grundwasserbrunnen etabliert werden, welches an das in Deutschland erprobte System angelehnt ist.
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Auswirkungen der syrischen Flüchtlingskrise: BGR-Projekt unterstützt bessere Trinkwasserversorgung im Norden Jordaniens

Neue Bodenkarten veröffentlicht

„Cottbus“ und „Bayreuth“ jetzt verfügbar – weiterer Schritt auf dem Weg zu einer lückenlosen Deutschlandkarte, 14.10.2015

In der gemeinsam von der BGR und den Geologischen Diensten der Länder erarbeiteten Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) sind jetzt die Kartenblätter CC4750 „Cottbus“ und CC6334 „Bayreuth“ erschienen. Damit sind nicht nur 50 der insgesamt 55 Kartenblätter des Gesamtkartenwerks veröffentlicht, es liegen nun auch für die charakteristischen Gebiete Ost-Brandenburgs bzw. Nordsachsens sowie Nordbayerns länderübergreifende Bodenübersichten vor. Mit ihnen stehen jetzt für nahezu alle Teile Deutschlands bundesweit standardisierte und damit vergleichbare Informationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften zur Verfügung.

An der Erstellung und Einpassung der Blätter "Cottbus" und „Bayreuth“ in die bereits vorhandenen Kartenblätter waren neben der BGR als koordinierende Stelle die Staatlichen Geologischen Dienste der Länder Brandenburg, Sachsen, Bayern und Thüringen beteiligt. Die Daten der BÜK200 werden bei der Durchführung der Arbeiten zur nachhaltigen Nutzung der Böden in Deutschland benötigt. Ihre Vorteile liegen in einer hohen räumlichen und inhaltlichen Auflösung, verbunden mit der blattschnittfreien Verfügbarkeit der Daten. Die detaillierte Kartenlegende erfasst das natürliche Verbreitungsmuster der Böden und die Bodeneigenschaften bis zu einer Tiefe von zwei Metern, jeweils in enger Verbindung zu den Gesteinen ihrer Entstehung.
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Gletscherfront des Von Postbreen im Osten des Eisfjords in Zentralspitzbergen

Europäischer Arktisrand enthüllt letzte Geheimnisse, 13.10.2015

Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben bei ihren Expeditionen in der Barentssee und auf Spitzbergen weitere wichtige Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte der europäischen Arktis entdeckt. Von der bisher größten geowissenschaftlichen Kampagne der BGR in der Arktis brachten die Wissenschaftler mehr als 30 Sedimentkerne vom Meeresboden sowie über eine Tonne Gesteinsproben vom arktischen Festland für Laboranalysen mit. Die vom Schiff aus gewonnenen seismischen Rohdaten ermöglichen nach eingehender Bearbeitung räumliche Modelle des Untergrundes und lassen damit bessere Rückschlüsse als bisher auf die geologische Entwicklungsgeschichte zu.

An den von der BGR geleiteten wissenschaftlichen Programmen, die von Ende Juni bis Mitte September stattfanden, waren insgesamt 42 Forscher aus Frankreich, Italien, Kanada, Norwegen, Polen, Schweden, den USA und Deutschland beteiligt. Zwei Forscherteams untersuchten im Rahmen des Programms „Circum-Arctic Structural Events“ (CASE) an Land die Geologie Spitzbergens. Sie arbeiteten im Isfjordengebiet (CASE 17) und an der Nordküste der Insel (CASE 18). Ein drittes Team untersuchte an Bord des Forschungsschiffes OGS EXPLORA in der nördlichen Barentssee im Rahmen des Projekts „PANORAMA“ (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis) Chancen und Umweltrisiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum.

Gegenstand der geologischen Untersuchungen an Land und der geophysikalischen Messungen und Probenahmen auf See waren die Stratigraphie, Sedimentologie, Geochemie und die sedimentären Strukturen auf Spitzbergen und auf dem Barentsschelf. Besondere Berücksichtigung fanden Sedimentfolgen aus der Trias und dem Jura, die nach bisherigem Kenntnisstand das größte Kohlenwasserstoffpotenzial aufweisen. Ziel der Arbeiten ist es, die Ablagerungsgeschichte der Sedimente unter dem Meeresboden im Verlauf der vergangenen 300 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Mit geomikrobiologischen Verfahren wollen die Wissenschaftler zudem die Existenz und das Verhalten der zumeist noch unerforschten Lebensgemeinschaften am arktischen Meeresboden untersuchen. Damit soll eine Abschätzung von Einwirkungen auf sedimentäre Ökosysteme ermöglicht werden. Zudem wurden Methoden der Fernerkundung eingesetzt, um in Zukunft möglicherweise Rohstoffe von Satelliten aus orten zu können.
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Zur Pressemitteilung Größte geowissenschaftliche Arktis-Kampagne der BGR: Europäischer Arktisrand enthüllt letzte Geheimnisse

Bodenübersichtskarte BÜK200 im BGR-Geoviewer

Neu: BÜK200 im BGR-Geoviewer verfügbar, 12.10.2015

Die digitalen Karten der Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) werden jetzt auch im Geoviewer der BGR präsentiert. Von dem gemeinsam von der BGR und den Geologischen Diensten der Länder erarbeiteten Kartenwerk sind 50 der insgesamt 55 Kartenblätter verfügbar. Mit ihnen existieren für fast alle Teile Deutschlands bundesweit standardisierte und damit vergleichbare Informationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften. Die Daten der BÜK200 werden bei der Durchführung der Arbeiten zur nachhaltigen Nutzung unserer Böden benötigt. Ihre Vorteile liegen in einer hohen räumlichen und inhaltlichen Auflösung, verbunden mit der blattschnittfreien Verfügbarkeit aller Kartenblätter. Die detaillierte Kartenlegende erfasst das natürliche Verbreitungsmuster der Böden und die Bodeneigenschaften bis zu einer Tiefe von zwei Metern, jeweils in enger Verbindung zu den Gesteinen ihrer Entstehung. Alle Kartenblätter der BÜK200 sind im Produktcenter des Geozentrums Hannover in gedruckter und digitaler Form erhältlich.
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Weitere Informationen zur Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200)

DERA-Studie

DERA-Studie: Preise für Platingruppenmetalle auf Talfahrt, 08.10.2015

Die Preise für Platingruppenmetalle sind deutlich zurückgegangen. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2015 gaben die Preise für Platin (-19 %), Palladium (-26 %) und Rhodium (-29 %) nochmals deutlich nach. Dies erhöht nach Ansicht der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) den ohnehin hohen Kostendruck auf die Bergbauunternehmen im wichtigsten Förderland für Platingruppenmetalle, Südafrika, weiter und könnte die weltweite Angebotssituation verschärfen.

Vor allem ältere Bergwerke im westlichen Bushveld Komplex zeichnen sich durch sehr hohe Bereitstellungskosten aus. Die drei wichtigsten Bergbaukonzerne Anglo Platinum Ltd., Impala Platinum plc und Lonmin plc reagieren hierauf seit einiger Zeit durch Programme zur Kostenreduzierung. So gab beispielsweise Anglo Platinum Ltd. Anfang September 2015 bekannt, sämtliche Bergwerke für Platingruppenmetalle der „Rustenberg Operations“ im westlichen Bushveld Komplex sowie die zugehörige Infrastruktur für etwa 4,5 Mrd. Rand an Sibanye Gold Ltd. zu verkaufen. Impala Platinum und Lonmin plc kündigten ebenfalls Umstrukturierungsmaßnahmen zur weiteren Kostensenkung an.

In ihrer neuesten Studie zur Rohstoffrisikobewertung der Platingruppenmetalle Platin, Palladium und Rhodium verweist die DERA ebenfalls auf die aktuell angespannte Kostensituation südafrikanischer Bergbauunternehmen. „Vor allem steigende Löhne und Energiekosten führen zu steigenden Produktionskosten“, so der DERA-Experte und Autor der Studie, Michael Schmidt.
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Zur Pressemitteilung Neue DERA-Studie zur Rohstoffrisikobewertung: Preise für Platingruppenmetalle seit Anfang 2015 auf Talfahrt

Teilnehmer an der abendlichen Podiumsdiskussion „Das neue Fracking-Gesetz – Und was wird aus der tiefen Geothermie?“

8. Norddeutsche Geothermietagung: Zukunftsperspektiven für Erdwärmenutzung, 08.10.2015

Wie können die Potenziale der Erdwärme in Norddeutschland noch besser genutzt werden? Welche Innovationen können diese umweltfreundliche Energiequelle zur Wirtschaftlichkeit führen? Über diese Fragen diskutierten 150 Fachleute gestern (07. Oktober 2015) auf der 8. Norddeutschen Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover. Veranstalter der Tagung waren die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls und Enerchange als Agentur für erneuerbare Energien.
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Zur Pressemitteilung 8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover: Experten entwerfen Zukunftsperspektiven für effiziente und umweltverträgliche Erdwärmenutzung
Zum Film 8. Norddeutsche Geothermietagung im Geozentrum Hannover

Staatssekretär Basem Telfah (Mitte), Leutnant Basem Daaja (Erster v. l.), BGR Projektleiter Dr. Mathias Toll (Fünfter v. l.) zusammen mit den lokalen Bürgermeistern, der Organisationsgruppe und Sippenführern in der Region im Anschluss an die Veranstaltung

BGR informiert in Jordanien über Trinkwasserschutz, 07.10.2015

Die BGR, das jordanische Wasserministerium und die Umweltpolizei haben jetzt gemeinsam mit örtlichen Entscheidungsträgern die Öffentlichkeit in der jordanischen Hauptstadt Amman über Maßnahmen zum Trinkwasserschutz informiert. Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, Imame, Polizeidienststellenleiter, Sippenführer und interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil, die unter der Schirmherrschaft des Staatssekretärs des jordanischen Ministeriums für Wasser und Bewässerung, Basem Telfah, stand. Gemeinsam mit ihm führten der Vertreter des Wasserlabors, Refaat Beni-Khalaf, der Leiter des technischen Büros der Umweltpolizei, Leutnant Basem Daaja und der Leiter des BGR-Projekts „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“, Dr. Mathias Toll, durch die Veranstaltung.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover

8. Norddeutsche Geothermietagung: Gesetzesänderungen im Fokus, 30.09.2015

Am 07. Oktober 2015 startet im GEOZENTRUM Hannover die 8. Norddeutsche Geothermietagung. Zu dieser Veranstaltung treffen sich zahlreiche Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich über ein breites Spektrum an Themen der oberflächennahen und der tiefen Geothermie auszutauschen.

Im Fokus steht diesmal das Thema Fracking. „Das neue Fracking-Gesetz – Und was wird aus der tiefen Geothermie?“, lautet der Titel einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW), der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und des Bundesverbandes Geothermie e. V. am Abend der Tagung. Am Vor- und Nachmittag liegen die Schwerpunkte bei der oberflächennahen Geothermie im Rahmen von Energieversorgungskonzepten sowie auf Erfolgsmodellen und Potenzialen für die tiefe Geothermie in Norddeutschland.
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Zur Pressemitteilung 8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover: Geplante Gesetzesänderungen stehen im Fokus

Die Erdbeben-Karte mit der seismischen Lücke

BGR-Daten führten auf die Spur: Erloschene Tiefseevulkane als Erdbebenstopper, 30.09.2015

Chile gehört zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern der Erde. Am 1. April 2014 löste das Hauptbeben in einer Reihe von Erdstößen rund um die nordchilenische Stadt Iquique einen Tsunami aus. Die Experten waren allerdings überrascht, dass das Beben mit einer Momenten-Magnitude von 8,1 nicht noch stärker ausfiel und räumlich sehr begrenzt blieb. Geowissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie des Institute of Marine Sciences (CSIC) in Barcelona (Spanien) haben jetzt eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen gefunden. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse in dem internationalen Fachjournal Nature Communications.

Der Grund für die große Erdbebenhäufigkeit in Chile findet sich direkt vor der Küste. Dort schiebt sich die ozeanische Nazca-Platte, eine von mehreren Erdplatten im pazifischen Raum, unter die kontinentale Südamerikanische Platte. Dabei entstehen Spannungen, die sich früher oder später in Erdstößen entladen. Im Norden Chiles erstreckt sich allerdings eine etwa 550 Kilometer lange Zone, in der es seit dem Valdivia-Erdbeben von 1877 zu keiner größeren Katastrophe mehr gekommen ist. In dieser seismischen Lücke erwarten Experten das nächste große Erdbeben und kurzfristig dachte man, das Beben am 1. April sei dieses erwartete Megabeben. Doch es betraf nur den mittleren Abschnitt der Lücke und blieb deutlich unter der erwarteten Magnitude von bis zu 9,0.

Um die Ursache für die geringe Stärke des Iquique-Erdbebens von 2014 zu verstehen, haben sich die Autoren die Topographie des Meeresbodens vor Nordchile sowie seismische Daten, die die Struktur des Untergrundes zeigen, angesehen. Diese beruhen auf den seismischen Daten, die wie oben beschrieben in den 1990er Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Namen „Crustal Investigations off- and on-shore Nazca/Central Andes (CINCA)“ von BGR gesammelt worden sind. „Dabei zeigte sich, dass der Meeresboden auf der Nazca-Platte in der betroffenen Region nicht eben ist, sondern dass dort zahlreiche, teilweise mehrere tausend Meter hohe erloschene Vulkankegel stehen“, beschreiben die Autoren die Situation.

Diese „Seamounts“ genannten Unterwasserberge werden zusammen mit der Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte geschoben. In den seismischen Daten lassen sich deutlich mehrere ehemalige Seamounts erkennen, die jetzt an der Grenzfläche zwischen beiden Platten liegen und die diese Grenzfläche sowie die darüber liegende Südamerikanische Platte deformieren, d. h. vorhandene Spannung in kleinen Schritten abbauen bzw. umgekehrt verhindern, dass sie sich überhaupt aufbauen kann. Außerdem haben die Seamounts die räumliche Ausbreitung des Bruchs, der bei dem Iquique-Beben entstand, wahrscheinlich aufgehalten.

Die Gefahr eines Megabebens in der seismischen Lücke vor Nordchile ist damit nicht komplett gebannt. Ein Teil der aufgestauten Spannung hat sich aufgrund des Iquique-Bebens von 2014 allerdings schon abgebaut. Aber Berechnungen ergeben im nördlichen und südlichen Teil der seismischen Lücke zusammen immer noch das Potenzial für ein Beben mit einer Magnitude größer als 8,5. Man kann durch diese Arbeiten Erdbeben weder verhindern noch genau vorhersagen. Aber je mehr man über die Beben weiß, desto besser kann man Risiken einschätzen und entsprechende Vorkehrungen treffen.

Seit etwa fünf Jahrzehnten arbeiten Wissenschaftler und Techniker der BGR mit den jeweils modernsten geophysikalischen Methoden weltweit auf See. Sie sammeln grundlegende Daten, verarbeiten sie und interpretieren sie vor einem immer weiter sich vergrößernden Fachhintergrund mit dem Ziel, die geologische Entwicklungsgeschichte einzelner Regionen möglichst detailliert zu verstehen. Dies bildet die Grundlage für angewandte Untersuchungen zur Erfüllung der eigentlichen Aufgaben der BGR. Sie werden überwiegend an der BGR selbst durchgeführt und dienen u. a. der Ermittlung des Potenzials zur Bildung von Lagerstätten (Erdöl, Erdgas, Methanhydrate, mineralische Rohstoffe) sowie früher auch der Ermittlung des Gefährdungspotenzials an Kontinenträndern und zur Entzifferung der Klimaarchive in den Sedimentablagerungen des Meeresbodens. Einen guten Beleg dafür, dass sich diese Anstrengungen der Datengewinnung und konsequenten Archivierung auch nach Jahren, wenn das direkte Forschungsziel bereits erreicht ist, noch für andere Zwecke lohnend auszahlen, bieten jetzt die Ergebnisse zum Iquique-Erdbeben von 2014.

Im Jahre 1995 wurde unter Federführung der BGR in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Forschungs-Verbundprojekt begonnen, den Kontinentrand von Chile, auf der Seeseite beginnend, im Norden des Landes intensiv untersuchen. Dies bildete die folgerichtige Ergänzung zu einem gleichzeitig laufenden Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das die Landseite durch umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen erforschte. Im Jahre 2001 wurden diese erfolgreichen Tandemuntersuchungen im Süden Chiles fortgesetzt. Zahlreiche Einzelveröffentlichungen und eine umfangreiche Buchmonographie haben die Ergebnisse zusammengefasst. Diese Reihe wurde aber mit Erreichen der unmittelbaren Untersuchungsziele nicht eingestellt. Weitere Studien zu Entstehung, Aufbau und Eigenschaften des chilenischen Kontinentrandes wurden angestellt, u. a. mit dem Ziel, eine bessere Einordnung der Erdbebentätigkeit vornehmen zu können, oder das Auftreten von Gashydraten als potenzielle zukünftige Energiequelle für Chile zu analysieren.

Zur Publikation:
J. Geersen, C. R. Ranero, U. Barckhausen, C. Reichert (2015): Subducting seamounts control interplate coupling and seismic rupture in the 2014 Iquique earthquake area, Nature Communications
https://dx.doi.org/10.1038/ncomms9267
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Handbuch zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement

Handbuch zum Grundwasser-Management in Afrika, 28.09.2015

Grundwasser stellt eine wichtige und weltweit in vielen Regionen die einzige Trinkwasserquelle dar. Doch was man nicht sieht, schützt man auch nicht. Daher werden die kostbaren Vorräte über Landesgrenzen hinweg häufig verschwendet und verschmutzt, so auch auf dem afrikanischen Kontinent. Um die Grundwasservorräte zu sichern und zu schützen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt gemeinsam mit internationalen Organisationen und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Trainingshandbuch zur Schulung für ein grenzüberschreitendes Grundwassermanagement in Afrika entwickelt. Dieses jetzt veröffentlichte Trainingsmaterial ist weltweit einmalig.

BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel: „Organisationen wie die Nilbecken-Initiative oder die Tschadsee-Kommission können mit diesem Handbuch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen, um Aufgaben des Grundwassermanagements jetzt auch über Landesgrenzen hinweg aktiv zu übernehmen. Damit tragen wir zu einer nachhaltigeren Bewässerungslandwirtschaft und Trinkwassernutzung bei und beugen indirekt Nahrungsmittelkrisen und Erkrankungen wie Cholera vor.“
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Zur Pressemitteilung Neues Handbuch zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement: Sicheres Grundwasser für Afrika

Eröffnung der Ausstellung

BGR mit zahlreichen Beiträgen bei DGB-Jahrestagung, 22.09.2015

"Unsere Böden – Unser Leben" – so lautete das Motto der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) in München. Im Rahmen dieser Themenstellung waren Bodenkundler der BGR mit diversen eigenen Beiträgen und Beteiligungen umfangreich vertreten. Insgesamt gaben rund 330 Vorträge und etwa 225 Poster einen Überblick über die Breite der aktuellen bodenkundlichen Forschung in Deutschland.

„Böden sind die Grundlage unseres Lebens. Sie erzeugen rund 90 Prozent aller Nahrungsmittel und haben für viele Rohstoffe eine zentrale Bedeutung. Darüber hinaus laufen über Böden wichtige globale Stoffkreisläufe ab, die unser Klima stabilisieren. Diese Funktionen sind durch nichts zu ersetzen“, so das Helmholtz Zentrum München als Mitorganisator der Tagung. Vor diesem Hintergrund informierten sich über 800 Tagungsteilnehmer über Themen wie Bodennutzung, Böden und Klimawandel, Forschungsinfrastrukturen, Methodische Innovationen oder neue Untersuchungsmethoden im Feld. Abgerundet wurde die Woche der Bodenwissenschaften in München von verschiedenen Ausstellungen: „Best Praxis“ Bodenkunstprojekte, „Der Spaten: Ein Bodenbearbeitungsgerät im Wandel der Zeit“, „Lackprofile der wesentlichen Böden Bayerns“ sowie die Ausstellung „Bodenentdeckung“ im Deutschen Museum. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der DBG wurde Dr. Einar Eberhardt, BGR-Arbeitsbereichsleiter im Fachbereich B2.2 „Informationsgrundlagen Grundwasser und Boden“, zum Vorsitzenden der Kommission V „Bodengenetik, Bodensystematik, Bodeninformation“ gewählt.
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Weitere Informationen zum Thema "Boden"
Zur DGB-Jahrestagung 2015

Gespannte Konzentration bei der Geo-Show im Audimax

„Unterirdisch“ gute Geo-Show, 21.09.2015

Mehr als 600 Schüler nahmen am 18. September 2015 an der Geo-Show im Audimax der Leibniz Universität Hannover teil. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR beteiligten sich aktiv. Sie stellten den Schülern ihr Modell eines „Schwarzen Raucher“ vor und erklärten anschaulich den Zusammenhang zwischen Rohstoffbildung und Vulkanismus in den Ozeanen. „Unterirdisch – die Geo-Show“ wurde organisiert von der Forschungsinitiative GEO (FI:GEO) der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Kooperation mit dem Koordinationsbüro des DFG-Schwerpunktprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), das an der BGR ansässig ist.
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Weitere Informationen
Zum Film Unterirdisch - Die Geo-Show mit Johannes Büchs auf YouTube

Epizentrum des Erdbebens nahe der Westküste Chiles

Erdbeben vor der Küste Chiles, 17.09.2015

Am 16. September 2015 ereignete sich um 22:54 UTC (17.09.2015 00:54 MESZ) vor der Küste Chiles, in der Region Coquimbo ein Erdbeben. Die BGR registrierte das Erdbeben an mehreren Erdbebenstationen in Deutschland mit einer Magnitude von 8,4. Nach ersten Pressemeldungen kamen durch das Beben mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche Mauern und Häuser stürzten ein. Etwa eine Million Menschen wurden nach einer Tsunamiwarnung evakuiert.

Das Epizentrum des Erdbebens befindet sich ca. 50 Kilometer vor der Westküste Chiles, parallel der Städte Coquimbo und Illapel. Damit liegt es mehrere hundert Kilometer nördlich des stärksten, jemals durch Seismographen aufgezeichneten Erdbebens vom 22. Mai 1960, dass eine Magnitude von 9,5 erreichte. Die Herdtiefe des aktuellen Bebens befindet sich in etwa 25 Kilometer.
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Zur Pressemitteilung Erdbeben vor der Küste Chiles: BGR registriert Magnitude 8,4 – Mit Nachbeben ist zu rechnen

Über 600 Schüler bei Geo-Show in Hannover, 15.09.2015

„Unterirdisch“ geht es am 18. September 2015 ab 11 Uhr im Audimax der Leibniz Universität Hannover zu. Dann startet die gleichnamige interaktive Geo-Show, an der mehr als 600 Schüler und Schülerinnen aus dem Großraum Hannover teilnehmen werden.

Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR sind aktiv beteiligt. Sie stellen den Schülern ihr Modell eines „Schwarzen Raucher“ vor und erklären anschaulich den Zusammenhang zwischen Rohstoffbildung und Vulkanismus in den Ozeanen.

„Unterirdisch – die Geo-Show“ wird organisiert von der Forschungsinitiative GEO (FI:GEO) der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Kooperation mit dem Koordinationsbüro des DFG Schwerpunktprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), das an der BGR ansässig ist.
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Zur Pressemitteilung BGR stellt „Schwarzen Raucher“ vor: Über 600 Schüler bei Geo-Show in Hannover

Die Elektronenstrahlmikrosonde der BGR.

Weltweit einmaliges Analysegerät untersucht Metallrohstoffe, 07.09.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzt sich an die Spitze bei der Methodik wissenschaftlicher Untersuchungen von mineralischen Rohstoffen. „Hyperprobe“, eine eigens für die BGR konfigurierte Elektronenstrahlmikrosonde, analysiert künftig noch zielgenauer und effizienter die Erzproben seltener und wirtschaftsstrategischer Metalle aus aller Welt.

Das Hightech-Gerät (Kosten: 1,9 Millionen Euro) ist eine Weiterentwicklung der bisher im BGR-Labor eingesetzten Mikrosonde. Seit 1968 untersuchen Elektronenstrahlmikrosonden in der BGR die Zusammensetzung der Gesteinsminerale und bringen so Anreicherungen wichtiger Wertmetalle ans Licht. Im Laufe der Jahre wurde die Messmethodik mit neuen Gerätegenerationen immer weiter verfeinert. Die analytischen Verfahren der neuen „Hyperprobe“ ermöglichen Auflösungen im Nanometerbereich, die mit dem bisherigen Gerät unerreicht schienen. Bei der Analyse regen Elektronen eine Röntgenstrahlung in der Probe an, die eine Bestimmung der Metallkonzentrationen in den mineralischen Rohstoffen mit höchster Präzision ermöglicht.
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Zur Pressemitteilung

Weitere Informationen

Kleine BodenforscherInnen unterwegs, 03.09.2015

Das GEOZENTRUM Hannover (GZH) beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder an der Sommerferienaktion der Stadt Hannover. Unter dem Motto „Ein Tag für kleine BodenforscherInnen“ erkundeten Ende August sechs Gruppen mit mehreren Kindern die verschiedenen Böden in Hannovers Stadtwald, der „Eilenriede“. Sie erfuhren, warum Saftkugler, Asseln, Regenwürmer, Tausendfüßler und Raupen für unsere Böden wichtig sind und wie man Minikomposter bastelt. Die Kinder lernten die bodenkundliche Bohrausrüstung des GZH kennen und durften mithelfen, Bohrungen bis in eine Tiefe von zwei Metern durchzuführen. Mit den Experten des GZH bestimmten sie die verschiedenen Horizonte und damit auch den Aufbau des Bodens.

In Schuhkartons legten die Kinder kleine Gärtchen für zu Hause an, in denen Kresse ausgesät wurde. Gerade diese Aktion machte auf die Bedeutung des Bodens als Grundlage für unsere Ernährung aufmerksam. Zurzeit steht jedem Erdbürger rechnerisch ca. 2.000 m² landwirtschaftlich genutzte Fläche für die Ernährung zur Verfügung. Damit die Kinder eine Vorstellung von der Größe bekamen, wurden 2.000 m² auf einer Wiese ausgemessen und abgesteckt. Die Kinder fanden so spielerisch heraus, wie viel Fläche verbraucht wird, wenn wir jede Woche ein warmes Essen mit Fleisch und Gemüse oder Spaghetti mit Tomatensoße essen. Das Freizeitheim Lister Turm organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem GEOZENTRUM Hannover, umweltpädagogischen Fachkräften des Freizeitheimes und dem Feriencardbüro der Stadt Hannover.
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Jahr des Bodens 2015
Plattform und Veranstaltungskalender zum Internationalen Jahr des Bodens 2015
Boden des Jahres 2015
Alles zum Thema Boden - Entdecken Sie Bodenwelten

Prof Dr. Norbert Jürgens, Koordinator und Leiter des BMBF-Verbundvorhabens an der Universität Hamburg, informiert über den Projektfortschritt in den derzeit fünf afrikanischen Partnerländern

SASSCAL-Workshop in der BGR, 03.09.2015

In der BGR trafen sich jetzt die Vertreter des deutschen Konsortiums im Verbundprojekt „Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management“ (SASSCAL), um sich in einem Workshop über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten auszutauschen. Gleichzeitig verständigten sich die 34 Projektpartner aus 11 verschiedenen Institutionen auf die weiteren Umsetzungsschritte. SASSCAL ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes interdisziplinäres Verbundprojekt mit einer Fördersumme von ca. 50 Mio. Euro (Forschungsaufwendungen und langfristige Infrastrukturmaßnahmen in den afrikanischen Zielländern), das den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und den fünf Partnerländern Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Südafrika unterstützt. Das bis 2017 konzipierte Vorhaben besteht aus 88 Teilprojekten zu den sechs Themen Klima, Wasser, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Biodiversität und Capacity Building. Die BGR deckt mit ihren Arbeiten den Forschungsbereich Grundwasser-Ressourcen und Grundwasserneubildung sowie die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Hydrogeologie-Instituten ab.
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Weitere Informationen zum Verbundprojekt SASSCAL

Zu den BGR-Exponaten gehört das Modell einer Infraschallstation, mit der in der Antarktis extrem tieffrequente und damit nicht hörbare Schallwellen gemessen werden.

Ausstellung im Auswärtigen Amt mit BGR-Exponaten, 03.09.2015

¨Nie wieder Atomtests - Deutschland und der Teststoppvertrag¨ ist der Titel einer Ausstellung im Lichthof des Auswärtigen Amt, die gestern (02.09.2015) durch Dr. Patricia Flor, Beauftragte der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle und Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt sowie Dr. Lassina Zerbo, Exekutivsekretär der Kernwaffenteststopp (CTBT)-Organisation in Wien, eröffnet wurde. Die BGR als Nationales Datenzentrum für den CTBT beteiligt sich an der Ausstellung mit zahlreichen Exponaten. So ist das Modell einer Infraschallstation zu sehen, mit der in der Antarktis extrem tieffrequente und damit nicht hörbare Schallwellen gemessen werden. Ein Monitor im Lichthof zeigt in Echtzeit die Daten der hochempfindlichen seismischen BGR-Messstation im Bayerischen Wald, die heimliche Atomtests aufzudecken hilft. Ein installierte Seismometer ermöglicht es den Besuchern, selbst ein Minibeben auszulösen und sichtbar zu machen. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich und kann noch bis zum 15.10.2015 besichtigt werden.
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Zur Ausstellung im Auswärtigen Amt

Tag der offenen Tür

Neuer Newsletter, 01.09.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2015 ist erschienen.

Jugendliche bei Filmaufnahmen in ihrem Heimatort im Norden Namibias

Jugendfilmprojekt in Namibia gestartet, 01.09.2015

In der vergangenen Woche fiel der Startschuss zu einem Jugendfilmprojekt zum Thema Wasser, das die BGR im Rahmen des TZ-Vorhabens „Grundwassermanagement im Norden Namibias“ durchführt. Während der nächsten Wochen wird ein namibisch-deutsches Filmteam zusammen mit einer Gruppe namibischer Jugendlicher einen Dokumentarfilm entwickeln. Er wird die Bedeutung der Ressource Wasser im Leben der jungen Menschen thematisieren. Der Film soll bis zum Jahresende fertiggestellt werden und kann anschließend in Namibia und in anderen, von Wasserknappheit bedrohten Regionen zur Bildungsarbeit verwendet werden. Mit seinem spezifischen Fokus auf die lokale Perspektive namibischer Jugendlicher ergänzt der Film die bereits vorhandenen Bildungsmaterialen der BGR zum Thema Grundwasser.
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Weitere Informationen zum Grundwassermanagement im Norden Namibias

Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel informierte sich bei BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz über die BGR-Projekte in der Internationalen Zusammenarbeit

BGR präsentierte sich beim „Tag der offenen Tür“ in Berlin, 31.08.2015

Mehr als 150.000 Besucher erlebten am Wochenende den „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“. Mit dabei auch die BGR, die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jeweils mit einem eigenen Stand präsentierte. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im BMZ auch der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel. Er ließ sich von der zuständigen BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz die aktuelle Situation in den BGR-Projekten der Internationalen Zusammenarbeit erläutern. Auf dem BGR-Stand im BMWi erlebten die Besucher ungewöhnliche Exponate wie z. B. einen „Schwarzen Raucher“, den BGR-Meeresgeologen auf einer Expedition im Indischen Ozean aus knapp 4.000 Meter Tiefe geborgen hatten. Als heiße Quellen fördern die Erzschlote wertvolle Metalle aus dem Meeresboden. Außerdem erfuhren die Gäste Wissenswertes über die Geothermie sowie Energiespeicher im Untergrund als wichtige Beiträge zur Energiewende. Aktionen, bei denen die Besucher z. B. unterschiedliche Bodenarten erfühlen mussten, rundeten das Programm ab.
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Die indonesischen Teilnehmer der Studienreise mit Vertretern der BGR

Indonesische Delegation zu Besuch in der BGR, 27.08.2015

Eine indonesische Delegation hat am Dienstagvormittag, dem 25. August 2015, das GEOZENTRUM Hannover besucht. Die Teilnehmer repräsentierten die Leitungsebene des nationalen Planungsministeriums und der neuen Partnerorganisation des bilateralen Kooperationsprojektes „Verminderung von Georisiken“ der BGR in Indonesien. Diese Partnerorganisation ist die Trainingsbehörde des Ministeriums für Energie und Rohstoffe. Dieser Besuch war Teil einer Studienreise durch Deutschland. Die Teilnehmer besuchten u. a. das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz in Mainz, die hochschuldidaktische Arbeitsstelle der TU Darmstadt, den GeoPark Vulkaneifel, das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge e. V. in Bonn und die Akademie für Internationale Zusammenarbeit in Bad Honnef.
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Diskussion auf der Weltwasserwoche über Maßnahmen der Wasserver- und Entsorgung der Flüchtlinge in den syrischen Nachbarstaaten

Flüchtlingskrise – BGR diskutiert mit Experten über Wasserversorgung, 27.08.2015

Aus Anlass der Flüchtlingsströme aus Syrien diskutierten BGR-Experten auf der Weltwasserwoche 2015 in Stockholm mit Vertretern des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) und des jordanischen Wasserministeriums (MWI) über Maßnahmen zur Lösung der Wasserprobleme in den benachbarten Ländern Jordanien, Libanon, Türkei, Ägypten und Irak. Dort sind bereits über 4 Millionen syrische Flüchtlinge registriert worden. Die massive Einwanderung erhöht den Druck auf die ohnehin knappen Wasserressourcen in einer der wasserärmsten Regionen der Welt. Durch den weitgehend unkontrollierten Zustrom von Flüchtlingen ist die vorhandene Infrastruktur zur Wasserver- und Abwasserentsorgung in den betroffenen Gemeinden vollkommen überlastet. Daher müssen Managementstrategien entwickelt werden, um zusätzliche Versorgungsstrukturen für Flüchtlinge in den Lagern, Zeltsiedlungen und Gastgemeinschaften aufzubauen.
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Zum Programm der World Water Week

Die Teilnehmer am BGR-Training

BGR-Training in Laos für mehr Umweltschutz im Bergbau, 24.08.2015

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat die BGR jetzt in ihrem Projekt „Bergbauberatung Laos II“ ein internationales Training zum Umweltschutz im Bergbau durchgeführt. 35 Vertreter aus den 10 ASEAN-Staaten (Association of Southeast Asian Nations) nahmen an der dreitägigen Veranstaltung in der laotischen Hauptstadt Vientiane teil. Bei dem Training, zu dem auch der Besuch eines Kupfer-Gold-Bergwerkes gehörte, lernten die Teilnehmer Präventionsmaßnahmen und Managementmethoden zur Behandlung säurehaltiger Abwässer aus dem Bergbau kennen. Die Trainingsmaßnahme fand im Rahmen der BGR-Kooperation mit der ASEAN und der ASOMM-Arbeitsgruppe (ASEAN Senior Officials Meeting on Minerals) statt. Ziel des BGR-Projekts in Laos ist es, die zuständigen Behörden zu unterstützen, den Bergbausektor gezielter zu steuern und die staatliche Bergaufsicht zu verbessern.
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Messgebiete im Projekt Aeroelektromagnetische Kartierung Zeeland (NL)

Abschluss der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland, 20.08.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt ab dem 24. August 2015 in der Provinz Zeeland im südwestlichen Bereich der Niederlande wieder aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung Abschluss der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland (Niederlande): BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

CGL-Direktor V. Darkhaanbaatar und Dr. Christian Glass von der Deutschen Botschaft in Ulan Bator bei der Überreichung der Urkunde zur Akkreditierung

BGR-Partnerlabor in der Mongolei mit Höchststandards, 18.08.2015

Das von der BGR unterstützte Geologische Zentrallabor der Mongolei (CGL) in Ulan Bator erfüllt die höchsten Qualitätsanforderungen. Das auf Geologie, Bergbau und Umwelt spezialisierte CGL mit 150 Angestellten erhielt jetzt eine dritte Akkreditierung auf Grundlage der Standards der Internationalen Organisation für Normen (ISO). Diese dreifache Auszeichnung ist nicht nur einmalig in der Technischen Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklungshilfe. Das CGL stieß damit auch in die Elitegruppe der Fachlabore auf seinem Gebiet vor. Nur fünf der 800 von der US-amerikanischen Akkreditierungsorganisation ANSI/ASQ American Accreditation Board (ANAB) akkreditierten Labore können einen derart breiten Qualitätsstandard aufweisen.

Seit 2005 erwarb das CGL zunächst die Akkreditierung als Testlabor, später als Referenzmaterialhersteller und jetzt die Zulassung als Ringversuchsveranstalter zur Qualitätskontrolle von Routinelabors. Jede Akkreditierung garantiert einen internationalen Qualitätsstandard sowie die weltweite Anerkennung der Ergebnisse und Produkte. Akkreditierungen sind offizielle Kompetenzbestätigungen und werden nur nach eingehender mehrtägiger ISO-Prüfung durch eine unabhängige Akkreditierungsorganisation erteilt.
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Zur Pressemitteilung Weltweit einmalig in der Technischen Zusammenarbeit: BGR-Partnerlabor in der Mongolei erfüllt höchste Standards

Zur Vorbereitung auf die Expedition wurde in Bremerhaven auf dem Arbeitsdeck der OGS EXPLORA ein knapp 4.000 m langes seismisches Messkabel der BGR auf die hydraulische Bordwinde gespult

BGR-Forschung in der Arktis, 17.08.2015

Forscher der BGR versuchen jetzt in der Barentssee und auf Spitzbergen weitere wichtige Puzzleteile zu finden, um die komplexe Geologie der Arktis besser verstehen zu können. Bisher liegen zum geologischen Untergrund des weitgehend eisbedeckten Nordpolargebietes nur wenige Daten vor.

Von Tromsø (Norwegen) aus startete ein Team an Bord des Forschungsschiffes OGS EXPLORA zu einer Expedition im Rahmen des Arktisprojekts „PANORAMA“ (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis). Die Forscher untersuchen in der nördlichen Barentssee die Chancen, aber auch die Umweltrisiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum. Dabei setzen sie geochemische, geologische und geophysikalische Methoden ein, um die Ablagerungsgeschichte der Sedimente unter dem Meeresboden im Verlauf der vergangenen 300 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Mit geomikrobiologischen Verfahren wollen die Wissenschaftler zudem die Existenz und das Verhalten der zumeist noch unerforschten Lebensgemeinschaften am arktischen Meeresboden untersuchen. Damit soll eine Abschätzung von Einwirkungen auf sedimentäre Ökosysteme ermöglicht werden.

Zur gleichen Zeit finden geologische Arbeiten auf Spitzbergen im Rahmen des BGR-Programms CASE (Circum-Arctic Structural Events) statt. Dort untersuchen die Wissenschaftler mit Hilfe eines Transport-Helikopters Struktur und Zusammensetzung der schwer zugänglichen Gesteinsformationen.
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Zur Pressemitteilung BGR-Forschung in der Barentssee-Region: Mit Schiff und Helikopter den Rätseln der Arktis auf der Spur

Studie „Assessing and Enhancing the Contribution of Small and Medium-scale Enterprises to Due Diligence for Responsible Mineral Supply Chains“

Studie zum Umgang mit „Konfliktrohstoffen“, 12.08.2015

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) ein. Die Firmen, die weltweit das Gros der Arbeitsplätze stellen, stehen bei der praktischen Umsetzung internationaler Leitlinien und Gesetze aber häufig vor großen Herausforderungen. Deshalb benötigen sie bei der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten für mineralische Rohstoffe weitreichende Unterstützung und Förderung, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unter dem Titel „Assessing and Enhancing the Contribution of Small and Medium-scale Enterprises to Due Diligence for Responsible Mineral Supply Chains“.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie veröffentlicht: Empfehlungen zum Umgang mit „Konfliktrohstoffen“ für kleine und mittlere Unternehmen

Empfang der somalischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover

Delegation aus Somalia zu Gast im GEOZENTRUM, 03.08.2015

Auf Einladung der BGR besuchten in der vergangenen Woche zwei Vertreter des somalischen Ministeriums für Erdöl und Mineralische Ressourcen das GEOZENTRUM Hannover. An dem vom Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisierten Austausch nahmen auch Kollegen aus dem Fachbereich „Geologie der Energierohstoffe“, aus der Abteilung für Betriebsüberwachung des LBEG sowie ein Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teil.

Das Ziel des Treffens bestand darin, gemeinsam mit den somalischen Kollegen Ideen zu entwickeln, wie die BGR den Aufbau des neu gegründeten Ministeriums und des geologischen Dienstes im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit unterstützen kann. Die somalischen Kollegen sehen besonders großen Bedarf an Maßnahmen der Organisationsberatung und des Capacity Development. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kohlenwasserstoff-Sektor. Hier sieht sich das somalische Ministerium derzeit mit einem gesteigerten Interesse internationaler Öl- und Gaskonzerne konfrontiert.
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Botschafter Dr. Wolfgang Manig (Foto links) besichtigt das neue Labor

Deutscher Botschafter eröffnet Labor in Bukavu, 15.07.2015

Der deutsche Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo, Dr. Wolfgang Manig, eröffnete jetzt in Bukavu ein neues Labor zur Untersuchung von Konfliktmineralen. In dem Labor werden Erzproben aus dem Kongo für den von der BGR entwickelten chemisch-mineralogischen „Fingerprint“ aufbereitet. Mit Hilfe des analytischen Fingerabdrucks ist es möglich, die Herkunft von mineralischen Rohstoffe wie Coltan, Zinn und Wolfram zu bestimmen. Er dient als Kontrollinstrument, um das im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in der Region der Grossen Afrikanischen Seen (Zentral- und Ostafrika) eingeführte Zertifizierungssystem für legal abgebaute und gehandelte Rohstoffe zu unterstützen.

An der Laboreröffnung nahmen auch der Gouverneur der kongolesischen Provinz Süd-Kivu und der Koordinator der afrikanischen Regionalorganisation ICGLR teil. Das Labor wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und wird von der BGR und ihren Projektpartner betrieben.
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BGR-Seismologe Dr. Thomas Plenefisch erklärt Schülerinnen, wie und wo Erdbeben entstehen

BGR-Workshops „Erdbebenmessung“ auf der IdeenExpo, 13.07.2015

Die BGR beteiligte sich mit zwei Workshops zum Thema „Erdbebenmessung“ an der diesjährigen IdeenExpo auf dem Messegelände in Hannover. BGR-Experten demonstrierten Schülerinnen und Schülern, wie und wo Erdbeben entstehen und auf welche Weise die BGR Erdbeben erfasst. Vorgestellt wurden auch digitale Applikationen, mit denen Nutzer die aktuelle Erdbebensituation weltweit beobachten und sogar Erschütterungen selber messen können.

An der IdeenExpo 2015 als bundesweit größtem Jugendevent für Naturwissenschaften und Technik nahmen rund 230 Aussteller teil. Darüber hinaus wurden ca. 650 Workshops und eine Vielzahl an Veranstaltungen angeboten. Die IdeenExpo verzeichnet in diesem Jahr einen Besucherrekord von 351.000 Besuchern.
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Seismische Registrierungen (Bodenschwinggeschwindigkeiten) an der Station FAHL, 8 km nördlich des Epizentrums

Ergebnisse der Untersuchungen zum Erdbeben bei Emstek, 09.07.2015

Seismologen des Niedersächsischen Erdbebendienstes (NED) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stellen am Dienstag, 21.07.2015 die Untersuchungsergebnisse zum Erdbeben bei Emstek (Landkreis Cloppenburg) vor.

Zu der öffentlichen Informationsveranstaltung von LBEG, BGR und der Gemeinde Emstek am Dienstag, den 21.07.2015 um 18 Uhr im Rathaus, Am Markt 1 in 49685 Emstek sind Medienvertreter herzlich eingeladen.

Das Erdbeben mit der Lokalmagnitude (ML) 3,1 ereignete sich am 19.12.2014 etwa zweieinhalb Kilometer östlich von Emstek im nördlichen Bereich der Erdgaslagerstätte Goldenstedt / Visbek. Die Seismologen des LBEG und der BGR stufen einen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und der Erdgasförderung als sehr wahrscheinlich ein. Die Auswertung des Erdbebens erfolgte auf Basis seismischer Aufzeichnungen von Messstationen von Bund, Ländern, Universitäten und Industrie sowie auf Grundlage von Beobachtungen durch die Bevölkerung (Makroseismik).
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Zur Pressemitteilung Erdbeben bei Emstek vom 19.12.2014: Seismologen stellen Untersuchungsergebnisse vor

Bergbau in Entwicklungsländern

Studie zu Rohstoffverträgen veröffentlicht, 02.07.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt eine Studie zur Praxis von Rohstoffverträgen herausgegeben. Die Studie mit dem Titel „Natural Resource Contracts as a Tool for Managing the Mining Sector” untersucht die Wechselwirkungen zwischen Rohstoffverträgen und gesetzlichen Regelungen für den Bergbausektor und berichtet über Erfahrungen von Unternehmern, Regierungsvertretern und NGOs aus konkreten Vertragsverhandlungen.

Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellt wurde, soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung des „CONNEX-Prozesses“ leisten. Er unterstützt Entwicklungsländer im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit Beratungsangeboten beim Abschluss von Rohstoffverträgen. Rohstoffe stellen in vielen Entwicklungsländern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Das Thema stand auch auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im Juni in Deutschland. In der Abschlusserklärung hatten die G7-Staaten noch einmal ausdrücklich ihre Unterstützung für den „CONNEX-Prozess“ betont.

Laut Studie gibt es einen positiven Trend zu mehr Rechtssicherheit im Bergbausektor durch Gesetze und staatlich festgeschriebene Modellverträge. Diese Entwicklung sollte aus Sicht der BGR unterstützt werden.
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Zur Pressemitteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit: BGR veröffentlicht Studie zu Rohstoffverträgen

Weltweit einmaliges Messsystem getestet

Neuer Newsletter, 01.07.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2015 ist erschienen.

Aussetzen einer Wärmestromsonde auf TFS Sonne. Mit Hilfe dieses Gerätes kann die Meerwasserzirkulation in den Gesteinsschichten unterhalb der Tiefseesedimente indirekt nachgewiesen werden.

BGR-Forscher entdecken großflächige Wasserzirkulation , 25.06.2015

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt im Zentralpazifik weitere Erkenntnisse über die Entstehung der Manganknollen am Meeresboden gewonnen. Bisher gingen die Wissenschaftler davon aus, dass die Knollen ihre Metalle nur aus dem Sediment in rund 4300 Meter Wassertiefe erhalten. Ein Teil der Rohstoffe (Mangan, Kupfer, Nickel, Kobalt) entstammen aber auch aus den unterhalb der Sedimente liegenden Gesteinsschichten, wie die Meeresforscher bei der jetzt durchgeführten Forschungsfahrt „SO-240“ herausfanden. Ursache dafür ist eine großflächige Meerwasserzirkulation im Untergrund des Ozeanbodens. Die BGR-Experten hatten an Bord des neuen deutschen Tiefseeforschungsschiffs "SONNE" sechs Wochen lang den Meeresboden im Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko untersucht.

