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Absolvierten mit Erfolg Ihre Ausbildung (Foto v.li.): Lino Dücker, Pina Rauschke und Nico Heinze.

Geomatiker bestehen Abschlussprüfung, 09.07.2018

Drei Auszubildende der BGR haben jetzt erfolgreich ihre Abschlussprüfung als Geomatiker bestanden. Die BGR bildet seit den 1970er Jahren Kartographen und – nach der Neuordnung des Berufs – seit 2010 angehende Geomatiker aus. Geomatiker beherrschen den gesamten Prozess des Geodatenmanagements von der Datenerfassung über die Visualisierung in anspruchsvollen kartographischen Produkten bis hin zur Bereitstellung im Internet. Die drei Absolventen Pina Rauschke, Lino Dücker und Nico Heinze werden nach ihrer Ausbildung bei der BGR für mindestens ein Jahr in verschiedenen Abteilungen weiterbeschäftigt.
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BDI-Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Welsch, BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (Foto v. links) am BGR-Stand auf dem BDI-Rohstoffkongress.

BGR bei BDI-Rohstoffkongress, 03.07.2018

Wie kann eine sichere, verantwortungsvolle und nachhaltige Rohstoffversorgung aussehen? Über diese Frage diskutierten gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute (03.07.2018) mehr als 300 Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beim 6. Rohstoffkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. Unter den Teilnehmern des Kongresses auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel, der in seinem Beitrag insbesondere auf die Herausforderungen bei der Versorgung mit Rohstoffen für Zukunftstechnologien einging. Weitere Expertenforen beschäftigten sich mit Fragen zu einzelnen Rohstoffmärkten, nachhaltigen Rohstofflieferketten, Potenzialen der Kreislaufwirtschaft und dem Thema heimische Rohstoffe. Flankiert wurde der Kongress durch eine Ausstellung zu verschiedenen Rohstoffthemen, an der sich auch die BGR mit einem eigenen Stand beteiligte.


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Unterzeichneten den Durchführungsvertrag für das neue Projekt: BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und der Direktor der mongolischen Bergbaubehörde, Kherlen Khishigjargal (rechts im Bild).

Mongolische Bergbaubehörde und BGR setzen Zusammenarbeit fort , 02.07.2018

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die BGR bereits seit vielen Jahren die mongolische Bergbaubehörde MRPAM (Mineral Resources and Petroleum Authority of Mongolia) beim Aufbau ihrer fachlichen und institutionellen Kapazitäten und Kompetenzen. Die langjährige Kooperation wird nun von der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem neuen Projekt „Kapazitätenentwicklung des mineralischen Rohstoffsektors der Mongolei II“ fortgesetzt. Der Direktor der mongolischen Bergbaubehörde, Kherlen Khishigjargal, unterzeichnete jetzt bei seinem Besuch im GEOZENTRUM Hannover gemeinsam mit dem Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, den Durchführungsvertrag für das neue Vorhaben. Bei ihren Gesprächen über die künftigen Arbeitsziele würdigten beide Seiten die Bedeutung der bisher erfolgreichen Kooperation auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit – insbesondere im Bereich der Evaluierung von mineralischen Rohstoffpotenzialen und der digitalen geologischen Datenverwaltung.

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Eine Lithium-Ionen-Batterie, in der Kobalt als Kathodenmaterial eingesetzt wird.

Experten diskutieren beim DERA-Industrieworkshop, 02.07.2018

Als wichtiger Bestandteil leistungsfähiger und sicherer Energiespeicher stehen die Batterierohstoffe Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit derzeit besonders im Fokus. Insbesondere aufgrund der wachsenden Bedeutung der Elektromobilität wird die Nachfrage nach diesen Batterierohstoffen in den kommenden Jahren stark zunehmen. Um zukünftige Preis- und Lieferrisiken bei der Versorgung mit dem Metall Kobalt besser zu identifizieren, führt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) heute (02. Juli 2018) zu diesem Thema gemeinsam mit mehr als 100 Vertretern aus Industrie, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft einen Industrieworkshop durch.
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Im Oman trafen sich die Teilnehmer der deutsch-niederländischen Delegation mit Vertretern der Sultan Qaboos University.

Grundwasser-Experten der BGR besuchten arabische Golf-Staaten, 29.06.2018

Im Rahmen des EU-Projekts Subsurface Water Solutions (SubSol) reiste kürzlich eine Delegation der BGR zu Fachgesprächen in den Oman, nach Bahrain und in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Gemeinsam mit Vertretern der niederländischen Forschungseinrichtung KWR Watercycle Research Institute – ebenso wie die BGR Partner im europäischen SubSol-Konsortium – informierten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler u.a. über Projekte zur Speicherung von entsalztem Meerwasser in Aquiferen sowie zur künstlichen Grundwasseranreicherung mit aufbereitetem Abwasser. So besuchte die Delegation u.a. den Staudamm in Al Khoud (Oman), der zur Grundwasseranreicherung erbaut wurde. Bei den Treffen stellten die Wasserexperten der BGR und des KWR-Instituts ihre technische Expertise im Bereich des Grundwassermanagements in Küstenzonen vor und sondierten Möglichkeiten einer Kooperation mit arabischen Partnern. An den Gesprächen in den drei arabischen Golf-Staaten nahmen Vertreter von Ministerien, Behörden und Forschungseinrichtungen teil. Im SubSol-Projekt werden innovative Konzepte für ein besseres Management der Wasserressourcen gefördert. Ein wesentliches Ziel ist es, Grundwasservorkommen in Küstengebieten nachhaltig zu nutzen. Im SubSol-Konsortium, das 15 europäische Partner umfasst, sind Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen und Beratungsfirmen vertreten.

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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auf der internationalen Konferenz „Resources for Future Generations 2018“ in Vancouver.

Geologische Dienste – BGR für stärkere internationale Zusammenarbeit , 22.06.2018

Energie, Mineralische Rohstoffe und Wasser waren zentrale Themen der internationalen Konferenz „Resources for Future Generations 2018“ vom 16. bis 21. Juni in Vancouver (Kanada). Die BGR war gleich mit mehreren wissenschaftlichen Beiträgen vertreten. Im Fokus stand dabei die sichere Rohstoffversorgung Deutschlands und die internationale Zusammenarbeit. Ein Highlight der Konferenz war eine zweitägige Vortrags- und Diskussionsreihe, die sich mit der Zukunft der Geologischen Dienste weltweit befasste. Internationale Kooperationen, Standardisierung von geowissenschaftlichen Daten, Digitalisierung und Big Data in den Geowissenschaften waren die zentralen Themen, die im Kontext einer verantwortlichen Ressourcennutzung und nachhaltigen Entwicklung diskutiert wurden. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel gab in seinem Vortrag eine Übersicht über die aktuelle Entwicklung der BGR vor dem Hintergrund künftiger Herausforderungen und Aufgaben. Am Rande der Konferenz führte der BGR-Präsident zahlreiche Gespräche mit den Leitern anderer nationaler Geologischer Dienste, um Möglichkeiten einer noch stärkeren Zusammenarbeit auszuloten – darunter auch mit dem Chef des Geologischen Dienstes von Kanada GSC, Dr. Daniel Lebel. Der GSC gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Partnern der BGR.

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Die BÜK200 liegt jetzt vollständig vor.

Letzte Einzelblätter der BÜK200 fertiggestellt, 19.06.2018

In Zusammenarbeit mit den staatlichen geologischen Diensten der Bundesländer hat die BGR die Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) fertiggestellt. Die letzten fünf Einzelblätter (Bamberg, Nürnberg, Frankfurt a.M.-Ost, Kempten und Rosenheim) der insgesamt 55 Kartenblätter umfassenden BÜK 200 wurden jetzt veröffentlicht. Damit liegen erstmals flächendeckend standardisierte Bodeninformationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften für die Bundesrepublik Deutschland im Maßstab 1:200.000 vor. Die Arbeiten an der BÜK 200 haben insgesamt 20 Jahre in Anspruch genommen. Die ergänzend zum Kartenwerk vorliegende Sachdatenbank steht in der Version 0.3 ebenfalls zur Verfügung. In ihr sind bodenkundliche Informationen zu Bodenart, Humus- oder Karbonatgehalt sowie zum Bodenausgangssubstrat (u.a. Gestein, Geogenese) gespeichert. Die Datenbank wird kontinuierlich vervollständigt und bildet die Grundlage für Auswertungen zu vielfältigen fachlichen Themen.
Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200)

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Beratung zur Arbeitssicherheit im Bergbau – eine Trainingsmaßnahme der BGR in Myanmar.

Verantwortung im Bergbau: Internationale Standards gezielt anwenden, 11.06.2018

Deutschland importiert aus mehr als 160 Ländern mineralische Rohstoffe – aktuell im Wert von rund 66 Milliarden Euro. Dazu kommt eine Vielzahl von Vorprodukten für das verarbeitende Gewerbe. Doch wie können wir sicherstellen, dass die Rohstoffe auch umweltfreundlich und unter Achtung der Menschenrechte gewonnen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die heute (11.06.2018) in Berlin stattfindende 21. Konferenz des Netzwerkes Ressourceneffizienz. Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutierten auf der Veranstaltung über die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms der Bundesregierung (ProgRess II), mit dem u.a. die Nachhaltigkeit der Rohstoffversorgung gefördert werden soll. Welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards ergriffen werden sollten, zeigte bei der Veranstaltung die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf.
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Eröffnung des Labors zur Untersuchung von Erzproben für den Analytischen Herkunftsnachweises (AFP) für Rohstoffe in Daressalam

BGR eröffnet mit Partnern Afrikas erstes Labor für „Vaterschaftstest“ von Rohstoffen , 08.06.2018

Der Vizepräsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Volker Steinbach, hat heute (08.06.2018) zusammen mit dem Premierminister der Republik Tansania, Kassim Majaliwa, sowie den Bergbauministerinnen und -ministern weiterer ostafrikanischer Länder im tansanischen Daressalam das erste Labor zur Untersuchung von Erzproben für den Analytischen Herkunftsnachweises (AFP) für Rohstoffe in Afrika eröffnet. Der so genannte „Fingerprint“ wurde von der BGR im Auftrag der Bundesregierung entwickelt, um die Herkunft der mineralischen Rohstoffe Zinn, Wolfram und Tantal aus den Lagerstätten Zentral- und Ostafrikas überprüfen zu können. Jetzt kann erstmals vor Ort mit Hilfe einer geochemischen Laboranalyse – vergleichbar mit einem „Vaterschaftstest“ – transparent nachvollzogen werden, ob ein für den Export bestimmtes Erz tatsächlich aus der angegebenen Mine stammt.
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Einholen des Multicorers zur Entnahme von Meeresboden-Sediment, aus dem Proben für die Untersuchung kleinster Bodenlebewesen genommen werden.

Manganknollen-Expedition im Pazifik, 07.06.2018

Ein Team von elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist jetzt von einer achtwöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Vor einem für 2019 geplanten ersten Gerätetest weit im Vorfeld einer möglichen zukünftigen Gewinnung wurden umfangreiche Untersuchungen zur Tiefseeumwelt und zu den Manganknollenvorkommen durchgeführt.
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Die BGR informierte die Anwohner über das geplante Geothermie-Forschungsprojekt.

