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BGR unterstützt CCOP, 19.10.2017

Die BGR nahm jetzt unter Leitung von BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel an der 53. Jahrestagung der Mitgliedsländer des “Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia (CCOP)” in Cebu City (Philippinen) teil. CCOP ist eine zwischenstaatliche Vereinigung von Geowissenschaftlichen Behörden und Diensten von 14 Ländern der Region, darunter China, Südkorea, Japan, Laos, Vietnam und Indonesien. Mit diesen Ländern steht die BGR in regelmäßigem Austausch oder führt gemeinsame Projekte der wissenschaftlichen Kooperation bzw. Technischen Zusammenarbeit durch. Deutschland hat als „Cooperating Country“ einen Sitz im Beirat (Advisory Board) von CCOP.
Bei der diesjährigen Veranstaltung eröffnete der BGR-Präsident mit einer Keynote zum Thema “Sustainability in the Mining Sector – Geoscientific Contributions to Global Challenges“ die Konferenz über die Rolle der Geowissenschaften für den Erhalt der Umwelt und der Lebensbedingungen. Die Konferenz fand im Anschluss an das Jahrestreffen mit insgesamt 200 Teilnehmern aus 19 Ländern statt.

CCOP hat sich zum Ziel gesetzt, durch geowissenschaftliche Expertise und mit Hilfe seines zwischenstaatlichen Netzwerkes zur wirtschaftlichen Entwicklung, dem nachhaltigen Management der Umwelt und der Verbesserung der Lebensqualität in Ost- und Südostasien beizutragen.

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© Sergey Nivens - Fotolia.com

Neues Rohstoffportal „ROSYS“ ab sofort online, 18.10.2017

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute das webbasierte Rohstoffinformationssystem „ROSYS“ online gestellt. Das neue Rohstoff-Onlineportal hilft Unternehmen und der interessierten Öffentlichkeit, die globale Rohstoffsituation besser zu verstehen. Deutschland ist stark von Rohstoffimporten abhängig.

Mit Hilfe interaktiver Karten und Diagramme lassen sich aktuelle Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten verfolgen, analysieren und bewerten. Ein weiterer zentraler Bestandteil des In-formationssystems ist die sichere Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen. Die deutsche Industrie bezieht ihre Rohstoffe aus der ganzen Welt. Mit ROSYS lassen sich die wichtigsten Handelspartner im Rohstoffbereich identifizieren und die Veränderungen in den letzten Jahren verfolgen.

„ROSYS ist im Rahmen unseres Auftrags als Informations- und Beratungsplattform für rohstoffwirtschaftliche Informationen und Analysen das Einstiegswerkzeug zu Fragen nach Produktion, Verbrauch und Reserven von mineralischen- und Energierohstoffen. Ergänzend zu unseren Publikationen und Detailanalysen über kritische Rohstoffe soll ROSYS zukünftig vor allem den breiten Einstieg in die Thematik der Bewertung des Marktgeschehens bei industriellen Rohstoffen vereinfachen“, so DERA-Experte Arne Schumacher.

Das Rohstoffinformationssystem ermöglicht mit wenigen Klicks den Zugriff auf Informationen zu rund 80 für den Industriestandort Deutschland wichtigen Rohstoffen. Dazu gehören sowohl die für Zukunftstechnologien so wichtigen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Seltene Erden als auch konventionelle Energierohstoffe. Die Informationen werden von der BGR in zahlreichen Datenbanken vorgehalten. Die Veröffentlichung dieser Daten soll in Unternehmen, Politik und der Öffentlichkeit für mehr Transparenz auf den Rohstoffmärkten sorgen.

Link zum Rohstoffinformationssystem:
https://rosys.dera.bgr.de/


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Dr. Stefan Broda (BGR), Prof. Nico Goldscheider (KIT), Dr. Alice Aureli (UNESCO) und Prof. Antonio Chambel (IAH, Foto v.l.n.r.) bei der Veröffentlichung der Weltkarstkarte auf der IAH Tagung in Dubrovnik.

Neue Weltkarte der Karstaquifere vorgestellt, 12.10.2017

Die BGR hat gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Internationalen Assoziation der Hydrogeologen (IAH) und der UNESCO auf dem 44. Kongress der IAH in Dubrovnik ( Kroatien) eine neue Grundwasser-Weltkarte präsentiert. Die neue Karte mit dem Titel "World Karst Aquifer Map" wurde offiziell durch das World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme (WHYMAP) vorgestellt. Karst-Grundwasserleiter stellen für Hunderte von Millionen Menschen weltweit wertvolle Süßwasserressourcen für die Trinkwasserversorgung und die landwirtschaftliche Bewässerung dar. Die Weltkarte der Karstaquifere (WOKAM) ermöglicht eine präzisere globale Quantifizierung von Karst-Systemen. Sie wird dazu beitragen, das Bewusstsein für Karst-Grundwasserressourcen im Kontext globaler Wasserfragen zu stärken und wird als Grundlage für andere karstbezogene Forschungsfragen auf globaler Ebene dienen, wie beispielsweise in Bezug auf Klimawandel, Biodiversität, Nahrungsmittelproduktion, geochemische Zyklen und Urbanisierung. Gedruckte Exemplare der WOKAM im Maßstab 1:40.000.000 sowie 1:25.000.000 können über die BGR bezogen werden. Digitale Versionen der Karte (PDF-Format, Online Viewer, Web Map Service) stehen auf den WHYMAP-Webseiten zur Verfügung.
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Die Teilnehmer des Internationalen Kolloquiums

Internationales Kolloquium über seismische Gefährdung , 11.10.2017

Vom 11. bis 13. Oktober 2017 treffen sich 74 Experten aus 18 Ländern in der BGR in Hannover zum „5th International Colloquium Historical Earthquakes, Paleoseismology, Neotectonics and Seismic Hazard“. In 32 Vorträgen und 21 Postern werden aktuelle Ergebnisse und Projekte zu den Themen historische Erdbeben, Makroseismologie, Archäoseismologie, Paläoseismologie, Erdbebenkataloge, aktive Störungen, Seismotektonik, Neotektonik und seismische Gefährdung vorgestellt und diskutiert. Das Kolloquium wird vom Arbeitsbereich Ingenieurseismologische Gefährdungsanalysen der BGR, dem Institut für Geologie der Leibniz Universität Hannover und der Gruppe Neotektonik und Georisiken der RWTH Aachen organisiert.

Beim ersten Kolloquium in dieser Reihe im Jahr 2013 in Paris wurde der neue Erdbebenkatalog für Frankreich vorgestellt. Dabei wurde die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit und eines regelmäßigen Erfahrungsaustauschs mit den Nachbarländern festgestellt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kolloquiums stehen drei Vorträge. Dr. Thierry Camelbeeck vom Königlichen Observatorium Belgiens berichtet über neueste Forschungsergebnisse zur langfristigen Erdbebentätigkeit zwischen der Niederrheinischen Bucht und der südlichen Nordsee. Dr. Wolfgang Brüstle vom Landeserdbebendienst Baden-Württemberg erläutert die Bestimmung makroseismischer Intensitäten zur Verbesserung des Erdbebenkatalogs für Südwest-Deutschland. Prof. Fabrice Cotton vom Geoforschungszentrum Potsdam stellt die neue seismische Gefährdungskarte für Deutschland vor.

Am Freitag, 13. Oktober, findet eine Exkursion in das Allertal statt. Das Allertal ist mit einer Länge von 250 km eine der Hauptstörungszonen in Norddeutschland. Die Störungszone war im Mesozoikum aktiv und historische Erdbeben deuten darauf hin, dass sie auch heute noch aktiv ist.
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Internetseite des Kolloquiums: www.bgr.bund.de/hist-quake-2017



Diese neue Flugsonde wird jetzt im DESMEX-Projekt eingesetzt

BGR setzt neue Flugsonden ein: Erkundung von mineralischen Rohstoffen in Thüringen, 09.10.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dem Institut für Photonische Technologien und der Supracon AG (beide Jena) vom 9. bis zum 27. Oktober 2017 Hubschraubermessflüge im Gebiet Schleiz (Thüringen) und Mühltroff (Sachsen) durch. Dabei werden zwei für große Erkundungstiefen neu entwickelte Elektromagnetik (EM)-Flugsonden eingesetzt, die von einem angemieteten Hubschrauber in ca. 50 m Höhe über dem Erdboden geschleppt werden. Als Operationsbasis dient der Flugplatz Hof-Plauen in Bayern.

Die Flüge finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. In diesem Projekt werden semi-airborne EM-Verfahren mit einem Sender am Boden und einem Empfänger in der Luft entwickelt. Mit diesen Verfahren können Tiefen von bis zu 1 km erreicht werden. Sie sollen in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Die neuen Flugsonden und das Auswerteverfahren wurden im Projektverlauf in mehreren Testflügen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und sind nun gegen Ende der Projektlaufzeit einsatzbereit für die ersten Forschungsmessungen.
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Die Teilnehmer des Trainingskurses während des Besuches im Observatorium des Vulkans Taal in der Stadt Talisay.

Internationaler BGR-Trainingskurs auf den Philippinen, 06.10.2017

Die BGR hat kürzlich im Auftrag des Bundeministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Quezon City (Philippinen) den zweiten von drei internationalen Trainingskursen mit dem Schwerpunkt ‚Risiko-Sensitive Raumplanung‘ durchgeführt. Mit dieser Maßnahme unterstützt die BGR insbesondere Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im ost- und südostasiatischen Raum in der Umsetzung der Agenda des globalen Sendai-Rahmenprogramms 2015-2030 zur Minderung des Naturkatastrophen-Risikos. Am aktuellen Trainingskurs nahmen 15 Vertreter verschiedener Fachrichtungen (z.B. Geowissenschaften, Raumplanung, Umwelt, Meteorologie) aus acht Ländern teil. Ihre Institutionen haben auf nationaler Ebene die Aufgabe, geowissenschaftlich fundierte Risikobewertungen gegenüber Naturgefahren zu unterstützen bzw. umzusetzen. Die Kurse stärken die praktische Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Fachbehörden bei ihrer Arbeit im Rahmen des präventiven Katastrophen-Risiko-Managements.

Zum Kurs gehörte auch eine zweitägige Exkursion zum Observatorium des Vulkans Taal in der philippinischen Stadt Talisay. Dort lernten die Teilnehmer das regionale Frühwarnsystem zur Überwachung der vulkanischen Aktivitäten kennen. Der Trainingskurs wurde von der BGR gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat des Koordinierungskomitees für die Umsetzung geowissenschaftlicher Programme in Süd- und Südostasien (CCOP) organisiert. Unterstützt wurde er durch den Geologischen Dienst der Philippinen (Mines and Geosciences Bureau). Der dritte Kurs findet Ende Februar/Anfang März 2018 in Hanoi (Vietnam) statt.
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WSA-Vorsitzender Prof. Peter Krebs, Dr. Karen Villholth vom IWMI und BGR-Abteilungsleiter Prof. Dr.  Thomas Himmelsbach (Foto v.l.n.r.) bei der Konferenz in Hamburg

BGR-Workshop bei Wasserkonferenz in Hamburg, 28.09.2017

Die BGR nahm an der diesjährigen „8th Water Research Horizon Conference“ in Hamburg teil. Die Grundwasser-Experten der BGR organisierten gemeinsam mit dem International Water Management Institute (IWMI) und dem Centre for Advanced Water Research (CAWR) / TU Dresden einen eigenen Workshop. Unter dem Titel „Groundwater: From Research Challenges to Solutions“ diskutierten die Teilnehmer vor dem Hintergrund aktueller Forschungsprojekte über Herausforderungen für die internationale Grundwasserforschung und erörterten Möglichkeiten für Kooperation bei künftigen Forschungsvorhaben. Prof. Dr. Thomas Himmelsbach, Leiter der BGR-Abteilung „Grundwasser und Boden“, unterstrich am Beispiel von Forschungsarbeiten im südlichen Afrika, bei denen u.a. die natürliche Grundwasserneubildung untersucht wurde, die Bedeutung von integrierten Forschungsansätzen.

Die Konferenz wird jährlich vom Verein Water Science Alliance e.V. (WSAeV) veranstaltet. Sie dient dem interdisziplinären Austausch der Wasserwissenschaften in Deutschland. An der diesjährigen Veranstaltung zum Thema „Climate change impacts and rising adaptation and mitigation needs“ nahmen 150 Vertretern von Forschungseinrichtungen, Universitäten, Bundesministerien und nationalen Förderinstitutionen teil. Im Mittelpunkt der Konferenz standen Fragen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Forschungsförderung im Wasserbereich. Die Konferenz wurde in Kooperation mit dem Climate Service Centre (GERICS) durchgeführt.
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Titelblatt Investor’s and Procurement Guide South Africa Part 3: Manganese, Vanadium, Zinc

Teil III des Investoren-Handbuchs zu Mangan, Vanadium und Zink erschienen, 28.09.2017

Im Rahmen der Kooperation mit dem südafrikanischen Geologischen Dienst (Council for Geoscience, CGS) veröffentlicht die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt den dritten Teil des „Investor’s and Procu-rement Guide South Africa“. Das Handbuch aus der Reihe „DERA Rohstoffinformationen“ enthält Informationen zu den wichtigen Stahlveredlern Vanadium und Mangan sowie Zink. Darin wurden auf Grundlage aktueller Geländekampagnen und umfangreicher Literaturrecherchen die Rohstoffpotenziale sowie Liefer- und Investitionsmöglichkeiten dieser Rohstoffe neu bewertet.
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In diesen Bergen (Vordergrund mit Helikopter) auf Ellesmere Island fanden die Forscher  die Gesteinsformationen, die Hinweise auf den Ur-Ozean liefern

Größte Nordpolar-Expedition der BGR: Forscher finden Belege für 400 Millionen Jahre altes Ur-Meer , 25.09.2017

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in der kanadischen Arktis Gesteinsformationen entdeckt, die die Existenz eines 400 Millionen Jahre alten Ozeans belegen. Dieses schon früher vermutete Ur-Meer erstreckte sich einstmals zwischen Spitzbergen im Norden und dem nordamerikanischen Kontinent im Süden.