Bei der Expedition SO240/FLUM konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass die in den Gesteinsschichten unterhalb der Sedimente stattfindende Meerwasserzirkulation großflächig in der untersuchten Tiefseeregion auftritt. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass diese Zirkulation nur lokal an den untermeerischen Bergen (Seamounts) vorkommt. Das Meerwasser entzieht dabei dem Ozeanboden signifikante Mengen an Wärme und chemischen Inhaltsstoffen, die sowohl dem Ozeanwasser als auch den Sedimenten und den Manganknollen zugeführt werden.

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Zur Pressemitteilung

GZH-Teilnehmer des Behördenmarathons.

Behördenmarathon: GZH-Team erstmals unter den Top Ten, 25.06.2015

Beim diesjährigen Behördenmarathon (24.06.2015) ist ein Team des Geozentrums Hannover erstmals unter die Top Ten gekommen. „Quick & Dirty“ belegte den 9. Platz von 243 teilnehmenden Staffeln. Aber auch die beiden anderen GZH-Teams „Turbidite“ und „rolling stones“ haben sich „super geschlagen“ und mit tollen Einzel-Leistungen am Ende die Plätze 98 und 100 belegt. Insgesamt nahmen 1.701 Läufer am diesjährigen niedersächsischen Behördenmarathon um den Maschsee teil.
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Der neue BGR Report.

BGR Report – Ton unter der Lupe, 24.06.2015

Der aktuelle BGR Report der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bietet wieder wertvolle Einblicke in die Welt der Geowissenschaften. Die Inhalt umfassen die Aspekte Rohstoffe, Boden, Grundwasser, unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum sowie Georisiken und -informationen.

In der jetzigen Ausgabe erfahren Sie beispielsweise viel Wissenswertes über die Tonsteinforschung und Arbeiten zur Endlagersuche. So hat die deutsche Bundesregierung in 2013 die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe ins Leben gerufen. Sie soll Kriterien für die Endlagersuche erarbeiten. Dabei steht die BGR der Kommission als ständiger Gast beratend zur Seite.

Die Inhalte des BGR Report sind in vier Kapitel unterteilt: Sie beschreiben die „Projekte“ des Vorjahres und enthalten einen „Ausblick“ auf kommende Aufgaben der BGR. Der Magazinteil „Spektrum“ informiert über weitere Ereignisse. Zwei Kurzinterviews im Kapitel „Menschen und Projekte“ runden die Ausgabe ab. Farbbalken zu Kapitel und Rubriken ermöglichen eine schnelle Navigation durch die Broschüre.

Der BGR Report ist kostenlos erhältlich. Zudem steht die Ausgabe auf CD-ROM zur Verfügung.
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Direkt zum neuen BGR Report

Dr. Rainer Baritz auf der Fachtagung „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“ in Berlin.

Abschlusskonferenz des Netzwerks Vulnerabilität, 12.06.2015

Anfang Juni 2015 fand in Berlin die Fachkonferenz „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“ des Netzwerks Vulnerabilität statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellte BGR-Bodenwissenschaftler Dr. Rainer Baritz, als Vertreter des Netzwerks, die Methoden und Ergebnisse der Vulnerabilitätsanalyse für Deutschland für das Handlungsfeld Boden vor. Im Vordergrund standen dabei Auswertungen zur Bewertung der Klimawirkung und der potenziellen Auswirkungen auf den Boden für die Gegenwart und die nahe Zukunft (2021-2050). Für die Bewertungen hat die BGR Daten zur Bodenerosionsgefährdung (Wasser, Wind) und zum Bodenwasserhaushalt (Sickerwasserrate, Effektive Wasserbilanz in der Vegetationsperiode) für unterschiedliche Klimaszenarien bereit gestellt.  

Das Netzwerk Vulnerabilität besteht aus 16 Bundesbehörden und -institutionen sowie einem wissenschaftlichen Konsortium. Ziel des Netzwerkes ist es, aufzuzeigen, wie verwundbar (vulnerabel) Deutschland gegenüber dem Klimawandel ist. Das Netzwerk trägt dazu bei, die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) und den „Aktionsplan Anpassung“ (APA) der Bundesregierung umzusetzen.

Die DAS zielt darauf ab, die Vulnerabilität (Verwundbarkeit) relevanter Sektoren gegenüber den Folgen des Klimawandels zu mindern. Zu diesem Zweck wurde eine aktuelle, einheitliche und sektorenübergreifende Analysemethode entwickelt. So wurden deutschlandweit die Regionen und Handlungsfelder identifiziert, die besonders durch den Klimawandel gefährdet (vulnerabel) sind.
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Weitere Informationen zum Thema Boden

Zum Netzwerk Vulnerabilität

Mitarbeiter von MRAM und BGR während des Austauschs in Hannover

Mongolische Delegation zu Gast bei der BGR, 02.06.2015

Im Rahmen der deutsch-mongolischen Technischen Zusammenarbeit besuchten jetzt fünf Experten der Partnerbehörde „Mineral Resources Authority of Mongolia, MRAM“ die BGR. Während des fünftägigen Studienaufenthalts tauschten sich Experten beider Behörden über die Planung, Umsetzung und Anwendung von 3D-Modellierungen in den Geowissenschaften aus. Mitarbeiter der BGR stellten Arbeitsbereiche in der BGR vor, in denen 3D-Modelle entwickelt und angewendet werden. Dadurch erhielten die mongolischen Experten einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit 3D-Modellen.

Im Rahmen des TZ-Projekts „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenentwicklung in MRAM“ unterstützt die BGR seit etwa einem Jahr die Partnerbehörde bei rohstoffwirtschaftlichen Bewertungen der mineralischen Vorkommen der Mongolei.
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Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei

Neue Studie zur Rohstoffrisikobewertung von Zink veröffentlicht

Neue Studie zu Zink veröffentlicht, 01.06.2015

Trotz neuer Bergbauprojekte weltweit können kurz- bis mittelfristig Defizite am Zinkmarkt auftreten. Der Grund: Nicht alle zusätzlichen Kapazitäten werden voraussichtlich rechtzeitig den Markt erreichen, um Bergwerksschließungen aufzufangen und gleichzeitig eine starke Nachfrage abzudecken. Die Versorgungslage bei Zink ist aufgrund der zahlreichen neuen Projekte langfristig jedoch unkritisch. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer neuen Studie „Rohstoffrisikobewertung – Zink“. Der Rohstoff wird im Wesentlichen zum Verzinken von Stahl als Korrosionsschutz eingesetzt, beispielsweise in der Automobil- und Bauindustrie.

Für deutsche Unternehmen ist Zink ein bedeutender Rohstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies spiegelt sich auch in den deutschen Nettoimporten wider. Bei Feinzink, Zinklegierungen und Zinkstaub zählt Deutschland zu den größten Nettoimporteuren weltweit. Einen wichtigen Beitrag für die Verfügbarkeit von Zink leistet auch das Recycling. Das Metall kann in allen Produktionsstufen in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. Weltweit liegt die Recyclingrate für Zink aus Endprodukten bei über 50 %, in Europa sogar bei 70 %.

Wichtigster Treiber der globalen Zinknachfrage ist China. Gleichzeitig ist das Land weltweit bedeutendster Produzent von Zinkerzen und -konzentraten sowie Zinkmetall. Trotz der chinesischen Dominanz ist der Zinkmarkt derzeit noch vergleichsweise gut diversifiziert.
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Zur Pressemitteilung "DERA veröffentlicht neue Studie - Mittelfristig weiterhin Defizite am Zinkmarkt möglich"

Die Region um Azraq in Jordanien ist eine der wasserärmsten Regionen der Welt. Basalte und Halbwüsten prägen das Landschaftsbild

Jordanische Regierung setzt Vorschlag der BGR um, 27.05.2015

Die Regierung von Jordanien hat jetzt einen Vorschlag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aufgegriffen und eine Begrenzung der Grundwasserentnahme zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen beschlossen. Die Regelung betrifft den Norden des Königreichs, dessen Grundwasserspeicher auch das Trinkwasser für die Großstädte Amman, Zarqa und Irbid liefern. Jordanien leidet bereits seit langem unter extremer Wasserknappheit und zählt zu den zehn wasserärmsten Ländern der Welt. Verschärft wurde die Situation zuletzt durch die Flüchtlingsströme aus dem nördlichen Nachbarland Syrien.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit berät die BGR das jordanische Wasserministerium bereits seit vielen Jahren bei gemeinsamen Projekten zum Grundwassermanagement und Grundwasserschutz. Die jordanische Regierung schätzt die Expertise der BGR in der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Empfehlungen der BGR werden regelmäßig in der Wasserrahmenplanung berücksichtigt. So auch jetzt, als das Kabinett in Amman auf Grundlage eines Fachberichts der BGR für den Norden ein Maßnahmenpaket beschloss, um das weitere Absinken der Grundwasserspiegel aufzuhalten. So werden die Genehmigungen zur Grundwasserentnahme für Bewässerungszwecke deutlich begrenzt und bei einer Überschreitung der Grenzwerte Gebühren erhoben. Auch tiefere Bohrungen bei bestehenden Bewässerungsbrunnen sind nicht mehr erlaubt. Zudem soll es eine verstärkte Beobachtung der Grundwasserspiegel geben.
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Zur Pressemitteilung Regierung setzt BGR-Vorschlag um: Jordanien begrenzt Grundwasserentnahme zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen

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Stellungnahme der BGR zum geplanten Asse-Schacht, 18.05.2015

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über den geplanten Schacht 5 zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse (Landkreis Wolfenbüttel) stellt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) klar: Die geologische Auswertung der BGR zur Erkundungsbohrung für Schacht 5 (Remlingen 15) am Endlagerstandort Asse zeigt, dass diese Bohrung nicht die erwarteten älteren Steinsalzschichten angetroffen hat, sondern jüngere Schichtfolgen aus Steinsalz. Das würde bedeuten, dass die Bohrung den Randbereich der Salzstruktur der Asse angetroffen hat und die Ausdehnung des Salzkörpers geringer ist als erwartet. Dies schließt allerdings den Bau eines Schachtes am Standort grundsätzlich nicht aus.

Endgültige Aussagen zur Salzstruktur der Asse können erst nach Vorliegen der geochemischen Untersuchungen und weiterer untertägiger Georadarmessungen sowie ggf. weiterer untertägiger Bohrungen gemacht werden.
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Zur Pressemitteilung BGR-Stellungnahme zum geplanten Asse-Schacht: Ausdehnung des Salzkörpers geringer als erwartet


Die Teilnehmer der Fachexkursion nach Ostfalen.

Fachaustausch zu Geoinformationen, 15.05.2015

Der BGR-Fachbereich „Geoinformationen, GIW-Geschäftsstelle, Stratigraphie“ führte jetzt die 30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC) erfolgreich durch. Das GIC bringt einmal im Jahr Mitglieder geologischer Dienste aller Kontinente zusammen, um einen Fachaustausch zur Entwicklung  geowissenschaftlicher Informationssysteme und Geodateninfrastrukturen zu ermöglichen. In diesem Jahr nahmen insgesamt 33 Geowissenschaftlerinnen teil. Während der Veranstaltung wurde über aktuelle Themen wie die INSPIRE-Umsetzung, Datenmanagement in der Öl- und Gasindustrie und das OneGeology-Projekt referiert und diskutiert. Die Tagung wurde durch eine Fachexkursion (Braunkohletagebau, Paläolithische Ausgrabungsstätte, Stromatoliten-Aufschluss) nach Ostfalen abgerundet.  
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Wanderung in die Wasserschutzzonen I bis III des Wadi al Arab-Brunnenfeldes

BGR präsentiert sich auf der „Deutschen Woche 2015“ in Jordanien, 13.05.2015

Auf der jetzt durchgeführten „Deutschen Woche 2015“ in Jordanien präsentierte sich die BGR mit einem Informationsstand und einer Feldexkursion. So stellte die BGR u. a. das aktuelle TZ-Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzung“ vor. Die BGR-Experten Dr. Mathias und Florian Brückner informierten über die Aufgaben der BGR und die Projekte in Jordanien. Mit mehreren interessierten Besuchern und Vertretern der deutschen Botschaft erwanderten sie die von dem jordanischen Wasserministerium und der BGR erarbeiteten Wasserschutzzonen I bis III des Wadi al Arab-Brunnenfeldes.

Die „Deutsche Woche 2015“ wurde auf Initiative des deutschen Botschafter Ralph Joseph Tarraf in Jordanien veranstaltet.
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Weitere Informationen zur Deutschen Woche
Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Teilnehmer des deutsch-arabischen Masterstudienganges

Deutsch-arabischer Masterstudiengang besucht BGR, 12.05.2015

Insgesamt 25 Studenten des deutsch-arabischen Masterstudiengangs „Integriertes Wasserressourcen-Management“ (IWRM) des Institutes für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (Fachhochschule Köln) besuchten am 11. Mai 2015 die BGR. Sie informierten sich über die Arbeit und die Projekte der BGR. Der Besuch ist Bestandteil eines gemeinsamen Programms der Fachhochschule Köln sowie der University of Jordan (Amman) zur Qualifizierung deutscher und arabischer Fachkräfte in Jordanien und Deutschland.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Konferenz der OECD in Paris

Neue Studie zum Umgang mit Konfliktrohstoffen, 08.05.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt bei einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(OECD) in Paris erste Ergebnisse ihrer Studie zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit so genannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) vorgestellt. Wichtigstes Ergebnis: Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) benötigen konkrete Handlungsempfehlungen, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen.   

Die Ergebnisse der Studie beruhen auf einer Umfrage unter KMUs aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik und Schmuckverarbeitung sowie auf Interviews mit Unternehmen und Industrieverbänden dieser Branchen aus den USA, China und Europa.

Danach bestehen bei einer Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen der verarbeitenden Industrie in der nachgelagerten Lieferkette Unklarheiten bezüglich der gesetzlichen Anforderungen. Zudem mangelt es häufig an Hintergrundinformationen. Ein weiteres großes Problem sind fehlende Mitarbeiter und fehlende Transparenz in der vorgelagerten Lieferkette (Rohstofflieferanten). Die Untersuchung zeigt jedoch, dass KMUs, die frühzeitig von ihren Abnehmern in die Thematik einbezogen wurden, durchaus in der Lage sind, ihren Sorgfaltspflichten angemessen nachzukommen. Deshalb empfehlen die BGR-Experten, KMUs in Zukunft hierbei besser zu unterstützen. Es sollten konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt und diese in verständlichen Informationsmaterialien und Trainingsprogrammen vermittelt werden.  
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Zur Pressemitteilung "Empfehlungen zum Umgang mit Konfliktrohstoffen"

Nach der Vertragsunterzeichnung applaudiert Staatssekretär Matthias Machnig den Unterzeichnern des Lizenzvertrages: Nii Allotey Odunton (IMB) und Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (BGR)

Lizenzvertrag zur Erkundung von Rohstoffen, 06.05.2015

Im Beisein von Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi, Foto Mitte), haben der Generalsekretär der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB), Nii Allotey Odunton (Foto links), und der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, heute in Berlin im Bundeswirtschaftsministerium einen Lizenzvertrag zur Erkundung von Sulfid-Lagerstätten im Indischen Ozean unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem umweltgerechten und nachhaltigen Tiefseebergbau. Mit der Lizenz kann die BGR exklusiv in einem ca. 10.000 Quadratkilometer großen Gebiet südöstlich von Madagaskar polymetallische Sulfide am Tiefseeboden erkunden. Sie tritt neben eine bestehende Lizenz zur Erkundung von Manganknollen im Pazifik.
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Zur Pressemitteilung Startschuss für weitere exklusive Erkundung von Rohstoffen in der Tiefsee: Deutschland unterzeichnet Lizenzvertrag zur Exploration polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean
Zum Video Lizenzvertrag zur Erkundung von Rohstoffen im Indischen Ozean auf YouTube

Sammlungs- und Bohrkernproben aus der BGR-Sammlung

Verbundprojekt zur Ressourceneffizienz, 05.05.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) koordiniert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt „Hochtechnologie-relevante Metalle in deutschen sulfidischen Buntmetallerzen – Ressourcenpotenzialabschätzung“ (HTMET). Schwerpunkt des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines neuen Katasters für Hochtechnologierohstoffe – sogenannte Wirtschaftsstrategische Rohstoffe – in Deutschland und angrenzenden EU-Regionen. Diese Datenbank bildet die Grundlage für die spätere Auswahl geeigneter Lagerstätten, für die umweltverträgliche Konzepte zur effizienten Nutzung der Rohstoffinhalte entwickelt werden sollen.

Das dreijährige Projekt findet im Rahmen des Förderprogrammes „r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland“ des BMBF statt, mit dem die Bundesregierung die Forschung zu Wirtschaftstrategischen Rohstoffen für Zukunftstechnologien unterstützt. Partner des Verbundprojektes sind neben der BGR die Universitäten TU Clausthal und MU Leoben (Österreich), das CUTEC-Forschungsinstitut sowie die Recylex GmbH. Kooperationspartner sind u. a. Geologische Landesämter einiger Bundesländer.
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Zur Pressemitteilung Datenbank für Hochtechnologierohstoffe: BGR koordiniert Verbundprojekt zur Ressourceneffizienz

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Neuer Newsletter, 04.05.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2015 ist erschienen.

Geodaten spielen eine immer wichtigere Rolle

30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC), 30.04.2015

Vom 4. bis 8. Mai findet im GEOZENTRUM Hannover die 30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC) statt. Das GIC bringt einmal im Jahr Mitglieder Geologischer Dienste aller Kontinente zusammen, um einen Fachaustausch zur Entwicklung geowissenschaftlicher Informationssysteme zu ermöglichen. An der Tagung, die in diesem Jahr von der BGR organisiert wird, nehmen rund 40 Vertreter internationaler geologischer Dienste teil.

Die Veranstaltung startet am 4. Mai mit dem sogenannten „Open Day“, an dem auch die breite Öffentlichkeit teilnehmen kann. Es werden an diesem Nachmittag folgende Vorträge gehalten:

  • Data management in relation to the Oil/Gas Industry – The Authorities point of view (Eric Toogood of NPD, Norway)
  • INSPIRE: Maintenance and Implementation (update, issues, thematic clusters etc) (Robert Tomas, Joint Research Centre, Italy)
  • OneGeology global OneGeology global (Matthew Harrison, British Geological Survey, UK)

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Weitere Informationen zum Geoscience Information Consortium (GIC)

Der BGR-Hubschrauber im Einsatz

Aero-geophysikalische Messungen im Südosten Thüringens , 29.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 4. bis zum 13. Mai 2015 mit ihrem Hubschrauber geophysikalische Messflüge zwischen den Städten Schleiz und Greiz (Thüringen) durch. Der BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ wird dafür eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde in 40 Meter Höhe über den Boden schleppen. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund des ehemaligen Bergbaugebietes bis in eine Tiefe von 100 Metern. Der Einsatzflughafen wird Gera-Leumnitz sein.

Mit elektromagnetischen Messungen kann die Leitfähigkeit von Gesteinsschichten im Untergrund bestimmt werden. Geowissenschaftler können mit den ausgewerteten Daten u. a. Aussagen darüber treffen, welche Strukturen sich im Untergrund befinden, wie die Grenzen verlaufen und wo sich Lagerstätten befinden. Bei der Messkampagne handelt es sich um eine Vorerkundung im Rahmen des vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Projektes DESMEX (Deep Electromagnetic Soundings for Mineral Exploration).
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Messungen im Südosten Thüringens: BGR kartiert ehemaliges Bergbaugebiet aus der Luft

Deutschlands Botschafter Holger Green (li.) übergibt Jumazoda Murod Hol symbolisch einen Geologenhammer

Deutschland unterstützt Tadschikistan bei der geologischen Geländeaufnahme, 29.04.2015

Im Rahmen der deutsch-tadschikischen Technischen Zusammenarbeit übergab der deutsche Botschafter Holger Green dem Direktor der tadschikischen Haupverwaltung für Geologie, Jumazoda Murod Hol in der vergangenen Woche mehrere Geräte zur geologischen Geländeaufnahme. Die Übergabe erfolgte zur Unterstützung des Regionalvorhabens „Mineralische Rohstoffe für Entwicklung“. Die BGR führt das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie der Republik Tadschikistan durch.

Bei den übergebenen Geräten handelte es sich um mehrere mit geologischer Spezialsoftware ausgestattete Tablet-Computer sowie um Lasermessgeräte, GPS-Navigationsgeräte und traditionelle Geologenausrüstung. Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Geologie werden derzeit in einem zweiwöchigen Kurs durch Fachleute der BGR und der deutschen GAF AG in den Gebrauch der Geräte und der Software eingewiesen und im weiteren Verlauf des Projektes kontinuierlich weiter geschult.

Tadschikistan ist ein an Ressourcen reiches Land. Diese Ressourcen wurden aber bislang nur zu einem Teil erkundet. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt Tadschikistan im Rahmen des Projektes u. a. bei der Gewinnung und Aufbereitung von geologischen Daten über mineralische Lagerstätten auch mit dem Ziel, dadurch die Grundlagen für eine kommerzielle Nutzung der Rohstoffe des Landes zu leisten.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Tadschikistan

Der Helium-Ballon

BGR testet weltweit einmaliges Messsystem, 28.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in den vergangenen Wochen (13. bis 26. April 2015) ein neuartiges geophysikalisches Messystem zur Erkundung von Grundwasservorkommen erfolgreich getestet. Dabei wurde auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz „Döberitzer Heide“ in Brandenburg mit Hilfe eines 22 Meter großen ringförmigen Helium-Ballons die Kernspinresonanz weltweit erstmals aus der Luft gemessen.

Die Messung der Kernspinresonanz funktioniert nach den gleichen grundlegenden physikalischen Konzepten wie die medizinische Magnetspinresonanz. Sie wird seit ca. zwei Jahrzehnten zunehmend zur Grundwassererkundung genutzt. Dafür wird je nach gewünschter Erkundungstiefe eine zehn bis 150 Meter große Kabelschleife auf dem Boden ausgelegt, mit der die kernmagnetische Resonanz der Wasserstoff-Atomkerne in den Grundwassermolekülen gemessen wird. Die Wasserstoff-Protonen im Wasser sind durch ihren Kernspin wie kleine Kompassnadeln im Erdmagnetfeld ausgerichtet. Werden sie mithilfe eines elektromagnetischen Impulses durch die Kabelspule an der Oberfläche angeregt, kehren sie innerhalb kürzester Zeit (maximal einige hundert Millisekunden) in den Gleichgewichtszustand zurück. Diese Bewegung, auch Relaxation genannt, lässt sich wiederum an der Erdoberfläche messen und in der Tiefe zuordnen. Auf diese Weise werden Grundwasserleiter aufgefunden und in ihren hydraulischen Eigenschaften charakterisiert.
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Zur Pressemitteilung Weltweit einmaliges Messsystem getestet: BGR misst mit Helium-Ballon Kernspinresonanz
Zum Film Torus-TEM Heliumballon auf YouTube

Lars Behrens, stellv. Geschäftsführer der GIW-Geschäftsstelle, im Gespräch

Videoclip zum GeoBusiness-Congress jetzt auf GeoChannel, 28.04.2015

Der GeoChannel von BGR LBEG hat jetzt einen Videoclip zum GeoBusinessCongress 2015 veröffentlicht. Der von der Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW) organisierte GeoBusinessCongress zum Thema „Die digitale Welt der Geodaten – wirtschaftliche Chancen erkennen und nutzen“, fand am 15. April 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) statt. Gemeinsam diskutierten mehr als 180 Teilnehmer über die wirtschaftlichen Chancen staatlicher Geodaten. Der jetzt veröffentlichte Clip zeigt Eindrücke und Erkenntnisse von der Veranstaltung, die von BMWi-Staatssekretärin Brigitte Zypries eröffnet wurde.
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Zum Video GeoBusinessCONGRESS 2015 auf Youtube
Zur Playlist GeoBusiness auf Youtube
GeoBusiness/GIW-Kommission

Experten der RNRA aus Ruanda im Seismologischen Zentralobservatorium der BGR

Delegation aus Ruanda informiert sich in der BGR, 27.04.2015

Im Rahmen einer Studienreise waren am 21. April vier Experten der Rwanda Natural Resources Authority (RNRA) in der BGR zu Gast. Sie nutzten den Besuch, um sich über das Leistungsspektrum der BGR im Rohstoffsektor und über laufende Aktivitäten im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit in Afrika zu erkundigen. In einem intensiven Austausch mit Vertretern verschiedener Fachabteilungen wurden vor allem Methoden zur Bewertung von Rohstofflagerstätten und Ansätze zur Harmonisierung geologischer Karten diskutiert. Abgerundet wurde der Besuch mit einer Einführung in die Funktionsweise des Seismologischen Zentralobservatoriums.
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Weitere Informationen über TZ-Vorhaben der BGR in Afrika

Manganknolle

Expedition in den Manganknollen-Gürtel, 27.04.2015

Unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) startet am 4. Mai 2015 in Manzanillo (Mexiko) eine 7-wöchige Expedition mit dem neuen deutschen Tiefseeforschungsschiff "SONNE". Das Ziel ist der Manganknollengürtel im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher werden dort im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekts u. a. den Einfluss von untermeerischen Bergen (sog. Seamounts) auf die Bildung von Manganknollen untersuchen.

Die Forschungsfahrt „SO-240“ wird gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Bremen, der Jacobs Universität Bremen, des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven sowie des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven durchgeführt. Die Forschungsarbeiten werden in einem Teil des deutschen Lizenzgebiets für die Erkundung von Manganknollen stattfinden.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Manganknollen-Gürtel im Zentralpazifik: Deutsche Forscher untersuchen untermeerische Berge

Europäische Grundwasserkarte IHME 1500

Europäische Grundwasserkarte jetzt im Vektorformat, 21.04.2015

Die Europäische Grundwasserkarte IHME 1500 (1:1.500.000) liegt jetzt im Vektorformat vor. Sie stellt die einzige kohärente Übersichtkarte zu den europaweiten Grundwasserressourcen dar. Die Vorkommen werden hinsichtlich ihrer Produktivität, der Art der Grundwasserleiter (Poren- oder Kluftgrundwasserleiter) und der Lithologie der wasserführenden Gesteine unterschieden. Das Kartenwerk beinhaltet zudem die Darstellung von relevanten tektonischen Störungslinien.

Diese Fachthemen sind nun auch im Vektorformat als Shapefile frei erhältlich und können beispielsweise in einem Geographischen Informationssystem oder mit einer Modellierungssoftware verarbeitet werden.
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Weitere Informationen zur Internationalen Hydrogeologischen Karte von Europa

Tagung

Präsentationen der Tagung Boden und Energiewende jetzt zum Download, 20.04.2015

Die Präsentationen der Tagung „Boden und Energiewende“ stehen jetzt auf der Internetseite der BGR zum Download zur Verfügung. Die gemeinsam von der BGR und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) organisierte Tagung fand kürzlich im GEOZENTRUM Hannover statt. Sie setzte sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung auseinander und beschäftigte sich mit dem Thema Erdwärmenutzung. Im Vordergrund standen u. a. folgende Fragen: Wie wirkt sich die Energiewende auf die Georessource Boden aus? Welche Folgen hat der Netzausbau? Wie groß ist das Bodenpotenzial beim Thema Wärmegewinnung? Und wie sieht wirkungsvoller Bodenschutz insbesondere beim Netzausbau aus?

Mit der Tagung wurde das Spannungsfeld zwischen dem Boden als Energieträger, -produzent und -leiter einerseits und dem Bodenschutz andererseits beleuchtet. Dabei wurde die endliche Ressource Boden in den Fokus gestellt. Die Beiträge der Referenten stehen jetzt zum Download zur Verfügung.
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Weitere Informationen zur Tagung Energiewende – ein Thema für den Boden?

Zwei Seismogramme zum aktuellen Erdbeben in der Region Halle/Leipzig

Erdbeben in der Region Halle/Leipzig, 16.04.2015

Die BGR hat heute Morgen (16.04.2015) um 08:38 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Sachsen ein Erdbeben der Magnitude 3,3 registriert. Das Epizentrum des Bebens befindet sich nahe der Ortschaft Gröbers (Gemeinde Kabelsketal) östlich von Halle an der Saale. Erste Auswertungen haben ergeben, dass sich der Erdbebenherd in einer Tiefe von 21 Kilometern befindet. Es handelt sich um ein Erdbeben natürlichen Ursprungs. Das seismische Ereignis wurde im Bereich Halle, Leipzig und Merseburg von zahlreichen Menschen verspürt.

Das Beben ereignete sich am nördlichen Ende der „Leipzig–Regensburger Störungszone“. Es handelt sich um das stärkste seismische Ereignis in der Region Halle/Leipzig seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnung vor 100 Jahren. Bereits am 10. Februar 2015 ereignete sich etwa 10 Kilometer östlich des heutigen Epizentrums ein kleines Erdbeben der Magnitude 1,6.
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Zur Pressemitteilung Stärkstes je registriertes Beben in der Region Halle/Leipzig: BGR zeichnet Erdbeben der Stärke 3,3 auf

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

GeoBusiness-CONGRESS in Berlin, 15.04.2015

Heute eröffnet Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, den GeoBusinessCONGRESS „Die digitale Welt der Geodaten – wirtschaftliche Chancen erkennen und nutzen“. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschen sich hier über die wirtschaftlichen Potenziale staatlicher Geodaten aus.

Mehr Informationen dazu können Sie in der Pressemitteilung des BMWi: „Zypries: Digitale Zukunft Deutschlands sichern durch staatliche Geodaten“ nachlesen.
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BGR-Wissenschaftlerin Andrea Richts übergibt die neue Weltgrundwasserkarte an den Generalsekretär des Weltwasserforums Soon-Tak Lee

BGR und UNESCO stellen neue Weltkarte zu Grundwasser vor, 15.04.2015

Dürren, Hochwasser und Tsunami-Katastrophen können die gesamte Trinkwasserversorgung in den betroffenen Regionen gefährden. Die Wasserressourcen sind erschöpft, verschmutzt oder versalzen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in Zusammenarbeit mit der UNESCO unter dem Titel "Global Groundwater Vulnerability to Floods and Droughts" eine Weltgrundwasserkarte im Übersichtsmaßstab erstellt, die gefährdete Regionen ausweist. Die Karte wurde jetzt auf dem 7. Weltwasserforum in Daegu (Südkorea) vorgestellt und dem Generalsekretär des Weltwasserforums, Soon-Tak Lee, übergeben.

„Grundwasserreservoire bieten im Gegensatz zu Wasser aus Seen und Flüssen die Möglichkeit, Trinkwasser auch nach einer Naturkatastrophe in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Die neue Karte kann Wassermanagern weltweit helfen, im Falle einer Naturkatastrophe für eine sichere Wasserversorgung gewappnet zu sein“, erklärt BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel.
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Zur Pressemitteilung Gefährdung der Trinkwasserversorgung durch Dürren, Hochwasser und Tsunamis: BGR und UNESCO stellen neue Weltgrundwasserkarte vor

BGR-Experten zeigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee

BGR zeigt Manganknollen auf der Hannover Messe, 15.04.2015

Die BGR präsentiert sich mit Ergebnissen ihrer marinen Rohstoffforschung auf der Hannover Messe 2015. Gemeinsam mit 16 weiteren Ausstellern aus Wissenschaft und Wirtschaft ist die BGR auf dem Gemeinschaftsstand „InwaterSolutions“ in Halle 13 (Stand E 30) vertreten. Dort werden Forschungsarbeiten und Lösungen zum Thema „Versorgungssicherheit durch maritime Technologien, Energien, Rohstoffe und Nahrungsmittel aus dem Meer“ vorgestellt. Die BGR-Experten zeigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee.

Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR in den beiden deutschen Lizenzgebieten im Pazifischen und im Indischen Ozean Vorkommen von Manganknollen bzw. polymetallischen Sulfiden. Besucher können sich seltene Filmaufnahmen vom Meeresboden und Rohstoffproben aus 4.000 Meter Wassertiefe ansehen. Prominenter Besucher des Standes war der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer. Beckmeyer, der auch Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft ist, informierte sich über die aktuellen Projekte der marinen Rohstoffforschung der BGR.
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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte) gibt gemeinsam mit VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge (li.) und ZVEI-Präsident Michael Ziesemer den Startschuss für den

Wirtschaftsminister Gabriel startet Rohstoffeffizienz-Preis, 14.04.2015

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Siegmar Gabriel, hat heute auf der Hannover Messe den offiziellen Startschuss zum Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015 gegeben. Seit 2011 zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Eine 13-köpfige Jury wählt fünf Preisträger aus, denen im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im Herbst 2015 der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis verliehen wird. Besonders innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign, der Rohstoffgewinnung und der Rückgewinnung von Wertstoffen haben in diesem Wettbewerb ausgezeichnete Chancen. Gleiches gilt für anwendungsorientierte Forschungsergebnisse. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 22. September 2015. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.Deutscher-Rohstoffeffizienz-Preis.de und unter www.deutsche-rohstoffagentur.de
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Zur BMWi-Pressemitteilung Gabriel startet Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015

BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ mit Elektromagnetik-Sonde

Hubschrauber-Vergleichsflüge: BGR testet Elektromagnetik-Sonden, 14.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt am 15. und 16. April 2015 zwischen Hildesheim und Salzgitter Testflüge mit dem BGR-Hubschrauber durch. Dabei werden zwei ähnliche 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonden eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Die Flugsonden werden in vielen Projekten von den Geowissenschaftlern eingesetzt, um den Erduntergrund bis in eine Tiefe von maximal 150 Metern zu erkunden.

Der BGR-Hubschrauber, der in Hildesheim stationiert ist, und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So kann z. B. die Versalzung des Grundwassers aufgrund der verschiedenen elektrischen Leitfähigkeiten bestimmt werden, aber auch unterschiedliche Gesteinsarten können erkannt werden.

Zur Vorbereitung auf die nächsten Messkampagnen werden die beiden Elektromagnetik-Sonden in einem Gebiet zwischen Hildesheim und südwestlich von Salzgitter-Bad auf vier parallelen Messprofilen (Abstand 200 Meter) geflogen, die in der Vergangenheit bereits mehrmals vermessen wurden. So ist ein direkter Vergleich nicht nur der aktuellen Systeme untereinander, sondern auch zu nicht mehr genutzten, alten Systemen möglich. Auf diesen Profilen wird der Hubschrauber im Tiefflug bis zu vier Mal fliegen, um die verschiedenen Systeme und Konfigurationen zu testen. Ortschaften werden dabei umflogen.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauber-Vergleichsflüge zwischen Hildesheim und Salzgitter: BGR testet Elektromagnetik-Sonden

Experten des GEOZENTRUMs zeigen, wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen und anderen Materialien gemessen wird

Hannover Messe: GEOZENTRUM informiert über Geothermie, 13.04.2015

Auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ (Halle 27, Stand E50) präsentieren die Erdwärme-Experten aus dem GEOZENTRUM Hannover gemeinsam die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der oberflächennahen und der tiefen Geothermie.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) zeigen vom 13. bis 17. April 2015 die Nutzungsmöglichkeiten der oberflächennahen und tiefen Geothermie auf. Besucher können am Messestand live miterleben, wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen und anderen Materialien gemessen wird. Die Experten erläutern anhand dieser Messungen, inwiefern sich der Untergrundaufbau auf die Erdwärmenutzung auswirkt. Darüber hinaus können sich interessierte Besucher zu den Informationsangeboten des GEOZENTRUMs im Internet beraten lassen, beispielsweise zum Geothermischen Informationssystem GeotIS oder zum Auskunftssystem „Geothermie – geht das bei mir?“
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Staatssekretär Matthias Machnig eröffnet das Fachforum

BGR-Präsident im GreenSolutionCenter der Hannover Messe, 13.04.2015

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, eröffnete heute gemeinsam mit Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutsche Messe, im GreenSolutionCenter auf der Hannover Messe 2015 das Fachforum „Materialeffizienz – ein Gewinn für Unternehmen“. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel hob in seiner Keynote die Bedeutung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung der deutschen Wirtschaft mit mineralischen Rohstoffen hervor. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, falle dem Thema Ressourceneffizienz eine wichtige Rolle zu, da durch Materialsubstitution und Recycling die Abhängigkeit von Primärrohstoffimporten deutlich reduziert werden könne, so der BGR-Präsident.

Die weiteren Praxisvorträge im Rahmen der Auftaktveranstaltung zeigten eindrucksvoll, wie sich Maßnahmen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz positiv auf die Unternehmensbilanz auswirken können. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR stellte im Rahmen der Veranstaltung den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis vor – ein Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums, der seit 2011 an herausragende Beispiele für rohstoffeffizientes Handeln vergeben wird.
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Podiumsdiskussion

Grünes Licht für Geodaten mit Datenschutz, 30.03.2015

Die Aufsichtsbehörden haben jetzt grünes Licht für den GeoBusiness Code of Conduct (CoC) gegeben. Der GeoBusiness CoC schafft eine einheitliche Auslegung von bestehenden Datenschutzbestimmungen mit Bezug auf staatliche Geoinformationen. Das Verfahren setzt die Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW-Kommission) in Kooperation mit dem Verein für Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW) um. Der Verein wird die Beschwerdestelle führen. Die Akkreditierungsstelle übernimmt die Geschäftsstelle der GIW-Kommission.

Seit vier Jahren verhandelt die Kommission für Geoinformationswirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Datenschutzaufsichtsbehörden, um eine Selbstverpflichtung für die Wirtschaft im Umgang mit staatlichen Geodaten zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Aufsichtsbehörden. Das ist ein Meilenstein beim Thema Datenschutz im Umgang mit Geodaten“, erläutert Dr. Jörg Reichling, Verhandlungsführer für die GIW-Kommission. Teilnehmer am GeoBusiness CoC können Geschäftsprozesse nach dem GeoBusinessCoC akkreditieren lassen und so nach außen dokumentieren, dass sie mit dem Bundesdatenschutzgesetz aktiv konform gehen. Der  Akkreditierungsprozess kann über die Online-Anwendung Geodatenschutz.org ganz bequem vorgenommen bzw. verfolgt werden. Das schafft Transparenz auf Seiten der Unternehmen und der behördlichen Datenanbieter.

Die Selbstverpflichtungserklärung ist gemeinsam von Mitgliedern der Kommission für Geoinformationswirtschaft, Unternehmern, Rechtsanwälten und Datenschützern ausgearbeitet worden. Nun muss noch die offizielle Antragsstellung beim zuständigen Berliner Datenschutzbeauftragten erfolgen, bevor die Selbstverpflichtungserklärung in der Praxis zum Einsatz kommen kann.
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GIW-Kommision
Verein für Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW)

v. li.: Charles Zulu (Deputy Minister MMEWD), Christopher Yaluma (Minister MMEWD) und Simon Kang’omba (Assistant Director Groundwater DWA) informieren sich bei Dr. Tobias El-Fahem über die Arbeit der BGR in Sambia.

BGR auf dem Weltwassertag in Sambia, 30.03.2015

Sambia führte jetzt anlässlich des Weltwassertages 2015 zahlreiche Aktionen durch. So hielt der Minister für Bergbau, Energie und Wasser eine Fernsehansprache und mehrere Institutionen des sambischen Wassersektors präsentierten sich bei einer öffentlichen Ausstellung im Zentrum Lusakas unter dem Titel „Sustainable Development“. Die BGR hat die Veranstaltung mit organisiert und zwei Anzeigen in den größten Tageszeitungen Sambias (Times of Zambia und Daily Mail) geschaltet.

Die BGR unterstützt die sambische Regierung darin, die für die Trinkwasserversorgung sehr wichtige Ressource Grundwasser zu erkunden und für eine nachhaltige Nutzung zu schützen. Dabei arbeitet sie unter anderem mit der Water Resources Management Authority (WARMA) und dem Department of Water Affairs (DWA) zusammen. Der Fokus des BGR-Projektes in Sambia liegt derzeit auf Lusaka. In der Hauptstadt ist es im vergangenen Jahr durch  geringe Niederschläge in den Regenzeiten bereits zu Versorgungsengpässen gekommen. Informationen über die Quantität und Qualität der Grundwasservorkommen sowie ein nachhaltiges Grundwassermanagement sind daher dringend notwendig.

UNICEF hat zum Weltwassertag ihre Facebookseite mit den Statements des sambischen Ministers und verschiedener Projektleiter versehen und dazu Filmaufnahmen gemacht, die im sambischen Fernsehen gezeigt wurden. Diese sind unter den folgenden Links zu finden:
UNICEF Sambia
TV-Spot (upload by UNICEF)
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Unter Leitung von Ranger-Direktor Oberst Hussein Abidah, Staatssekretär Basem Telfah, Vize-Polizeipräsident Generalmajor Atef Sihaimat und BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll wurden die jordanischen Ranger geschult (Foto von rechts).

BGR-Training für Umweltschutz-Ranger in Jordanien, 26.03.2015

Im Rahmen des TZ- Projekts „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ in Jordanien hat die BGR mit der Schulung von Mitarbeitern der Umweltschutzpolizei begonnen. Die Auftaktveranstaltung der Ausbildungskampagne wurde in Amman durch den Staatssekretär des Ministeriums für Wasser und Bewässerung, Basem Telfah, eröffnet. Telfah betonte die wichtige Rolle der Umweltschutz-Ranger bei der Umsetzung von Umweltgesetzen und dem Schutz von Trinkwasserressourcen. Die Bedeutung der Trainingsmaßnahmen wurde auch durch die Anwesenheit des stellvertreten Polizeipräsidenten, Generalmajor Atef Sihaimat, und des Direktors der Ranger, Oberst Hussein Abidah, unterstrichen. An den Workshops werden Ranger aus allen Dienststellen des Landes teilnehmen. Ziel der Kampagne ist die Sensibilisierung der Ranger für die Bedeutung einer konsequenten Verfolgung von Vergehen gegen bestehende Umweltgesetze. So lernen die Umweltpolizisten, wie Wasser- oder Abwasserproben fachgerecht genommen werden oder trainieren den Einsatz von GPS-Geräten bei der Lokalisierung von Umweltschäden.
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DERA-Rohstoffliste 2014

DERA veröffentlicht neue Rohstoffliste, 23.03.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute die neue DERA-Rohstoffliste zur globalen Angebotskonzentration veröffentlicht. Rund ein Drittel der knapp 300 untersuchten mineralischen Rohstoffe und Handelsprodukte weisen diesbezüglich erhöhte Preis- und Lieferrisiken auf. Zu ihnen gehören Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram, aber auch Hochtechnologiemetalle wie Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Tantal sowie eine Reihe von Eisenlegierungen. Die Ergebnisse sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie wichtig, um Schwachstellen in der Wertschöpfungskette zu identifizieren.

Besonders auffällig ist z. B. die Angebotskonzentration bei Platin und Palladium. Diese Metalle, die u. a. in Fahrzeugkatalysatoren eingesetzt werden, stammen zu mehr als 75 % aus Südafrika und Russland. Eine noch höhere Konzentration weist Niob auf. Der in der Stahlindustrie vorrangig eingesetzte Metallrohstoff wird zu mehr als 90 % in Brasilien gefördert. Vor allem aber dominiert China bei zahlreichen Rohstoffen die globale Bergwerksförderung. So liegt der Anteil Chinas z. B. bei Antimon, Wolfram und Seltenen Erden bei rund 80 bis 85 %. Insgesamt belegt das Land im Bereich der Bergwerksförderung bei fast der Hälfte aller untersuchten Rohstoffe den ersten Platz. Aber nicht nur hier, sondern auch bei der Metallproduktion (Raffinadeproduktion) nimmt China bei 22 von 25 ausgewählten Rohstoffen die führende Position ein, darunter zahlreiche für Zukunftstechnologien benötigte Metalle wie Gallium, Germanium oder Indium. China ist zudem der bedeutendste Nettoexporteur von einer Vielzahl der in der Studie untersuchten Handelsprodukte.
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Zur Pressemitteilung DERA veröffentlicht neue Rohstoffliste: Weltweit hohe Angebotskonzentration bei Produktion und Handel von mineralischen Rohstoffen

Julia Plate (Mitte) zählt zu den besten Prüflingen. Sie wurde in Begleitung von BGR-Ausbildungsleiterin Birgit Gerdes in Berlin von Ministerialdirektor Harald Kuhne ausgezeichnet.

BGR-Auszubildende unter den besten Prüflingen, 20.03.2015

Die BGR-Mitarbeiterin Julia Plate wurde jetzt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für ihre hervorragenden Ausbildungsleistungen ausgezeichnet. Sie hat bei der BGR eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bürokommunikation absolviert und ihre Abschlussprüfung mit der Gesamtnote 2 bestanden. Ihren Berufsschulabschluss hat sie mit der Note 1 gemacht. Mit diesem Abschluss zählt die 22jährige zu den besten Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen im Geschäftsbereich des BMWi im Jahr 2014.

„Die Ausbildung in der BGR ist professionell, praxisnah, vielseitig und zukunftsorientiert“, so BGR-Ausbildungsleiterin Birgit Gerdes.

Insgesamt wurden 17 Prüflinge in Berlin geehrt. Zurzeit befinden sich beim BMWi und den nachgeordneten Behörden 460 Auszubildende in über 20 Ausbildungsberufen. In der BGR werden unter anderem Chemielaborant(inn)en, Kfz-Mechatroniker/innen, Geomatiker/innen, Feinwerkmechaniker/innen, Fachinformatiker/innen, Fachangestellte für Medien-und Informationsdienst (Fachrichtung Bibliothek) und Fachangestellte für Bürokommunikation (seit 2014: Kaufleute für Büromanagement) ausgebildet. Julia Plate ist der BGR im Anschluss an ihre erfolgreiche Ausbildung erhalten geblieben. Sie ist im Referat „Beschaffung, Materialwirtschaft“ tätig.
Weitere Informationen zur Ausbildung im Geozentrum Hannover
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BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Umweltminister Stefan Wenzel und LBEG-Präsident Andreas Sikorski auf der Tagung (von links)

Umweltmininster Wenzel eröffnet Boden-Tagung, 12.03.2015

Der Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, eröffnete heute (Donnerstag, 12. März 2015) die Tagung „Energiewende – ein Thema für den Boden?“ im GEOZENTRUM Hannover. Rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft diskutierten aus Anlass des Internationalen Jahres des Bodens über die Bedeutung und den Schutz der Georessource Boden im Zeichen der Energiewende. Die Tagung von BGR und LBEG setzte sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung auseinander und beschäftigte sich mit dem Thema Erdwärmenutzung.
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GASI-Vizedirektor Erdenebilegt Berenbal und  BGR-Projektleiterin Dr. Thekla Abel

Abschlussworkshop in Ulan Bator, 11.03.2015

In Ulan Bator (Mongolei) fand jetzt der Abschlussworkshop des BGR-Projekts "Umweltschutz im Bergbau" im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit statt. Das in mehrere Phasen unterteilte Projekt wurde seit 2005 zusammen mit der Staatlichen Mongolischen Inspektionsbehörde (General Agency for Specialised Inspection – GASI) durchgeführt. Ziel war es, die technischen und methodischen Kapazitäten der mongolischen Bergbauinspektion zu stärken und das Bewusstsein für Umweltschutz und Arbeitssicherheit im Bergbausektor zu fördern.