BGR informiert Bürger über Geothermie-Forschungsprojekt, 07.06.2018

Die BGR hat jetzt die Bevölkerung der beiden sächsischen Kommunen Bergstadt Schneeberg und Bad Schlema (beide Erzgebirgskreis) über ihr geplantes Geothermie-Forschungsprojekt „Geothermie im Granit Sachsens“ (GIGS) informiert. Zu den beiden Bürgerveranstaltungen kamen mehr als 300 Anwohner. Ziel des Vorhabens ist die Erkundung der Störungszone „Roter Kamm“ im Bereich von Schneeberg und Bad Schlema für eine spätere Eignung zur geothermischen Energiegewinnung. Das Forschungsprojekt der BGR und ihrer wissenschaftlichen Partner beinhaltet zunächst ein Vorprojekt zur Erstellung der behördlichen Genehmigungen. Derzeit erarbeitet die BGR gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen die wissenschaftlichen und bergrechtlichen Voraussetzungen für die geplante Forschungsbohrung. Bei einem erfolgreichen Abschluss des Vorprojekts und der notwendigen Bewilligung durch das Sächsische Oberbergamt wird die BGR beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Finanzierung für ein sich anschließendes dreijähriges Hauptprojekt beantragen, in dem die vier Kilometer tiefe Forschungsbohrung durchgeführt werden soll. Die Bohrarbeiten beginnen – je nach Eingang der Fördermittelbewilligung und der Betriebsplanzulassungen – frühestens im Jahr 2021. Der finanzielle Gesamtrahmen des Forschungsvorhabens wird sich voraussichtlich auf über 20 Millionen Euro belaufen. Einen Teil des Betrages übernimmt der Freistaat Sachsen, der als Grundstückseigentümer den Bohrplatz bereitstellt und die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen schafft. Bei entsprechenden geowissenschaftlichen Ergebnissen könnte diese Bohrung zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Betreiber auch zur kommerziellen Gewinnung von Erdwärme genutzt werden

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Der Bohrmeißel einer Geothermie-Bohranlage.

Forschungsprojekt „GIGS – Geothermie im Granit Sachsens“, 05.06.2018

Im Auftrag des Deutschen Bundestages soll bundesweit das Nutzungspotenzial der tiefen Erdwärme (Tiefengeothermie) zur Erzeugung von Strom und Wärme untersucht werden. Nachdem die wirtschaftliche Nutzung von Erdwärme bereits in Bayern, im Norddeutschen Becken und im Oberrheingraben nachgewiesen werden konnte, ist die Untersuchung der Störungssysteme im Granit des Erzgebirges ein weiterer Baustein der deutschlandweiten Erkundung.
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Die Teilnehmer des GANOVEX-Workshops.

Internationales Treffen von Antarktis-Forschern in der BGR, 30.05.2018

Das Antarktis-Forschungsprogramms GANOVEX (German North Victoria Land Expedition) ist Thema eines internationalen Workshops, zu dem sich heute und morgen Geowissenschaftler aus vier Nationen in der BGR treffen. An der Veranstaltung nehmen Vertreter der Universitäten Bremen, Frankfurt a.M., Genua, Melbourne, Münster sowie des British Antarctic Surveys teil. Die Forscher wollen u.a. über die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Expedition innerhalb des GANOVEX-Programms diskutieren. Sie fand Ende 2016 im Nord-Viktoria-Land in der Antarktis statt. Dabei war es einem internationalen Team unter Leitung der BGR gelungen, weitere Hinweise zur Entstehung und zum Auseinanderbrechen des ehemaligen Großkontinentes Gondwana zu finden. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika gelöst hatten. Seit knapp 40 Jahren finden unter Leitung der BGR im Rahmen des GANOVEX-Programms zu diesem Forschungsthema regelmäßig Expeditionen in der Antarktis statt. Bei ihrem zweitägigen Workshop in der BGR wollen die Wissenschaftler auch die nächste Expedition vorbereiten.

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 Teilnehmer des Workshops in Ghana bewerten am Computer volkswirtschaftliche Potenziale.

BGR unterstützt Ghana bei Weiterentwicklung seiner Bergbau-Industrie, 18.05.2018

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die BGR Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der nachhaltigen Weiterentwicklung ihrer Bergbauindustrie. In der Hauptstadt Ghanas, Accra, fand jetzt eine Schulung für Bergbau-Experten des Landes statt, an der auch eine Delegation der Deutschen Auslandshandelskammer in Ghana teilnahm. Im Workshop wurden Instrumente für eine bessere Bewertung der volkswirtschaftlichen Potenziale des Bergbaus vorgestellt. Ziel ist es, die Kaufkraft der Bergbauindustrie stärker für den Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten zu nutzen, um mittelfristig einen Prozess der wirtschaftlichen Diversifizierung anzustoßen. Die Schulungsmaßnahme ist Teil eines großangelegten Reformprogramms in Ghana – der Country Mining Vision. Das Sektorvorhaben „Rohstoffe und Entwicklung“ der BGR flankiert das Vorhaben. Gemeinsam mit ghanaischen Partnerorganisationen wurde ein Software-gestütztes Modell entwickelt, mit dessen Hilfe Möglichkeiten für die Ansiedlung einer lokal produzierenden Industrie bewertet, staatliche Unterstützungsprogramme zielgenau gesteuert und Investoren beraten werden können.

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BGR organisierte internationalen Bergbau-Workshop in Laos, 17.05.2018

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat die BGR jetzt in der laotischen Hauptstadt Vientiane einen internationalen Workshop zum Thema „Nachhaltige Schließung von Bergwerken“ durchgeführt. An der dreitägigen Veranstaltung, zu deren Eröffnung auch der Deutsche Botschafter in Laos, Jens Lütkenherm, sowie der laotische Vize-Minister für Energie und Bergbau, Chansone Senbouttalath, gekommen waren, nahmen 40 Bergbau-Experten aus den Ländern des ASEAN-Verbundes (Association of Southeast Asian Nations) teil, darunter aus Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Thailand und Vietnam. Der Workshop diente dem internationalen Erfahrungsaustausch von Vertretern zuständiger Bergbehörden. Vorgestellt wurden beispielhafte Projekte und Methoden für eine nachhaltige Verwahrung ehemaliger Bergwerksbetriebe. So besuchten die Teilnehmer ein in der Schließung befindliches Kupfer-Gold-Bergwerk in Laos. Die Veranstaltung fand im Rahmen der BGR-Kooperation mit dem ASEAN-Staatenbund statt und wurde durch das Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia (CCOP) unterstützt.

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Am BGR-Stand im Internationalen Seegerichtshof bekamen die Besucher einen Einblick in die Arbeit der Meeresforscher

„Lange Nacht der Konsulate“ in Hamburg – BGR präsentierte sich im Seegerichtshof, 16.05.2018

Gemeinsam mit anderen deutschen Meeresforschungsinstituten präsentierte sich die BGR am gestrigen Dienstagabend (15.05.2018) einer größeren Öffentlichkeit in den Räumen des Internationalen Seegerichtshofs in Hamburg. Dort waren die BGR-Meeresforscher mit einem eigenen Stand bei der „7. Langen Nacht der Konsulate“ vertreten. Filmaufnahmen von Expeditionen mit deutschen Forschungsschiffen, hochspezialisierte Ausrüstungsgegenstände wie z.B. ein Hydrophonkabel zur Messung von Schallwellen oder Exponate vom Grund der Meere wie Manganknollen oder Erzstücke von „Schwarzen Rauchern“ gaben den Besuchern einen Einblick in die spannende Arbeit der Meeresforscher. Die BGR betreibt seit über 50 Jahren Meeresforschung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Rekonstruktion der geologischen Entwicklung von Kontinenträndern und Randmeeren sowie die Erforschung und Bewertung von Rohstoffpotenzialen einschließlich möglicher Umweltauswirkungen, die ein etwaiger Tiefseebergbau haben könnte. So erkundet die BGR derzeit im Auftrag der Bundesregierung in zwei Lizenzgebieten im Pazifik sowie im Indischen Ozean Vorkommen von Manganknollen bzw. polymetallischen Sulfiderzen, die eine Vielzahl von wirtschaftsstrategischen Rohstoffen wie z.B. Kupfer, Nickel oder Kobalt, aber auch wichtige Spurenmetalle wie Gold, Indium, Gallium oder Selen enthalten. In einem weiteren zentralen Forschungsprojekt untersuchen die BGR-Meeresforscher aktuell die Entwicklungsgeschichte und das Kohlenwasserstoffpotenzial im nördlichen Nordatlantik.

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Bei der Tagung im GEOZENTRUM Hannover sprach auch der Niedersächsische Umwelt-Staatssekretär Frank Doods.

10. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover, 16.05.2018

Über die Möglichkeiten und Potenziale von Erdwärme tauschten sich heute (16. Mai 2018) mehr als 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der 10. Norddeutschen Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover aus. Diskutiert wurde an Hand von aktuellen Praxisbeispielen über Marktentwicklungen, Innovationen und politisch-rechtliche Rahmenbedingungen. Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass die Erdwärme zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Wärmeversorgung und beim Klimaschutz in Norddeutschland spielen wird. Veranstalter der Tagung waren neben der BGR das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls GmbH in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN).

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Symposiums zu marinen Rohstoffen

Internationales Symposium zu marinen Rohstoffen in der BGR, 03.05.2018

Die Explorationsarbeiten der BGR im deutschen Lizenzgebiet für polymetallische Sulfide im Indischen Ozean waren jetzt Thema eines internationalen Symposiums im GEOZENTRUM Hannover. An der Veranstaltung mit 50 Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden nahmen auch Repräsentanten der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) als Beobachter und Berichterstatter teil. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR und Vertreter der BGR-Vertragspartner stellten die bisherigen Forschungsergebnisse vor. Seit 2015 untersucht die BGR im Auftrag der Bundesregierung in einem 10.000 Quadratkilometer großen Gebiet südöstlich von Madagaskar Vorkommen von marinen mineralischen Rohstoffen wie Buntmetalle (Kupfer und Zink) und Spurenmetalle (Gold, Indium, Gallium, oder Selen) – wichtige Rohstoffe für Zukunftstechnologien, wie z. B. die Elektromobilität. Die Rohstoffe entstehen an untermeerischen Spreizungszonen der ozeanischen Kruste. Sie treten in ca. 3.000 Meter Tiefe als metallreiche Lösungen an bis zu 400 °C heißen Quellen, den sogenannten „Black Smoker“, am Meeresboden aus. Diese aktiven Hydrothermalfelder sind wichtige Indikatoren für das Aufsuchen von wirtschaftlich interessanten inaktiven marinen Erzfeldern in der Umgebung. Ein möglicher künftiger Tiefseebergbau wird sich ausschließlich auf die inaktiven Areale konzentrieren, um die einzigartige untermeerische Lebewelt zu schützen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Forschungsarbeiten ist deshalb die Erfassung von Umweltbasisdaten zur Biogeochemie, Biodiversität und Mikrobiologie. Unterstützt werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR von zahlreichen Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland. Beim Symposium wurden die bisherigen Resultate aus den unterschiedlichen Forschungsgebieten diskutiert, um die nächsten Explorationsschritte abzustimmen. Mitte Oktober 2018 werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer weiteren Expedition mit dem niederländischen Forschungsschiff „Pelagia“ in das Lizenzgebiet aufbrechen. Neben der Exploration von polymetallischen Sulfiden untersucht die BGR in einem zweiten Lizenzgebiet im Pazifischen Ozean auch Vorkommen von Manganknollen am Meeresboden.

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Zukunftstag im GEOZENTRUM

Geowissenschaftler von morgen erlebten Zukunftstag im GEOZENTRUM, 26.04.2018

100 Mädchen und Jungen erhielten heute (26. April 2018) beim Zukunftstag spannende Einblicke in die vielfältigen Berufsfelder und Aufgaben im GEOZENTRUM Hannover. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) lud die Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 10 zu einer Vielzahl von interessanten Workshops zu den Themen Kartographie, Rohstoffe, Geophysik, Hydrogeologie, Boden, Geothermie, Geochemie oder Endlagerung ein. Einen Vormittag lang konnten die Mädchen und Jungen den Wissenschaftlern und Experten des Geozentrums bei der Arbeit über die Schulter schauen, einen Blick hinter die Kulissen des Rechenzentrums werfen und selbst aktiv werden. So durften die „Geowissenschaftler von morgen“ eigenständig Bodenproben analysieren, erstellten am Computer geologische Karten oder lernten bei kleinen Experimenten die Gesteine im Untergrund kennen.