Der geologische Fund gelang bei der jüngsten BGR-Arktisexpedition „CASE 19“. Das Forscherteam aus 8 Nationen untersuchte im Juli und August auf Ellesmere Island im Norden Kanadas die Geologie in einem schwer zugänglichen Expeditionsgebiet. Dort befindet sich die Nahtstelle zwischen Nordamerika und dem einstigen Mikrokontinent „Pearya“, der heute die Nordspitze von Ellesmere Island bildet und offenbar ursprünglich einmal Teil einer gemeinsamen Landmasse mit Spitzbergen war.
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Die Arbeitsgruppe am Forkastningsfjellet, Spitzbergen

Deutsche und norwegische Geologen arbeiten gemeinsam auf Spitzbergen, 12.09.2017

In Vorbereitung eines Kooperationsprojektes zwischen der BGR und dem Norwegischen Geologischen Dienst (NGU) haben deutsche und norwegische Geologen Ende August / Anfang September eine Erkundungsmission auf Spitzbergen durchgeführt. Bei dem Projekt geht es um den Einfluss des Klimawandels auf die Stabilität von Hängen in arktischen Regionen. Im Verlauf des Geländeaufenthaltes untersuchten die Wissenschaftler trotz wetterbedingter Widrigkeiten und Eisbärenbesuchs im Feldlager aktive Rutschungsbereiche und erfassten geologische Grundlagen­daten. Diese Daten lassen Rückschlüsse auf Deformations- und Versagensprozesse von Felshängen sowie die von ihnen ausgehenden Bedrohungen in einem sich verändernden Klima zu. Auf der Basis der jetzt gewonnenen Erkenntnisse und logistischen Erfahrungen werden die Kooperationspartner nun eine gemeinsame Projektzieldefinition sowie eine fundierte Zeit- und Ressourcenplanung erarbeiten, die in ein dreijähriges Forschungsprojekt münden soll.
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Bioreaktor zur Metall-Biolaugung im geomikrobiologischen Labor

Forschungsprojekt zur Biolaugung erfolgreich abgeschlossen, 12.09.2017

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des französischen geologischen Dienstes BRGM ist es jetzt mit Hilfe von Mikroorganismen gelungen, aus heimischem Kupferschiefer 97 % Kupfer zu lösen. Dafür nutzten sie spezielle Laugungsbakterien, die unlösliche Erzminerale in wasserlösliche Salze umwandeln. Aus den metallreichen Lösungen konnte das Kupfer dann durch biologisch-chemische Ausfällung gewonnen werden.

Das Projekt erfolgte im Labormaßstab, in so genannten „Bioreaktoren“. Nur durch Optimierung der Betriebstemperatur und Wachstumsbedingungen der Bakterien konnte die Kupfer-Ausbeute auf fast 100 % gesteigert werden. Zur Überwachung und Steuerung der Mikroorganismen im Bioreaktor wurden molekulare Methoden weiterentwickelt.
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Oberflächenruptur des Bebens der Magnitude 6,6 vom 30. Oktober 2016 am Monte Vettore in der Nähe der zerstörten Ortschaft Castelluccio

Exkursion in die Erdbebengebiete Mittelitaliens, 31.08.2017

Rund 100 Teilnehmer, darunter auch BGR-Experten, nahmen jetzt an einer ingenieurseismologischen Exkursion der Universität Camerino (Italien) in die Erdbebenregionen des Zentralapennins teil. Dort ereigneten sich in den Jahren 1997, 2009 und 2017 zerstörerische Erdbeben mit zum Teil Hunderten von Todesopfern. Betroffen waren die mittelitalienischen Region um L‘Aquila, Amatrice und Norcia. Beim stärksten dieser Beben (Magnitude 6,5) betrug der Versatz an der Erdoberfläche bis zu 2 m. Diese Störungszone war über 43 km lang. Viele kleine Ortschaften wurden zerstört. Sie wurden von den Behörden zur gesperrten Zone („Zona Rossa“) erklärt. Bis heute sind sie z. T. noch nicht zugänglich und werden vom Militär bewacht. Die Exkursion befasste sich mit den seismologischen Daten und den geologischen Befunden wie Oberflächenrupturen, Hangrutschungen und Felsstürzen. Für die Teilnehmer lieferte die Veranstaltung wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Erdbebensicherheit in ihren eigenen Ländern. Auch in Deutschland sind Erdbeben vergleichbarer Stärke möglich. Zu den potenziell gefährdeten Gebieten zählen die niederrheinische Bucht und der Oberrheingraben.
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Modell

Neuer Newsletter, 29.08.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2017 ist erschienen.

Im BMZ empfing BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (2.v.re.) BMZ-Abteilungsleiter Andreas Gies (3.v.re.) und den Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke (3.v.li.), am BGR-Stand

BGR präsentierte sich beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung, 28.08.2017

Zum 19. Mal lud die Bundesregierung die Bürger zum „Tag der offenen Tür“ ein. 120.000 Besuche wurden am Wochenende im Bundeskanzleramt und den 14 Bundesministerien gezählt. Zu den Teilnehmern der Veranstaltung gehörte einmal mehr auch die BGR. Sie war gleich in drei Bundesministerien vertreten. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) präsentierte sich die BGR mit eigenen Ständen. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörten im BMZ auch der Abteilungsleiter für Entwicklungszusammenarbeit im BMZ, Andreas Gies, sowie der Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günter Nooke. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel informierte die beiden Besucher über die aktuelle Situation in den von der BGR in der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführten Projekten.

Auf dem BGR-Stand im BMWi präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen.

Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) war Dr. Ulrich Schwarz-Schampera, Fahrtleiter der BGR-Expedition im Indischen Ozean, live per Satellitentelefon vom deutschen Forschungsschiff SONNE aus zugeschaltet. Er informierte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka aus erster Hand über den aktuellen Stand der Forschungsfahrt im Indik. Dort erkundet die BGR im Auftrag der Bundesregierung Rohstoffvorkommen in der Tiefsee. Zu ihnen zählen neben Kupfer- und Zinkerzen auch Gold sowie andere wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Die Rohstoffsuche wird durch intensive Erkundungsarbeiten der marinen Umwelt begleitet.
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Die Direktoren der europäischen geologischen Dienste trafen sich zum Strategie-Workshop in der BGR

Europäische geologische Dienste beraten über gemeinsame Strategie, 25.08.2017

Die Direktoren von 19 geologischen Diensten aus ganz Europa haben sich am 23. und 24. August 2017 in der BGR getroffen, um eine neue Strategie für ihre künftige Arbeit abzustimmen. Die BGR hat diesen Workshop für die Dachorganisation EuroGeoSurveys (EGS) ausgerichtet. EGS wurde 1994 unter maßgeblicher Beteiligung der BGR gegründet. Der Verband bündelt das Wissen seiner Mitglieder, um beispielsweise die Europäische Kommission in geowissenschaftlichen Fachfragen zu beraten und geo-relevante EU-Programme mitzugestalten. Ziel des Workshops war, die Zusammenarbeit von EGS weiter zu verbessern.
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Studie

Studie: BGR vergleicht Initiativen für verantwortungs-
vollen Bergbau, 23.08.2017

Sie sollen Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen verhindern und für einen verantwortungsvollen Bergbau und fairen Handel sorgen: Freiwillige Nachhaltigkeitsinitiativen für Massenrohstoffe wie Aluminium und Kohle oder Hightech-Metalle wie Gold, Tantal, Wolfram und Zinn. Rund 40 dieser Initiativen gibt es bereits weltweit für den Bergbau und die Lieferketten mineralischer Rohstoffe. Sie unterstützen die Bemühungen um einen verantwortungsvolleren Abbau dieser für die Gesellschaft notwendigen Rohstoffe. Doch welche Standards und Maßnahmen verbergen sich eigentlich hinter den jeweiligen Initiativen und Zertifizierungssystemen?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt gemeinsam mit der Universität Ulm eine Studie veröffentlicht, in der 19 ausgewählte Initiativen miteinander verglichen werden. Untersucht wurde, welche Ziele die einzelnen Initiativen verfolgen, wie verbreitet sie sind, welche Interessengruppen hinter ihnen stehen, welche inhaltlichen Anforderungen gestellt werden und wie sie in der Praxis arbeiten. Untersucht wurden u. a. Initiativen der UN, von staatlichen Institutionen, der Entwicklungsbank IFC, von Bergbau- und Industrieverbänden, Unternehmen sowie Multi-Stakeholdergruppen, darunter auch Nichtregierungsorganisationen.
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Erloschener Schlot aus dem inaktiven GAUSS-Sulfidfeld, Zentralindischer Rücken

BGR sucht neue Erzvorkommen im Indischen Ozean, 16.08.2017

BGR-Wissenschaftler starten in der nächsten Woche zu einer 50-tägigen Schiffsausfahrt in das deutsche Lizenzgebiet im Indischen Ozean. Dort suchen sie nach neuen Vorkommen von Sulfiderzen. Es ist die mittlerweile vierte Explorationsreise seit Unterzeichnung des Lizenzvertrages im Mai 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ausgangspunkt der Expedition mit insgesamt 37 Forschern und Technikern ist die Hauptstadt von Sri Lanka, Colombo. Als Forschungsplattform dient diesmal das neue deutsche Forschungsschiff „SONNE“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel der Arbeiten sind bisher kaum untersuchte Abschnitte am Südost-Indischen Spreizungsgraben, drei Tagesreisen von Mauritius entfernt. „Wir betreten mit den Arbeiten in diesem wenig untersuchten Teil des indischen Grabensystems wissenschaftliches Neuland. Noch sind es ‚weiße Flecken‘ in der Tiefsee. Aber unsere bisherigen Untersuchungen in den Nachbargebieten lassen darauf schließen, dass wir hier tatsächlich sulfidische Erzablagerungen finden werden“, erklärt BGR-Fahrtleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera.

Mit Hilfe sensorgestützter Geräte sollen in bis zu 4.000 Meter Tiefe neue Erzfelder identifiziert werden.
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An dem von der BGR organisierten Workshop nahmen Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil

Geothermie-Workshop in Dschibuti, 03.08.2017

Die BGR veranstaltete vom 25. bis 27. Juli im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) in Dschibuti einen dreitägigen Workshop zum „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“. An dem Workshop nahmen insgesamt 45 Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil, die aktuell in verschiedene Bohrprojekte in Dschibuti eingebunden sind.

Dschibuti verfügt über ein hohes geothermisches Potenzial, das in den kommenden Jahren unter Federführung des ODDEG weiter ausgebaut und für die Verstromung genutzt werden soll. Dabei unterstützen die BGR und die Afrikanische Union im Rahmen des Geothermie Ostafrika Regional-Projektes (2016–2019).

Der „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wurde 2014–2016 von der BGR für die Afrikanische Union entwickelt. Dabei handelt es sich um einen „Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen“. Das Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung vorzunehmen ist.
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TV-Video zum Workshop
Code de pratique de l’Union Africaine pour le forage géothermique



Teilnehmer des Workshops

BGR informiert in Sambia über Einsatz von Messgeräten für Grundwasser, 31.07.2017

Im Rahmen des IZ-Projektes „Grundwassermanagement in Sambia mit dem Fokus auf das Upper-Kafue-Einzugsgebiet“ hat die BGR am 18. Juli mit den Gemeinden am Kashiba See einen Workshop zum Einsatz von Grundwassermessgeräten durchgeführt. An dem Workshop nahmen 20 Vertreter aus den umliegenden Gemeinden sowie Vertreter des sambischen Nationalen Naturerbe Rates und der Water Ressource Management Authority teil. Der Workshop sensibilisiert für Grundwassermessungen. Es wurde die Bewachung der Geräte diskutiert und lokale Hinweise für die bevorstehende Installation aufgenommen.

Der Kashiba See gehört zu den nationalen Naturerben Sambias. Daher gelten für die Installation von Messgeräten und für die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung spezielle Regeln, die den See und die umliegende Natur schützen sollen. Der Kashiba See liegt im festgelegten Pilotgebiet des Projektes und ist für die Erhebung von Grundwasserdaten besonders interessant, da er mit dem Grundwasser im Austausch steht.
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Training im Gelände

Inspektorentraining in Myanmar, 31.07.2017

Gemeinsam mit dem Departement of Mines (DOM) von Myanmar hat die BGR jetzt das fünfte Inspektorentraining in Taunggyi – der Hauptstadt des Shan-Staates – durchgeführt. Das Inspektorentraining fand unter dem Titel "Waste and Tailings Management in Small and Medium Scale Mining” statt. Es dauerte sechs Tage, davon wurden drei Tage für Bergwerksinspektionen und Gerätetraining genutzt. An dem Programm nahmen insgesamt 39 Experten teil – darunter der Umweltminister des Shan-Staates, mehrere Dozenten der Technischen Universität und der Universität von Taunggyi sowie von regionalen Umweltbehörden.
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Kurzstudie

Neue Kurzstudie: Katar und Iran teilen sich größtes Erdgasfeld der Welt, 20.07.2017

Knapp ein Fünftel der globalen Erdgasreserven werden nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im größten Erdgasfeld der Welt „North Dome/South Pars“ im Persischen Golf vermutet. Das Feld teilen sich die beiden Golfstaaten Katar und Iran. Es ist mehr als 13-mal größer als der „Supergiant“ Groningen in den Niederlanden, berichtet die BGR in ihrer neuen Kurzstudie „Katar und Iran teilen sich das größte Erdgasfeld der Welt“ in der Ausgabe Nr. 54 der „Commodity Top News“.

Nach den Schätzungen der BGR enthielt der „Megagiant“ „North Dome/South Pars“ bei Beginn der Förderung Ende der 1980er Jahre rund 38 Billionen m3 förderbares Erdgas. Das entlang der gemeinsamen Seegrenze von Katar und Iran gelegene Erdgasfeld umfasst eine Fläche von insgesamt 9.700 km2 – halb so groß wie Rheinland-Pfalz. Aus der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.000 m stammten zuletzt (Stand 2015) etwa 7 % des weltweit geförderten Erdgases.