Im Beisein des deutschen Vize-Botschafters in der Mongolei, Burkhard Ducoffre, wurde auf dem Abschlussworkshop seitens der mongolischen Partner die Etablierung einer modernen und transparenten Inspektionssystematik als zentrales Ergebnis herausgestellt. Als Standard für den Bergbaubereich wurde der Prozess inzwischen auch auf andere Sektoren übertragen. Ebenso wird die vom Projekt jährlich durchgeführte nationale Rekultivierungskonferenz, die den Austausch zwischen den Verantwortlichen für Umweltfragen der Behörden und Bergbaufirmen fördert, als wichtiger Beitrag für die sichtbare Verbesserung der Rekultivierungssituation gewertet. Die daran teilnehmenden Umweltexperten der Firmen organisieren sich seither in der „Mongolian Association of Environment Professionals“. Der langjährigen Projektleiterin Dr. Thekla Abel wurde als Dank für ihr Engagement vom mongolischen Staat eine Ehrenmedaille der Aufsichtsbehörde überreicht.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei

Tagung

Tagung: Energiewende – auch ein Thema für den Boden, 10.03.2015

Wie wirkt sich die Energiewende auf die Georessource Boden aus? Welche Folgen hat der Netzausbau? Wie groß ist das Bodenpotenzial beim Thema Wärmegewinnung? Und wie sieht wirkungsvoller Bodenschutz insbesondere beim Netzausbau aus? Fragen, mit denen sich am 12. März 2015 die Tagung „Energiewende – ein Thema für den Boden?“ im
GEOZENTRUM Hannover beschäftigt. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) haben aus Anlass des Internationalen Jahres des Bodens rund 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft dazu eingeladen.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 10 Uhr durch den Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, sowie die Präsidenten von BGR und LBEG, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel und Andreas Sikorski. Der erste Tagungsabschnitt setzt sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung, z. B. beim Bau der Stromtrasse SuedLink, auseinander. Im zweiten Teil der Veranstaltung stehen die Themen Wärmeleitfähigkeit und Erdwärmenutzung im Boden im Blickpunkt.
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Zur Pressemitteilung Tagung im GEOZENTRUM Hannover: Energiewende – auch ein Thema für den Boden

BGR-Hubschrauber

Fortsetzung der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland, 09.03.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 9.bis 20. März 2015 in der Provinz Zeeland im südwestlichen Bereich der Niederlande aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung Fortsetzung der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland (Niederlande): BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

Schulung von Mitarbeitern der nationalen Wasserbehörde

BGR-Wasserexperten schulen Vertreter aus dem Jemen, 04.03.2015

Trotz der augenblicklich schwierigen politischen Situation im Jemen sind Mitarbeiter der nationalen Wasserbehörde (NWRA) jetzt zu einer Schulung der BGR nach Hannover angereist. Ziel des fünftägigenTrainings ist die Erstellung einer Wasserbilanz für ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Becken im Norden des Landes. Die Teilnehmer sollen im Nachgang dieser Trainingseinheit eine Wasserbilanzierung auch für andere Projektgebiete erstellen. Das Training findet im Rahmen des TZ-Vorhabens "IWRM – Geo-Umweltinformationen und Grundwassermonitoring" statt.
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GeoChannel BGR LBEG

"GeoChannel BGR LBEG" ein Jahr online, 03.03.2015

Unser "GeoChannel BGR LBEG" ist jetzt seit einem Jahr auf dem Videoportal Youtube online. In dieser Zeit haben BGR und LBEG 69 Videos veröffentlicht. Fast 19.000 mal wurden die Beiträge aufgerufen – das macht über 65.000 Minuten Einblick in die spannende Arbeit der Geoexperten aus Hannover. Die "10 beliebtesten Filme":

  1. TFS SONNE – Die erste wissenschaftliche Erprobungsfahrt
  2. FLIN – Freshwater Lens INvestigation (english)
  3. Neues Forschungsschiff SONNE getauft von der Bundeskanzlerin
  4. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
  5. Tröpfis weltweite Abenteuer – Die lange Reise
  6. Torus-TEM – Erkundung von Grundwasservorkommen per Heliumballon
  7. Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)
  8. 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative
  9. 3D-Seismische Erprobungsfahrt Britische Nordsee 2012
  10. TFS SONNE – Das Golden Eye

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Sensorschlitten

Neuer Newsletter, 02.03.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2015 ist erschienen.

Weltweit führende Messe für Bergbauprojekte startet

Weltweit führende Messe für Bergbauprojekte startet, 27.02.2015

„Germany – A Global Player in the Mining Industry” ist der Titel einer Vortragsveranstaltung, zu der die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada am 03. März 2015 im Rahmen der Bergbautagung der PDAC (Prospectors & Developers Association of Canada) in Toronto einlädt. Die auch als „German Day“ bekannte Veranstaltung bietet auf der weltweit führenden Messe für Bergbauprojekte deutschen Unternehmen eine internationale Plattform, um ihr Know-how zu präsentieren. Nachhaltiger Bergbau, Exploration mineralischer Rohstoffe in Deutschland sowie Möglichkeiten der Projektfinanzierung durch deutsche Partner stehen in diesem Jahr im Fokus des German Day. Der im Anschluss an die Vortragsveranstaltung stattfindende Empfang bietet für die deutschen Teilnehmer eine hervorragende Gelegenheit, auf internationaler Ebene neue Geschäftskontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen. Die PDAC findet vom 01. bis 04. März 2015 statt. Im vergangenen Jahr zog die Messe mehr als 25.000 Teilnehmer aus 103 Ländern an.
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Zur Presseinformation BGR beteiligt sich an weltweit führender Messe für Bergbauprojekte in Kanada: Deutschland präsentiert Know-how zur Rohstoffsicherung

Minister Dr. Paul Oquist aus Nicaragua zu Gast bei der BGR

Minister aus Nicaragua zu Gast bei der BGR, 24.02.2015

Das Thema Energierohstoffe stand im Mittelpunkt eines Besuchs des Präsidialamtschefs und Ministers für Nationale Politik der Republik Nicaragua, Dr. Paul Oquist, im BGR-Dienstbereich Berlin-Spandau. Der Gast aus Mittelamerika informierte sich bei den BGR-Experten über die weltweite Verfügbarkeit von Energierohstoffen, speziell über den Einfluss von Tight Oil auf den Energiemärkten. Nicaragua selbst besitzt keine fossilen Energieträger. Seine Wirtschaft ist bisher abhängig von Importen. Seit einigen Jahren setzt das Land verstärkt auf die Erschließung heimischer, erneuerbarer Energieträger. Besonderes Interesse beim Minister weckte deshalb das von der BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit für Mitte 2015 geplante regionale Vorhaben zur Förderung der Geothermie in Nicaragua und weiteren mittelamerikanischen Ländern. Der Besuch des Ministers war Teil einer Informationsreise, die vom Goethe-Institut im Auftrag des Auswärtigen Amtes organisiert wurde.
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Workshop zur Erstellung einer Handlungsrichtline für Geothermiebohrungen, 10. - 12.02.2015 in Entebbe/Uganda

Workshop "Code of Practice for Geothermal Drilling", 20.02.2015

Vom 10. - 12.02.2015 fand in Entebbe/Uganda ein Workshop zur Erstellung einer Handlungsrichtline für Geothermiebohrungen statt. Dieser „Code of Practice for Geothermal Drilling“ soll für Geothermie-Bohrungen in Ostafrika bindend sein und seine Befolgung für die Einreichung von Bohrprojekten bei der Geothermie-Minderungs-Fazilität GRMF (Geothermal Risk Mitigation Facility) der Afrikanischen Union und der KFW vorausgesetzt werden. Eine solche Handlungsrichtlinie existiert bislang lediglich in Neuseeland und in einigen US-Bundesstaaten. Neben drei in der Geothermie-Branche Ostafrikas bekannten Consultants aus USA, Neuseeland und Äthiopien trugen auch die in Hinsicht auf Fachbezug und Zuständigkeit ausgewählten Teilnehmer aus sieben ostafrikanischen Partnerländern unter reger Beteiligung dazu bei, die wesentlichen Bestandteile der Handlungsrichtlinie zu definieren. Die Veranstaltung war als Fortsetzung des im April 2014 in Naivasha, Kenia, durchgeführten Workshops zu „Rules and Regulations for Geothermal Drilling“ geplant und wurde vom Programm GEOTHERM der BGR in Verbindung mit der Energieabteilung der Afrikanischen Union (AUC) organisiert. Der Entwurf des „Code of Practice“ wird für Anfang April erwartet.
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Messe „Invest in African Mining – INDABA“

BGR stellt „Mining Governance Assessment“ in Kapstadt vor, 19.02.2015

Die BGR nahm jetzt erstmals aktiv an der „Invest in African Mining – INDABA“ in Kapstadt (Südafrika) teil. Die INDABA zählt zu den weltweit wichtigsten Bergbaumessen und -konferenzen, bei der sich jährlich führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft treffen. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellte die BGR ihr Projektportfolio auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Rohstoffsektor vor. Dazu zählt auch das BGR-Vorhaben „Mining Governance Assessment – MGA“. Es wird in Zusammenarbeit mit der IBRD (Weltbank-Gruppe) durchgeführt und besteht in einer systematischen Bestandsaufnahme des Bergbausektors in Entwicklungsländern. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt das Programm finanziell.

Mit dem Vorhaben sollen die Länder bei ihren Reformanstrengungen im Rohstoffsektor unterstützt werden, um diesen Bereich für Investitionen attraktiver zu machen. Auf diese Weise kann das Programm einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Landes leisten. MGA stellt länderspezifische Informationen zu Geologie, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Institutionen, aber auch zur Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal zur Verfügung. In Kapstadt wurde deutlich, dass sowohl auf Seiten der Regierungen als auch der Investoren großes Interesse an diesem Angebot besteht. Zurzeit befindet sich das Vorhaben noch in der Entwicklung. Die erste Bestandsaufnahme wird im März in Sambia durchgeführt, im weiteren Verlauf des Jahres folgen weitere sieben Länder Afrikas. Nach Abschluss dieser ersten Phase Ende 2015 wird das Vorhaben evaluiert.
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Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler neuer Kommissions-Vorsitzender, 19.02.2015

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt (16. Februar 2015) den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Diese Wahl unterstreicht aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Engagement Deutschlands in der Internationalen Meeresbodenbehörde. Internationaler Tiefseebergbau ist für Deutschland doppelt interessant: Erstens kann er langfristig zur Versorgungssicherheit u. a. mit Hochtechnologierohstoffen beitragen. Zweitens eröffnet er Marktchancen für deutsche Hersteller von innovativer, umweltverträglicher Meerestechnologie wie auch für die deutsche maritime Wirtschaft insgesamt. Deutschland achtet dabei besonders auf die Entwicklung von hohen Standards zur nachhaltigen und umweltgerechten Gewinnung mariner Rohstoffe in der Tiefsee.
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Zur Pressemitteilung Internationale Meeresbodenbehörde (Jamaika): BGR-Wissenschaftler neuer Vorsitzender der Rechts- und Fachkommission

BGR-Metallpreisindex: Gesamtpreisindex

BGR-Metallpreisindex: Eisenerzpreise auf Rekordtief, 18.02.2015

Die Rohstoffpreise für Metalle belasten die deutsche Industrie deutlich weniger als noch im vergangenen Jahr. Dies spiegelt sich auch im Metallpreisindex der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR-MPI) wider. Vor allem die Preisentwicklung bei Eisen und Stahl beeinflusste den BGR-Metallpreisindex, da der höchste Anteil an den deutschen Metallimporten auf diese Rohstoffe entfällt. Im Jahr 2014 waren es 76 %. Der Ausbau der internationalen Bergbaukapazitäten der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Entspannung auf dem Eisen- und Stahlmarkt geführt. Die Stahl- und Eisenerzpreise fallen seit 2013. Im Verlauf des Jahres 2014 hat sich der Preis für Eisenerz nahezu halbiert. Im Januar 2015 lag der Monatsdurchschnitt des Metal Bulletin Eisenerzindex (62 %, cfr main China port) bei 67,84 US$/t und ist so niedrig wie zuletzt 2008/2009. Das wirkt sich auch auf den Stahlpreis aus.

Der BGR-Preisindex für Metalle (BGR-MPI) ist ein auf Deutschland bezogener Rohstoffpreisindex, dessen Zusammensetzung den deutschen Wareneinfuhren von metallischen Rohstoffen entspricht. Er ist am deutschen Metalleinsatz ausgerichtet und bildet dadurch die Belastungen deutscher Unternehmen besser ab als die börsennotierten Rohstoffindizes.
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Zur Pressemitteilung der DERA

Dr. Volkmar Bräuer (li.) und Prof. Dr. Peter Wycisk vor dem 3D-Modell des Staßfurter Salzsattels

Geologie-Modell der Superlative kehrt nach Hannover zurück, 16.02.2015

In der vergangenen Woche endete die Ausstellung „Der gläserne Untergrund – Innovative Visualisierungstechniken in der 3D-Geologie“ im GEOZENTRUM Hannover. Dieser Abschied wird nicht von Dauer sein, spätestens 2017 wird ein Modell der Ausstellung zurückkehren. Dabei handelt es sich um das geologische 3D-Modell des Staßfurter Salzsattels. Es kann dann wieder als Dauerleihgabe in den Räumlichkeiten des GEOZENTRUM Hannover bestaunt werden. Das vereinbarten jetzt Dr. Volkmar Bräuer (BGR) und Prof. Dr. Peter Wycisk (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Initiator der Ausstellung.

Das Modell des Staßfurter Salzsattels hatten Wissenschaftler der BGR und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam entwickelt. Mit seinen Abmessungen von 26 cm x 60 cm x 13 cm und einem Gewicht von 55 kg ist es das zurzeit größte geologische Glas-Laser-Modell in Deutschland. Es liefert eine detaillierte Darstellung der geologischen Basisfläche des Kaliflöz Staßfurt und ermöglicht eine detailgetreue Sicht auf die Salzabbaukammer.
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Weitere Informationen zur Ausstellung
Zum Video 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative

Es fand ein reger Austausch statt

Treffen zum Verbundvorhaben DENANA, 16.02.2015

Mehrere Nachwuchswissenschaftler des Verbundvorhabens DENANA (Designkriterien für nachhaltige Nanomaterialien) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) waren am 5. und 6. Februar zu Gast in der BGR. Das halbjährlich stattfindende Projekttreffen diente der Koordination sowie dem fachlichen Austausch und der Diskussion von Projektergebnissen. Im Rahmen des Verbundvorhabens DENANA untersuchen Wissenschaftler der BGR die Mobilität von Nanopartikeln (Ag und CeO2 ENP (engineered nanoparticles) in Böden.
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Weitere Informationen

Elektronischer Schaltkreis

Online-Umfrage zu Sorgfaltspflichten von KMUs, 12.02.2015

Die BGR führt derzeit eine Online-Umfrage zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Bereich sogenannter „Konfliktrohstoffe“ durch. Dabei geht es darum, wie Unternehmen Berichts- und Managementsysteme umsetzen, um nicht zu einer Finanzierung gewaltsamer Konflikte beizutragen. Die Umfrage ist Bestandteil einer Studie, in der die BGR speziell die Situation von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) untersucht, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold in ihren Produkten verwenden. Ziel der Studie ist es, praktische Handlungsempfehlungen zu entwickeln, mit denen die Unternehmen die bestehenden Richtlinien in den USA und der OECD umsetzen können. Weiterhin soll die Politik Fördermöglichkeiten für KMUs aufgezeigt bekommen. An der Online-Umfrage können Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik sowie Schmuckverarbeitung bis zum 9. April 2015 teilnehmen. Die Studie soll im Juli 2015 veröffentlicht werden und in den nationalen und internationalen Politikdialog zu dem Thema Sorgfaltspflichten in den Lieferketten eingebracht werden.
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Link zur Umfrage

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Abkommen über gemeinsame Rohstoff-Forschung in der Arktis, 11.02.2015

Deutschland und Kanada wollen noch stärker auf dem Gebiet der geowissenschaftlichen Forschung zusammenarbeiten. In der Residenz des deutschen Botschafters in der kanadischen Hauptstadt Ottawa unterzeichneten der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Professor Dr. Hans-Joachim Kümpel, und der Generaldirektor des Geologischen Dienstes von Kanada (Geological Survey of Canada/GSC), Dr. Daniel Lebel, ein entsprechendes Abkommen. Mit ihm soll die bereits seit 2003 bestehende wissenschaftliche Kooperation weiter ausgebaut werden.

„Deutschland ist auf Importe von Energie- und Metallrohstoffen angewiesen. Deshalb benötigen wir verlässliche Partner, zu denen im besonderen Maße auch Kanada gehört – ein rohstoffreiches Land mit hervorragender wissenschaftlicher Expertise und großem technologischen Know-how im Bergbausektor“, unterstreicht der BGR-Präsident die Bedeutung der Zusammenarbeit.

Auch der Generaldirektor des GSC betont das große Interesse an der Kooperation. Lebel: „Die BGR ist eine der weltweit führenden Institutionen im Bereich der Geowissenschaften.“ Von der BGR erhoffen sich die Kanadier wichtige Unterstützung. Das riesige und im Norden sehr schwer zugängliche Land ist immer noch nicht vollständig erforscht. Das sei eine große Herausforderung und die Mitarbeit Deutschlands werde geschätzt, so Lebel bei der Unterzeichnung des Abkommens.
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Zur Pressemitteilung BGR unterzeichnet Abkommen mit dem Geologischen Dienst von Kanada: Gemeinsame Rohstoff-Forschung in der Arktis

Brasilien bietet große Entwicklungschancen im Bergbau

Neue Studie zu Bergbau in Brasilien, 06.02.2015

„Brasilien. Projekte, Akteure und Rahmenbedingungen im Rohstoffsektor“ heißt eine neue Studie, die jetzt von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit der Germany Trade & Invest (GTAI) und der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK) erstellt wurde. Die Studie bietet deutschen Unternehmen erstmals einen detaillierten Überblick über konkrete Geschäftsmöglichkeiten im brasilianischen Bergbausektor. Dargestellt werden die Rohstoffsituation, einzelne Bergbauprojekte und deren technische Ausstattung sowie neue Rohstoffpotenziale.

Brasilien ist eines der bedeutendsten Länder für die globale Rohstoffwirtschaft und wird seine Stellung in diesem Bereich in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Bergbauprodukte wie Wolfram oder Kalisalz, die bisher nur in geringen Mengen in Brasilien abgebaut werden, gewinnen auf den Weltmärkten zunehmend an Bedeutung. „Brasilien als fünftgrößter Flächenstaat der Erde beherbergt immense Vorkommen an mineralischen Rohstoffen und noch längst sind nicht alle Teile des Landes geologisch erforscht“, erklärt DERA- Rohstoffexperte Dr. Herwig Marbler. Für die deutsche Wirtschaft ist Brasilien aber nicht nur als Rohstofflieferant interessant. „Deutschland kann hier auch sein Know-how im Bergbaubereich einbringen und einen erheblichen Beitrag für eine effiziente, nachhaltige und umweltschonende Förderung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe leisten“, betont Marbler.

Der nationale Branchenverband IBRAM geht davon aus, dass zwischen 2014 und 2018 Investitionen von 53,6 Mrd. US$ in neue Vorhaben und die Ausweitung bestehender Anlagen fließen. „Für deutsche Anbieter von Bergbauausrüstung und –dienstleistungen erweitert sich damit ein interessanter Markt, sei es in der Exploration und Förderung oder der Aufbereitung und dem Transport der Abbauprodukte“, erklärt Oliver Döhne, Auslandsmitarbeiter von Germany Trade & Invest in São Paulo.

Auf der anderen Seite sollten sich Firmen, die in Brasilien tätig werden wollen, auf bürokratische Hürden einstellen. „Die langwierigen Verhandlungen um eine neue Gesetzgebung für den Bergbau sowie die allgemein komplizierten Steuer- und Zollregelungen sind Belege dafür, dass man in Brasilien einen langen Atem braucht, um erfolgreich zu sein“, so Döhne weiter. Vor diesem Hintergrund bietet die Studie weitere wertvolle Informationen, so zum Beispiel zu den Rahmenbedingungen des brasilianischen Rohstoffsektors sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.
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Zur Studie

BGR schult Umweltpolizei in Jordanien

BGR schult Umweltpolizei in Jordanien, 06.02.2015

Der neue Direktor des jordanischen Amtes für Umweltschutz-Ranger, Brigadegeneral Mohammad Abdel Halim Qatischat, informierte sich kürzlich über die Zusammenarbeit der BGR mit der Umweltschutzpolizei in Jordanien. Die Ranger sind in das BGR-Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ in Jordanien eingebunden. Das Projekt unterstützt Maßnahmen zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Ressource Grundwasser. Im Hauptquartier der Umweltschutzpolizei in Amman (Jordanien) tauschte sich der BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll mit Brigadegeneral Mohammad Abdel Halim Qatischat über den aktuellen Stand der Kooperation aus. Sie vereinbarten Trainingsmaßnahmen für die Dienststellen der Umweltpolizei u.a. im Bereich der Wasserprobenahme und GPS-Ortung von Verunreinigungen. Die Trainingsmaßnahmen beginnen im März dieses Jahres und werden voraussichtlich bis in den Herbst hinein andauern.

Die BGR ist in Jordanien seit Ende der 50er Jahre im Auftrag der Bundesregierung tätig. Innerhalb dieses Zeitraumes konnten bisher 16 Vorhaben realisiert werden. Jordanien zählt zu den bedeutendsten Kooperationsländern der BGR. Der Aufbau des geologischen Dienstes, die Erschließung von Grundwasser und Phosphatvorkommen, die Erarbeitung eines Wasserhaushaltsplanes sowie Untersuchungen der Ölschiefervorkommen standen bei den meisten dieser Vorhaben im Vordergrund. In den letzten Jahrzehnten wandelten sich die Bedürfnisse. Der Nachhaltige Umgang mit der Ressource „Wasser“ spielte eine immer zentralere Rolle im Bereich der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Partnerland Jordanien.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

Wismut-Sanierung

Weiterer Meilenstein der Wismut-Sanierung, 05.02.2015

Die WISMUT GmbH hat kürzlich den WISMUT-Stolln als eines der letzten Großprojekte der WISMUT GmbH in Betrieb genommen. Die BGR hat die Arbeiten zur Inbetriebnahme beratend begleitet.

Bei dem WISMUT-Stolln handelt es sich um ein etwa drei Kilometer langes Untergrundbauwerk, das eine hydraulische Anbindung der gefluteten Grubenfelder Gittersee und Heidenschanze zum „Tiefen Elbstolln“ (Sachsen) schafft. Die Ableitung des Flutungswassers aus den Grubenfeldern ist notwendig, um unkontrollierte Wasseraustritte an der Oberfläche zu verhindern. Der WISMUT-Stolln ermöglicht nun eine Entwässerung über den Tiefen Elbstolln in die Elbe mit einem Durchsatz von voraussichtlich 80 bis 100 Kubikmeter pro Stunde. Dabei werden die chemischen Einleitkriterien eingehalten. Mit der Inbetriebnahme des WISMUT-Stolln ist die Sanierung des Standortes Dresden-Gittersee beendet. Die bis dahin durchgeführte Flutungswasserhaltung und Wasserbehandlung wurde eingestellt.

Die BGR berät das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit 2012 für die von der WISMUT GmbH durchgeführte Sanierung der Uranbergbau-Altlasten in Sachsen und Thüringen. Die Begleitung der Auffahrung des WISMUT-Stollns war dabei ein wesentlicher Bestandteil der bisherigen BGR-Arbeit. Mit der Fertigstellung des WISMUT-Stollns wurde am Standort Dresden-Gittersee eine nachhaltige Lösung für die dauerhafte Flutungswasserhaltung geschaffen, die ohne aufwändige Maßnahmen zur Wasserförderung und -aufbereitung auskommt.
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Weitere Informationen

Messe „Invest in African Mining – INDABA“

BGR auf Bergbaumesse in Kapstadt, 05.02.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nimmt vom 9. bis 12. Februar 2015 erstmals an der „Invest in African Mining – INDABA“ in Kapstadt (Südafrika) teil. Die INDABA zählt zu den weltweit wichtigsten Bergbaumessen und -konferenzen, bei der sich jährlich führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft treffen. Auf einem gemeinsamen Messestand mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die BGR ihr Projektportfolio auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Rohstoffsektor vor.

Daneben veranstaltet die BGR in Kooperation mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika und der South African Small and Medium Enterprises Federation (SASMEF) am 11. Februar ein Side-Event, an dem auch Südafrikas Ministerin für „Small Business Development“, Lindiwe Zulu, und der Deutsche Botschafter, Dr. Horst Freitag, teilnehmen werden.
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Zur Pressemitteilung Messe-Auftritt in Kapstadt: Bergbau im südlichen Afrika – BGR unterstützt nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

DERA-Industrieworkshop: Zink langfristig verfügbar

DERA-Industrieworkshop: Zink langfristig verfügbar, 30.01.2015

Der Rohstoff Zink ist – trotz leichter Defizite im Markt – langfristig verfügbar. Dies ist das Ergebnis eines Workshops der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Mehr als 40 Vertreter und Vertreterinnen aus Unternehmen, Branchenverbänden und wissenschaftlichen Institutionen diskutierten auf der Veranstaltung die zukünftige Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit des Rohstoffs Zink. Zink ist ein wichtiges Metall für den Korrosionsschutz, beispielsweise im Automobilbau oder der Bauindustrie.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte die DERA erste Ergebnisse ihrer Studie „Rohstoffrisikobewertung Zink“ vor. Demnach könnten in den nächsten fünf Jahren etwa 1,5 bis 2 Millionen Tonnen neuer Förderkapazitäten den Markt erreichen. „Auf längere Sicht steckt in den derzeitigen weltweiten Bergbauprojekten genügend Potential zur langfristigen Deckung der zukünftigen Zinknachfrage“, so DERA-Experte Dr. Martin Schmitz. Zugleich könnten aufgrund einer Reihe von Bergwerksschließungen kurz- bis mittelfristig weiterhin Defizite am Zinkmarkt auftreten, wenn der weltweite Bedarf weiter deutlich ansteigen und sich die Bereitstellung neuer Bergwerkskapazitäten verzögern sollte. „Die Entwicklung der neuen Förderkapazitäten müsse jedoch fortlaufend beobachtet werden, um mögliche Defizite am Markt frühzeitig zu erkennen“, so Dr. Schmitz weiter. Das endgültige Ergebnis der Studie „Rohstoffrisikobewertung Zink“ wird im April 2015 auf der DERA-Internetseite veröffentlicht.
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Zur Pressemitteilung DERA-Industrieworkshop: Trotz leichter Defizite im Markt - Zink langfristig verfügbar

Teilnehmer der Arena

TZ-Tage im GEOZENTRUM, 19.01.2015

Die Internationale Zusammenarbeit der BGR stand in der vergangenen Woche im Mittelpunkt der „TZ-Tage 2015“ im GEOZENTRUM Hannover. Bei den TZ-Tagen treffen sich alle zwei Jahre die Mitarbeiter des BGR-Fachbereichs „Internationale Zusammenarbeit“, um sich besser zu vernetzen und auszutauschen.

Ein Bestandteil der TZ-Tage war diesmal die „Arena der Internationalen Zusammenarbeit“. In der „Arena der Internationalen Zusammenarbeit“ diskutierten Vertreter von Ministerien, Wirtschaft und Wissenschaft über bereits laufende und zukünftige BGR-Kooperationen im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit.
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Zum Fachbereich Internationale Zusammenarbeit

Explorationsförderprogramm

Förderprogramm zur Exploration von Rohstoffen, 06.01.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nimmt vom 5. Januar 2015 bis 15. März 2015 neue Förderanträge zum Explorationsförderprogramm zur Prüfung und Bewertung entgegen. Das Programm wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2013 im Rahmen der Rohstoffstrategie der Bundesregierung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) neu aufgelegt. Das Programm sieht eine Förderung von Projekten zur Exploration, Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung sowohl im In- als auch im Ausland vor. Antragsberechtigt sind rechtlich selbstständige Unternehmen, die zur Durchführung des Vorhabens technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten. Die Anträge werden von der DERA fachlich geprüft und bewertet. Abschließend entscheidet das Bundeswirtschaftsmininisterium als Zuwendungsgeber über eine Förderung.
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Zur Pressemitteilung der DERA

Sensorschlitten

BGR entdeckt neue Erzvorkommen in der Tiefsee, 18.12.2014

Mit einem eigens entwickelten Sensorschlitten haben Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt im Indischen Ozean sieben neue Gebiete entdeckt, an denen erzbildende Lösungen am Meeresgrund austreten.

Die erzbildenden Lösungen fließen in einer Tiefe von 3.400 bis 3.700 Metern aus so genannten „Schwarzen Rauchern“ aus. Das sind aktive heiße Quellen am Meeresboden, in deren Nähe sich auch inaktive Sulfidvorkommen befinden. Diese Sulfidvorkommen enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur).

Die Erzvorkommen der sieben Areale waren bisher unbekannt. Die BGR-Wissenschaftler endeckten sie im November und Dezember mit dem niederländischen Forschungsschiff PELAGIA im Rahmen der Prospektionsarbeiten zur Erforschung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean bei Mauritius. Dabei setzen sie erstmals den neuen Sensorschlitten ein.
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Zur Pressemitteilung Expedition im Indischen Ozean: BGR entdeckt neue Erzvorkommen in der Tiefsee

Schulkinder lernen spielerisch, wie sie sich bei einem Erdbeben verhalten sollen

BGR eröffnet Gedenkraum für Tsunamiopfer in Banda Aceh, 17.12.2014

Zehn Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien mit mehr als 150.000 Toten, findet vom 25. bis 28. Dezember 2014 eine Gedenkfeier in Banda Aceh (indonesische Insel Sumatra) statt. An der Veranstaltung zum Gedenken an die Tsunamiopfer werden Botschafter aus 52 Ländern teilnehmen.

Auch Vertreter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) werden vor Ort sein. Sie werden mit Kollegen der USAID (Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung) und der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) den Gedenkraum des Tsunami-Museums eröffnen. Der Gedenkraum wurde kürzlich im Rahmen des BGR-Projektes „Verminderung von Georisiken“ weiter ausgebaut. Zudem informieren BGR-Mitarbeiter an einem Ausstellungsstand gemeinsam mit anderen deutschen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit über das Engagement zum Wiederaufbau Acehs sowie laufende Vorhaben. Dazu zählt z. B. das BGR-Projekt zum vorbeugenden Naturkatastrophenmanagement. Die BGR ist bereits seit 2003 in Indonesien im Bereich Georisiken tätig.
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Zur Pressemitteilung Gedenkfeier: Zehn Jahre nach dem Tsunami in Indonesien - BGR eröffnet Gedenkraum für Tsunamiopfer in Banda Aceh

Staatssekretär Silberhorn (Mitte) wird auf dem Weg nach Zatari von der KfW-Büroleiterin und dem BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll über die Wassersituation in Jordanien gebrieft

Staatssekretär Silberhorn informiert sich über BGR-Vorhaben in Jordanien, 17.12.2014

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), informierte sich jetzt bei seiner Reise nach Jordanien über die laufenden Vorhaben der BGR vor Ort.

BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll stellte sowohl die Aktivitäten des TZ-Vorhaben „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ vor als auch die Unterstützungsleistungen, die die BGR im Rahmen der syrischen Flüchtlingskrise mit dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung leistet. Bei dem Gesprächstermin zwischen Staatssekretär Silberhorn und dem jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Hazem El-Naser, betonte der Minister die Bedeutung des Grundwassermonitoring-Plans, der von der BGR zusammen mit dem jordanischen Ministerium für die Umgebung des Flüchtlingscamps Zatari erarbeitet wurde.
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VIRTUS

Neuer Newsletter, 15.12.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2014 ist erschienen.

Wetterstation in der Nähe von Wadi Rum, Süd-Jordanien

BGR erarbeitet Richtlinie in Jordanien, 15.12.2014

Das jordanische Königreich Jordanien gehört zu den wasserärmsten Länder der Erde. Eine Versorgung mit ausreichend Trinkwasser ist daher eine große Herausforderung. Zukünftige Änderungen verschiedener klimatischer Parameter können große Auswirkung auf die Wasserversorgung des Landes haben. Daher sind repräsentative Messungen von besonderer Bedeutung.

Die BGR hat nun gemeinsam mit dem Ministerium für Wasser und Bewässerung (MWI) eine Richtline zur Standortauswahl und Installation von Wetterstationen in Jordanien erarbeitet. Diese Richtlinie wurde jetzt vom jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Hazem Al Naser, in Amman unterzeichnet. Sie ist damit bindend für alle nachgeordneten Behörden des MWI. Die Richtlinie enthält Informationen darüber, unter welchen Voraussetzungen und nach welchen Kriterien in Zukunft klimarelevante Sensoren installiert werden sollen. Sie wurde im Rahmen Teil des TZ-Projektes „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ erarbeitet.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Christopher Yaluma (li.), Minister des Ministry of Mines, Energy and Water Development (MMEWD) informiert sich bei BGR-Projektleiter Dr. Tobias El-Fahem (re.) über die Arbeit der BGR in Sambia

BGR auf der größten Veranstaltung des sambischen Wassersektors, 15.12.2014

Anfang Dezember präsentierte sich die BGR mit der Deutschen Botschaft, der KfW und der GIZ mit einem gemeinsamen Stand auf der ZAWAFE (Zambia Water Forum and Exhibition), der größten Veranstaltung des sambischen Wassersektors, in Lusaka. Weiterhin organisierte die BGR mit der sambischen Water Resources Management Authority (WARMA) eine Fokus-Session, die sich speziell auf das Thema Grundwasserschutz und sichere Wasserversorgung für die Stadt Lusaka konzentriert. Unterstützt wurde die BGR dabei vom GIZ-Vorhaben zum institutionellen Schutz der Wasserressourcen in Lusaka. Dieses Vorhaben ist Teil der International Water Stewardship-Initiative (IWaSP) und nutzt die BGR-Arbeit in Sambia. Mit ausgewählten Vorträgen und einer interaktiven Roundtable-Diskussion wurden mit den Besuchern die relevanten Schritte zum Wasserschutz vor dem Hintergrund der aktuell durch eine lange Trockenzeit rationierten Wasserversorgung Lusakas diskutiert. Besonders die Nahrungsmittel-produzierenden Betriebe zeigten sich besorgt aufgrund der sich verschlechternden Wasserqualität des oberflächennahen Hauptgrundwasserleiters Lusakas.
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Talsperrensedimente bieten Potenzial für Baustoffe

Neue DERA-Studie: Talsperrensedimente bieten Potenzial für Baustoffe, 12.12.2014

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die aus den Talsperren entfernten Sedimente im Einzelfall durch vergleichsweise einfache Aufbereitungsschritte als Zuschläge für Baustoffe verwendet werden können. Die Untersuchungen können damit zu einem effizienteren Umgang mit Rohstoffen beitragen.

Das Entfernen von Sedimenten aus Talsperren ist dann notwendig, wenn diese aufgrund einer zunehmenden Verlandung ihren vorgesehenen Zweck nur noch eingeschränkt erfüllen können. So dienen Talsperren beispielsweise der Trinkwassergewinnung, dem Hochwasser-schutz oder der Energiegewinnung. Das aus Talsperren entnommene Baggergut wird bislang jedoch nur selten industriell genutzt. Die Studie überprüft, ob eine solche Verwendung des Baggerguts nicht nur stofflich, sondern auch ökonomisch möglich ist.
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Zur Pressemitteilung Neue DERA-Studie: Talsperrensedimente bieten Potenzial für Baustoffe

DERA Monitoring

DERA startet Rohstoffmonitoring, 11.12.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute (11. Dezember 2014) in Berlin ihr neues Rohstoffmonitoring zu den Entwicklungen von Angebot, Nachfrage und Rohstoffpreisen vorgestellt. Mehr als 80 Vertreter aus Unternehmen, Branchenverbänden und wissenschaftlichen Institutionen diskutierten beim ersten Rohstoffdialog zum Rohstoffmonitoring der DERA über aktuelle Preis- und Lieferrisiken sowie mögliche Ausweichstrategien. Mit dem bereits im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigten Monitoring werden kritische Entwicklungen auf den globalen Rohstoffmärkten detailliert analysiert und bewertet, um der deutschen rohstoffverarbeitenden Industrie frühzeitig rohstoff- und marktspezifische Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Trotz der zuletzt teilweise stark sinkenden Preise für Rohstoffe – allen voran Erdöl und zahlreiche Industrie- und Edelmetalle – haben sich die Preis- und Lieferrisiken in den letzten Jahren kaum verringert. Zu diesem Schluss kamen die DERA-Experten sowie Vertreter des Institute of Materials Resource Management der Universität Augsburg und des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in ihren Vorträgen bei der Veranstaltung.
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Zur Pressemitteilung DERA startet Rohstoffmonitoring: Trotz fallender Rohstoffpreise – die Preis- und Lieferrisiken haben sich kaum verringert
Zum Video Das Rohstoffmonitoring der DERA

Die Kinder und Lehrer der teilnehmenden Schulen haben ein „Water Wise School“-Zertifikat als Auszeichnung für ihre Teilnahme an der Droppy-Initiative erhalten. Hier die 6. Klasse des SOS Kinderdorf Primary School

Droppy-Awareness Kampagne an sambischen Schulen, 10.12.2014

Der BGR-Comic Droppy stand am 3. Dezember im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung im SOS Kinderdorf Lusaka (Sambia). Dort wurden die Ergebnisse einer gemeinsamen Initiative zwischen der BGR und iSchool präsentiert. iSchool hat einen Tablet-PC (ZEduPad) für das sambische Schulcurriculum entwickelt, der im Rahmen des Projektes dafür genutzt wurde, um den Droppy-Comic auf die digitale Lernumgebung zu transferieren. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden Schüler der 6. Jahrgangsstufe beobachtet und zum Wasserkreislauf befragt, um Informationen über den Lernerfolg zu erhalten.

An dem Projekt nahmen die Kasisi Primary School, die Tico Community School und das SOS Children’s Village in Lusaka teil. Der Staatssekretär des sambischen Erziehungsministeriums hatte diese Auswahl explizit gewürdigt, da es sich um Schulen handelt, die sich besonders um die Förderung benachteiligter Kinder und deren Familien bemühen. Da das ZEduPad in diesen Schulen bereits verwendet wird, war es möglich, in relativ kurzer Zeit die neuen Droppy-Inhalte in den jeweiligen Klassen vorzustellen und mit den Lehrern und Kindern zu besprechen. Die Evaluierung dieses Einsatzes zeigte zum einen die positive Aufnahme der teilweise neuen Droppy-Themen und auch den Erfolg der kritischen Auseinandersetzung mit den sonst „alltäglichen“ Verhaltensweisen bei der Wassernutzung. Das ZEduPad als „Mittler“ wurde von Lehrern und Kindern besonders begrüßt.

Die jeweiligen Schulklassen stellten ihre Sicht auf Droppy und die nachhaltige Wassernutzung durch verschiedene künstlerische Darbietungen dar. Die Schulklassen hatten mit viel Humor und Engagement ein Theaterstück, ein mehrstimmiges Drama, eine Frage-Antwort-Spiel, Liedtexte und Bilder vorbereitet und sehr beeindruckend vorgeführt. Abschließend hatte der Staatssekretär den Wunsch geäußert, der Droppy-Ansatz möge auf andere Klassenstufen ausgeweitet und nach Möglichkeit in lokale Sprachen übersetzt werden.
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BGR: Energiestudie 2014

Erdöl bleibt weltweit der wichtigste Energielieferant, 10.12.2014

Deutschland wird auch im Zeichen der Energiewende noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent leisten Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle weiterhin den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Die Reserven (wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen) von Erdöl und Erdgas sind trotz gestiegener Produktion leicht gewachsen. Gemessen am gewinnbaren Energieinhalt ist die Kohle mit ihren großen globalen Vorräten der beherrschende Energierohstoff. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2014 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Energiestudie: Erdöl bleibt weltweit der wichtigste Energielieferant

Staatsekretär Uwe Beckmeyer (links) und BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (rechts) mit den diesjährigen Preisträgern

Rohstoffeffizienz-Preis verliehen, 09.12.2014

Der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, verlieh am 4. Dezember 2014 den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis. Unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR wurden vier mittelständische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit jeweils 10.000 Euro prämiert. In der Wettbewerbskategorie „Unternehmen“ wurden prämiert: CYNORA GmbH aus Bruchsal; Dr. KRAKOW RohstoffConsult aus Göttingen; Freiberger Compound Materials GmbH aus Freiberg zusammen mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie und dem Institut für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe der Technischen Universität Bergakademie Freiberg; REWATEC GmbH aus Hamburg zusammen mit der Rota GmbH. Der Preis in der Kategorie „Forschungseinrichtung“ ging an das Deutsche Textilforschungszentrum Nord-West gGmbH (DTNW) aus Krefeld zusammen mit dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung und die Umsetzung von rohstoff- und materialeffizienten Produkten, Prozessen, aber auch Dienstleistungen aus, die von einer Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gewählt wurden.
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Zum Video Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2014

BGR: Deutschland – Rohstoffsituation 2013

Deutschland führte Rohstoffe im Wert von 143 Mrd. Euro ein, 08.12.2014

Ist die Rohstoffversorgung für den Technologiestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produziert Deutschland im eigenen Land, was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt: Deutschland ist nach wie vor ein wichtiges Bergbauland. Im Jahr 2013 war Deutschland weiterhin der weltgrößte Braunkohle-Produzent. Bei der weltweiten Förderung von Kaolin belegte Deutschland Rang drei und bei Steinsalz den vierten Platz. In Europa ist Deutschland für diese Rohstoffe sogar der größte Produzent.

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 192,9 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 10,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Dazu kamen rund 546 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe und 6,8 Millionen Tonnen Torf. Alles zusammen entspricht einem Wert von insgesamt rund 14,8 Milliarden Euro. Damit nahm der Wert der produzierten einheimischen Rohstoffe im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent ab. Weiterhin gilt aber auch, dass Deutschland bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist. Im Jahr 2013 wurden mineralische Rohstoffe und Energierohstoffe im Wert von rund 142,8 Milliarden Euro eingeführt. Das war im Vergleich zu 2012 ein Minus von 4,9 Prozent.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Deutschland führte Rohstoffe im Wert von 143 Milliarden Euro ein

Boden: Pseudogley über Geschiebedecksand aus Geschiebelehm

Böden sind die lebende Haut unserer Erde, 04.12.2014

Der Boden – er steht eigentlich nie direkt im Blickfeld – aber ohne ihn ist Leben auf der Erde kaum möglich. Er liefert Nahrungsmittel, filtert Schadstoffe und sorgt so für sauberes Trinkwasser. Der Boden beherbergt Milliarden von Lebewesen, speichert Energie, trägt unsere Häuser und Straßen. Für ein Jahr steht der Boden jetzt weltweit im Mittelpunkt: Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt. Unter dem Motto „Healthy soils for a healthy life" („Gesunde Böden für ein gesundes Leben") soll der Boden mit Blick auf seine Bedeutung für die Nahrungsmittelsicherheit und das gesamte Ökosystem ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt werden. Auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen am Internationalen Jahr des Bodens.

In Deutschland startet die Kampagne am 5. Dezember – dem alljährlichen Weltbodentag – mit einer Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin. Im Rahmen dieses Aktionstages wird auch der „Boden des Jahres" für das Jahr 2015 präsentiert: der Stauwasserboden.

Die BGR und das LBEG möchten mit ihren Beiträgen das Internationale Jahr des Bodens dafür nutzen, um den Boden als lebenswichtige und allgegenwärtige Ressource vorzustellen. Aus geowissenschaftlicher Sicht hat der Boden viele Funktionen: Er steht für das Thema Nahrungsmittelsicherheit, ist Trinkwasserfilter, dient dem Klimaschutz, erfüllt Aufgaben als CO2-Speicher oder ist Energielieferant.
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Zur Pressemitteilung BGR und LBEG beteiligen sich am Internationalen Jahr des Bodens 2015: Böden sind die lebende Haut unserer Erde

Internationales Jahr des Bodens 2015

Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr des Bodens, 02.12.2014

Am 4. Dezember 2014 findet im Lichthof des Bundesumweltministeriums in Berlin die Nationale Auftaktveranstaltung zum UN-Jahr des Bodens 2015 sowie die Festveranstaltung und Präsentation zum Boden des Jahres 2015 statt. Die BGR möchte das Internationale Jahr des Bodens nutzen, um die Öffentlichkeit offensiv über die Bedeutung des Bodens als nicht erneuerbare Ressource sowie den Bodenschutz als gesellschaftliches Anliegen zu informieren. Im Rahmen von Veranstaltungen soll die Bevölkerung im kommenden Jahr für die Bedeutung des Bodens als Ökosystem und Nahrungsmittellieferant sensibilisiert werden.
Weitere Informationen zur Nationalen Auftaktveranstaltung
Einladungsflyer Nationale Auftakveranstaltung
Einladungsflyer Internationae Auftaktveranstaltung

Das Seminar wurde unter Beteiligung des laotischen Vizeministers des Bergbauministeriums, Viraphone Viravong, und dem deutschen Botschafter, Michael Grau, eröffnet (fünfter und vierter von rechts)

Bergbau-Workshop in Laos, 02.12.2014

Das BGR TZ-Vorhaben „Bergbauberatung Laos“ hat gemeinsam mit dem Coordinating Committee for Geosciences Programmes in East and Southeast Asia (CCOP) vom 25. bis 27. November 2014 in Vientiane (Laos) einen internationalen Workshop zum Thema „Staatliches Bergbau-Management in den ASEAN Ländern“ durchgeführt. Der dreitägige Workshop vermittelte 25 Mitarbeitern von Bergbehörden und geologischen Diensten aus zehn südostasiatischen Ländern (inklusive der Mongolei) verschiedene Konzepte der BGR TZ-Rohstoff-Projekte aus Vietnam, Mongolei und Laos. Weiterhin wurden ein Informations- und Erfahrungsaustausch hinsichtlich der Aufgaben, Probleme, Herausforderungen und Lösungsansätze im Bergbausektor ermöglicht. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Befahrung eines Kupfer-Gold-Bergwerks.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Laos
Weitere Informationen zur Laos-Bergbauberatung

Die BGR präsentierte sich mit einer Vielzahl von Exponaten, darunter ein

Team der BGR von FS SONNE zurück, 01.12.2014

Das Team der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist von der Vorstellungsfahrt des Tiefseeforschungsschiffs SONNE nach Hannover zurückgekehrt. In den norddeutschen Seehäfen Wilhelmshaven, Bremen, Hamburg, Warnemünde und zuletzt Kiel hatte SONNE die Bevölkerung eingeladen, die Technik und die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Meeresforschung kennen zu lernen. Über 20.000 hoch interessierte Gäste besuchten die SONNE in den fünf Hafenstädten.

