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An ihrem Stand beim BME-Symposium beantworten die Expertinnen und Experten der DERA Fragen zur Entwicklung auf den Rohstoffmärkten

BME-Symposium – DERA informiert über Risiken im Rohstoffeinkauf, 14.11.2018

Über Preis- und Lieferrisiken im Rohstoffeinkauf informiert die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR die Teilnehmer des heute begonnenen 53. BME-Symposiums Einkauf und Logistik in Berlin. Auf Europas größtem Kongress für Einkauf, Logistik und Supply Chain Management diskutieren bis Freitag (16. November) knapp 2.000 Fachleute unter dem Veranstaltungsmotto „Transformation jetzt!“ über aktuelle und künftige Beschaffungsstrategien. Am DERA-Stand erhalten die Teilnehmer Informationen zu Angebots-, Nachfrage- und Preistrends auf den internationalen Rohstoffmärkten. Für ihr umfassendes Monitoring wertet die DERA im Auftrag der Bundesregierung kontinuierlich die international wichtigsten Rohstoffinformationen und Datenbanken aus. Die Expertinnen und Experten der DERA erarbeiten detaillierte Risiko- und Potenzialstudien für einzelne Rohstoffmärkte. Sie bewerten vor Ort interessante Rohstoffvorkommen und entwerfen Szenarien für zukünftige Marktentwicklungen.

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Bei der Expedition CASE 19 in der kanadischen Arktis brachten Helikopter die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Gelände.

November der Wissenschaft: Vortragsabend im Kino im Künstlerhaus, 08.11.2018

Wie schafft man mehrere Tonnen Ausrüstung und Lebensmittel zum 82. Breitengrad hoch in den arktischen Norden? Was treibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, selbst bei eisigen Temperaturen in steinigem Gelände zu forschen? Wie lebt es sich in einem Zeltcamp weitab jeglicher Zivilisation – in einer Wildnis ohne fließend warmes Wasser? Antworten auf diese Frage gibt Dr. Karsten Piepjohn, Polargeologe bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), in seiner Vortragsveranstaltung „Abenteuer Arktis – Polarforscher am Nordrand der Welt““ am 14. November 2018 um 19.30 Uhr im Kino im Künstlerhaus Hannover.
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Tantalerz

Neue DERA-Studie: Rohstoff-Risikobewertung Tantal, 07.11.2018

Tantal gehört zu den relativ seltenen, aber für die Industrie äußerst wichtigen Rohstoffen. Das Metall ist vielseitig einsetzbar und findet sich als Werkstoff in den unterschiedlichsten Produkten der Elektro-, Luft- und Raumfahrtindustrie oder im Prozessanlagenbau. Von der EU wird Tantal zu den „kritischen Rohstoffen“ gezählt, bei denen es erhebliche Preis- und Lieferrisiken gibt. In ihrer neuesten Studie „Rohstoffrisikobewertung – Tantal“ stützt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) diese Einschätzung und kommt zu dem Urteil: „Die Versorgungslage auf dem Weltmarkt bleibt mittelfristig angespannt.“
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Dr. Mona Dahabiyeh vom jordanischen Wasserministerium (Foto re.) und BGR-Projektmitarbeiterin Rebecca Bahls informierten die Parlamentariergruppe bei ihrem Besuch in Nordjordanien.

BGR informierte Bundestagsausschuss bei Besuch in Jordanien, 06.11.2018

Die Mitglieder des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages konnten sich jetzt bei einer Delegationsreise selbst ein Bild von der kritischen Situation bei der Wasserversorgung in Jordanien machen. Gemeinsam mit Vertretern des jordanischen Wasserministeriums (MWI) informierte die BGR die Parlamentariergruppe über die Wasserknappheit und den starken Rückgang der Grundwasserressourcen. Die BGR unterstützt Jordanien in zwei Projekten der Technischen Zusammenarbeit bei der Aufnahme und öffentlichkeitswirksamen Darstellung von hydrologischen Daten sowie bei der Etablierung eines nachhaltigen Grundwasserressourcenmanagements. Bei der Informationsreise besuchte der Ausschuss unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Peter Ramsauer einen Wasserspeicher im Norden des Landes. Empfangen wurden sie dabei auch von Vertretern des örtlichen Wasserversorgungsunternehmens, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die Parlamentariergruppe erhielt einen Eindruck von den großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen, die sich aus den Versorgungsproblemen auch mit Blick auf die große Zahl der Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem benachbarten Syrien ergeben. Gemeinsam wurden Lösungsansätze diskutiert, wobei auf die wichtige Rolle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der Unterstützung des jordanischen Wassersektors hingewiesen wurde.

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BGR-Bohrkernkurator Dr. Ulli Raschke erklärt Studentinnen und Studenten die Funktionsweise des Röntgenfluoreszenz-Scanners.

Workshop im Nationalen Bohrkernlager der BGR, 06.11.2018

Zu einem Workshop zum wissenschaftlichen Umgang mit Bohrkernen trafen sich jetzt Vertreter von deutschen Forschungseinrichtungen im Nationalen Bohrkernlager der BGR in Berlin. Die zweitägige Veranstaltung wurde auf Initiative des Vereins „German Scientific Earth Probing Consortium“ (GESEP) gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungszentrum (GFZ) und der BGR durchgeführt. Ziel der Veranstaltung unter dem Titel „Core Handling Course“ war es, aktuelle Standards und Forschungsfragen zur wissenschaftlichen Bearbeitung und Archivierung von Bohrkernen zu vermitteln. Am Workshop nahmen neben Wissenschaftlern auch Studentinnen und Studenten mehrerer Universitäten teil. An ausgewählten Bohrkernen wurde beispielhaft demonstriert, wie man mit Multisensorkernmeßgeräten und einem Röntgenfluoreszenz-Scanner geophysikalische und geochemische Daten zu den Gesteinseigenschaften bestimmen kann. Am Ende des Workshops erhielt jeder Kursteilnehmer ein Zertifikat über seine erfolgreiche Teilnahme. Im BGR-Bohrkernlager in Berlin werden Kerne aus internationalen Forschungsbohrungen dokumentiert und archiviert.

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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (li.) überreichte KIGAM-Präsident Dr. Bok Chul Kim als Gastgeschenk zum 100-jährigen Bestehen des südkoreanischen Geologischen Dienstes eine Manganknolle. Sie stammt aus dem deutschen Konzessionsgebiet im Westpazifik.

CCOP-Tagung – BGR-Präsident spricht auf „Leaders Session“, 05.11.2018

Die BGR nahm an der 54. Jahrestagung der Mitgliedsländer des “Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia (CCOP)” in der südkoreanischen Stadt Busan teil. In der zwischenstaatlichen Vereinigung CCOP arbeiten geowissenschaftliche Behörden und Dienste aus 14 ost- und südostasiatischen Ländern u.a. mit dem Ziel zusammen, die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensverhältnisse in der Region zu verbessern und zugleich den verantwortlichen Umgang mit der Umwelt zu unterstützen. Die BGR vertritt Deutschland als „Cooperating Country“ im CCOP-Beirat. Mit den CCOP-Mitgliedsländern China, Indonesien, Japan, Laos, Südkorea, Thailand und Vietnam steht die BGR in regelmäßigem Austausch und führt gemeinsame Projekte der wissenschaftlichen Kooperation und Technischen Zusammenarbeit durch. Bei der Jahrestagung in Südkorea hatte das gastgebende Korean Institute for Geosciences and Mineral Resources (KIGAM) aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens Vertreter international führender Geologischer Dienste zu einem Symposium („Shifting the Geoscience Paradigm“) eingeladen. An der internationalen „Leaders Session“ nahmen die Institutionen GTK (Finnland), BGS (Großbritannien), CGS (Kanada), USGS (USA) und auch die BGR teil. BGR -Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel stellte in seinem Vortrag Eckpunkte der künftigen strategischen Ausrichtung der BGR vor und erläuterte thematische Schwerpunkte ihrer Arbeit auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit.

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Die aktualisierte Karte zu den Grundwasservorkommen in Afrika.

BGR präsentiert aktualisierte Grundwasserkarte für Afrika, 01.11.2018

Die BGR präsentiert anlässlich der 7. Africa Water Week in Libreville (Gabun) eine aktuelle Karte zum Stand ihrer Grundwasserkartierung in Afrika. Die Publikation wurde im Rahmen des World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme (WHYMAP) der UNESCO und ihrer Partner erarbeitet. Parallel wird die Karte als aktueller deutscher Beitrag zur Plenarsitzung der Initiative Global Earth Observation System of Systems (GEOSS) in Kyoto (Japan) eingebracht.

Die hydrogeologische Afrika-Karte im Maßstab 1:12.500.000 trägt dazu bei, die Planungsgrundlagen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Grundwasservorkommen des Kontinents weiter zu verbessern. Sie enthält hydrogeologische Schnitte überregionaler Aquifere sowie regionale und grenzübergreifende hydrogeologische Flächeninformation zur Zusammensetzung der Gesteine und deren Grundwasserergiebigkeit. Mit der Anwendung der internationalen Standardlegende für hydrogeologische Karten (SLHyM) und einer auf Basis der Internationalen Hydrogeologischen Karte von Europa (IHME1500) entwickelten Harmonisierungsmethodik werden erprobte Standards vorgelegt. Die in der Karte enthaltenen Informationen sind ein weiterer Schritt zum integrierten Management der Wasserressourcen auf regionaler Ebene und ermöglichen weitere spezifische Analysen, wie z. B. die Bewertung der potenziellen Vulnerabilität der Grundwasserressourcen bei Verschmutzung oder anderen Einflüssen wie z.B. dem Klimawandel.

An der 7. Africa Water Week zum Thema "Toward Achieving Water Security and Safety Managed Sanitation for Africa” nehmen mehr als 1000 internationale Fachleute von Regierungen, Institutionen, aus der Privatwirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft teil.

Gedruckte Exemplare der neuen hydrogeologischen Afrika-Karte können über die UNESCO oder die BGR bezogen werden. Digitale Versionen der Karte stehen auf der WHYMAP-Webseite www.whymap.org zum Download bereit.

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Galliumkristalle

Neue DERA-Studie: Rohstoff-Risikobewertung Gallium, 30.10.2018

Es steckt in jedem Smartphone, jeder LED-Leuchte oder auch in Solarzellen: Gallium gehört zu den unverzichtbaren Rohstoffen für eine Vielzahl von Hightech-Anwendungen. Hauptproduzent des Elektronikmetalls ist China, das seine dominierende Rolle auf dem Weltmarkt weiter festigen wird. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
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Dr. Stephan Kaufhold erhielt den Gerhard-Lagaly-Preis.

Internationale Ehrung für BGR-Wissenschaftler, 29.10.2018

Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Tonmineralogie-Forschung wurde jetzt der BGR-Wissenschaftler Dr. Stephan Kaufhold geehrt. Im Rahmen der 9. internationalen Tonmineralogie-Tagung der Mid-European Clay Groups (MECC) in Zagreb erhielt Dr. Kaufhold den Gerhard-Lagaly-Preis. Der Preis wird von der Ton- und Tonmineralgruppe für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DTTG) an international ausgezeichnete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verliehen. Die Auszeichnung ist nach dem deutschen Chemiker Professor Dr. Dr. Gerhard Lagaly benannt. Geehrt wurde der BGR-Wissenschaftler zum einen für seine zahlreichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Bentonitforschung, die für das Verständnis der Barriereintegrität und der zukünftigen Materialauswahl bei geotechnischen Barrieren u.a. für die Errichtung von Endlagern für hochradioaktive Abfälle richtungweisend sind. Zum anderen würdigte die Preisjury Kaufholds Engagement, sich bei mineralogischen Fragestellungen auch auf anderen geowissenschaftlichen Themenfeldern einzubringen.
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Die BGR untersucht im Transantarktischen Gebirge die nicht vom Eis bedeckten Gesteine.

Neue Antarktis-Expedition der BGR, 26.10.2018

Die Polarforscherinnen und Polarforscher der BGR brechen jetzt zu einer dreimonatigen Antarktis-Expedition auf. Im Rahmen der Forschungsreise „GANOVEX XIII“ (13. German Antarctic North Victoria Land Expedition) sollen neue Untersuchungen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Antarktis durchgeführt werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR werden dabei vom italienischen Antarktisprogramm unterstützt. Bei der Expedition sucht die BGR nach weiteren Hinweisen zu Entstehung und Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben. Als Basisstation dient bei der GANOVEX XIII-Expedition die neu renovierte Gondwana-Station der BGR an der Terra Nova-Bucht des Rossmeeres im Nord-Viktoria-Land. Von dort aus operieren die Forscherinnen und Forscher mit Helikoptern entlang der Gletscher im Transantarktischen Gebirge und untersuchen mit geologischen und geophysikalischen Methoden die nicht vom Eis bedeckten Gesteine.
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Der sudanische Botschafter Baldredin Abdalla (im Bildvordergrund) bei seinem Besuch in der BGR. Rechts neben ihm BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach.