Allerdings herrschen in beiden Ländern unterschiedliche Produktionsbedingungen.
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Teilnehmer des Gesprächs: Prof. Dr.Ralph Watzel, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, Michel Bayédzè K. Dagoh, Manuel Hublitz und Gerd Max Nelke (von links)

Botschafter von Togo besucht BGR, 13.07.2017

Am 12. Juli besuchte der Botschafter von Togo, Michel Bayédzè K. Dagoh, die BGR, um sich über eine mögliche geowissenschaftliche Zusammenarbeit auszutauschen. Während der Gespräche mit BGR-Präsident Ralph Watzel und dem BGR-Abteilungsleiter für internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, zeichneten sich grundsätzlich Möglichkeiten für eine zukünftige Kooperation im Rohstoffbereich ab. An dem Gespräch nahmen auch der Honorargeneralkonsul von Togo, Gerd Max Nelke, und BGR-Mitarbeiter Manuel Hublitz teil.
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Die Arbeitsgruppe diskutiert die Ergebnisse des Workshops

Workshop zur geologischen 3D-Modellierung in Peking, 12.07.2017

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit China nahmen zwei Wissenschaftler der BGR in Peking am 4. Workshop zum Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment“ für die chinesische Stadt Lanzhou (Provinz Gansu) teil. Der Workshop wurde durch die Partnerbehörde, das „China Institute of Geo-Environmental Monitoring“ (CIGEM), organisiert. Ziel des Workshops war die Erstellung eines geologischen 3D-Modells für ein Pilotgebiet am südlichen Rand der Stadt Lanzhou. Das Modell soll als Grundlage für physikalische 3D-Modellierungen von Massenbewegungen dienen. Darüber hinaus bekamen die Wissenschaftler der BGR einen Einblick in den Alltag einer chinesischen Behörde und konnten sich auch über andere Aktivitäten von CIGEM im Bereich Datenerfassung und Monitoring von Massenbewegungen austauschen.
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Die Teilnehmer der Task Force besuchten im Zentrum Oslos das Neubauviertel von Bjørvika am Hauptbahnhof

Europäischer Bodenbewegungsdienst – Task Force-Treffen in Oslo, 10.07.2017

Zu ihrem zweiten Treffen kamen jetzt die Vertreter der Task Force zur Einführung eines europaweiten Bodenbewegungsdienstes in Oslo zusammen. Zum Workshop eingeladen hatten die EU-Kommission, der Norwegische Geologische Dienst, die Norwegische Raumfahrtagentur und die BGR. Die Task Force erarbeitete eine Entscheidungsgrundlage für die EU-Kommission, mit der das Projekt „European Ground Motion Service“ im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms „Copernicus“ realisiert werden soll. Ziel des Copernicus-Dienstes „Eu-GMS“ ist es, künftig europaweit Bewegungen der Erdoberfläche wie z. B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder Landhebungen besser zu erfassen, um entsprechende Vorsorgemaßnahme ergreifen zu können. Welche großen Vorteile der neue Bodenbewegungsdienst bietet, dafür ist Oslo ein gutes Beispiel. Dort wird die satellitengestützte Radarinterferometrie bereits seit Jahren zur Überwachung des Stadtgebietes genutzt, in dem es starke Bodensenkungen gibt.
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Der deutsche Lenkungskreis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums mit Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer (vordere Reihe 5. v.li.)

BGR informiert Vertreter des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, 10.07.2017

Der deutsche Lenkungskreis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer informierte sich jetzt im Dienstbereich Berlin der BGR über aktuelle Rohstoffthemen bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA).

Bei seiner Begrüßung hob BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel die große Bandbreite der BGR-Aktivitäten hervor und stellte die derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte vor. Im Anschluss daran berichtete Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Scheremet, Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über aktuelle Aspekte der deutschen Industriepolitik. DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz gab einen Einblick in die aktuelle Situation und absehbare Trends auf den globalen Rohstoffmärkten. In seinem Vortrag ging er insbesondere auf den Rohstoffbedarf für Zukunftstechnologien ein und verwies auf die Rolle Russlands als einem wichtigen Rohstofflieferanten.

Der Lenkungskreis bereitet die Deutsch-Russische Rohstoffkonferenz vor, die im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland stattfindet. Die 10. Konferenz findet am 29. und 30. November 2017 in der St. Petersburger Bergbauuniversität statt.
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Symbolische Einweihung Antarktis-Station

Neuer Newsletter, 28.06.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2017 ist erschienen.

Forschungsschiff SONNE

BGR jetzt neu im Konsortium Deutsche Meeresforschung, 27.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist jetzt Mitglied im Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM). Vor dem Hintergrund zunehmender Nutzungsansprüche an das Meer intensiviert die BGR damit ihre bestehenden Kooperationen mit den deutschen meereswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen.

Die BGR betreibt seit über 50 Jahren Meeresforschung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Rekonstruktion der geologischen Entwicklung von Kontinenträndern und Randmeeren sowie die Erforschung und Bewertung von Rohstoffpotenzialen in Frontiergebieten einschließlich möglicher nutzungsbedingter Umweltauswirkungen. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR mit Blick auf höchste Umweltstandards marine mineralische Rohstoffvorkommen. Im Pazifik stehen Gebiete mit Manganknollen, im Indik Vorkommen von Massivsulfiden im Fokus der Untersuchungen. Ein weiteres regionales Projekt hat die Erforschung der Entwicklungsgeschichte sowie der Kohlwasserstoffpotenziale im nördlichen Nordatlantik zum Ziel.
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Der Deutsche Botschafter, Michael Grau (Foto li.), und der Bergbau- und Energieminister von Laos, Dr. Khammany Inthirath (Foto Mitte), eröffneten den Workshop

BGR-Workshop zu neuem Berggesetz in Laos, 21.06.2017

Im Rahmen des BGR-Projekts „Bergbauberatung Laos“ fand jetzt in der Hauptstadt Vientiane ein Workshop statt, bei dem mehr als 100 Vertreter von Ministerien, Bergbehörden und aus der Industrie den Entwurf des neuen Berggesetzes erörterten. Die Veranstaltung wurde durch den Deutschen Botschafter, Michael Grau, und dem Bergbau- und Energieminister von Laos, Dr. Khammany Inthirath, eröffnet. Das Ziel des neuen Berggesetzes ist es, die Bergbauaktivitäten (Prospektion, Exploration, Gewinnen und Aufbereiten) unter Berücksichtigung des Lagerstättenschutzes und der Nachhaltigkeit zu ordnen, die Sicherheit der Betriebe und der Beschäftigten im Bergbau zu gewährleisten sowie die staatlichen Einnahmen aus der Bergbauindustrie zu sichern. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Das seit Dezember 2011 im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführte BGR-Vorhaben soll die Kapazitäten der laotischen Bergbehörden sowohl auf zentraler als auch auf Provinzebene (Department of Mines und provincial Department of Energy and Mines) bei der Überwachung und Steuerung des Bergbausektors stärken. Auf diese Weise soll auch die Situation der Beschäftigten und der Bevölkerung in den vom Bergbau betroffenen Gebieten insgesamt verbessert werden.
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Helikopter im Gelände in einem sommerlichen Tundratal

Größte Nordpolar-Expedition der BGR: Blick in die subtropische Arktis, 20.06.2017

Am kommenden Montag (26. Juni 2017) beginnt die 2-monatige CASE 19-Expedition der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in die kanadische Arktis. Bis Anfang September werden 53 Wissenschaftler, Guides, Piloten und Logistiker von 20 Institutionen aus 7 Ländern die Geologie des Kontinentalrandes von Nordamerika untersuchen. Es ist die größte geowissenschaftliche Land-Expedition seit Beginn der terrestrischen Polarforschung der BGR im Jahr 1992.

Auf dem Weg in die Arktis werden die Teilnehmer in Ottawa an einer gemeinsamen Veranstaltung der Deutschen Botschaft und des Geologischen Dienstes von Kanada (GSC) aus Anlass des 175. Geburtstages des GSC und des 150jährigen Jubiläums Kanadas teilnehmen. Bereits drei Tage später werden die Geologen mehr als 3.000 Kilometer weiter nördlich ihr großes Basislager am Nordrand der Ellesmere-Insel aufbauen. Dieses Camp wird Mitte Juli von einer deutsch-kanadischen Delegation besucht, an der der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, GSC-Vertreterin Dr. Louise Laverdure und der der Deutsche Botschafter in Kanada teilnehmen.

Die multidisziplinären Forschungsarbeiten während der CASE 19-Expedition (Circum-Arctic Structural Events) haben mehrere Schwerpunkte. Neben der Erforschung der Struktur und der Entwicklungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinentalrandes untersuchen die Wissenschaftler die Drift der arktischen Kontinentalplatten in den letzten 800 Millionen Jahren, um die Entstehung des Arktischen Ozeans rekonstruieren und verstehen zu können. Von großer Bedeutung ist dabei eine Phase im frühen Tertiär (55–35 Millionen Jahre), als der ehemalige Großkontinent Laurasia endgültig auseinanderbrach und die Voraussetzung für die Bildung des Arktischen Ozeans und der angrenzenden Kontinente schuf. Zur gleichen Zeit war das Klima auf der Erde weltweit so warm, dass es weder Eiskappen noch nennenswerte Gletscher auf der Erdoberfläche gab. In der Arktis herrschte zu dieser Zeit ein subtropisches Klima – nachgewiesen durch BGR-Untersuchungen an Sedimenten und Kohleflözen auf den Neusibirischen Inseln, auf der Ellesmere-Insel und durch eine internationale Bohrung auf dem Lomonossow-Rücken im Arktischen Ozean.

Ziel der Expedition ist das nördlichste an Land aufgeschlossene Tertiär-Vorkommen.
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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (li.) und Ministerpräsident Stephan Weil (2.v.re.) erhielten von BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach (re.) zum Abschluss ihres Besuchs eine Manganknolle aus dem Pazifik als Geschenk

Ministerin besuchte BGR-Stand auf der IdeenExpo, 19.06.2017

Hoher Besuch am BGR-Stand auf der IdeenExpo am vorletzten Tag der Veranstaltung: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries war gekommen, um der BGR weiterhin viel Erfolg bei der Forschung nach Rohstoffen in der Tiefsee zu wünschen. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR im Pazifischen Ozean Gebiete mit Manganknollen sowie im Indischen Ozean Vorkommen von marinen Massivsulfiden. BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach informierte die Ministerin, die bei ihrem Rundgang über die IdeenExpo von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil begleitet wurde, über die aktuellen Forschungsergebnisse. Zum Blickfang entwickelte sich beim Besuch das Original eines Schwarzen Rauchers, den die BGR bei der Technik-Messe für Jugendliche präsentierte. Das Exponat hatten BGR-Forscher bei einer Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen. Seine Entstehung verdankt der 1,10 Meter hohe Schlot einer untermeerischen Quelle, aus der 400 Grad heiße metallreiche Lösungen direkt aus der Erdkruste sprudeln. Am Meeresboden wuchs sich die rohstoffreiche Fracht schließlich zu diesem Prachtexemplar aus, dessen schillernde Schicht aus Kupfer- und Zinkerzen, Gold oder Indium auch die Ministerin faszinierte.
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Zum Film Die BGR auf der IdeenExpo 2017


Die BGR-Experten Henrike Franke (im Foto oben) und Dr. Ulrich Schwarz-Schampera (im Foto unten links) bei ihrer Bühnen-Show auf der IdeenExpo

Bühnenshow mit BGR-Experten auf der IdeenExpo, 15.06.2017

Warum wird man eigentlich Geologe? Was sucht die BGR in der Tiefsee? Welche Rohstoffe stecken in einem Schwarzen Raucher? Diese und viele andere Fragen mussten die beiden BGR-Experten Henrike Franke und Dr. Ulrich Schwarz-Schampera bei ihrer Bühnen-Show auf der IdeenExpo 2017 beantworten. Die BGR präsentiert sich bei der Technik-Messe für Jugendliche in Hannover auf dem Stand des Bundeswirtschaftsministeriums (Halle 9, Stand EF-01). Dort ist das Original eines Schwarzen Rauchers zu sehen, den die BGR bei einer ihrer zahlreichen Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen hat. Der 1,10 Meter hohe Schlot wurde von über 400 Grad heißen metallreichen Lösungen aus der untermeerischen Erdkruste gebildet. Er besteht aus einer drei Zentimeter dicken Kruste aus Kupfer- und Zinkerzen und enthält neben Gold auch wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Neben dem Schwarzen Raucher zeigt die IdeenExpo viele weitere spannende Ausstellungsstücke, darunter auch mehr als 600 Mitmach-Exponate. Die Messe will den Forschergeist bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entfachen und sie für Ausbildungs-, Forschungs- und Arbeitsmöglichkeiten in technischen, naturwissenschaftlichen und innovativen Berufsfeldern interessieren und motivieren. Zahlreiche Workshops und Vorträge sowie Wissenschaftsshows und Experimente runden das Angebot ab. Die IdeenExpo auf dem Messegelände ist noch bis zum 18. Juni täglich von 9 bis18 Uhr geöffnet.
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Die Teilnehmer des Statusseminars

Experten diskutierten in der BGR Rohstofffragen, 08.06.2017

Über Rohstofffragen diskutierten heute rund 50 Vertreter von wissenschaftlichen Einrichtungen aus Deutschland im Rahmen eines Statusseminars, das von der BGR im GEOZENTRUM Hannover veranstaltet wurde. Die Teilnehmer erörterten Aspekte der Lagerstättenerkundung sowie der Erz- und Mineralaufbereitung ebenso wie Fragen zu wirtschaftsstrategischen Rohstoffen oder zu Methoden des analytischen Herkunftsnachweises. Der Expertenrat ist für die BGR von zentraler Bedeutung. Seit 1990 vergibt die BGR zur Unterstützung ihrer Arbeit Aufträge an wissenschaftliche Einrichtungen. In dieser Zeit haben mehr als 30 Institute aus dem In- und Ausland mit ihrer Expertise BGR-Projekte zu speziellen Rohstoffthemen flankiert.
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Kupfer-Tagebau in Kasachstan

BGR-Ländervergleich: China wichtigster Rohstoffproduzent und Importeur, 08.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat eine neue Studie zu den weltweiten Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe (ohne Energierohstoffe und Baurohstoffe) veröffentlicht. Der Vergleich, der auf den Daten aus 180 Ländern basiert, gibt einen Überblick über die Reserven (technisch und wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffe), Ressourcen sowie Bergwerks- und Raffinadeproduktion nach dem Wert der Rohstoffe. Danach ist China (wie schon in der Vorgängerstudie von 2014) weiter der mit Abstand bedeutendste Produzent von Rohstoffen (168 Mrd. US$, 22 % Weltmarktanteil) und Raffinadeprodukten (943 Mrd. US$, 47 % Weltmarktanteil). Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Brasilien und Australien.