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Forschungsschiff Sonne

BGR-Wissenschaftler untersuchen Tiefseeumwelt im Zentralpazifik, 04.04.2018

Eine Gruppe von elf Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beginnt jetzt von Guayaquil (Ecuador) aus eine 54-tägige Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff "SONNE". Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet mit Manganknollenvorkommen erkunden. Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die neunte Fahrt in das Lizenzgebiet. Schwerpunkte der diesjährigen Kampagne sind die Detailerkundung eines ca. 900 km² großen, wirtschaftlich interessanten Gebietes, weitere Arbeiten zur Biodiversität im Lizenzgebiet sowie die Entnahme von Proben für metallurgische Versuche. Zudem finden vorbereitende Umweltuntersuchungen für einen Kollektor-Komponententest statt, der im Jahr 2019 stattfinden soll. Neben den Mitarbeitern aus der BGR nehmen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung (DZMB) aus Wilhelmshaven, der Jacobs University Bremen, der Heriot-Watt University Edinburgh sowie zwei Trainees aus dem Ausbildungsprogramm der Internationalen Meeresbodenbehörde an der Expedition teil.

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Dr. Iven Schad von der Deutschen Botschaft in Kamerun, BGR-Projektleiter Dr. Robert Kringel und die Leiterin des BGR-Fachbereichs „Boden als Ressource – Stoffeigenschaften und Dynamik“, Dr. habil. Elke Fries.

Boden-Experten der BGR engagieren sich in Kamerun, 03.04.2018

Seit 2016 unterstützen die Boden-Experten der BGR Kamerun im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit bei der Raumordnungsplanung. Ziel des Projekts ist es, für den Norden und den Süd-Westen des zentralafrikanischen Landes die erforderlichen geowissenschaftlichen Informationen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement zur Verfügung zu stellen. In der nordkamerunischen Stadt Garoua fand jetzt ein von der BGR und dem zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Planung und Regionalentwicklung (MINEPAT) organisierter Workshop statt, bei dem eine Zwischenbilanz der bisherigen Projektarbeit gezogen und Maßnahmen für die weitere Zusammenarbeit geplant wurden. An der Veranstaltung nahmen mehr als 70 Vertreter von Partnerinstitutionen, Universitäten und Nicht-Regierungsorganisationen teil. Vorgestellt wurden neu erarbeitete geo-räumliche Datensätze auf Grundlage von digitalisierten geologischen und bodenkundlichen Karten der 50er bis 80er Jahre, ein mit Hilfe von Satellitenbildern erstelltes Gewässernetz für den Fluss Benué sowie erste Ergebnisse zum Einfluss der landwirtschaftlichen Nutzung auf das Grundwasser in der Region. Bis Ende Juni 2019 sollen in ausgewählten Pilotgebieten Konzepte zur Erstellung von thematischen Bodenkarten im regionalen Anwendungsmaßstab entwickelt werden. Dies beinhaltet Bodenprofilaufnahmen, bodenkundliche Laborarbeiten und räumliche Auswertetechniken. Eine intensive Bodenkampagne ist für die kommende Regenzeit geplant. Feierlicher Höhepunkt des Workshops war die Überreichung der Abschluss-Zertifikate an 12 Absolventen der ersten Fortbildung im Bereich GIS-Anwendungen für den Einsatz im Projekt.

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Artesischer Brunnen

BGR engagiert sich für nachhaltiges Wassermanagement, 21.03.2018

Grundwasser ist für viele Ökosysteme, wie Feuchtgebiete, Moore und Süßwasserseen lebensnotwendig. Diese Lebensräume sind auch als Wasserspeicher für unsere Wasserversorgung von zentraler Bedeutung. "Nature for Water“ lautet daher das Motto des diesjährigen Weltwassertages der Vereinten Nationen (VN). Auch die BGR engagiert sich im Bereich der Forschung und der Entwicklungszusammenarbeit weltweit in zahlreichen Projekten für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. In Asien, im Nahen Osten und in Afrika erkunden BGR-Experten Wasserressourcen und beraten Regierungen beim Ressourcenschutz. So haben Hydrogeologen der BGR im Norden Namibias ein riesiges Grundwasservorkommen entdeckt, das einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung des Landes leistet. Als Durchführungsorganisation unterstützt die BGR mit ihrer Expertise das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Ministerium hat aus Anlass des morgigen Weltwassertages (22.03.2018) eine Sonderwebsite zum Thema Wasser veröffentlicht und eine umfangreiche Kampagne via Facebook und Twitter gestartet.

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„6. German Day“ auf der PDAC (v.l.n.r.): BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel, Dr. Thomas Gäckle (BMWi), Sabine Sparwasser, Deutsche Botschafterin in Kanada, Aarti Mona Sörensen (AHK Toronto) und Dr. Peer Hoth (BMWi).

„German Day“ auf der PDAC 2018 in Toronto, 07.03.2018

Energiewende, E-Mobilität und die rasante Entwicklung neuer Technologien für die Zukunft – Themen, die jetzt auch die Teilnehmer am „German Day“ bei der weltgrößten Bergbau- und Explorationsmesse, der „PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange 2018“ in Toronto (Kanada) gerade auch mit Blick auf aktuelle Fragen zur Rohstoffversorgung beschäftigten.

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Der BGR-Stand auf der PDAC

BGR mit eigenem Stand auf der PDAC 2018 in Toronto, 06.03.2018

Die BGR präsentiert sich auf der weltgrößten Bergbau- und Explorationsmesse, der „PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange“ in Toronto (Kanada), mit einem eigenen Stand. Zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie elf deutschen Unternehmen ist die BGR auf einem Gemeinschaftsstand im Deutschen Pavillon vertreten. Der „German Pavilion“ auf der PDAC wird – wie bereits in den beiden Vorjahren – vom BMWi gefördert und von der Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) organisiert. Die Veranstaltung bietet deutschen Unternehmen eine Plattform, um ihre Expertise und ihr Know-How im Bereich Bergbau und Exploration internationalen Partnern vorzustellen. Auf der PDAC 2018 vom 4. bis 7. März sind mehr als 1.000 Aussteller aus 130 Ländern vertreten.

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Zwei Hälften einer Manganknolle – eines der BGR-Exponate in der Ausstellung

Tiefsee-Ausstellung im Landesmuseum mit BGR-Exponaten, 01.03.2018

„Tiefsee. Leben im Dunkeln“ ist der Titel einer neuen Dauerausstellung im Landesmuseum Hannover, in der auch mehrere Exponate der BGR zu sehen sind. Zu den Ausstellungsstücken, die einen Einblick in die faszinierende Welt der Tiefsee geben, gehören Manganknollen vom Meeresboden des Pazifik oder ein Brocken Metallerz von einem Schwarzen Raucher, den die BGR vom Grund des Indischen Ozeans geborgen hat. Auch eine Phosphoritkruste zählt dazu, die mit einem Haifischzahn und einem Walknochen bestückt ist und von einem untermeerischen Berg im Südwestpazifik stammt. Exponate, die zeigen, wie reich an mineralischen Rohstoffen die Tiefsee ist. Die BGR erkundet im Auftrag der Bundesregierung in zwei Lizenzgebieten im Pazifik und im Indischen Ozean untermeerische Vorkommen. Dazu zählen neben den Manganknollen, die Kupfer, Nickel oder Kobalt enthalten, auch so genannte polymetallische Sulfid-Erze. Sie bestehen aus Bunt- und wichtigen Spurenmetallen wie Gold, Indium, Gallium oder Selen. Doch die Ozeane sind nicht nur eine mögliche Rohstoffquelle der Zukunft, wie die Ausstellung zeigt. Zu sehen ist ebenfalls eine größere Sammlung von originalen Tiefseeorganismen, die das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zur Verfügung gestellt hat. Darunter befinden sich Präparate eines Schwarzen Drachenfischs, eines Viperfischs und eines Pelikanaals, die belegen, dass die Tiefsee auch ein faszinierender Lebensraum ist.

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BGR-Projektleiter Dr. Tobias El-Fahem informierte die Teilnehmer über die Arbeit der BGR in Sambia

BGR-Veranstaltung zur Cholera-Prävention in Sambia, 01.03.2018

Auf Einladung der BGR fand jetzt in der sambischen Hauptstadt Lusaka eine Informationsveranstaltung zum Thema „Grundwasserschutz als Instrument zur Prävention von Cholera-Ausbrüchen“ statt. Zu den Teilnehmern des „High Level Meetings“ gehörten neben dem Deutschen Botschafter in Sambia, Achim Burkart, auch Vertreter der Regierung Sambias, darunter die Minister für Gesundheit und für Wasser, sowie weitere hochrangige Vertreter städtischer Institutionen und Geberorganisationen. Kernbotschaft der Veranstaltung war, dass nur ein erfolgreiches Grundwassermanagement langfristig die Frischwasserversorgung in Lusaka gewährleisten und gleichzeitig das Auftreten von Krankheiten, wie der aktuellen Cholera-Epidemie, in der Stadt verhindern kann. Eine potenzielle Ursache für die seit Oktober 2017 in der sambischen Hauptstadt grassierende Cholera ist die Verschmutzung von Grundwasserressourcen, die als Trinkwasser verwendet werden. Die BGR engagiert sich seit vielen Jahren in Sambia. Im Zuge des deutschen „Wassersektor-Reformprogramms“ unterstützt die BGR die sambische Regierung bei der Erkundung und dem Schutz von Grundwasser-Ressourcen, die für die Trinkwasserversorgung des Landes sehr bedeutsam sind. Die Veranstaltung in Lusaka wurde im Rahmen des aktuellen Projekts der technischen Zusammenarbeit „Grundwassermanagement in Sambia mit dem Fokus auf das Upper-Kafue-Einzugsgebiet“ durchgeführt.

Link zum TZ-Projekt
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (Mitte) mit den Abteilungsleitern Gerhard Enste (Rechts) und Prof. Dr. Thomas Himmelsbach (Links)

Wissenschaftliches Führungsteam der BGR wieder komplett, 27.02.2018

Gerhard Enste ist neuer Leiter der Abteilung 3 „Unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum“ der BGR. Der Geologe war bisher stellvertretender Leiter der Abteilung und verantwortete dort den Fachbereich „Geologisch-geotechnische Erkundung“. Daneben ist er seit 2006 Mitglied der Expertengruppe Schweizer Tiefenlager (ESchT) beim Bundesministerium für Umwelt und Bau, die das Suchverfahren für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle in der Schweiz begleitet. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel gratulierte Enste zu seiner Ernennung. Die Abteilung 3 ist für die Bereiche Endlagerung radioaktiver Abfälle, geologische CO2-Speicherung und Geothermie zuständig. Vor seiner Tätigkeit bei der BGR war Enste in leitenden Funktionen bei der damaligen Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) beschäftigt.

Mit der Neubesetzung der Leitungsfunktion in der Abteilung 3 ist das wissenschaftliche Führungsteam der BGR wieder komplett. Einen Wechsel an der Spitze hatte es zuvor auch schon in der Abteilung 2 „Grundwasser und Boden“ der BGR gegeben, die jetzt von Prof. Dr. Thomas Himmelsbach geleitet wird. Himmelsbach hatte als stellvertretender Leiter der Abteilung zuvor den Fachbereich „Grundwasser Ressourcen – Beschaffenheit & Dynamik“ geführt. Neben seiner Tätigkeit bei der BGR hat der habilitierte Hydrogeologe eine apl. Professur für Angewandte Geologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

An der Spitze der beiden anderen Fachabteilungen der BGR stehen BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach (Abteilung 1 „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“) und Prof. Dr. Bernhard Stribrny (Abteilung 4 „Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit“).