Botschafter der Republik Sudan zu Gast in der BGR, 25.10.2018

Der Botschafter der Republik Sudan in Deutschland, Badreldin Abdalla, informierte sich bei einem Besuch über die Aufgaben der BGR in der internationalen Zusammenarbeit. BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach begrüßte den Gast und stellte gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgewählte Projekte der BGR in der technischen Zusammenarbeit vor. Der Botschafter zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der BGR und äußerte großes Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Institutionen seines Landes und der BGR bei geowissenschaftlichen Fragestellungen in den Bereichen mineralische Rohstoffe und nachhaltiges Grundwassermanagement. Zuvor hatte der sudanesische Botschafter bereits Gespräche im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geführt.
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Die neue BGR-Studie „Edelgase – Versorgung wirklich kritisch?“.

BGR-Studie zu Edelgasen, 23.10.2018

Sie sind Bestandteil unserer Atemluft, sind unverzichtbar in Produkten des täglichen Lebens und finden Anwendung in der Hochtechnologie – Edelgase. In einer neuen Studie hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Produktions- und Marktsituation der fünf Edelgase Helium, Neon, Argon, Krypton und Xenon untersucht.
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Offizielle Präsentation des Wasserressourcenjahrbuchs („Water Year Book“) durch den Staatssekretär MWI Eng. Ali Subah und den stellvertretenden Abteilungsleiter B4 der BGR Dr. Christian Bönnemann

Präsentation des jordanischen Wasserressourcen-Jahrbuchs, 23.10.2018

Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien arbeitet die BGR derzeit in zwei Projekten im jordanischen Wasserministerium (Ministry for Water and Irrigation, MWI). Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt und ist zu einem großen Teil auf die Förderung von teilweise nicht erneuerbarem Grundwasser zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung angewiesen. Die BGR unterstützt daher das jordanischen Wasserministerium in der Etablierung eines nachhaltigen Grundwasserressourcenmanagements.

Als Teil der gemeinsamen Zusammenarbeit wurde nun im Rahmen einer feierlichen Zeremonie ein von nun an jährlich erscheinendes Wasserressourcenjahrbuch („Water Year Book“) durch das MWI herausgegeben. Dieses ermöglicht sowohl politischen Entscheidungsträgern als auch der Öffentlichkeit sich umfassend über den aktuellen Stand der jordanischen Wasserressourcen zu informieren. Für die Erstellung haben deutsche und jordanische Grundwasserexperten in den vergangenen zwei Jahren die vorhandenen Daten des Wasserministeriums ausgewertet und im Rahmen gemeinsamer Feldkampagnen weitere Daten erhoben.

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Die BGR informierte die Besucher bei der Veranstaltung im Museum für Naturkunde über ihre Forschungsaufgaben in der Arktis.

BGR informierte über ihre Arktisforschung, 23.10.2018

Was hat Deutschland mit der Arktis zu tun? Wieso interessiert uns eine Region, die so weit entfernt ist? Was können wir für den Schutz der Arktis tun? Fragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, denen sich auch Experten der BGR bei einer Veranstaltung im Museum für Naturkunde in Berlin stellten. Unter dem Titel „Spuren in der Arktis. Deutsches Engagement zum Schutz der arktischen Region“ hatte das Umweltbundesamt (UBA) zu einem Informationsabend eingeladen. Neben der BGR beteiligten sich weitere deutsche Forschungseinrichtungen und Institutionen, wie das Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) oder der Naturschutzbund (NABU), mit Informationsständen an der Veranstaltung. Die BGR ist seit 1992 in Zusammenarbeit mit den Anrainerstaaten der Arktis an der Erforschung dieser Polarregionen beteiligt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR haben bereits zahlreiche Expedition in die Arktis unternommen. Dort suchen sie nach Hinweisen für die Entstehung des Arktischen und Nordatlantischen Ozeans und untersuchen in diesem Zusammenhang auch die Potenziale von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen.

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Grundwasser-Konferenz in Johannesburg

BGR unterstützte Grundwasser-Konferenz in Südafrika, 10.10.2018

Auf Einladung der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC) beteiligte sich die BGR in Johannesburg (Südafrika) an der ersten Grundwasserkonferenz für das südliche Afrika. Unter dem Titel „Anpassung an den Klimawandel durch Wassersicherheit - ein Fokus auf Grundwasser“ diskutierten mehr als 100 Expertinnen und Experten aus den 16 SADC-Mitgliedsländern sowie internationaler Kooperationspartner über aktuelle Herausforderungen bei der gemeinsamen Nutzung von grenzüberschreitenden Grundwasserleitern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom SADC Groundwater Management Institute (SADC-GMI) organisierten Konferenz waren sich darin einig, dass Grundwassermanagement einen wichtigen Schlüssel für die Anpassung an den Klimawandel darstellt. Sie verabschiedeten einen Aufruf, der effektivere Grundwasserbeobachtungssysteme, größere Finanzmittel und einen intensiveren Dialog zwischen Wissenschaft und Politik als wesentliche Ziele für eine bessere Zusammenarbeit von grenzüberschreitenden Flussgebietsorganisationen vorsieht. Die BGR engagiert sich seit vielen Jahrzehnten in verschiedenen Grundwasserprojekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im südlichen Afrika und stellte einige ihrer Projekte auf der Konferenz vor. Gemeinsam mit nationalen Partnern gelang es, bisher unbekannte, tiefere Grundwasserleiter erfolgreich zu erkunden, die während regionaler Trockenzeiten einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung leisten. Vergleichbare regionale Explorationsstrategien könnten zum Auffinden weiterer Grundwasserleiter führen. Ein Beispiel für die erfolgreiche Projektarbeit der BGR ist Namibia. Im Norden des wasserarmen Landes erschloss die BGR gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium für Landwirtschaft, Wasser und Forst großräumig einen tiefen Grundwasserleiter, der jetzt mit einem gezielten Monitoring nachhaltig bewirtschaftet wird. In Sambia erstellte die BGR zusammen mit der nationalen Behörde für Wasserressourcenmanagement eine hydrogeologische Karte des Landes im Maßstab 1:1.500.000 sowie eine regionale Grundwasserdatenbank, die als Maßnahmen für ein besseres Grundwassermanagement Vorbild auch für andere Länder im südlichen Afrika sein können.

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Vorbereitungen für Nordschweden. Der auf dem Flugplatz in Hildesheim stationierte BGR-Hubschrauber mit einer Flugsonde, die bei Kiruna eingesetzt wird.

BGR setzt hochsensitive Flugsonden in Nordschweden ein, 04.10.2018

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 8. bis zum 22. Oktober 2018 gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), der Universität zu Köln, dem Leibniz Institut für Photonische Technologien (IPHT), dem Leibniz Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) und der Firma Supracon AG Hubschraubermessflüge bei Kiruna in Nordschweden durch. Dabei werden zwei für große Erkundungstiefen neu entwickelte Flugsonden eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber in ca. 50 m Höhe über dem Erdboden geschleppt werden. Die Messflüge sollen die größte untertägige Eisenerzmine der Welt in ihrer Tiefenausdehnung räumlich besser erfassen.
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Ein Sulfidfeld im Indischen Ozean mit Vorkommen von metallischen Rohstoffen.

Die BGR startet neue Explorationsfahrt in den Indischen Ozean, 02.10.2018

In der kommenden Woche startet die BGR mit dem niederländischen Forschungsschiff „Pelagia“ zu einer neuen Ausfahrt in den Indischen Ozean. Dort untersuchen die Forscherinnen und Forscher im deutschen Lizenzgebiet in der Tiefsee Massivsulfidlagerstätten mit Vorkommen von Metallrohstoffen. Dazu zählen eine Vielzahl von wirtschaftsstrategischen Rohstoffen wie z.B. Kupfer, Nickel oder Kobalt, aber auch wichtige Spurenmetalle wie Gold, Indium, Gallium oder Selen. Bei der zweimonatigen Kampagne wird die BGR von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Hamburg, Kiel und Sudbury (Kanada) sowie vom GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Deutschen Zentrum für Biodiversitätsforschung am Senckenberg-Institut in Wilhelmshaven unterstützt. Ein erster Fahrtabschnitt widmet sich Umweltuntersuchungen, der zweite Abschnitt hat die Suche nach neuen Sulfidvorkommen im Lizenzgebiet zum Ziel. Hierbei kommt auch ein kanadischer Unterwasserroboter zum Einsatz. Es ist die bereits fünfte Explorationskampagne der BGR im Indischen Ozean nach Unterzeichnung des Lizenzvertrages mit der Internationalen Meeresbodenbehörde im Mai 2015.

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Die Karte zeigt das Hauptbeben von Sulawesi (roter Punkt) und die Nachbeben in den folgenden drei Tagen.

Tsunami nach dem Sulawesi-Erdbeben lässt Fragen offen, 01.10.2018

Nach dem verheerenden Sulawesi-Erdbeben in Indonesien suchen Wissenschaftler nach Ursachen für den Tsunami, der inzwischen mehr als 1.000 Todesopfer gefordert hat. Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse führt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Ursachen des Tsunami, der insbesondere die Bucht von Palu betroffen hat, auf die besonderen geologischen Gegebenheiten in dieser Region zurück.
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: Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Ralph Watzel, Prof. Dr. Miranda Schreurs und Gerhard Enste (Foto v. li.) vor der Sitzung des Nationalen Begleitgremiums in der BGR.

Nationales Begleitgremium zu Gast in der BGR, 18.09.2018

Das Nationale Begleitgremium unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Töpfer und Prof. Dr. Miranda Schreurs informierte sich heute (18. September 2018) über die Arbeiten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Anlass für den Besuch des Gremiums bei der BGR war die 20. öffentliche Sitzung des Nationalen Begleitgremiums. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel stellte in der Sitzung die aktuellen Aufgaben der BGR im Standortauswahlverfahren vor. Im August hatten die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) und die BGR eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Standortauswahl und bei den Endlagerprojekten des Bundes unterzeichnet.
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Arbeiten an Deck der Polarstern. Das Hydrophonkabel für die seismischen Messung wird ausgebracht.

Forschungsfahrt mit Eisbrecher Polarstern, 14.09.2018

Ein internationales Team von 48 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften Rohstoffe (BGR) ist jetzt von einer vierwöchigen Expedition mit dem Forschungseisbrecher POLARSTERN aus der Arktis zurückgekehrt.
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Die Teilnehmer der SaltMech-Konferenz

Internationale Experten diskutieren aktuelle Ergebnisse zur Steinsalz-Forschung, 13.09.2018

Mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 14 Nationen diskutieren zurzeit bei der „9th International Conference on the Mechanical Behavior of Salt“ (SaltMech IX) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aktuelle Forschungsergebnisse zu Fragen des thermo- und hydromechanischen Verhaltens von Salzgesteinen für die Anwendung im Bergbau, in der Kavernenspeicherung und der Endlagerung radioaktiver Abfälle.
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Teilnehmende des Workshops

Deutsch-amerikanischer Workshop zur Endlagerung im Salz, 12.09.2018

Der „US/German Workshop on Salt Repository Research, Design, and Operation“ fand in diesem Jahr bei der BGR in Hannover statt. Über 60 Experten aus den USA, Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Polen und Österreich tauschten ihre Erfahrungen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Salzformationen aus. Schwerpunkte waren Konzepte, Materialien sowie die Demonstration von technischen Barrieresystemen, Endlagerung in flach lagernden Salzschichten und in Salzstöcken sowie zukünftige Forschungstätigkeiten. Zu Gast waren dieses Jahr auch die Vertreter der zuständigen deutschen und amerikanischen Ministerien, Frau Ursula Borak vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Timothy Gunter vom U.S. Department of Energy (DOE).

Der Workshop ergänzt die Aktivitäten der BGR im SALT CLUB, in der „Integration Group for the Safety Case” der Nuclear Energy Agency (NEA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und in der „International Society for Rock Mechanics“.

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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

BGR-Präsident im Beirat der DGGV, 04.09.2018

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel ist in den Beirat der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologischen Vereinigung (DGGV) gewählt worden. Dies wurde gestern Abend (03.09.2018) auf der Mitgliederversammlung der DGGV in Bonn bekanntgegeben. Der BGR-Präsident, der zu den zehn neu gewählten persönlichen Mitgliedern der DGGV im Beirat gehört, wurde von den DGGV-Mitgliedern für den Zeitraum von drei Jahren in das Gremium entsandt. Der Beirat berät den Vorstand der DGGV bei seiner Arbeit. Die DGGV ist eine internationale Organisation mit mehr als 3.600 Mitgliedern aus mehr als 64 Nationen und zugleich in Deutschland die größte Vereinigung von Geowissenschaftlern. Ziel des Vereins ist die Förderung der Geowissenschaften in Forschung und Lehre sowie in Wirtschaft und Verwaltung.