Brasilien hat zwar nur die drittgrößte Bergbauproduktion, liegt aber aufgrund der deutlich größeren Raffinadeproduktion im Gesamtranking vor Australien. Auf den weiteren Plätzen folgen Russland, die USA, Kanada, Südafrika, Indien und Chile. In diesen neun Ländern fanden insgesamt 69 % der weltweiten Bergbauproduktion und 66 % der Raffinadeproduktion statt. Zusätzlich verfügen diese Staaten über 74 % der Rohstoffreserven und 63 % der Ressourcen.

Die Bergwerksproduktion wird im weltweiten Vergleich von Eisenerz (33 %), Gold (16 %) und Kupfer (15 %) dominiert. China, Australien und Brasilien hatten im Jahr 2014 einen Anteil von knapp 70 % an der weltweiten Eisenerzproduktion. Bei Kupfer liegt Chile mit einem Produktionsanteil von über 30 % vorn. Bei Gold ist China mit 15 % Weltmarktführer.

Deutschland belegt im Ländervergleich insgesamt Platz 26. Zur Bergbauproduktion trugen vor allem Kalisalz, Steinsalz, Kalk und Kaolin bei. Die Rohstoffreserven basieren im Wesentlichen auf Kalisalz, bei den Ressourcen verfügt Deutschland neben Kali lediglich über kleinere Vorkommen an Kupfer im Kupferschiefer von Spremberg sowie Zinn, Wolfram und Flussspat. Dagegen gehört Deutschland bei der Raffinadeproduktion zu den führenden Nationen (Platz 8). Zu diesem Ergebnis trägt vor allem die Stahlproduktion bei. Aber auch Kupfer, Zement, Aluminium, Blei und Zink spielen eine entscheidende Rolle.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR-Symposium zu Rohstoffpotenzialen und Umweltaspekten in der Tiefsee, 06.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) präsentiert morgen (Mittwoch, 07. Juni 2017) bei einem Umwelt- und Ressourcen-Symposium mit über 60 Teilnehmern die Ergebnisse ihrer Rohstofferkundung in der Tiefsee. Gemeinsam mit Vertretern von acht wissenschaftlichen Institutionen, die an den Explorationsarbeiten in den deutschen Lizenzgebieten beteiligt sind, berichten die BGR-Experten über den Stand der bisherigen Untersuchungen. Die Veranstaltung wird von Repräsentanten der Internationalen Meeresbodenbehörde begleitet, die an den Schiffsexpeditionen teilgenommen haben.

Seit 2006 führt die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Erkundungsarbeiten für marine Rohstoffpotenziale durch. Nach dem Start mit der Exploration von Manganknollen im zentralen Pazifik besitzt die BGR seit 2015 eine zweite Lizenz für polymetallische Sulfiderze im westlichen Indischen Ozean. Die Rohstoffsuche wird durch intensive Erkundungsarbeiten der marinen Umwelt begleitet. Das erstmalig durchgeführte Symposium bietet die Gelegenheit zu einem transparenten fachlichen Austausch zum Thema Marine Rohstoffe und Umwelt.
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Die Region des Tschadseebeckens

BGR informierte über Ressourcenkonflikte im Tschadseebecken, 06.06.2017

In einer Informationsveranstaltung im Rahmen des Stipendiatenprogramms der Friedrich-Ebert-Stiftung haben jetzt Experten der BGR in Hamburg über ihre Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit berichtet. Sie stellten das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ vor, in dem sich die BGR seit 2014 engagiert.

Das Tschadseebecken erstreckt sich über acht afrikanische Staaten und umfasst mehrere grenzüberschreitende Flüsse. Klimatische Faktoren, ein hohes Bevölkerungswachstum, der Bau von Dämmen und Bewässerungsprojekte haben in den vergangenen vier Jahrzehnten die Oberfläche des Tschadsees auf nur noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe schmelzen lassen. Die dadurch verschärfte Knappheit der Frischwasserressourcen und der Rückgang der Fischerei haben zu erheblichen Problemen bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln sowie zu sozialen Spannungen und Armut geführt. Ziel des Projekts ist es, die 1964 von den Anrainerstaaten gegründete Kommission bei dem grenzüberschreitenden Management der Wasserressourcen zu unterstützen. Flankiert wird die Arbeit durch die Erhebung von Grundwasserdaten sowie die Beratung bei der Entwicklung langfristiger Strategien für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Darüber hinaus beraten die BGR-Experten auch die fünf Mitgliedsstaaten Kamerun, Niger, Nigeria, Tschad und Zentralafrikanische Republik bei der Einrichtung eines länderspezifischen Grundwassermonitorings.
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel begrüßte beim Planungsworkshop auch OSS-Generalsekretär Khatim Kherraz (Foto vorn re.).

Workshop zur Fernerkundung im Maghreb-Projekt, 30.05.2017

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit besuchten jetzt Vertreter des Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) die BGR zu einem Planungsworkshop. Gemeinsam mit dem Partner OSS führt die BGR in den drei nordafrikanischen Ländern Algerien, Marokko und Tunesien das Projekt „Regionale Zusammenarbeit im Wassersektor (Maghreb)“ durch. Ziel des Vorhabens ist es, den örtlichen Fachinstitutionen einen vereinfachten Zugang zu aktuelleren Daten und verbesserten Methoden zum nachhaltigen Grundwassermanagement zu ermöglichen. Die lokalen Partner werden hierbei sowohl von BGR-Experten aus dem Grundwasserbereich als auch aus der Fernerkundung unterstützt. Das jetzige Treffen, bei dem BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auch OSS-Generalsekretär Khatim Kherraz begrüßen konnte, diente dazu, weitere Fortbildungsmaßnahmen für das Projekt im Bereich der Fernerkundung zu planen.      
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Die Ausstellung zeigt auch Leihgaben der BGR: Im Vordergrund ist ein Stück von einem Schwarzen Raucher (Mitte) zu sehen, in der Vitrine links werden Manganknollen vom Boden des Pazifik gezeigt

BGR zeigt Exponate im Museum Rammelsberg, 22.05.2017

„Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe – 25 Jahre Denkmalvermittlung“ heißt eine Sonderausstellung, die gestern (Sonntag, 21. Mai 2017) im Museum und Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar eröffnet wurde. Die Ausstellung, die noch bis zum 12. November zu sehen ist, vermittelt einen Einblick in die Geschichte des Weltkulturerbes und des Harzer Bergbaus im Allgemeinen. Unter den gezeigten Exponaten, die u. a. das Leben der Bergmänner sowie geologische Fragestellungen oder Themen der Montanarchäologie und des Naturschutzes beleuchten, sind auch Leihgaben der BGR. So gehört ein Stück eines so genannten „Black Smoker“ zu den Ausstellungsstücken. Er wurde von Wissenschaftlern der BGR in knapp 2.500 Meter Tiefe aus dem Indischen Ozean geborgen. Am Meeresboden austretende heiße mineralische Lösungen führen zur Bildung der Schwarzen Raucher. Die Sulfidvorkommen mit ihren hohen Anteilen an Buntmetallen, Gold, Silber und Spurenelementen (u. a. Antimon, Gallium, Indium, Kobalt oder Nickel) sind Ziel wissenschaftlicher Untersuchungen der BGR. Auf gleiche Weise wie diese Lagerstätten in der Tiefsee sind auch die Erze des Rammelsbergs entstanden.     
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Gemeinsame Geländearbeiten zur Messung der Grundwasserstände durch Experten des Ministeriums für Wasser und Bewässerung (MWI) und der BGR in der jordanischen Wüste

BGR-Präsident traf jordanischen Wasserminister, 22.05.2017

Am Rande seines Besuchs der 10. Jahreskonferenz des Vereins German Water Partnership (GWP) zum Thema „Fluchtursachen bekämpfen – die deutsche Wasserwirtschaft vor Ort“ traf Jordaniens Wasserminister Dr. Hazim El-Naser auch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. Bei ihrem Gespräch im BGR-Dienstbereich Berlin erörterten Dr. El-Naser und Prof. Watzel aktuelle Aufgaben im Rahmen der bewährten Zusammenarbeit zwischen dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung (MWI) und der BGR. Beide Partner führen derzeit in Jordanien zwei Grundwasser-Projekte durch. Eines dieser Vorhaben zielt speziell auf ein verbessertes Ressourcenmanagement, insbesondere vor dem Hintergrund der syrischen Flüchtlingskrise. Der Minister hob die wichtige Rolle der BGR bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen auf dem Gebiet der Wasserversorgung hervor. Gleichzeitig bedankte er sich bei der BGR für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die BGR engagiert sich im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bereits seit fast 60 Jahren in Jordanien.     
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Kobalthydroxid aus der Lagerstätte Tenke Fungurume

Neuer Kurzbericht zur Bedeutung der DR Kongo für den Kobaltmarkt, 10.05.2017

Die BGR hat heute den Kurzbericht „Kobalt aus der DR Kongo – Potenziale, Risiken und Bedeutung für den Kobaltmarkt“ (Commodity TopNews 53) veröffentlicht. Das zentralafrikanische Land ist mit über 60 % der Bergwerksförderung weltweit größter Produzent dieses Rohstoffes, der unter anderem für Lithium-Ionen-Batterien für Elektro-PKW und Handys notwendig ist. In dem neuen „Faktencheck“ wird die Gewinnung von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und deren Bedeutung für den Weltmarkt dargestellt.

Einfluss auf die weltweite Versorgung hat vor allem der Abbau in der DR Kongo. So wird Kobalt dort nicht nur industriell, sondern auch im artisanalen Kleinbergbau gewonnen. Dabei wurden in der DR Kongo in den vergangenen Jahren wiederholt Missstände, wie Kinderarbeit oder prekäre Arbeitsbedingungen festgestellt und dokumentiert. Einige Abnehmer, insbesondere aus der Elektronikindustrie, fordern daher inzwischen von den Grubenbetreibern und Zulieferern die Einhaltung sozialer Standards und die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette.
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Prof. Dr. Ralph Watzel und Generalkonsulin Sylvia Arifin mit der Absichtserklärung

Rekultivierung von Bergbauflächen: BGR unterzeichnet Absichtserklärung mit Indonesien, 09.05.2017

Es wird als Bestandteil von Mobiltelefonen, Verpackungen und PVC-Kunststoffen benötigt: Das silbrig glänzende Metall Zinn. Weltweit werden jedes Jahr über 300.000 Tonnen dieses Rohstoffes in 25 Ländern produziert. Hinter Weltmarktführer China folgt Indonesien mit einer Bergbauförderung von etwa 100.000 Tonnen pro Jahr. Deutschland ist weltweit der viertgrößte Importeur raffinierten Zinns, dabei kam zuletzt ein Viertel der Zinnimporte aus Indonesien.

Das weltweite „El Dorado“ des Zinns liegt östlich vor der Küste von Sumatra. Auf der indonesischen „Zinninsel“ Bangka und im Meer davor befinden sich einige der international größten Vorkommen. Dort wird der begehrte Rohstoff im industriellen sowie artisanalen Bergbau in mehreren hundert kleinen Minen und mit Baggerschiffen abgebaut. Dies geschieht teilweise mit gravierenden Eingriffen in die Natur. Beeinträchtigte Landschaften und für eine spätere landwirtschaftliche Nutzung ungeeignete Flächen sind häufig die Folge.

Die BGR möchte gemeinsam mit dem indonesischen Bergbauministerium wissenschaftliche Lösungskonzepte zu dieser Problematik entwickeln. Daher hat heute BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel mit der indonesischen Generalkonsulin Sylvia Arifin, in Vertretung für das indonesische Bergbauministerium, im Geozentrum Hannover eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für eine Pilotmaßnahme zur nachhaltigen Rekultivierung von Bergbauflächen auf der „Zinninsel“ Bangka unterzeichnet.
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DERA-Rohstoffliste 2016.

DERA veröffentlicht Liste zu potenziell kritischen Rohstoffen, 04.05.2017

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute die neue DERA-Rohstoffliste zu potenziell kritischen Rohstoffen veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Die Beschaffung von zahlreichen mineralischen Rohstoffen und Zwischenprodukten, die für den Ausbau von Zukunfts- und Schlüsseltechnologien unentbehrlich sind, unterliegt weiterhin hohen Preis- und Lieferrisiken. Gründe hierfür sind neben der zum Teil ausgeprägten Marktmacht einzelner Rohstoffländer auch die erhöhten politischen Risiken. Die Ergebnisse der DERA-Rohstoffliste sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie wichtig, um Schwachstellen in ihrer Lieferkette zu identifizieren.

Bei vielen Rohstoffen haben sich in den vergangenen zwei Jahren die Beschaffungsrisiken sogar noch erhöht, daran haben auch die gesunkenen Rohstoffpreise nichts geändert: 40 % der knapp 300 von der DERA untersuchten Rohstoffe und Zwischenprodukte weisen hohe potenzielle Beschaffungsrisiken auf. Dazu zählen beispielsweise Hochtechnologiemetalle wie etwa Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Gallium oder auch Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram. Insbesondere bei der Weiterverarbeitung der Rohstoffe zeigt die Neuauflage der Rohstoffliste eine deutliche Zunahme der Angebotskonzentration, beispielsweise bei der Produktion von Aluminium oder Stahl.
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Dr. Thomas Wonik, stellvertretender Direktor des LIAG, eröffnet die Tagung.