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 Abbau von Kies und Sand bei München.

Aktuelle BGR-Studie zur Versorgung mit Baurohstoffen
, 23.02.2018

Deutschland ist reich an Sand. Quarz- und Bausand sind aus geologischen Gründen eigentlich in ausreichendem Maße verfügbar. Dennoch drohen gerade bei wichtigen Baurohstoffen auf dem heimischen Markt aktuell erhebliche Versorgungsengpässe, wie eine neue Kurzstudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigt. Unter dem Titel „Sand – auch in Deutschland bald knapp?“ berichten die BGR-Experten in der jüngsten Ausgabe der Commodity TopNews (Nr. 56) über die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Gewinnung dieses Massenrohstoffs in Deutschland.
Pressemitteilung
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Das BGR-Team auf der Mining Indaba.

DERA veranstaltet German Day 2018 in Kapstadt, 07.02.2018

Im Rahmen der „Investing in African Mining Indaba“ in Kapstadt (Südafrika) veranstaltete die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR jetzt gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Bergbau und Rohstoffe der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Südliches Afrika den „German Day 2018“. Unter dem Titel „Win-Win Scenarios for Southern African-German Cooperation in the Raw Materials Sector“ bot die Veranstaltung deutschen Unternehmen auf der größten Bergbaumesse Afrikas eine Plattform, um sich mit afrikanischen Geschäftspartnern auszutauschen. Gerade mit Blick auf den Ausbau von Zukunftstechnologien im Rahmen der Energiewende bieten sich für beide Seiten aktuell eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten.

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Viehtränke in der Trockensavanne im nördlichen Namibia

Dramatische Probleme bei der Wasserversorgung im südlichen Afrika, 01.02.2018

Lang anhaltende Dürreperioden infolge des Klimawandels führen auch im südlichen Afrika zu erheblichen Problemen bei der Wasserversorgung – mit zunehmend gravierenden Folgen für die Landwirtschaft, aber auch für die Menschen direkt. In großen Städten wie etwa Kapstadt muss bereits das Trinkwasser rationiert werden. Aktuelle Projekte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigen, dass Wasservorkommen in tieferen Gesteinsschichten als zusätzliche Quellen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Versorgungsprobleme im südlichen Afrika leisten können.

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Die Teilnehmer des internationalen Arktis-Workshops

Internationaler Arktis-Workshop in der BGR, 01.02.2018

Zu einem internationalen Arktis-Workshop trafen sich jetzt rund 40 Wissenschaftler aus 7 Ländern in der BGR. Unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) diskutierten Geowissenschaftler über Umweltveränderungen in der Arktis, eine mögliche umweltgerechte Nutzung von Rohstoffen sowie ungeklärte Gebietsansprüche. Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Wissenschaftler der Arktis-Anrainerstaaten, des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam und der BGR sowie Vertreter des Deutschen Arktisbüros.

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Staatsskretär Matthias Machnig (links) und Präsident der BGR Prof. Dr. Ralph Watzel (2.v.l.) mit den Preisträgern

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2017 verliehen, 25.01.2018

Der Staatssekretär Matthias Machnig im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zeichnete heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jury, BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel, die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2017 in Berlin aus. Preisträger sind die Unternehmen OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG aus Ispringen (Projekt „REProMag – Ressourceneffiziente Herstellung von Hartmagneten auf Basis Seltener Erden“), Cronimet Envirotec aus Bitterfeld (Projekt „Aufbereitung metallhaltiger Schlämme“) und die BTS GmbH aus Weilheim (Projekt „Tausch – Turboladerprogramm“). In der Kategorie Forschungseinrichtungen wurde das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung aus Stuttgart (Projekt „Automatisierte maskierungsfreie Zweifarbenlackierung für Spiegelgehäuse) mit dem Preis ausgezeichnet.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Eine nachhaltige und sichere Versorgung mit Rohstoffen für die industrielle Produktion ist für den Standort Deutschland entscheidend. Dafür brauchen wir eine umweltverträgliche Gewinnung von Primärrohstoffen, einen intelligenten und sparsamen Einsatz von Rohstoffen und Materialien in der Produktion sowie die Rückgewinnung von Wertstoffen. Diese Technologien spielen eine Schlüsselrolle für eine moderne Kreislaufwirtschaft. Die heutigen Preisträger stehen vorbildhaft für innovative Leistungen auf diesem Gebiet.“

Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Nominiert waren Technologien bzw. Verfahren zum Recycling von Metallen, Kunststoffen, Magneten sowie Auto- und Flugzeugteilen und zur effizienten Verwendung von Rohstoffen und Materialien. Die 14-köpfige unabhängige Jury von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wählte aus den eingereichten Bewerbungen insgesamt vier Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.

Maßnahmen und Praxisbeispiele eines effizienten Rohstoff- und Materialeinsatzes entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden in der die Preisverleihung begleitenden Fachkonferenz und Ausstellung „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ branchenübergreifend dargestellt.

Pressemitteilung des BMWi

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Gewinnung von Magnesit in den kanadischen Rocky Mountains.

BGR-Bericht: Deutsche Bergbaufirmen in Nordamerika , 24.01.2018

Knapp 80 deutsche Unternehmen und Privatpersonen betreiben über Tochterfirmen bzw. Beteiligungen Bergbau im Ausland. In ihrer aktuellen Ausgabe der Reihe „Commodity TopNews“ berichtet die BGR über die Aktivitäten deutscher Unternehmen in Nordamerika. Die USA und Kanada gehören zu den Ländern außerhalb Europas, in denen sich deutsche Unternehmen am stärksten im Bergbau engagieren. So sind in Nordamerika insgesamt 12 deutsche Firmen im Bereich der Gewinnung von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen tätig. Dazu gehören Branchengrößen wie z.B. BASF (u.a. Kaolin- und Bentonit-Gruben), K+S (u.a. Steinsalzbergwerke) oder der Baustoffhersteller HeidelbergCement, aber auch Mittelständler und Familienunternehmen. Die aktuelle „Commodity TopNews“-Ausgabe „Deutscher Auslandsbergbau heute – Beispiel Nordamerika“ gibt einen Überblick über das Engagement deutscher Firmen in einer der weltweit wichtigsten Bergbauregionen.

Commodity TopNews 55 (2018): Deutscher Auslandsbergbau heute – Beispiel Nordamerika

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Teilnehmer eines Fortbildungsprogramms des Internationalen Seegerichtshofs informierten sich heute im GEOZENTRUM Hannover über die Aufgaben der BGR in der marinen Rohstoffforschung

Schulungsgruppe des Seegerichtshofs zu Gast in der BGR , 19.01.2018

Teilnehmer eines Fortbildungsprogramms des Internationalen Seegerichtshofs informierten sich heute im GEOZENTRUM Hannover über die Aufgaben der BGR in der marinen Rohstoffforschung. BGR-Wissenschaftler stellten den internationalen Gästen – Regierungs- und Behördenmitarbeiter aus zehn Ländern – ihre aktuellen Forschungsprojekte und Arbeitsschwerpunkte vor. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR in den deutschen Lizenzgebieten im Pazifik und Indik Vorkommen von Manganknollen (enthalten u. a. Wertmetalle wie Kupfer, Nickel und Kobalt) bzw. polymetallischen Sulfiden (enthalten u. a. Kupfer, Zink und Blei). Umweltuntersuchungen haben dabei einen hohen Stellenwert. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der BGR sind Untersuchungen im Europäischen Nordmeer und den angrenzenden arktischen Randmeeren. Dort erkunden die BGR-Experten Chancen und Risiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen. Einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben und der Arbeit der Wissenschaftler erhielten die Gäste des Internationalen Seegerichtshofs bei einem Rundgang durch Gerätewerkstätten und Labore der BGR. Dort stellten die BGR-Experten ihre hochspezialisierte Forschungsinfrastruktur vor, die bei den mehrwöchigen Schiffsexpeditionen, den Untersuchungen in der Tiefsee und bei der späteren Probenanalyse zum Einsatz kommt.

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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und BKG-Präsident Prof. Dr. Hansjörg Kutterer

BGR und BKG vertiefen Kooperation, 17.01.2018

Die BGR und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und BKG-Präsident Prof. Dr. Hansjörg Kutterer unterzeichneten heute im GEOZENTRUM Hannover eine neue Kooperationsvereinbarung. Künftig möchten BGR und BKG die Potentiale der Raumfahrt, u.a. der Europäischen Copernicus-Mission, noch stärker nutzen. Beide Einrichtungen wollen neue Projekte für den BodenBewegungsdienst Deutschland (BBD) durch Einbindung von satellitengestützten Navigationstechnologien entwickeln. Die Präsidenten von BGR und BKG sehen in der Nutzung der Copernicus-Mission große Potentiale für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas. Die neue Kooperationsvereinbarung sieht daneben auch eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der fernerkundlichen Landnutzungserfassung vor. BGR und BKG kooperieren seit 2009 auf den Gebieten der Geländereliefmodellierung, der 3D-Erfassung geowissenschaftlicher Informationen, der Implementierung von INSPIRE, der Entwicklung von kartographischen Visualisierungen und der Gravimetrie. Das BKG gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und ist der zentrale Dienstleister des Bundes für topographische Grundlagendaten, Kartographie und geodätische Referenzsysteme.

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DERA Rohstoffinformationen: Risikobewertung Lithium

DERA veröffentlicht neue Lithium-Studie, 11.01.2018

Die Versorgung mit dem Schlüsselrohstoff Lithium wird bis 2025 der steigenden Nachfrage aus dem Bereich der Elektromobilität standhalten können. Das ist das Ergebnis der neuen „Rohstoffrisikobewertung – Lithium“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
Pressemitteilung
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Auf der 23. Internationale Klimakonferenz der Vereinten Nationen  in Bonn

BGR mit CO2GeoNet auf der Klimakonferenz in Bonn, 18.12.2017

Vom 06. bis 17. November 2017 fand die 23. Internationale Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn statt. Gastgeber waren die Fidji-Inseln, die ganz besonders vom Klimawandel und steigendem Meeresspiegel bedroht sind. 196 Nationen und über 22.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich für die Minderung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase, den Erhalt von CO2-bindenden Waldflächen und Regenwäldern und die Unterstützung besonders vom Klimawandel gefährdeter Länder ein. Erarbeitet wurden die wesentlichen Textelemente, aus denen im kommenden Jahr die Richtlinien zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris entstehen sollen.