Die BGR mit den Verantwortlichen Dr. Carsten Rühlemann (Wissenschaft) und Dr. Thomas Schubert (Öffentlichkeitarbeit) haben die deutsche Marine Rohstoffforschung vorgestellt. Die Schwerpunkte der BGR-Ausstellung waren: Manganknollen, Sulfiderze, Gashydrate (zusammen mit dem MARUM Bremen) und Geophysik. Zur Unterstützung dienten Flyer, Prospekte und Broschüren ebenso wie Exponate (Schwarzer Raucher) und das „Golden Eye“ auf dem Achterdeck.

SONNE wird nun lange Zeit nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Sie läuft am 2. Dezember Richtung Pazifik aus und probiert auf dem Weg dorthin den Tauchroboter ROV Kiel 6000 in den Gewässern der Kanarischen Inseln aus. Wir begleiten SONNE in Gedanken und wünschen allzeit gute Fahrt.
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BGR-Projektleiter Dr. Tobias El-Fahem (vorne) und ein Mitarbeiter der Lusaka Water and Sewerage Company führen die deutsche Delegation durch das BGR-Projektgebiet

BGR-Projekt Bestandteil der Verhandlungen zwischen Sambia und Deutschland, 24.11.2014

Am 18. und 19. November 2014 fanden in Lusaka (Sambia) die Regierungsverhandlungen zwischen der Republik Sambia und der Bundesrepublik Deutschland statt. Im Rahmen der Verhandlungen wurde u. a. vereinbart, dass das Thema „Water and Sanitation“ weiterhin ein Schwerpunkt in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern darstellen wird. Zum Abschluss der Regierungsverhandlungen hat die deutsche Delegation das BGR-Projekt „Grundwasserressourcen für Lusaka und ausgewählte Einzugsgebiete“ besucht und sich ausgiebig über die Aktivitäten der BGR in Sambia informiert.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Sambia

Das geologische 3D-Modell Halle (Glas-Laser-Gravur)

GEOZENTRUM präsentiert Geologie-Modelle der Superlative, 20.11.2014

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) präsentiert ab 25. November 2014 im GEOZENTRUM Hannover einige der größten Geologie-Glasmodelle der Welt in 3D. Die Ausstellung „Der gläserne Untergrund – Innovative Visualisierungstechniken in der 3D-Geologie“ hat bereits zwei Mal den Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ gewonnen. Unter Leitung von Geologie-Professor Peter Wycisk haben Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit modernsten Visualisierungstechniken Lasergravur-3D-Modelle entwickelt, die den Untergrund verschiedener Städte und Regionen sichtbar machen.

„Die Ausstellungsstücke basieren auf detaillierten digitalen geologischen Modellen. Mit ihnen verschaffen wir dem Betrachter einen gläsernen Einblick in den normalerweise verborgenen Untergrund“, so Peter Wycisk.

Das größte Modell zeigt den Untergrund der Stadt Staßfurt (Sachsen-Anhalt) mit seinem Salzsattel. Es wurde von Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und von den Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg umgesetzt. Weiterhin werden die geologischen Schichten unterhalb von Magdeburg und Halle in 3D visualisiert. Ergänzt wird die Ausstellung durch 3D-Animationen des LBEG.
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Zur Pressemitteilung Deutschlandweit einmalige Ausstellung in Hannovers: GEOZENTRUM präsentiert Geologie-Modelle der Superlative
Zum Video 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative

Neodym-Eisenbarren (Vordergrund) mit Dysprosiumbarren (Hintergrund) für die Fertigung von Neodym-Eisen-Bor-Magneten

Nachfrage nach schweren Seltenen Erden bricht ein, 19.11.2014

„Die Nachfrage nach schweren Seltenen Erden geht deutlich zurück“, so die Kernaussage der 10. Internationalen Seltene Erden Konferenz in der vergangenen Woche in Singapur. Grund: Der Markt für LED’s wächst viel schneller als erwartet. LED’s brauchen pro Lichtstromeinheit Lumen 15- bis 20-mal weniger Seltene Erden (SE) als konventionelle oder auch Energiesparlampen und halten zudem noch viel länger. Haupttreiber einer zuletzt auch für die Zukunft erwarteten hohen Nachfrage nach schweren SE waren Leuchtstoffe auf der Basis von Yttrium, Europium und Terbium.

Diese Ansicht einer hohen Nachfrage nach schweren SE wurde bislang weltweit vertreten. Auf einem Industrieworkshop der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) am 20. Oktober in Berlin hatte jedoch bereits der anerkannte SE-Experte Prof. Dudley Kingsnorth aus Australien auf die sinkende Nachfrage nach schweren SE für Leuchtmittel hingewiesen. Von der US-Energiebehörde wird statt starkem Wachstum jetzt ein Nachfragerückgang für SE in Leuchtstoffen bis 2030 um 65 % angenommen.

Von den bisher stets als kritisch eingestuften, weil industriell besonders wichtigen und bisher nur in China produzierten schweren SE verbleibt somit nur noch Dysprosium. Dysprosium wird für die Herstellung besonders leistungsstarker Neodym-Eisen-Bor-(NdFeB-)Magnete in Hochtemperaturanwendungen benötigt. Beispiele aus dem Bereich „Grüne Technologien“ sind getriebelose, dadurch wartungsärmere Windkraftanlagen oder auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Aber auch in vielen anderen Bereichen der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie sind NdFeB-Magnete mit Dysprosiumzusatz im Einsatz.
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Zur Pressemitteilung LED’s setzen sich durch: Nachfrage nach schweren Seltenen Erden bricht ein

Die Expertengruppe vom Bund/Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO)

Geologie-Experten beraten über INSPIRE-Standards, 17.11.2014

Zum Abschluss der Arbeiten an den INSPIRE-Datenspezifikationen trifft sich die Expertengruppe vom Bund/Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO) heute und morgen (17.-18.11. 2014) in der BGR zu einem Workshop. Die Gruppe wurde 2010 gegründet, um den nationalen INSPIRE-Abstimmungsprozess hinsichtlich der Definition der geowissenschaftlich relevanten Datenspezifikationen seitens der BGR und der Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer fachlich zu begleiten. Dies betrifft die fünf Geologie-relevanten Spezifikationen Geologie, Boden, Gebiete mit naturbedingten Risiken, Mineralische Bodenschätze und Energiequellen. Im Abschlussworkshop stellen die Experten nun die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und geben einen Ausblick auf den weiteren INSPIRE-Prozess. Im Rahmen des Prozesses zur Umsetzung der EU-INSPIRE-Richtlinie werden geowissenschaftliche Fachdaten digital erfasst und sollen nach einheitlichen EU-Standards umgesetzt und über Gemeinschaftsportale verfügbar gemacht werden.
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Schon beim Aufbau der Ausstellung herrschte großes Interesse am „Golden Eye“ der BGR

BGR präsentiert sich bei Open-Ship-Event in Wilhelmshaven, 17.11.2014

Das neue Forschungsschiff SONNE ist heute in Wilhelmshaven offiziell an die Wissenschaft übergeben wurden. Beim anschließenden Open-Ship-Event präsentierte sich auch die BGR mit einer Ausstellung an Bord des modernsten deutschen Forschungsschiffes. Zu sehen waren echte Manganknollen, ein „Schwarzer Raucher“ oder eine Eisen-Mangan-Kruste. Noch bis Ende November stellt sich die SONNE mit der BGR-Ausstellung der breiten Öffentlichkeit in Wilhelmshaven (17.11.), Bremen (18./19.11.), Hamburg (20. bis 22.11.), Rostock-Warnemünde (25.11.) und Kiel (27./28.11.) vor.

Die neue SONNE ersetzt das bisherige Forschungsschiff gleichen Namens. Es steht allen meereswissenschaftlichen Disziplinen zur Verfügung und wird vorwiegend im Pazifik und im Indischen Ozean zum Einsatz kommen. Zu den zukünftigen wissenschaftlichen Herausforderungen zählt, neben angewandten Forschungsthemen in Hinblick auf den Klimawandel, den Schutz der Ökosysteme in den Meeren, der Nutzung von Meeresressourcen, auch die Grundlagenforschung.
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Zur Pressemitteilung BGR lädt zu Open-Ship-Days auf der neuen SONNE ein: „Schwarze Raucher“ aus der Tiefsee zum Anfassen
Zum Video TFS SONNE - Das Golden Eye

Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Staatssekretär Matthias Machnig, Dr. Peter Buchholz und Dr.Volker Steinbach (v.l.)

Staatssekretär Machnig besuchte DERA, 14.11.2014

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), besuchte am Donnerstag (13. November 2014) die DERA im BGR-Dienstbereich Berlin. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel begrüßte den Gast. Gemeinsam mit dem zuständigen BGR-Abteilungsleiter Dr. Volker Steinbach und DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz informierte er den Staatssekretär über aktuelle Aufgaben der DERA. Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt die DERA die deutsche Industrie gezielt bei der Sicherung ihrer Rohstoffversorgung. Grundlage dafür sind eine neutrale Bewertung von Preis- und Lieferrisiken in den Rohstoffmärkten sowie individuelle Recherchen. Hierzu nutzt die DERA die Ergebnisse zahlreicher Rohstoff-Forschungsarbeiten sowie die einzigartige Rohstoffdatenbanken der BGR. Besonders interessiert zeigte sich der Staatssekretär am jüngsten DERA-Projekt. Zurzeit baut die DERA im Auftrag der Bundesregierung ein Rohstoffmonitoring auf. Ziel ist es, der Wirtschaft und der Politik regelmäßig Informationen über Angebots- und Nachfragetrends für primäre mineralische Rohstoffe und Zwischenprodukte der ersten Wertschöpfungsstufen bereitzustellen. Auf diese Weise sollen kritische Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten frühzeitig erkannt werden. Eine Veranstaltung zum DERA-Rohstoffmonitoring findet am 11. Dezember 2014 in Berlin statt.
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BGR-Publikation in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology

BGR-Publikation zu Silbernanopartikeln in Böden, 13.11.2014

Die BGR hat in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover (LUH) die Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden untersucht. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht. Das Projekt war Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundvorhabens UMSICHT, an dem insgesamt 16 Partner aus Forschung, Industrie und Behörden mitarbeiteten. Ziel war es, grundlegende Informationen zur Mobilität und der Auswirkung von Silbernanopartikeln in Böden zu erfassen.

Nanopartikuläres Silber befindet sich aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung in Hygieneartikeln, Kleidung und medizinischen Produkten. Über den Abwasserpfad wird es größtenteils im Klärschlamm abgeschieden. Hauptaufgabe der BGR im Rahmen des Forschungsvorhabens war die Charakterisierung einer kurz-, mittel- und langfristigen Freisetzung von Silbernanopartikeln aus Böden und Boden-Klärschlamm-Gemischen. Die Ergebnisse des BGR-Teilprojektes zur kurzfristigen Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden geben Hinweise darauf, dass das Potenzial zur Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden mit niedrigen Tongehalten und leicht sauren pH-Werten am höchsten ist. Die BGR-Publikation ist online abrufbar.
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BGR-Publikation "Retention of Sterically and Electrosterically Stabilized Silver Nanoparticles in Soils"

Tiefseeforschungsschiff (TFS) SONNE auf der Erprobungsfahrt in der Nordsee im Oktober 2014

BGR lädt zu Open-Ship-Days auf der neuen SONNE ein, 13.11.2014

Wer einmal eine echte Manganknolle, einen „Schwarzen Raucher“ oder eine Eisen-Mangan-Kruste aus der Tiefsee berühren möchte, der sollte die Open-Ship-Days vom 17. bis 28. November 2014 nicht verpassen. Während dieses Zeitraums präsentiert sich das neue deutsche Forschungsschiff SONNE der breiten Öffentlichkeit in Wilhelmshaven (17.11.), Bremen (18./19.11.), Hamburg (20.–22.11.), Rostock-Warnemünde (25.11.) und Kiel (27./28.11.).

Mit an Bord der SONNE sind Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Besucher über die Marine Rohstoffforschung informieren. Sie erklären im Rahmen ihrer Ausstellung auf dem Schiff, wie seismische Messsysteme funktionieren, was Massivsulfide sind oder wie Methanhydrate in bis zu 4.000 m Wassertiefe entstehen. Die BGR-Experten zeigen verschiedene Exponate wie das neu entwickelte „Golden Eye“, ein Multifunktionssystem zur Aufspürung von Erzvorkommen im Meer.

Die neue SONNE ersetzt das bisherige Forschungsschiff gleichen Namens. Es steht allen meereswissenschaftlichen Disziplinen zur Verfügung und wird vorwiegend im Pazifik und im Indischen Ozean zum Einsatz kommen. Zu den zukünftigen wissenschaftlichen Herausforderungen zählt, neben angewandten Forschungsthemen in Hinblick auf den Klimawandel, den Schutz der Ökosysteme in den Meeren, der Nutzung von Meeresressourcen, auch die Grundlagenforschung.
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Zur Pressemitteilung BGR lädt zu Open-Ship-Days auf der neuen SONNE ein: „Schwarze Raucher“ aus der Tiefsee zum Anfassen

BGR-Hubschrauber

BGR misst mit Hubschrauber natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche, 06.11.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt in der Zeit vom 10. bis 13. November 2014 mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge in der Uckermark nordwestlich von Prenzlau durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer flächig die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium im Boden erfasst. Die Ergebnisse werden anschließend mit Daten der Fernerkundung, direkt am Boden ermittelten geophysikalischen Daten sowie Bodenproben abgeglichen und wissenschaftlich eingeordnet.

Das Befliegungsprojekt der BGR wird durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg sowie durch die Universität Bonn unterstützt. Die Wissenschaftler untersuchen im Einzugsgebiet des Quillow, einem Nebenfuss der Ucker, skalenübergreifend Strukturen, Prozesse und Funktionen in Böden. Mit Hilfe der natürlichen Radioaktivität sollen Tongehalt und weitere Bodeneigenschaften in der Jungmoränenlandschaft bestimmt werden.
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Zur Pressemitteilung BGR misst mit Hubschrauber natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche

Bodenschatzkarte

Neuer Newsletter, 03.11.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2014 ist erschienen.

Aufgerichteter Bohrturm auf LKW im Einsatz

BGR-Forschungsbohrung in Frielingen, 30.10.2014

Im Auftrag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird ab 3. November 2014 in Frielingen bei Garbsen (Region Hannover) eine Forschungsbohrung abgeteuft.

Mit der von einem Unternehmen durchgeführten Bohrung verschafft sich die BGR neue Informationen über den Aufbau und die Struktur des Untergrundes im Raum Garbsen. Die Arbeiten sind Teil eines Forschungsprogramms, bei dem die BGR die aus Festgestein aufgebauten Schichten der Kreidezeit erkundet. Es wird untersucht, aus welchem Material diese verschiedenen Schichten bestehen, welches exakte geologische Alter sie haben und wie groß ihre flächenhafte Verbreitung im Untergrund ist. Gesammelt werden geologische Grundlagendaten.
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Zur Pressemitteilung BGR-Forschungsbohrung in Frielingen

BGR-Hubschrauber mit Aeroradar-Messsystem

BGR testet weiterentwickeltes Aeroradar-Messsystem, 30.10.2014

Die BGR testet vom 4. bis 6. November 2014 gemeinsam mit der Firma RST GmbH in der Gemeinde Wedemark zwei Georadar-Messsysteme. Dabei kommt der BGR-Hubschrauber D-HBGR vom Typ Sikorsky S-76B zum Einsatz. Ausgangspunkt ist der Heeresflugplatz Celle. Der Hubschrauber fliegt in einer Höhe von etwa 50 Meter. Unter ihm befindet sich in rund 35 Meter Höhe jeweils ein bis zu 9 x 4 x 1,8 Meter großes Metallgestell, das die Funktion einer Antenne hat.

Die Wissenschaftler haben in den vergangenen Monaten eines der beiden Aeroradar-Systeme technisch weiterentwickelt und wollen nun prüfen, wie sich die Änderungen auf die Datenqualität auswirken und wie gut sich die Geräte bei der Untersuchung von Sand, Kies und Grundwasser bewähren. Die beiden von der BGR eingesetzten Aeroradar-Systeme sind weltweit einmalig.
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Zur Pressemitteilung BGR testet weiterentwickeltes Aeroradar-Messsystem

Der Schutz der Inspektoren bei einer Vor-Ort-Inspektion hat höchste Priorität und wird immer wieder trainiert. Spezielle Kleidung wird zum Schutz vor möglichen Gefahren durch radioaktive Substanzen im Inspektionsgebiet eingesetzt

Übung für den Ernstfall in Jordanien mit BGR-Experten, 29.10.2014

Vom 5. November bis zum 9. Dezember 2014 wird in Jordanien mit einer großen Feldübung (IFE14 – Integrated Field Exercise 2014) der Ernstfall nach einer möglichen Verletzung des Kernwaffenteststoppvertrages (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) geprobt. An der so genannten Vor-Ort-Inspektion (OSI - On-Site Inspection) mit internationaler Beteiligung nehmen auch zwei Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) teil.

Der Kernwaffenteststoppvertrag sieht die Vor-Ort-Inspektion als letztes Mittel vor, falls ein verdächtiges Ereignis wie ein möglicher heimlicher Atomtest mit Hilfe des Überwachungssystems (IMS – International Monitoring System) nicht eindeutig als eine Vertragsverletzung identifiziert werden kann. In dieser Situation hat ein Team von maximal 40 Wissenschaftlern die Aufgabe, mit Hilfe verschiedener Messungen und Untersuchungen vor Ort Indizien zu sammeln. Die Inspektoren liefern die Grundlage für die Entscheidung, ob tatsächlich eine Vertragsverletzung vorliegt.
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Zur Pressemitteilung Übung für den Ernstfall in Jordanien mit BGR-Experten

Eröffnungsveranstaltung der Jahreskonferenz des CCOP in Kokopo, Papua-Neuguinea (von links): Simon Painap, Franca Schwarz, Byron Chan, Eikichi Tsukuda, Shadrach Himata und Adichat Surinkum

BGR-Fachbereichsleiterin erneut Vorsitzende des CCOP-Beirats, 28.10.2014

Bei der letzten Sitzung der geologischen Dienste von Ost- und Südost-Asien (Coordinating Committee for Geoscience in East and Southeast Asia, CCOP) wurde Franca Schwarz im Vorsitz des Beratergremiums/Kuratoriums (Advisory Group) bestätigt. Das Beratergremium besteht aus 15 kooperierenden Staaten (u. a. Australien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und USA), 13 kooperierenden Organisationen (u.a. ESCAP, IUGS, UNEP und Weltbank) sowie einigen Beratern ehrenhalber. Mitglieder von CCOP sind u. a. China, Indonesien, Japan, Philippinen, Süd-Korea und Thailand. Die Mitglieds-Staaten tauschen sich in regelmäßigen Sitzungen über gemeinsame Programme sowie gemeinsame Strategien für die Region aus. Darüber hinaus werden zunehmend gemeinsame Projekte von aktuellem Interesse durchgeführt, was das Zusammenwachsen der Staaten in geologischen Themen verstärkt. Die Jahrestreffen finden abwechselnd in den Mitgliedsstaaten statt, dieses Jahr in Papua-Neuguinea. Die BGR führt in der Region verschiedene Projekte im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit durch (z. B. in Indonesien, Laos und Vietnam) und hat ein Memorandum of Understanding mit China und Süd-Korea.
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Pablo Hess (Präsident AHK Chile), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Präsident Fraunhofer Gesellschaft), Michelle Bachelet (Staatspräsidentin der Republik Chile), Dr. Volker Treier (Direktor des DIHK)

Investitionschancen im chilenischen Bergbau, 27.10.2014

Am 27. Oktober fand das dritte Deutsch-Chilenische Forum für Bergbau und Mineralische Rohstoffe im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Während des Forums stellten Experten wie der Präsident des chilenischen Bergbauverbandes SONAMI, der Vizepräsident der chilenischen Wirtschaftsförderung CORFO und der Vizepräsident des chilenischen Investment Komitees konkrete Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Chiles Bergbausektor vor.

Zwischen Deutschland und Chile bestehen seit vielen Jahren exzellente Handelsbeziehungen. Deutsche Unternehmen positionieren sich dabei erfolgreich als „Weltklasse-Zulieferer“ für den chilenischen Bergbau. Dieser ist jedoch nicht nur als Absatzmarkt für Deutschland von Relevanz, sondern zeichnet sich aufgrund seiner Vorkommen auch als zentraler Rohstofflieferant für die deutsche Industrie aus. Im Jahr 2013 wurde deshalb auf höchster Regierungsebene beschlossen, die deutsch-chilenischen Beziehungen im Bereich Bergbau und mineralische Rohstoffe auf eine strategische Ebene zu heben und über kommerzielle Zielsetzungen beider Länder hinaus auch an anderen Themen von beiderseitigem Interesse zu arbeiten. Für den regelmäßigen Austausch hierzu wurde das Deutsch-Chilenische Forum für Bergbau und Rohstoffe als jährlich stattfindende bilaterale Plattform einberufen.

Vorbereitet und organisiert wurde das Forum, an dem hochkarätige Mitglieder der chilenischen Regierung teilnahmen, von der AHK Chile in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Eröffnet wurde das Rohstoffforum von Matthias Machnig, Staatssekretär im BMWi, und der chilenischen Bergbauministerin Aurora Williams.
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Weitere informationen zur Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer

Kupferreiche Metallsulfide im Indik

Forscher erschnüffeln metallische Rohstoffe in der Tiefsee, 20.10.2014

Mit einem eigens entwickelten Sensorschlitten wollen Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Indischen Ozean metallische Rohstoffe (marine Massivsulfide) am Meeresboden erschnüffeln. Dazu starten die BGR-Experten am 31. Oktober im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) von Mauritius aus zu einer 40-tägigen Schiffsexpedition in das deutsche Lizenzgebiet südlich der Insel Rodriguez.

Bei der Expedition mit dem niederländischen Forschungsschiff PELAGIA konzentrieren sich die Wissenschaftler im 10.000 km2 Quadratkilometer großen Lizenzgebiet auf bisher nicht untersuchte Bereiche des Meeresbodens. „Bei unserer Suche nach marinen metallischen Rohstoffen setzen wir in einer Tiefe von 2.400 bis 3.500 Meter einen etwa 2 Meter langen Schlitten aus Stahlrohr ein, der mit hochempfindlichen chemo-physikalischen Sensoren ausgestattet ist. Diese Detektoren können bereits in der Wassersäule heiße metallreiche Lösungen quasi erschnüffeln“, erklärt BGR-Fahrtleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera. Die Lösungen treten an so genannten „Schwarzen Rauchern“ aus. Das sind aktive heiße Quellen am Meeresboden, in deren Nähe sich auch inaktive Sulfidvorkommen befinden.
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Zur Pressemitteilung Forscher erschnüffeln metallische Rohstoffe in der Tiefsee

Die Wiener Diplomaten informierten sich auf dem Sulzberg ausführlich über die BGR-Anlage

Wiener Diplomaten informieren sich über Atomtest-Überwachung, 17.10.2014

Botschafter und Repräsentanten von Ständigen Vertretungen der Staaten in Wien informierten sich am 15. Oktober 2014 über die von der BGR im Bayerischen Wald betriebenen Stationen zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT). Im Mittelpunkt standen dabei die seismische Station PS19 und die Infraschallstation IS26. Die beiden Messstationen auf dem Sulzberg sind Teil des Netzwerks aus 321 Messstationen (IMS), mit dem die internationale Kernwaffenteststopp-Behörde (CTBTO) die Einhaltung des Kernwaffenteststopps überwacht. PS19 ist die empfindlichste seismische Messstation des IMS in Europa. Sie registrierte u. a. den im Februar 2013 von Nordkorea durchgeführten Atomtest. Die IS26 hingegen war die erste Infraschallstation des IMS, mit der unhörbare Schallwellen im extremen Niederfrequenzbereich in der Atmosphäre aufgezeichnet werden konnten. Sie registrierte im Februar 2013 die Explosion des Meteoriten über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Der Besuch der Messeinrichtungen wurde gemeinsam von der CTBTO, der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland beim Büro der Vereinten Nationen und bei anderen internationalen Organisationen in Wien und der BGR organisiert. An der Veranstaltung nahmen u.a. der deutsche und der nigerianische Botschafter sowie die Botschafterinnen Großbritanniens und Österreichs teil. Der deutsche Botschafter Scharinger dankte der BGR für die sehr interessante und informative Veranstaltung und hob die Professionalität hervor, mit der die Stationen betrieben werden.
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Film über die Stationen

LIAG-Direktor Prof. Dr. Ugur Yaramanci im Gespräch mit Tagungsteilnehmern

7. Norddeutsche Geothermietagung eröffnet, 15.10.2014

Das GEOZENTRUM Hannover ist für zwei Tage Mittelpunkt der norddeutschen Geothermie-Branche. Prof. Dr. Ugur Yaramanci, Direktor des Leibniz Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG), eröffnete heute die 7. Norddeutsche Geothermietagung „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. 150 Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutieren auf der Tagung aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der oberflächennahen und tiefen Geothermie.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Projektpläne, Betriebserfahrungen aus bestehenden Anlagen, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie innovative Anwendungsmöglichkeiten und Technologien. Die Veranstaltung wird von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) sowie hannoverimpuls und Enerchange organisiert.
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Allgemeine Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zur Pressemitteilung Geothermie-Branche stellt aktuelle Entwicklungen vor
Zum Video 7. Norddeutsche Geothermietagung im GeoChannel

Delegation aus dem Außenministerium der DR Kongo zu Gast bei der BGR

BGR empfängt Delegation aus der Demokratischen Republik Kongo, 13.10.2014

Im Rahmen einer Studienreise informierte sich jetzt eine Delegation aus dem Außenministerium der DR Kongo über das Leistungsspektrum der BGR und die laufenden Kooperationsprojekte in Afrika. Im Zentrum standen dabei die aktuellen TZ-Vorhaben der BGR in der DR Kongo und in der Region der Großen Seen. Nach einer Diskussion der entwicklungspolitischen und technischen Ansätze zur Zertifizierung sogenannter „Konfliktrohstoffe“ wie Coltan, Kassiterit, Wolframit und Gold informierten sich die Delegationsteilnehmer in den Laboren der BGR detailliert über die Grundlagen und die Umsetzung des analytischen Herkunftsnachweises für mineralische Rohstoffe.

Die Delegation unter Leitung des Generalsekretärs für Internationale Zusammenarbeit der DR Kongo nutzte den Besuch auch, um sich über die Expertise der BGR in weiteren, für die Technische Zusammenarbeit relevanten Themenfeldern wie etwa Geothermie, Georisiken und Grundwasserschutz zu informieren.
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Weitere Informationen über das aktuelle BGR-Vorhaben in der DR Kongo
Weitere Informationen über das aktuelle BGR-Vorhaben in der Region der Großen Seen

BGR-Hubschrauber

BGR kartiert Süß-und Salzwasserverteilung aus der Luft, 13.10.2014

Die BGR führt vom 13. bis 24. Oktober 2014 in der Provinz Zeeland, im südwestlichen Bereich der Niederlande, aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

Teilnehmer der Veranstaltung über Trinkwasserschutz in Jordanien

BGR informiert mit jordanischem Wasserministerium über Trinkwasserschutz, 09.10.2014

Die BGR und das jordanische Wasserministerium haben jetzt gemeinsam Entscheidungsträger des Gouvernorat Ajloun (Jordanien) über Maßnahmen zum Trinkwasserschutz in der Region informiert. Mitarbeiter aller Stadtverwaltungen, Imame, Polizeidienststellenleiter und interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil. Sie wurde vom Leiter des BGR-Projektes „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“, dem Staatssekretär des Wasserministeriums und dem Leiter des lokalen Wasserversorgers durchgeführt. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des jordanischen Ministers für Wasser und Bewässerung und des Gouverneurs von Ajloun.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

Zentralstation der GERES-Messanlage auf dem Sulzberg

Wiener Diplomaten besichtigen Messstationen im Bayerischen Wald, 08.10.2014

Rund vierzig Botschafter und Repräsentanten von Ständigen Vertretungen der Staaten bei internationalen Organisationen in Wien sowie der internationalen Kernwaffenteststopp-Behörde (CTBTO) in Wien besichtigen am 15. Oktober 2014 die von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Bayerischen Wald betriebenen Stationen zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT).

Die in der Gemeinde Haidmühle (Landkreis Freyung-Grafenau, Regierungsbezirk Niederbayern) gelegene BGR-Anlage GERES umfasst die seismische Station PS19 und die Infraschallstation IS26. Die beiden Messstationen im Bayerischen Wald sind Teil des Netzwerks aus 321 Messstationen (IMS), mit dem die CTBTO die Einhaltung des Kernwaffenteststopps überwacht. PS19 ist die empfindlichste seismische Messstation des IMS in Europa. Sie registrierte u. a. den im Februar 2013 von Nordkorea durchgeführten Atomtest. Die IS26 hingegen war die erste Infraschallstation des IMS, mit der unhörbare Schallwellen im extremen Niederfrequenzbereich in der Atmosphäre aufgezeichnet werden können. So registrierte sie im Februar 2013 die Explosion des Meteoriten über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Die dadurch hervorgerufenen Schallwellen umrundeten die gesamte Erde und konnten daher auch von der Infraschallstation IS27 nachgewiesen werden. Diese Station wird von der BGR in der Antarktis betrieben. Der BGR wurde nach Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum Kernwaffenteststoppabkommen im Jahre 1996 die Funktion des nationalen Datenzentrums (NDC) innerhalb des internationalen Verifikationssystems übertragen.
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Zur Pressemitteilung Wiener Diplomaten besichtigen Messstationen im Bayerischen Wald

Videos zu den Stationen:
http://www.ctbto.org/videos#play/B7TxFKyW35M
http://www.ctbto.org/verification-regime/featured-stations/types/infrasound/is26-freyung-germany/

7. Norddeutsche Geothermietagung 15.-16. Oktober 2014

Geothermie-Branche stellt aktuelle Entwicklungen vor, 07.10.2014

Das GEOZENTRUM Hannover ist am 15. und 16. Oktober 2014 Mittelpunkt der norddeutschen Geothermie-Branche. An diesen beiden Tagen treffen sich ca. 150 Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich auf der 7. Norddeutschen Geothermietagung „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“ über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der oberflächennahen und tiefen Geothermie auszutauschen. Dazu zählen aktuelle Projektpläne, Betriebserfahrungen aus bestehenden Anlagen, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie innovative Anwendungsmöglichkeiten und Technologien.

Die Veranstaltung wird von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), hannoverimpuls und Enerchange organisiert.
Allgemeine Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zur Pressemitteilung Geothermie-Branche stellt aktuelle Entwicklungen vor

Die BGR hat das

BGR setzt erstmals “Golden Eye” ein, 02.10.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt auf der Probefahrt des neuen Forschungsschiffes SONNE in der Nordsee erstmals das „Golden Eye“ erfolgreich getestet. Bei dem „Golden Eye“ handelt es sich um ein neues und weltweit einmaliges Multifunktionsmesssystem, dass die BGR in Zukunft zur Aufsuchung mariner Massivsulfid-Lagerstätten im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean einsetzen wird.

Namensgeber des „Golden Eye“ ist der leuchtend-gelbe aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte Geräteträger. Er beherbergt das elektromagnetische Spulensystem, mit dem die Erzvorkommen aufgrund ihrer hohen elektrischen Leitfähigkeit aufgespürt werden können. Die Riesenspule hat einen Durchmesser von 3,5 Metern und ist mit Licht, Kameras und weiterer Sensorik ausgestattet, um den Meeresboden abzusuchen und die Leitfähigkeit der oberen Gesteinsschichten zu messen. Mit dieser Kombination verschiedener Messsysteme können unter dem Meeresboden verborgene Rohstoffvorkommen mit einer hohen Präzision untersucht werden.
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Zur Pressemitteilung BGR setzt erstmals “Golden Eye” ein
Zum Video TFS SONNE - Das Golden Eye

Aerogeophysik-Messgebiete der BGR an der Nordsee

Hubschrauber-Messkampagne an der Nordsee, 30.09.2014

Die BGR führt morgen (01. Oktober 2014) an der Nordseeküste über den Ostfriesischen Inseln Baltrum und Langeoog sowie südlich vom Jadebusen aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von 100 Metern und messen das Geomagnetfeld sowie die Oberflächenstrahlung der Erde.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Ein Magnetometer in der Sonde nimmt Daten auf, die Aufschluss über die geologische Struktur des Geländes geben, ein Gammastrahlenspek­trometer erfasst die Deckschichtbeschaffenheit und ein Laser-Höhenmesser bestimmt die Topographie unter der Flugstrecke. Zudem geben die elektromagnetischen Messdaten Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z.B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.

Die Befliegung über den Ostfriesischen Inseln und südlich vom Jadebusen ist Teil des D-AERO-Projektes der BGR, das vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) im GEOZENTRUM Hannover begleitet wird. Es fanden bereits zwischen 1985 und 2010 sowie im Mai 2014 Messflüge an der Nordsee statt (Karte).
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Weitere Informationen

Staatssekretär Silberhorn (Foto Mitte) informierte sich im Labor über die Methode des chemisch-mineralogischen Fingerprints.

Staatssekretär Silberhorn besuchte BGR, 30.09.2014

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, informierte sich heute (30.09.2014) bei einem Besuch im GEOZENTRUM Hannover über Aufgaben und Arbeit der BGR. Nach der Begrüßung durch den Vertreter des Präsidenten, Dr. Michael Kosinowski, gab die zuständige Fachbereichsleiterin, Franca Schwarz, dem Staatssekretär einen Überblick über zentrale BGR-Projekte in der Internationalen Zusammenarbeit. Bei einem Rundgang durch das Haus ließ sich der Staatssekretär im Labor den chemisch-mineralogischen "Fingerprint“ erklären, den die BGR als Herkunftsnachweis für mineralische Rohstoffe entwickelt hat. Er dient als Kontrollinstrument, um in Zentral- und Ostafrika ein Zertifizierungssystem für legal abgebaute und gehandelte Rohstoffe wie Kassiterit, Coltan, Wolframit und Gold einzuführen. Zum Abschluss seines Besuchs besichtigte der Staatssekretär das Seismologische Zentralobservatorium. Von dort aus überwacht die BGR für die Bundesrepublik Deutschland die Einhaltung des Internationalen Kernwaffenteststoppabkommens.
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Mitarbeiter der DERA mit der dänischen Delegation in Berlin

Hochrangige dänische Delegation zu Gast bei der DERA, 30.09.2014

Für die Zukunftssicherung der Industriestandorte Deutschland und Dänemark, insbesondere beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien, ist die sichere und nachhaltige Versorgung mit mineralischen Rohstoffen eine unabdingbare Voraussetzung. Vor diesem Hintergrund ist eine präzise Analyse der globalen Rohstoffmärkte und der Rohstoffpotenziale eine entscheidende Voraussetzung für die Beratung der Wirtschaft.

Dies war Anlass des Besuches der dänischen Delegation des Ministeriums für Klima, Energie und Bau (Ministry of Climate, Energy and Buildings) unter Leitung von Staatssekretär T. Egebo und des Präsidenten des Dänischen Geologischen Dienstes (The Geological Survey of Denmark and Greenland-GEUS) J. Fredericia an der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Berlin am 29. September 2014.

Die Delegation informierte sich intensiv über das Leistungsspektrum der DERA, insbesondere bei der Rohstoffrisikobewertung und der praktischen Beratung für Wirtschaft und Politik.

Im Gegenzug informierte der geologische Dienst Dänemarks (GEUS), der auch für Grönland verantwortlich ist, über seine Beratungsleistungen sowie über die Untersuchungen und Bewertungen der Rohstoffpotenziale Grönlands. Grönland ist besonders reich an Gold, Platin, Palladium, Seltenen Erden, Strontium und Uran. Weitere Informationen zum Rohstoffpotenzial Grönlands finden Sie bei der BGR in den „Commodity Top News Nr. 41 – Das mineralische Rohstoffpotenzial der Arktis“ und den „DERA Rohstoffinformationen Nr. 1 – Das mineralische Rohstoffpotenzial Grönlands“ sowie auf den Internetseiten der GEUS.
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Commodity Top News Nr. 41 (2014): Das mineralische Rohstoffpotenzial der Arktis
DERA Rohstoffinformationen Nr. 1 – Das mineralische Rohstoffpotenzial Grönlands
Geological Survey of Denmark and Greenland - GEUS

7. Norddeutsche Geothermietagung 15.-16. Oktober 2014

Geothermietagung – Anmeldung noch möglich, 24.09.2014

Vom 15. bis 16. Oktober 2014 findet im GEOZENTRUM Hannover die 7. Norddeutsche Geothermietagung statt. Das Thema der Veranstaltung lautet „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. Interessierte können sich noch bis 05. Oktober 2014 unter folgendem Link direkt anmelden: http://www.norddeutsche-geothermietagung.de/tagung-2014-anmeldung.

Die Norddeutsche Geothermietagung bietet ein breites Spektrum an Themen rund um die oberflächennahe und tiefe Erdwärme-Nutzung in Norddeutschland. Auch in diesem Jahr erwartet die Teilnehmer wieder ein vielfältiges Tagungsprogramm, das an zwei Tagen von den aktuellen politischen Rahmenbedingungen über praxisrelevante Forschungsergebnisse und Innovationen bis hin zu Betriebserfahrungen reicht. Veranstalter sind die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), hannoverimpuls und Enerchange.
Allgemeine Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zum Veranstaltungsprogramm

Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (re.) begrüßt den mongolischen Botschafter

Mongolischer Botschafter besucht BGR, 15.09.2014

Am 15.09.2014 besuchte der Botschafter der Mongolei, Tsolmon Bolor, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Er würdigte im Gespräch mit BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel die über 50-jährige Zusammenarbeit mit der Mongolei im Geo-Sektor. Derzeit berät die BGR die Behörden für Bergaufsicht und Mineralische Rohstoffe sowie das geologische Zentrallabor der Mongolei. In den deutsch-mongolischen Beziehungen ist die 2011 geschlossene Rohstoffpartnerschaft und das vor kurzem in Ulan Bator eröffnete deutsch-mongolische Institut für Rohstoffe und Technologie von besonderer Bedeutung.
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Weitere Informationen

Wasserholen in Burundi

Grundwasserschutz in Burundi, 15.09.2014

Der Präsident der Republik Burundi, Pierre Nkurunziza, unterzeichnete kürzlich ein Dekret zur Einrichtung von Schutzzonen für öffentliche Trinkwasserentnahmestellen. Mit Inkrafttreten des Dekrets besteht für die burundischen Wasserversorger nun die gesetzliche Pflicht, ihre Trinkwasserentnahmestellen innerhalb der nächsten fünf Jahre durch die Einrichtung von Schutzzonen vor Verunreinigungen zu schützen. Das BGR-Vorhaben „Management und Schutz von Grundwasserressourcen in Burundi“ war im Rahmen der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich an der Formulierung des Dekrets beteiligt. Ein innerhalb dieses Projektes erstellter technischer Leitfaden zur Einrichtung von Trinkwasserschutzzonen wurde in den Gesetzestext integriert.

In einigen Gebieten Burundis sind bis zu 50% der öffentlichen Trinkwasserentnahmestellen bakteriell belastet. Die Schutzzonen werden zu einer wesentlichen und dauerhaften Verbesserung der Trinkwasserqualität führen. Die BGR unterstützt zusammen mit anderen Partnern innerhalb der Deutschen Kooperation die Wasserversorger bei der Einrichtung der Schutzzonen. Die Verbesserung des Wasserressourcenschutzes ist eines der Ziele der seit 2011 laufenden Technischen Zusammenarbeit der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere Schwerpunkte sind die Nutzbarmachung der Grundwasserressourcen und die Aus- und Fortbildung von Partnerfachkräften.
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Zum BGR-Projekt

Der BGR-Hubschrauber im Einsatz

BGR misst natürliche Radioaktivität über Ackerflächen, 15.09.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt am 16. und 17. September 2014 mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge bei Münster, Bonn (Nordrhein-Westfalen) und Speyer (Rheinland-Pfalz) durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer flächig die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium in den Gesteinen im Boden erfasst. Die Ergebnisse werden anschließend mit direkt am Boden ermittelten Daten der Universität Bonn verglichen und in Form von Karten dargestellt.
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Zum BGR-Projekt

Dr. Rolf Muff und Dombon Uriintuya nach der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages

Vertrag für BGR-Projekt in der Mongolei unterzeichnet, 10.09.2014

Der BGR-Projektleiter Dr. Rolf Muff und die vorübergehende Leiterin der mongolischen Behörde für mineralische Rohstoffe (MRAM), Dombon Uriintuya, haben jetzt den Durchführungsvertrag für das gemeinsame Projekt „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenförderung der Mineral Resources Authority of Mongolia“ unterzeichnet. Im Rahmen des Projektes werden rohstoffwirtschaftliche Studien ausgewählter mineralischer Rohstoffe mit den Schwerpunkten Exploration, Abbau, Absatzmärkte und Weiterverarbeitung erstellt. Die Studien sowie weitere aufbereitete Fachinformationen werden dann dem privaten und staatlichen mineralischen Rohstoffsektor der Mongolei zur Verfügung gestellt. Sie sollen so zu einer Erhöhung der Investitionen im Bergbau beitragen. Das Projekt wird im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 1,6 Millionen Euro unterstützt.
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Zusammenarbeit mit der Mongolei

Das Foschungsschiff SONNE wird getauft

BGR führt erste Tests mit der neuen SONNE durch, 09.09.2014

Das neue Forschungsschiff (FS) SONNE hat am 07. September den Hafen von Emden verlassen, um in der Britischen Nordsee erstmals seine technisch-wissenschaftlichen Einrichtungen zu testen. Mit an Bord sind 19 Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Sie werden die hochmoderne BGR-Technik an die Vorrichtungen an Bord anpassen, damit künftige BGR-Einsätze mit dem neuen Forschungsschiff – wie im Baukonzept geplant – reibungslos ablaufen können.

An der zweiwöchigen Fahrt nehmen auch sechs Wissenschaftler vom Heimatinstitut des neuen FS SONNE, dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, teil. Die BGR und ICBM-Wissenschaftler testen u. a. die Loteinrichtungen und Strömungsmesser sowie Verfahren zur hochauflösenden räumlichen Abbildung der geologischen Strukturen des marinen Untergrundes. In einem zweiten Fahrtabschnitt von FS SONNE Ende September erprobt die BGR neu entwickelte elektromagnetische Verfahren zur Rohstofferkundung.
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Zur Pressemitteilung

BGR-Lehrvideo zum Projekt FLIN jetzt auf dem GeoChannel

Lehrvideo zum Schutz von Süßwasserlinsen auf Meeresinseln, 05.09.2014

Im BGR Projekt FLIN (Freshwater Lens INvestigations) wird die Dynamik von Süßwasserlinsen auf Inseln im Meer untersucht. Die Nordseeinsel Langeoog dient dabei als ideales Naturlabor. Um den tieferen Untergrund der Insel und die Bewegung des darin gespeicherten Grundwassers zu untersuchen, wurden mehrere Beprobungskampagnen mit zahlreichen geophysikalische Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse tragen allgemein zu einem besseren Verständnis über die Dynamik und das Alter von Süßwasserlinsen bei. Weiterhin unterstützen sie bei einer nachhaltigeren Bewirtschaftung dieser Ressource, u.a. unter Berücksichtigung des Klimawandels. Die ablaufenden Fließprozesse innerhalb der Süßwasserlinsen haben die Wissenschaftler mit physikalischen Sandtank-Experimenten visualisiert und mittels mathematischer Modelle nachgerechnet. Aus den Zeitrafferaufnahmen zur Visualisierung von Fließpfaden und der Altersschichtung sind interessante, kurze Videos in deutscher und englischer Sprache entstanden. Sie stehen auf dem YouTube „Geo-Channel BGR LBEG“ zur Verfügung und können zu Lehr- und Anschauungszwecken verwendet werden. Die BGR und das LBEG präsentieren im GeoChannel Videoclips über ihre neuesten Forschungsergebnisse und berichten von Expeditionen, Fachtagungen sowie Veranstaltungen.
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Zur Projektseite
Zum Video FLIN - Freshwater Lens INvestigations (deutsch)
Zum GeoChannel

Zur Förderung von Kohle werden große Wassermengen benötigt

Energie für Wasser und Wasser für Energie, 05.09.2014

Grundwasser und Energie stehen bei der Nutzung durch den Menschen in einem engen Zusammenhang. Diesen engen Zusammenhang verdeutlichte die BGR in zwei Seminaren auf der Weltwasserwoche vom 31.08. bis zum 05.09.2014 in Stockholm. So sind Energiesubventionen in vielen Ländern für die Übernutzung des Grundwassers verantwortlich, da ein hoher Energiebedarf und damit verbundene Kosten für die Förderung des Grundwassers notwendig sind. Aber auch die Förderung und die Energieerzeugung aus Kohle benötigen große Wassermengen, die in trockenen Gebieten häufig über Grundwasservorkommen abgedeckt werden. Zusammen mit Energie- und Wasserexperten aus China, Südafrika, Indien und den USA sowie von internationalen Institutionen diskutierten die BGR-Experten in Stockholm jetzt über zukünftige Herausforderungen und Lösungsansätze zum Umgang mit Energie und Wasser.
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Zum BGR-Seminar "Water Linkages to Coal Fired Energy Production: Shaping the Water and Energy Future"

Gut besucht: Der BGR-Stand im BMWi

BGR informiert beim „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“, 01.09.2014

Die BGR hat vom 30. bis 31. August 2014 am 16. „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“ teilgenommen. Sie war jeweils mit einem Stand beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vertreten. Schwerpunktthemen des BGR-Standes im BMWi waren Rohstoffe für die Energiewende, Erneuerbare Energie aus dem Untergrund, Speicherraum für die Energiewende in Salzkavernen sowie in Festgesteinen. Außerdem führte die BGR mehrere 3D-Präsentationen über den Untergrund vor und stellte zahlreiche Exponate aus.