Norddeutsche Geothermietagung zeigt Wege für klimafreundliche Energieversorgung, 03.05.2017

Wie könnten Städte in Zukunft mit Energie versorgt werden und welche Rolle könnte dabei die Erdwärme spielen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich heute (3. Mai 2017) die Teilnehmer der 9. Norddeutschen Geothermietagung im Geozentrum Hannover. „Wenn Bauherren etwas für den Klimaschutz tun wollen, sollten sie auf die Geothermie setzen. Sie ist die ökologisch und ökonomisch günstigste alternative Energiequelle“, sagt Erdwärme-Experte Holger Jensen vom Zentrum für TiefenGeothermie / Oberflächennahe Geothermie (ZTG) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Bei Windenergieanlagen ist die Wartung kostenintensiver und bei der Herstellung von Solarzellen die Ökobilanz ungünstiger.

Bundesweit befindet sich die Branche nach einer längeren Durststrecke wieder in einem Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr wurden über 20.000 Geothermie-Wärmepumpen neu installiert. Ein Grund dafür sind neue Fördermöglichkeiten für die oberflächennahe Geothermie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
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Die BGR entwickelt neue Instrumente für ein besseres Krisenmanagement küstennaher Grundwasservorkommen.

Neue Instrumente für ein besseres Krisenmanagement bei küstennahem Grundwasser, 02.05.2017

Die Hamburger Sturmflut 1962 war nicht nur eine Katastrophe für die Hansestadt, sondern auch für die ostfriesischen Inseln, die wie Wellenbrecher vor der deutschen Küste liegen. Besonders betroffen war Baltrum. Dort gab es neben den sichtbaren Schäden an Häusern und Deichen auch zunächst nicht sichtbare Schäden im Untergrund. Salzwasser drang in die Dünentäler vor und sickerte in die genutzten Grundwasservorkommen ein. Noch Jahre später standen auf Baltrum nur wenige Brunnen für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung. Angesichts des Meeresspiegelanstiegs droht die Gefahr, dass sich solche Versalzungen an den Küsten wiederholen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt auf Basis der damals gemessenen Daten Instrumente für ein besseres Krisenmanagement für ähnliche Katastrophenfälle entwickelt.

Die BGR-Forscher werteten für ihre Computermodelle Datensätze aus, die in den 60er Jahren von Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung (heute Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie) erhoben wurden. Die Wissenschaftler berechneten die Menge des eingedrungenen Meerwassers und die Geschwindigkeit, mit der sich das Salzwasser im linsenförmigen Grundwasserkörper Baltrums ausgebreitet hat. „Dabei stellten wir fest, dass das Salzwasser innerhalb von nur wenigen Monaten bereits große Teile des oberflächennahen Süßwassers verschmutzt hatte. Es dauerte 6 bis 8 Jahre, bis nachsickerndes Regenwasser das Brackwasser wieder vollständig verdrängen konnte und das Grundwasser wieder nutzbar war“, erklärt BGR-Hydrogeologe Dr. Vincent Post, der die Ergebnisse der BGR-Untersuchungen jetzt zusammen mit seinem Kollegen Dr. Georg Houben im „Journal of Hydrology“ veröffentlichte.    

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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) und BGR-Fachbereichsleiter Christoph Gaedicke mit dem Gondwana-Modell.

BGR-Präsident weiht modernisierte Antarktis-Station symbolisch ein, 27.04.2017

Sie hat eine neue Haustechnik, bessere sanitäre Einrichtungen, Solarpanele, eine neue Seewasser-Aufbereitungsanlage und eine biologische Abwasserreinigung: Die jetzt komplett modernisierte Antarktis-Station der BGR. Sie steht der Bundesbehörde dadurch mindestens weitere 25 Jahre als moderne Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen zur Verfügung.

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel hat die Gondwana-Station heute (27.04.2017) offiziell eingeweiht. Dafür hat er auf der Empore des Geozentrums Hannover ein maßstabsgetreues Modell der Antarktis-Station symbolisch enthüllt. Prof. Dr. Ralph Watzel: „Viele Einzelheiten fügen sich nun zu einem Ganzen. Ein Dank an alle Beteiligten für das große Engagement!“

Die Forschungsstation Gondwana wurde im Januar 1983 als einfache Schutzhütte (Biwak-Schachtel) errichtet und in Betrieb genommen. 1988/89 wurde sie zur Sommerstation ausgebaut. Das Hauptgebäude in Containerbauweise ist seither in Betrieb.

Mitte 2015 starteten dann die Modernisierungsarbeiten, die inzwischen abgeschlossen sind. Jetzt sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert.

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Holothuria Peniagone leander

Neuer Newsletter, 26.04.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2017 ist erschienen.

9. Norddeutsche Geothermietagung

Norddeutsche Geothermietagung zur Energieversorgung von Städten, 26.04.2017

Wie kann die Geothermie zur Energieversorgung von Städten beitragen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Geothermieanlagen? Wie können Erdöl- und Erdgasbohrungen für die tiefe Geothermie genutzt werden?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die rund 150 Teilnehmer der 9. Norddeutschen Geothermietagung am 3. Mai im GEOZENTRUM Hannover. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Regenerative Energieversorgung von Stadtquartieren mit tiefer und oberflächennaher Geothermie“. Dabei geht es um Strategien für eine nachhaltige Wärmeversorgung ganzer Stadtteile.

Die diesjährige Keynote spricht Prof. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied des Weltklimarats IPCC, der 2007 mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore den Friedensnobelpreis erhalten hat. Prof. Peter Lemke geht der Frage nach: „Klimawandel: Was kommt auf uns zu?“.
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Zur Pressemitteilung 9. Norddeutsche Geothermietagung

BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne (Foto li.) und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auf dem Messe-Stand der BAM.

Treffen der Präsidenten von BAM und BGR auf der HANNOVER MESSE, 25.04.2017

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel traf sich auf der HANNOVER MESSE mit dem Präsidenten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Prof. Dr. Ulrich Panne. Beide Präsidenten tauschten sich über aktuelle Entwicklungen aus und erörterten das Vorgehen bei gemeinsamen Aufgaben. Die BAM ist ebenso wie die BGR eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Nach dem Gespräch führte Prof. Panne (Foto li.) seinen Amtskollegen von der BGR über den Messe-Stand der BAM.

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Prof. Dr. Peter Wycisk (Foto li.) bei der Übergabe des geologischen 3D-Modells an BGR-Abteilungsleiter Dr. Volkmar Bräuer.

BGR erhält weltweit einmaliges geologisches 3D-Modell, 25.04.2017

Eines der größten Glasmodelle für geologische 3D-Darstellung weltweit steht seit heute (25.04.2017) im GEOZENTRUM Hannover. Das aus Kristallglas gefertigte dreidimensionale geologische Modell (60x30x12 Zentimeter) des Staßfurter Salzsattels wurde von Prof. Dr. Peter Wycisk von der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg zur Verfügung gestellt. Prof. Wycisk übergab das Exponat als Dauerleihgabe dem Leiter der BGR-Abteilung Unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum, Dr. Volkmar Bräuer. Die BGR hatte die geologischen Daten für den gläsernen Wissensspeicher geliefert, das Fachgebiet Hydro- und Umweltgeologie der Universität Halle-Wittenberg zeichnete für die Visualisierung verantwortlich. Das Modell zeigt mit originalgetreuen Daten den Untergrund der Stadt Staßfurt (Sachsen-Anhalt) mit seinem Salzsattel sowie den früheren Grubengebäuden. Ein Zwillingsmodell dieser eindrucksvollen Arbeit, die Prof. Wycisk als „dreidimensionale Antwort auf die alten geologischen Karten“ bezeichnete, ist im Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt zu sehen.

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Eröffnung der Sonderausstellung

Ausstellung im Meeresmuseum mit BGR-Exponaten eröffnet, 12.04.2017

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat gestern (11. April 2017) im Deutschen Meeresmuseum Stralsund die Ausstellung „Nutzung der Meere – von der Tiefsee bis in die polaren Regionen“ eröffnet. Fachlich unterstützt wird die Sonderschau, die das Museum im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane“ zeigt, vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und der BGR. Die Besucher erfahren im Meeresmuseum Wissenswertes über potenzielle Rohstoffquellen der Tiefsee und die damit verbundenen Herausforderungen sowie über die Erforschung und den Schutz der polaren Lebensräume. Ein Highlight unter den Exponaten ist das Original eines Schwarzen Rauchers, den die BGR auf einer ihrer Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen hat. Der 1,10 Meter hohe Schlot wurde von über 400 Grad heißen metallreichen Lösungen aus der untermeerischen Erdkruste gebildet. Er besteht aus einer drei Zentimeter dicken Kruste aus Kupfer- und Zinkerzen und enthält neben Gold auch wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Daneben werden in diesem Teil der Ausstellung auch Manganknollen und kobaltreiche Mangankrusten aus wissenschaftlichen Arbeiten der BGR gezeigt. Im zweiten Teil der Ausstellung wird die Lebewelt der Polarregionen präsentiert. Zu den Exponaten gehören lebensechte Modelle von Beluga- und Narwal sowie Nachbildungen von Krill. Die Ausstellung ist täglich ab 10 Uhr im Deutschen Meeresmuseum Stralsund zu sehen.
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Weitere Informationen zum Meeresmuseum


Die Teilnehmer des NAG-Treffens

Geologische Dienste wollen noch enger zusammenarbeiten, 10.04.2017

In Reykjavik diskutierten jetzt Vertreter der sog. Northeast Atlantic Geoscience (NAG)-Gruppe über aktuelle Entwicklungen der geowissenschaftlichen Forschung und Möglichkeiten der künftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. An dem dreitägigen Treffen der NAG-Gruppe, in der die Staatlichen Geologischen Dienste von Island, der Faröer-Inseln, Irland, Nordirland, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Dänemark, der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland zusammenarbeiten, nahm für die BGR als Vertreter Deutschlands in diesem Gremium der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, teil.

Der Geologische Dienst von Island, einem der Mutterländer der Erdwärmenutzung, informierte über laufende Projekte der Tiefengeothermie: bspw. Tiefbohrungen zur Erschließung von überkritischem Wasser (Iceland Deep Drilling Project) oder das direkte Anbohren von glutflüssigem Magma (Krafla Magma Testbed). Breiten Raum nahm bei dem Arbeitstreffen auch das Thema der geowissenschaftlichen Kartierung im Offshore-Bereich und diesbezügliche Kooperationsmöglichkeiten ein. Schon bisher gingen von der NAG-Gruppe richtungsweisende Impulse für die internationale geowissenschaftliche Zusammenarbeit in Europa aus. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, dieses Ziel weiterhin gemeinsam zu verfolgen. Das nächste Treffen der NAG-Gruppe wird am 2./3. November 2017 im Dienstbereich Berlin-Spandau der BGR stattfinden.
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Logo GeoERA

GeoERA startet Aufruf zum Einreichen von Projektideen, 04.04.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt sich gemeinsam mit mehr als 40 nationalen und regionalen geologischen Diensten aus mehr als 30 Ländern am europäischen Projekt Horizon-2020-ERA-Net “Establishing the European Geological Surveys Research Area to deliver a Geological Service for Europe” (GeoERA). Das Verbundvorhaben unterstützt in den kommenden Jahren den Aufbau einer europäischen Plattform für Geo-Daten und Geo-Projekte. Die Europäische Kommission beteiligt sich hieran mit 10 Millionen Euro.

GeoERA startet heute (4. April 2017) einen Aufruf zur Einreichung von Projektideen als erste Stufe des Ausschreibungsverfahrens. Der Aufruf richtet sich an die Allgemeinheit, um eine weite Beteiligung aller Interessenten zu ermöglichen, die Daten, Informationen und Dienstleistungen der Angewandten Geowissenschaften brauchen und verwenden.
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Panorama der Siliziummetallhütte der Firma PCC BakkiSilicon auf Island

Aktualisierte Studie zum Auslandsbergbau, 03.04.2017

Die Zahl der im Auslandsbergbau tätigen deutschen Firmen ist nach einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in den letzten fünf Jahren um 10 % zurückgegangen. Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den Energierohstoffen aus. Große Unternehmen wie E.ON, EWE oder RWE haben sich aus der Förderung von Erdgas und Erdöl im Ausland zurückzogen. Betroffen sind aber auch Mittelständler bei der Gewinnung mineralischer Rohstoffe. So beendeten einige von ihnen aufgrund von Sicherheitsproblemen in Nigeria sowie in der Ostukraine ihr dortiges Engagement.

