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Seismometer-Stationen

Bei einem Erdbeben werden durch den Bruchvorgang seismische Wellen erzeugt, die sich durch das Erdinnere ausbreiten und mit Seismometern gemessen werden können. Starke Erdbeben werden sogar rund um den gesamten Erdball aufgezeichnet. Seismometer nutzen das Prinzip der Trägheit einer an einer Feder aufgehängten Masse, um die Erschütterung der Erde zu messen. Die Konstruktion moderner Seismometer erlaubt die Registrierung kleinster Bodenbewegungen von einigen Nanometern, also im Bereich von Millionstel Millimetern. Aus den gemessenen Amplituden und der Entfernung zum Erdbebenherd wird die Stärke des Erdbebens ermittelt, die zum besseren Vergleich in einem logarithmischen Maß, der Magnitude, angegeben wird.

Moderne Seismometer-Stationen zeichnen die gemessenen Bodenbewegungen kontinuierlich auf und speichern diese Daten in digitaler Form. Darüber hinaus ist eine permanente Übertragung der aufgezeichnenten Datenströme von einem ganzen Netz von Stationen zu einem Datenzentrum nötig, um eine zuverlässige und zeitnahe Überwachung der Erdbebenaktivität zu gewährleisten.

Mit dem Betrieb seismologischer Stationen werden in Deutschland verschiedene Ziele verfolgt:

  • Zum einen leisten die Wissenschaftler einen deutschen Beitrag zum globalen seismologischen Netzwerk, mit dem großräumige Strukturen und Prozesse im Innern der Erde untersucht werden können.  
  • Zum andern zeichnen sie seismische Ereignisse in und um Deutschland auf und erforschen tektonische Prozesse in Mitteleuropa.  
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Teilnahme am Internationalen Monitoring System (IMS) zum Nachweis von unterirdischen Kernexplosionen. 

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