Im BMZ informierten Mitarbeiter des Fachbereichs Internationale Zusammenarbeit über verschiedene BGR-Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit.
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Fotovergrößerung Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Wasser Tschad

Neuer Newsletter, 01.09.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2014 ist erschienen.

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Die Bodenkunde der BGR im Zeichen der Wiedervereinigung, 01.09.2014

Die Erinnerung an "25 Jahre Freiheit und Einheit" war ein zentrales Thema beim 16. Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 30. und 31. August in Berlin. Die Wiedervereinigung hat auch die Entwicklung des Themenfeldes Boden nachhaltig geprägt. Vor 25 Jahren haben mutige Menschen in der DDR die SED-Diktatur überwunden und die Öffnung der Mauer erzwungen. Sie haben damit die Voraussetzung dafür geschaffen, dass Deutschland seine Einheit in Frieden und Freiheit wiedererlangen konnte.

Das brachte auch weitreichende Folgen für die sich seit der Teilung Deutschlands getrennt weiterentwickelte Bodenkunde mit sich. Als Folge der Wiedervereinigung mussten alle im damaligen Forschungszentrum für Bodenfruchtbarkeit Müncheberg, Bereich Bodenkunde, Fernerkundung Eberswalde zentral vorgehaltenen Bodendaten der ehemaligen DDR mit denen der Geologischen Dienste der alten Bundesländer zu einer einheitlichen Datenbasis zusammengeführt werden.
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Zur Pressemitteilung 25 Jahre gesamtdeutsche Bodenkunde

Rohstoffeffizienzpreis 2014 - Bewerbungsschluss

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis: Bewerbungsschluss 23. September 2014!, 01.09.2014

Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich noch bis zum 23. September 2014 bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR um den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2014 bewerben. Mit diesem Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), unter fachlicher Begleitung der DERA, Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung und die Umsetzung von rohstoff- und materialeffizienten Produkten, Prozessen und Dienstleistungen aus.

Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis wird am 4. Dezember 2014 im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im BMWi an vier mittelständische Unternehmen und eine Forschungseinrichtung übergeben. Er ist jeweils mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert. Besonders innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign und bei Dienstleistungen sowie neue anwendungsorientierte Forschungsergebnisse haben in diesem Wettbewerb ausgezeichnete Chancen.
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Zur Pressemitteilung Rohstoffeffizienzpreis 2014
Weitere Informationen zum Rohstoffeffizienzpreis 2014

Die drei Teilnehmer der BGR (v.l.): Dr. Kristian Ufer, Dr. Stephan Kaufhold und Dr. Reiner Dohrmann

BGR belegt 3. Platz bei „Tonmineralogie-WM“, 29.08.2014

Das Mineralogie-Labor der BGR und des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sicherte sich beim internationalen Mineralogielabor-Wettbewerb „Reynolds Cup“ den dritten Platz. Diese inoffizielle „Tonmineralogie-Weltmeisterschaft“ rief das Unternehmen Chevron Texaco erstmals im Jahr 2000 ins Leben, um eine objektive Einschätzung der generell erreichbaren Genauigkeit von mineralogischen Analysen von Tonen zu erhalten.

Alle zwei Jahre geht es mittlerweile darum, drei vom Ausrichter aus Reinphasen gemischte Proben zu analysieren und deren quantitative Mineralzusammensetzung anzugeben. In diesem Jahr entsprachen die Proben industriell aktiviertem Bentonit, einem Kaolinrohstoff und Gipskeuper und wurden von Dr. Michael Plötze von der ETH Zürich bewertet. An dem Wettbewerb nahmen 81 Labore aus 21 Ländern teil. Den ersten Platz sicherten sich Dr. Reinhard Kleeberg und Dr. Ulf Kempe von der TU Bergakademie Freiberg sowie Dr. Robert Möckel vom Helmholtz Institut Freiberg. Für die BGR nahmen Dr. Kristian Ufer, Dr. Stephan Kaufhold und Dr. Reiner Dohrmann teil. Die Ergebnisse wurden am 20. Mai 2014 auf der Jahrestagung der amerikanischen Clay Minerals Society in College Station, Texas, USA vorgestellt.
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BGR-Internetseite zum Reynolds Cup

Weltwasserwoche 2014

BGR beteiligt sich an der Stockholmer Weltwasserwoche, 28.08.2014

Vom 31. August bis zum 5. September 2014 findet die diesjährige Weltwasserwoche statt. Das Thema der diesjährigen Weltwasserwoche ist „Energie und Wasser“. Im Rahmen des BGR-Sektorvorhabens „Politikberatung Grundwasser“ werden zwei Seminare veranstaltet zu den Themen: “Irrigation Subsidies: How to turn from the Overuse of Water and Energy to Sustainability?“ und "Water Linkages to Coal Fired Energy Production: Shaping the Water and Energy Future".

BGR participates at the Stockholm World Water Week

This year’s World Water Week will take place from 31st August to 5th September 2014. The theme of this year is “Energy and Water”. Within the scope of the BGR-sector project “Policy Advice Groundwater” two seminars to the following topics will be carried out: “Irrigation Subsidies: How to turn from the Overuse of Water and Energy to Sustainability?“ and "Water Linkages to Coal Fired Energy Production: Shaping the Water and Energy Future".
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BGR-Mitarbeiter informierten im vergangenen Jahr beim BMZ über Projekte der Internationalen Zusammenarbeit

BGR beim „Tag der offenen Tür“ der Bundesregierung, 21.08.2014

Am 31. August findet der „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“ statt. Die BGR wird jeweils mit einem Stand beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin vertreten sein.

Schwerpunkt des BGR-Standes im BMWi ist das Thema Energiewende. Im BMZ wird der Fachbereich Internationale Zusammenarbeit über verschiedene BGR-Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit informieren.
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Weitere Informationen zum Tag der offenen Tür

Staatssekretär Uwe Beckmeyer (rechts) und Dr. Volker Steinbach

Staatssekretär Beckmeyer besuchte BGR, 14.08.2014

Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, informierte sich bei einem 2-stündigen Besuch über Aufgaben und Arbeit der BGR im Bereich der Meeresforschung. Besonders interessiert zeigte sich Beckmeyer an aktuellen BGR-Projekten im Bereich der marinen Rohstoffe.

So erkunden die BGR-Wissenschaftler eine Vielzahl möglicher Rohstoffquellen für die Zukunft – etwa in den arktischen Meeren. Dort untersuchen die BGR-Experten zurzeit die Potenziale von Energierohstoffen sowie Umweltauswirkungen einer möglichen Nutzung. Im Pazifik erkunden sie Vorkommen von Manganknollen mit so wichtigen mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Nickel und Kobalt. Erst jüngst bewilligte die Internationale Meeresbodenbehörde den BGR-Lizenzantrag im Indischen Ozean zur Exploration polymetallischer Sulfide, die u. a. das begehrte High-Tech-Metall Indium enthalten. Zum Abschluss seines Besuchs erhielt der Parlamentarische Staatssekretär als kleine Erinnerung eine Manganknolle, die BGR-Forscher auf einer ihrer vielen Schiffsexpeditionen aus 4.200 Meter Meerestiefe an Bord geholt hatten.
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Explorationsförderprogramm der Bundesregierung

Förderprogramm zur Versorgung mit kritischen Rohstoffen, 05.08.2014

Für das Explorationsförderprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit kritischen Rohstoffen startet die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine neue Ausschreibungsrunde. Vor dem Hintergrund der Aktualisierung der Liste kritischer Rohstoffe durch die Europäische Kommission hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Richtlinien des Programms angepasst. Es sieht jetzt eine Förderung von Projekten bei insgesamt 24 Rohstoffen bzw. Rohstoffgruppen vor. Anträge nimmt die DERA vom 5. August bis 30. September 2014 entgegen. Das Explorationsförderprogramm berücksichtigt zum einen die 20 kritischen Rohstoffe der EU-Liste.

Das Programm sieht eine Förderung von Projekten zur Exploration, Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung sowohl im In- als auch im Ausland vor. Antragsberechtigt sind rechtlich selbstständige Unternehmen, die zur Durchführung des Vorhabens technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten. Die Anträge werden von der DERA fachlich geprüft und bewertet. Abschließend entscheidet das Bundeswirtschaftsmininisterium als Zuwendungsgeber über eine Förderung.
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7. Norddeutsche Geothermietagung

7. Norddeutsche Geothermietagung im Oktober: Anmeldung jetzt möglich, 05.08.2014

Vom 15. bis 16. Oktober 2014 findet im GEOZENTRUM Hannover die 7. Norddeutsche Geothermietagung statt. Das Thema der Veranstaltung lautet „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. Interessierte können sich seit 1. August 2014 unter folgendem Link Anmeldung 7. Norddeutsche Geothermietagung direkt anmelden.

Die Norddeutsche Geothermietagung bietet ein breites Spektrum an Themen rund um die oberflächennahe und tiefe Erdwärme-Nutzung in Norddeutschland. Auch in diesem Jahr erwartet die Teilnehmer wieder ein vielfältiges Tagungsprogramm, das an zwei Tagen von den aktuellen politischen Rahmenbedingungen über praxisrelevante Forschungsergebnisse und Innovationen bis hin zu Betriebserfahrungen reicht. Veranstalter sind die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), hannoverimpuls und Enerchange.
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Weitere Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zum Veranstaltungsprogramm

Grünes Licht für Erkundung von marinen Rohstoffen, 04.08.2014

Wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung von metallischen Rohstoffen in der Tiefsee: Der Lizenzantrag der Bundesrepublik Deutschland zur Exploration polymetallischer Sulfide am Meeresboden des Indischen Ozeans ist von der Internationalen Meeresbodenbehörde im Jamaika bewilligt worden. Jetzt kann die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Explorationslizenz beantragt hat, das Lizenzgebiet südöstlich von Madagaskar gezielt erkunden. Dazu gehören neben der konkreten Abschätzung des wirtschaftlichen Potenzials auch umfangreiche Untersuchungen zum Schutz und Erhalt der marinen Umwelt. Die nächste Schiffsexpedition hierzu findet im Herbst dieses Jahres statt. Die Lizenz hat eine Laufzeit von 15 Jahren und kann anschließend in eine Abbaulizenz münden.

Zur Vorbereitung des Lizenzantrages fanden seit 2011 bereits drei meeresgeowissenschaftliche Expeditionen der BGR in das Zielgebiet an der „Rodriguez Triple Junction“ im Indischen Ozean statt. Die Wissenschaftler entdeckten dabei vielversprechende Vorkommen von metallreichen Ablagerungen entlang der ozeanischen Spreizungszone. Ziel der Erkundung ist es, mit Hilfe moderner rohstoffgeologischer Explorationstechniken Metallsulfidvorkommen zu identifizieren, die an den Austrittsstellen ehemals aktiver heißer Quellen am Meeresboden („schwarze Raucher“) entstanden sind.
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Erdbeben im Vogtland/Nordwest-Böhmen mit dem Epizentrum bei Novy Kostel

BGR registriert Erdbeben der Magnitude 3,8 im Vogtland, 04.08.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute Nacht (04.08.2014) um 01:58 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) in der Region Vogtland/Nordwest-Böhmen ein Erdbeben der Magnitude 3,8 registriert. Das Epizentrum befindet sich auf tschechischem Gebiet bei der Ortschaft Novy Kostel nahe Cheb. Das Erdbeben wurde auch in Sachsen und Bayern verspürt.

Bereits vor acht Wochen (31.05.2014) ereignete sich im selben Epizentralgebiet bei Novy Kostel das stärkste Erdbeben der vergangenen 30 Jahre in dieser Region. In den darauffolgenden fünf Tagen registrierte die BGR dort insgesamt 45 Nachbeben mit einer Magnitude größer 2. Bis Ende Juli war es seismisch ruhig, es traten keine weiteren Beben dieser Stärke auf.

Die jüngste Aktivität startete am 27.07.2014 mit einem Ereignis der Stärke 2. Nach dem Ereignis in der vergangenen Nacht konnte die BGR zahlreiche Nachbeben registrieren. Die beobachteten Ereignisse deuten darauf hin, dass in der Region eine erneute Erdbebentätigkeit begonnen hat. Die Gebiete um Novy Kostel sowie auf deutscher Seite um Klingenthal in Sachsen zählen zu den klassischen Schwarmbebenregionen. Die letzten Erdbebenschwärme mit vergleichbarer Magnitude ereigneten sich in den Jahren 2008 (bis Magnitude 4,1) und 2011 (bis Magnitude 4,0) ebenfalls bei Novy Kostel.
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BGR-Bodenexperte Dr. Rainer Baritz auf der 2. Generalversammlung der Global Soil Partnership (GSP)

BGR-Experten an internationalen Aktionsplänen zum Bodenschutz beteiligt, 01.08.2014

Auf der 2. Generalversammlung der Global Soil Partnership (GSP) bei der FAO in Rom (Food and Agriculture Organization of the United Nations) wurden von den FAO-Mitgliedsländern jetzt dringende Maßnahmen angemahnt, um den Zustand von Agrarflächen zu verbessern. Angesichts einer steigenden Weltbevölkerung werden bis 2050 voraussichtlich 60 % mehr Nahrungs- und Futtermittel benötigt, während derzeit ein Drittel aller nutzbaren Böden degradiert sind.

An dem Treffen nahmen auch Vertreter der BGR teil. Es wurden Aktionspläne zu den Themen Bodenbewirtschaftung, Öffentlichkeitsarbeit, Weltbodeninformationssystem und Harmonisierung von Daten zum Bodenzustand beschlossen. Kern dieser Aktionspläne sind Empfehlungen, für deren Umsetzung die Weltstaatengemeinde, Industrie und Landnutzer aufgerufen sind zusammenzuarbeiten.

BGR-Experte Dr. Rainer Baritz war an der Vorbereitung von zwei Aktionsplänen maßgeblich beteiligt – als Mitglied der Arbeitsgruppe zum Thema Weltbodeninformationssystem „Enhance the quantity and quality of soil data and information“ und als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Harmonisierung „Support harmonization of methods, measurements and indicators for sustainable soil management“.

Anlässlich des diesjährigen Weltbodentags im Dezember soll der erste Statusbericht zum Zustand der weltweiten Bodenressourcen durch die FAO/GSP veröffentlicht werden. Um die gefährdete und weltweit begrenzte Ressource Boden stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, haben die Vereinten Nationen das kommende Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen.
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BGR- und CIGEM-Experten begutachten die Hangsituation auf einem landwirtschaftlich genutzten Lössplateau westlich von Lanzhou

Grundsteinlegung für Projekt in China, 29.07.2014

Der Fachbereich „Gefährdungsanalysen und Fernerkundung“ der BGR legte jetzt mit dem „Chinese Geological Survey/China Institut of Geo-Environment Monitoring“ (CGS/CIGEM) den Grundstein für das gemeinsame Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment for Lanzhou, Gansu Province, China“ (LHARA). Experten beider Institutionen trafen sich dafür am Gelben Fluss in Lanzhou (China).

Im Rahmen der fachlichen Diskussionen und Feldbesichtigungen wurden die potenziellen Arbeitsgebiete und Themenfelder eingegrenzt und die künftigen Projektaktivitäten identifizert. Lanzhou ist eine rasant wachsende Millionenmetropole in einer Lösslandschaft, die durch historische Erdbebenaktivitäten und menschliche Eingriffe geprägt ist. In den kommenden drei Jahren wird daher eine Gefährdungsabschätzung für Massenbewegungen im Maßstab 1:50.000 für den Großraum Lanzhou, sowie eine quantitative Risikoanalyse im Maßstab von 1:10.000 für ein Gebiet im Südosten von Lanzhou-City erarbeitet. Die BGR und ihr chinesischer Partner haben vor, im Rahmen des Projektes neue methodische Ansätze zu entwickeln, die später landesweit eingesetzt werden können.

Die zweite Gesprächsrunde findet im September 2014 in Hannover statt, dann soll die Projektskizze zu einem detaillierten Projektplan ausgebaut werden. Anfang 2015 soll das Projekt starten.
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Zur BGR-Internetseite „Ingenieurgeologische Gefährdungsanalysen“

Wechselwirkungen (Hetero- und Homoaggregation) von Silbernanopartikeln mit Ferryhydrit

BGR-Wissenschaftler untersuchten die Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden, 22.07.2014

Um Auswirkungen der Silbernanopartikel auf die Umwelt zu untersuchen, wurde das Forschungsvorhaben UMSICHT (Abschätzung der Umweltgefährdung durch Silber-Nanomaterialien: vom Chemischen Partikel bis zum Technischen Produkt) durchgeführt. Im Rahmen dieses Verbundvorhabens untersuchte die BGR von 2010 bis 2014 in enger Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover (LUH) die Mobilität und die kolloidale Stabilität von Silbernanopartikeln (Ag ENP) in Böden.

In den Batchtests mit Proben von ackerbaulich genutzten Böden blieben die Ag ENP größtenteils kolloidal stabil, was ein Potenzial zur Mobilität in Böden anzeigt. Hingegen zeigten Säulenversuche ein geringes Potenzial zur Remobilisierung von in Böden eingebrachten Ag ENP. Die ausführlichen Ergebnisse können im Projekt-Endbericht nachgelesen werden.
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Weitere Informationen zu Silbenanopartikeln in Böden

Das Foschungsschiff SONNE wird getauft

Neues Forschungsschiff SONNE von Bundeskanzlerin getauft, 14.07.2014

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am vergangenen Freitag (11. Juli 2014) das neue Forschungsschiff SONNE getauft. Es löst die alte SONNE ab und wird in Zukunft auch der BGR als Forschungsplattform dienen. Die neue SONNE wird ab Anfang 2015 im Indischen und Pazifischen Ozean eingesetzt und soll zur Beantwortung wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevanter Fragen wie dem Klimawandel, der Versorgung mit marinen Rohstoffen und der Folgenabschätzung von Eingriffen in marine Ökosysteme beitragen.

Mit 116 Meter Länge und 21 Meter Breite übertrifft das neue Forschungsschiff die Dimensionen seiner Vorgängerin deutlich. Der zusätzliche Platz an Deck und in den Labors geht auf die Anforderungen zurück, die unter Beteiligung der BGR in der Planungsphase festgelegt wurden. Sie tragen dem stetig steigenden Einsatz von aufwändiger Technik wie z. B. der 3D-Reflexionsseismik in der Meeresforschung Rechnung. Erste Testfahrten mit BGR-Beteiligung sind im Herbst 2014 geplant. Die neue SONNE wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf der Meyer-Werft in Papenburg (Niedersachsen) gebaut.
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Bildergalerie
Zum Film Taufe Forschungsschiff SONNE auf YouTube

Heliumballon wird zum Start vorbereitet

Erkundung von Grundwasser per Heliumballon, 14.07.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erprobt in dieser Woche auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz „Döberitzer Heide“ in Brandenburg ein mobiles System für eine künftig effizientere Durchführung geophysikalischer Messungen. Kernelement bei dieser neuen – auf der Transienten-Elektromagnetik (TEM) basierenden – Methode ist ein Heliumballon. Der mit Sende- und Empfangsspulen ausgestattete Ballon ermöglicht Untersuchungen des geologischen Untergrundes aus der Luft bis in Tiefen von mehreren hundert Metern und soll nach erfolgreicher Erprobung insbesondere die Grundwassererkundung in Entwicklungsländern erleichtern.
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Zum Film Torus-TEM Heliumballon auf YouTube

GEMAS-Atlas

GEMAS-Atlas: Geochemisches „Nord-Süd-Gefälle“ nachgewiesen, 10.07.2014

Mit der „Geochemical Mapping of Agriculturar and Grazing Land Soil“ (GEMAS) liegt jetzt erstmals ein Atlas vor, in dem die Elementgehalte aller Landwirtschaftsböden in Europa dargestellt werden. An dieser neuen Veröffentlichung waren die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Expertengruppe „Geochemie“ der europäischen geologischen Dienste (EuroGeoSurveys) und der Verband der europäischen Metallindustrie (Eurometaux) beteiligt.

Für die Erstellung des GEMAS-Atlas haben Wissenschaftler in 33 europäischen Ländern 2.108 Ackerproben und 2.023 Grünlandproben genommen und die Gehalte von mehr als 50 Elementen analysiert.

Die Wissenschaftler haben mit ihren Ergebnissen einen scharfen Bruch in den gemessenen Elementgehalten entlang der südlichen Grenze der letzten Vereisung nachgewiesen. Dies ist vor allem auf die durch die Eiszeit hervorgerufenen geologischen Unterschiede zurückzuführen. So haben die Wissenschaftler in den landwirtschaftlich genutzten Böden Südeuropas zwei- bis dreimal höhere Spurenelementgehalte (z. B. Arsen, Cobalt, Gold, Kupfer, Lithium, Mangan, Nickel) festgestellt als in den jungen Böden Nordeuropas. Die südeuropäischen Böden sind in der Regel älter und intensiver verwittert.
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20th World Congress of Soil Science.

20th World Congress of Soil Science, 07.07.2014

Unter dem Motto „Soils Embrace Life and Universe“ trafen sich kürzlich Bodenkundlerinnen und Bodenkundler der ganzen Welt beim zwanzigsten Weltkongress der Bodenwissenschaften auf der Insel Jeju-do (Südkorea). Veranstalter war die Koreanische Gesellschaft für Bodenforschung und Düngung.

Die Bodenkunde der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) war mit sieben eigenen Beiträgen auf diesem internationalen Kongress gut sichtbar vertreten. Über 2.000 Tagungsteilnehmer informierten sich u. a. bei der BGR über Themen wie Wirkungen von Schadstoffen im Pflanzenbau, Bodengenese und Bodeninformation.

Der World Congress of Soil Science (WCSS) ist eine Konferenz, die alle vier Jahre stattfindet und von der International Union of Soil Sciences (IUSS) ausgerichtet wird. Das Ziel der Kongresse, die in der Regel von vielen hundert Mitgliedern der nationalen bodenkundlichen Gesellschaften besucht werden, ist der Austausch der neuesten Erkenntnisse in den Bodenwissenschaften
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BGR-Bodenkunde
World Congress of Soil Science (WCSS)
International Union of Soil Sciences (IUSS)

Deutschlands Botschafter Werner Wnendt (vierter von rechts) mit dem Expeditionsteam.

Deutscher Botschafter besucht Geologen in der Arktis, 07.07.2014

Besuch vom deutschen Botschafter in Kanada, Werner Wnendt, erhielten jetzt die Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bei ihrer Expedition CASE 16 (Circum-Arctic Structural Events) auf der Ellesmere-Insel in der kanadischen Arktis. Der Botschafter wurde in Begleitung mit weiteren Expeditionsteilnehmern mit einer 2-motorigen „Twin Otter“ aus Resolute Bay in das Basislager der BGR-Geologen in der Flagler Bay an der Ostküste der Insel eingeflogen. Vier Tage wird Wnendt die Expeditionsteilnehmer der BGR und ihre Kollegen aus Kanada, Südafrika, den USA und Deutschland begleiten, um sich über die internationale Zusammenarbeit der Geologen im Gelände zu informieren.

Botschafter Wnendt zeigte sich nach seiner Ankunft vom BGR-Projekt sehr beeindruckt: „Die wissenschaftliche Zusammenarbeit ist einer der wichtigsten Bereiche in den deutsch-kanadischen Beziehungen und das Projekt der BGR im hohen Norden Kanadas ist ein besonders gelungenes Beispiel für diese erfolgreiche Kooperation.“

Seit Mitte Juni betreibt das 15-köpfige Expeditionsteam  in der kanadischen Arktis geologische Feldforschungen. Noch bis zum 21. Juli 2014 wollen die Wissenschaftler die geologischen Verhältnisse auf der Ellesmere-Insel in einem Umkreis von 150 Kilometern um das Basislager (79°15‘ nördlicher Breite) erforschen.
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Der BGR-Stand beim BDI-Rohstoffkongress.

BGR-Stand auf BDI-Rohstoffkongress, 04.07.2014

BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel hat gestern (3. Juli) an der Panel-Diskussion „Perspektiven des zukünftigen Rohstoffabbaus in Deutschland“ beim Rohstoffkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) teilgenommen. Die BGR war auch mit einem eigenen Stand bei der Veranstaltung in Berlin vertreten und präsentierte dort die jüngsten Studien der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR zu verschiedenen Rohstoffthemen.
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Der Leiter des geologischen Dienstes von Japan, Dr. Eikichi Tsukuda (vierter von links), besucht mit seiner Delegation die BGR.

Geologischer Dienst von Japan besucht BGR, 03.07.2014

Das GEOZENTRUM Hannover bekam am 1. Juli 2014 Besuch vom Leiter des geologischen Dienstes von Japan, Dr. Eikichi Tsukuda. Er informierte sich mit seiner Delegation über die Struktur der BGR und tauschte sich mit verschiedenen BGR-Experten über die Themen Internationale Zusammenarbeit, Marine Rohstofferkundung, Grundwassermanagement und Gefährdungsanalysen aus. Einen Schwerpunkt des Besuchs bildeten u. a. die gemeinsamen Aktivitäten in Ost- und Südost-Asien im Rahmen des CCOP (Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia).
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Expedition kanadische Arktis

Neuer Newsletter, 01.07.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2014 ist erschienen.

Eröffnung des Trainingskurses am 17.06.2014 in Managua/Nicaragua (vordere Reihe von links): Dr. Wilfried Strauch (Berater INETER), Dr. Dirk Kuhn (BGR), Angelica Munoz (INETER), Praxy Pineda (SINAPRED/INETER), Dr. Dirk Balzer (BGR).

BGR-Experten führen Fortbildung in Nicaragua durch, 30.06.2014

Experten der BGR haben vom 17.06. bis 27.06.2014 in Managua (Nicaragua) 15 Teilnehmer aus unterschiedlichen Institutionen Nicaraguas sowie aus den Ländern Guatemala, Costa Rica und der Dominikanischen Republik in der Durchführung von Risiko-Expositionsanalysen geschult. Die Fortbildung ist Teil einer entwicklungspolitischen Maßnahme, die die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umsetzt. Ein erster Trainingskurs fand bereits im August 2013 in San Salvador (El Salvador) statt.

Die raum- und risikobezogenen Analysen der Exposition von „Elements at risk“ (z.B. Bevölkerung, kritische Infrastrukturen) gegenüber den natürlichen Bedrohungen Erdbeben, Vulkanausbrüche, Massenbewegungen und Überschwemmungen ermöglichen die Ableitung notwendiger Informationen für eine nachhaltige Raum- und Entwicklungsplanung im Hinblick auf eine Verminderung des Katastrophenrisikos sowie für ein verbessertes Katastrophen-Management.

Die Trainingsmaßnahme verbindet multidisziplinäre Fachleute verschiedener Institutionen der Raumplanung bzw. der Katastrophenprävention und fördert somit auch eine aktive Kommunikation und Vernetzung der relevanten Behörden im zentralamerikanischen und karibischen Raum. Die Eröffnung des Trainingskurses fand im Beisein von Repräsentanten der nationalen Katastrophenschutzbehörde (SINAPRED) und des geowissenschaftlichen Instituts (INETER) von Nicaragua statt.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit der BGR

Auszug aus der Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (BÜK200).

Neue Bodenkarten der BGR als Atom-Feeds verfügbar, 30.06.2014

Weitere Bodenkarten der BGR sind jetzt als INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in the European Community)-konforme Downloaddienste (Atom-Feeds) verfügbar. Nach der „Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 1 000 000“ (BÜK 1000 DE) sowie der Karte „Gehalte an organischer Substanz in Oberböden Deutschlands 1 : 1 000 000“ (HUMUS 1000 OB) stellt die BGR jetzt auch die folgenden Bodenkarten als INSPIRE Download Service (predefined ATOM) bereit.

- Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 200 000 (BÜK 200)
- Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 3 000 000 (BÜK 3000)
- Gruppen der Bodenausgangsgesteine in Deutschland 1 : 5 000 000 (BAG 5000)
- Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 2 000 000 (BÜK 2000)
- Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 5 000 000 (BÜK 5000)
- Bodengroßlandschaften der Bundesrepublik Deutschland 1 : 5 000 000 (BGL 5000)
- Bodenarten der Oberböden Deutschlands 1 : 1 000 000 (BOART 1000OB)

Mit der INSPIRE-Richtlinie wird das Ziel verfolgt, eine gemeinsame europäische Geodateninfrastruktur aufzubauen. Diese europäische Richtlinie verpflichtet die geologischen Dienste der EU-Mitgliedsstaaten, raumbezogene Daten zur Verfügung zu stellen. Der Feed kann abonniert werden.
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Produkte im Fachinformationssystem Bodenkunder der BGR (FISBo BGR)

Vorbereitung des Video- und Fotoschlittens zur Bildkartierung des Meeresbodens in 4–5 km Wassertiefe

Manganknollen-Expedition: Eine Million Tonnen Wertmetalle im Pazifik entdeckt, 26.06.2014

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben kürzlich im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik ein Vorkommen von rund 30 Millionen Tonnen Manganknollen entdeckt und untersucht. Die Förderung der darin enthaltenen Wertmetalle Nickel, Kupfer und Kobalt, deren Menge insgesamt rund 1 Million Tonnen umfasst, würde etwa 15 Jahre Tiefseebergbau ermöglichen, so ein Ergebnis der siebenwöchigen Forschungsfahrt mit dem US-amerikanischen Forschungsschiff „KILO MOANA“.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die meeresgeologische Arbeitsgruppe der BGR ein vergleichbares Vorkommen rund 30 Kilometer weiter nördlich entdeckt. „Unsere Ergebnisse zeigen erneut, dass Manganknollen eine vielversprechende Rohstoffquelle der Zukunft sind", erklärt BGR-Expeditionsleiter Dr. Carsten Rühlemann.
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Karte der intrinsischen Vulnerabilitätsbewertung des TrÜbPl OL

20 Jahre Umweltberatung der Bundeswehr durch die BGR, 25.06.2014

Seit 20 Jahren berät die BGR die Bundeswehr im Boden- und Gewässerschutz auf Truppenübungsplätzen (TrÜbPl). Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1992 mit den hydrogeologischen Untersuchungen auf dem TrÜbPl Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Das damalige Ziel war die Entwicklung eines militärischen Nutzungskonzeptes, das dem Schutzbedürfnis des Grundwassers und dem erkannten Gefährdungspotential angepasst ist.

Um räumliche und zeitliche Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit sowie der Strömungsverhältnisse zeitnah zu erfassen, wurde der Truppenübungsplatz ab 2001 durch ein stetig angepasstes nutzungsbegleitendes Grundwassermonitoring überwacht. Dadurch konnten bei Bedarf erforderliche Maßnahmen jederzeit eingeleitet werden.

Die Beratungsarbeit der BGR orientierte sich stets an aktuellen Entwicklungen. So wurde mit der Umstrukturierung der Bundeswehr die Anzahl der Übungsanlagen zwar verringert, die Intensität auf den verbleibenden Anlagen ist mitunter gestiegen. Aus diesem Grund bewertete die BGR in einem Pilotprojekt die Umweltauswirkungen durch Übungsaktivitäten auf Sprengplätzen. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit werden in der aktuellen Festschrift „25 Jahre Kontaminationsbearbeitung in der Bundeswehr“ dargestellt.

Die Arbeiten der BGR im vor- und nachsorgenden Boden- und Gewässerschutz erfolgten durchgehend im Sinne des 1992 formulierten Ziels eines umweltgerechten, militärischen Nutzungskonzepts. Mit dem aktuellen Projekt zur Vulnerabilitätskartierung militärischer Übungsanlagen der Bundeswehr wird in diesem Sinne ein zukunftsorientiertes Werkzeug entwickelt, das die Bewertung einer übungsbedingten Boden- und Gewässergefährdung auf TrÜbPl erlaubt und zur Optimierung des Übungsbetriebs beiträgt. Die aktuellen Projektergebnisse wurden auf dem Symposium „Daueraufgabe Altlasten – 25 Jahre Kontaminationsbearbeitung in der Bundeswehr“ präsentiert.
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Hydrogeologische Begutachtung der Colbitz-Letzlinger Heide – Kontrollmonitoring auf dem Truppenübungsplatz
Vulnerabilitätskartierungen militärischer Übungsanlagen der Bundeswehr

DERA - Deutsche Rohstoffagentur

Internationale Rohstoffpotenziale im Fokus von Industrie und Wissenschaft, 23.06.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat am 17. und 18. Juni 2014 gemeinsam mit der Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB), dem Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg und der BEAK Consultants GmbH Freiberg ein gemeinsames Rohstoffgespräch veranstaltet.

Auf der Veranstaltung im sächsischen Freiberg erörterten mehr als 60 Teilnehmer aus Unternehmen, wissenschaftlichen Instituten sowie Bundes- und Landesministerien gemeinsam aktuelle Themen der internationalen Rohstoffwirtschaft. Im Fokus standen dabei vor allem die Gewinnung, die Verarbeitung und der Handel mit mineralischen Rohstoffen sowie die derzeitigen Marktentwicklungen.
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BGR-Studie: Ländervergleich mineralische Rohstoffe

China dominiert weltweite Rohstoffproduktion, 19.06.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt eine neue Studie zu den Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe in 180 Staaten veröffentlicht. Dieser Ländervergleich gibt einen Überblick über die Reserven (technisch und wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffe), Ressourcen sowie Bergwerks- und Raffinadeproduktion der verschiedenen Staaten nach Wert der Rohstoffe.

Demnach dominiert China den internationalen Vergleich. Das asiatische Land hat im Jahr 2010 Rohstoffe im Gesamtwert von etwa 118 Milliarden US-Dollar produziert (Rang 1). Der Wert der Raffinadeproduktion betrug sogar circa 625 Milliarden US-Dollar (Rang 1). Es folgt auf Rang 2 Brasilien vor Australien (Rang 3), der Russischen Föderation (Rang 4) und Chile (Rang 5).
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MdB Claudia Roth und MONUSCO-Chef Martin Kobler bei einem Interview vor der Pilotmine Kalimbi bei Nyabibwe (DR Kongo)

MdB Claudia Roth und MONUSCO-Chef Martin Kobler besuchen Pilotmine, 19.06.2014

Bundestagsabgeordnete Claudia Roth und Martin Kobler, Leiter der UN-Friedensmission (MONUSCO) in der Demokratischen Republik (DR) Kongo sowie Vertreter der Deutschen Botschaft Kinshasa haben sich vor Ort über das BGR-Projekt zur Einführung und Umsetzung eines Zertifizierungssystems für mineralische Rohstoffe in der DR Kongo informiert und die Pilotmine Kalimbi bei Nyabibwe besucht.

In den Ostprovinzen der DR Kongo erfolgt die Rohstoffproduktion überwiegend durch unregulierten und informellen Kleinbergbau. Um langfristig sicher zu stellen, dass die Rohstoffe legal abgebaut und unter Leistung der vorgesehenen Steuern und Abgaben gehandelt werden, unterstützt das BGR-Projekt das kongolesische Bergbauministerium und seine nachgeordneten Abteilungen bei der Entwicklung und Umsetzung eines Zertifizierungssystems für mineralische Rohstoffe (Kassiterit, Coltan, Wolframit und Gold).

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur stärkeren Kontrolle des Rohstoffsektors in den Ostprovinzen der DR Kongo (Süd- und Nord-Kivu, Maniema, Orientale und Katanga) und baut auf den Erfolgen des vorherigen Vorhabens auf. Zielgruppe des Projekts ist die Bevölkerung der DR Kongo (vor allem in den Bergbaugebieten), die von erhöhten Staatseinnahmen und einer Entschärfung der Gewaltspirale profitiert. Eine Regularisierung des Rohstoffabbaus schafft Vorteile durch erhöhte physische und soziale Sicherheit sowie steigende wirtschaftliche Unabhängigkeit.
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Weitere Informationen zur technischen Zusammenarbeit mit der DR Kongo

DERA Studie: Rohstoffsektor in Peru

Bergbausektor weiterhin von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Peru, 18.06.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat gemeinsam mit der Germany Trade and Invest (GTAI) sowie der Deutsch-Peruanischen Industrie- und Handelskammer (AHK Peru) eine Studie über die Bedeutung und die Herausforderungen des peruanischen Rohstoffsektors veröffentlicht.

Im Rahmen des gemeinsamen Rohstoffdialogs der Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB), der DERA, der TU Bergakademie Freiberg und Beak Consultants wird die Studie heute Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft präsentiert.

Peru ist eines der rohstoffreichsten Länder Südamerikas und gehört bei metallischen Rohstoffen wie Silber und Kupfer zu den führenden Produzenten der Welt.
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Kleinbergbau in der Demokratischen Republik Kongo

BGR beim „Afrika-Kreis“, 12.06.2014

Bei einer durch den Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft organisierten Veranstaltung in Schrobenhausen (Bayern) hoben BGR-Experten die Bedeutung afrikanischer Rohstoffe für die deutsche Wirtschaft hervor. Nach einem Vortrag zum Thema „Afrikas Bergbau – Bedeutung, Chancen und Herausforderungen“ beteiligte sich die BGR auch an der anschließenden Podiumsdiskussion. Dabei betonte die Leiterin des zuständigen BGR-Fachbereichs „Internationale Zusammenarbeit“, Franca Schwarz, wie wichtig ein nachhaltiger Abbau und Handel von Rohstoffen auch für die wirtschaftliche Entwicklung der afrikanischen Länder selbst sei.

Die BGR engagiert sich bereits seit vielen Jahrzehnten in zahlreichen Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit auf dem afrikanischen Kontinent. An der Veranstaltung, die der „Afrika-Kreis Bayern“ ausgerichtet hatte, nahmen rund 50 Vertreter aus Wirtschaft und Behörden, darunter auch hochrangige Vertreter des bayerischen Wirtschaftsministeriums, teil.
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Studie

Weltbodenklassifikation neu erschienen, 11.06.2014

Zum 20. Weltkongress der Bodenkunde in Jeju/Korea ist die überarbeitete "World Reference Base for Soil Resources" erschienen. Überarbeitet wurden viele Definitionen und diagnostische Kriterien. Unter anderem sind die Änderungsvorschläge, die sich aus den Arbeiten der BGR am Ableitungsschlüssel KA5/WRB 2007 ergeben haben, vollständig eingeflossen.

Die neue Ausgabe kann bei der Welternährungsorganisation (FAO) in englischer Sprache heruntergeladen werden.
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Weitere Informationen im Internetangebot der BGR

DERA Commodity Top News: Brasilien – Ein Rohstoff-Champion

Neuer BGR-Kurzbericht: WM-Gastgeber Weltmeister bei Niob, 10.06.2014

Brasilien zählt nicht nur im Fußball zur Weltspitze, sondern auch bei der Produktion von Rohstoffen. So ist das bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas einer der größten Eisenerzproduzenten der Welt und mit 92,5 % der globalen Produktion die Nummer Eins bei der Förderung von Niob – einem Metallrohstoff, der vor allem als Legierungszusatz für Stahl und Superlegierungen verwendet wird.

Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer aktuellen Ausgabe der „Commodity Top News“: „Brasilien – Ein Rohstoff-Champion“, die in Zusammenarbeit mit der Germany Trade and Invest (GTAI) entstanden ist.
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Neue BGR-Karte der potentiellen Erosionsgefährdung der Ackerböden durch Wasser in Deutschland (Ausschnitt)

Neue BGR-Karte zur Erosionsgefährdung von Ackerböden, 05.06.2014

Bodenerosion ist eine schleichende Gefahr für die Bodenfruchtbarkeit. Neben Bodenmaterial gehen auch Humus und Nährstoffe verloren. Eine neue Karte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gibt einen Überblick über die potentielle Erosionsgefährdung von Ackerböden durch Wasser, wie z.B. Starkregen und Oberflächenabfluss. Insgesamt werden auf ackerbaulich intensiv genutzten Flächen in Deutschland bis zu 20 Tonnen Boden pro Hektar im Jahr abgetragen. Das bedeutet, dass ca. 2 mm Boden jährlich verloren gehen. Die Bodenneubildung beträgt aber nur etwa 0,1 mm Boden pro Jahr und kann den Verlust durch Erosion bei weitem nicht kompensieren.

Die neue BGR-Karte zeigt, dass etwa ein Drittel der Ackerfläche von Deutschland eine mittlere bis sehr hohe Erosionsgefährdung aufweist. Dabei gibt es vier regionale Schwerpunkte: Die ackerbaulich genutzten Flächen im niedersächsischen Berg- und Hügelland, das sächsische Hügelland mit dem Erzgebirgsvorland, die Neckar- und Tauber-Gäuplatten und das Unterbayerische Hügelland.
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Die Teilnehmer des Copernicus-Workshops im GEOZENTRUM Hannover

Copernicus-Workshop in der BGR, 02.06.2014

„Detektion und Monitoring von Geogefahren – Oberflächen- und Massenbewegungen” hieß das Thema eines Workshops zur Satelliten gestützten Fernerkundung im Rahmen des Copernicus-Programms, zu dem die BGR in das GEOZENTRUM Hannover eingeladen hatte. Vertreter der Staatlichen Geologischen Dienste (SGD) der Bundesländer, des Länderausschusses Bergbau (LAB), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), weiterer Forschungseinrichtungen und verschiedener Dienstleister diskutierten bei der Veranstaltung u.a. über Nutzeranforderungen für die Entwicklung eines Copernicus-Dienstekonzeptes für den Bereich Bodenbewegungen. Copernicus ist das europäische Programm zur Förderung der Satelliten gestützten Fernerkundung.
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Teilnehmer der hydrogeologischen Feldexkursion vor einer Karsthöhle im Wadi Orjan

Deutsche Botschaft und jordanische Studenten besuchen BGR-Projekt, 02.06.2014

25 Studenten der Wasserwirtschaft und Geologie von jordanischen Universitäten sowie Vertreter der Deutschen Botschaft in Amman haben jetzt im Rahmen der „Deutschen Wochen 2014“ die Tanoor Quelle im Arbeitsgebiet der BGR in Jordanien besucht. BGR- Projektleiter Dr. Mathias Toll informierte die Besucher vor Ort über Aufgaben und aktuelle Arbeiten der BGR in ihrem Grundwasserprojekt in Jordanien. Besonders interessierten sich die Studenten und die Botschaftsvertreter für die hydrogeologischen Besonderheiten bei der Festlegung von Grundwasserschutzzonen in Karstgebieten. Im Anschluss an den Projektbesuch fand eine Wanderung durch eine benachbarte Karstlandschaft statt.
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Vertreter der BGR und ihrer Partnerbehörden stellten auf einem Workshop in Hanoi die Ergebnisse des Grundwasserprojekts vor.

Vietnam-Projekt erfolgreich abgeschlossen, 27.05.2014

Für das BGR-Grundwasserprojekt „Improvement of Groundwater Protection“ in Vietnam fand jetzt der Abschluss-Workshop statt. In Hanoi stellten Experten der BGR und der vietnamesischen Partnerbehörden im Beisein des vietnamesischen Umweltministers, Vertretern der Deutschen Botschaft und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Ergebnisse vor. Für fünf Provinzen Vietnams lieferte das Projekt wichtige Grundlagen zur Verbesserung des Grundwasserschutzes. Dazu gehörten ein Grundwassermonitoring, Ausbildungsmaßnahmen in den Partnerbehörden sowie Informationen für die Bevölkerung.
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Weitere Informationen im Internetangebot der BGR

Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 1 000 000 (BÜK 1000 DE)

BGR stellt neue Downloaddienste zu Bodenkarten bereit, 21.05.2014

Für die „Bodenübersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1 : 1 000 000“ (BÜK 1000 DE) sowie die Karte „Gehalte an organischer Substanz in Oberböden Deutschlands 1 : 1 000 000“ (HUMUS 1000 OB) stellt die BGR jetzt auch INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in the European Community)-konforme Downloaddienste als Atom-Feeds bereit. Es werden in Zukunft weitere Bodenkarten folgen. Der Feed kann abonniert werden.

Mit der INSPIRE-Richtlinie wird das Ziel verfolgt, eine gemeinsame europäische Geodateninfrastruktur aufzubauen. Diese europäische Richtlinie verpflichtet die geologischen Dienste der verschiedenen Länder, raumbezogene Daten zur Verfügung zu stellen.
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Zum Atom-Feed
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Der BGR-Stand im Fokus des Medieninteresses

Die BGR beim Europäischen Tag der Meere 2014, 20.05.2014

Mit einem Stand über marine Rohstoffforschung ist die BGR auf dem 7. "Europäischen Tag der Meere" (European Maritime Day) in Bremen vertreten. Die BGR informiert dabei u. a. über das beantragte deutsche Lizenzgebiete zur Erkundung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean sowie das bereits bestehende deutsche Lizenzgebiet zur Untersuchung von Manganknollenvorkommen im Pazifischen Ozean. Manganknollen und marine Sulfide aus einer Wassertiefe von bis zu 5 000 m können als Ausstellungsstücke vor Ort bestaunt werden.

Im Rahmen des Workshops „Nachhaltiger Abbau mariner Rohstoffe aus der Tiefsee“ referiert BGR-Experte Dr. Christian Reichert über Vorteile und Risiken im Tiefseebergbau.

Zum "Europäischen Tag der Meere" lädt jedes Jahr eine andere europäische Küstenstadt ein. In Bremen steht eine Konferenz im Congress Centrum mit zahlreichen Workshops zu aktuellen maritimen Themen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Ausstellung bietet 41 europäischen Institutionen aus Industrie und Forschung die Möglichkeit, ein breites Spektrum der marinen Forschung zu präsentieren.
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Weitere Informationen zum Europäischen Tag der Meere

Die Studenten mit BGR-Experten vorm Haupteingang des Geozentrums in Hannover.

