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Pressemitteilung

Hannover, 12.02.2013

Nordkorea:
BGR registriert vermutlichen Kernwaffentest

Am 12. Februar 2013 um 02:57 Uhr Weltzeit (11:57 Uhr Ortszeit, 03:57 Uhr MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong vermutlich ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Signale wurden auch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert.

An der BGR ist das Nationale Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) angesiedelt. Mit Hilfe des internationalen Überwachungsnetz (IMS – International Monitoring System) der CTBT-Organisation in Wien, für das auch die BGR Stationen betreibt, konnte das Ereignis in hoher Präzision lokalisiert und als Explosion identifiziert werden. Nach dem bisherigen Stand der Auswertung sprechen viele Indizien für eine Nuklearexplosion.

Die BGR hat die Signale an ihrer 8 200 km entfernten deutschen IMS-Messstation GERES im Bayerischen Wald ca. 11,6 Minuten nach der erfolgten Explosion aufgezeichnet. Das Epizentrum des aktuellen Ereignisses stimmt mit den Kernwaffentests in Nordkorea am 9. Oktober 2006 und 25. Mai 2009 überein. Im Vergleich zu diesen beiden Tests (Magnitude 4,2 bzw. 4,8) wurde diesmal eine Magnitude von 5,2 bestimmt. Das entspricht in etwa einer Ladungsstärke von 40 000 Tonnen des chemischen Sprengstoffes TNT und liegt damit deutlich über den Werten von 2006 (2 000 t) und 2009 (13 000 t).

Eine endgültige Unterscheidung zwischen einer chemischen und nuklearen Explosion ist erst möglich, wenn an Messstationen des IMS radioaktive Stoffe nachgewiesen werden können. Dies setzt allerdings voraus, dass durch die Explosion radioaktive Substanzen in die Atmosphäre gelangen.

Weitere Informationen:
http://www.kernwaffenteststopp.bgr.de

Fachlicher Ansprechpartner:
Dr. Christian Bönnemann, Tel.: 0511 643 3134, E-Mail: Christian.Boennemann@bgr.de


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E-Mail: Andreas.Beuge@bgr.de, Internet: http://www.bgr.bund.de

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