Als anerkannte „Observer Organisation“ war CO2GeoNet bereits zum dritten Mal auf einer Klimakonferenz mit eigenem Stand vertreten. CO2GeoNet, das europäische Exzellenz-Netzwerk zur geologischen Speicherung von Kohlendioxid, umfasst mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an 28 führenden Forschungsinstituten aus 21 europäischen Staaten, dem auch die BGR angehört. Ziel war und ist es, auf der Klimakonferenz über die wissenschaftlichen Grundlagen der Abscheidung und Speicherung als eine Minderungsoption klimaschädlichen Kohlendioxids zu informieren.
Die BGR verstärkte mit vier Kolleginnen und Kollegen die Standarbeit während der Konferenz. Fragen bestanden nicht nur im Hinblick auf Speichersicherheit, zunehmend rückt auch die Nutzung von Kohlendioxid in den Fokus (CCUS). Die Möglichkeit, über Biomassenutzung und CO2-Speicherung (BECCS) negative Emissionen erzielen zu können, ist ebenfalls von Interesse. Die vielen Gespräche zeigen, dass sich CC(U)S als Klimaschutzoption international weiter entwickelt.
BGR-Projektseite CO2GeoNet Association - European Network of Excellence on Geological Storage of CO2
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Pumpversuch im Norden Benins

Erfolgreiche Messkampagne im Norden Benins, 18.12.2017

Im Rahmen des BGR-Projektes zur Unterstützung der Nigerbeckenbehörde ABN konnten wichtige Schritte zur Etablierung eines Grundwasser-Messstellennetzwerks in zwei Pilotregionen und im regionalen Verbund des Nigerbeckens erfolgreich absolviert werden. Anfang Dezember 2017 unternahm ein 5-köpfiges Team des Projektes bestehend aus Hydrogeologen und Wasserexperten der ABN, der BGR und aus Benin eine 10 tägige Mission in den Norden Benins (Kandibecken). Grundwassermessstellen wurden identifiziert und mit Grundwasser-Datenloggern ausgestattet. Dazu wurden Pumpversuche an 13 Messstellen unternommen und Grundwasserproben entnommen. Die erhobenen Daten dienen der Entwicklung von thematischen Karten und der Formulierung von Handlungsempfehlungen für die grenzüberschreitende Pilotregion in Benin, Niger und Nigeria.
Das BGR-Projekt „Beratung der Nigerbeckenbehörde zum Grundwassermanagement“ ist Teil des Programms „Integriertes Wasserressourcen-Management der Nigerbeckenkommission ABN“ der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Ziel des Projektes ist es die ABN und die 9 Mitgliedsländer beim nachhaltigen Grundwassermanagement zu unterstützen.
Niamey, 15.12.2017
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BGR-Stand auf der „Engagement Weltweit 2017“

BGR beteiligte sich an Fachmesse „Engagement Weltweit 2017“, 14.12.2017

Am Samstag, den 09. Dezember, fand die Fachmesse „Engagement Weltweit 2017“ in Siegburg bei Bonn statt. Mehr als 50 Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), der Not- und Katastrophenhilfe und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit waren vertreten. Die BGR nahm mit eigenem Stand und einem Panel-Beitrag von Fabian Helms zum Thema “BGR als Durchführungsorganisation der TZ“ teil. Zahlreiche der insgesamt 1.500 Messegäste nahmen die Gelegenheit wahr, sich in Einzelgesprächen über das Arbeitsfeld „Technische Zusammenarbeit“ der BGR am BGR-Stand zu informieren.
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Raffinadezinn in einer Zinnschmelze

BGR wird nationale Kontrollbehörde für „Konfliktrohstoffe“, 12.12.2017

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) als zuständige nationale Kontrollbehörde für die Anwendung der EU-Verordnung zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette von sogenannten „Konfliktrohstoffen“ benannt.

Die EU-Verordnung ist im Juni 2017 in Kraft getreten und wird ab dem Jahr 2021 verbindlich. Bei der Einfuhr von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erze sowie Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten in die EU sind künftig umfassende Sorgfaltspflichten in der Lieferkette einzuhalten. Dies gilt für Importe ab einer genau festgelegten Mengenschwelle, mit der mindestens 95 % der Einfuhren dieser Rohstoffe in die EU erfasst werden.
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BGR Energiestudie 2017

BGR Energiestudie 2017, 12.12.2017

Weltweite Versorgungslage bei Energierohstoffen entspannt – Deutschland ist weltgrößter Erdgas-Importeur.
Weltweit wächst die Nachfrage nach Energie weiter. Dabei weisen die erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung mit 10 % die stärksten Steigerungsraten aller Energieträger auf und ihr Anteil am globalen Primärenergieverbrauch stieg auf 17 %. Statt die fossilen Energieträger bereits heute zu verdrängen, decken die erneuerbaren Energien weltweit steigende Bedarfe, kompensieren Rückgänge bei der Kernenergie und helfen drängende Umweltprobleme zu mindern. In absehbarer Zukunft ist daher global weiter von einem "dualen Energiesystem" auszugehen, bei dem fossile und erneuerbare Energien gemeinsam die Energieversorgung gewährleisten müssen. So lautet das Fazit der Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer jetzt veröffentlichten „BGR Energiestudie 2017 – Daten und Entwicklungen der deutschen und globalen Energieversorgung“.
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Projektteam am BGR-Stand beim Tag der offenen Tür.

Kamerun-Projekt – BGR präsentiert ihre Arbeit bei Tag der offenen Tür, 07.12.2017

Seit 2015 engagiert sich die BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Norden und Südwesten Kameruns gemeinsam mit örtlichen Partnerinstitutionen im Projekt „Informationen zu Georessourcen mit dem Schwerpunkt Boden für die Raumordnungsplanung“. Jetzt präsentierte die BGR ihre Arbeit einem größerem Publikum bei einem Tag der offenen Tür im Regionalbüro der Deutschen Gesellschaft für Internationalen Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Mit ihrem Projekt unterstützt die BGR Maßnahmen für eine verbesserte Raumordnungsplanung mit Produkten in den Bereichen Kartographie, geographische Informationssysteme und Datenbankmanagement. Besonderes Interesse bei den Besuchern des BGR-Standes weckten geologische Karten sowie das Thema „Digital Mapping“.
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Bergung einer Strömungsverankerung nach einem Jahr Einsatz auf dem Meeresboden des zentralen Pazifiks (deutsches Lizenzgebiet für Manganknollenexploration)

Forscher von BGR und SAMS veröffentlichen Studie in Nature-Zeitschrift, 05.12.2017

Ein möglicher Tiefseebergbau im zentralen tropischen Pazifik muss auch Wettereinflüsse berücksichtigen. So herrschen im Gebirge Mexikos vor allem in Mai bis November starke Stürme. Sie sorgen für die Entstehung großflächiger ozeanischer Wirbel, die in 2500 Kilometern Entfernung von der Küste Auswirkungen auf den Meeresboden in vier Kilometer Tiefe und damit auf den geplanten Abbau von Manganknollen haben. Das fanden Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Scottish Association for Marine Science (SAMS) heraus. Ihre Untersuchungen veröffentlichten sie jetzt in der aktuellen Ausgabe der Nature-Zeitschrift „Scientific Reports“
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Teilnehmer der 3. BGR-Rohstoffkonferenz

„3. BGR-Rohstoffkonferenz“ am 29. und 30. November 2017 in Hannover, 29.11.2017

Wie viele Rohstoffe gibt es in Deutschland eigentlich – und welche sind das? Unter welchen Bedingungen sollen diese Rohstoffe gewonnen werden?
Rund um diese beiden Kernfragen sowie den gesamten Themenkomplex der Gewinnung und Nutzung unserer heimischen mineralischen Rohstoffe geht es bei der 3. Rohstoffkonferenz der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die heute und morgen (29. und 30. November 2017) im GEOZENTRUM Hannover stattfindet. Angemeldet sind über 200 Teilnehmer aus der Industrie, von Verbänden, Universitäten und Forschungsinstituten, Geologischen Diensten und Bergbehörden sowie aus Bundes- und Landesministerien und der EU.
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Broschüre Kaolin in Deutschland

Neue BGR-Studien zur Rohstoffgewinnung in Deutschland, 23.11.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in ihrer Publikationsreihe zu heimischen mineralischen Rohstoffen drei neue Studien veröffentlicht. Nach Berichten über Quarzrohstoffe und Salze im Jahr 2016 sind jetzt Studien zu den Rohstoffen Kaolin, Feldspat sowie Fluss- und Schwerspat erschienen. Ziel dieser Publikationen ist es, die Bedeutung der in Deutschland gewonnenen Industrieminerale für den Industriestandort Deutschland darzustellen.
„Die wirtschaftliche Bedeutung der in Deutschland gewonnenen Rohstoffe ist enorm groß“, betonen einstimmig die beiden Autoren Dr. Harald Elsner und Kerstin Kuhn. „Wir sind bei unseren Recherchen selbst immer wieder erstaunt, in welchen Produkten die Rohstoffe hinterher zu finden sind“, erklären die beiden Geologen.
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Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, und der Vize-Präsident des Geologischen Dienstes von China, Dr. Yan Guangsheng, nach der Unterzeichnung des Abkommens in Peking.

BGR setzt erfolgreiches Projekt in China fort, 20.11.2017

Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, und der Vize-Präsident des Geologischen Dienstes Chinas, Dr. Yan Guangsheng, haben jetzt in Peking ein Abkommen zur Fortsetzung des Projektes ‚Landslide Hazard and Risk Assessment Lanzhou, Provinz Gansu/VR China (LHARA)‘ unterzeichnet. Mit der neuen Vereinbarung verlängern die beiden Geologischen Dienste ihre seit zwei Jahren erfolgreich praktizierte wissenschaftlich-technische Kooperation um weitere vier Jahre bis Ende 2021. Die Projektarbeiten finden im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des chinesischen Ministeriums für Land und Ressourcen statt.
Seit Januar 2016 untersuchen die Geowissenschaftler der BGR mit ihren chinesischen Kollegen vom Geologischen Dienst und dem China Institut for Geo-Environment Monitoring neue ingenieurgeologische Ansätze zur lokalen und regionalen Abschätzung von Hanginstabilitäten in den bis zu mehreren hundert Meter mächtigen quartären und tertiären Sedimenten des zentralchinesischen Löss-Plateaus. Die besondere Herausforderung liegt in der hochdynamischen Entwicklung der Millionenstadt Lanzhou (Hauptstadt der Provinz Gansu) sowie ihres weiteren Umlandes als ökonomisches, finanzielles, infrastrukturelles und städtebauliches Zentrum Zentralchinas und dem daraus resultierenden extensiven Bedarf an Nutzflächen. Mit der Erweiterung sind großräumige Eingriffe in die geologischen und morphologischen Gegebenheiten verbunden, die auch zu einer wachsenden Gefahr von Hangrutschungen führen.
Unter Anwendung von statistischen und physikalisch-basierten Methoden wurden Gefährdungspotentiale gegenüber Massenbewegungen im lokalen und regionalen Maßstab abgeschätzt, die mit Blick auf eine nachhaltige raumplanerische Entwicklung zu einer substantiell verbesserten Beratung der Regierung der Provinz Gansu beitragen. Die erzielten Ergebnisse werden in der neuen Projektphase Grundlage weitergehender Untersuchungen sein, in die auch die Betrachtung potentieller Risiken für die Menschen und die infrastrukturellen Einrichtungen sowie Maßnahmen zu deren Minderung berücksichtigt werden sollen.
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Die deutsche Delegation informiert sich im Brunnenfeld Wadi Al Arab über die Arbeiten der BGR zum Brunnenfeldmanagement.

Neue Aufgaben für jordanisches BGR-Projekt, 17.11.2017

Für das BGR-Projekt „Verbessertes Grundwasserressourcenmanagement als Antwort auf die syrische Flüchtlingskrise“ hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jetzt im Rahmen der deutsch-jordanischen Regierungsverhandlungen in Amman zusätzliche Mittel zugesagt. Damit können weitere Aufgaben in das Projekt aufgenommen werden, so zum Beispiel die Erkundung und Entwicklung eines weiteren Brunnenfeldes, welches helfen soll die nördlichen Landesteile zuverlässiger mit Wasser zu versorgen.
Die BGR ist bereits seit 1959 in Jordanien tätig. Dort engagiert sie sich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit aktuell im Wassersektor. Aufgrund der generellen Wasserknappheit und der Auswirkungen des Klimawandels sowie der Folgen der syrischen Flüchtlingskrise steht das Wassermanagement in Jordanien vor großen Herausforderungen. Die BGR berät das jordanische Wasserministerium zurzeit in zwei Projekten zum Grundwasserressourcenmanagement.
Bei einer Delegationsreise im Anschluss an die Regierungsverhandlungen wurden der deutschen Delegation unter anderem die Projektarbeiten der BGR zum Brunnenfeldmanagement im Wadi Al Arab (Nordwestjordanien) vorgestellt.
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BGR-Techniker hieven gemeinsam mit Matrosen eine mit Basalt gefüllte Dredge an Bord des Forschungsschiffes  Sonne. Die Gesteinsproben wurden aus ca. 3200 Meter Tiefe aus dem Meer geborgen.