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Delegationsbesuch des Ministeriums für Energie und Bergbau der Demokratischen Volksrepublik Laos in der BGR: BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (dritter v.l.) mit dem Vizeminister Herrn Thongphat Inthavong (vierter v.l.)

Laotische Delegation besucht die BGR, 28.08.2018

Am 28.08.2018 begrüßte der Präsident der BGR, Herr Dr. Prof. Ralph Watzel, den Vizeminister für Energie und Bergbau (Ministry of Energy and Mines) der Demokratischen Volksrepublik Laos, Herrn Thongphat Inthavong, sowie den Vizegouverneur der Provinz Khammuane, Herrn Bounmy Phimmasone, und den Vizegouvermeur der Provinz Savannakhet, Herrn Thonekeo Phoutthakayalath. Der Besuch in der BGR diente als Auftaktveranstaltung einer Studienreise der laotischen Delegation vom 26.08. – 09.09.2018 nach Deutschland, die im Rahmen des BGR TZ-Vorhabens „Bergbauberatung Laos III“ durchgeführt wird. Die Teilnehmer der Delegation sind der Vizeminister, zwei Vizegouverneure und fünf Mitarbeiter des Ministeriums für Energie und Bergbau, das zugleich auch Counterpartbehörde der BGR ist. Das Ziel der Studienreise ist der Austausch von Informationen und die Verbesserung der Kenntnisse über die Gewinnung und Aufbereitung von Kalisalzen, Stilllegung von Bergwerken, Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Im Verlauf der Studienreise werden die Teilnehmer Kalisalzbergwerke in der Werra-Region befahren, die Rekultivierung und Wiedernutzbarmachung von Bergbauflächen besichtigen sowie an der International Mine Closure Conference in Leipzig teilnehmen.
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Tag der offenen Tür der Bundesregierung: Die Stände der BGR im BMWi (Fotos links). BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel mit StS Martin Jäger im BMZ (v.r.n.l., großes Foto).

BGR präsentierte sich beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung, 27.08.2018

Mehr als 130.000 Besuche wurden am Wochenende beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung gezählt. Zu den Teilnehmern der Veranstaltung gehörte auch die BGR. Sie war als Aussteller gleich mit drei Präsentationen in zwei Bundesministerien vertreten. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auch Staatssekretär Martin Jäger. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel informierte den Staatssekretär am BGR-Stand über die aktuelle Situation in den von der BGR im Auftrag des BMZ durchgeführten Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Die BGR berät Partnerorganisationen in rund 30 Ländern u.a. auf den Gebieten Rohstoffe, Grundwasser und Geothermie. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen. Wissenswertes erfuhren die Gäste im BMWi auch über die Arbeit der BGR in der Polarforschung. Ihre Wissenschaftler untersuchen den geologischen Aufbau und die Entwicklung der Antarktis und unterstützen mit ihrer Arbeit die Bundesregierung bei den Verpflichtungen Deutschlands als Mitunterzeichner des Antarktisvertrages. Auch an der geologischen Erforschung der Arktis hat sich die BGR bereits im Rahmen zahlreicher Expeditionen beteiligt.
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Die BGR stellte auf der Weltwasserwoche ihr neues Handbuch „Groundwater Management in Coastal Zones“ vor.

BGR stellt auf Weltwasserwoche neues Handbuch vor, 26.08.2018

Die BGR hat heute (Sonntag, 26.08.2018) auf der Weltwasserwoche in Stockholm ihr neues Handbuch „Groundwater Management in Coastal Zones“ vorgestellt. Die Publikation, die von den BGR-Autoren Dr. Vincent Post, Dr. Michael Eichholz und Ramon Brentführer herausgegeben wurde, thematisiert aktuelle Probleme und Herausforderungen für eine nachhaltige Trinkwasserversorgung in Küstengebieten. Gründe dafür sind vor allem die Übernutzung der Wasserressourcen infolge des starken Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Verstädterung insbesondere in Küstennähe. Hinzu kommen Naturkatastrophen wie Tsunamis und Sturmfluten, die ganze Landstriche unter Wasser setzen und Brunnen unbrauchbar machen. Verschärft werden die Probleme durch steigende Meeresspiegel. Die Hauptgefahr: Wird in Küstennähe zu viel Grundwasser entnommen, dringt Meerwasser unterirdisch in die Grundwasserleiter ein. Besonders gefährdet sind trockene Gebiete und kleine Inseln. Das Handbuch zeigt innovative Managementlösungen auf, die eine nachhaltige Wasserversorgung gewährleisten.
In einer weiteren Session stellten Experten der BGR eine neue Grundwasser-Weltkarte vor, die "World Karst Aquifer Map" (WOKAM). Karst-Grundwasserleiter stellen für Hunderte von Millionen Menschen weltweit wertvolle Süßwasserressourcen für die Trinkwasserversorgung und die landwirtschaftliche Bewässerung dar. Die Weltkarte der Karstaquifere ermöglicht eine präzisere globale Quantifizierung von Karst-Systemen. Sie soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Karst-Grundwasserressourcen im Kontext globaler Wasserfragen zu stärken. Zudem dient sie – mit Blick auf Fragestellungen u.a. zu den Themen Klimawandel, Biodiversität, Nahrungsmittelproduktion und Urbanisierung – als Grundlage für weitere Forschungen.
Die „World Water Week“ beschäftigt sich mit den weltweiten Problemen der Wasserversorgung. An der Veranstaltung in Stockholm, die noch bis zum 31. August stattfindet, nehmen mehr als 3.000 Teilnehmer aus über 100 Nationen teil.
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Der jordanische Staatssekretär Eng. Ali Subah (Foto links) überreichte BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel ein Gastgeschenk.

Jordanischer Staatssekretär besuchte BGR, 23.08.2018

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und der Staatssekretär im jordanischen Wasserministerium (MWI), Eng. Ali Subah, haben bei ihrem Treffen heute (23.08.2018) in Hannover über die Ziele der weiteren Zusammenarbeit in den aktuellen Grundwasser-Projekten der BGR in Jordanien gesprochen. Zurzeit beraten die Grundwasser-Experten der BGR in zwei Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit das jordanische Ministerium bei Maßnahmen zur Verbesserung der Aufnahme, Analyse und Veröffentlichung von Grundwasserdaten. Außerdem werden neue Managementmethoden für Brunnenfelder entwickelt und gemeinsam mit den jordanischen Partnern umgesetzt. Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt, insbesondere die Grundwasserressourcen sind durch die rasante Urbanisierung, den Klimawandel und die Folgen der syrischen Flüchtlingskrise stark belastet. Nach seinem Besuch in der BGR reiste der jordanische Staatssekretär weiter zur World Water Week nach Stockholm. Dort wird Subah im Rahmen eines von der BGR organisierten Seminars einen Vortrag über die kritische Situation der jordanischen Grundwasserressourcen und mögliche Lösungsansätze halten.
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und der Direktor des Geologischen Instituts der Republik Angola (IGEO), Dr. Canga Xiaquivuila.

BGR und Angolas Geologischer Dienst planen Zusammenarbeit, 22.08.2018

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und der Direktor des Geologischen Instituts der Republik Angola (IGEO), Dr. Canga Xiaquivuila, haben eine gemeinsame Erklärung über eine Zusammenarbeit beider Einrichtungen unterzeichnet. BGR und IGEO wollen in dem südwestafrikanischen Land bei Projekten zur Grundwassererkundung und Wasserversorgung sowie der Bewertung von Potenzialen mineralischer Rohstoffe kooperieren. Watzel und sein angolanischer Amtskollege trafen die Vereinbarung am Rande des 7. Deutsch-Angolanischen Wirtschaftsforums in Berlin. An der Veranstaltung, die vom Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft und der Botschaft der Republik Angola ausgerichtet wurde, nahmen mehr als 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus beiden Ländern teil – an der Spitze Angolas Staatspräsident João Manuel Gonçalves Lourenço sowie der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß. Ziel des Deutsch-Angolanischen Wirtschaftsforums ist die Stärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beider Länder.
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Dr. Thomas Lautsch, Dr. Ewold Seeba, Prof. Dr. Ralph Watzel und Gerhard Enste nach der Unterzeichnung der Vereinbarung (Foto v.li.)

BGE und BGR unterzeichnen Vereinbarung zur Zusammenarbeit, 22.08.2018

Am Mittwoch, 22. August 2018, unterzeichneten Dr. Ewold Seeba, amtierender Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Dr. Thomas Lautsch, technischer Geschäftsführer der BGE und Prof. Dr. Ralph Watzel, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Standortauswahl und bei den Projekten Asse, Konrad und Morsleben.

Die Zusammenarbeit erfolgt auf Grundlage der Rolle der BGR als zentrale Institution der Bundesregierung auf dem Gebiet der Geowissenschaften und der durch die BGE gesetzlich normierten wahrzunehmenden Aufgaben des Bundes nach dem Standortauswahlgesetz und dem Atomgesetz.
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Verschiebung der Erdoberfläche im Zeitraum 30.07.2018 - 05.08.2018

Erdbeben Lombok: Seismologie und Radarinterferometrie kombiniert, 15.08.2018

Am 05. August 2018 ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,9 auf der indonesischen Insel Lombok. Das Erdbeben führte zu mehr als 300 Toten. Bereits eine Woche zuvor ereignete sich an am gleichen Ort ein Erdbeben der Stärke 6,4. Die Erdbeben konnten von der BGR an Erdbebenstationen in Deutschland ausgewertet werden. Ursache der Erdbeben im Bereich Javas ist die Bewegung der australischen Platte, die sich nach Norden bewegt und sich unter die Sundaplatte schiebt. Der Herdmechanismus der Beben zeigt Überschiebungen entlang einer in ostwestlicher Richtung verlaufenden Störungszone. Oberflächendeformationen in Folge der Erdbeben wurden anhand von zwei Copernicus Sentinel-1 A/B Radarszenen mithilfe der sogenannten "Differentiellen SAR-Interferometrie (DInSAR)" ausgewertet. Oberflächendeformationen in Form von Hebungen sind im Norden Lomboks und Senkung im Süden zu beobachten. Damit stimmen die radarinterferometrischen Messungen sehr gut mit den aus dem Herdmechanismus zu erwartenden Verschiebungen an der Erdoberfläche überein und ermöglichen in ihrer Synthese auch die Festlegung der Bruchfläche.
Die detaillierte Auswertung des Ereignisses finden Sie unter folgender Adresse:
https://www.seismologie.bgr.de/sdac/erdbeben/big_quakes/lombok_180728_deu.html
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In den rot markierten Bereichen hat sich das Becken der Nordsee seit rund 2,6 Millionen Jahren um bis zu 1.100 Meter abgesenkt.

Das Becken der Deutschen Nordsee wird immer tiefer , 15.08.2018

Eine erstaunliche Entdeckung hat jetzt ein Forscherteam um Dr. Jashar Arfai von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover gemacht.

„Der Meeresboden der Deutschen Nordsee hat sich im Quartär – also in den vergangenen etwa 2,6 Millionen Jahren – um maximal 1.100 Meter abgesenkt“, berichtet Geowissenschaftler Arfai. Das sind im Durchschnitt 42 Zentimeter Absenkung pro 1000 Jahre. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen überraschte die Wissenschaftler. Die Geschwindigkeit der Absenkung hat sich in der jüngeren Vergangenheit deutlich beschleunigt. In den etwa 60 Millionen Jahren zuvor war die Rate zehnmal geringer. „Das Niveau des Meeresbodens blieb trotzdem relativ konstant, weil die Sedimente der großen Flüsse wie Rhein, Elbe und Weser die im Durchschnitt 50 Meter tiefe Nordsee immer wieder auffüllen“, so der Hauptautor der Studie, die Anfang August in der Fachzeitschrift Scientific Reports des Verlages Nature online erschienen ist.
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Mit einer Drohne machen die Experten des China Institute of Geo-Environment Monitoring Aufnahmen von einem geotechnisch bereits sanierten Hang.