Deutsch-arabischer Masterstudiengang zu Gast in der BGR, 16.05.2014

15 Studenten des deutsch-arabischen Masterstudiengangs „Integriertes Wasserressourcen-Management“ (IWRM) des Institutes für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (Fachhochschule Köln) waren am 16. Mai zu Gast in der BGR. Das Programm der Fachhochschule Köln sowie der University of Jordan (Amman) dient der gemeinsamen Qualifizierung deutscher und arabischer Fachkräfte in Jordanien und Deutschland.
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Weitere Informationen zur technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll hat Prinzessin Sumaya bint el Hassan eine Ausgabe der Publikation „Inventory of Shared Water Resources“ übergeben

Jordanische Prinzessin besucht BGR-Stand, 14.05.2014

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Sumaya bint el Hassan von Jordanien und der deutsche Botschafter Ralph Tarraf besuchten am 11. Mai den BGR-Stand während der „Deutschen Wochen 2014“ in Amman (Jordanien). An dem Stand informierte sie der BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll über die langjährige Kooperation der BGR mit dem Haschemitischen Königreich Jordanien und über die von der BGR und der UN-Organisation ESCWA (Economic and Social Commission for Western Asia) herausgegebene Publikation „Iventory of Shared Water Resources“. Prinzessin Sumaya und der deutsche Botschafter waren besonders an dem aktuellen Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“, das von der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird, interessiert.

Während der „Deutschen Wochen“ vom 11. bis 23. Mai 2014 laden zahlreiche deutsche Institutionen in Jordanien zu unterschiedlichen Veranstaltungen ein.
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Besucher betrachten die Karte „Bodengüte der Ackerstandorte in Deutschland“

Faszination Boden – BGR auf der „klügsten Nacht des Jahres“, 13.05.2014

„Schau rein, schlau raus“ – unter diesem Motto hat die BGR auf der diesjährigen „Langen Nacht der Wissenschaften“ in Berlin am 10. Mai 2014 in Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Humboldt Universität zu Berlin (HU) „Die besten Böden Deutschlands“ als gemeinsame Aktion zum Bodenbewusstsein präsentiert. Vor dem Institut für Geographie der HU im Technologiepark Adlershof lag die 5 x 3 m große Bodenkarte zu dem Projekt aus. An zentraler Stelle war die begehbare Karte zur Bodengüte der Ackerstandorte in Deutschland platziert. Sie war „Blickpunkt“ und „Standpunkt“ für Diskussionen über die Bedeutung des Bodens als Lebensgrundlage für den Menschen.

Die gemeinsame Aktion von HU und BGR sollte mit einem Blick von oben auf ganz Deutschland das Wissen über Böden, ihre Eigenschaften und ihre Gefährdungen auf besondere Weise vermitteln und Anreize geben, sich stärker mit dem Boden zu beschäftigen. Sie diente u. a. dazu, Kinder und Erwachsene stärker für den Schutz der Böden zu sensibilisieren.

So sind fruchtbare Böden eine essentielle Grundlage für die Nahrungsmittelversorgung und verstärkt auch für den Anbau von „Energiepflanzen“. Böden bilden die Grundlage für über 90 % der weltweit produzierten Nahrung. Die Fruchtbarkeit des Bodens ist für die Landwirtschaft ein entscheidender Faktor und eine, in menschlichen Zeiträumen, nur bedingt erneuerbare Ressource. Leistungsfähige Böden haben auch eine besondere Bedeutung für den Schutz von Wasser, Klima und Biodiversität. Ein besonderes Problem in Deutschland ist der stetige Flächenverbrauch durch Urbanisierung und Infrastruktur. Hierfür werden insbesondere landwirtschaftlich genutzte Flächen, oft auch mit einem hohen Ertragspotenzial, in Anspruch genommen. In Deutschland werden bezogen, auf den Vierjahreszeitraum 2009–2012, immer noch täglich 74 ha Boden pro Tag in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt.
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Golden Eye

Neuer Newsletter, 30.04.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2014 ist erschienen.

DERA Rohstoffinformationen 19: Rohstoffrisikobewertung – Wolfram

Handelshemmnisse beschränken sichere Versorgung mit Wolfram, 28.04.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) kommt in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass auch mittelfristig mit einem weltweiten Angebotsdefizit bei Wolfram zu rechnen ist. Der Metallrohstoff gehört zu den von der EU als potenziell „kritisch“ eingestuften mineralischen Rohstoffen. Wichtige Anwendungsbereiche von Wolfram sind Hartmetallwerkzeuge, Stahl- und Superlegierungen, Halbzeug (z. B. Glühdrähte, Elektrodenmaterial) und Chemikalien.

Trotz vermehrtem Recycling sowie dem Bau neuer Bergwerke und zusätzlicher Aufbereitungskapazitäten u. a. in Vietnam, Australien, Großbritannien und Spanien bleibt weiterhin eine hohe Angebotskonzentration auf China bestehen, lautet das Fazit der DERA-Studie „Rohstoffrisikobewertung – Wolfram“. Mit über 80 % der globalen Bergwerksförderung ist China der weltweit wichtigste Wolframproduzent. Neben der Erhebung von Exportzöllen hält China weiterhin an Exportquoten auf Wolframzwischenprodukte fest. Der Export von Wolframerz und -konzentrat ist gänzlich verboten. Begründet werden die Exportbeschränkungen mit dem Schutz von Ressourcen und Umwelt. Das führt dazu, dass eine sichere Versorgung mit Wolfram auch in naher Zukunft nicht gewährleistet ist.
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Die Messgebiete der Küstenregion.

Hubschrauber-Messkampagne an der Nordsee, 23.04.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 28. April bis zum 28. Mai 2014 an der Nordseeküste westlich und südlich vom Jadebusen aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird.

Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von 100 Metern und messen das Geomagnetfeld sowie die Oberflächenstrahlung der Erde. Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet.
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Eintrag in das Gästebuch: Bundesminister Sigmar Gabriel mit BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Bundesminister Gabriel besuchte die BGR, 17.04.2014

Der Minister informierte sich bei seinem 90-minütigen Besuch über Aufgaben und Arbeit der BGR. Als technisch-wissenschaftliche Oberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) berät die BGR die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft in allen geowissenschaftlichen und rohstoffwirtschaftlichen Fragen. Als nationaler geologischer Dienst von Deutschland und als Partner in der internationalen technischen Zusammenarbeit engagiert sich die BGR für eine nachhaltige Nutzung und Sicherung natürlicher Rohstoffe.

In seiner Ansprache an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hob der Minister die wachsende Bedeutung der BGR bei der Sicherung der Rohstoff- und Energieversorgung Deutschlands hervor.
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Zur Pressemitteilung Bundesminister Gabriel besuchte die BGR vom 17.04.2014

Manganknolle

BGR setzt Untersuchung der Manganknollen-Gebiete fort, 14.04.2014

Eine Gruppe von neun Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bricht morgen (15. April 2014) von Honolulu (Hawaii) zu einer 42-tägigen Expedition mit dem amerikanischen Forschungsschiff "KILO MOANA" auf. Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet zur Exploration von Manganknollen erkunden.

Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die sechste Fahrt in das Lizenzgebiet. Grundlage dafür ist ein im Jahr 2006 zwischen der Internationalen Meeresbodenbehörde und der BGR geschlossener Vertrag, der Deutschland das exklusive Recht gibt, auf einem Meeresareal von 75 000 km2 Größe in rund 5 000 m Tiefe 15 Jahre lang den Bestand der metallreichen Manganknollen zu erfassen. Auf dieser Forschungskampagne werden drei wirtschaftlich interessante Teilgebiete von jeweils rund 1 500 km2 detailliert untersucht.
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Dr. Ulrich Schwarz-Schampera (l.) erläutert dem EU-Abgeordneten Reinhard Bütikofer den aktuellen Sachstand im Antragsverfahren für ein Lizenzgebiet der Bundesrepublik Deutschland im Indischen Ozean.

Europaabgeordneter Bütikofer besucht Messe-Stand der BGR, 11.04.2014

Der Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer, Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei und Sprecher der Europagruppe Grüne im Europäischen Parlament, hat im Rahmen seines Messerundgangs am 10. April den Stand der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf der HANNOVER MESSE besucht. Auf dem Gemeinschaftsstand „InwaterSolutions“ (Halle 6) präsentiert die BGR gemeinsam mit 20 weiteren Ausstellern ihre Arbeiten zur marinen Rohstoffforschung. Ausgestellt sind Exponate aus den Explorationsbereichen zu Manganknollen und marinen polymetallischen Sulfiden, die aus einer Wassertiefe von bis zu 5 000 m stammen.  

Bütikofer informierte sich beim zuständigen BGR-Projektleiter „Marine polymetallische Sulfide“, Dr. Ulrich Schwarz- Schampera, u. a. über den aktuellen Stand im Antragsverfahren für ein Lizenzgebiet zur Erkundung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean, das von der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) eingeleitet wurde.
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EU-Kommissar Günther Oettinger und BGR-Fachbereichsleiter Dr. Christian Reichert

EU-Kommissar Oettinger auf BGR-Stand, 09.04.2014

EU-Kommissar Günther Oettinger gehörte zu den ersten Gästen auf dem Stand der BGR auf der HANNOVER MESSE 2014. Dort präsentiert sich die BGR mit ihren Arbeiten zur marinen Rohstoffforschung. Gemeinsam mit 20 weiteren Ausstellern aus Wissenschaft und Wirtschaft zeigt die BGR auf dem Gemeinschaftsstand „InwaterSolutions“ in Halle 6 (Stand K 18) Exponate aus den Explorationsbereichen zu Manganknollen und marinen polymetallischen Sulfiden.

Die BGR-Experten stellen dazu Proben aus bis zu 5 000 m Wassertiefe vor und demonstrieren am Computer die gebirgsähnlichen Strukturen des Meeresbodens. Energie-Kommissar Oettinger zeigte sich sehr interessiert an der Arbeit der BGR auf diesem Gebiet und informierte sich beim zuständigen BGR-Fachbereichsleiter Dr. Christian Reichert auch über den aktuellen Stand im Antragsverfahren für ein Lizenzgebiet zur Erkundung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean, das von der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) eingeleitet wurde.
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Niedersächsischer Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ : Besucher informieren sich über Geothermie-Lösungen

GEOZENTRUM stellt aktuelle Geothermie-Lösungen vor, 09.04.2014

Auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ (Halle 27, Stand E50) präsentieren die Erdwärme-Experten aus dem GEOZENTRUM Hannover gemeinsam die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der oberflächennahen und der tiefen Geothermie in Niedersachsen.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) stellen aktuelle Projekte vor und zeigen anhand von zwei Exponaten die Nutzungsmöglichkeiten der tiefen und oberflächennahen Geothermie auf. Darüber hinaus können sich interessierte Besucher zu den Informationsangeboten des GEOZENTRUMs im Internet beraten lassen, beispielsweise zum Geothermischen Informationssystem GeotIS oder zum Auskunftssystem zur Erdwärmenutzung „Geothermie – geht das bei mir?“
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Stefan Kapferer (Mitte), Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Lars Baumgürtel (links), Geschäftsführer Voigt & Schweitzer aus Gelsenkirchen und  Preisträger des Rohstoffeffizienzpreises 2013 sowie Moderator Volker Groß

Rohstoffeffizienzpreis 2014 – jetzt bewerben!, 08.04.2014

Start für den Wettbewerb „Deutscher Rohstoffeffizienzpreis 2014“. Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), hat heute im Rahmen der HANNOVER MESSE 2014 die Bewerbungsphase eröffnet.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Öffentlichkeit für einen noch effizienteren Umgang mit Rohstoffen und Material zu sensibilisieren. Gesucht werden innovative Ansätze für besonders ressourcenschonende Produkte, Prozesse, Dienstleistungen sowie neue anwendungsorientierte Forschungsergebnisse. Zur Bewerbung aufgefordert sind wissenschaftliche Institute und vor allem Unternehmen mit bis zu 1 000 Beschäftigten.

Vier Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung werden für innovative Lösungen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz mit jeweils 10 000 Euro prämiert.

Bewerbungsschluss ist der 23. September 2014. Die Preisvergabe findet am 4. Dezember 2014 im BMWi in Berlin statt.
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MWI-Minister Dr. Hazim El-Naser und Dr. Mathias Toll, BGR-Projektleiter des TZ-Projektes bei der Übergabe der Auszeichnungsurkunde (von links)

BGR erhält Auszeichnung im Wassersektor in Jordanien, 04.04.2014

Im Rahmen des "Arab Water Day" hat die BGR eine Auszeichnung für besondere Verdienste im Wassersektor erhalten. Der jordanische Minister für Wasser und Bewässerung Dr. Hazim El-Naser (Ministry of Water and Irrigation – MWI) würdigte auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der BGR.

Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Erde und hat, vor allem auf Grund des starken Flüchtlingszustroms aus Syrien, eine der weltweit höchsten Bevölkerungswachstumsraten. Angesichts der Wasserkrise kommt dem Schutz der vorhandenen Wasserressourcen vor Verschmutzung und Übernutzung eine hohe Bedeutung zu. Die verantwortlichen Institutionen des jordanischen Wassersektors verfügen jedoch in diesem Bereich noch nicht über ausreichende Fachkompetenz sowie Erfahrungs- und Prozesswissen. Die BGR ist bereits seit Ende der 50er Jahre im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Jordanien tätig. Mit bisher 16 Vorhaben (Projekten) zählt Jordanien zu den bedeutendsten Kooperationsländern der BGR.

Das aktuelle Projekt „Jordanien – Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ hatte zunächst (in Phase I) eine Laufzeit von fünf Jahren (2009–2014) und wurde nun bis Ende 2015 verlängert. Projektziel ist es, den Schutz der jordanischen Wasserressourcen durch die Ausarbeitung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu verbessern. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Einrichtung von Grundwasserschutzgebieten und die Verankerung von Schutzaspekten in der Regionalplanung sowie in Standortgenehmigungsverfahren.
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Gruppenfoto der Konferenzteilnehmer

BGR unterstützt Pakistan beim Thema Georisiken, 04.04.2014

Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit mit Pakistan veranstalteten der Geologische Dienst von Pakistan (GSP) und die BGR am 2. April 2014 in Islamabad ein Nationales Forum zum Thema „Geosciences and Disaster Risk Reduction“. Ziel der Veranstaltung war ein Austausch über Beiträge und Mandate fachlich-technischer Behörden und Institutionen zum Katastrophenmanagement in Pakistan. Zur Eröffnung der Konferenz sprach Jam Kamal Khan, Staatsminister für Erdöl und Natürliche Ressourcen der Islamischen Republik Pakistan.

In einem hochrangig besetzten Panel diskutierten unter anderen der Generaldirektor des GSP (Dr. Imran Khan), der Direktor für Disaster-Risk Reduction der Nationalen Katastrophenschutzbehörde Pakistans (Idrees Mahsud), der Kommunalbeauftragte des Distrikts Mansehra als Vertreter einer von wiederkehrenden Naturkatastrophen betroffenen Region (Zulfiqar Shah) sowie der Präsident der BGR (Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel) über die Notwendigkeit eines systematischen Datenaustausches über Gefährdungen durch Erdbeben, Überflutungen und Massenbewegungen. Dabei wurden die Erfahrungen der BGR/GSP-Projektarbeit zur Bewertung von Geogefahren in Nord-Pakistan eingebunden.
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Manganknolle Pazifik

BGR präsentiert Rohstoffe aus der Tiefsee, 03.04.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) präsentiert sich während der HANNOVER MESSE 2014 mit ihren Arbeiten zur marinen Rohstoffforschung. Gemeinsam mit 20 weiteren Ausstellern und Partnern zeigt die BGR auf dem Gemeinschaftsstand „InwaterSolutions“ in Halle 6 (Stand K 18) Exponate aus den Explorationsbereichen zu Manganknollen und marinen polymetallischen Sulfiden. Die BGR-Experten stellen dazu Proben aus bis zu 5000 m Wassertiefe vor und demonstrieren am Computer die gebirgsähnlichen Strukturen des Meeresbodens.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hatte die BGR Ende 2013 beauftragt, bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) eine Lizenz zur Erforschung von polymetallischen Sulfiden im Indischen Ozean zu beantragen. Im Rahmen der Vorbereitung dieser Lizenz ist die Erfassung von umfangreichem Datenmaterial erforderlich. Dazu hat die BGR bereits drei Expeditionen südöstlich von Madagaskar durchgeführt. Die vierte Ausfahrt ist für Ende 2014 geplant.

Das beantragte Lizenzgebiet hat eine Größe von 10 000 km2 mit einer Wassertiefe von mehr als 3 000 m. Dort befinden sich Sulfidvererzungen (Massivsulfide), die an sogenannte Hydrothermalfelder geknüpft sind. Diese Massivsulfide enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (unter anderem Antimon, Wismut, Germanium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für die Herstellung von Hochtechnologieprodukten wie Computern, Handys, Fernsehgeräten oder Windkraftanlagen benötigt. Die polymetallischen Sulfide könnten daher künftig einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung Deutschlands leisten.
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Bohrmeißel kurz vor einer Geothermiebohrung

GEOZENTRUM stellt aktuelle Geothermie-Lösungen vor, 03.04.2014

Die Erdwärme-Experten der BGR, des LBEG sowie des LIAG aus dem GEOZENTRUM Hannover präsentieren gemeinsam die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der oberflächennahen und der tiefen Geothermie in Niedersachsen. Auf dem Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ (Halle 27, Stand E50) werden aktuelle Projekte vorgestellt und anhand von zwei Exponaten die Nutzungsmöglichkeiten der tiefen und oberflächennahen Geothermie aufgezeigt. Darüber hinaus können sich interessierte Besucher zu den Informationsangeboten des Geozentrums im Internet beraten lassen, beispielsweise zum Geothermischen Informationssystem GeotIS oder zum Auskunftssystem zur Erdwärmenutzung „Geothermie – geht das bei mir?“

Die HANNOVER MESSE 2014 hat mit den Themen Energy, lndustrialGreenTec und Research & Technology (u. a.) auch einen Schwerpunkt im Bereich der erneuerbaren Energien gebildet. Mit Blick auf die Energiewende und eine klimafreundliche und
nachhaltige Gestaltung zukünftiger Mobilität haben die Niedersächsischen Ministerien für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie Wissenschaft und Kultur den Gemeinschafts-stand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ initiiert. 26 Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen (Elektro-)Mobilität, Windkraft, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie, Energiemanagement sowie Energiespeicher/-systeme nutzen die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Kompetenz in den jeweiligen Themen zu präsentieren – so auch die drei Einrichtungen des Geozentrums BGR, LBEG und LIAG.
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Topographische Erdbeben-Weltkarte

BGR-Stationen registrieren Starkbeben der Magnitude 8.1, 02.04.2014

Am 1. April 2014 ereignete sich um 20:46 chilenischer Zeit (2. April, 01:46 Mitteleuropäische Sommerzeit) vor der Küste Nordchiles (Region Tarapaca) ein Erdbeben der Stärke 8.1. Das Ereignis wurde von den Messstationen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aufgezeichnet. Das Erdbeben fand in einer Tiefe von etwa 20 km statt. Erdbeben dieser Größenordnung weisen eine Bruchlänge von weit mehr als 100 km auf. Nach ersten Medienberichten sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die chilenische Notfallbehörde ordnete die Evakuierung der Städte Iquique und Arica an. Im Gebiet um Iquique wurde ein lokal begrenzter Tsunami von etwa 2 m Höhe beobachtet.

Die Westküste Südamerikas ist häufiger von sehr starken Erdbeben betroffen. Hier verschiebt sich die sogenannte Nazca-Kontinentalplatte gegen die südamerikanische Platte mit einer mittleren Bewegungsrate von etwa 6 bis 8 cm pro Jahr. Sie taucht dadurch unter ihr ab (Subduktion). Durch die dabei auftretenden Spannungen werden Erdbeben erzeugt.

So ereignete sich 2010 in der Region Maule (Zentralchile) ein Erdbeben mit der Magnitude 8.8. Das bisher weltweit größte instrumentell registrierte Erdbeben wurde 1960 ebenfalls in Chile (vor Valdivia) mit der Stärke 9.5 registriert.
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Bohrung am Standort Klein-Altendorf

Zwölf Meter tief in die eiszeitlichen Lockersedimente, 01.04.2014

In der vergangenen Woche haben Experten der BGR in enger Zusammenarbeit mit einem Bohrteam des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die erste Bohrung zur Vorstudie „Benchmark Profiles“ niedergebracht. Die Wissenschaftler sind am Standort Klein-Altendorf (Nordrhein-Westfalen) in eiszeitliche Lockersedimente in 12 m Tiefe vorgedrungen. Dabei haben sie verschiedene geologische Bohrverfahren getestet, um die geeignetste Technik zur Probengewinnung im Rahmen der Studie „Benchmark Profiles“ herauszufinden.

Ziel der Studie ist es, die gesamte ungesättigte Bodenzone – von der Bodenoberfläche bis zum Grundwasser – chemisch und physikalisch einheitlich zu charakterisieren, um z. B. bessere Prognosen über die Menge und Qualität der Grundwasserneubildung machen zu können. Bis zum Sommer stehen noch weitere Bohrungen an.
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Teilnehmer an der Wirtschaftskonferenz in Dschibuti

BGR auf Wirtschaftskonferenz in Dschibuti, 31.03.2014

Zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Dschibuti und Deutschland fand jetzt in Dschibuti eine branchenübergreifende Wirtschaftskonferenz statt, an der auch die BGR als Teil einer großen deutschen Delegation teilnahm. Auf der Tagesordnung der Konferenz standen u. a. die Themen Energie und Infrastruktur.

Dschibuti erwirtschaftet nahezu drei Viertel seines Bruttoinlandsprodukts im Dienstleistungssektor und möchte seine Rolle als Handelszentrum zwischen seinen ostafrikanischen Nachbarn und den Weltmärkten stärken. Dazu könnte u. a. die Nutzung des beachtlichen geothermischen Potenzials in der Region beitragen, das bisher allerdings so gut wie nicht genutzt wird. Entlang des ostafrikanischen Grabenbruchs wird das Potenzial auf insgesamt rund 15 000 MW geschätzt.

Die BGR unterstützt bereits seit einigen Jahren Partnerländer in Ostafrika bei der Gewinnung staatlicher und privater Investoren zur Erschließung ihrer Erdwärmeressourcen. Darüber hinaus berät die BGR auch die regionale Geothermie-Einheit der Afrikanischen Union bei der Erstellung und Harmonisierung von geothermischen Regelwerken sowie bei der Betreuung der Geothermie-Faszilität. Bei der Wirtschaftskonferenz in Dschibuti stellte die zuständige BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz im Rahmen der „Session Energy & Water“ die BGR-Maßnahmen in Ostafrika vor und wies auf das Kooperationspotential mit Dschibuti hin.
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Während des Zukunftstag wurde auch das Fotostudio im GEOZENTRUM besucht

Zukunftstag im GEOZENTRUM Hannover, 27.03.2014

Welche Methoden der Standorterkundung gibt es für die Endlagerung radioaktiver Abfälle? Wie sieht die Rohstoffsituation in Afrika aus und wie wird die Geologie Niedersachsens in Karten umgesetzt? Antworten auf diese und viele andere spannende Fragen haben Experten am 27. März 2014 beim Zukunftstag im GEOZENTRUM Hannover gegeben.

In zahlreichen Workshops informierten sich 55 Schülerinnen und Schüler über die Aufgaben und Arbeitsbereiche des GEOZENTRUMs Hannover. Den Schülerinnen und Schülern wurde verdeutlicht, wie wichtig die Geowissenschaften für unser tägliches Leben sind.
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Investor‘s and Procurement Guide South Africa

Neue Rohstoffpotenziale in Südafrika, 26.03.2014

Experten der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt gemeinsam mit dem Council for Geoscience (Geologischer Dienst Südafrika) ein Handbuch über Rohstoffe in Südafrika veröffentlicht. Die neue Studie über Rohstoffvorkommen und Liefermöglichkeiten zeigt trotz der aktuellen Spannungen im Land das hohe Potenzial Südafrikas für deutsche Investoren, Consultants und Einkäufer auf.

In zwei Geländekampagnen haben Experten beider Länder neue Potenziale an Seltenen Erden, Antimon und Zirkon in verschiedenen Abbauregionen Südafrikas untersucht, analysiert und bewertet. Die Ergebnisse und Daten zur Verfügbarkeit dieser versorgungskritischen Rohstoffe für die deutsche Wirtschaft wurden nun im ersten Teil des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“ zusammengetragen und auf der Internetseite der DERA veröffentlicht.
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Messhubschrauber und Flugsonde der BGR

Hubschrauber-Erkundung im Erzgebirge geht weiter, 25.03.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TU BAF) sowie weitere Partner setzen ihre Suche nach Industrierohstoffen unter dem Geyerschen Wald im sächsischen Erzgebirge fort. Vom 31. März bis 11. April 2014 findet erneut eine Befliegung mit dem BGR-Hubschrauber (Kennung: D-HBGR) und der Flugsonde statt. Erlaubt die Wetterlage in diesem Zeitraum keine Erkundung, sind alternativ Aufsuchungen vom 28. April bis 9. Mai 2014 vorgesehen.

Das Projekt wird begleitet durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Aufsuchungsgenehmigung hat das Sächsische Oberbergamt erteilt. Wichtigstes Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist es, moderne Methoden zur Erkundung von Rohstoffen zu testen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Dabei handelt es sich um geophysikalische Verfahren, die aus der Luft oder am Boden eingesetzt werden, um bis in eine Tiefe von 500 m Erzkörper zu erkunden. Die eingesetzten Methoden vermeiden tiefe Eingriffe in den Untergrund.
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Antimon-Metallbarren

Neue Studie zur Rohstoffbewertung, 21.03.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stellt in der neuen Ausgabe der Commodity Top News „Frühwarnindikatoren und Rohstoffrisikobewertung – Methodischer Überblick am Beispiel Antimon“ eine erweiterte Methodik zur Bewertung von Rohstoffversorgungsrisiken vor. Die dort vorgestellten Frühwarnindikatoren sind ein wesentlicher Bestandteil der Rohstoffrisikoberichte der DERA. Durch die Berücksichtigung neuer Indikatoren ist die Rohstoffrisikoanalyse nun noch aussagekräftiger: Neben der Recyclingrate und den deutschen Importen werden vor allem auch die globalen Exporte in die Analysen einbezogen.

In den regelmäßig erscheinenden Rohstoffrisikobewertungen werden auch Szenarien für die zukünftige Marktsituation mit einem Ausblick auf die Situation der kommenden fünf Jahre dargestellt. Weiterhin werden mögliche Herausforderungen in der Beschaffung der Rohstoffe  und alternative Bezugsquellen für kritische Märkte aufgezeigt.
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Internationaler Workshop von Polarforschern im GEOZENTRUM Hannover

Internationales Treffen von Arktis-Forschern in der BGR, 20.03.2014

Die BGR ist vom 19. bis 21. März 2014 Treffpunkt für 70 Arktis-Forscher aus zehn Ländern. Sie diskutieren über den aktuellen Stand der Arktis-Forschung.

Auch die BGR hat im Rahmen des Projekts CASE (Circum-Arctic Structural Events) seit 1992 bereits 15 große geologische Landexpeditionen nach Spitzbergen, Nordgrönland, Sibirien und in die kanadische Arktis organisiert und durchgeführt. Die Arktis gehört zu den bisher noch wenig erforschten großen Naturräumen dieser Erde.
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CASE-15-Expedition 2013: Der Porcupine River (Kanada)

Internationaler Arktis-Workshop im GEOZENTRUM, 17.03.2014

Die Arktis gehört zu den bisher noch wenig erforschten großen Naturräumen dieser Erde. Seit 1992 erkundet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Zusammenarbeit mit internationalen wissenschaftlichen Institutionen aktiv die Arktis. Im Rahmen des Projekts CASE (Circum-Arctic Structural Events) hat die BGR inzwischen 15 große geologische Landexpeditionen nach Spitzbergen, Nordgrönland, Sibirien und in die kanadische Arktis organisiert und durchgeführt. Insgesamt 70 Geowissenschaftler aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Norwegen, Polen, Russland, Schweden, den USA und Deutschland treffen sich ab Mittwoch (19. März 2014) zu einem dreitägigen Workshop im GEOZENTRUM Hannover, um über den bisherigen Forschungsstand zu diskutieren.

„Noch immer gibt es viele offene Fragen. So wissen wir immer noch nicht genau, wie der arktische Ozean entstanden ist“, erklärt BGR-Polarforscher Dr. Karsten Piepjohn, der als CASE-Projektleiter den Workshop organisiert hat. Zur Klärung der Forschungslücken sind weitere Expeditionen erforderlich. Ein wesentliches Ziel der Veranstaltung in Hannover ist daher die Planung, Koordinierung und Finanzierung künftiger Forschungsreisen. „Wir hoffen, in den nächsten Jahren zwei große Expeditionen an den Nordrand Nordamerikas und Grönlands durchführen zu können mit dem Ziel, die geologische Entwicklung des Polarmeeres zu erforschen und zu klären, ob mögliche Rohstoffpotenziale vorhanden sind“, so Piepjohn.
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BGR-Recherche zu Seltene Erden-Produktion, 12.03.2014

Die BGR hat aktuelle Zahlen zum Weltmarkt der Seltenen Erden ausgewertet. Danach sinkt Chinas Anteil an der globalen Produktion dieser Hightech-Rohstoffe nur langsam. Wurden 2010 noch besorgniserregende 97,6 % der weltweit produzierten Seltenen Erdoxide (SEO) in China produziert, ist dieser Anteil entgegen den Erwartungen seitdem nur langsam gesunken. 2011 war der Wert auf 95,1 % gefallen. 2013 lag er bei 92,1 %. Die USA hatten letztes Jahr einen Anteil von 4,3 %, Russland von 2,3 % und Malaysia von 1,3 %. Auch die Weltproduktion ist zurückgegangen. Im Rekordjahr 2009 wurden weltweit knapp 133 500 t SEO produziert. 2013 waren es nur noch 90 500 t – ein Rückgang von 32 %.

Ende 2010 war in Kalifornien nach achtjährigem Stopp die Bergwerksförderung im Mountain Pass Bergwerk der US-amerikanischen Molycorp Inc. wieder aufgenommen worden. Anfang 2013 konnte dann auch die australische Lynas Corp. nach jahrelangen und aufwändigen Genehmigungsverfahren in Malaysia mit der Aufbereitung von Erz aus ihrem westaustralischem Mt. Weld Bergwerk beginnen. Beide Betreiber kommen jedoch nur langsam in Produktion. Die Anfahrung der beiden komplexen Aufbereitungsanlagen dauert länger als erwartet und die geplante Jahresproduktionen (19 050 t SEO in Mountain Pass bzw. 11 000 t SEO in Malaysia) sind noch lange nicht erreicht. Hinzu kommt seit Herbst 2011 ein unerwarteter und drastischer Preisverfall für Seltene Erden, der den Betreibern große finanzielle Schwierigkeiten bereitet. Von den einst euphorisch angedachten Kapazitätserweiterungen spricht heute in Kalifornien und Malaysia keiner mehr.
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Neues Bauland wird in Dhaka bevorzugt mit Hilfe von Sandverfüllungen von Feuchtgebieten gewonnen. Schwimmende Pumpen befördern Sand über „Pipelines“ dorthin

BGR startet neues Projekt in Bangladesch, 11.03.2014

Für das neue Vorhaben „Geoinformationen für die Stadtentwicklung, Bangladesch“ hat die BGR jetzt den ersten Projektplanungs-Workshop in Dhaka (Bangladesch) durchgeführt. Dabei wurde das Projekt im Detail durchgeplant und eine konkrete Steuerungsmatrix für die Projektleitung erarbeitet. An der Veranstaltung beteiligten sich neben mehreren Experten der BGR sowie des Geologischen Dienstes von Bangladesch auch Teilnehmer der betroffenen Zielgruppen wie z. B. Stadtplaner und Architekten.

Langfristiges Ziel des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Vorhabens ist eine grundsätzliche Berücksichtigung geowissenschaftlicher Daten bei der Städteplanung in Bangladesch. Dabei soll der Geologische Dienst von Bangladesch bei der Schaffung von Grundlagendaten gestärkt werden. Gleichzeitig sollen die Verwaltungsstrukturen verbessert werden, um Geoinformationen bedarfsgerecht in stadtplanerische Entscheidungen einbeziehen zu können.

Das BGR-Vorhaben ist auf eine Gesamtlaufzeit von drei Jahren angelegt. Es ist Bestandteil des neuen Schwerpunktes des BMZ „Anpassung an den Klimawandel in Städten“.
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BGR-SFR-Antenne neben Hubschrauber

BGR testet weiterentwickeltes Radar-Messsystem, 10.03.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) testet vom 12. bis 14. März 2014 gemeinsam mit der Firma RST GmbH in der Umgebung des Flugplatzes Hildesheim sowie in der Umgebung von Giften zwei Georadar-Messsysteme (GPR = ground penetrating radar). Dabei kommt der BGR-Hubschrauber Sikorsky S-76B zum Einsatz. Der Hubschrauber fliegt in einer Höhe von etwa 50 m. Unter ihm befindet sich in rund 35 m Höhe jeweils ein bis zu 9 x 4 x 1,8 m großes Metallgestell, das die Funktion einer Antenne hat.

Die Wissenschaftler haben in den vergangenen Monaten eines der beiden Aeroradar-Systeme technisch weiterentwickelt und wollen nun prüfen, wie sich die Änderungen auf die Datenqualität auswirken.

Die beiden von der BGR eingesetzten Aeroradar-Systeme sind weltweit einmalig. Sie werden dazu genutzt, Grundwasserhorizonte zu erfassen, Sedimente zu untersuchen, Eisdicken von Gletschern zu bestimmen oder Rohstoffvorkommen zu erkunden, wie z. B. Salz in der Atacama-Wüste in Chile.
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In der Waschpfanne wird Zinnstein aufkonzentriert

Erstes Exportzertifikat für Zinn aus der DR Kongo, 05.03.2014

Die EU-Kommission hat heute (05.03.2014) einen Verordnungsentwurf zu Einfuhren von Rohstoffen aus Konfliktgebieten vorgelegt. Er orientiert sich in wesentlichen Punkten an einer Richtlinie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), an deren Entwicklung u. a. die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt war. Dieser Vorschlag der EU sieht eine freiwillige Selbstzertifizierung der Importeure von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erze und Konzentrate sowie Gold vor.

Nach der Verordnung können sich Rohstoffimporteure als „verantwortungsvoll“ zertifizieren, wenn sie Maßnahmen zur Sorgfaltspflicht in ihrer Lieferkette entsprechend der OECD-Richtlinien eingeführt haben und dies von einem unabhängigen Auditor geprüft wurde. Eine nationale Stelle in den jeweiligen Mitgliedsländern soll dies kontrollieren.

Ausgelöst wurde diese Entwicklung aufgrund der anhaltenden Finanzierung bewaffneter Rebellengruppen im Ostkongo durch den illegalen Abbau von Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Die BGR unterstützt seit 2009 den Aufbau von zertifizierten Handelsketten für mineralische Rohstoffe in zentral- und ostafrikanischen Ländern.
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Geländefahrt und erstes Arbeitsgespräch

Wissenschaftler starten nationales Copernicus-Projekt, 03.03.2014

Bodenbewegungen, Hanginstabilitäten und Einsturzgefahren sind die Themen des jetzt von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und dem Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB) gestarteten Projektes „Copernicus-Dienst zur Unterstützung von Gefährdungsanalysen und Regionalplanung im Rhein-Mosel-Gebiet“.

Die beteiligten Wissenschaftler führen während des Projektes erstmals satellitengestützte Messungen zu den Geländebewegungen im Rhein-Mosel-Gebiet durch. Die Ergebnisse werden kartiert und in Bewegungszonen eingeteilt, um in Zukunft mögliche Geogefahren besser abschätzen zu können. Das Projekt steht im Kontext des EU-Programms „Copernicus“. Im Rahmen dieses Programms entwickelt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ein satellitengestütztes Erdbeobachtungsdienstkonzept. Es soll die Nutzung von Erdbeobachtungsdaten durch Satelliten verbessern.
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Meteoriteneinschlag

Neuer Newsletter, 03.03.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2014 ist erschienen.

PDAC

DERA an weltweit führender Messe für Bergbauprojekte beteiligt, 28.02.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) organisiert am 4. März 2014 gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie Freiberg (HIF) und dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada eine Vortragsveranstaltung auf der weltweit führenden Messe für Bergbauprojekte, der PDAC (Prospectors & Developers Association of Canada) in Toronto/Kanada.

Die Vortragsveranstaltung ist eine Plattform deutscher und kanadischer Akteure, die  entlang der gesamten Rohstoffwertschöpfungskette – von der Exploration über den Bergbau und den Bergbaumaschinenbau bis zum Recycling und der Bergbausanierung – tätig sind. Neben zahlreichen Unternehmenspräsentationen zu modernsten und hocheffizienten Bergbau- und Aufbereitungstechnologien werden von Experten der BGR/DERA, des HIF, weiterer deutscher Forschungseinrichtungen und der AHK Kanada neue Konzepte zur Rohstoffsicherung sowie innovative Forschungsprojekte vorgestellt.

Die Messe der Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) gilt als weltweit führende Fachmesse der Bergbau- und Explorationsbranche. Die Veranstaltung findet vom 2. bis 5. März 2014 statt und wird von mehr als 30 000 Teilnehmern aus 126 Ländern besucht.
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GeoChannel von BGR und LBEG geht online

GeoChannel von BGR und LBEG geht online, 26.02.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erweitern ihr Informationsangebot!

Im neuen Internet-Videokanal „GeoChannel Bgr Lbeg“ auf YouTube (www.youtube.com/GeoChannelBgrLbeg) können Sie sich jetzt spannende Berichte, Dokumentationen und Interviews ansehen und herunterladen. Die BGR und das LBEG präsentieren in den Videoclips ihre neuesten Forschungsergebnisse und berichten von Expeditionen, Fachtagungen sowie Veranstaltungen.

Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise! Kommen Sie an Bord des Forschungsschiffes SONNE und begleiten Sie die Geowissenschaftler bei der Suche nach Rohstoffen auf dem Meeresgrund. Seien Sie unser Gast auf der Norddeutschen Geothermie-Tagung oder erfahren Sie mehr über 3D-Seismik in der Deutschen Nordsee.
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Mikrozonierungs-Karte von Mataram (Ausschnitt)

Mikrozonierungs-Karte in Indonesien vorgestellt, 25.02.2014

Der Geologische Dienst Indonesiens präsentierte jetzt der Lokalregierung der Provinz Nusa Tenggara Barat während eines Workshops eine Karte zur seismischen Gefährdung der Stadt Mataram. Die sogenannte Mikrozonierungs-Karte wurde mit Unterstützung von BGR-Experten im Rahmen des Projekts „Verminderung von Georisiken in Indonesien“ erstellt. Sie zeigt das Potenzial der seismischen Gefährdung auf kommunaler Ebene und hilft Planern das Thema Georisiko bei der Stadtentwicklung besser zu berücksichtigen.

Weite Teile Indonesien unterliegen einer sehr hohen seismischen Gefährdung. Im kleinräumigen Maßstab können aber während eines Erdbebens, in Abhängigkeit vom lokalen geologischen Untergrund, unterschiedlich starke Erschütterungen auftreten. Die Mikrozonierungs-Karte basiert auf engmaschigen seismischen Messungen im Stadtgebiet, mit denen Sedimentmächtigkeiten und andere Untergrund-Parameter bestimmt werden können. Aus diesen Messungen lassen sich dann Unterschiede in den zu erwartenden Erschütterungen ableiten, so dass eine Zonierung des Stadtgebietes möglich wird.

Der Workshop in Indonesien wurde von zahlreichen Vertretern der lokalen Behörden für Geologie, Raumplanung, Hochbauten und Katastrophenschutz besucht. Er diente damit auch als Forum zum Austausch über die Berücksichtigung von Georisiko-Daten in stadtplanerischen Entscheidungsprozessen. Das BGR-Projekt in Indonesien hat zum Ziel, die Kompetenz des Geologischen Dienstes Indonesiens als Berater lokaler Behörden im Georisiko-Sektor zu stärken. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
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Votalitätsmonitor

DERA veröffentlicht ab sofort Volatilitätsmonitor, 20.02.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) veröffentlicht ab sofort auf ihrer Internetseite monatlich einen Volatilitätsmonitor für rund 80 Rohstoffpreise. Die erste Ausgabe zeigt, dass parallel zu den Preisen bei nahezu allen mineralischen Rohstoffen die Schwankungsbreiten in den letzten zwölf Monaten (Februar 2013 bis Januar 2014) rückläufig waren. Lediglich bei Seltenen Erden, Tantal, Wolframkonzentrat, Kobalt, Selen, Silber und Rhodium sowie bei den Industriemineralen Baryt und Kalisalz gab es größere Preisschwankungen mit Volatilitäten von über 20 %.

In den letzten fünf Jahren war die Preisvolatilität für Seltene Erden einzigartig hoch. Der beachtlich gestiegene Einsatz in Hightech-Geräten und Zukunftstechnologien hat zusammen mit den Exportbeschränkungen Chinas zu einer regelrechten Panikreaktion an den Märkten geführt. Zwischen 2009 und 2011 sind die Preise für einzelne Seltene Erden wie Neodym und Dysprosium um das Zwanzig- bis Dreißigfache, bei Samarium sogar um das Vierzigfache gestiegen. Seit 2012 sind die Preise zwar wieder deutlich gesunken, aber auch im Jahr 2013 war die Gesamtentwicklung bei den Seltenen Erden sehr turbulent.
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Offshore-Lizenzblöcke im Indischen Ozean vor Mosambik und Tansania

Studie zu neuen Erdgasvorkommen in Mosambik/Tansania, 19.02.2014

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) starten am 20. Februar 2014 mit dem Forschungsschiff SONNE zu einer sechswöchigen Expedition vor der Küste von Mosambik im Indischen Ozean. Dort untersuchen die Wissenschaftler mit geophysikalischen Methoden das Auseinanderbrechen des ehemaligen Großkontinents Gondwana vor ca. 165 Mio Jahren (Erdzeitalter Jura) sowie die mögliche Fortsetzung des ostafrikanischen Grabensystems bis hinein in den Indischen Ozean.

Mit den Untersuchungen trägt die BGR weiterhin zu einer genaueren Einschätzung der Erdgasvorkommen vor der Küste Ostafrikas bei. So sind die größeren Erdgasressourcen in dieser Region zeitlich gemeinsam mit dem Auseinanderbrechen Gondwanas entstanden. Sie befinden sich im Rovuma-Becken vor Mosambik und Tansania in einer Tiefe von 500 bis 1 500 m unter dem Meeresgrund. In den letzten drei Jahren entdeckten verschiedene Erdgasunternehmen dort gleich mehrere Vorkommen. Ihr Potenzial wird auf rund vier Billionen m3 geschätzt – das entspricht etwa der doppelten Menge der norwegischen Erdgasressourcen. Zu diesen bedeutenden Erdgasfunden hat die BGR jetzt eine Kurzstudie veröffentlicht, die Informationen über diese Ressourcen und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie Herausforderungen für Ostafrika enthält.
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Antimon-Metallbarren

Neue Studie zu kritischen Rohstoffen, 14.02.2014

In einer neuen Studie, die vom British Geological Survey (BGS) heute herausgegeben wird, hat die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Verfügbarkeit von Germanium, Antimon und Indium eingehend betrachtet.

Es zeigt sich, dass der zukünftige Bedarf an Germanium im Wesentlichen durch Entwicklungen im Bereich der Glasfaserkabel und der Infrarottechnologie gesteuert wird. Insbesondere neue Entwicklungen, beispielsweise im Bereich hochentwickelter Nachtsichtsysteme sowie der Fahrzeugsicherheits- und Brandschutztechniken, werden voraussichtlich die Nachfrage deutlich steigen lassen. Weitere Wachstumsmärkte für Germanium sind neuartige TV-Bildschirme und germaniumbasierte Galliumarsenid-Solarzellen. Die Akzeptanz und Verbreitung weiterer technologischer Neuerungen, die sich derzeit noch in unterschiedlichen Forschungs- und Entwicklungsstadien befinden, können jedoch nicht vorausgesagt werden. Aufgrund der sich daraus ergebenden Unsicherheit der Nachfrage könnte der Bedarf bis 2030 stärker steigen als bisher angenommen.
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Kick-off Workshop zum Maghreb-Grundwasservorhaben in Tunis

BGR startet Grundwasser-Vorhaben im Maghreb, 13.02.2014

Die BGR hat jetzt zusammen mit dem Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) in Tunis ihr neues Regionalvorhaben in Nordafrika begonnen. Das Projekt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist Teil eines Programms, das von der BGR und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in den drei Maghrebstaaten Tunesien, Algerien und Marokko durchgeführt wird. Es soll den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Partnerländern im Maghreb im Hinblick auf nachhaltige Wasserbewirtschaftung fördern und unterstützen.

Die BGR engagiert sich insbesondere in den Bereichen Grundwasserüberwachung und -management sowie in der Fernerkundung. Insgesamt waren 20 Teilnehmer und Experten verschiedener Behörden und Institutionen der drei Maghrebländer auf der Veranstaltung vertreten. Die BGR ist damit wieder mit einem eigenständigen TZ-Vorhaben in Nordafrika aktiv.
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Botschafter Josef Beck sowie die beiden BGR-Wissenschaftler Dr. Ulrich Schwarz-Schampera und Dr. Michael Wiedicke-Hombach stellen vor der Rechts- und Fachkommission der Meeresbodenbehörde den deutschen Lizenzantrag vor

Sulfid-Lizenzantrag vorgestellt, 11.02.2014

Eine deutsche Delegation mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jamaika, Josef Beck, und zwei BGR-Wissenschaftlern hat jetzt vor der Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde in Kingston (Jamaika) den Antrag Deutschlands auf eine Explorationslizenz für marine polymetallische Sulfiderze im Indischen Ozean vorgestellt. Die Kommission will im Juli eine Empfehlung an das Council mit den Vertretern der 166 Unterzeichnerstaaten des Internationalen Seerechtsübereinkommens aussprechen.

Die BGR führt seit 2010 vorbereitende Arbeiten für eine Lizenzbeantragung auf Massivsulfide im Indischen Ozean durch. Ziel der Arbeiten ist es, mit Hilfe moderner rohstoffgeologischer Explorationstechniken Metallsulfidvorkommen zu identifizieren, die in der Vergangenheit an den Austrittsstellen aktiver heißer Quellen am Meeresboden entstanden sind. Diese heißen Quellen, die ebenso als spektakuläre „schwarze Raucher“ bekannt sind, gibt es auch heute noch am zentralindischen Rücken.