Neues potenzielles Erzfeld im Indischen Ozean entdeckt, 26.10.2017

BGR-Wissenschaftler haben jetzt bei einer 50-tägigen Expedition mit dem neuen Forschungsschiff SONNE im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean neue Vorkommen von Sulfiderzen erkundet. Ausgangspunkt der Expedition mit insgesamt 37 Forschern und Technikern war die Hauptstadt von Sri Lanka, Colombo. Ziel der Arbeiten waren bisher kaum untersuchte Abschnitte am Südost-Indischen Spreizungsgraben - drei Tagesreisen von Mauritius entfernt. Die Forscher fanden mit Hilfe sensorgestützter Geräte in 2.900 m Wassertiefe neue potenzielle Erzfelder. Sie bestehen aus Buntmetallen (Kupfer und Zink) und wichtigen Spurenmetallen (Gold, Indium, Gallium, oder Selen). Die Rohstoffe entstehen an untermeerischen Zonen der ozeanischen Kruste. Sie treten als metallreiche Lösungen an bis zu 400 °C heißen Quellen am Meeresboden aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsfahrt war die Erfassung von Umweltbasisdaten für das Lizenzgebiet. Unterstützt wurden die BGR-Forscher dabei von mehreren wissenschaftlichen Institutionen aus Deutschland. An Bord verfolgten auch Vertreter der Internationalen Meeresbodenbehörde (Jamaika) die Arbeiten.
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Helikopter

Neuer Newsletter, 26.10.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2017 ist erschienen.

Ein Eisberg vor der Küste Grönlands.

BGR Schiffsexpedition nach Ostgrönland, 24.10.2017

Wissenschaftler der BGR haben jetzt östlich von Grönland bei einer Expedition mit dem Forschungsschiff Maria S. Merian nach Spuren der frühen Geschichte des Nordatlantiks gesucht. Gemeinsam mit Forschern des Geologischen Dienstes von Dänemark (GEUS), dem GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Alfred-Wegener-Institut - Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) untersuchten sie 5 Wochen lang in der unwirtlichen Region entlang der Meereiskante die Geologie des Kontinentrandes von Ostgrönland. Die Wissenschaftler erkundeten mithilfe von Schallwellen die Gesteinsformationen unterhalb des Meeresbodens. Die Arbeiten ersteckten sich vom flachen Schelf vor der Küste Grönlands bis in eine Wassertiefe von 4000 Metern. Die Untersuchungen wurden begleitet von externen Walbeobachtern, um eine Beeinträchtigung der Tiere zu vermeiden. Zusätzlich bestimmten die Forscher das magnetische Signal und das Schwerefeld des Untergrundes. Die gewonnenen geophysikalischen Daten liefern ein Abbild des Aufbaues des Kontinentrandes bis in eine Tiefe von 10 Kilometern. Die Expedition trägt dazu bei, die Entwicklung des Nordatlantiks zu entschlüsseln. Dieser entstand vor rund 54 Millionen Jahren, als sich Grönland vom europäischen Kontinent ablöste.
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Das Geozentrum Hannover

Wissenschaftsrat würdigt die Forschung und die sehr guten Beratungs- und Dienstleistungen der BGR für Politik und Wirtschaft, 23.10.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erfüllt ihre Forschungsaufgaben in überwiegend sehr guter Qualität. Das ist das Ergebnis einer Evaluation der BGR durch den Wissenschaftsrat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Politik und Wirtschaft sind auf Fachexpertise angewiesen. Mit ihrer hervorragenden Fachexpertise unterstützt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gerade in den Bereichen der nachhaltigen Rohstoffversorgung und des verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Ich freue mich daher, dass der Wissenschaftsrat die sehr guten Beratungs- und Dienstleistungen der BGR für Politik und Wirtschaft auf Grundlage ihrer Forschung auszeichnet. Ich gratuliere der BGR und ihrem Präsidenten Prof. Watzel."
BGR-Präsident Ralph Watzel: „Die Ergebnisse des Wissenschaftsrates bestätigen uns darin, den erfolgreichen Strategieprozess der vergangenen zehn Jahre fortzusetzen. Wir begrüßen den Bewertungsbericht und sehen in den Empfehlungen des Wissenschaftsrates wertvolle und hilfreiche Hinweise für die weitere wissenschaftliche Entwicklung der BGR.“
Als geowissenschaftliches Kompetenzzentrum und Geologischer Dienst des Bundes bearbeitet die BGR Themenfelder von großer gesellschaftlicher Relevanz: Verfügbarkeit mineralischer Rohstoffe und Energierohstoffe, Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle, Nutzung des tieferen Untergrunds sowie verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen Boden und Wasser.
Der Wissenschaftsrat bewertet die Forschungsleistungen der BGR als überwiegend sehr gut. Insbesondere die hohe Bedeutung der BGR für die Beratung von Politik und Wirtschaft in den geowissenschaftlichen Themenfeldern, deren Bearbeitung in ausgezeichneter Qualität erfolge, wird in der Stellungnahme zur Evaluierung betont. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) leiste hervorragende Beratungsarbeit in Fragen der sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung und künftigen Marktentwicklung. Auf dem Gebiet der Endlagerung radioaktiver Abfälle werde die aktuelle wissenschaftliche Forschung mit hoher Qualität und Praxisrelevanz geleistet. Der Wissenschaftsrat würdigt ausdrücklich die Förderung des wissenschaftliche Nachwuchses sowie die sehr intensive europäische und internationale Kooperation auf diesem Gebiet.
Die BGR verfüge über eine hervorragende Sammlung von geowissenschaftlichen Proben, die umfassend und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand digital erfasst seien. Beeindruckt zeigt sich der Wissenschaftsrat vom DFG-geförderten Nationalen Bohrkernlager, dessen Infrastruktur von höchster Qualität sei. Darin werden Bohrkerne eingelagert, archiviert und als Teil einer geowissenschaftlichen Sammlung externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt.
Beim Themenfeld Grundwasser zeichne sich die BGR durch große Kompetenz aus und besitze mit der Hubschrauber-Geophysik sogar ein methodisches Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.
Der Wissenschaftsrat gibt aber auch eine klare Empfehlung für das zukünftige Handeln. Die überwiegend sehr guten Forschungsergebnisse sollen verstärkt in hochwertigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert werden. Die Dienstleistungen der DERA sollen noch weiter ausgebaut sowie die Vernetzung mit den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gesteigert werden.
Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Generationenwechsels in mehreren Bereichen der BGR, müsse auch Sorge dafür getragen werden, das erreichte Kompetenzniveau und Fachwissen zu erhalten und damit Kontinuität zu sichern, so der Wissenschaftsrat.
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BGR unterstützt CCOP, 19.10.2017

Die BGR nahm jetzt unter Leitung von BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel an der 53. Jahrestagung der Mitgliedsländer des “Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia (CCOP)” in Cebu City (Philippinen) teil. CCOP ist eine zwischenstaatliche Vereinigung von Geowissenschaftlichen Behörden und Diensten von 14 Ländern der Region, darunter China, Südkorea, Japan, Laos, Vietnam und Indonesien. Mit diesen Ländern steht die BGR in regelmäßigem Austausch oder führt gemeinsame Projekte der wissenschaftlichen Kooperation bzw. Technischen Zusammenarbeit durch. Deutschland hat als „Cooperating Country“ einen Sitz im Beirat (Advisory Board) von CCOP.
Bei der diesjährigen Veranstaltung eröffnete der BGR-Präsident mit einer Keynote zum Thema “Sustainability in the Mining Sector – Geoscientific Contributions to Global Challenges“ die Konferenz über die Rolle der Geowissenschaften für den Erhalt der Umwelt und der Lebensbedingungen. Die Konferenz fand im Anschluss an das Jahrestreffen mit insgesamt 200 Teilnehmern aus 19 Ländern statt. CCOP hat sich zum Ziel gesetzt, durch geowissenschaftliche Expertise und mit Hilfe seines zwischenstaatlichen Netzwerkes zur wirtschaftlichen Entwicklung, dem nachhaltigen Management der Umwelt und der Verbesserung der Lebensqualität in Ost- und Südostasien beizutragen.
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Neues Rohstoffportal „ROSYS“ ab sofort online, 18.10.2017

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute das webbasierte Rohstoffinformationssystem „ROSYS“ online gestellt. Das neue Rohstoff-Onlineportal hilft Unternehmen und der interessierten Öffentlichkeit, die globale Rohstoffsituation besser zu verstehen. Deutschland ist stark von Rohstoffimporten abhängig.
Mit Hilfe interaktiver Karten und Diagramme lassen sich aktuelle Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten verfolgen, analysieren und bewerten. Ein weiterer zentraler Bestandteil des In-formationssystems ist die sichere Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen. Die deutsche Industrie bezieht ihre Rohstoffe aus der ganzen Welt. Mit ROSYS lassen sich die wichtigsten Handelspartner im Rohstoffbereich identifizieren und die Veränderungen in den letzten Jahren verfolgen.
„ROSYS ist im Rahmen unseres Auftrags als Informations- und Beratungsplattform für rohstoffwirtschaftliche Informationen und Analysen das Einstiegswerkzeug zu Fragen nach Produktion, Verbrauch und Reserven von mineralischen- und Energierohstoffen. Ergänzend zu unseren Publikationen und Detailanalysen über kritische Rohstoffe soll ROSYS zukünftig vor allem den breiten Einstieg in die Thematik der Bewertung des Marktgeschehens bei industriellen Rohstoffen vereinfachen“, so DERA-Experte Arne Schumacher.
Das Rohstoffinformationssystem ermöglicht mit wenigen Klicks den Zugriff auf Informationen zu rund 80 für den Industriestandort Deutschland wichtigen Rohstoffen. Dazu gehören sowohl die für Zukunftstechnologien so wichtigen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Seltene Erden als auch konventionelle Energierohstoffe. Die Informationen werden von der BGR in zahlreichen Datenbanken vorgehalten. Die Veröffentlichung dieser Daten soll in Unternehmen, Politik und der Öffentlichkeit für mehr Transparenz auf den Rohstoffmärkten sorgen.
Link zum Rohstoffinformationssystem: https://rosys.dera.bgr.de/
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Dr. Stefan Broda (BGR), Prof. Nico Goldscheider (KIT), Dr. Alice Aureli (UNESCO) und Prof. Antonio Chambel (IAH, Foto v.l.n.r.) bei der Veröffentlichung der Weltkarstkarte auf der IAH Tagung in Dubrovnik.