Workshop mit Geländekampagne in Lanzhou, 09.08.2018

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit China beteiligte sich die BGR am 7. Workshop des Projekts „Landslide Hazard and Risk Assessment“ in Lanzhou (Provinz Gansu). Seit Januar 2016 untersuchen die Geowissenschaftler der BGR mit ihren chinesischen Kollegen vom Geologischen Dienst und dem China Institute of Geo-Environment Monitoring neue ingenieurgeologische Ansätze zur lokalen und regionalen Abschätzung von Hanginstabilitäten in den bis zu mehreren hundert Meter mächtigen quartären und tertiären Sedimenten des zentralchinesischen Löss-Plateaus. Zum Programm des 7. Workshops gehörte auch eine gemeinsame Feldkampagne im Stadtgebiet von Lanzhou. Dabei wurden in dem durch Hangrutschungen gefährdeten Gebiet Kartierungsarbeiten durchgeführt sowie Bodenproben genommen. Zum Einsatz kamen auch Drohnen, die beim Monitoring von potentiell instabilen Hängen inzwischen eine wichtige Rolle spielen. In einem vollautomatisierten, cloudbasierten Datenverarbeitungssystem stehen die Ergebnisse der Beobachtungsflüge innerhalb weniger Stunden nach der Aufnahme im Gelände in Form von Orthofotos, digitalen Höhenmodellen und einem detaillierten Qualitätsbericht zur Verfügung.
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Die Arbeiten an Bord der POLARSTERN werden durch Hubschrauber unterstützt.

BGR-Expedition mit dem Forschungs-Eisbrecher POLARSTERN, 06.08.2018

Zu einer vierwöchigen Polarexpedition ist gestern ein internationales Wissenschaftler-Team unter Leitung der BGR mit dem Forschungseisbrecher POLARSTERN in das Europäische Nordmeer vor Grönland aufgebrochen. Ziel der Forschungsfahrt GREENMATE ist es, mit geophysikalischen Messungen Informationen über den geologischen Untergrund einer Region zu erhalten, die für das Verständnis der plattentektonischen Entwicklung der Arktis im Verlauf der letzten 60 Millionen Jahre von besonderer Bedeutung ist. Mit Beprobungen von oberflächennahen Meeresbodensedimenten wollen die Forscherinnen und Forscher herausfinden, wie die zeitlichen Abläufe aussahen, welche klimatischen Bedingungen in der jüngeren geologischen Vergangenheit herrschten und welche Faktoren für den Kohlenstoffkreislauf in arktischen Sedimenten maßgebend sind. Die Arbeiten werden von zwei Hubschraubern, die sich an Bord der POLARSTERN befinden, unterstützt. An der Expedition nehmen 48 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Nationen teil, darunter Vertreter des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, des GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ sowie der Universität Bremen.


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Der Hildesheimer Dom – ein Bauwerk aus Hildesheimer Rhätsandstein.

Neue Publikation: Bausandsteine in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, 20.07.2018

Sandstein ist der am häufigsten genutzte natürliche Baustein für Gebäude, Denkmäler und Skulpturen in Deutschland. Als steinerne Zeugen sind die Bauten und Kunstwerke fester Bestandteil unseres kulturellen Erbes. Mit den Vorkommen von Bausandsteinen speziell in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, ihrem Abbau, den Eigenschaften und ihrer Verwendung beschäftigt sich eine neue Publikation der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
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BGR-Experten bauen das Spulensystem zum Test im Pool auf.

Neues Verfahren zur Messung der Bodenfeuchtigkeit entwickelt, 16.07.2018

Passend zur Sommerhitze hat die BGR im Dienstbereich Spandau einen wassergefüllten Pool aufgebaut. Das Wasserbassin mit einer Tiefe von ca. 1 Meter und einem Durchmesser von über 5 Metern dient allerdings der Entwicklung einer neuartigen Messmethode zur Untersuchung der Feuchtigkeit in Böden. Über der Wasseroberfläche haben Geophysiker hierzu Stromkabel verlegt, mit denen ein elektromagnetisches Messsystem für Bodenuntersuchungen erprobt wird. Bei diesem Verfahren lösen elektromagnetische Impulse im Wasser Antwortsignale aus. Mit ihrer Hilfe können die Wissenschaftler beim Einsatz der Methode in der Praxis die Gesamtmenge der Wassermoleküle im Boden und den das Wasser umgegebenen Porenraum errechnen. Das Messsystem basiert auf einem ähnlichen Prinzip wie das Verfahren der Magnetresonanztomografie in der Medizin. Die BGR wendet solche Untersuchungen seit vielen Jahren erfolgreich bei der Grundwasserexploration in großen Tiefen von 10 bis 150 Metern (Magnetische Resonanzsondierung) in ihren Projekten im In- und Ausland an. Dabei werden Kabelspulen mit einem Durchmesser von 20 bis 150 Metern eingesetzt. Für Untersuchungen mit kleinen Spulen für geringere Tiefen war die hierbei generierte Stärke der Signale allerdings viel zu gering. Durch die neuen Experimente im Pool gelang es den BGR-Geophysikern, das Signal mit Hilfe eines zusätzlichen Moduls zur Erzeugung eines künstlichen Magnetfeldes um ein Vielfaches zu verstärken. Auf diese Weise lässt sich das Messverfahren jetzt auch bei Bodenuntersuchungen in geringeren Tiefen bis max. 1 Meter anwenden. Das System soll zukünftig in Kooperation mit den Leibniz-Instituten für Angewandte Geophysik in Hannover und für Photonische Technologien in Jena weiter entwickelt und verbessert werden. Ziel ist es, eine effiziente Kartierung der Bodenfeuchtigkeit zu ermöglichen und somit u.a. die Verteilung von Sickerwasser oder die Ausbreitung von Schadstoffen besser analysieren zu können.
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Absolvierten mit Erfolg Ihre Ausbildung (Foto v.li.): Lino Dücker, Pina Rauschke und Nico Heinze.

Geomatiker bestehen Abschlussprüfung, 09.07.2018

Drei Auszubildende der BGR haben jetzt erfolgreich ihre Abschlussprüfung als Geomatiker bestanden. Die BGR bildet seit den 1970er Jahren Kartographen und – nach der Neuordnung des Berufs – seit 2010 angehende Geomatiker aus. Geomatiker beherrschen den gesamten Prozess des Geodatenmanagements von der Datenerfassung über die Visualisierung in anspruchsvollen kartographischen Produkten bis hin zur Bereitstellung im Internet. Die drei Absolventen Pina Rauschke, Lino Dücker und Nico Heinze werden nach ihrer Ausbildung bei der BGR für mindestens ein Jahr in verschiedenen Abteilungen weiterbeschäftigt.
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BDI-Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Welsch, BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (Foto v. links) am BGR-Stand auf dem BDI-Rohstoffkongress.

BGR bei BDI-Rohstoffkongress, 03.07.2018

Wie kann eine sichere, verantwortungsvolle und nachhaltige Rohstoffversorgung aussehen? Über diese Frage diskutierten gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute (03.07.2018) mehr als 300 Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beim 6. Rohstoffkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. Unter den Teilnehmern des Kongresses auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel, der in seinem Beitrag insbesondere auf die Herausforderungen bei der Versorgung mit Rohstoffen für Zukunftstechnologien einging. Weitere Expertenforen beschäftigten sich mit Fragen zu einzelnen Rohstoffmärkten, nachhaltigen Rohstofflieferketten, Potenzialen der Kreislaufwirtschaft und dem Thema heimische Rohstoffe. Flankiert wurde der Kongress durch eine Ausstellung zu verschiedenen Rohstoffthemen, an der sich auch die BGR mit einem eigenen Stand beteiligte.


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Unterzeichneten den Durchführungsvertrag für das neue Projekt: BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und der Direktor der mongolischen Bergbaubehörde, Kherlen Khishigjargal (rechts im Bild).

Mongolische Bergbaubehörde und BGR setzen Zusammenarbeit fort , 02.07.2018

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die BGR bereits seit vielen Jahren die mongolische Bergbaubehörde MRPAM (Mineral Resources and Petroleum Authority of Mongolia) beim Aufbau ihrer fachlichen und institutionellen Kapazitäten und Kompetenzen. Die langjährige Kooperation wird nun von der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem neuen Projekt „Kapazitätenentwicklung des mineralischen Rohstoffsektors der Mongolei II“ fortgesetzt. Der Direktor der mongolischen Bergbaubehörde, Kherlen Khishigjargal, unterzeichnete jetzt bei seinem Besuch im GEOZENTRUM Hannover gemeinsam mit dem Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, den Durchführungsvertrag für das neue Vorhaben. Bei ihren Gesprächen über die künftigen Arbeitsziele würdigten beide Seiten die Bedeutung der bisher erfolgreichen Kooperation auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit – insbesondere im Bereich der Evaluierung von mineralischen Rohstoffpotenzialen und der digitalen geologischen Datenverwaltung.

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Eine Lithium-Ionen-Batterie, in der Kobalt als Kathodenmaterial eingesetzt wird.

Experten diskutieren beim DERA-Industrieworkshop, 02.07.2018

Als wichtiger Bestandteil leistungsfähiger und sicherer Energiespeicher stehen die Batterierohstoffe Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit derzeit besonders im Fokus. Insbesondere aufgrund der wachsenden Bedeutung der Elektromobilität wird die Nachfrage nach diesen Batterierohstoffen in den kommenden Jahren stark zunehmen. Um zukünftige Preis- und Lieferrisiken bei der Versorgung mit dem Metall Kobalt besser zu identifizieren, führt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) heute (02. Juli 2018) zu diesem Thema gemeinsam mit mehr als 100 Vertretern aus Industrie, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft einen Industrieworkshop durch.
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Im Oman trafen sich die Teilnehmer der deutsch-niederländischen Delegation mit Vertretern der Sultan Qaboos University.

Grundwasser-Experten der BGR besuchten arabische Golf-Staaten, 29.06.2018

Im Rahmen des EU-Projekts Subsurface Water Solutions (SubSol) reiste kürzlich eine Delegation der BGR zu Fachgesprächen in den Oman, nach Bahrain und in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Gemeinsam mit Vertretern der niederländischen Forschungseinrichtung KWR Watercycle Research Institute – ebenso wie die BGR Partner im europäischen SubSol-Konsortium – informierten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler u.a. über Projekte zur Speicherung von entsalztem Meerwasser in Aquiferen sowie zur künstlichen Grundwasseranreicherung mit aufbereitetem Abwasser. So besuchte die Delegation u.a. den Staudamm in Al Khoud (Oman), der zur Grundwasseranreicherung erbaut wurde. Bei den Treffen stellten die Wasserexperten der BGR und des KWR-Instituts ihre technische Expertise im Bereich des Grundwassermanagements in Küstenzonen vor und sondierten Möglichkeiten einer Kooperation mit arabischen Partnern. An den Gesprächen in den drei arabischen Golf-Staaten nahmen Vertreter von Ministerien, Behörden und Forschungseinrichtungen teil. Im SubSol-Projekt werden innovative Konzepte für ein besseres Management der Wasserressourcen gefördert. Ein wesentliches Ziel ist es, Grundwasservorkommen in Küstengebieten nachhaltig zu nutzen. Im SubSol-Konsortium, das 15 europäische Partner umfasst, sind Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen und Beratungsfirmen vertreten.

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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auf der internationalen Konferenz „Resources for Future Generations 2018“ in Vancouver.

Geologische Dienste – BGR für stärkere internationale Zusammenarbeit , 22.06.2018

Energie, Mineralische Rohstoffe und Wasser waren zentrale Themen der internationalen Konferenz „Resources for Future Generations 2018“ vom 16. bis 21. Juni in Vancouver (Kanada). Die BGR war gleich mit mehreren wissenschaftlichen Beiträgen vertreten. Im Fokus stand dabei die sichere Rohstoffversorgung Deutschlands und die internationale Zusammenarbeit. Ein Highlight der Konferenz war eine zweitägige Vortrags- und Diskussionsreihe, die sich mit der Zukunft der Geologischen Dienste weltweit befasste. Internationale Kooperationen, Standardisierung von geowissenschaftlichen Daten, Digitalisierung und Big Data in den Geowissenschaften waren die zentralen Themen, die im Kontext einer verantwortlichen Ressourcennutzung und nachhaltigen Entwicklung diskutiert wurden. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel gab in seinem Vortrag eine Übersicht über die aktuelle Entwicklung der BGR vor dem Hintergrund künftiger Herausforderungen und Aufgaben. Am Rande der Konferenz führte der BGR-Präsident zahlreiche Gespräche mit den Leitern anderer nationaler Geologischer Dienste, um Möglichkeiten einer noch stärkeren Zusammenarbeit auszuloten – darunter auch mit dem Chef des Geologischen Dienstes von Kanada GSC, Dr. Daniel Lebel. Der GSC gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Partnern der BGR.

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Die BÜK200 liegt jetzt vollständig vor.

