BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

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Logo der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Pressemitteilung

Hannover, 18.09.2018

Nationales Begleitgremium informiert sich über die Aufgaben der BGR im Standortauswahlverfahren

Das Nationale Begleitgremium unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Töpfer und Prof. Dr. Miranda Schreurs informierte sich heute (18. September 2018) über die Arbeiten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Anlass für den Besuch des Gremiums bei der BGR war die 20. öffentliche Sitzung des Nationalen Begleitgremiums. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel stellte in der Sitzung die aktuellen Aufgaben der BGR im Standortauswahlverfahren vor. Im August hatten die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) und die BGR eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Standortauswahl und bei den Endlagerprojekten des Bundes unterzeichnet.

„Mit ihrer breit ausgerichteten geowissenschaftlichen Expertise unterstützt die BGR die Bundesgesellschaft für Endlagerung bei der Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle in Deutschland“, sagte Watzel in seiner Begrüßung der Mitglieder des Nationalen Begleitgremiums. „Dabei sind wir auch sehr an einem Austausch mit dem Nationalen Begleitgremium interessiert“, erklärte der BGR-Präsident weiter.

Die Vereinbarung von BGE und BGR gilt für die Dauer des Standortauswahlverfahrens nach dem StandAG sowie für die Aufgabenübertragung nach Atomgesetz für die Errichtung, den Betrieb und die Stilllegung der Endlagerstandorte Morsleben und Konrad. Zudem unterstützt die BGR die BGE mit ihrer geowissenschaftlichen Expertise auch bei der Stilllegung der Schachtanlage Asse II. Im Rahmen der Zusammenarbeit bei der Standortsuche ist geplant, dass die BGR spezifische Fragestellungen im Auftrag der BGE untersucht und hierdurch die BGE bei der Suche nach einem Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für eine Anlage zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle unterstützt. Des Weiteren wird die BGR im Auftrag der BGE Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aufgabenbezogen durchführen.

Vor seiner Sitzung hatte das Nationale Begleitgremium das gesteinsphysikalische Labor und die Kernhalle der BGR mit über 30 Kilometern Bohrkernen aus den Endlagerprojekten des Bundes besichtigt.

Die BGR ist eine technisch-wissenschaftliche Oberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Sie berät die Bundesministerien bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle zu geowissenschaftlichen und geotechnischen Fragestellungen. Die BGR ist in der Endlagerforschung national und international vernetzt und untersucht in eigenen Forschungsanlagen sowie in internationalen Untertagelaboren die Eigenschaften potenzieller Wirtsgesteine und geotechnischer Barrierematerialien.

Fachlicher Ansprechpartner:
Kontakt: Gerhard Enste, E-Mail: Gerhard.Enste@bgr.de, Telefon: 0511-643 2442

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Pressesprecher: Andreas Beuge, Tel.: 0511 643 2679
E-Mail: Andreas.Beuge@bgr.de, Internet: http://www.bgr.bund.de
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