Neue Weltkarte der Karstaquifere vorgestellt, 12.10.2017

Die BGR hat gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Internationalen Assoziation der Hydrogeologen (IAH) und der UNESCO auf dem 44. Kongress der IAH in Dubrovnik ( Kroatien) eine neue Grundwasser-Weltkarte präsentiert. Die neue Karte mit dem Titel "World Karst Aquifer Map" wurde offiziell durch das World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme (WHYMAP) vorgestellt. Karst-Grundwasserleiter stellen für Hunderte von Millionen Menschen weltweit wertvolle Süßwasserressourcen für die Trinkwasserversorgung und die landwirtschaftliche Bewässerung dar. Die Weltkarte der Karstaquifere (WOKAM) ermöglicht eine präzisere globale Quantifizierung von Karst-Systemen. Sie wird dazu beitragen, das Bewusstsein für Karst-Grundwasserressourcen im Kontext globaler Wasserfragen zu stärken und wird als Grundlage für andere karstbezogene Forschungsfragen auf globaler Ebene dienen, wie beispielsweise in Bezug auf Klimawandel, Biodiversität, Nahrungsmittelproduktion, geochemische Zyklen und Urbanisierung. Gedruckte Exemplare der WOKAM im Maßstab 1:40.000.000 sowie 1:25.000.000 können über die BGR bezogen werden. Digitale Versionen der Karte (PDF-Format, Online Viewer, Web Map Service) stehen auf den WHYMAP-Webseiten zur Verfügung.
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Die Teilnehmer des Internationalen Kolloquiums

Internationales Kolloquium über seismische Gefährdung , 11.10.2017

Vom 11. bis 13. Oktober 2017 treffen sich 74 Experten aus 18 Ländern in der BGR in Hannover zum „5th International Colloquium Historical Earthquakes, Paleoseismology, Neotectonics and Seismic Hazard“. In 32 Vorträgen und 21 Postern werden aktuelle Ergebnisse und Projekte zu den Themen historische Erdbeben, Makroseismologie, Archäoseismologie, Paläoseismologie, Erdbebenkataloge, aktive Störungen, Seismotektonik, Neotektonik und seismische Gefährdung vorgestellt und diskutiert. Das Kolloquium wird vom Arbeitsbereich Ingenieurseismologische Gefährdungsanalysen der BGR, dem Institut für Geologie der Leibniz Universität Hannover und der Gruppe Neotektonik und Georisiken der RWTH Aachen organisiert.

Beim ersten Kolloquium in dieser Reihe im Jahr 2013 in Paris wurde der neue Erdbebenkatalog für Frankreich vorgestellt. Dabei wurde die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit und eines regelmäßigen Erfahrungsaustauschs mit den Nachbarländern festgestellt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kolloquiums stehen drei Vorträge. Dr. Thierry Camelbeeck vom Königlichen Observatorium Belgiens berichtet über neueste Forschungsergebnisse zur langfristigen Erdbebentätigkeit zwischen der Niederrheinischen Bucht und der südlichen Nordsee. Dr. Wolfgang Brüstle vom Landeserdbebendienst Baden-Württemberg erläutert die Bestimmung makroseismischer Intensitäten zur Verbesserung des Erdbebenkatalogs für Südwest-Deutschland. Prof. Fabrice Cotton vom Geoforschungszentrum Potsdam stellt die neue seismische Gefährdungskarte für Deutschland vor.

Am Freitag, 13. Oktober, findet eine Exkursion in das Allertal statt. Das Allertal ist mit einer Länge von 250 km eine der Hauptstörungszonen in Norddeutschland. Die Störungszone war im Mesozoikum aktiv und historische Erdbeben deuten darauf hin, dass sie auch heute noch aktiv ist.
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Internetseite des Kolloquiums: www.bgr.bund.de/hist-quake-2017

Diese neue Flugsonde wird jetzt im DESMEX-Projekt eingesetzt

BGR setzt neue Flugsonden ein: Erkundung von mineralischen Rohstoffen in Thüringen, 09.10.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dem Institut für Photonische Technologien und der Supracon AG (beide Jena) vom 9. bis zum 27. Oktober 2017 Hubschraubermessflüge im Gebiet Schleiz (Thüringen) und Mühltroff (Sachsen) durch. Dabei werden zwei für große Erkundungstiefen neu entwickelte Elektromagnetik (EM)-Flugsonden eingesetzt, die von einem angemieteten Hubschrauber in ca. 50 m Höhe über dem Erdboden geschleppt werden. Als Operationsbasis dient der Flugplatz Hof-Plauen in Bayern.

Die Flüge finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. In diesem Projekt werden semi-airborne EM-Verfahren mit einem Sender am Boden und einem Empfänger in der Luft entwickelt. Mit diesen Verfahren können Tiefen von bis zu 1 km erreicht werden. Sie sollen in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Die neuen Flugsonden und das Auswerteverfahren wurden im Projektverlauf in mehreren Testflügen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und sind nun gegen Ende der Projektlaufzeit einsatzbereit für die ersten Forschungsmessungen.
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Die Teilnehmer des Trainingskurses während des Besuches im Observatorium des Vulkans Taal in der Stadt Talisay.

Internationaler BGR-Trainingskurs auf den Philippinen, 06.10.2017

Die BGR hat kürzlich im Auftrag des Bundeministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Quezon City (Philippinen) den zweiten von drei internationalen Trainingskursen mit dem Schwerpunkt ‚Risiko-Sensitive Raumplanung‘ durchgeführt. Mit dieser Maßnahme unterstützt die BGR insbesondere Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im ost- und südostasiatischen Raum in der Umsetzung der Agenda des globalen Sendai-Rahmenprogramms 2015-2030 zur Minderung des Naturkatastrophen-Risikos. Am aktuellen Trainingskurs nahmen 15 Vertreter verschiedener Fachrichtungen (z.B. Geowissenschaften, Raumplanung, Umwelt, Meteorologie) aus acht Ländern teil. Ihre Institutionen haben auf nationaler Ebene die Aufgabe, geowissenschaftlich fundierte Risikobewertungen gegenüber Naturgefahren zu unterstützen bzw. umzusetzen. Die Kurse stärken die praktische Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Fachbehörden bei ihrer Arbeit im Rahmen des präventiven Katastrophen-Risiko-Managements.

Zum Kurs gehörte auch eine zweitägige Exkursion zum Observatorium des Vulkans Taal in der philippinischen Stadt Talisay. Dort lernten die Teilnehmer das regionale Frühwarnsystem zur Überwachung der vulkanischen Aktivitäten kennen. Der Trainingskurs wurde von der BGR gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat des Koordinierungskomitees für die Umsetzung geowissenschaftlicher Programme in Süd- und Südostasien (CCOP) organisiert. Unterstützt wurde er durch den Geologischen Dienst der Philippinen (Mines and Geosciences Bureau). Der dritte Kurs findet Ende Februar/Anfang März 2018 in Hanoi (Vietnam) statt.
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Titelblatt Investor’s and Procurement Guide South Africa Part 3: Manganese, Vanadium, Zinc

Teil III des Investoren-Handbuchs zu Mangan, Vanadium und Zink erschienen, 28.09.2017

Im Rahmen der Kooperation mit dem südafrikanischen Geologischen Dienst (Council for Geoscience, CGS) veröffentlicht die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt den dritten Teil des „Investor’s and Procu-rement Guide South Africa“. Das Handbuch aus der Reihe „DERA Rohstoffinformationen“ enthält Informationen zu den wichtigen Stahlveredlern Vanadium und Mangan sowie Zink. Darin wurden auf Grundlage aktueller Geländekampagnen und umfangreicher Literaturrecherchen die Rohstoffpotenziale sowie Liefer- und Investitionsmöglichkeiten dieser Rohstoffe neu bewertet.
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WSA-Vorsitzender Prof. Peter Krebs, Dr. Karen Villholth vom IWMI und BGR-Abteilungsleiter Prof. Dr.  Thomas Himmelsbach (Foto v.l.n.r.) bei der Konferenz in Hamburg

BGR-Workshop bei Wasserkonferenz in Hamburg, 28.09.2017

Die BGR nahm an der diesjährigen „8th Water Research Horizon Conference“ in Hamburg teil. Die Grundwasser-Experten der BGR organisierten gemeinsam mit dem International Water Management Institute (IWMI) und dem Centre for Advanced Water Research (CAWR) / TU Dresden einen eigenen Workshop. Unter dem Titel „Groundwater: From Research Challenges to Solutions“ diskutierten die Teilnehmer vor dem Hintergrund aktueller Forschungsprojekte über Herausforderungen für die internationale Grundwasserforschung und erörterten Möglichkeiten für Kooperation bei künftigen Forschungsvorhaben. Prof. Dr. Thomas Himmelsbach, Leiter der BGR-Abteilung „Grundwasser und Boden“, unterstrich am Beispiel von Forschungsarbeiten im südlichen Afrika, bei denen u.a. die natürliche Grundwasserneubildung untersucht wurde, die Bedeutung von integrierten Forschungsansätzen.

Die Konferenz wird jährlich vom Verein Water Science Alliance e.V. (WSAeV) veranstaltet. Sie dient dem interdisziplinären Austausch der Wasserwissenschaften in Deutschland. An der diesjährigen Veranstaltung zum Thema „Climate change impacts and rising adaptation and mitigation needs“ nahmen 150 Vertretern von Forschungseinrichtungen, Universitäten, Bundesministerien und nationalen Förderinstitutionen teil. Im Mittelpunkt der Konferenz standen Fragen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Forschungsförderung im Wasserbereich. Die Konferenz wurde in Kooperation mit dem Climate Service Centre (GERICS) durchgeführt.
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In diesen Bergen (Vordergrund mit Helikopter) auf Ellesmere Island fanden die Forscher  die Gesteinsformationen, die Hinweise auf den Ur-Ozean liefern

Größte Nordpolar-Expedition der BGR: Forscher finden Belege für 400 Millionen Jahre altes Ur-Meer , 25.09.2017

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in der kanadischen Arktis Gesteinsformationen entdeckt, die die Existenz eines 400 Millionen Jahre alten Ozeans belegen. Dieses schon früher vermutete Ur-Meer erstreckte sich einstmals zwischen Spitzbergen im Norden und dem nordamerikanischen Kontinent im Süden.

Der geologische Fund gelang bei der jüngsten BGR-Arktisexpedition „CASE 19“. Das Forscherteam aus 8 Nationen untersuchte im Juli und August auf Ellesmere Island im Norden Kanadas die Geologie in einem schwer zugänglichen Expeditionsgebiet. Dort befindet sich die Nahtstelle zwischen Nordamerika und dem einstigen Mikrokontinent „Pearya“, der heute die Nordspitze von Ellesmere Island bildet und offenbar ursprünglich einmal Teil einer gemeinsamen Landmasse mit Spitzbergen war.
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Bioreaktor zur Metall-Biolaugung im geomikrobiologischen Labor

Forschungsprojekt zur Biolaugung erfolgreich abgeschlossen, 12.09.2017

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des französischen geologischen Dienstes BRGM ist es jetzt mit Hilfe von Mikroorganismen gelungen, aus heimischem Kupferschiefer 97 % Kupfer zu lösen. Dafür nutzten sie spezielle Laugungsbakterien, die unlösliche Erzminerale in wasserlösliche Salze umwandeln. Aus den metallreichen Lösungen konnte das Kupfer dann durch biologisch-chemische Ausfällung gewonnen werden.