Letzte Einzelblätter der BÜK200 fertiggestellt, 19.06.2018

In Zusammenarbeit mit den staatlichen geologischen Diensten der Bundesländer hat die BGR die Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) fertiggestellt. Die letzten fünf Einzelblätter (Bamberg, Nürnberg, Frankfurt a.M.-Ost, Kempten und Rosenheim) der insgesamt 55 Kartenblätter umfassenden BÜK 200 wurden jetzt veröffentlicht. Damit liegen erstmals flächendeckend standardisierte Bodeninformationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften für die Bundesrepublik Deutschland im Maßstab 1:200.000 vor. Die Arbeiten an der BÜK 200 haben insgesamt 20 Jahre in Anspruch genommen. Die ergänzend zum Kartenwerk vorliegende Sachdatenbank steht in der Version 0.3 ebenfalls zur Verfügung. In ihr sind bodenkundliche Informationen zu Bodenart, Humus- oder Karbonatgehalt sowie zum Bodenausgangssubstrat (u.a. Gestein, Geogenese) gespeichert. Die Datenbank wird kontinuierlich vervollständigt und bildet die Grundlage für Auswertungen zu vielfältigen fachlichen Themen.
Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200)

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Beratung zur Arbeitssicherheit im Bergbau – eine Trainingsmaßnahme der BGR in Myanmar.

Verantwortung im Bergbau: Internationale Standards gezielt anwenden, 11.06.2018

Deutschland importiert aus mehr als 160 Ländern mineralische Rohstoffe – aktuell im Wert von rund 66 Milliarden Euro. Dazu kommt eine Vielzahl von Vorprodukten für das verarbeitende Gewerbe. Doch wie können wir sicherstellen, dass die Rohstoffe auch umweltfreundlich und unter Achtung der Menschenrechte gewonnen werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die heute (11.06.2018) in Berlin stattfindende 21. Konferenz des Netzwerkes Ressourceneffizienz. Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutierten auf der Veranstaltung über die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms der Bundesregierung (ProgRess II), mit dem u.a. die Nachhaltigkeit der Rohstoffversorgung gefördert werden soll. Welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards ergriffen werden sollten, zeigte bei der Veranstaltung die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf.
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Eröffnung des Labors zur Untersuchung von Erzproben für den Analytischen Herkunftsnachweises (AFP) für Rohstoffe in Daressalam

BGR eröffnet mit Partnern Afrikas erstes Labor für „Vaterschaftstest“ von Rohstoffen , 08.06.2018

Der Vizepräsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Volker Steinbach, hat heute (08.06.2018) zusammen mit dem Premierminister der Republik Tansania, Kassim Majaliwa, sowie den Bergbauministerinnen und -ministern weiterer ostafrikanischer Länder im tansanischen Daressalam das erste Labor zur Untersuchung von Erzproben für den Analytischen Herkunftsnachweises (AFP) für Rohstoffe in Afrika eröffnet. Der so genannte „Fingerprint“ wurde von der BGR im Auftrag der Bundesregierung entwickelt, um die Herkunft der mineralischen Rohstoffe Zinn, Wolfram und Tantal aus den Lagerstätten Zentral- und Ostafrikas überprüfen zu können. Jetzt kann erstmals vor Ort mit Hilfe einer geochemischen Laboranalyse – vergleichbar mit einem „Vaterschaftstest“ – transparent nachvollzogen werden, ob ein für den Export bestimmtes Erz tatsächlich aus der angegebenen Mine stammt.
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Die BGR informierte die Anwohner über das geplante Geothermie-Forschungsprojekt.

BGR informiert Bürger über Geothermie-Forschungsprojekt, 07.06.2018

Die BGR hat jetzt die Bevölkerung der beiden sächsischen Kommunen Bergstadt Schneeberg und Bad Schlema (beide Erzgebirgskreis) über ihr geplantes Geothermie-Forschungsprojekt „Geothermie im Granit Sachsens“ (GIGS) informiert. Zu den beiden Bürgerveranstaltungen kamen mehr als 300 Anwohner. Ziel des Vorhabens ist die Erkundung der Störungszone „Roter Kamm“ im Bereich von Schneeberg und Bad Schlema für eine spätere Eignung zur geothermischen Energiegewinnung. Das Forschungsprojekt der BGR und ihrer wissenschaftlichen Partner beinhaltet zunächst ein Vorprojekt zur Erstellung der behördlichen Genehmigungen. Derzeit erarbeitet die BGR gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen die wissenschaftlichen und bergrechtlichen Voraussetzungen für die geplante Forschungsbohrung. Bei einem erfolgreichen Abschluss des Vorprojekts und der notwendigen Bewilligung durch das Sächsische Oberbergamt wird die BGR beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Finanzierung für ein sich anschließendes dreijähriges Hauptprojekt beantragen, in dem die vier Kilometer tiefe Forschungsbohrung durchgeführt werden soll. Die Bohrarbeiten beginnen – je nach Eingang der Fördermittelbewilligung und der Betriebsplanzulassungen – frühestens im Jahr 2021. Der finanzielle Gesamtrahmen des Forschungsvorhabens wird sich voraussichtlich auf über 20 Millionen Euro belaufen. Einen Teil des Betrages übernimmt der Freistaat Sachsen, der als Grundstückseigentümer den Bohrplatz bereitstellt und die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen schafft. Bei entsprechenden geowissenschaftlichen Ergebnissen könnte diese Bohrung zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Betreiber auch zur kommerziellen Gewinnung von Erdwärme genutzt werden

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Einholen des Multicorers zur Entnahme von Meeresboden-Sediment, aus dem Proben für die Untersuchung kleinster Bodenlebewesen genommen werden.

Manganknollen-Expedition im Pazifik, 07.06.2018

Ein Team von elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist jetzt von einer achtwöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Vor einem für 2019 geplanten ersten Gerätetest weit im Vorfeld einer möglichen zukünftigen Gewinnung wurden umfangreiche Untersuchungen zur Tiefseeumwelt und zu den Manganknollenvorkommen durchgeführt.
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Der Bohrmeißel einer Geothermie-Bohranlage.

Forschungsprojekt „GIGS – Geothermie im Granit Sachsens“, 05.06.2018

Im Auftrag des Deutschen Bundestages soll bundesweit das Nutzungspotenzial der tiefen Erdwärme (Tiefengeothermie) zur Erzeugung von Strom und Wärme untersucht werden. Nachdem die wirtschaftliche Nutzung von Erdwärme bereits in Bayern, im Norddeutschen Becken und im Oberrheingraben nachgewiesen werden konnte, ist die Untersuchung der Störungssysteme im Granit des Erzgebirges ein weiterer Baustein der deutschlandweiten Erkundung.
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Die Teilnehmer des GANOVEX-Workshops.

Internationales Treffen von Antarktis-Forschern in der BGR, 30.05.2018

Das Antarktis-Forschungsprogramms GANOVEX (German North Victoria Land Expedition) ist Thema eines internationalen Workshops, zu dem sich heute und morgen Geowissenschaftler aus vier Nationen in der BGR treffen. An der Veranstaltung nehmen Vertreter der Universitäten Bremen, Frankfurt a.M., Genua, Melbourne, Münster sowie des British Antarctic Surveys teil. Die Forscher wollen u.a. über die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Expedition innerhalb des GANOVEX-Programms diskutieren. Sie fand Ende 2016 im Nord-Viktoria-Land in der Antarktis statt. Dabei war es einem internationalen Team unter Leitung der BGR gelungen, weitere Hinweise zur Entstehung und zum Auseinanderbrechen des ehemaligen Großkontinentes Gondwana zu finden. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika gelöst hatten. Seit knapp 40 Jahren finden unter Leitung der BGR im Rahmen des GANOVEX-Programms zu diesem Forschungsthema regelmäßig Expeditionen in der Antarktis statt. Bei ihrem zweitägigen Workshop in der BGR wollen die Wissenschaftler auch die nächste Expedition vorbereiten.

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 Teilnehmer des Workshops in Ghana bewerten am Computer volkswirtschaftliche Potenziale.

BGR unterstützt Ghana bei Weiterentwicklung seiner Bergbau-Industrie, 18.05.2018

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die BGR Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der nachhaltigen Weiterentwicklung ihrer Bergbauindustrie. In der Hauptstadt Ghanas, Accra, fand jetzt eine Schulung für Bergbau-Experten des Landes statt, an der auch eine Delegation der Deutschen Auslandshandelskammer in Ghana teilnahm. Im Workshop wurden Instrumente für eine bessere Bewertung der volkswirtschaftlichen Potenziale des Bergbaus vorgestellt. Ziel ist es, die Kaufkraft der Bergbauindustrie stärker für den Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten zu nutzen, um mittelfristig einen Prozess der wirtschaftlichen Diversifizierung anzustoßen. Die Schulungsmaßnahme ist Teil eines großangelegten Reformprogramms in Ghana – der Country Mining Vision. Das Sektorvorhaben „Rohstoffe und Entwicklung“ der BGR flankiert das Vorhaben. Gemeinsam mit ghanaischen Partnerorganisationen wurde ein Software-gestütztes Modell entwickelt, mit dessen Hilfe Möglichkeiten für die Ansiedlung einer lokal produzierenden Industrie bewertet, staatliche Unterstützungsprogramme zielgenau gesteuert und Investoren beraten werden können.

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BGR organisierte internationalen Bergbau-Workshop in Laos, 17.05.2018

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat die BGR jetzt in der laotischen Hauptstadt Vientiane einen internationalen Workshop zum Thema „Nachhaltige Schließung von Bergwerken“ durchgeführt. An der dreitägigen Veranstaltung, zu deren Eröffnung auch der Deutsche Botschafter in Laos, Jens Lütkenherm, sowie der laotische Vize-Minister für Energie und Bergbau, Chansone Senbouttalath, gekommen waren, nahmen 40 Bergbau-Experten aus den Ländern des ASEAN-Verbundes (Association of Southeast Asian Nations) teil, darunter aus Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Thailand und Vietnam. Der Workshop diente dem internationalen Erfahrungsaustausch von Vertretern zuständiger Bergbehörden. Vorgestellt wurden beispielhafte Projekte und Methoden für eine nachhaltige Verwahrung ehemaliger Bergwerksbetriebe. So besuchten die Teilnehmer ein in der Schließung befindliches Kupfer-Gold-Bergwerk in Laos. Die Veranstaltung fand im Rahmen der BGR-Kooperation mit dem ASEAN-Staatenbund statt und wurde durch das Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia (CCOP) unterstützt.

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Bei der Tagung im GEOZENTRUM Hannover sprach auch der Niedersächsische Umwelt-Staatssekretär Frank Doods.

10. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover, 16.05.2018

Über die Möglichkeiten und Potenziale von Erdwärme tauschten sich heute (16. Mai 2018) mehr als 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der 10. Norddeutschen Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover aus. Diskutiert wurde an Hand von aktuellen Praxisbeispielen über Marktentwicklungen, Innovationen und politisch-rechtliche Rahmenbedingungen. Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass die Erdwärme zukünftig eine Schlüsselrolle bei der Wärmeversorgung und beim Klimaschutz in Norddeutschland spielen wird. Veranstalter der Tagung waren neben der BGR das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls GmbH in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN).

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Am BGR-Stand im Internationalen Seegerichtshof bekamen die Besucher einen Einblick in die Arbeit der Meeresforscher

„Lange Nacht der Konsulate“ in Hamburg – BGR präsentierte sich im Seegerichtshof, 16.05.2018

Gemeinsam mit anderen deutschen Meeresforschungsinstituten präsentierte sich die BGR am gestrigen Dienstagabend (15.05.2018) einer größeren Öffentlichkeit in den Räumen des Internationalen Seegerichtshofs in Hamburg. Dort waren die BGR-Meeresforscher mit einem eigenen Stand bei der „7. Langen Nacht der Konsulate“ vertreten. Filmaufnahmen von Expeditionen mit deutschen Forschungsschiffen, hochspezialisierte Ausrüstungsgegenstände wie z.B. ein Hydrophonkabel zur Messung von Schallwellen oder Exponate vom Grund der Meere wie Manganknollen oder Erzstücke von „Schwarzen Rauchern“ gaben den Besuchern einen Einblick in die spannende Arbeit der Meeresforscher. Die BGR betreibt seit über 50 Jahren Meeresforschung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Rekonstruktion der geologischen Entwicklung von Kontinenträndern und Randmeeren sowie die Erforschung und Bewertung von Rohstoffpotenzialen einschließlich möglicher Umweltauswirkungen, die ein etwaiger Tiefseebergbau haben könnte. So erkundet die BGR derzeit im Auftrag der Bundesregierung in zwei Lizenzgebieten im Pazifik sowie im Indischen Ozean Vorkommen von Manganknollen bzw. polymetallischen Sulfiderzen, die eine Vielzahl von wirtschaftsstrategischen Rohstoffen wie z.B. Kupfer, Nickel oder Kobalt, aber auch wichtige Spurenmetalle wie Gold, Indium, Gallium oder Selen enthalten. In einem weiteren zentralen Forschungsprojekt untersuchen die BGR-Meeresforscher aktuell die Entwicklungsgeschichte und das Kohlenwasserstoffpotenzial im nördlichen Nordatlantik.