Derzeit sind 70 deutsche Unternehmen sowie sieben Privatpersonen im Auslandsbergbau aktiv. Sie fördern mehr als 40 verschiedene Rohstoffe aus über 1.600 Gewinnungsstellen in 68 Ländern auf sechs Kontinenten. Das ist das Ergebnis der neu überarbeiteten BGR-Studie „Deutscher Auslandsbergbau“, die alle fünf Jahre aktualisiert wird.
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Die Teilnehmer des Workshops

Copernicus-Dienst – Experten-Workshop in der BGR, 30.03.2017

Auf Einladung der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums und der BGR fand jetzt im GEOZENTRUM Hannover ein Workshop mit 40 Experten aus 16 europäischen Ländern zur Verwirklichung eines internationalen Bodenbewegungsdienstes statt. Die Teilnehmer – Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung sowie von Geologischen und Geodätischen Diensten – diskutierten die fachlichen und administrativen Rahmenbedingungen für die Realisierung eines „Supra Nationalen Bodenbewegungsdienstes“ im Rahmen des „Copernicus“-Programms. Ziel dieses Copernicus-Dienstes ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche, wie z. B. Hangrutschungen, Landsenkungen, Landhebungen oder die Folgen von Erdbeben und deren zeitlichen Verlauf besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen.
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Teilnehmer des Workshops im BGR-Dienstbereich in Berlin

BGR-Kooperation mit China: Gefährdung durch Rutschungen analysiert, 28.03.2017

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit fand jetzt im BGR-Dienstbereich Berlin der dritte Workshop zum Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment“ (LHARA) für die chinesische Stadt Lanzhou (Provinz Gansu) mit Vertretern des “China Institute for Geo-Environmental Monitoring” (CIGEM) und des “Bureau of Land and Resources of Lanzhou” statt. Die Teilnehmer des Workshops haben erstmals die Gefährdung durch Massenbewegungen in Löss-Sedimenten in dieser zentralchinesischen Region im regionalen Maßstab analysiert. Ziel der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit ist eine noch gezieltere Raumplanung, die die Kenntnisse über Rutschungen und Schlammlawinen in dem rasant wachsenden Großraum Lanzhous (3,6 Millionen Einwohner) stärker berücksichtigt, um potenzielle Risiken, z. B. für Siedlungen, Straßen oder kritische Infrastrukturen, noch zielgerichteter zu mindern. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen werden im November 2017 in einem Abschlussworkshop in China vorgestellt. Teilnehmer werden dann auch Vertreter des zuständigen Ministeriums für Land und Ressourcen Chinas, der Provinz Gansu, der Stadt Lanzhou sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sein. Geplant ist, die Kooperation zwischen den chinesischen Partnern und der BGR über das Jahr 2017 hinaus unter neuer Schwerpunktsetzung fortzuführen.  
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Weitere Informationen zum Projekt

Tagungsteilnehmer der Abschlusskonferenz

Abschlusskonferenz zur „Verminderung von Georisiken“ in Indonesien, 27.03.2017

Der Abschluss der seit 2002 währenden technischen Zusammenarbeit zwischen der BGR und den indonesischen Partnerbehörden des Ministeriums für Energie und Mineralische Rohstoffe wurde in Bandung (Indonesien) mit einer Tagung unter Beteiligung der Deutschen Botschaft, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UNOCHA) gewürdigt. Die Projektkooperation erfolgte innerhalb des vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Programms „Gute Regierungsführung“, das den Ende der neunziger Jahre begonnenen Prozess der Dezentralisierung in Indonesien begleitete.

Das Projekt „Verminderung von Georisiken“ unterstützte beim Aufbau von Kapazitäten für ein vorsorgendes Naturkatastrophen-Management, u. a. auf lokaler Ebene. Mit der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 – der allein in Indonesien mehr als 165.000 Menschen zum Opfer fielen – weitete die BGR ihr Engagement besonders bei der Entwicklung umfassender Methoden zur Bewertung von Geogefahren und Georisiken aus. Gemeinsam mit den Projektpartnern vom Geologischen Dienst von Indonesien und der Fortbildungsbehörde des Ministeriums für Energie und Mineralische Rohstoffe sowie Vertretern von geologischen Diensten, Raumplanungs- und Katastrophenmanagementbehörden der Pilotregionen diskutierten die etwa 100 Teilnehmer der Abschlusskonferenz Ergebnisse und Entwicklungen des Projekts.   
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Podiumsdiskussion mit BGR-Wissenschaftlern

BGR auf nationalem Forum für Fernerkundung und Copernicus, 23.03.2017

Am 14. und 15.März 2017 fand das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) in Berlin statt. Die BGR nahm mit einem Impulsvortrag über den Bodenbewegungsdienst in der Fachsession „Copernicus for Mining“ teil. In der Podiumsdiskussion zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung war die Position der BGR-Fernerkundung zu Chancen und Herausforderungen des Copernicus-Programmes gefragt. Der Bodenbewegungsdienst Deutschland wurde in mehreren Plenumsbeiträgen Dritter als wegweisender Pilotservice hervorgehoben.   
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Pressemitteilung der BGR zur „Satellitengestützten Bodenbewegungskarte für Deutschland“
Weitere Informationen zu Copernicus

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Tiefseebergbau: Experten beraten über Regeln für den Abbau, 17.03.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Umweltbundesamt (UBA) machen sich für einen konsequenten Umweltschutz beim Bergbau in der Tiefsee stark. Auf einem mit der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA, International Seabed Authority) veranstalteten Experten-Workshop in Berlin riefen beide Behörden dazu auf, sowohl die Chancen als auch die Risiken eines künftigen marinen Rohstoffabbaus umfassend zu bewerten und den Vorsorgegrundsatz genau zu beachten. Wichtig sei auch, große Schutzgebiete vorzusehen, damit die Biodiversität der Tiefsee ausreichend geschützt wird. Bei der Veranstaltung diskutieren rund 100 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer den im Januar 2017 von der ISA vorgelegten Entwurf für Umweltregularien beim Tiefseebergbau.

Aufgrund gestiegener Rohstoffnachfrage und technologischer Innovation ist die Gewinnung von Bodenschätzen aus der Tiefsee stärker in den Fokus des politischen und wirtschaftlichen Interesses gerückt. In den Tiefen der Ozeane lagern rohstoffreiche Manganknollen, Mangankrusten und Massivsulfide. Sie enthalten Metalle für Erneuerbare Energien und Anwendungen in der Hochtechnologie wie Kupfer, Nickel oder Kobalt sowie Spurenelemente wie Lithium, Indium, Gallium oder Germanium, ohne die kein Elektroauto fährt, sich kein Windrad dreht oder kein Smartphone funkt. Mittelfristig kommen die tiefen Lagerstätten im Meer als neue Rohstoffquelle in Betracht; zumindest könnten sie die Vorkommen an Land ergänzen.

...

„Vor einem Rohstoffabbau müssen die Umweltauswirkungen wissenschaftsbasiert geprüft werden. Für Deutschland bietet sich die Chance, eine Vorreiterrolle durch umweltschonende Technologien und hohe rechtliche Standards einzunehmen“, betont der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. „Wir wissen noch nicht genau, wie es in der Tiefsee aussieht, und was wir alles schützen müssen. Es bleibt auch die Frage, ob wir einer Rohstoffknappheit nicht besser begegnen können – etwa durch ein ambitionierteres Recycling in Deutschland“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.
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Zur Pressemitteilung Tiefseebergbau: Deutschland setzt sich für hohe Umweltstandards ein – Internationale Experten beraten über Regeln für den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden

Fernseh-Moderator Johannes Büchs mit einem begeisterten Schüler.

Unterirdisch gut! Geo-Show begeisterte Schüler, 15.03.2017

Fernseh-Moderator Johannes Büchs („neuneinhalb“, ARD, „Kann es Johannes?“, KiKA) begeisterte rund 750 Schülerinnen und Schüler in der Milleniumhalle in Braunschweig. Mit seiner Geo-Show „Unterirdisch“ trat Büchs im Begleitprogramm des Colloquiums der Tiefbohrprogramme IODP (International Ocean Discovery Program) und ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) auf, das in Kooperation mit der BGR jährlich stattfindet. Büchs nahm die Schüler (5. – 12. Klasse) aus Braunschweig, Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter und Elze in seiner interaktiven Bühnenshow mit auf eine Reise unter die Erde. Gemeinsam mit Geowissenschaftlern behandelte der TV-Mann auf anschauliche Weise höchst komplexe Fragestellungen. So erfuhren die Jungen und Mädchen, wie mit kilometertiefen Bohrungen zu Lande und auf dem Wasser die Ursachen des Klimawandels erforscht werden oder aber nach Rohstoffen gesucht wird. Für zusätzliche Spannung sorgten Live-Schaltungen auf ein Forschungsschiff im Südchinesischen Meer und in das Internationale Bohrkernlager in Bremen.    
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Teilnehmer des internationalen Arktis-Workshops im GEOZENTRUM Hannover

Internationaler Workshop über die Geologie der Arktis im GEOZENTRUM, 13.03.2017

Die Arktis gehört zu den bisher noch wenig erforschten großen Naturräumen dieser Erde. Seit 1992 erkundet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Zusammenarbeit mit internationalen wissenschaftlichen Institutionen aktiv die Arktis. Im Rahmen des Projekts CASE (Circum-Arctic Structural Events) hat die BGR inzwischen rund 20 geologische Landexpeditionen nach Spitzbergen, Nordgrönland, Sibirien und in die kanadische Arktis organisiert und durchgeführt. Über 70 Experten aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Schweden, den USA und Deutschland treffen sich ab heute (13. März 2017) zu einem viertägigen Workshop im GEOZENTRUM Hannover, um über den bisherigen Forschungsstand zu diskutieren.

„Noch immer gibt es viele offene Fragen. So wissen wir immer noch nicht genau, wie der arktische Ozean entstanden ist“, erklärt BGR-Polarforscher Dr. Karsten Piepjohn, der als CASE-Projektleiter den Workshop organisiert hat. Zur Klärung der Forschungslücken sind weitere Expeditionen erforderlich.
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Zur Pressemitteilung Internationaler Workshop im GEOZENTRUM Hannover: 70 Polarforscher aus 11 Nationen diskutieren über die Geologie der Arktis

Teilnehmer des aktuellen Trainingskurses in Bangkok

Internationaler Trainingskurs der BGR zur Raumplanung in Bangkok, 27.02.2017

Die BGR führt zurzeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bangkok (Thailand) den ersten von drei internationalen Trainingskursen zur Prävention gegen Naturkatastrophen durch. Die 15 Teilnehmer des Kurses aus sieben Ländern (Indonesien, Kambodscha, Laos, Myanmar, Papua-Neuguinea, Vietnam und Thailand) repräsentieren Institutionen unterschiedlicher Fachrichtungen (u. a. Geowissenschaften, Raumplanung, Umwelt und Bauwesen) mit einem nationalen Mandat, geowissenschaftlich fundierte Risikobewertungen gegenüber Naturgefahren umzusetzen. Die aktuelle Trainingsmaßnahme, die vom Geologischen Dienst Thailands (DMR) unterstützt wird, beschäftigt sich mit „risikosensitiver Raumplanung“. Bestandteil ist auch eine Exkursion in die thailändische Stadt Ayutthaya, deren Altstadt zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Teilnehmer lernen hier lokale Maßnahmen zur Minderung des Überflutungsrisikos kennen. Ayutthaya war 2011 massiv durch Überflutung geschädigt worden.

Neben dem aktuellen Kurs sind zwei weitere Trainingsmaßnahmen auf den Philippinen (September 2017) und in Vietnam (März 2018) geplant. Die Kurse werden von der BGR gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat des Koordinierungskomitees für die Umsetzung geowissenschaftlicher Programme in Süd- und Südostasien (CCOP) organisiert und umgesetzt. Mit der Maßnahme unterstützt die BGR Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im ost- und südostasiatischen Raum bei der Umsetzung der Agenda des globalen Sendai-Rahmenprogramms 2015–2030 zur Minderung von Risiken im Fall von Naturkatastrophen. Die Kurse sollen die Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Fachbehörden stärken. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse im Rahmen des präventiven Katastrophen-Risiko-Managements durch belastbare Datengrundlagen zu verbessern.
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Flugzeug

Neuer Newsletter, 27.02.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2017 ist erschienen.

Dr. Christian Reichert leitet die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 23.02.2017

Dr. Christian Reichert ist jetzt für ein weiteres Jahr zum Vorsitzenden der Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (engl. ISA) mit Sitz in Kingston (Jamaika) gewählt worden. Der BGR-Wissenschaftler ist seit 2008 in der LTC tätig und leitet dieses Gremium seit 2015. Für den Geophysiker war es die zweite Wiederwahl in Folge. Zur stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums wurde die Juristin Michelle Walker aus Jamaika gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 30 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgaben des Gremiums sind zurzeit der Entwurf von Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe in der Tiefsee, die Begutachtung von weiteren Anträgen auf Erkundungslizenzen sowie die Überwachung der Explorationslizenznehmer. Deutschland besitzt zwei Explorationslizenzen, in deren Rahmen die BGR Vorkommen von Manganknollen (enthalten Kobalt, Nickel, Kupfer) im Zentralpazifik sowie von marinen Massivsulfiden (Bunt- und Edelmetalle sowie wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Selen und Tellur) im Indischen Ozean untersucht.
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Exekutiv-Sekretärin Alicia Bárcena (6.v.l.), Botschafter Rolf Schulze (4.v.l.) und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann (2.v.l.) nach der Unterzeichnung des Notenwechsels

Notenwechsel für TZ-Vorhaben in den Anden unterzeichnet, 20.02.2017

Das von der BGR seit 2015 mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) durchgeführte regionale Projekt zur „Nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern“ wird bis Ende September 2019 weitergeführt. Den Notenwechsel dazu haben am 6. Februar in Santiago de Chile der deutsche Botschafter, Rolf Schulze, und die Exekutiv-Sekretärin der CEPAL, Alicia Bárcena, feierlich unterzeichnet.

CEPAL ist strategischer Partner der BGR in dem Projekt, das von Santiago de Chile aus geleitet wird. Die drei Aktionsfelder des Vorhabens – Strategien, Stakeholder-Governance und Technologie-Transfer im andinen Bergbau-Sektor – sind eng an den bergbau-bezogenen nachhaltigen Entwicklungszielen der „Agenda 2030“ ausgerichtet.
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Forschungsschiff SONNE

BGR auf Open-Ship-Event in Neuseeland, 20.02.2017

Die BGR hat sich am 25. Januar 2017 mit einem Film und Informationsmaterialien am Open-Ship-Event der Wissenschaftsmesse in Auckland (Neuseeland) beteiligt. Mehr als 1.500 Gäste kamen an diesem Tag, um sich vor Ort das Forschungsschiff SONNE anzusehen und sich über die deutschen Aktivitäten bei der marinen Rohstoffforschung und Polarforschung zu informieren. In dem BGR-Film wurde über die Expeditionen der Bundesbehörde in der Antarktis berichtet. Das Open-Ship-Event mit der SONNE, an dem sich auch andere Forschungseinrichtungen beteiligt haben, wurde von der Deutschen Botschaft in Wellington organisiert.
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Zum Bericht der Deutschen Botschaft

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Gast-Beitrag des BGR-Präsidenten zur Sicherheitskonferenz, 20.02.2017

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde jetzt ein Buchband mit Beiträgen zur Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik präsentiert. Unter dem Titel „Deutschlands Neue Verantwortung“ veröffentlichten mehr als 100 Autoren aus Politik, Wissenschaft und Praxis Denkanstöße und Empfehlungen für eine bessere Vernetzung außenpolitischer Handlungsfelder – unter ihnen auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel. In seinem Beitrag „Ressourcenmanagement als globale Aufgabe“ (S. 418) setzt sich der Geologe für ein nachhaltiges Management von Geo-Ressourcen ein. Stetiges Bevölkerungswachstum, zunehmender Wohlstand in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie das steigende Tempo bei technologischen Innovationen erforderten auf globaler Ebene langfristig tragfähige Konzepte für eine verantwortungsvolle Nutzung von natürlichen Ressourcen, insbesondere von Grundwasservorkommen und primären mineralischen Rohstoffen, fordert der BGR-Präsident in seinem Gastbeitrag.
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Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer (1. Reihe, 2.v.l.) und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (1. Reihe, 3.v.l.) mit den Preisträgern des Rohstoffeffizienz-Preises 2016.

