BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

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Salzgeologische Arbeiten der BGR im Rahmen der Rückholungsplanungen für das Asse II-Bergwerk

Hauskolloquium am Dienstag, den 12. Dezember 2017 um 10°° Uhr im Großen Sitzungssaal des Hauses.

Moderation: Jörg Hammer

Pollok, L.: Beiträge der BGR zur Standortauswahl für den neu abzuteufenden Schacht 5

In dem ehemaligen Kali- und Salzbergwerk Asse II wurden zwischen 1967 und 1978 125.787 Behälter mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. Der Betreiber (seit 2009: BfS, seit 04/2017: BGE) hat den gesetzlichen Auftrag zur Bergwerksstilllegung, inkl. Abfallrückholung. Für die Rückho-lung der radioaktiven Abfälle ist der Bau eines neuen Schachtes unabdingbar. Im Auftrag des BfS/der BGE beteiligt sich die BGR ab Spätherbst 2014 an der geowissenschaftlichen Erkundung des möglichen Schachtstandortes.


Saßnowski, M.: Salzgeologische Untersuchungen an den Gesteinen der Asse-Salzstruktur

Für die Erarbeitung des Internbaumodells der Salzstruktur werden die Bohrkerne aus geologischen Erkundungsbohrungen durch die BGR detailliert aufgenommen, ausführliche geologische Schichten-verzeichnisse erstellt und die erbohrten Gesteine lithostratigraphisch eingestuft. Strukturelemente aus der Bohrkernaufnahme, Bohrlochmessungen (optisches / akustisches Bohrlochfernsehen) sowie die räumliche Auswertung der Ergebnisse von Georadarmessungen ermöglichen durch den Nach-weis von Falten, das Konstruieren von Faltenachsenebenen sowie das Ermitteln von wahren Mäch-tigkeiten die Erarbeitung detaillierter Modellvorstellungen zum geologischen Bau des für den Schachtbau vorgesehenen Teils der Salzstruktur.


Ausschnitt aus dem geologischen 3D-Lagerstättenmodell für die Salzstruktur Asse mit einigen der neu gewonnenen Erkundungsergebnisse


Kühnlenz, T.: Stand der Erarbeitung des geologischen 3D-Lagerstättenmodells

Das strukturgeologische 3D-Lagerstättenmodell der Salzstruktur Asse stellt nicht nur einen Visuali-sierungstool, sondern auch einen umfangreichen Datenspeicher dar, in den alle Erkundungsdaten wie Bohrungen, Bohrlochmessungen, Georadarmessungen, Kartierungen etc. eingepflegt werden. Im 3D-Raum werden alle Erkundungsergebnisse im Zusammenhang gesichtet und fachübergreifend auf ihre Konsistenz und Plausibilität überprüft. Darüber hinaus wird das 3D-Modell als Planungswerk-zeug für weitere Erkundungsmaßnahmen und bergbauliche Arbeiten genutzt.

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