Für eine zukünftige Abbaulizenz sind jedoch nur bereits erloschene Felder interessant, bei denen die Bildung der Massivsulfide aus den Ablagerungen der heißen Quellen abgeschlossen ist und aus deren Umfeld Lebensformen, die sonst an den aktiven heißen Quellen angetroffen werden, längst verschwunden sind.
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Auch spannende Laborversuche gehören zum Praktikumsprogramm

Schülerpraktikanten in der BGR, 11.02.2014

Welche Aufgaben hat die BGR als Nationaler Geologischer Dienst von Deutschland? Wie sieht die Arbeit der Geo-Experten aus? Welche Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten gibt es? Fragen, mit denen sich in der BGR in diesen Tagen wieder eine Vielzahl von Schülerinnen und Schüler in Rahmen von mehrwöchigen Praktika beschäftigen.

Geduldig geben die Geowissenschaftler, Ingenieure, Techniker, IT-Spezialisten und Verwaltungsfachleute Antworten auf diese und andere Fragen – und vielleicht entdeckt der eine oder andere Schüler hier seinen späteren Beruf oder künftigen Ausbildungsplatz. Mit 30 Ausbildungsplätzen in den verschiedenen Berufen bietet die BGR mit ihren rund 800 Beschäftigten interessante Perspektiven.
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Praktikum
Ausbildung
Stellenangebote

PEBS-Kongress im GEOZENTRUM Hannover

Fachtagung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle, 06.02.2014

Neue Forschungsergebnisse zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Ton, Salz und Granit werden am 6. und 7. Februar 2014 im GEOZENTRUM Hannover vorgestellt. Die Fachtagung „International Conference on the Performance of Engineered Barriers” wird von der BGR organisiert und bildet zugleich die Abschlussveranstaltung des EU-Projektes PEBS (Long-term Performance of Engineered Barrier Systems).

Mehr als 180 Experten aus 17 Ländern nehmen an dem Kongress teil. Auf einer Podiumsdiskussion diskutieren Experten aus Deutschland, Schweden, Finnland, Belgien und Rumänien über zukünftige Endlager-Projekte der Europäischen Union (EU). 
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Neue Ausschreibungsrunde für Explorationsförderprogramm

Förderprogramm zur Versorgung mit Rohstoffen, 31.01.2014

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Rahmen der Rohstoffstrategie der Bundesregierung mit Wirkung vom 1. Januar 2013 das Explorationsförderprogramm neu aufgelegt. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nimmt vom 1. Februar bis  31. Mai  2014 Förderanträge zur Prüfung und Bewertung entgegen.

Ziel ist es, die Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit den kritischen Rohstoffen Antimon, Beryllium, Kobalt, Fluorit, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niobium, Platinmetalle, Seltene Erden, Tantal und Wolfram zu verbessern.

Antragsberechtigt sind rechtlich selbstständige Unternehmen, die zur Durchführung des Vorhabens technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten.

Nach der Prüfung durch die DERA entscheidet das BMWi als Zuwendungsgeber über die Anträge. Die Förderung sieht bedingt rückzahlbare Darlehen für die Exploration sowie Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung von kritischen Rohstoffen im In- und Ausland vor. Für 2014 hat die Bundesregierung insgesamt 7,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Die Bewilligung von Anträgen steht vor Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes 2014 unter dem Vorbehalt der vorläufigen Haushalts- und Wirtschaftsführung gemäß Artikel 111 Grundgesetz.  Die Bewilligung ist nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes 2014 mit Projektbeginn ab 1. August 2014 vorgesehen.
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Zinnbarren im Lager des staatlichen Zinnunternehmens PT Timah

Zinnmarkt mittelfristig unter Druck, 28.01.2014

Bei der Verfügbarkeit von Zinn drohen mittelfristig Probleme. Nach Berechnungen der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), ergibt sich ab 2018 ein zunehmendes Defizit auf dem Weltzinnmarkt.
Die Ursache liegt in der voraussichtlich deutlich zurückgehenden Zinnproduktion in Indonesien aufgrund immer geringerer Vorräte.

Die zu erwartende jährliche Versorgungslücke von möglicherweise 40 000 t Zinn ist erheblich und kann wahrscheinlich nicht durch einen Verkauf von Zinn aus Lagerbeständen oder Recycling abgewendet werden. Stattdessen müsste es einen Ausgleich durch Substitution in den relevanten Branchen, vor allem der Elektronik- und Verpackungsindustrie, geben. Neue Zinnbergwerke, die den Produktionsrückgang auffangen könnten, sind bis 2020 nicht in Sicht. Handelsrestriktionen in Indonesien führen aktuell zu weiteren Unsicherheiten auf dem Zinnmarkt. Damit sind Preis- und Lieferprobleme vorprogrammiert. „Der Zinnmarkt wird sich gravierend ändern, nur den genauen Zeitpunkt können wir noch nicht konkret definieren“, so Dr. Harald Elsner von der BGR.
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Seltene Erden für die Glasherstellung

Neue BGR-Studie zum Rohstoffpotenzial in der Arktis:
Weltgrößtes gesichertes Seltene Erden-Vorkommen liegt in Sibirien, 16.01.2014

Eine jetzt veröffentlichte Kurzstudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gibt einen Überblick über die rohstoffwirtschaftliche Bedeutung der Arktis. In ihrer Reihe „Commodity Top News“ informieren die BGR-Experten über mineralische Rohstoffvorkommen in Nordskandinavien, Grönland, der russischen und der nordamerikanischen Arktis.

„Die Arktis ist reich an Bodenschätzen und verfügt auch im Weltmaßstab über bedeutende Rohstoffvorkommen“, so der BGR-Wirtschaftsgeologe und Mitautor der Studie, Dr. Harald Elsner. Die arktischen Anteile der traditionellen Bergbauländer Norwegen und Schweden tragen bereits seit Jahrzehnten zur Rohstoffversorgung Europas bei. Auch in der nordamerikanischen und vor allem in der russischen Arktis stehen bedeutende Rohstoffvorkommen im Abbau, z. B. Nickel oder Platingruppenmetalle in der westsibirischen Region Norilsk und auf der russischen Kola-Halbinsel, die heute rund 17 % bzw. 25 % der Weltproduktion dieser Metalle ausmachen.
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Forschungsschiff Maria S. MERIAN

BGR-Expedition im Schwarzen Meer:
Gashydratsuche mit dem Forschungsschiff Maria S. MERIAN, 14.01.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) startet am 20. Januar 2014 mit dem Forschungsschiff Maria S. MERIAN von Varna (Bulgarien) aus ins Schwarze Meer. Die Wissenschaftler suchen im Donaudelta vor der Küste Rumäniens nach submarinen Gashydraten.

Gashydrate zählen zu den unkonventionellen Energierohstoffen. Es sind eisähnliche feste Substanzen, die sich unter hohem Druck und niedrigen Temperaturen aus Wasser und Methangas bilden. Gashydrat-Vorkommen finden sich überwiegend im Meeressediment entlang von Kontinenträndern, aber auch im kontinentalen Permafrost und in tiefen Seen. In der näheren Zukunft könnten sie einen nicht unwesentlichen Beitrag zur globalen Energieversorgung leisten.

An Bord des Forschungsschiffes sind 14 Wissenschaftler und Techniker der BGR, vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg sowie der Universität Barcelona. Auf der 17-tägigen Reise kommen z. T. neu entwickelte, elektromagnetische Messsysteme zum Einsatz, mit denen sich Gashydrate im Meeressediment abbilden lassen.
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Umweltminister Nazem El-Khoury, Dr. Armin Margane und Renata Raad

Libanesischer Umweltminister informiert sich bei BGR-Experten, 08.01.2014

Der libanesische Umweltminister Nazem El-Khoury und die zuständige Sachbearbeiterin Zeina Yaacoub haben kürzlich die BGR-Experten Dr. Armin Margane und Renata Raad empfangen, um sich über die Fortschritte des Projektes „Schutz der Jeita-Quelle“ zu informieren. Im Großraum Beirut hängen ca. 1,9 Mio Einwohner von der Trinkwasserversorgung aus der etwa 13 km entfernten Jeita-Quelle ab.

Das Karst-Grundwasser der Jeita-Quelle und damit die Trinkwasserversorgung Beiruts sind von zahlreichen Verschmutzungsquellen wie z. B. Abwasser, Tankstellen und Kleinindustrie bedroht. Die BGR berät die libanesische Regierung und entwickelt im Rahmen des Projektes, gemeinsam mit mehreren Partnern, gezielte Maßnahmen, um den Schadstoffeintrag in das Oberflächen- und Grundwasser zu verringern. So werden Aspekte des Wasserressourcenschutzes in die Planung von Projekten zur Abwasserreinigung, wie auch in andere Bereiche der Landnutzungsplanung integriert. Dazu zählt unter anderem die Ausweisung von Grundwasserschutzgebieten.

Auf Basis der durch das Projekt erstellten Grundwasserschutzgebietsabgrenzung bereiten die BGR-Experten derzeit zusammen mit dem libanesischen Umweltministerium einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. 
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Seeanemonen im Edmond-Feld in 3300 m Wassertiefe

Exploration metallischer Rohstoffe: Forschungsarbeiten in über 3000 Meter Wassertiefe, 27.12.2013

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit Hauptsitz in Hannover damit beauftragt, bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) eine Lizenz zur Erforschung von polymetallischen Sulfiden im Indischen Ozean zu beantragen. Im Rahmen der Vorbereitung dieser Lizenz ist die Erfassung von umfangreichem Datenmaterial erforderlich. Dafür führte die BGR jetzt zum insgesamt dritten Mal eine Expedition südöstlich von Madagaskar durch.

Die BGR-Wissenschaftler erkundeten im Indischen Ozean mit dem Forschungsschiff SONNE ein 10.000 km2 großes Gebiet bis in eine Wassertiefe von mehr als 3.000 Meter auf polymetallische Sulfide  (Massivsulfide), die an sogenannte Hydrothermalfelder geknüpft sind. Diese Massivsulfide enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (unter anderem Antimon, Wismut, Germanium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für die Herstellung von Hochtechnologieprodukten wie Computern, Handys, Fernsehgeräten oder Windkraftanlagen benötigt. Die polymetallischen Sulfide könnten daher künftig einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung Deutschlands leisten.
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INDEX

Neuer Newsletter, 19.12.2013

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2013 ist erschienen.

Workshop Botschaft Kanada

Rohstoffdialog von AHK Kanada, DERA, FAB und Botschaft von Kanada:
Deutsch-Kanadische Zusammenarbeit im Bergbaubereich gestärkt, 12.12.2013

Am 11. und 12. Dezember 2013 haben das Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada, die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) und die Botschaft von Kanada eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Titel „Opportunities in Canada´s Resource Sector and Different Financing Instruments for Mining Projects – Focus on Toronto Stock Exchange“ durchgeführt.

Zahlreiche Unternehmen aus Deutschland und Kanada haben teilgenommen, um sich gegenseitig über Möglichkeiten der Finanzierung von Rohstoffprojekten zu informieren und auszutauschen. Der Fokus der Veranstaltung lag dabei auf dem kanadischen Rohstoffsektor und dessen Börsen (Toronto Stock Exchange TSX; Toronto Stock Exchange Venture TSXV) als den weltweit bedeutendsten Handelsplatz für Projekte der Rohstoffwirtschaft. Insgesamt sind an diesen beiden Börsen über 1 600 Bergbauunternehmen gelistet. Im Jahr 2012 wurden insgesamt rund 6,5 Mio. t mineralische und Energie-Rohstoffe im Wert von mehr als 1,5 Mrd. € von Kanada nach Deutschland importiert.
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Plenum auf der Festveranstaltung der FAO

BGR-Experten auf FAO-Veranstaltung, 11.12.2013

Mehrere Experten der BGR haben kürzlich an einer Festveranstaltung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) anlässlich des Weltbodentags in Rom teilgenommen. Während der Veranstaltung wurde der BGR-Wissenschaftler Dr. Manfred Birke für seine Aktivitäten im Bereich Analytik und Qualitätssicherung im Rahmen des GEMAS-Projektes (Geochemische Kartierung von Acker- und Weidelandböden in Europa) gewürdigt. Mit dem GEMAS-Projekt führten die europäischen geologischen Dienste eine Erfassung von Spurenelementen in landwirtschaftlichen Böden durch.

In einem anschließenden Workshop referierte der BGR-Experte Dr. Rainer Baritz noch über die Bedeutung der GEMAS-Ergebnisse und die Bodenkunde im Allgemeinen. 
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Forschungsschiff SONNE

+418 °C in 3 300 Meter Wassertiefe ermittelt:
BGR misst Temperaturrekord im Indischen Ozean, 10.12.2013

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt einen Temperaturrekord für den Indischen Ozean gemessen. Die Geowissenschaftler ermittelten an einem „Schwarzen Raucher“ in rund 3 300 Meter Wassertiefe eine Temperatur von +418 °C. Der näher untersuchte Heißwasserschlot aus massivem Kupfererz gehört zum mittelozeanischen Rücken des Indischen Ozeans.

Bereits im Sommer dieses Jahres hatten BGR-Wissenschaftler einen Temperaturrekord für den Pazifischen Ozean gemessen. Sie ermittelten in metallreichen Fluiden eines „Schwarzen Raucher“ bei Vanuatu in 1 850 Meter Wassertiefe eine Temperatur von +378 °C.

Im Indischen Ozean befinden sich die BGR-Wissenschaftler derzeit auf einer Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE. Südöstlich von Madagaskar erkunden sie ein Untersuchungsgebiet auf polymetallische Sulfide. Ein erster Tauchgang mit dem Unterwasserroboter ROV Kiel 6000 des GEOMAR hat an den „Schwarzen Rauchern“ Temperaturen um 400 °C ermittelt. Die Wissenschaftler bewerten das Untersuchungsgebiet im Hinblick auf eine mögliche Exploration polymetallischer Sulfide. Sie führen begleitend eine Bestandsaufnahme der Tierwelt im Untersuchungsgebiet durch und dokumentieren die Umweltbedingungen.
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Rohstoffsituationsbericht 2012

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation:
Versorgung mit Rohstoffen bleibt Achillesferse für Technologiestandort Deutschland, 09.12.2013

Werden die Rohstoffe knapp? Ist die Rohstoffversorgung für den Technologiestandort Deutschland durch Importe gesichert? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Der seit 1980 jährlich erscheinende Bericht ist eine Gesamtdarstellung der Situation der nichterneuerbaren Rohstoffe für Deutschland. Als geowissenschaftliches Kompetenzzentrum informiert die BGR die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft über aktuelle Entwicklungen zur Rohstoffproduktion im eigenen Land, den Außenhandel, die Preisentwicklung sowie den Verbrauch mit Blick auf die Versorgungssituation Deutschlands mit mineralischen und Energierohstoffen. Zudem wird auch die Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten dargestellt und bewertet. Datengrundlage für die Studien sind die bei Veröffentlichung verfügbaren Zahlen und Fakten des jeweiligen Vorjahres.
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Titel Energiestudie 2013

Neue Energiestudie der BGR:
Geologische Vorräte bei Energierohstoffen noch lange nicht erschöpft, 05.12.2013

Deutschland wird auch im Zeichen der Energiewende noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle tragen mit rund 79 % den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs bei. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Die Reserven (wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen) sind trotz gestiegener Produktion leicht gewachsen. Gemessen am gewinnbaren Energiegehalt ist die Kohle mit ihren großen globalen Vorräten der beherrschende Energierohstoff.

Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2013 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
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Profilgrube Podsol

Internationaler Tag des Bodens:
Bedroht und begrenzt – die Ressource Boden gebrauchen und nicht verbrauchen, 04.12.2013

Klimaveränderungen, der Wettbewerb um die Nutzung der Böden für die Nahrungs- bzw. Energiepflanzenproduktion sowie Bodenverluste durch Erosion und Infrastruktur gefährden vielerorts die nachhaltige Funktionsfähigkeit von Böden. Fast unauffällig versorgt der Boden als Substrat unsere Nutzpflanzen mit Nährstoffen und Wasser, ist Lebensraum für unzählige Kleistlebewesen und bleibt als eine der lebenswichtigen Ressourcen oftmals unerkannt.

„Die begrenzte und bedrohte Ressource Boden müssen wir nachhaltig gebrauchen und nicht verbrauchen. Gesunde Böden sind für unsere Gesellschaft lebenswichtig. Fruchtbare Böden sind auch in Deutschland nicht unbegrenzt vorhanden. Während auf der einen Seite Böden durch Versiegelung verlorengehen, steigt die Ertragserwartung für die übrige Fläche durch erhöhten Bedarf sowie die Technisierung der Landwirtschaft; Nutzungskonkurrenzen zum Beispiel um Anbaufläche von Energiepflanzen nehmen deutlich zu", so Dr. Rainer Baritz, Boden-Experte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
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Staatssekretärin Anne Ruth Herkes (Mitte) und BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (li.) mit den Preisträgern

Rohstoffeffizienz-Preis 2013 vergeben, 29.11.2013

Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Anne Ruth Herkes, hat am 28. November den Deutschen Rohstoffizienz-Preis 2013 an fünf Projekte aus Wirtschaft und Wissenschaft vergeben. Der vom BMWi ausgelobte und von der DERA in der BGR fachlich betreute Preis ist insgesamt mit 50 000 Euro dotiert.

Für einen effizienten Rohstoff- und Materialeinsatz entlang der Wertschöpfungskette wurden die Adamec GmbH aus Fürth, die Dipl.-Ing. Dr. Ernst Vogelsang GmbH & Co. KG aus Herten, die Protektorwerk Florenz Maisch GmbH & Co. KG aus Gaggenau, das Sächsische Textilforschungsinstitut aus Chemnitz und die Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG zusammen mit der Fontaine Technologie GmbH aus Gelsenkirchen ausgezeichnet.

„Die Preisträger leisten als kreative Vorreiter von rohstoffeffizienten Produkten und Prozessen einen wertvollen Beitrag zur Sicherung unserer künftigen Rohstoffversorgung. Sie zeigen auf vielfältige Art und Weise, dass bei Rohstoff- und Materialeffizienz auch große Sprünge gelingen können. Ökonomische und ökologische Vorteile geben sich die Hand. Dies ist für den Industrie- und Innovationsstandort Deutschland wichtig“, so die Staatssekretärin bei der Verleihung.
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Experten des BMWi und der BGR zu Gast in Shanghai

BGR-Experten tauschen sich mit chinesischen Kollegen aus, 28.11.2013

Eine Delegation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie der BGR besuchte vom 18. bis 22. November 2013 die chinesische Stadt Shanghai. Dort trafen sich die deutschen Experten mit Kollegen des chinesischen „Ministry for Land and Ressources“ (MLR) und des „China Geological Survey“ (CGS) um sich über die Zusammenarbeit der vergangenen zwei Jahre und zukünftige gemeinsame Projekte auszutauschen. Die Teilnehmer einigten sich u. a. darauf, eine Studie zum weltweiten Angebot und der Nachfrage nach Lithium sowie Gallium zu erstellen. Des Weiteren sollen Projekte zum Monitoring sowie zur Frühwarnung vor Hangrutschen und zur Empfindlichkeit von Karst-Grundwassersystemen realisiert werden. Weitere Schwerpunkte des Treffens waren die Themen Geoinformationsmanagement, CO2-Speicherung in Geologischen Formationen und Geothermische Energie.
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INDEX: Schwarze Raucher

Expedition: BGR veröffentlicht Videoclips von „schwarzen Rauchern, 27.11.2013

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führen vom 2. bis 22. Dezember 2013 eine Expedition in den Indischen Ozean durch. Südöstlich von Madagaskar werden die Geowissenschaftler mit dem Forschungsschiff SONNE den mittelozeanischen Rücken erkunden.

Ab dem 2. Dezember 2013 können die Arbeiten der Wissenschaftler an Board und in der Tiefsee unter http://www.bgr.bund.de/INDEX2013-Tagebuch verfolgt werden. Zu sehen sind unter anderem Unterwasseraufnahmen von „schwarzen Rauchern“ am zentralindischen Rücken in 2 500 bis 4 000 Meter Tiefe. Die regelmäßig neu veröffentlichten Videoclips, Fotos sowie Textbeiträge können heruntergeladen und für die eigene Berichterstattung verwendet werden.
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Die Startseite des neuen Webportals „Geopotenzial Deutsche Nordsee“

Neues Web-Portal „Geopotenzial Deutsche Nordsee“ freigeschaltet, 26.11.2013

Eine interaktive Reise bis in 5 000 Meter unter den Meeresgrund der deutschen Nordsee können Interessierte in Zukunft über das neue Web-Portal „Geopotenzial Deutsche Nordsee“ (GPDN) unternehmen. Die Internetplattform wurde am 26. November 2013 gemeinsam von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies und den Projektpartnern – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) – freigeschaltet.

Der neue Internetauftritt ist für Jedermann frei zugänglich und beinhaltet zahlreiche Informationen über den geologischen Untergrund der deutschen Nordsee. Besondere Themenpakete sind die Sedimentverteilung, Baugrundverhältnisse sowie Rohstoff- und Speicherpotenziale. Die im Rahmen des Verbundprojekts „Geopotenzial Deutsche Nordsee“ gewonnenen Daten sollen zu einer nachhaltigen Entwicklung des Wirtschaftsraumes Nordsee beitragen und liefern wissenschaftliche Grundlagen für die maritime Raumordnung. Mit den Fachinformationen können unterschiedliche Nutzungsinteressen künftig besser abgestimmt werden.
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Web-Portal Geopotenzial Deutsche Nordsee (GPDN)

Luftaufnahme GEOZENTRUM Hannover

BGR informiert: Zahlen, Daten und Fakten zu Erdöl und Erdgas im Iran, 25.11.2013

Der Iran verfügt über die viertgrößten Erdöl- und die zweitgrößten Erdgas-Reserven der Welt. Langfristig spielt das Land eine wichtige Rolle bei der Deckung der weltweiten Nachfrage nach diesen Rohstoffen. Der Iran ist einer der wichtigsten Staaten der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder).

Die wegen seines umstrittenen Atomprogramms verhängten Sanktionen der EU und der USA haben den Energiesektor des Irans stark getroffen. Alleine die drastischen Einbußen seiner Erdölexporte im vergangenen Jahr bedeuteten Einnahmeverluste in einer Größenordnung von 30 Milliarden US-Dollar. 2012 sanken die Erdölexporte um rund 40 % und ließen den Iran von der drittstärksten Erdölexportnation auf die zehnte Position abrutschen. Deutschlands Rohölimporte aus dem Iran fielen von 1,5 Millionen Tonnen in 2010 auf noch 96 000 Tonnen in der ersten Jahreshälfte 2012, bis zum Inkrafttreten des Embargos. Heute importieren offiziell lediglich China, Indien, Japan und Südkorea Erdöl aus dem Iran.
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Erstmaliges Aufeinandertreffen der beiden Flaggschiffe der deutschen Meeresforschung, FS Sonne und FS Meteor, im Indischen Ozean

Deutsche Forschungsschiffe treffen sich erstmals im Indik, 25.11.2013

Ein besonderes Rendezvous fand am Sonntag, 24. November 2013 im Indischen Ozean statt. Erstmals trafen sich die beiden Forschungsschiffe FS SONNE und FS METEOR auf offener See.

Mit der SONNE erkunden derzeit Wissenschaftler der BGR den mittelozeanischen Rücken auf Vorkommen von Massivsulfiden und deren Metallkonzentration. Die Wissenschaftler bewerten das Gebiet im Hinblick auf eine mögliche Exploration. Mit dem FS METEOR sind derzeit Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München in Verbund mit französischen, mauritischen und madagassischen Kooperationspartnern unterwegs. Sie führen geophysikalische Grundlagenforschung zur Ursache der langlebigen und tiefsitzenden Wärmequelle unter der Vulkaninsel von La Réunion durch. Die Wissenschaftler beider Forschungsschiffe tauschten sich vor Ort über ihre Arbeiten aus.

Das Treffen beider Forschungsschiffe wird einmalig bleiben; mit der Indienststellung des SONNE-Neubaus im August nächsten Jahres wird die FS SONNE der deutschen Meeresforschung nicht mehr zur Verfügung stehen.
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Die BGR- und LBEG-Experten und ihre chinesischen Gäste

Chinesische Delegation besucht GEOZENTRUM, 20.11.2013

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China besuchte eine chinesische Delegation zwei Tage lang (18. und 19. November 2013) das GEOZENTRUM Hannover. Die Vertreter des Core and Sample Center of Land and Resources des China Geological Survey (CGS) tauschten sich mit Experten der BGR und des LBEG über ihre Aufgaben aus. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Informationen über den Umgang mit Bohr- und Bodendaten sowie geowissenschaftliche Sammlungen.
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Besucher auf dem DLG-Gemeinschaftsstand

BGR auf der Fachmesse „Agritechnica“, 20.11.2013

Mit einer Sonderausstellung nahm die BGR vom 10. bis 16. November an der weltweit größten Landtechnikmesse, der Agritechnica, in Hannover teil. Auf dem DLG-Gemeinschaftsstand „Smart Farming“ präsentierten die zwei Bodenkunde-Fachbereiche der BGR auf Einladung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG e. V.) neben dem Zugang zu Bodendaten die neue Karte „Bodengüte in Deutschland“.

Die Agritechnica ist Innovationsmotor und Ideengeber für die globale Landwirtschaft. Die Fachmesse informierte über Entwicklungen, Trends und Strategien für die Zukunft der Landwirtschaft. Rund 2 900 Aussteller aus 47 Ländern präsentierten ihre Technik für die professionelle Pflanzenproduktion. Rund 450 000 Besucher, davon 112 000 aus dem Ausland, nahmen an der weltgrößten Landtechnikmesse und dem fachlichen Rahmenprogramm in Hannover teil. Die Messe richtet sich insbesondere an Landwirte, Händler, Landmaschinenhersteller sowie Entscheider und Investoren, insbesondere aus den Großbetrieben Mittel- und Osteuropas.

In zahlreichen Fachgesprächen gaben Vertreter des Bodenkunde-Fachbereichs der BGR Auskunft über Bodendaten sowie über die Bedeutung fruchtbarer Böden als essentielle Grundlage für die Nahrungsmittelversorgung und immer stärker auch für den Anbau von „Energiepflanzen“. Die BGR-Experten machten deutlich, dass der Boden als eine in menschlichen Zeiträumen nur bedingt erneuerbare Ressource zu sehen ist. Die Fruchtbarkeit des Bodens ist für die Landwirtschaft ein entscheidender Faktor. Leistungsfähige Böden sind zudem von besonderer Bedeutung für den Schutz von Wasser, Klima und Biodiversität.
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Die BGR-Experten informierten über Berufschancen bei der BGR

BGR auf der Fachmesse „Engagement Weltweit“, 19.11.2013

Mit einem eigenen Stand und einem Podiumsbeitrag durch die BGR-Fachbereichsleiterin für Internationale Zusammenarbeit, Franca Schwarz, nahm die BGR am 16. November an der Veranstaltung „Engagement Weltweit“ teil. Die Fachmesse informierte über Entwicklungen und Trends in der personellen Entwicklungszusammenarbeit. Sie wurde vom Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ e. V. (AKLHÜ) organisiert und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Mehr als 1 500 Besucher nahmen an der Messe in Bonn teil, die sich insbesondere an berufserfahrene Fach- und Führungskräfte sowie an Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger wendete. In zahlreichen Fachgesprächen gaben Vertreter des Fachbereichs „Internationale Zusammenarbeit“ Auskunft über das internationale Engagement der BGR und die beruflichen Chancen und Möglichkeiten bei der Bundesanstalt.
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Antimon-Halbmetall

Neue Studie zur Rohstoffrisikobewertung:
Versorgungslage bei Antimon bleibt kritisch, 13.11.2013

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute (13. November 2013) eine neue Studie mit dem Titel „Rohstoffrisikobewertung – Antimon“ veröffentlicht. Die DERA-Experten kommen darin zu dem Ergebnis, dass der Antimonmarkt auch in den nächsten fünf Jahren angespannt bleiben wird. Die berechneten Szenarien zeigen, dass bis 2017 mit einem Angebotsdefizit zu rechnen ist und damit akute Preis- und Lieferrisiken bei diesem Rohstoff bestehen. Antimon ist ein Halbmetall und wird unter anderem zur Herstellung von Blei-Batterien und Flammschutzmitteln verwendet.

Die Versorgungsrisiken sind insbesondere durch die Schlüsselposition Chinas und damit verbundenen Wettbewerbsverzerrungen zu erklären: Im Jahr 2011 lag der chinesische Anteil an der globalen Förderung bei etwa 74 %. Neben der Bergwerksförderung nimmt China im globalen Antimonmarkt sowohl in der Weiterverarbeitung als auch bei der Nachfrage und im internationalen Handel eine wichtige Rolle ein. China wird auch in den nächsten Jahren weiterhin das dominierende Bergbauland bleiben. Angebotsregulierende Maßnahmen Chinas wie Exportquoten und -steuern beeinflussen nachhaltig das weltweite Antimonangebot und wirken sich maßgeblich auf den Preis aus.
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Karte Ackerbauliches Ertragspotenzial der Böden in Deutschland

Agritechnica: BGR präsentiert neue Karte zur Bodengüte
Rund 25 % der deutschen Äcker sind besonders ertragreich, 11.11.2013

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) präsentiert bei der Agritechnica in Hannover auf dem Gemeinschaftsstand der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in der Sonderausstellung „Smart Farming“ (Halle 17, Stand B47) erstmals eine bundesweit einheitliche Karte zur Bodengüte der Ackerstandorte in Deutschland. Nach der neuen Karte der BGR-Bodenexperten besitzt rund ein Viertel der Böden in Deutschland nach internationalen Maßstäben ein hohes Ertragspotenzial für Getreide.

Böden bilden nicht nur in Deutschland, sondern weltweit die Grundlage für über 90 % der produzierten Nahrung. In Deutschland beträgt der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche 47 %. Das sind rund 17 Millionen Hektar (ha). Davon sind 70 % (12 Mio. ha) Ackerflächen. Rund 25 % dieser Flächen fallen nach der neuen deutschlandweiten Karte der BGR zur Bodengüte in die Kategorie „hohes“ bzw. „sehr hohes Ertragspotenzial“.
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BGR präsentiert die

Agritechnica 2013: BGR präsentiert die „besten Böden Deutschlands", 08.11.2013

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt sich vom 10. bis 16. November mit einer Sonderausstellung auf der weltweit größten Landtechnikmesse, der Agritechnica, in Hannover. Auf dem Gemeinschaftsstand „Smart Farming“ präsentiert die Bodenkunde der BGR auf Einladung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG e. V.) das Thema „Bodengüte in Deutschland“.

Fruchtbare Böden sind essentielle Grundlage für die Nahrungsmittelversorgung und immer stärker auch für den Anbau von „Energiepflanzen“. Böden bilden die Grundlage für über 90 % der weltweit produzierten Nahrung. Die Fruchtbarkeit des Bodens ist für die Landwirtschaft ein entscheidender Faktor und eine in menschlichen Zeiträumen nur bedingt erneuerbare Ressource. Leistungsfähige Böden haben auch eine besondere Bedeutung für den Schutz von Wasser, Klima und Biodiversität.
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Der Bereich

BGR-Exponate in der Afrika-Ausstellung im Übersee-Museum Bremen, 07.11.2013

Seit dem 12. Oktober 2013 lädt das Übersee-Museum zu einer sehenswerten neuen Ausstellung „Karibu Afrika! ‒ Willkommen in Afrika!“ ein. Diese Ausstellung führt durch die vielseitigen Lebensräume dieses Kontinents. In den fünf Themenbereichen Alltag, Wüste, Ressourcen, Gesellschaft und Menschwerdung greift sie Aspekte des heutigen Afrikas auf.

Die BGR wurde 2011 ‒ in einer sehr frühen Planungsphase der Ausstellung ‒ um Unterstützung für den Bereich „Ressourcen“ gebeten und stellt einige Fotos und Mineral-Proben rund um das für die Hightech-Industrie sehr wichtige Mineral „Coltan“ zur Verfügung. Thematisiert wird der Herkunfts-Nachweis im Rahmen der Zertifizierung von Rohstoff-Handelsketten. In diesem Teil der Ausstellung wird auf die Herkunft der Exponate sehr genau und korrekt hingewiesen. Ein Besuch in Bremen lohnt sich alle Mal.
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Dr. Volker Steinbach (BGR), Dr. Thomas Gäckle (Bundeswirtschaftsministerium), Hans-Joachim Welsch (BDI), Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (BGR), Eugen Weinberg (Commerzbank) und Dr. Peter Buchholz (BGR, Foto v.li.)

BGR-Rohstoffkonferenz 2013, 05.11.2013

Rund 180 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten jetzt auf der BGR-Rohstoffkonferenz 2013 im GEOZENTRUM Hannover über Preis- und Lieferrisiken auf den internationalen Rohstoffmärkten. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung standen Handlungsoptionen für eine sichere Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen, denn trotz zuletzt sinkender Rohstoffpreise bestehen nach wie vor große Beschaffungsrisiken. So erörterten die Experten neben globalen Marktanalysen vor allem konkrete Ausweichstrategien. Dazu zählen Maßnahmen zur Diversifizierung von Rohstoffbezugsquellen, aber auch Käufergemeinschaften, langfristige Lieferverträge, die Themen Lagerhaltung und Hedging, Rohstoffeffizienz und Recycling sowie eine Beteiligung an Explorations- und Bergbauprojekten.
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Endlagerung

Neuer Newsletter, 01.11.2013

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2013 ist erschienen.

Rohstoffe sind Thema auf der BGR-Rohstoffkonferenz im GEOZENTRUM Hannover

Einladung zum Pressegespräch: BGR-Rohstoffkonferenz 2013 in Hannover, 30.10.2013

Rund 180 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft treffen sich am 4. und 5. November 2013 im GEOZENTRUM Hannover zur BGR-Rohstoffkonferenz 2013. Im Mittelpunkt der von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) organisierten Konferenz stehen in diesem Jahr Preis- und Lieferrisiken sowie Handlungsoptionen für deutsche Unternehmen. „Trotz zuletzt sinkender Rohstoffpreise bestehen zahlreiche Preis- und Lieferrisiken auf den Rohstoffmärkten. Mit der BGR-Rohstoffkonferenz bieten wir eine Plattform für Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, sich über aktuelle Trends zu informieren“, so Dr. Peter Buchholz, Leiter der DERA.

Im Mittelpunkt des ersten Konferenztages stehen globale Marktanalysen und Beschaffungsrisiken. Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik und Geschäftsführer der ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH, eröffnet die Tagung mit einem Vortrag zur Rohstoffversorgung der deutschen Industrie. Im Anschluss wird Eugen Weinberg, Leiter Rohstoffmarktanalysen der Commerzbank AG, einen Überblick zur Situation auf den internationalen Rohstoffmärkten geben. Am zweiten Konferenztag werden konkrete Ausweichstrategien und Handlungsoptionen für Unternehmen diskutiert.
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Die BGR präsentiert sich auf der Global Soil Week 2013

BGR auf der Global Soil Week 2013, 30.10.2013

Bei der „Global Soil Week 2013 – Bodenlose Zukunft?“ in Berlin war die BGR mit mehreren Beiträgen vertreten. Im Rahmen einer Session über Global Soil-Information präsentierte BGR-Bodenkundler Dr. Rainer Baritz das Thema „Design options and needs for a global monitoring system (incl. GOSS)“. Weitere BGR-Beiträge waren Grafiken und Poster, darunter auch die „Karte der Bodengüte für Deutschland“ sowie eine begehbare Karte zu den wichtigsten Böden Mitteleuropas.

Die vom Potsdamer Institute for Advanced Substainability Studies (IASS) organisierte Konferenz mit rund 400 Teilnehmern aus mehr als 60 Ländern sollte dazu beitragen, den Schutz der Böden in den globalen Nachhaltigkeitszielen zu verankern und mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft konkrete Lösungsansätze zu Bodenschutz und nachhaltiger Landwirtschaft zu entwickeln. Veranstaltungspartner waren u. a. die Europäische Kommission, die Vereinten Nationen und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Fruchtbare Böden sind essentiell, um die wichtigsten globalen Ziele wie Hungerbekämpfung, Eindämmung des Klimawandels oder Sicherung der Süßwasserversorgung zu erreichen. Laut IASS werden jährlich ca. 24 Milliarden Tonnen Boden vernichtet.
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Weitere Informationen

Gernot Hagemann (hannoverimpuls), Dr. Jochen Schneider (ENERCHANGE), BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Umweltminister Stefan Wenzel, LBEG-Präsident Ralf Pospich und LIAG-Direktor Prof. Dr. Ugur Yaramanci  (Foto v. li.)

6. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover, 24.10.2013

Im Geozentrum Hannover ging heute die 6. Norddeutsche Geothermietagung zu Ende. An zwei Kongresstagen mit zahlreichen Fachvorträgen, zwei Exkursionen und einer Podiumsdiskussion mit dem niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel stimmten die 200 anwesenden Experten darin überein, dass die oberflächennahe Geothermie auf bestem Wege ist, sich als fester Bestandteil der Energiewende zu etablieren. Aus Sicht der Fach-leute ist es zudem notwendig und lohnenswert, die möglichen Zukunftspotenziale der tiefen Geothermie in Norddeutschland weiter zu erkunden.

Veranstalter der Tagung waren die drei Einrichtungen des Geozentrums Hannover - die Bun-desanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) – sowie die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft hannoverimpuls und die Freiburger Agentur Enerchange.
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Prof. Jens Gutzmer (HIF), Mathias Scheunert (TU Freiberg) und Dr. Bernhard Siemon (BGR, Foto v.li.) vor dem Start des Hubschraubers zum ersten Messflug mit der Sonde (re. im Foto)

BGR-Hubschrauber erkundet Erzgebirge nach Rohstoffen, 24.10.2013

Die BGR hat jetzt mit dem Forschungsprojekt zur Erkundung von metallischen Rohstoffen im Erzgebirge begonnen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung startete der BGR-Hubschrauber im sächsischen Geyer zu seinem ersten Messflug über den Geyerschen Wald. Die Befliegung ist Teil eines Forschungsprojektes, das die BGR gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg durchführt. Ziel ist die Erkundung nach metallischen Rohstoffen wie Zinn, Wolfram, Zink und Indium.

Das Rohstoffpotenzial des geologischen Untergrundes im Gebiet um Geyer soll mit Hilfe von geophysikalischen Verfahren bis in eine Tiefe von ca. 500 m erfasst werden. Dazu setzt die BGR eine 10 m lange Flugsonde mit Messsensoren ein. Die Sonde hängt an einem 45 m langen Kabel unter dem Hubschrauber und wird in einer Höhe von 30 bis 40 m über dem Gelände nachgeschleppt. Bei der Untersuchung fliegt der Hubschrauber das 110 km2 große Gebiet in Linienabständen von 300 oder 500 m ab. Die erste Messkampagne ist auf zwei Wochen angelegt. Neben den geophysikalischen Methoden, die Auskunft über die Art der Rohstoffe geben, sollen später auch seismische Untersuchungen stattfinden. Sie werden durchgeführt durch die TU Bergakademie Freiberg und liefern Informationen zur Lage der möglichen Rohstoffkörper im Untergrund. Alle Daten sollen schließlich in ein hochaufgelöstes dreidimensionales geologisches Modell der Rohstofflagerstätte einfließen.
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LBEG-Präsident Ralf Pospich eröffnet die 6. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover

Norddeutsche Geothermietagung eröffnet, 23.10.2013

Das GEOZENTRUM Hannover ist vom 23. bis 24. Oktober 2013 Norddeutschlands Drehscheibe für Geothermie. Mehr als 200 Experten diskutieren an diesen beiden Tagen auf der 6. Norddeutschen Geothermietagung über Entwicklungen, Potenziale und Innovationen im Bereich Geothermie.

Die Veranstaltung wurde am Mittwoch vom Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Ralf Pospich, eröffnet. Veranstalter der Tagung sind die drei Einrichtungen des GEOZENTRUMS Hannover – die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) und das LBEG – sowie die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft hannoverimpuls und die Freiburger Agentur Enerchange. Schwerpunkt des ersten Veranstaltungstages ist die oberflächennahe Geothermie. Die Themen reichen dabei von der Qualitätssicherung über beispielgebende Projekte bis hin zu Fragen der Wirtschaftlichkeit.
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Geowissenschaftler nehmen Proben aus den vom Meeresgrund geborgenen Gesteinen

BGR-Expedition in den Indischen Ozean:
Untersuchung metallischer Rohstoffe in der Tiefsee, 23.10.2013

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) starten am 27. Oktober 2013 mit dem Forschungsschiff Sonne vom australischen Port Hedland zu einer Expedition in den Indischen Ozean. Dort wollen die Geowissenschaftler südöstlich von Madagaskar das Auftreten metallreicher Ablagerungen entlang ozeanischer Spreizungszonen untersuchen. Die Ausfahrt ist Teil des Forschungsprogramms INDEX und dient zur Vorbereitung einer Explorationslizenz zur Erkundung von polymetallischen Sulfiden im Indik. Diese Lizenz soll die BGR voraussichtlich im Namen der Bundesrepublik Deutschland bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) beantragen.

Polymetallische Sulfide (Massivsulfide) enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Germanium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für die Herstellung von Hochtechnologieprodukten wie Computern, Handys, Fernsehgeräten oder Generatoren für Windkraftanlagen benötigt. Die Massivsulfide könnten daher künftig einen Beitrag zur Rohstoffversorgung Deutschlands leisten.
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Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in Chile

Vereinbarung beim Bergbau- und Rohstoff-Forum in Santiago unterzeichnet:
BGR will mit Geologischem Dienst von Chile im Rohstoffsektor enger zusammenarbeiten, 17.10.2013

Der Nationale Geologische- und Bergbaudienst von Chile (SERNAGEOMIN) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wollen künftig enger zusammenarbeiten. Im Rahmen der Deutsch-Chilenischen Wirtschaftstage in Santiago de Chile unterzeichneten jetzt der stellvertretende SERNAGEOMIN-Direktor Luis Ignacio Silva und BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel eine Absichtserklärung zur geowissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Geologischer Dienste im Bereich der Rohstoffpotentialbewertung von Lagerstätten und von Bergbaurückständen.

Die Unterzeichnung fand im Vorfeld der zweiten Sitzung des Forums für Bergbau und mineralische Rohstoffe statt, das im Rahmen der Wirtschaftstage durchgeführt wurde. Das Forum war auf Grundlage der im Januar 2013 vereinbarten Rohstoffpartnerschaft zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Chile ins Leben gerufen worden. Es dient als Plattform für Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen und soll zur nachhaltigen Gewinnung und Nutzung mineralischer Rohstoffe und zur Verbesserung der Rohstoff- und Ressourceneffizienz beitragen.
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Experten diskutierten über bessere Schutzmaßnahmen für Wildtiere bei Bergbau-Projekten

Tagung zum Schutz von Wildtieren bei Bergbau-Projekten, 16.10.2013

90 Experten diskutierten bei einer Tagung im GEOZENTRUM Hannover über Maßnahmen zum besseren Schutz von Wildtieren bei Bergbau-Projekten in Zentralasien. Zur Veranstaltung hatten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), die Bonner Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eingeladen.

Das zunehmende Interesse an Bodenschätzen aus Zentralasien führt zu wachsenden Konflikten mit Umwelt und Natur. Großflächige Tagebaue sowie neue Zäune, Straßen und Schienen zerschneiden den Lebensraum wandernder Wildtierarten. Ziel der Tagung war es, mit mehr Information, aber auch konkreten Vorschlägen Lösungen aufzuzeigen, die eine wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig den Schutz der Tiere angemessen berücksichtigen.

Erste Schritte wurden bereits eingeleitet. So sind Umweltaspekte ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit in den von Deutschland geschlossenen Rohstoffpartnerschaften mit der Mongolei und Kasachstan. Als Mitgliedstaat der Bonner Konvention hat sich Deutschland zudem verpflichtet, negative Auswirkungen der Infrastruktur auf wandernde Tierarten in Zentralasien zu minimieren.Konkrete Vorschläge sehen begrenzte Straßensperrungen, die Entfernung von Zäunen oder die Erprobung von Unterführungen und Grünbrücken vor.
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Geothermie-Modell

6. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover:
200 Experten diskutieren Entwicklungen, Potenziale und Innovationen im Bereich der Geothermie, 16.10.2013

Vom 23. bis 24. Oktober 2013 findet im GEOZENTRUM Hannover die 6. Norddeutsche Geothermietagung statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit rund 200 Experten stehen Entwicklungen, Potenziale und innovative Anwendungsmöglichkeiten der oberflächennahen und tiefen Geothermie in Norddeutschland. Zum Programm gehören Fachvorträge, Exkursionen sowie eine Podiumsdiskussion mit dem Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel.

Veranstalter der Tagung sind die drei Einrichtungen des GEOZENTRUMS Hannover – die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) – sowie die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft hannoverimpuls und die Freiburger Agentur Enerchange.

Das Interesse an der Geothermie als Energiequelle ist weiter gewachsen. 2012 wurden allein in Niedersachsen ca. 2 000 oberflächennahe Geothermie-Bohrvorhaben angezeigt und damit so viele wie nie zuvor. Ein neuer Trend am Markt ist, dass oberflächennahe Geothermie zunehmend auch in größeren, gewerblich genutzten Gebäudekomplexen verwendet wird. Nicht ohne Grund: Wenn sowohl Wärme- als auch Kältebedarf besteht, ist die Geothermie in der Regel konkurrenzlos günstig.
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Messhubschrauber der BGR

Rohstoffe im Erzgebirge: Hubschrauber-Erkundung beginnt
– BGR-Hubschrauber in Geyer am 22. Oktober 2013 –, 16.10.2013

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzt zwischen dem 22. und 31. Oktober 2013 ihren Hubschrauber über dem Geyerschen Wald im sächsischen Erzgebirge ein. Die Befliegung ist Teil eines Forschungsprojektes mit dem Ziel, Methoden zur Erkundung von Rohstoffen aus der Luft weiterzuentwickeln. Es wird durch das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) bzw. das zu ihm gehörende Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) koordiniert.

Für die Befliegung des Geyerschen Waldes plant die BGR einen Zeitraum von zwei Wochen ein, da der Hubschrauber bei schlechtem Wetter nicht starten kann. Tatsächlich braucht er nur sieben Tage, um das gesamte, rund 110 km2 große Gebiet zu erfassen. Vorbehaltlich der Wetterbedingungen plant die BGR den ersten Flug am 22. Oktober. An diesem Tag laden wir Medienvertreter herzlich zu einem Pressegespräch vor Ort in Geyer ein, um das Vorhaben vorzustellen. Dieser Termin ist ebenfalls vorbehaltlich der Wetterlage! Auch Anwohnerinnen und Anwohner können den Hubschrauber besichtigen.
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Wolframit aus Wolfram-Camp in Australien

DERA präsentierte beim Industrieworkshop neue Studie: Wolfram-Markt bleibt angespannt, 15.10.2013

Über 50 Vertreter der deutschen Wirtschaft trafen sich zum „Industrieworkshop Wolfram“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Berlin. Beim Workshop wurden die Ergebnisse der neuen DERA-Rohstoffrisikobewertung zu Wolfram vorgestellt und aktuelle Marktentwicklungen diskutiert.