Das Projekt erfolgte im Labormaßstab, in so genannten „Bioreaktoren“. Nur durch Optimierung der Betriebstemperatur und Wachstumsbedingungen der Bakterien konnte die Kupfer-Ausbeute auf fast 100 % gesteigert werden. Zur Überwachung und Steuerung der Mikroorganismen im Bioreaktor wurden molekulare Methoden weiterentwickelt.
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Die Arbeitsgruppe am Forkastningsfjellet, Spitzbergen

Deutsche und norwegische Geologen arbeiten gemeinsam auf Spitzbergen, 12.09.2017

In Vorbereitung eines Kooperationsprojektes zwischen der BGR und dem Norwegischen Geologischen Dienst (NGU) haben deutsche und norwegische Geologen Ende August / Anfang September eine Erkundungsmission auf Spitzbergen durchgeführt. Bei dem Projekt geht es um den Einfluss des Klimawandels auf die Stabilität von Hängen in arktischen Regionen. Im Verlauf des Geländeaufenthaltes untersuchten die Wissenschaftler trotz wetterbedingter Widrigkeiten und Eisbärenbesuchs im Feldlager aktive Rutschungsbereiche und erfassten geologische Grundlagen­daten. Diese Daten lassen Rückschlüsse auf Deformations- und Versagensprozesse von Felshängen sowie die von ihnen ausgehenden Bedrohungen in einem sich verändernden Klima zu. Auf der Basis der jetzt gewonnenen Erkenntnisse und logistischen Erfahrungen werden die Kooperationspartner nun eine gemeinsame Projektzieldefinition sowie eine fundierte Zeit- und Ressourcenplanung erarbeiten, die in ein dreijähriges Forschungsprojekt münden soll.
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Oberflächenruptur des Bebens der Magnitude 6,6 vom 30. Oktober 2016 am Monte Vettore in der Nähe der zerstörten Ortschaft Castelluccio

Exkursion in die Erdbebengebiete Mittelitaliens, 31.08.2017

Rund 100 Teilnehmer, darunter auch BGR-Experten, nahmen jetzt an einer ingenieurseismologischen Exkursion der Universität Camerino (Italien) in die Erdbebenregionen des Zentralapennins teil. Dort ereigneten sich in den Jahren 1997, 2009 und 2017 zerstörerische Erdbeben mit zum Teil Hunderten von Todesopfern. Betroffen waren die mittelitalienischen Region um L‘Aquila, Amatrice und Norcia. Beim stärksten dieser Beben (Magnitude 6,5) betrug der Versatz an der Erdoberfläche bis zu 2 m. Diese Störungszone war über 43 km lang. Viele kleine Ortschaften wurden zerstört. Sie wurden von den Behörden zur gesperrten Zone („Zona Rossa“) erklärt. Bis heute sind sie z. T. noch nicht zugänglich und werden vom Militär bewacht. Die Exkursion befasste sich mit den seismologischen Daten und den geologischen Befunden wie Oberflächenrupturen, Hangrutschungen und Felsstürzen. Für die Teilnehmer lieferte die Veranstaltung wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Erdbebensicherheit in ihren eigenen Ländern. Auch in Deutschland sind Erdbeben vergleichbarer Stärke möglich. Zu den potenziell gefährdeten Gebieten zählen die niederrheinische Bucht und der Oberrheingraben.
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Modell

Neuer Newsletter, 29.08.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2017 ist erschienen.

Im BMZ empfing BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (2.v.re.) BMZ-Abteilungsleiter Andreas Gies (3.v.re.) und den Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke (3.v.li.), am BGR-Stand

BGR präsentierte sich beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung, 28.08.2017

Zum 19. Mal lud die Bundesregierung die Bürger zum „Tag der offenen Tür“ ein. 120.000 Besuche wurden am Wochenende im Bundeskanzleramt und den 14 Bundesministerien gezählt. Zu den Teilnehmern der Veranstaltung gehörte einmal mehr auch die BGR. Sie war gleich in drei Bundesministerien vertreten. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) präsentierte sich die BGR mit eigenen Ständen. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörten im BMZ auch der Abteilungsleiter für Entwicklungszusammenarbeit im BMZ, Andreas Gies, sowie der Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günter Nooke. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel informierte die beiden Besucher über die aktuelle Situation in den von der BGR in der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführten Projekten.

Auf dem BGR-Stand im BMWi präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen.

Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) war Dr. Ulrich Schwarz-Schampera, Fahrtleiter der BGR-Expedition im Indischen Ozean, live per Satellitentelefon vom deutschen Forschungsschiff SONNE aus zugeschaltet. Er informierte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka aus erster Hand über den aktuellen Stand der Forschungsfahrt im Indik. Dort erkundet die BGR im Auftrag der Bundesregierung Rohstoffvorkommen in der Tiefsee. Zu ihnen zählen neben Kupfer- und Zinkerzen auch Gold sowie andere wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Die Rohstoffsuche wird durch intensive Erkundungsarbeiten der marinen Umwelt begleitet.
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Die Direktoren der europäischen geologischen Dienste trafen sich zum Strategie-Workshop in der BGR

Europäische geologische Dienste beraten über gemeinsame Strategie, 25.08.2017

Die Direktoren von 19 geologischen Diensten aus ganz Europa haben sich am 23. und 24. August 2017 in der BGR getroffen, um eine neue Strategie für ihre künftige Arbeit abzustimmen. Die BGR hat diesen Workshop für die Dachorganisation EuroGeoSurveys (EGS) ausgerichtet. EGS wurde 1994 unter maßgeblicher Beteiligung der BGR gegründet. Der Verband bündelt das Wissen seiner Mitglieder, um beispielsweise die Europäische Kommission in geowissenschaftlichen Fachfragen zu beraten und geo-relevante EU-Programme mitzugestalten. Ziel des Workshops war, die Zusammenarbeit von EGS weiter zu verbessern.
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Studie

Studie: BGR vergleicht Initiativen für verantwortungsvollen Bergbau, 23.08.2017

Sie sollen Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen verhindern und für einen verantwortungsvollen Bergbau und fairen Handel sorgen: Freiwillige Nachhaltigkeitsinitiativen für Massenrohstoffe wie Aluminium und Kohle oder Hightech-Metalle wie Gold, Tantal, Wolfram und Zinn. Rund 40 dieser Initiativen gibt es bereits weltweit für den Bergbau und die Lieferketten mineralischer Rohstoffe. Sie unterstützen die Bemühungen um einen verantwortungsvolleren Abbau dieser für die Gesellschaft notwendigen Rohstoffe. Doch welche Standards und Maßnahmen verbergen sich eigentlich hinter den jeweiligen Initiativen und Zertifizierungssystemen?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt gemeinsam mit der Universität Ulm eine Studie veröffentlicht, in der 19 ausgewählte Initiativen miteinander verglichen werden. Untersucht wurde, welche Ziele die einzelnen Initiativen verfolgen, wie verbreitet sie sind, welche Interessengruppen hinter ihnen stehen, welche inhaltlichen Anforderungen gestellt werden und wie sie in der Praxis arbeiten. Untersucht wurden u. a. Initiativen der UN, von staatlichen Institutionen, der Entwicklungsbank IFC, von Bergbau- und Industrieverbänden, Unternehmen sowie Multi-Stakeholdergruppen, darunter auch Nichtregierungsorganisationen.
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Erloschener Schlot aus dem inaktiven GAUSS-Sulfidfeld, Zentralindischer Rücken

BGR sucht neue Erzvorkommen im Indischen Ozean, 16.08.2017

BGR-Wissenschaftler starten in der nächsten Woche zu einer 50-tägigen Schiffsausfahrt in das deutsche Lizenzgebiet im Indischen Ozean. Dort suchen sie nach neuen Vorkommen von Sulfiderzen. Es ist die mittlerweile vierte Explorationsreise seit Unterzeichnung des Lizenzvertrages im Mai 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ausgangspunkt der Expedition mit insgesamt 37 Forschern und Technikern ist die Hauptstadt von Sri Lanka, Colombo. Als Forschungsplattform dient diesmal das neue deutsche Forschungsschiff „SONNE“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel der Arbeiten sind bisher kaum untersuchte Abschnitte am Südost-Indischen Spreizungsgraben, drei Tagesreisen von Mauritius entfernt. „Wir betreten mit den Arbeiten in diesem wenig untersuchten Teil des indischen Grabensystems wissenschaftliches Neuland. Noch sind es ‚weiße Flecken‘ in der Tiefsee. Aber unsere bisherigen Untersuchungen in den Nachbargebieten lassen darauf schließen, dass wir hier tatsächlich sulfidische Erzablagerungen finden werden“, erklärt BGR-Fahrtleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera.

Mit Hilfe sensorgestützter Geräte sollen in bis zu 4.000 Meter Tiefe neue Erzfelder identifiziert werden.
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An dem von der BGR organisierten Workshop nahmen Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil

Geothermie-Workshop in Dschibuti, 03.08.2017

Die BGR veranstaltete vom 25. bis 27. Juli im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) in Dschibuti einen dreitägigen Workshop zum „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“. An dem Workshop nahmen insgesamt 45 Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil, die aktuell in verschiedene Bohrprojekte in Dschibuti eingebunden sind.

Dschibuti verfügt über ein hohes geothermisches Potenzial, das in den kommenden Jahren unter Federführung des ODDEG weiter ausgebaut und für die Verstromung genutzt werden soll. Dabei unterstützen die BGR und die Afrikanische Union im Rahmen des Geothermie Ostafrika Regional-Projektes (2016–2019).

Der „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wurde 2014–2016 von der BGR für die Afrikanische Union entwickelt. Dabei handelt es sich um einen „Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen“. Das Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung vorzunehmen ist.
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TV-Video zum Workshop
Code de pratique de l’Union Africaine pour le forage géothermique

Training im Gelände

Inspektorentraining in Myanmar, 31.07.2017

Gemeinsam mit dem Departement of Mines (DOM) von Myanmar hat die BGR jetzt das fünfte Inspektorentraining in Taunggyi – der Hauptstadt des Shan-Staates – durchgeführt. Das Inspektorentraining fand unter dem Titel "Waste and Tailings Management in Small and Medium Scale Mining” statt. Es dauerte sechs Tage, davon wurden drei Tage für Bergwerksinspektionen und Gerätetraining genutzt. An dem Programm nahmen insgesamt 39 Experten teil – darunter der Umweltminister des Shan-Staates, mehrere Dozenten der Technischen Universität und der Universität von Taunggyi sowie von regionalen Umweltbehörden.
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Teilnehmer des Workshops

BGR informiert in Sambia über Einsatz von Messgeräten für Grundwasser, 31.07.2017

Im Rahmen des IZ-Projektes „Grundwassermanagement in Sambia mit dem Fokus auf das Upper-Kafue-Einzugsgebiet“ hat die BGR am 18. Juli mit den Gemeinden am Kashiba See einen Workshop zum Einsatz von Grundwassermessgeräten durchgeführt. An dem Workshop nahmen 20 Vertreter aus den umliegenden Gemeinden sowie Vertreter des sambischen Nationalen Naturerbe Rates und der Water Ressource Management Authority teil. Der Workshop sensibilisiert für Grundwassermessungen. Es wurde die Bewachung der Geräte diskutiert und lokale Hinweise für die bevorstehende Installation aufgenommen.

Der Kashiba See gehört zu den nationalen Naturerben Sambias. Daher gelten für die Installation von Messgeräten und für die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung spezielle Regeln, die den See und die umliegende Natur schützen sollen. Der Kashiba See liegt im festgelegten Pilotgebiet des Projektes und ist für die Erhebung von Grundwasserdaten besonders interessant, da er mit dem Grundwasser im Austausch steht.
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Kurzstudie

Neue Kurzstudie: Katar und Iran teilen sich größtes Erdgasfeld der Welt, 20.07.2017

Knapp ein Fünftel der globalen Erdgasreserven werden nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im größten Erdgasfeld der Welt „North Dome/South Pars“ im Persischen Golf vermutet. Das Feld teilen sich die beiden Golfstaaten Katar und Iran. Es ist mehr als 13-mal größer als der „Supergiant“ Groningen in den Niederlanden, berichtet die BGR in ihrer neuen Kurzstudie „Katar und Iran teilen sich das größte Erdgasfeld der Welt“ in der Ausgabe Nr. 54 der „Commodity Top News“.

Nach den Schätzungen der BGR enthielt der „Megagiant“ „North Dome/South Pars“ bei Beginn der Förderung Ende der 1980er Jahre rund 38 Billionen m3 förderbares Erdgas. Das entlang der gemeinsamen Seegrenze von Katar und Iran gelegene Erdgasfeld umfasst eine Fläche von insgesamt 9.700 km2 – halb so groß wie Rheinland-Pfalz. Aus der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.000 m stammten zuletzt (Stand 2015) etwa 7 % des weltweit geförderten Erdgases.

Allerdings herrschen in beiden Ländern unterschiedliche Produktionsbedingungen.
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