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2016 verliehen, 17.02.2017

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat am 16. Februar 2017 die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016 in Berlin ausgezeichnet. Preisträger sind die Unternehmen BHS Sonthofen, Rausch-Therm-Stein GmbH, ERK Eckrohrkessel GmbH und Rosswag GmbH sowie die TU Dresden mit dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik.

Das BMWi zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Eine 14-köpfige unabhängige Jury von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wählte aus den eingereichten Bewerbungen fünf Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.
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Zur Pressemitteilung des BMWi zur Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016

Videoclips über Preisträger und Nominierte

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR testet neues System zur Erkundung des Untergrundes, 07.02.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 8. bis 28. Februar 2017 gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, der Universität Köln, dem Institut für Photonische Technologien (IPHT), Jena und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) drei Wochen lang Hubschrauberflüge bei Hildesheim durch. Die Wissenschaftler testen zwei neu entwickelte Flugsonden, die in Zukunft zur Erkundung des Untergrundes bis in eine Tiefe von 1.000 Metern eingesetzt werden sollen.

Im ersten Teil des Vorhabens, vom 8. bis 17. Februar 2017, schleppt der BGR-Forschungshubschrauber „Sikorsky S-76B“ mehrfach eine gemeinsam mit der WWU Münster neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde an einem Seil in ca. 40 Meter Höhe über ein etwa 19 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt. Am Boden befinden sich ein bis zwei Dipolsender vom LIAG und von der Universität Köln. Sie erzeugen das notwendige Quellsignal für die Flugsonde, um die gewünschten Eindringtiefen von bis zu 1.000 Metern zu erreichen. Mit den Testflügen werden die Sensoren weiterentwickelt und die Datenprozesse optimiert.

Vom 20. bis 28. Februar 2017 finden dann weitere Flüge statt. Dabei wird eine andere vom IPHT Jena entwickelte Flugsonde samt Methode zur Bestimmung der magnetischen Eigenschaften des Untergrunds getestet.
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Zur Pressemitteilung Geophysikalische Flugkampagne bei Hildesheim: BGR testet neues System zur Erkundung des Untergrundes

AUV

Wissenschaftler vermessen Meeresboden zentimetergenau, 31.01.2017

Die Meeresforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt erstmals Teile des Meeresbodens im deutschen Lizenzgebiet für polymetallische Sulfiderze im Indischen Ozean zentimetergenau vermessen. Bei ihrer 6-wöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN im Rahmen des Explorationsvorhabens INDEX konnten die Wissenschaftler mit Hilfe eines programmierbaren Roboters in bis zu 4.000 Meter Tiefe eine Reihe neuer potenzieller Felder mit Bunt,- Edel- und Spurenmetallen kartieren.

In zwei Fahrtabschnitten untersuchten die BGR-Experten von Port Louis aus mit geologischen und geophysikalischen Methoden den nördlichen Teil des 10.000 Quadratkilometer großen Lizenzgebietes südöstlich von Mauritius. Mit an Bord des Forschungsschiffes waren auch Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung – Senckenberg (Wilhelmshaven) und der Universität Hamburg, die im Auftrag der BGR die Kartierarbeiten unterstützten und Umweltuntersuchungen übernahmen. Erstmals wurden hierbei auch Detailuntersuchungen zur Tiefenausdehnung bekannter sulfidischer Erzvorkommen durchgeführt und der Untergrund seismisch durchleuchtet.

Die exakte Vermessung des Meeresbodens wurde durch den Einsatz des autonomen GEOMAR-Roboters ABYSS ermöglicht. Das Unterwasserfahrzeug kann selbständig den Meeresboden zentimetergenau als geologische Lupe erfassen. Parallel setzten die Wissenschaftler schiffsgeschleppte Kartier- und Sensorsonden ein.
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Zur Pressemitteilung Untersuchungen zu Rohstoffpotenzialen und Umwelteinflüssen: Wissenschaftler vermessen Meeresboden im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean zentimetergenau

Die Teilnehmer des Kick-Off-Meetings in Utrecht

Neue GeoERA beginnt: EU investiert in Geo-Daten und Geo-Projekte, 25.01.2017

Die Europäische Union hat, zusammen mit fast allen europäischen Geologischen Diensten, am 17./18. Januar in Utrecht (Niederlande) eine neue “GeoERA” eingeläutet. Sie unterstützt in den kommenden Jahren mit 10 Millionen Euro den Aufbau einer europäischen Plattform für Geo-Daten und Geo-Projekte. Im Fokus von „GeoERA“ stehen die Bereiche Geo-Energie, Grundwasser, Rohstoffe und Geo-Informationen.

Über eine Internetplattform können Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in diesem Frühjahr Ideen für Geo-Projekte einreichen. Dazu zählen z. B. Vorschläge zum Grundwasserschutz oder Rohstoffmanagement, die anschließend von den Geologischen Diensten bewertet und nach Möglichkeit umgesetzt werden. Ziel ist es, neue und harmonisierte Informationsangebote über die Landesgrenzen hinweg anzubieten.

Bereits mehr als 40 nationale und regionale geologische Dienste aus über 30 Ländern sind beteiligt.
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Zur Pressemitteilung Neue GeoERA beginnt: EU investiert in Geo-Daten und Geo-Projekte

DERA Rohstoffinformationen (30): Wachstumsraten-Monitor

DERA-Rohstoffmonitor zu weltweit wachsendem Bedarf an Rohstoffen, 23.01.2017

In den vergangenen Jahren führte die Umsetzung materialeinsparender Prozesse, Materialsubstitution und Recycling zu einem verringerten Wachstum der Primärproduktion bei einigen Rohstoffen, beispielsweise Seltenen Erden und Tantal. Aufgrund steigender Lebensstandards vor allem in Schwellenländern und durch den Ausbau von Schlüssel- und Zukunftstechnologien wächst der globale Bedarf bei den meisten Rohstoffen allerdings stetig weiter. Die Wachstumsraten bei einzelnen Rohstoffen und Rohstoffgruppen weichen jedoch deutlich voneinander ab. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Wachstumsraten-Monitor – Entwicklung von Angebot und Nachfrage ausgewählter mineralischer Rohstoffe“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Der Wachstumsraten-Monitor stellt die relative Änderung von Produktion und Einsatz von 64 mineralischen Rohstoffen (Metalle und Industrieminerale) zum Vorjahr sowie für ausgewählte zurückliegende Zeitabschnitte bis etwa 1960 dar.
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Zur Pressemitteilung Neuer DERA-Rohstoffmonitor: Weltweit wachsender Bedarf an mineralischen Industrierohstoffen und Hochtechnologiemetallen

Bau eines Brunnens in Marokko

Workshop zu Wasserressourcen im Maghreb, 21.12.2016

Welche Lösungen gibt es, um Wasserstress im Maghreb zu reduzieren? Wie können die knappen Wasserressourcen im Maghreb nachhaltig bewirtschaftet werden? Diese und weitere wichtige Fragen diskutierten etwa 100 Teilnehmer des dritten regionalen Workshops des BGR-Vorhabens „Regionale Zusammenarbeit im Wassersektor im Maghreb“ vom 14. bis 15. Dezember in Hammamet (Tunesien).

Auf der von der BGR und dem Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) organisierten Veranstaltung tauschten sich Experten, Behördenvertreter und Wissenschaftler aus mehr als sieben Ländern der MENA-Region über Erfahrungen und Herausforderungen zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen in der Region aus. Es wurden bewährte Konzepte und neue Methoden für ein verbessertes Grundwassermanagement diskutiert. Als größte Herausforderungen nannten die Experten fehlende bzw. lückenhafte Wasserdaten und ungenaue Kenntnisse zu entnommenen Wassermengen in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Einzugsgebieten der Region. Sie präsentierten neue Modellierungsansätze und Analysen mit Fernerkundungsmethoden über die Entnahmemengen abgeschätzt und quantifiziert werden können.

Ziel des BGR-Vorhabens ist es, in den drei Partnerländern Tunesien, Marokko und Algerien Kapazitäten für ein nachhaltiges Wassermanagement zu stärken. Dafür wird intensiv mit Forschungsinstitutionen, wie z.B. dem Institut National Agronomique de Tunisie (INAT), zusammengearbeitet.
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INSPIRE-konformes Geodatenprodukt jetzt online

INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online, 20.12.2016

Die BGR hat jetzt im Rahmen der gesetzlichen INSPIRE-Umsetzung ihr erstes INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online gestellt. Der Geodatensatz der oberflächennahen Geologie Deutschlands im Übersichtsmaßstab 1:1.000.000 (GK 1000) ist einerseits über das BGR-Produktcenter als Web Map Service (WMS) und GML-Datei verfügbar, andererseits über den BGR-GeoViewer als Karte abrufbar. Entsprechend der INSPIRE-Anforderungen wird die GML-Datei zusätzlich über einen Atom-Feed als Download bereitgestellt. In allen vier Fällen erhält der Nutzer INSPIRE-konforme Informationen zur Stratigraphie (Alter), Genese (Entstehung) und Petrographie (Zusammensetzung) der Gesteine bzw. der geologischen Einheiten. Zusätzlich sind die Verwerfungen/Störungen und Eisrandlagen INSPIRE-konform abgebildet. Die grafische und inhaltliche Umsetzung der verschiedenen Kartenelemente basiert auf der aktuellen INSPIRE-Datenspezifikation Geology (D2.8.II.4_v3.0). Mit INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) möchte die Europäische Union die Nutzung von Geodaten in Europa erleichtern. Durch das Vorhaben wird eine gemeinsame Geodateninfrastruktur geschaffen, um gemeinschaftliche umweltpolitische Entscheidungen zu unterstützen.
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Zum BGR-GeoViewer



Topsoil-Gruppe

Neuer Newsletter, 14.12.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2016 ist erschienen.

Der Zugang zu Wasser im Nahen Osten ist häufig schwierig

BGR organisiert Fachgespräch zur Wasserknappheit im Nahen Osten, 13.12.2016

Der Nahe Osten leidet unter Wasserarmut. Ein hohes Bevölkerungswachstum, der Klimawandel und die aktuelle Flüchtlingskrise verschärfen diese Situation, so dass der Zugang zu Wasser im Nahen Osten häufig zu Konflikten führt. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die BGR daher am 8. Dezember 2016 ein Fachgespräch über Herausforderungen und Lösungsansätze zur Wasserknappheit im Nahen Osten organisiert. An dem Gespräch nahmen über 30 Experten der BGR, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedener Forschungsinstitute teil. Es wurde über Chancen und Risiken von geplanten Megaprojekten sowie über das Poztenzial alternativer Wasserquellen (Wasseraufbereitung und -wiederverwendung) diskutiert. Die Gespräche verdeutlichten, wie wichtig die Lösung der politischen Konflikte für ein nachhaltiges Wassermanagement in der Region ist und welche Handlungsoptionen die Deutsche Zusammenarbeit bei der langfristigen Entwicklung des Wassersektors in den betroffenen Ländern hat.
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Energiestudie 2016

BGR-Energiestudie 2016 - steigender Energieverbrauch bei stabilen Reserven, 08.12.2016

Die weltweit wachsende Bevölkerungszahl und die Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards werden auch langfristig einen steigenden Energiebedarf zur Folge haben. Neben dem steigenden Anteil der erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz werden fossile Energien auf absehbare Zeit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur globalen Energieversorgungssicherheit leisten. Dies ist erforderlich, um einerseits den Ausbau der erneuerbaren Energien zu ermöglichen und andererseits den Wechsel im Energiemix ohne Brüche zu vollziehen. So lautet das Fazit der Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die jetzt ihre aktuelle „Energiestudie 2016 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ vorgelegt haben.

„Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle leisten derzeit mit knapp 80 Prozent den größten Beitrag zur Deckung des globalen und deutschen Primärenergieverbrauchs", erläutert BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit. Er verweist weiterhin auf ein zweites wichtiges Ergebnis der Studie: „Das Jahr 2015 war von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Energierohstoffe geprägt. Dabei sind die weltweiten Vorräte weitgehend stabil geblieben aufgrund der noch in vorangegangenen Jahren angeschobenen Explorationsprojekte.“ Damit gibt es aus rohstoffgeologischer Sicht für alle Energierohstoffe, mit Ausnahme des konventionellen Erdöls, weltweit noch große Vorräte.

Deutschland hat mit der „Energiewende“ sowie dem bereits 2012 getroffenen Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie den Umbau der Versorgung mit Primärenergie eingeleitet und hat sich – zuletzt auch mit dem Beitritt zum Pariser Klimaschutzabkommen – den globalen Klimazielen verschrieben.
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Zur Pressemitteilung BGR-Energiestudie 2016: Der globale Energieverbrauch steigt – die Reserven bleiben stabil




EU-Projekt FORAM (Towards a World Forum on Raw Materials)

EU-Weltforum für Rohstoffe: BGR ist beteiligt, 07.12.2016

Die Europäische Union (EU) entwickelt in den kommenden zwei Jahren ein Konzept für ein Weltforum für Rohstoffe. Das neue Forum soll das größte dieser Art werden und in Zukunft UN- und EU-Organisationen, staatlichen Geologischen Diensten, Forschungsinstituten, Verbänden und der Industrie aus allen Kontinenten zum Dialog dienen. Ziel ist es, internationale Kooperationen zu fördern und weltweit bessere Strukturen für eine sichere und gerechte Rohstoffversorgung zu schaffen.