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Symposiums zu marinen Rohstoffen

Internationales Symposium zu marinen Rohstoffen in der BGR, 03.05.2018

Die Explorationsarbeiten der BGR im deutschen Lizenzgebiet für polymetallische Sulfide im Indischen Ozean waren jetzt Thema eines internationalen Symposiums im GEOZENTRUM Hannover. An der Veranstaltung mit 50 Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden nahmen auch Repräsentanten der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) als Beobachter und Berichterstatter teil. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR und Vertreter der BGR-Vertragspartner stellten die bisherigen Forschungsergebnisse vor. Seit 2015 untersucht die BGR im Auftrag der Bundesregierung in einem 10.000 Quadratkilometer großen Gebiet südöstlich von Madagaskar Vorkommen von marinen mineralischen Rohstoffen wie Buntmetalle (Kupfer und Zink) und Spurenmetalle (Gold, Indium, Gallium, oder Selen) – wichtige Rohstoffe für Zukunftstechnologien, wie z. B. die Elektromobilität. Die Rohstoffe entstehen an untermeerischen Spreizungszonen der ozeanischen Kruste. Sie treten in ca. 3.000 Meter Tiefe als metallreiche Lösungen an bis zu 400 °C heißen Quellen, den sogenannten „Black Smoker“, am Meeresboden aus. Diese aktiven Hydrothermalfelder sind wichtige Indikatoren für das Aufsuchen von wirtschaftlich interessanten inaktiven marinen Erzfeldern in der Umgebung. Ein möglicher künftiger Tiefseebergbau wird sich ausschließlich auf die inaktiven Areale konzentrieren, um die einzigartige untermeerische Lebewelt zu schützen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Forschungsarbeiten ist deshalb die Erfassung von Umweltbasisdaten zur Biogeochemie, Biodiversität und Mikrobiologie. Unterstützt werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR von zahlreichen Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland. Beim Symposium wurden die bisherigen Resultate aus den unterschiedlichen Forschungsgebieten diskutiert, um die nächsten Explorationsschritte abzustimmen. Mitte Oktober 2018 werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer weiteren Expedition mit dem niederländischen Forschungsschiff „Pelagia“ in das Lizenzgebiet aufbrechen. Neben der Exploration von polymetallischen Sulfiden untersucht die BGR in einem zweiten Lizenzgebiet im Pazifischen Ozean auch Vorkommen von Manganknollen am Meeresboden.

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Zukunftstag im GEOZENTRUM

Geowissenschaftler von morgen erlebten Zukunftstag im GEOZENTRUM, 26.04.2018

100 Mädchen und Jungen erhielten heute (26. April 2018) beim Zukunftstag spannende Einblicke in die vielfältigen Berufsfelder und Aufgaben im GEOZENTRUM Hannover. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) lud die Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 10 zu einer Vielzahl von interessanten Workshops zu den Themen Kartographie, Rohstoffe, Geophysik, Hydrogeologie, Boden, Geothermie, Geochemie oder Endlagerung ein. Einen Vormittag lang konnten die Mädchen und Jungen den Wissenschaftlern und Experten des Geozentrums bei der Arbeit über die Schulter schauen, einen Blick hinter die Kulissen des Rechenzentrums werfen und selbst aktiv werden. So durften die „Geowissenschaftler von morgen“ eigenständig Bodenproben analysieren, erstellten am Computer geologische Karten oder lernten bei kleinen Experimenten die Gesteine im Untergrund kennen.

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Forschungsschiff Sonne

BGR-Wissenschaftler untersuchen Tiefseeumwelt im Zentralpazifik, 04.04.2018

Eine Gruppe von elf Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beginnt jetzt von Guayaquil (Ecuador) aus eine 54-tägige Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff "SONNE". Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet mit Manganknollenvorkommen erkunden. Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die neunte Fahrt in das Lizenzgebiet. Schwerpunkte der diesjährigen Kampagne sind die Detailerkundung eines ca. 900 km² großen, wirtschaftlich interessanten Gebietes, weitere Arbeiten zur Biodiversität im Lizenzgebiet sowie die Entnahme von Proben für metallurgische Versuche. Zudem finden vorbereitende Umweltuntersuchungen für einen Kollektor-Komponententest statt, der im Jahr 2019 stattfinden soll. Neben den Mitarbeitern aus der BGR nehmen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung (DZMB) aus Wilhelmshaven, der Jacobs University Bremen, der Heriot-Watt University Edinburgh sowie zwei Trainees aus dem Ausbildungsprogramm der Internationalen Meeresbodenbehörde an der Expedition teil.

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Dr. Iven Schad von der Deutschen Botschaft in Kamerun, BGR-Projektleiter Dr. Robert Kringel und die Leiterin des BGR-Fachbereichs „Boden als Ressource – Stoffeigenschaften und Dynamik“, Dr. habil. Elke Fries.

Boden-Experten der BGR engagieren sich in Kamerun, 03.04.2018

Seit 2016 unterstützen die Boden-Experten der BGR Kamerun im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit bei der Raumordnungsplanung. Ziel des Projekts ist es, für den Norden und den Süd-Westen des zentralafrikanischen Landes die erforderlichen geowissenschaftlichen Informationen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement zur Verfügung zu stellen. In der nordkamerunischen Stadt Garoua fand jetzt ein von der BGR und dem zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Planung und Regionalentwicklung (MINEPAT) organisierter Workshop statt, bei dem eine Zwischenbilanz der bisherigen Projektarbeit gezogen und Maßnahmen für die weitere Zusammenarbeit geplant wurden. An der Veranstaltung nahmen mehr als 70 Vertreter von Partnerinstitutionen, Universitäten und Nicht-Regierungsorganisationen teil. Vorgestellt wurden neu erarbeitete geo-räumliche Datensätze auf Grundlage von digitalisierten geologischen und bodenkundlichen Karten der 50er bis 80er Jahre, ein mit Hilfe von Satellitenbildern erstelltes Gewässernetz für den Fluss Benué sowie erste Ergebnisse zum Einfluss der landwirtschaftlichen Nutzung auf das Grundwasser in der Region. Bis Ende Juni 2019 sollen in ausgewählten Pilotgebieten Konzepte zur Erstellung von thematischen Bodenkarten im regionalen Anwendungsmaßstab entwickelt werden. Dies beinhaltet Bodenprofilaufnahmen, bodenkundliche Laborarbeiten und räumliche Auswertetechniken. Eine intensive Bodenkampagne ist für die kommende Regenzeit geplant. Feierlicher Höhepunkt des Workshops war die Überreichung der Abschluss-Zertifikate an 12 Absolventen der ersten Fortbildung im Bereich GIS-Anwendungen für den Einsatz im Projekt.

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Artesischer Brunnen

BGR engagiert sich für nachhaltiges Wassermanagement, 21.03.2018

Grundwasser ist für viele Ökosysteme, wie Feuchtgebiete, Moore und Süßwasserseen lebensnotwendig. Diese Lebensräume sind auch als Wasserspeicher für unsere Wasserversorgung von zentraler Bedeutung. "Nature for Water“ lautet daher das Motto des diesjährigen Weltwassertages der Vereinten Nationen (VN). Auch die BGR engagiert sich im Bereich der Forschung und der Entwicklungszusammenarbeit weltweit in zahlreichen Projekten für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. In Asien, im Nahen Osten und in Afrika erkunden BGR-Experten Wasserressourcen und beraten Regierungen beim Ressourcenschutz. So haben Hydrogeologen der BGR im Norden Namibias ein riesiges Grundwasservorkommen entdeckt, das einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung des Landes leistet. Als Durchführungsorganisation unterstützt die BGR mit ihrer Expertise das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Ministerium hat aus Anlass des morgigen Weltwassertages (22.03.2018) eine Sonderwebsite zum Thema Wasser veröffentlicht und eine umfangreiche Kampagne via Facebook und Twitter gestartet.

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„6. German Day“ auf der PDAC (v.l.n.r.): BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel, Dr. Thomas Gäckle (BMWi), Sabine Sparwasser, Deutsche Botschafterin in Kanada, Aarti Mona Sörensen (AHK Toronto) und Dr. Peer Hoth (BMWi).

„German Day“ auf der PDAC 2018 in Toronto, 07.03.2018

Energiewende, E-Mobilität und die rasante Entwicklung neuer Technologien für die Zukunft – Themen, die jetzt auch die Teilnehmer am „German Day“ bei der weltgrößten Bergbau- und Explorationsmesse, der „PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange 2018“ in Toronto (Kanada) gerade auch mit Blick auf aktuelle Fragen zur Rohstoffversorgung beschäftigten.

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Der BGR-Stand auf der PDAC

BGR mit eigenem Stand auf der PDAC 2018 in Toronto, 06.03.2018

Die BGR präsentiert sich auf der weltgrößten Bergbau- und Explorationsmesse, der „PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange“ in Toronto (Kanada), mit einem eigenen Stand. Zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie elf deutschen Unternehmen ist die BGR auf einem Gemeinschaftsstand im Deutschen Pavillon vertreten. Der „German Pavilion“ auf der PDAC wird – wie bereits in den beiden Vorjahren – vom BMWi gefördert und von der Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) organisiert. Die Veranstaltung bietet deutschen Unternehmen eine Plattform, um ihre Expertise und ihr Know-How im Bereich Bergbau und Exploration internationalen Partnern vorzustellen. Auf der PDAC 2018 vom 4. bis 7. März sind mehr als 1.000 Aussteller aus 130 Ländern vertreten.

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Zwei Hälften einer Manganknolle – eines der BGR-Exponate in der Ausstellung

Tiefsee-Ausstellung im Landesmuseum mit BGR-Exponaten, 01.03.2018

„Tiefsee. Leben im Dunkeln“ ist der Titel einer neuen Dauerausstellung im Landesmuseum Hannover, in der auch mehrere Exponate der BGR zu sehen sind. Zu den Ausstellungsstücken, die einen Einblick in die faszinierende Welt der Tiefsee geben, gehören Manganknollen vom Meeresboden des Pazifik oder ein Brocken Metallerz von einem Schwarzen Raucher, den die BGR vom Grund des Indischen Ozeans geborgen hat. Auch eine Phosphoritkruste zählt dazu, die mit einem Haifischzahn und einem Walknochen bestückt ist und von einem untermeerischen Berg im Südwestpazifik stammt. Exponate, die zeigen, wie reich an mineralischen Rohstoffen die Tiefsee ist. Die BGR erkundet im Auftrag der Bundesregierung in zwei Lizenzgebieten im Pazifik und im Indischen Ozean untermeerische Vorkommen. Dazu zählen neben den Manganknollen, die Kupfer, Nickel oder Kobalt enthalten, auch so genannte polymetallische Sulfid-Erze. Sie bestehen aus Bunt- und wichtigen Spurenmetallen wie Gold, Indium, Gallium oder Selen. Doch die Ozeane sind nicht nur eine mögliche Rohstoffquelle der Zukunft, wie die Ausstellung zeigt. Zu sehen ist ebenfalls eine größere Sammlung von originalen Tiefseeorganismen, die das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zur Verfügung gestellt hat. Darunter befinden sich Präparate eines Schwarzen Drachenfischs, eines Viperfischs und eines Pelikanaals, die belegen, dass die Tiefsee auch ein faszinierender Lebensraum ist.

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BGR-Projektleiter Dr. Tobias El-Fahem informierte die Teilnehmer über die Arbeit der BGR in Sambia

BGR-Veranstaltung zur Cholera-Prävention in Sambia, 01.03.2018

Auf Einladung der BGR fand jetzt in der sambischen Hauptstadt Lusaka eine Informationsveranstaltung zum Thema „Grundwasserschutz als Instrument zur Prävention von Cholera-Ausbrüchen“ statt. Zu den Teilnehmern des „High Level Meetings“ gehörten neben dem Deutschen Botschafter in Sambia, Achim Burkart, auch Vertreter der Regierung Sambias, darunter die Minister für Gesundheit und für Wasser, sowie weitere hochrangige Vertreter städtischer Institutionen und Geberorganisationen. Kernbotschaft der Veranstaltung war, dass nur ein erfolgreiches Grundwassermanagement langfristig die Frischwasserversorgung in Lusaka gewährleisten und gleichzeitig das Auftreten von Krankheiten, wie der aktuellen Cholera-Epidemie, in der Stadt verhindern kann. Eine potenzielle Ursache für die seit Oktober 2017 in der sambischen Hauptstadt grassierende Cholera ist die Verschmutzung von Grundwasserressourcen, die als Trinkwasser verwendet werden. Die BGR engagiert sich seit vielen Jahren in Sambia. Im Zuge des deutschen „Wassersektor-Reformprogramms“ unterstützt die BGR die sambische Regierung bei der Erkundung und dem Schutz von Grundwasser-Ressourcen, die für die Trinkwasserversorgung des Landes sehr bedeutsam sind. Die Veranstaltung in Lusaka wurde im Rahmen des aktuellen Projekts der technischen Zusammenarbeit „Grundwassermanagement in Sambia mit dem Fokus auf das Upper-Kafue-Einzugsgebiet“ durchgeführt.