Wolfram gehört zu den von der EU als potenziell „kritisch“ eingestuften Rohstoffen. Mit rund 83 % ist China das größte Bergbauland für Wolframerz. Verwendungsbereiche sind Hartmetallwerkzeuge, Stahl- und Superlegierungen, Halbzeug (z. B. Glühdrähte, Elektrodenmaterial) und Chemikalien.
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Luftaufnahme GEOZENTRUM Hannover

Tagung im GEOZENTRUM : Experten diskutieren über besseren Schutz von Wildtieren
bei Bergbau-Projekten in Zentralasien, 14.10.2013

Kohle, Kupfer oder Gold – die Mongolei gehört zu den rohstoffreichsten Staaten der Erde. Doch das zunehmende Interesse an Bodenschätzen aus dem zentralasiatischen Land führt zu Konflikten mit Umwelt und Natur. Großflächige Tagebaue, neue Zäune, Straßen und Schienen zerschneiden den Lebensraum wandernder Wildtierarten und werden für Saiga-Antilopen oder Mongolische Gazellen manchmal sogar zu einem tödlichen Hindernis. Von den Auswirkungen der Rohstoffhausse in der mongolischen Steppe sind auch die nomadi-sierenden Viehzüchter betroffen. Wie aber können die Folgen des Bergbaus in Staaten wie der Mongolei oder Kasachstan reduziert werden? Über diese Frage diskutieren 90 Experten aus Politik, Wissenschaft und Institutionen am Mittwoch, 16. Oktober 2013, bei einer Tagung im GEOZENTRUM Hannover.

Dazu eingeladen haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsi-cherheit (BMU), die Bonner Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Zu den an-wesenden Experten gehören Vertreter aus den Bereichen Geowissenschaften, Bergbau, Natur- und Umweltschutz, Bio- und Zoologie. Ziel der Tagung ist es, mit mehr Information, aber auch konkreten Vorschlägen Lösungen aufzuzeigen, die eine wirtschaftliche Entwick-lung ermöglichen und gleichzeitig den Schutz der Tiere angemessen berücksichtigen.
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Schulung in Mataram/Indonesien

BGR unterstützt Bestandsaufnahme von Hangrutschungen in Indonesien, 14.10.2013

Im Rahmen des BGR-Projekts „Verminderung von Georisiken in Indonesien“ wurde jetzt ein Kriterienkatalog zur Bestandsaufnahme von Hangrutschungen in der Praxis erprobt, der künftig für ganz Indonesien gelten soll. An der Schulung in Mataram, bei der die BGR den indonesischen Projektpartner unterstützte, nahmen Vertreter der lokalen geologischen Dienste, von Planungsbehörden und dem städtischen Bauamt teil.

Die Vorlagen zur standardisierten Erfassung von Hangrutschungen hatten die BGR-Experten des Arbeitsbereiches Ingenieurgeologische Gefährdungsanalysen gemeinsam mit ihren indonesischen Kollegen entwickelt. Durch Regen verursachte Hangrutschungen zählen in Indonesien zu den häufigsten Naturkatastrophen. Die Schulung von Akteuren auf lokaler Ebene stellt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur kontinuierlichen Erweiterung und Verbesserung des nationalen Hangrutschungsinventars dar, das als wichtige Grundlage für Maßnahmen zur Verminderung des Risikos für die Bevölkerung dient.

Das BGR-Projekt in Indonesien wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
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Forschungsschiff

Geowissenschaftliche Schiffsexpedition in die Arktis:
BGR-Experten stoßen in bisher eisbedeckte Regionen vor, 30.09.2013

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stießen jetzt mit dem italienischen Forschungsschiff „OGS Explora“ erstmals in arktische Regionen vor, die in den vergangenen Jahren permanent eisbedeckt waren. Dabei haben sie im Arktischen Ozean nordöstlich von Spitzbergen eines der bislang nördlichsten seismischen Profile vermessen.

Das Profil reichte bis an die aktuelle Packeisgrenze bei 83⁰17’N und wurde damit nur 755 Kilometer vom Nordpol entfernt aufgezeichnet. Es umfasste insgesamt den ausgedehnten Schelfbereich der Nordbarentssee und den Kontinentalrand bis in das mehr als 3 000 Meter tiefe Nansen-Becken. Mit den gewonnen Daten können die Wissenschaftler die tiefere Erdkruste des Kontinentalrandes der Nordbarentssee im Übergang zum Arktischen Ozean abbilden und den zeitlichen Ablauf der geologischen Entwicklung des Kontinentalrandes entschlüsseln.
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BGR-Experten informieren auf der DBG-Jahrestagung 2013

BGR-Bodenkunde auf der DBG-Jahrestagung 2013, 20.09.2013

„Böden – Lebensgrundlage und Verantwortung“ – so lautete das Motto der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) Mitte September in Rostock. Auf der Tagung waren Bodenkundler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit diversen Beiträgen vertreten.

„Fruchtbare Böden werden weltweit immer knapper, und auch bei uns sind die ökologischen Funktionen der Böden für die Erhaltung der Trinkwasserressourcen, den Klimaschutz und die Biodiversität bedroht“, so Tagungspräsident Professor Peter Leinweber von der Universität Rostock. Vor diesem Hintergrund informierten sich mehr als 800 Teilnehmer unter anderem über Themen wie Böden und Klimawandel, Biodiversität, urbane Böden, Methodische Innovationen und Energiepflanzenanbau.
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Weitere Informationen

Der BGR Report liegt jetzt auch in englischer Sprache vor

BGR Report jetzt auch auf Englisch, 19.09.2013

Der neue BGR Report liegt jetzt auch auf Englisch vor. Er informiert ein internationales Publikum über die vielfältigen Aufgaben und Projekte der BGR im Jahr 2012.

Eine nach Farben sortierte, thematische Gliederung und wichtige Zusatzinformationen helfen den Lesern bei der Navigation durch das Heft. Der Inhalt des BGR Report ist in drei Hauptkapitel unterteilt. Sie beschreiben die „Projekte“ des Vorjahres, enthalten einen „Ausblick“ auf kommende Aufgaben und geben im Magazinteil „Spektrum“ Einblicke in die Berufswelt der BGR-Mitarbeiter. Im hinteren Teil des Heftes werden die Ansprechpartner zu den einzelnen Projekten in Bild und Text kurz vorgestellt.

Der BGR Report erscheint in Zukunft jährlich auf Deutsch sowie Englisch. Er kann kostenlos über Vertrieb@bgr.de bestellt oder digital über die Webseite der BGR heruntergeladen werden. Der BGR Report ist auch als digitales Produkt auf CD-ROM erhältlich.
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BGR auf dem „Deutschen Rohstofftag“

BGR auf dem „Deutschen Rohstofftag“, 16.09.2013

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fand jetzt der „Deutsche Rohstofftag“ in Berlin statt. Die BGR war unter anderem neben dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft und der OECD offizieller Kooperationspartner der Veranstaltung. Franca Schwarz, Leiterin des Fachbereichs Internationale Zusammenarbeit, vertrat die BGR auf dem Panel „Nachhaltige Rohstoffwirtschaft am Fallbeispiel Kritischer Rohstoffe und Konfliktminerale“.

Die BGR unterstützt im Auftrag des BMZ den Aufbau eines regionalen Zertifizierungssystems in der Region der Großen Seen in Zentralafrika (ICGLR). Zusätzlich wird seit 2008 ebenfalls die Zertifizierung von Rohstoffen in Ruanda und seit 2009 in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt. Im Juli 2013 fand in der Demokratischen Republik Kongo das jährliche Treffen der Mitglieder der ICGLR statt, in dessen Rahmen das erste ICGLR-Zertifikat für Konfliktmineralien aus der DR Kongo verliehen wurde.
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Die Deutsch-Chinesische Delegation zu Gast im Endlager Morsleben

Deutsch-Chinesische Kooperation im Geosektor, 09.09.2013

Im Rahmen der deutsch-chinesischen Kooperation im Geosektor besuchten vom 01. bis 08. September  2013  sechs Vertreter des Chinesischen Geologischen Dienstes (CGS) die BGR, um sich über verschiedene Geothemen auszutauschen. Der Schwerpunkt des Treffens lag in den Bereichen Geogene Gefährdungen und Karsthydrogeologie. Die BGR organisierte für die Gäste aus China eine Befahrung des Endlager-Bergwerks  Morsleben sowie des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg, welches vom diesjährigen Hochwasser betroffen war. Das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt informierte die chinesische Delegation an verschiedenen Standorten über die Geschichte des Kali- und Steinsalzbergbaues im Raum Staßfurt. Schließlich wurden mit dem Besuch der Heimkehle, des schiefen Turms von Bad Frankenhausen und der Rhumequelle Gefährdungen durch Verkarstungsprozesse gemeinsam betrachtet und diskutiert.

Die deutsch-chinesische Kooperation beruht auf einer Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Ministry for Land and Resources der Volksrepublik China (MLR) vom 19. Juli 1979. Die Themen der Zusammenarbeit werden in zweijährlichen Treffen der BGR mit dem chinesischen Geologischen Dienst (CGS) vereinbart.
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Der BGR-Hubschrauber im Einsatz

BGR-Hubschrauber im Thüringer Wald im Einsatz: Befliegung mit weltweit empfindlichsten Magnetfeldsensoren, 06.09.2013

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 09. bis 13. September 2013 im Süden Thüringens Messflüge mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ durch. In einem 20 x 10 Kilometer großen Gebiet östlich von Bad Lobenstein wollen Wissenschaftler vom Institut für Photonische Technologien (IPHT) mit so genannten SQUIDs, den weltweit empfindlichsten Magnetfeldsensoren, den südlichen Teil des Thüringer Waldes weiter vermessen. Gleichzeitig setzen BGR-Experten ein Gammastrahlenspektrometer ein, mit dem die natürliche Oberflächenstrahlung gemessen wird.
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DERA-Tätigkeitsbericht

Deutsche Rohstoffagentur (DERA) zieht Bilanz: BDI-Präsident hebt Bedeutung der DERA für Industrie hervor, 05.09.2013

„Eine starke Industrie braucht Rohstoffe für die Verarbeitung. Ohne Rohstoffe stehen die Räder still. Insofern ist eines der wichtigsten Anliegen die Sicherung der deutschen Industrie mit Rohstoffen. Hier spielt die Deutsche Rohstoffagentur eine sehr wichtige Rolle“, so Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Seit drei Jahren berät die DERA in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) deutsche Unternehmen zur Verfügbarkeit von Rohstoffen und zur Absicherung von Preis- und Lieferrisiken. Mit dem nun veröffentlichten Bericht „Deutsche Rohstoffagentur (DERA) – Ziele, Aufgaben und Ergebnisse 2010 – 2013“ zieht die DERA eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit.
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Halten das neue Basiswerk über Wasserressourcen in der arabischen Welt in ihren Händen: (von links) Roula Majdalani (ESCWA), Franca Schwarz (BGR) und Ali Subah (ESCWA)

Neues Basiswerk über Wasserressourcen in der arabischen Welt, 03.09.2013

Auf der Weltwasserwoche in Stockholm wurde erstmals von der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (UN-ESCWA) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) das Basiswerk „Inventory of Shared Water Resources in Western Asia“ vorgestellt. Diese neue und bisher einmalige Publikation beschreibt den Bestand der grenzüberschreitenden Oberflächen- und Grundwasserressourcen des Nahen Ostens und der arabischen Halbinsel.

In der Arbeit wurden Informationen zur Hydrologie und Hydrogeologie, zur Nutzung sowie zum Status der internationalen Vereinbarungen zum grenzüberschreitenden Wassermanagement gesammelt und in einer umfassenden, systematischen und standardisierten Form dargestellt. Damit soll die regionale Debatte über grenzüberschreitende Wasserressourcen unterstützt und eine Entscheidungsgrundlage für einen weiten Kreis von Wasserexperten geschaffen werden.
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Basiswerk „Inventory of Shared Water Resources in Western Asia“

UN und BGR veröffentlichen neue und bisher einmalige Studie:
Basiswerk über Wasserressourcen in der arabischen Welt – „Jeder Tropfen zählt“, 03.09.2013

Die vier Flüsse Euphrat, Tigris, Nil und Jordan sind bekannt für Konflikte um Wasserressourcen im Nahen Osten. Aber es gibt auch weniger bekannte Flüsse und große Grundwasservorkommen in dieser politisch sensiblen Region, die im Fokus zukünftiger Konflikte stehen könnten. Um die Kooperation zwischen den Staaten im Wasserressourcenmanagement in der Region zu stärken, haben die Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (UN-ESCWA) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) daher ein Basiswerk erarbeitet, das alle grenzüberschreitenden Wasserressourcen des Nahen Ostens und der arabischen Halbinsel katalogisiert. Die Studie „Inventory of Shared Water Resources in Western Asia“ wurde heute, 3. September 2013, auf der Weltwasserwoche in Stockholm erstmals vorgestellt und von Wasserexperten und Politikern intensiv diskutiert.

Das erarbeitete Basiswerk ist die erste UN-geführte Initiative, die den Bestand der in der Region geteilten Oberflächen- und Grundwasserressourcen in einer umfassenden, systematischen und standardisierten Art und Weise katalogisiert. „Das Inventar wird einen erheblichen Einfluss auf das Management der Wasserressourcen in der Region und die Entwicklung eines rechtlichen Rahmenwerks für die arabischen Staaten haben“, so Roula Majdalani, Leiter der Abteilung Sustainable Development and Productivity der UN-ESCWA zur neuen Publikation.
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Film 3D-Seismik

Neuer Newsletter, 02.09.2013

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2013 ist erschienen.

Die Treibeisgrenze, hier bei 82°40‘

Geowissenschaftler vermessen seismisches Profil an der Packeisgrenze, 29.08.2013

Auf einer aktuellen Expedition in die nördliche Barentssee/Spitzbergen haben BGR-Wissenschaftler das bislang nördlichste seismische Profil der BGR vermessen. Das Profil reicht bis an die aktuelle Packeisgrenze bei 83⁰17’N und wurde damit nur 755 Kilometer vom Nordpol entfernt aufgezeichnet. Insgesamt haben die BGR-Experten ein komplettes seismisches Profil über den ausgedehnten Schelfbereich der Nordbarentssee und den Kontinentalrand bis in das mehr als 3 000 Meter tiefe Nansen-Becken vermessen. Für die Rekonstruktion der Öffnungsgeschichte des arktischen Ozeans und das Verständnis der dortigen Geologie sind die registrierten Daten notwendig. Sie werden nach Rückkehr der Geowissenschaftler in der BGR ausgewertet.

Die Expedition mit dem italienischen Forschungsschiff „OGS Explora“ ist Teil des mehrjährigen BGR-Schwerpunktprogramms „PANORAMA" (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis), mit dem die Geowissenschaftler Untersuchungen sowohl in Bezug auf die Chancen als auch auf die Umweltrisiken bei einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum durchführen werden. Bisher existieren zum geologischen Untergrund des weitgehend eisbedeckten arktischen Ozeans nur wenige Daten, die als Grundlage zur Abschätzung des Erdöl- und Erdgaspotenzials dienen können. Die aktuelle Expedition startete vor zwei Wochen. Am 17. September kehren die Geowissenschaftler voraussichtlich zurück.
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Luftaufnahme GEOZENTRUM Hannover

Naher Osten: BGR bewertet aktuelle Erdöl- und Erdgassituation in Syrien, 29.08.2013

Die Erdöl- und Erdgasreserven Syriens nehmen im weltweiten Vergleich keine besondere Stellung ein. Jedoch war Deutschland bis zum Jahr 2010 größter Abnehmer von syrischem Erdöl. Im Folgenden bewertet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) als geowissenschaftliches Kompetenzzentrum der Bundesregierung die aktuelle Erdöl- und Erdgassituation Syriens.

Syrien ist ein relativ „altes“ Erdölland. Bereits in den 1930er Jahren wurde mit der Suche nach Erdöl begonnen, jedoch kam es erst in den späten 1960er Jahren zu einer nennenswerten Förderung. Derzeit verfügt Syrien über Erdölreserven von etwa 340 Mio. t sowie Erdgasreserven von 285 Mrd. m³. Damit zählt Syrien zu den „erdölärmsten“ Ländern im Nahen Osten. Die ältesten Erdölfelder liegen im äußersten Nordosten an der Grenze zum Irak und ziehen sich in einer Zone Richtung Südwesten bis in die Region um Homs. Den Höhepunkt seiner Ölförderung hat Syrien mit etwa 30 Mio. Jahrestonnen 1995 überschritten, danach sanken die Mengen. In den Jahren zwischen 2007 und 2010 hielt sich die Förderung bei knapp unter 20 Mio. t pro Jahr recht stabil bis zu Beginn der Unruhen 2011 (16,7 Mio. t) und 2012 (9 Mio. t). Mit Ausweitung der Sanktionen seitens der USA, der europäischen Union und anderer Staaten zogen sich sowohl die internationalen als auch die nationalen Ölfirmen aus den Förderregionen zurück, was zu einem Rückgang der Rohölproduktion führte. Auch auf Grund sanktionsbedingter Einschränkungen der Exporte und geringerer Raffineriedurchsatzmengen musste die Förderung reduziert werden. Bisher blieben die Förderanlagen selbst weitestgehend unversehrt im Hinblick auf Zerstörung und Sabotage. Pipelines und Infrastruktur wurden in einzelnen Regionen geschädigt.
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Teilnehmer des Trainingskurses Risiko-Expositionsanalysen in El Salvador

Georisiko-Experten der BGR führen Trainingskurs in El Salvador durch, 28.08.2013

Experten der BGR schulen derzeit in El Salvador 14 Mitarbeiter unterschiedlicher Institutionen in der Durchführung von Risiko-Expositionsanalysen gegenüber Naturgefahren. Damit unterstützt die BGR die Raum- und Entwicklungsplanung in El Salvador.

Der Kurs ist eine Folgemaßnahme des BGR-Projektes „Verminderung von Georisiken in Zentralamerika“, in dessen Rahmen auch eine Methode zur Analyse und Kartierung von Risiko-Exposition entwickelt und eingesetzt wurde. Diese sogenannte CARA-GIS-Methodik (Central American Risk Exposition Analysis-GIS) bildet die Grundlage für eine raum- und risikbezogene Analyse unterschiedlicher Gefährdungsszenarien durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Massenbewegungen und Überschwemmungen.

Die Trainingsmaßnahme verbindet Fachleute aus unterschiedlichen staatlichen Institutionen der Raumplanung und der Katastrophenprävention und fördert somit auch eine bessere Kommunikation und Vernetzung dieser Behörden. Die Eröffnung des Trainingskurses fand im Beisein von Repräsentanten des salvadoranischen Ministeriums für Umwelt und Naturressouren (MARN), dem regionalen Koordinationszentrum zur Prävention von Naturkatastrophen in Zentralamerika (CEPREDENAC), der Universität Centroamericana José Simeón Cañas (UCA) sowie der BGR statt.
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BGR-Mitarbeiter informieren über die Projekte der BGR

BGR informiert über internationale Projekte, 27.08.2013

Der Fachbereich Internationale Zusammenarbeit der BGR präsentierte sich am 25. August 2013 beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin. Die Mitarbeiter informierten über verschiedene BGR-Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und stellten sich den Fragen der Gäste. Zu den Besuchern zählte neben zahlreichen interessierten Bürgern, Botschaftern, Mitarbeitern von Behörden und Ministerien auch Bundesminister Dirk Niebel.

Das BMZ beteiligt sich jedes Jahr mit einem „globalen“ Programm an dem Tag der offenen Tür. In diesem Jahr waren Botschafter aus insgesamt 54 Ländern mit einem Stand, Veranstaltungen oder kulinarischen Angeboten vertreten.
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BGR-Hubschrauber Sikorsky S-76B

Hubschrauber-Einsatz der BGR über dem Thüringer Wald: Befliegung mit Gammastrahlenspektrometer wird fortgesetzt, 26.08.2013

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt ab heute, dem 26.August, bis zum 30. August 2013 im Thüringer Wald Messflüge mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ durch. Nachdem in der vergangenen Woche die Erprobung des neuen Gammastrahlenspektrometers im Süden Thüringens erfolgreich war, werden nun zwei etwa 100 Quadratkilometer große Gebiete zwischen Bad Salzungen und Waltershausen untersucht.

Mit den aus der Luft gewonnenen Strahlungsdaten können die BGR-Experten Aussagen zu den Gesteinsvorkommen an der Erdoberfläche machen. Diese Informationen ergänzen Ergebnisse, die hier bereits im Frühjahr mit einem am Institut für Photonische Technologien (IPHT) entwickelten magnetischen Volltensorsystem gewonnen wurden. Die Messungen werden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „INFLUINS“ (Integrierte Fluiddynamik in Sedimentbecken) durchgeführt. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen tiefe und flache Fluidsysteme mit ihren möglichen Wechselwirkungen und damit herausfordernde Zukunftsthemen wie eine gesicherte Wasserversorgung.
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Der BGR-Stand auf der IdeenExpo 2013

BGR auf der IdeenExpo 2013, 26.08.2013

„Marine Rohstoffforschung“ ist das Hauptthema des BGR-Standes bei der diesjährigen IdeenExpo, die vom 24. August bis zum 1. September 2013 auf dem Messegelände Hannover stattfindet. Bereits an den ersten Tagen informierten sich zahlreiche angehende „junge Naturwissenschaftler und Techniker“ an dem BGR-Stand über die Forschungsprojekte und marinen Expeditionen der BGR im indischen Ozean und den Manganknollenfeldern im Pazifik.

Zur IdeenExpo werden insgesamt mehr als 300 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene erwartet. Rund 550 Mitmach-Exponate, über 500 Workshops und ein vielfältiges Bühnenprogramm sorgen für jede Menge Unterhaltung. Ziel der Veranstaltung ist es, junge Menschen für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern.

Die IdeenExpo ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der BGR-Stand befindet sich in Halle 9 (Stand-Nr. ERE-06).
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Schwarzer Raucher

BGR-Experten messen Temperaturrekord im Pazifik: Hinweise auf Goldablagerungen bei Vanuatu entdeckt, 23.08.2013

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben in heißen Lösungsaustritten an sogenannten „Schwarzen Rauchern“ im südwestlichen Pazifik Hinweise auf Gold- und Buntmetallablagerungen (z.B. Kupfer, Zink) entdeckt. Zudem ermittelten sie einen neuen Temperaturrekord für den pazifischen Ozean. In metallreichen Fluiden eines „Schwarzen Raucher“ stellten sie in 1850 Meter Wassertiefe eine Temperatur von +378 Grad Celsius fest.

Die außergewöhnlich hohe Temperatur wurde an einem „Schwarzen Raucher“ in einem vulkanischen Randbecken nahe des Inselstaates Vanuatu gemessen. In dieser Region werden bei hohen Temperaturen metallreiche Fluide abgeschieden, die zur Bildung 3 bis 4 Meter hoher metallreicher Schornsteine („Schwarzer Raucher“) am Meeresgrund führen.
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BGR-Experten mit den pakistanischen Teilnehmern des Fernerkundungskurses

BGR-Experten schulen pakistanische Projektpartner, 22.08.2013

Fünf Mitarbeiter des pakistanischen Geologischen Dienstes absolvieren zurzeit einen dreiwöchigen Fernerkundungskurs in der BGR. Die Wissenschaftler gehören zum Projekt „Georisk Assessment Northern Pakistan“, das von der BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt wird. Die Veranstaltung ist der Auftakt zu einer langfristig angelegten „Capacity-Building“-Maßnahme und hat das Ziel, die Methoden der Fernerkundung zur Erhebung von Daten im Bereich Georisiken in den Gebirgsregionen Pakistans einzusetzen. Es ist geplant, noch in diesem Jahr zwei weitere Kurse in Islamabad (Pakistan) durchzuführen.
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Das Basislager von CASE 15 am Blow River

Bedeutende Entdeckung im Yukon-Territorium: BGR-Geologen finden arktische San Andreas-Störung, 21.08.2013

Geologen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) kehrten jetzt mit bedeutenden wissenschaftlichen Ergebnissen von ihrer internationalen Expedition „CASE 15“ aus Kanada zurück. In den Gebirgen des Yukon-Territoriums südlich der Eismeerküste stellten die BGR-Forscher fest, dass die großräumige vertikale Bruchzone, die die Erdkruste in diesem Gebiet durchschlägt, mit ähnlichen Strukturen in Nordgrönland und Spitzbergen auf der anderen Seite des Polarmeeres zusammenhängt. „Damit wurde erstmals in der Arktis eine große Seitenverschiebungszone nachgewiesen, die rund 2 500 Kilometer lang ist und in ihren Ausmaßen die San Andreas-Störung in Kalifornien noch übertrifft“, so BGR-Expeditionsleiter Dr. Karsten Piepjohn.
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BGR-Hubschrauber Sikorsky S-76B

Hubschrauber-Befliegung im SüdenThüringens:
BGR erprobt neues Gammastrahlenspektrometer, 21.08.2013

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt ab heute bis zum 23. August 2013 im Süden Thüringens Messflüge mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ durch. In einem 15 mal 10 Kilometer großen Gebiet westlich von Bad Lobenstein wollen die BGR-Experten mit einem Gammastrahlenspektrometer aus der Luft die Unterschiede in der natürlichen Oberflächenstrahlung messen. Dabei wird erstmalig das neue BGR-Spektrometer, mit dem das gesamte Spektrum der Gammastrahlung erfasst werden kann, im Feldeinsatz erprobt.
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Teilnehmer der indonesischen Delegation

Indonesische Delegation besucht BGR, 20.08.2013

Eine indonesische Delegation besuchte am 19. August 2013 die BGR, um sich über die Themen Raumplanung und Gefährdungsanalysen zu informieren. Die BGR ist in Indonesien an dem Projekt „Verminderung von Georisiken“ beteiligt. Zu der Delegation zählten Vertreter des Nationalen Geologischen Dienstes Indonesiens, des Indonesischen Innenministeriums sowie Kooperationspartner der lokalen geologischen Dienste der Provinzen Aceh, Nusa Tenggara Barat und des Regierungsbezirks Ende.

Neben der BGR besuchte die Delegation während ihrer mehrtägigen Reise auch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), die Akademie für Raumplanung und Landesforschung (ARL) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Teilnehmer setzten sich intensiv mit dem deutschen Raumplanungssytem und dessen Mechanismen auseinander.
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Das Bohrgerät mit dem Versorgungsfahrzeug und dem Absetzbecken für den Bohrschlamm

Neue Testbohrungen: BGR-Experten erkunden Namibias Grundwasserschatz, 20.08.2013

Bis zu 5 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser umfasst das neu entdeckte Grundwasservorkommen im Cuvelai-Etosha-Becken im Norden Namibias. Hydrogeologen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und Experten des namibischen Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Forstwirtschaft hatten vor einem Jahr das Potenzial dieser bedeutenden Ressource erstmals näher bestimmt. Jetzt wurde mit weiterführenden Erkundungsarbeiten begonnen
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Grafik zur marinen Seismik

BGR-Film über Forschungsfahrt in der Nordsee, 13.08.2013

Die BGR hat eine Dokumentation über ihre marine Forschungsfahrt in der Nordsee gedreht und auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Während der sechswöchigen Expedition haben die BGR-Geoexperten erstmals ihre neu entwickelte mobile und mehrkanalige 3D-Seismik getestet. Der 34-minütige Film zeigt Aufnahmen von den Tests, den Arbeiten und dem Leben auf dem Forschungsschiff METEOR. Speziell angefertigte und in den Film integrierte Grafiken veranschaulichen das komplexe Thema „3D-Seismik“ auch für den Laien.

Um die Technik zu testen, befuhren die BGR-Wissenschaftler mit der METEOR ein 80 Quadratkilometer großes Gebiet in der Nordsee. Dort hat die METEOR zwei 1000 Meter lange, im Abstand von 150 Meter parallel verlaufende und mit Sensoren bestückte Kabel hinter sich hergezogen. Die Sensoren, sogenannte Hydrophone, zeichneten dabei Echos von Schallwellen auf, die zuvor mit Luftpulsern in den Untergrund ausgesendet wurden. Die Tests sind äußerst erfolgreich verlaufen und die mobile 3D-Seismik kann auch in Zukunft eingesetzt werden, um kleinräumige geologische Strukturen bis zu 1000 Meter unter dem Meeresboden zu erfassen.
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Presse-Gespäch Fracking-Kongress

Hannover-Erklärung zum Fracking veröffentlicht, 31.07.2013

Die BGR, das Helmholtz-Zentrum Potsdam–Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) haben jetzt mit der sogenannten „Hannover-Erklärung“ ihre gemeinsamen Standpunkte zum Thema „Umweltverträgliches Fracking“ veröffentlicht. Mit der „Hannover-Erklärung“ ziehen die drei Institutionen ihre Schlussfolgerungen aus dem Kongress „Umweltverträgliches Fracking“, der vom 24. bis 25. Juni 2013 im GEOZENTRUM Hannover stattfand und auf dem sich mehr als 200 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu den Themen Schiefergas und Hydraulic Fracturing (Fracking) austauschten. Die Konferenzteilnehmer waren dazu aufgerufen, die Inhalte der Erklärung in einer Entwurfsfassung zu kommentieren und damit an der finalen Version mitzuwirken.
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Zur Hannover-Erklärung und den Kommentaren

Podium bei der Eröffnungsveranstaltung der ICGLR-Konferenz

BGR auf der ICGLR-Konferenz in Kinshasa, 29.07.2013

Im Rahmen der internationalen ICGLR-Konferenz (International Conference of the Great Lakes Region) mit hochrangigen Delegationen wurde am 23. und 24. Juli 2013 das erste ICGLR-Zertifikat für Konfliktminerale aus der Demokratischen Republik (DR) Kongo feierlich ausgehändigt. Die ICGLR hat in Zusammenarbeit mit den Regierungen ihrer Mitgliedstaaten und mit Unterstützung der Deutschen Bundesregierung, insbesondere der BGR, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dieses fälschungsichere Zertifikat geschaffen. Es bestätigt die Konfliktfreiheit von Rohstoffen aus zertifizierten Minen aus der DR Kongo. Das bedeutet nicht nur, dass die in den zertifizierten Minen geförderten „3T“-Erze (Zinn, Tantal, Wolfram) und Gold keine bewaffneten, kriminellen oder illegalen Gruppen entlang der Handelskette finanzieren, sondern auch die Einhaltung sozialer und umweltschutzbezogener Mindeststandards.

Die BGR war durch Franca Schwarz, Fachbereichsleiterin Internationale Zusammenarbeit und Matthias Baier, Projektkoordinator aus Hannover sowie durch die Projektleiter Uwe Näher und Prof. Bali Barume aus der DR Kongo vertreten.
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Abgeordnete des Deutschen Bundestages besuchen das Projekt „Geo-Information für die Stadtplanung, Bangladesch“ in Dhaka

Abgeordnete des Bundestages besuchen zukünftiges BGR-Projekt in Bangladesch, 24.07.2013

Abgeordnete des Deutschen Bundestages besuchten im Juli das Projekt „Geo-Information für die Stadtplanung, Bangladesch“. Im Testgebiet „Aftab Nagar“ am Stadtrand von Dhaka informierten sich MdB U. Kekeritz und MdB R. Künast u. a. beim Direktor des Geologischen Dienstes von Bangladesch, A. Asaduzzaman.

Die Planer urbaner Gebiete in Bangladesch berücksichtigen derzeit die Untergrundverhältnisse nicht ausreichend. Industrieansiedlungen und Bauland werden mangels Informationen auch in solchen Gebieten ausgewiesen, die aufgrund ungünstiger Eigenschaften des Untergrundes für eine solche Landnutzung ungeeignet sind. Diese Entwicklungen und Auswirkungen sind umso gravierender, als dass der Bevölkerungsdruck auf urbane Gebiete im Zuge weiterer Industrialisierung sowie einer durch den Klimawandel bedingten Migration von den Küstengebieten stetig zunimmt. Die Städte reagieren darauf nicht nur mit einem Breiten-, sondern vielfach auch mit einem gleichzeitigen Höhenwachstum. Die Anforderungen an den Untergrund sind dabei ungleich größer und erfordern für die Vorplanung profundes Wissen.

Negative Auswirkungen dieser Entwicklungen sind die teils illegale Überbauung ungeeigneter Niederungen, die wichtige Biotope, Agrar- und Überflutungsflächen sind. Grund- und Oberflächenwasserschutz findet gegenwärtig ebenfalls keine Berücksichtigung. Im schlimmsten Falle kommt es zu Gebäudeeinstürzen.

Mandatsträger für die Bereitstellung von Informationen über die Beschaffenheit des Untergrundes ist der Geologische Dienst von Bangladesch (GSB). Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird den GSB im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Projektes in seiner Rolle als Dienstleister fachlich und organisatorisch stärken, um nutzungsorientierte Informationen zur Minimierung der Probleme in die Planungsprozesse einzubringen.

Zur Projektvorprüfung wurden im stadtrandnahen neuen Baugebiet „Aftab Nagar“ Testuntersuchungen durchgeführt, um den Kenntnisstand des GSB einzuschätzen. Als wesentlich für das geplante Projekt hat sich die Ausbildung auf fachlichen und organisatorischen Gebieten herausgestellt. Die Modernisierung der Ausrüstung sowie die umfangreiche Bereitstellung von Personal werden als erhebliche Eigenleistung vom Partner eingebracht.

Diese Untersuchungsergebnisse werden beim Besuch kurz erläutert und zeigen die dringende Notwendigkeit der Einbeziehung von Geo-Informationen in die Planung urbaner Räume. Zu sehen sind in dem besuchten Gebiet:

  • Praxis der Landgewinnung in Niederungsgebieten (Sandaufspülung von Niederungen und Sandantransport)
  • Der extreme Kontrast an der Grenze zwischen ländlichem und urbanisiertem Gebiet (Besuch einer kleinen noch ländlichen Ansiedlung möglich)
  • Extrem abwasserverschmutzte Oberflächenwässer, Entwässerung von Stadtteilen Dhakas (Rampura Khaal) über einen begradigten ehemals natürlichen Entwässerungsgraben.
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Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer (Mitte), BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (links) und Fachbereichsleiter Dr. Christian Bönnemann vor der Monitorwand

Staatssekretär Dr. Heitzer zu Besuch in der BGR, 18.07.2013

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer, besuchte am 17. Juli 2013 die BGR. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel informierte den Gast über aktuelle Arbeiten und Projekte, so u. a. über den vielbeachteten Kongress zum Thema umweltverträgliches Fracking oder die erfolgreich durchgeführte Hubschrauber-Messkampagne in deutschen Hochwassergebieten, bei der BGR-Experten mit Hilfe einer Wärmebildkamera ein Verfahren zur Lokalisierung von Deichdurchfeuchtungen testeten. Bei einem Rundgang ließ sich der Staatssekretär die jüngsten Ergebnisse der BGR-Wissenschaftler auf dem Gebiet der marinen Rohstoffforschung sowie die Aufgaben der BGR im Rahmen der Überwachung des internationalen Kernwaffenteststoppabkommens erläutern. Zum Abschluss seines Besuchs trug sich Dr. Heitzer, der die Arbeit der BGR als „wichtig und auch sehr spannend“ bezeichnete, ins Gästebuch der BGR ein.
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Cover BGR Report der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Ausgabe 2012

BGR Report 2012, 17.07.2013

Ab sofort steht Ihnen der BGR Report als Blätterdokument auf unserem Web-Server zur Verfügung. Außerdem erreichen Sie das Dokument auch über den QR-Code auf Ihrem iPhone oder Smartphone.
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Start der weiterführenden Erkundungsbohrungen in Namibia

Namibias Grundwasser-Schatz: Neue Testbohrungen, 11.07.2013

Nach der Entdeckung des bedeutenden Grundwasservorkommens im Cuvelai-Etosha-Becken durch BGR-Hydrogeologen und ihre namibischen Kollegen haben jetzt weiterführende Erkundungsbohrungen begonnen. Durch mehrere Bohrlöcher mit Tiefen von über 350 Metern soll ein Brunnenfeld zu Testzwecken angelegt werden. Hier wollen die BGR-Experten prüfen, ob die Grundwasser-Ressource auch bei intensiver Nutzung nachhaltig bewirtschaftet werden kann. Die Verfügbarkeit von Wasser ist im ariden Land ein limitierender Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Das sich bis Angola erstreckende Vorkommen kann einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit Namibias leisten. Die Bohrarbeiten des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projekts werden durch die EU und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) kofinanziert.
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FLIN-Projekt Langeoog

Neuer Newsletter, 01.07.2013

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2013 ist erschienen.

Rund 60 Interessierte tauschten sich während der 7. Sitzung des Afrika-Kreises Nord über Afrikas Rohstoffe aus

Afrika-Kreis Nord diskutiert im GEOZENTRUM, 27.06.2013

„Rohstoffe aus Afrika – Perspektiven, Chancen, Risiken für deutsche Unternehmen“, lautete das Thema auf der 7. Sitzung des Afrika-Kreises Nord am 26. Juni 2013 im GEOZENTRUM Hannover. Dr. Rüdiger Schwarz (Geschäftsführender Gesellschafter der Geotec Rohstoffe GmbH), Ralf Dreyer (Head of International Affairs des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung e. V.), Peter Jakszentis (Head of Facultative Property Underwriting Deutschland/MENA/Afrika Munich Re) und Dr. Dirk Küster (Leiter des Arbeitsbereichs Afrika in der BGR) debattierten im Rahmen einer Paneldiskussion über „Deutsche Unternehmen im Bergbau in Afrika“.

Deutsche Unternehmen liefern unter anderem Anlagen für die afrikanische Rohstoffwirtschaft oder beteiligen sich mit Direktinvestitionen am Abbau und der Verarbeitung von Rohstoffen. Die BGR stellt der Deutschen Wirtschaft dabei ihren Rohstoff-Sachverstand zur Verfügung.

„Die BGR unterstützt deutsche Unternehmen dabei, Investitionsentscheidungen in Afrika auf Basis fachlich fundierter Informationen zu treffen und trägt dadurch dazu bei, außenwirtschaftliche, stabilitätspolitische und entwicklungspolitische Ziele zu erreichen“, so Franca Schwarz, BGR-Fachbereichsleiterin Internationale Zusammenarbeit.
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Talkrunde während des Fracking-Kongresses im GEOZENTRUM Hannover

Fracking-Kongress im GEOZENTRUM gestartet, 24.06.2013

BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel begrüßte am Montag, den 24. Juni mehr als 200 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Kongress „Umweltverträgliches Fracking?“ im GEOZENTRUM Hannover. Im Mittelpunkt des vom Helmholtz-Zentrum Potsdam–Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der BGR organisierten zweitägigen Kongresses stehen die Fragestellungen „Wie wird Schiefergas erschlossen?“, „Welche geologischen Herausforderungen gilt es zu beachten?“ und „Welche technologischen Perspektiven sind erkennbar?“.

Peter Hennicke, ehemaliger Präsident des Wuppertal Institutes, leitete am 24. Juni den Fracking-Kongress mit einer Keynote zum Energiemix ein. Fachvorträge von der Ressourcenverfügbarkeit über Fracking-Technologie, Grundwasserschutz und Toxikologie bis hin zu soziologischen Zusammenhängen werden in Talkrunden analysiert und diskutiert. Am 25. Juni geben dann Vertreter aus sechs europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten ihre Erfahrungen zu den Themen Schiefergas, Fracking und Grundwasser weiter.
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Eine bessere Wahrnehmung des Bodens stand auf dem Programm der ersten Vollversammlung der Global Soil Partnership in Rom

BGR unterstützt globales Informationssystem zum Boden, 18.06.2013

Die Mitgliedsstaaten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben sich am 11. und 12. Juni in Rom im Rahmen der ersten Vollversammlung der "Global Soil Partnership" auf eine Strategie zur verbesserten Wahrnehmung und Beratung zum Thema Boden verständigt. BGR-Experten waren Teil der deutschen Delegation. Die Global Soil Partnership wurde 2011 angesichts fortschreitender Bodendegradation, zunehmenden Nahrungsmittelbedarfs sowie Empfindlichkeit gegenüber Klimawandel gegründet. Eines der Kernelemente der Partnership ist ein globales Bodeninformationssystem mit verschiedenen Produkten (Welt-Bodenprofildatenbank, eine neue Weltbodenkarte etc.).

An der Gestaltung dieses Systems hat die BGR als Teil eines weltweit zusammengesetzten 7-köpfigen Autorenteams mitgearbeitet. Im Rahmen dieser ersten Vollversammlung wurde das Konzept akzeptiert und das FAO-Sekretariat um Umsetzung gebeten. Darüber hinaus unterstützt die BGR die Verbesserung des weltweiten Austauschs digitaler Bodendaten durch Mitarbeit in der Arbeitsgruppe ‚Bodeninformationsstandards‘ der Internationalen Bodenkundlichen Gesellschaft sowie im Projekt ‚Global Soil Data‘ unter dem globalen Erdüberwachungssystem GEOSS.
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Weitere Informationen

Die Teilnehmer des EU-Beratergremiums vor Beginn ihrer Tagung

EU-Beraterkreis tagt im GEOZENTRUM, 12.06.2013

Die BGR ist bis Freitag, den 14. Juni 2013, Gastgeber der diesjährigen Sommersitzung des EU-Beratergremiums zum Thema Erd- und Umweltwissenschaften. 50 Vertreter aus den EU-Mitgliedsländern und den Fachprojekten diskutieren drei Tag lang über Fortschritte bei der Umsetzung der Einzelmaßnahmen u. a. aus den Bereichen Geologie, Marine Wissenschaften und Klimaforschung. Die BGR vertritt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die deutschen Interessen in dem Beraterkreis, der Teil des EU-Cost-Programms ist. Die darin enthaltenen Projekte dienen dem wissenschaftlichen Austausch in den unterschiedlichen Disziplinen. Das Wissenschaftler-Netzwerk soll durch die Bündelung nationaler Projekte zu Synergien auf europäischer Ebene führen. Die EU fördert im Rahmen des Cost-Programms mit jährlich bis zu 30 Millionen Euro gemeinsame Konferenzen, Workshops, Stipendien oder Forschungsreisen u.a. zu den Geo-Themen Hydrogeologie, Geothermie und Georisiken.
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Die BGR, das UBA und das LBEG präsentieren auf der „Langen Nacht der Wissenschaften“ u. a. das Bodenmemo

BGR auf der „klügsten Nacht des Jahres“ in Berlin, 11.06.2013

Die BGR hat auf der diesjährigen „Langen Nacht der Wissenschaften“ in Berlin am 8. Juni 2013 in Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Humboldt Universität zu Berlin (HU), dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zum Thema Boden eine gemeinsame Aktion zum Bodenbewusstsein durchgeführt.

Im und vor dem Institut für Geographie der HU wurde u. a. das Projekt „Bodenwissen im Handumdrehen/Bodenmemo“ präsentiert. Kinder konnten mit einem riesengroßen Memoryspiel das Thema Boden spielerisch erleben. In einem kleinen Quiz wurden Wissenswertes und Zusammenhänge zum Boden aufgedeckt. Als Preis gab es für jeden Gewinner das Memoryspiel „Bodenwissen im Handumdrehen“. Das Spiel soll das Wissen über Böden, ihre Eigenschaften und ihre Gefährdungen auf spielerische Weise vermitteln und Anreize geben, sich stärker mit dem Boden zu beschäftigen. Kinder und Erwachsene sollen damit stärker für den Schutz der Böden sensibilisiert werden.
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Die BGR prüft mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ nördlich von Magdeburg Verfahren, die eventuell in Zukunft den Hochwasserschutz unterstützen können

BGR testet Verfahren zum Hochwasserschutz, 11.06.2013

Der BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ befindet sich derzeit im Hochwassergebiet nördlich von Magdeburg im Einsatz. Dort testen BGR-Experten Verfahren, mit denen voraussichtlich Damm- und Deichdurchfeuchtungen mittels Thermalfernerkundung noch besser lokalisiert werden können. Der „Sikorsky S-76B“ fliegt in einer Höhe von 300 Metern. Er ist mit einer Thermalkamera ausgestattet, die die Wärmestrahlung der Erdoberfläche an Deichen zwischen Elbe und Mittellandkanalschleusen registriert und digital speichert. Die Messdaten werden nach ihrer Registrierung zu georeferenzierten digitalen Temperaturmuster-Karten zusammengefügt.
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Die Teilnehmer des Workshops auf der BÜK 200

Expertenworkshop zur Bodenübersichtskarte BÜK 200, 30.05.2013

28 Experten der bodenkundlichen Dienste von Bund und Ländern haben im Rahmen des am 28./29. Mai 2013 von der Ad-hoc-AG Boden (http://www.infogeo.de/ueberuns/boden?lang=1) und der BGR in Hannover organisierten Workshops den Stand der Entwicklung und die Potenziale der Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK 200; www.bgr.bund.de/buek200) von Deutschland diskutiert.

Nachdem diese länderübergreifend konzipierte Grundlagenkarte zur Beschreibung der in Deutschland vorkommenden Böden zu nahezu 90 % gedruckt und digital vorliegt, richten sich die derzeitigen Aktivitäten vor allem auf Fragen der Qualitätssicherung und der Entwicklung von Auswertungsmodulen. Nach Abschluss dieser Arbeiten sollen die 55 Kartenblätter flächendeckend für Deutschland verfügbar und Grundlage für Beratung, Forschung und Ausbildung sein.

Die ergänzend zum Kartenwerk im Aufbau befindliche Datenbank wird zunächst im Fokus der Vervollständigung und Qualitätssicherung stehen. Sie soll danach bei Bund und Ländern für die Wahrnehmung der jeweiligen Aufgaben gleichermaßen nutzbar sein.

Schon jetzt ist absehbar, dass die BÜK 200 nach ihrer Fertigstellung die wichtigste Datengrundlage in der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sein wird. Es wird deshalb notwendig sein, die BÜK 200-Datenbank immer dann wieder zu aktualisieren, wenn neuere Erkenntnisse bei den Ländern verfügbar werden.
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Dr. Georg Houben und Marc Brockmann nehmen Bodenproben

Geländekampagne auf Langeoog, 30.05.2013

Die BGR führt vom 28. bis 31. Mai 2013 im Rahmen FLIN-Projektes