An dem jetzt gestarteten Projekt „FORAM“ (Towards a World Forum on Raw Materials) zum Aufbau des Weltforums ist auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt. Sie wird ihr rohstoffwirtschaftliches und geowissenschaftliches Fachwissen sowie ihre internationalen Kontakte im Bergbausektor einbringen, um Rohstoffthemen auf die Agenda des Projektes zu setzen und die Entwicklung des Forums voranzutreiben. Dazu zählen zum Beispiel Herausforderungen bei transparenten Lieferketten und Erfahrungen mit internationale Initiativen für eine verantwortungsvolle Gewinnung von Rohstoffen.
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Zur Pressemitteilung Sichere und gerechte Rohstoffversorgung: EU bereitet Weltforum für Rohstoffe vor – BGR ist beteiligt




Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia)

Auftakt der Zusammenarbeit mit Somalia, 05.12.2016

Im Verlauf des Bürgerkriegs sind in Somalia alle wesentlichen Strukturen des Rohstoffsektors zusammengebrochen. Investoren haben sich zurückgezogen, institutionelles Wissen ist verloren gegangen. Daher unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) seit diesem Jahr das somalische Ministerium für Petroleum und Mineralische Rohstoffe (MPMR) beim nachhaltigen Wiederaufbau des somalischen Rohstoffsektors. Dafür werden in einem ersten Schritt Mitarbeiter des MPMR ausgebildet und geologische Informationen gewonnen. Entsprechend hat die BGR im Auftrag des BMZ Ende November eine erste Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia) durchgeführt. Mitarbeiter aus der IT-Abteilung des MPMR wurden im Management von seismischen Daten auf Grundlage einer Spezialsoftware ausgebildet. Diese Trainingsmaßnahme stellte den Auftakt der Zusammenarbeit zwischen der BGR und MPMR dar. Weitere Trainings sollen Anfang 2017 folgen.
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Modernisierung der deutschen Antarktis-Station abgeschlossen, 05.12.2016

Die im vergangenen Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten der deutschen Antarktis-Station Gondwana in der Terra Nova-Bucht sind abgeschlossen. Alle neu installierten Systeme konnten jetzt erfolgreich in Betrieb genommen werden. Mit einer neuen Haustechnik, besseren sanitären Einrichtungen, Solarpanelen, einer neuen Seewasser-Aufbereitungsanlage und einer biologischen Abwasserreinigung ist die Station der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nun umwelttechnisch und energetisch auf dem neusten Stand.

So sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert. Die Gondwana-Station kann in diesem Zustand mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen genutzt werden.
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Zur Pressemitteilung Polarforscher kehren von Expedition zurück: Modernisierung der deutschen Antarktis-Station jetzt abgeschlossen




Rohstoffsituationsbericht 2015

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2016

Ist die Rohstoffversorgung für den Industriestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 572 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, insbesondere Steine und Erden (vor allem Sand, Kies, gebrochene Natursteine) sowie Kali- und Steinsalz und weitere Industrieminerale gefördert. „Diese heimischen Rohstoffe sind eine wichtige Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur sowie für die Bauindustrie, chemische Industrie und die Papier-, Glas- und Gussindustrie. So werden beispielsweise heimische Quarzrohstoffe für den Bau von Windkraftanlagen benötigt – sowohl zur Herstellung der Fundamente als auch der Rotorblätter, die aus glasfaserverstärkten Kunstoffen mit einem Quarzanteil von etwa 70 Prozent bestehen“, erläutert Dr. Volker Steinbach, Leiter der Abteilung „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“ in der BGR.

Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 187,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 9,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 4,2 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Der Wert der heimischen Rohstoffproduktion lag bei insgesamt 13,4 Milliarden Euro und damit knapp unterhalb des Vorjahresniveaus (13,5 Milliarden Euro).

Deutschland bleibt weiterhin bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert weiterhin von niedrigen Rohstoffpreisen




Dr. Kristine Asch (Foto Mitte) mit den afrikanischen Partnern bei der Veranstaltung in Ibadan

GIRAF-Netzwerk in afrikanische Hände übergeben, 01.12.2016

Das von der BGR unterstützte Netzwerk für geowissenschaftliche Informationen in Afrika, „Geoscience InfoRmation in AFrica" (GIRAF), wird künftig in Verantwortung der afrikanischen Partnerorganisationen weitergeführt. GIRAF wurde 2009 in Windhoek gegründet und seitdem von der BGR-Expertin für geologische Informationen, Dr. Kristine Asch, koordiniert. Bei einer feierlichen Zeremonie im Rahmen des 26. Colloquium of African Geology (CAG26) in Ibadan (Nigeria) übergab Dr. Asch die Aufgabe an Ibrahim Shaddad, Direktor des African Mineral and Geosciences Centre in Dar es Salaam (Tansania). Dort wird das neue GIRAF-Büro stationiert sein. GIRAF hat ca. 400 Mitglieder aus mehr als 30 afrikanischen und 12 außerafrikanischen Ländern. Ziel des Netzwerkes ist es, die Umweltbedingungen und wirtschaftlichen Lebensumstände in Afrika durch den Einsatz von Informationstechnologien, die auf geowissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, zu verbessern. „Wissensbasierte Geoinformationen sind wichtiger denn je, gerade in Afrika. In diesem Zusammenhang hat das GIRAF-Netzwerk mit seinen engagierten Mitgliedern hervorragende Zukunftsaussichten und wird insbesondere in Bezug auf Geologie und Geoinformation in Afrika eine immer wichtigere Rolle spielen“, so Dr. Asch. GIRAF wurde seit Initiierung vorrangig durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die BGR, die UNESCO Nairobi, die Geological Society of Africa, Australian Aid, das United Nations Development Programme, die Kommission für Geowissenschaftliche Information (CGI) der International Union of Geological Sciences (IUGS) und zahlreiche weitere Organisationen unterstützt.
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DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz (4.v.l) diskutiert mit Experten.

BGR auf Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz, 24.11.2016

Auf der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Düsseldorf mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat der Leiter der DERA in der BGR, Dr. Peter Buchholz, heute die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“ vorgestellt. Die Auftragsstudie leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der zukünftigen Rohstoffnachfrage. Dazu wurden 42 Zukunftstechnologien im Detail betrachtet und in einem Szenario mit Blick auf den Rohstoffbedarf dieser Technologien im Jahr 2035 analysiert. Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen. Immer wichtiger werden daher für die von Importen abhängige deutsche Wirtschaft Ausweichstrategien für eine Absicherung der Rohstoffversorgung. Schwerpunktthemen der dreitägigen Konferenz, an der auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel teilnahm, waren die nachhaltige Entwicklung der Rohstoffwirtschaft sowie der aktuelle Stand der deutsch-russischen Energie- und Rohstoffpartnerschaft.
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Verschiffung von Bleibarren am Hafen von Port Pirie (South Australia)

Neues DERA-Handbuch zu Australien, 16.11.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt das Handbuch „Mineralische Rohstoffe in Australien – Investitions- und Lieferpotenziale“ veröffentlicht. Australien zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Erde und bietet im Rohstoffsektor vielseitige Kooperationspotenziale für deutsche Unternehmen.

Das Land könnte sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Handelspartner für zahlreiche Rohstoffe und Zwischenprodukte für Schlüssel- und Zukunftstechnologien entwickeln. Derzeit ist Australien der weltweit wichtigste Lithiumproduzent, vor Chile und Argentinien. 42 % der weltweiten Lithiumförderung stammten 2015 aus der Lagerstätte Greenbushes in Western Australia. Bei Antimonkonzentrat beliefen sich die australischen Exporte im Jahr 2015 auf 18.900 Tonnen. Damit ist Australien der weltweit größte Nettoexporteur von Antimonkonzentrat, vor Tadschikistan und Myanmar sowie der wichtigste Antimonproduzent außerhalb Chinas.
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Zur Pressemitteilung Neues DERA-Handbuch zu Australien: Hohes Rohstoffpotenzial für Zukunftstechnologien




Teilnehmer des Grundwassertrainings im Tschad.

Neues Konzept für Grundwassertraining erfolgreich im Tschad angewendet, 11.11.2016

Im Rahmen des TZ-Projektes “Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission” hat die BGR gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (CBLT) vom 31. Oktober bis 04. November 2016 in N’Djamena (Tschad) ein neu konzipiertes Grundwassertraining durchgeführt. Das Konzept basiert auf dem vom TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ zusammen mit weiteren afrikanischen Partnern erstellten Trainingsmanual „Integration of Groundwater Management into Transboundary Basin Organizations in Africa“. Das Besondere: Der modulare Aufbau des Trainingsmanual erlaubte der CBLT im Vorfeld speziell auf ihr Aufgabenportfolio zugeschnittene Themen zu bestimmen, so das ein direkter Bezug zu der täglichen Arbeit der Teilnehmer hergestellt werden konnte. Das Trainingskonzept wurde nach der offiziellen Vorstellung auf der „African Water Week“ im Juli 2016 nun erstmals in einem TZ-Projekt in Afrika angewendet. Die 25 Teilnehmer der Tschadseebeckenkommission lernten in dem fünftägigen Training eine Vielzahl von grundwasserrelevanten Themen und formulierten zudem Handlungsempfehlungen für die CBLT und ihre Mitgliedsstaaten für ein verbessertes Grundwassermanagement.
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Mehrere BGR-Experten tauschten sich mit Dr. Amer Afaq (Mitte) aus.

Neues Projekt mit Pakistan, 09.11.2016

Zum Auftakt eines zweijährigen Projektes mit der Islamischen Republik Pakistan besuchte der Generaldirektor der Partnerbehörde, Dr. Amer Afaq, vom 07. bis 08. November 2016 die BGR. Dr. Amer Afaq leitet die Behörde für Katastrophenmanagement (Provincial Disaster Management Authority, PDMA) der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) mit der die BGR das Projekt „Promoting Resilience of Khyber Pakhtunkhwa against Natural Disaster Impacts“ durchführen wird. Es handelt sich um ein Projekt der technischen Zusammenarbeit, mit dem die fachlichen Voraussetzungen der PDMA zur Umsetzung eines präventiven Naturkatastrophen-Risikomanagements gestärkt werden sollen. Im Rahmen seiner Reise besucht Dr. Amer Afaq auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
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Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft, 07.11.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) beteiligen sich an der Veranstaltungsreihe „5. November der Wissenschaft" in Hannover. In Vorträgen und Präsentationen berichten Geo-Experten aus den drei Einrichtungen über wichtige Forschungsergebnisse und spannende Expeditionen.

Von der ungewöhnlichen Arbeit eines BGR-Polarforschers in Schnee und Eis, weitab von jeder Zivilisation, erzählt der Vortrag „Forschung im Eis – Erlebnisse aus der Arktis und der Antarktis“ am 8. November um 17.15 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum A 310).

Am 9. November findet ab 13.30 Uhr im GEOZENTRUM Hannover (Großer Sitzungssaal) ein ›Leibniz-Tag‹ statt. Dazu hat das LIAG renommierte Wissenschaftler eingeladen, die u. a. über Zukunftsperspektiven in der Geothermie- sowie der Grundwasserforschung referieren.

„Die Ohren und Nase der Welt – wie unerlaubte Atomtests und andere Ereignisse aufgespürt und entdeckt werden“ heißt ein Vortrag am 14. November um 17.30 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 442). Darin schildert ein BGR-Seismologe, wie das internationale Kernwaffenteststoppabkommen überwacht wird.

Welche Rohstoffe für den Ausbau der Erneuerbaren Energien benötigt werden, warum Bodendaten bei der Planung von Stromtrassen eine wichtige Rolle spielen oder welche Auswirkungen der Klimawandel auf Wasser und Boden in der Region Hannover hat – Antworten auf diese Fragen liefern Experten der BGR und des LBEG in einer Vortragsreihe am 16. November 2016 um 18 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 142).
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Zur Pressemitteilung Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft




BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel eröffnete den Workshop

80 Experten diskutierten künftigen Copernicus-Dienst, 04.11.2016

Die Vision eines supra-nationalen Bodenbewegungsdienstes war Thema des zweitägigen Workshops „Supra-National Ground Motion Service“, der auf Initiative der BGR jetzt im GEOZENTRUM Hannover stattfand. 80 Experten aus 16 Nationen diskutierten über Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Realisierung dieser Idee im Rahmen des „Copernicus“-Programms der EU. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche wie z.B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder die Folgen von Erdbeben besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen. Vereinbart wurde, dass kurzfristig in den Teilnehmerländern des „Copernicus“-Programms, darunter auch Deutschland, entsprechende Initiativen eingeleitet werden. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums, der ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung, von Geologischen sowie Geodätischen Diensten teil. Eröffnet wurde der Workshop durch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel.
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Salzförderung unter Tage

Neuer Newsletter, 31.10.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2016 ist erschienen.

CPRM-Präsident Dr. Eduardo Jorge Ledsham (Foto Mitte) und Dr. Peter Buchholz (Foto rechts), Leiter der DERA, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

BGR schließt Kooperation mit Geologischem Dienst von Brasilien, 24.10.2016

Die BGR hat jetzt mit dem Geologischen Dienst von Brasilien, CPRM (Companhia de Pesquisa e Recursos Minerais), eine enge Kooperation auf dem Gebiet der Erkundung mineralischer Rohstoffe vereinbart. Die Kooperationsvereinbarung umfasst für die Dauer von fünf Jahren mehrere Projekte. Bereits im November werden gemeinsame Geländearbeiten der beiden geologischen Dienste im brasilianischen Bundesstaat Rondônia stattfinden. Untersucht werden sollen insbesondere Zinn-, Tantal- und Wolfram-Lagerstätten. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand am Rande des „24th World Mining Congress – Mining in a World of Innovation“ in Rio de Janeiro statt. Dr. Eduardo Jorge Ledsham, Präsident der CPRM, empfing die BGR-Delegation mit dem Leiter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) der BGR, Dr. Peter Buchholz, in der CPRM-Niederlassung in Rio de Janeiro. An der feierlichen Zeremonie nahmen auch der Wirtschaftsattaché der Deutschen Botschaft sowie hochrangige politische Vertreter teil.
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