Link zum TZ-Projekt
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (Mitte) mit den Abteilungsleitern Gerhard Enste (Rechts) und Prof. Dr. Thomas Himmelsbach (Links)

Wissenschaftliches Führungsteam der BGR wieder komplett, 27.02.2018

Gerhard Enste ist neuer Leiter der Abteilung 3 „Unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum“ der BGR. Der Geologe war bisher stellvertretender Leiter der Abteilung und verantwortete dort den Fachbereich „Geologisch-geotechnische Erkundung“. Daneben ist er seit 2006 Mitglied der Expertengruppe Schweizer Tiefenlager (ESchT) beim Bundesministerium für Umwelt und Bau, die das Suchverfahren für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle in der Schweiz begleitet. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel gratulierte Enste zu seiner Ernennung. Die Abteilung 3 ist für die Bereiche Endlagerung radioaktiver Abfälle, geologische CO2-Speicherung und Geothermie zuständig. Vor seiner Tätigkeit bei der BGR war Enste in leitenden Funktionen bei der damaligen Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) beschäftigt.

Mit der Neubesetzung der Leitungsfunktion in der Abteilung 3 ist das wissenschaftliche Führungsteam der BGR wieder komplett. Einen Wechsel an der Spitze hatte es zuvor auch schon in der Abteilung 2 „Grundwasser und Boden“ der BGR gegeben, die jetzt von Prof. Dr. Thomas Himmelsbach geleitet wird. Himmelsbach hatte als stellvertretender Leiter der Abteilung zuvor den Fachbereich „Grundwasser Ressourcen – Beschaffenheit & Dynamik“ geführt. Neben seiner Tätigkeit bei der BGR hat der habilitierte Hydrogeologe eine apl. Professur für Angewandte Geologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

An der Spitze der beiden anderen Fachabteilungen der BGR stehen BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach (Abteilung 1 „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“) und Prof. Dr. Bernhard Stribrny (Abteilung 4 „Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit“).

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 Abbau von Kies und Sand bei München.

Aktuelle BGR-Studie zur Versorgung mit Baurohstoffen
, 23.02.2018

Deutschland ist reich an Sand. Quarz- und Bausand sind aus geologischen Gründen eigentlich in ausreichendem Maße verfügbar. Dennoch drohen gerade bei wichtigen Baurohstoffen auf dem heimischen Markt aktuell erhebliche Versorgungsengpässe, wie eine neue Kurzstudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigt. Unter dem Titel „Sand – auch in Deutschland bald knapp?“ berichten die BGR-Experten in der jüngsten Ausgabe der Commodity TopNews (Nr. 56) über die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Gewinnung dieses Massenrohstoffs in Deutschland.
Pressemitteilung
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Das BGR-Team auf der Mining Indaba.

DERA veranstaltet German Day 2018 in Kapstadt, 07.02.2018

Im Rahmen der „Investing in African Mining Indaba“ in Kapstadt (Südafrika) veranstaltete die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR jetzt gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Bergbau und Rohstoffe der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Südliches Afrika den „German Day 2018“. Unter dem Titel „Win-Win Scenarios for Southern African-German Cooperation in the Raw Materials Sector“ bot die Veranstaltung deutschen Unternehmen auf der größten Bergbaumesse Afrikas eine Plattform, um sich mit afrikanischen Geschäftspartnern auszutauschen. Gerade mit Blick auf den Ausbau von Zukunftstechnologien im Rahmen der Energiewende bieten sich für beide Seiten aktuell eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten.

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Die Teilnehmer des internationalen Arktis-Workshops

Internationaler Arktis-Workshop in der BGR, 01.02.2018

Zu einem internationalen Arktis-Workshop trafen sich jetzt rund 40 Wissenschaftler aus 7 Ländern in der BGR. Unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) diskutierten Geowissenschaftler über Umweltveränderungen in der Arktis, eine mögliche umweltgerechte Nutzung von Rohstoffen sowie ungeklärte Gebietsansprüche. Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Wissenschaftler der Arktis-Anrainerstaaten, des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam und der BGR sowie Vertreter des Deutschen Arktisbüros.

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Viehtränke in der Trockensavanne im nördlichen Namibia

Dramatische Probleme bei der Wasserversorgung im südlichen Afrika, 01.02.2018

Lang anhaltende Dürreperioden infolge des Klimawandels führen auch im südlichen Afrika zu erheblichen Problemen bei der Wasserversorgung – mit zunehmend gravierenden Folgen für die Landwirtschaft, aber auch für die Menschen direkt. In großen Städten wie etwa Kapstadt muss bereits das Trinkwasser rationiert werden. Aktuelle Projekte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigen, dass Wasservorkommen in tieferen Gesteinsschichten als zusätzliche Quellen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Versorgungsprobleme im südlichen Afrika leisten können.

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Staatsskretär Matthias Machnig (links) und Präsident der BGR Prof. Dr. Ralph Watzel (2.v.l.) mit den Preisträgern

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2017 verliehen, 25.01.2018

Der Staatssekretär Matthias Machnig im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zeichnete heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jury, BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel, die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2017 in Berlin aus. Preisträger sind die Unternehmen OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG aus Ispringen (Projekt „REProMag – Ressourceneffiziente Herstellung von Hartmagneten auf Basis Seltener Erden“), Cronimet Envirotec aus Bitterfeld (Projekt „Aufbereitung metallhaltiger Schlämme“) und die BTS GmbH aus Weilheim (Projekt „Tausch – Turboladerprogramm“). In der Kategorie Forschungseinrichtungen wurde das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung aus Stuttgart (Projekt „Automatisierte maskierungsfreie Zweifarbenlackierung für Spiegelgehäuse) mit dem Preis ausgezeichnet.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Eine nachhaltige und sichere Versorgung mit Rohstoffen für die industrielle Produktion ist für den Standort Deutschland entscheidend. Dafür brauchen wir eine umweltverträgliche Gewinnung von Primärrohstoffen, einen intelligenten und sparsamen Einsatz von Rohstoffen und Materialien in der Produktion sowie die Rückgewinnung von Wertstoffen. Diese Technologien spielen eine Schlüsselrolle für eine moderne Kreislaufwirtschaft. Die heutigen Preisträger stehen vorbildhaft für innovative Leistungen auf diesem Gebiet.“

Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Nominiert waren Technologien bzw. Verfahren zum Recycling von Metallen, Kunststoffen, Magneten sowie Auto- und Flugzeugteilen und zur effizienten Verwendung von Rohstoffen und Materialien. Die 14-köpfige unabhängige Jury von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wählte aus den eingereichten Bewerbungen insgesamt vier Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.

Maßnahmen und Praxisbeispiele eines effizienten Rohstoff- und Materialeinsatzes entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden in der die Preisverleihung begleitenden Fachkonferenz und Ausstellung „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ branchenübergreifend dargestellt.

Pressemitteilung des BMWi

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Gewinnung von Magnesit in den kanadischen Rocky Mountains.

BGR-Bericht: Deutsche Bergbaufirmen in Nordamerika , 24.01.2018

Knapp 80 deutsche Unternehmen und Privatpersonen betreiben über Tochterfirmen bzw. Beteiligungen Bergbau im Ausland. In ihrer aktuellen Ausgabe der Reihe „Commodity TopNews“ berichtet die BGR über die Aktivitäten deutscher Unternehmen in Nordamerika. Die USA und Kanada gehören zu den Ländern außerhalb Europas, in denen sich deutsche Unternehmen am stärksten im Bergbau engagieren. So sind in Nordamerika insgesamt 12 deutsche Firmen im Bereich der Gewinnung von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen tätig. Dazu gehören Branchengrößen wie z.B. BASF (u.a. Kaolin- und Bentonit-Gruben), K+S (u.a. Steinsalzbergwerke) oder der Baustoffhersteller HeidelbergCement, aber auch Mittelständler und Familienunternehmen. Die aktuelle „Commodity TopNews“-Ausgabe „Deutscher Auslandsbergbau heute – Beispiel Nordamerika“ gibt einen Überblick über das Engagement deutscher Firmen in einer der weltweit wichtigsten Bergbauregionen.

Commodity TopNews 55 (2018): Deutscher Auslandsbergbau heute – Beispiel Nordamerika

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Teilnehmer eines Fortbildungsprogramms des Internationalen Seegerichtshofs informierten sich heute im GEOZENTRUM Hannover über die Aufgaben der BGR in der marinen Rohstoffforschung

Schulungsgruppe des Seegerichtshofs zu Gast in der BGR , 19.01.2018

Teilnehmer eines Fortbildungsprogramms des Internationalen Seegerichtshofs informierten sich heute im GEOZENTRUM Hannover über die Aufgaben der BGR in der marinen Rohstoffforschung. BGR-Wissenschaftler stellten den internationalen Gästen – Regierungs- und Behördenmitarbeiter aus zehn Ländern – ihre aktuellen Forschungsprojekte und Arbeitsschwerpunkte vor. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR in den deutschen Lizenzgebieten im Pazifik und Indik Vorkommen von Manganknollen (enthalten u. a. Wertmetalle wie Kupfer, Nickel und Kobalt) bzw. polymetallischen Sulfiden (enthalten u. a. Kupfer, Zink und Blei). Umweltuntersuchungen haben dabei einen hohen Stellenwert. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der BGR sind Untersuchungen im Europäischen Nordmeer und den angrenzenden arktischen Randmeeren. Dort erkunden die BGR-Experten Chancen und Risiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen. Einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben und der Arbeit der Wissenschaftler erhielten die Gäste des Internationalen Seegerichtshofs bei einem Rundgang durch Gerätewerkstätten und Labore der BGR. Dort stellten die BGR-Experten ihre hochspezialisierte Forschungsinfrastruktur vor, die bei den mehrwöchigen Schiffsexpeditionen, den Untersuchungen in der Tiefsee und bei der späteren Probenanalyse zum Einsatz kommt.

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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und BKG-Präsident Prof. Dr. Hansjörg Kutterer

BGR und BKG vertiefen Kooperation, 17.01.2018

Die BGR und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel und BKG-Präsident Prof. Dr. Hansjörg Kutterer unterzeichneten heute im GEOZENTRUM Hannover eine neue Kooperationsvereinbarung. Künftig möchten BGR und BKG die Potentiale der Raumfahrt, u.a. der Europäischen Copernicus-Mission, noch stärker nutzen. Beide Einrichtungen wollen neue Projekte für den BodenBewegungsdienst Deutschland (BBD) durch Einbindung von satellitengestützten Navigationstechnologien entwickeln. Die Präsidenten von BGR und BKG sehen in der Nutzung der Copernicus-Mission große Potentiale für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas. Die neue Kooperationsvereinbarung sieht daneben auch eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der fernerkundlichen Landnutzungserfassung vor. BGR und BKG kooperieren seit 2009 auf den Gebieten der Geländereliefmodellierung, der 3D-Erfassung geowissenschaftlicher Informationen, der Implementierung von INSPIRE, der Entwicklung von kartographischen Visualisierungen und der Gravimetrie. Das BKG gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und ist der zentrale Dienstleister des Bundes für topographische Grundlagendaten, Kartographie und geodätische Referenzsysteme.

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DERA Rohstoffinformationen: Risikobewertung Lithium

DERA veröffentlicht neue Lithium-Studie, 11.01.2018

Die Versorgung mit dem Schlüsselrohstoff Lithium wird bis 2025 der steigenden Nachfrage aus dem Bereich der Elektromobilität standhalten können. Das ist das Ergebnis der neuen „Rohstoffrisikobewertung – Lithium“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
Pressemitteilung
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Auf der 23. Internationale Klimakonferenz der Vereinten Nationen  in Bonn

BGR mit CO2GeoNet auf der Klimakonferenz in Bonn, 18.12.2017

Vom 06. bis 17. November 2017 fand die 23. Internationale Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn statt. Gastgeber waren die Fidji-Inseln, die ganz besonders vom Klimawandel und steigendem Meeresspiegel bedroht sind. 196 Nationen und über 22.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich für die Minderung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase, den Erhalt von CO2-bindenden Waldflächen und Regenwäldern und die Unterstützung besonders vom Klimawandel gefährdeter Länder ein. Erarbeitet wurden die wesentlichen Textelemente, aus denen im kommenden Jahr die Richtlinien zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris entstehen sollen.

