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Transientenelektromagnetik zur Grundwassersuche in Namibia

Beitrag zum Projekt "German-Namibian Groundwater Exploration Project"

TEM-MessaufbauTEM-Messaufbau Quelle: Foto: G. Schaumann

In der Namib-Wüste wurden transientenelektromagnetische (TEM) Sondierungen im Kuiseb-Gebiet durchgeführt, um in den feinsandigen Tälern ehemaliger Flussläufe unter den Sanddünen nutzbares Grundwasser aufzuspüren.

Das vermessene TEM-Profil erstreckt sich entlang eines Tales inmitten des Dünengebietes über 12 km. Gemessen wurden Abklingkurven an 25 Stationen mit einem Messpunktabstand von etwa 500 m. Die gewonnenen Daten wurden an jeder Station mittels eindimensionaler Inversion interpretiert. Eingezeichnet sind in der Widerstandssektion (unten) der blau gefärbte Tiefenbereich, der möglicherweise Süßwasser enthält und die Ergebnisse zweier Testbohrungen (TP). Sie bestätigen in guter Näherung die TEM-Interpretationsergebnisse. Die TEM-Sondierungen ergaben für die meisten Stationen spezifische Widerstandswerte zwischen 20 und 60 Ω*m für den Aquifer. Mit Hilfe der Leitfähigkeitswerte von Grundwasserproben aus den beiden Testbohrungen lässt sich eine Beziehung zwischen den spezifischen Widerstandswerten aus den TEM-Messungen und der Wasserqualität ableiten. Aufgrund dieses Zusammenhangs kann man aus den TEM-Messungen abschätzen, dass in den alluvialen Sedimenten brackiges Grundwasser zu erwarten ist.

Vertikale Widerstandssektion abgeleitet aus TEM-Sondierungen entlang eines MessprofilsVertikale Widerstandssektion abgeleitet aus TEM-Sondierungen entlang eines Messprofils Quelle: BGR

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