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Infraschall

Simulation der Ausbreitung von InfraschallwellenSimulation der Ausbreitung von Infraschallwellen in der Atmosphäre Quelle: BGR

Infraschall bezeichnet in der Akustik den Teil des Spektrums, der vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen werden kann. Der im Infraschall betrachtete Frequenzbereich von etwa 0.001 bis 20 Hz ist dem der Seismologie vergleichbar. Auf Grund der großen Wellenlängen von Infraschallsignalen bis zu einigen hundert Kilometern breitet sich der tieffrequente Schall über große Entfernungen nahezu verlustfrei aus. Dabei stellen Topographie und Vegetation kaum ein Hindernis dar. Die vermutlich erste weltweite Registrierung von Infraschall erfolgte nach dem Ausbruch des Krakatau im August 1883. Das bei der Explosion des indonesischen Vulkans erzeugte Schallsignal, war so stark, dass es mehr als sieben Mal um die Erde lief und von Barometern überall auf der Welt aufgezeichnet wurde.

Die Zahl der natürlichen und künstlichen Infraschallquellen reicht von meteorologischen Phänomenen bis zu nuklearen Sprengungen. Letzteren verdankt der wissenschaftliche Zweig dieser Fachrichtung eine Renaissance. Dank des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT) wurden erstmals seit den 60er Jahren wieder neue Stationen aufgebaut und ein globales Netzwerk konzipiert, das verspricht, dieser Forschungsrichtung neue Erkenntnisse zu erschließen. Neben den Verpflichtungen, die sich hinsichtlich dieser Technologie aus dem CTBT ergeben, befasst sich die BGR mit Untersuchungen auf dem Gebiet der numerischen Simulation der Schallausbreitung in der Atmosphäre, der automatischen Detektion tieffrequenter akustischer Signale und der Lokalisierung ihrer Quellen.

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Tel.: +49-(0)511-643-2252
Fax: +49-(0)511-643-3663

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