Als anerkannte „Observer Organisation“ war CO2GeoNet bereits zum dritten Mal auf einer Klimakonferenz mit eigenem Stand vertreten. CO2GeoNet, das europäische Exzellenz-Netzwerk zur geologischen Speicherung von Kohlendioxid, umfasst mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an 28 führenden Forschungsinstituten aus 21 europäischen Staaten, dem auch die BGR angehört. Ziel war und ist es, auf der Klimakonferenz über die wissenschaftlichen Grundlagen der Abscheidung und Speicherung als eine Minderungsoption klimaschädlichen Kohlendioxids zu informieren.
Die BGR verstärkte mit vier Kolleginnen und Kollegen die Standarbeit während der Konferenz. Fragen bestanden nicht nur im Hinblick auf Speichersicherheit, zunehmend rückt auch die Nutzung von Kohlendioxid in den Fokus (CCUS). Die Möglichkeit, über Biomassenutzung und CO2-Speicherung (BECCS) negative Emissionen erzielen zu können, ist ebenfalls von Interesse. Die vielen Gespräche zeigen, dass sich CC(U)S als Klimaschutzoption international weiter entwickelt.
BGR-Projektseite CO2GeoNet Association - European Network of Excellence on Geological Storage of CO2
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Pumpversuch im Norden Benins

Erfolgreiche Messkampagne im Norden Benins, 18.12.2017

Im Rahmen des BGR-Projektes zur Unterstützung der Nigerbeckenbehörde ABN konnten wichtige Schritte zur Etablierung eines Grundwasser-Messstellennetzwerks in zwei Pilotregionen und im regionalen Verbund des Nigerbeckens erfolgreich absolviert werden. Anfang Dezember 2017 unternahm ein 5-köpfiges Team des Projektes bestehend aus Hydrogeologen und Wasserexperten der ABN, der BGR und aus Benin eine 10 tägige Mission in den Norden Benins (Kandibecken). Grundwassermessstellen wurden identifiziert und mit Grundwasser-Datenloggern ausgestattet. Dazu wurden Pumpversuche an 13 Messstellen unternommen und Grundwasserproben entnommen. Die erhobenen Daten dienen der Entwicklung von thematischen Karten und der Formulierung von Handlungsempfehlungen für die grenzüberschreitende Pilotregion in Benin, Niger und Nigeria.
Das BGR-Projekt „Beratung der Nigerbeckenbehörde zum Grundwassermanagement“ ist Teil des Programms „Integriertes Wasserressourcen-Management der Nigerbeckenkommission ABN“ der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Ziel des Projektes ist es die ABN und die 9 Mitgliedsländer beim nachhaltigen Grundwassermanagement zu unterstützen.
Niamey, 15.12.2017
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BGR-Stand auf der „Engagement Weltweit 2017“

BGR beteiligte sich an Fachmesse „Engagement Weltweit 2017“, 14.12.2017

Am Samstag, den 09. Dezember, fand die Fachmesse „Engagement Weltweit 2017“ in Siegburg bei Bonn statt. Mehr als 50 Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), der Not- und Katastrophenhilfe und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit waren vertreten. Die BGR nahm mit eigenem Stand und einem Panel-Beitrag von Fabian Helms zum Thema “BGR als Durchführungsorganisation der TZ“ teil. Zahlreiche der insgesamt 1.500 Messegäste nahmen die Gelegenheit wahr, sich in Einzelgesprächen über das Arbeitsfeld „Technische Zusammenarbeit“ der BGR am BGR-Stand zu informieren.
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BGR Energiestudie 2017

BGR Energiestudie 2017, 12.12.2017

Weltweite Versorgungslage bei Energierohstoffen entspannt – Deutschland ist weltgrößter Erdgas-Importeur.
Weltweit wächst die Nachfrage nach Energie weiter. Dabei weisen die erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung mit 10 % die stärksten Steigerungsraten aller Energieträger auf und ihr Anteil am globalen Primärenergieverbrauch stieg auf 17 %. Statt die fossilen Energieträger bereits heute zu verdrängen, decken die erneuerbaren Energien weltweit steigende Bedarfe, kompensieren Rückgänge bei der Kernenergie und helfen drängende Umweltprobleme zu mindern. In absehbarer Zukunft ist daher global weiter von einem "dualen Energiesystem" auszugehen, bei dem fossile und erneuerbare Energien gemeinsam die Energieversorgung gewährleisten müssen. So lautet das Fazit der Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer jetzt veröffentlichten „BGR Energiestudie 2017 – Daten und Entwicklungen der deutschen und globalen Energieversorgung“.
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Raffinadezinn in einer Zinnschmelze

BGR wird nationale Kontrollbehörde für „Konfliktrohstoffe“, 12.12.2017

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) als zuständige nationale Kontrollbehörde für die Anwendung der EU-Verordnung zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette von sogenannten „Konfliktrohstoffen“ benannt.

Die EU-Verordnung ist im Juni 2017 in Kraft getreten und wird ab dem Jahr 2021 verbindlich. Bei der Einfuhr von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erze sowie Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten in die EU sind künftig umfassende Sorgfaltspflichten in der Lieferkette einzuhalten. Dies gilt für Importe ab einer genau festgelegten Mengenschwelle, mit der mindestens 95 % der Einfuhren dieser Rohstoffe in die EU erfasst werden.
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Projektteam am BGR-Stand beim Tag der offenen Tür.

Kamerun-Projekt – BGR präsentiert ihre Arbeit bei Tag der offenen Tür, 07.12.2017

Seit 2015 engagiert sich die BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Norden und Südwesten Kameruns gemeinsam mit örtlichen Partnerinstitutionen im Projekt „Informationen zu Georessourcen mit dem Schwerpunkt Boden für die Raumordnungsplanung“. Jetzt präsentierte die BGR ihre Arbeit einem größerem Publikum bei einem Tag der offenen Tür im Regionalbüro der Deutschen Gesellschaft für Internationalen Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Mit ihrem Projekt unterstützt die BGR Maßnahmen für eine verbesserte Raumordnungsplanung mit Produkten in den Bereichen Kartographie, geographische Informationssysteme und Datenbankmanagement. Besonderes Interesse bei den Besuchern des BGR-Standes weckten geologische Karten sowie das Thema „Digital Mapping“.
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Bergung einer Strömungsverankerung nach einem Jahr Einsatz auf dem Meeresboden des zentralen Pazifiks (deutsches Lizenzgebiet für Manganknollenexploration)

Forscher von BGR und SAMS veröffentlichen Studie in Nature-Zeitschrift, 05.12.2017

Ein möglicher Tiefseebergbau im zentralen tropischen Pazifik muss auch Wettereinflüsse berücksichtigen. So herrschen im Gebirge Mexikos vor allem in Mai bis November starke Stürme. Sie sorgen für die Entstehung großflächiger ozeanischer Wirbel, die in 2500 Kilometern Entfernung von der Küste Auswirkungen auf den Meeresboden in vier Kilometer Tiefe und damit auf den geplanten Abbau von Manganknollen haben. Das fanden Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Scottish Association for Marine Science (SAMS) heraus. Ihre Untersuchungen veröffentlichten sie jetzt in der aktuellen Ausgabe der Nature-Zeitschrift „Scientific Reports“
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Teilnehmer der 3. BGR-Rohstoffkonferenz

„3. BGR-Rohstoffkonferenz“ am 29. und 30. November 2017 in Hannover, 29.11.2017

Wie viele Rohstoffe gibt es in Deutschland eigentlich – und welche sind das? Unter welchen Bedingungen sollen diese Rohstoffe gewonnen werden?
Rund um diese beiden Kernfragen sowie den gesamten Themenkomplex der Gewinnung und Nutzung unserer heimischen mineralischen Rohstoffe geht es bei der 3. Rohstoffkonferenz der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die heute und morgen (29. und 30. November 2017) im GEOZENTRUM Hannover stattfindet. Angemeldet sind über 200 Teilnehmer aus der Industrie, von Verbänden, Universitäten und Forschungsinstituten, Geologischen Diensten und Bergbehörden sowie aus Bundes- und Landesministerien und der EU.
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Broschüre Kaolin in Deutschland

Neue BGR-Studien zur Rohstoffgewinnung in Deutschland, 23.11.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in ihrer Publikationsreihe zu heimischen mineralischen Rohstoffen drei neue Studien veröffentlicht. Nach Berichten über Quarzrohstoffe und Salze im Jahr 2016 sind jetzt Studien zu den Rohstoffen Kaolin, Feldspat sowie Fluss- und Schwerspat erschienen. Ziel dieser Publikationen ist es, die Bedeutung der in Deutschland gewonnenen Industrieminerale für den Industriestandort Deutschland darzustellen.
„Die wirtschaftliche Bedeutung der in Deutschland gewonnenen Rohstoffe ist enorm groß“, betonen einstimmig die beiden Autoren Dr. Harald Elsner und Kerstin Kuhn. „Wir sind bei unseren Recherchen selbst immer wieder erstaunt, in welchen Produkten die Rohstoffe hinterher zu finden sind“, erklären die beiden Geologen.
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Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, und der Vize-Präsident des Geologischen Dienstes von China, Dr. Yan Guangsheng, nach der Unterzeichnung des Abkommens in Peking.

BGR setzt erfolgreiches Projekt in China fort, 20.11.2017

Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, und der Vize-Präsident des Geologischen Dienstes Chinas, Dr. Yan Guangsheng, haben jetzt in Peking ein Abkommen zur Fortsetzung des Projektes ‚Landslide Hazard and Risk Assessment Lanzhou, Provinz Gansu/VR China (LHARA)‘ unterzeichnet. Mit der neuen Vereinbarung verlängern die beiden Geologischen Dienste ihre seit zwei Jahren erfolgreich praktizierte wissenschaftlich-technische Kooperation um weitere vier Jahre bis Ende 2021. Die Projektarbeiten finden im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des chinesischen Ministeriums für Land und Ressourcen statt.
Seit Januar 2016 untersuchen die Geowissenschaftler der BGR mit ihren chinesischen Kollegen vom Geologischen Dienst und dem China Institut for Geo-Environment Monitoring neue ingenieurgeologische Ansätze zur lokalen und regionalen Abschätzung von Hanginstabilitäten in den bis zu mehreren hundert Meter mächtigen quartären und tertiären Sedimenten des zentralchinesischen Löss-Plateaus. Die besondere Herausforderung liegt in der hochdynamischen Entwicklung der Millionenstadt Lanzhou (Hauptstadt der Provinz Gansu) sowie ihres weiteren Umlandes als ökonomisches, finanzielles, infrastrukturelles und städtebauliches Zentrum Zentralchinas und dem daraus resultierenden extensiven Bedarf an Nutzflächen. Mit der Erweiterung sind großräumige Eingriffe in die geologischen und morphologischen Gegebenheiten verbunden, die auch zu einer wachsenden Gefahr von Hangrutschungen führen.
Unter Anwendung von statistischen und physikalisch-basierten Methoden wurden Gefährdungspotentiale gegenüber Massenbewegungen im lokalen und regionalen Maßstab abgeschätzt, die mit Blick auf eine nachhaltige raumplanerische Entwicklung zu einer substantiell verbesserten Beratung der Regierung der Provinz Gansu beitragen. Die erzielten Ergebnisse werden in der neuen Projektphase Grundlage weitergehender Untersuchungen sein, in die auch die Betrachtung potentieller Risiken für die Menschen und die infrastrukturellen Einrichtungen sowie Maßnahmen zu deren Minderung berücksichtigt werden sollen.
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Die deutsche Delegation informiert sich im Brunnenfeld Wadi Al Arab über die Arbeiten der BGR zum Brunnenfeldmanagement.

Neue Aufgaben für jordanisches BGR-Projekt, 17.11.2017

Für das BGR-Projekt „Verbessertes Grundwasserressourcenmanagement als Antwort auf die syrische Flüchtlingskrise“ hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jetzt im Rahmen der deutsch-jordanischen Regierungsverhandlungen in Amman zusätzliche Mittel zugesagt. Damit können weitere Aufgaben in das Projekt aufgenommen werden, so zum Beispiel die Erkundung und Entwicklung eines weiteren Brunnenfeldes, welches helfen soll die nördlichen Landesteile zuverlässiger mit Wasser zu versorgen.
Die BGR ist bereits seit 1959 in Jordanien tätig. Dort engagiert sie sich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit aktuell im Wassersektor. Aufgrund der generellen Wasserknappheit und der Auswirkungen des Klimawandels sowie der Folgen der syrischen Flüchtlingskrise steht das Wassermanagement in Jordanien vor großen Herausforderungen. Die BGR berät das jordanische Wasserministerium zurzeit in zwei Projekten zum Grundwasserressourcenmanagement.
Bei einer Delegationsreise im Anschluss an die Regierungsverhandlungen wurden der deutschen Delegation unter anderem die Projektarbeiten der BGR zum Brunnenfeldmanagement im Wadi Al Arab (Nordwestjordanien) vorgestellt.
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