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Anna Wegorzewski und Christina Heller beim vermessen und dokumentieren der Manganknollen

SO-240-FLUM-Tagebuch, 04.06.2015

Im Labor der Manganknollenforscherinnen Anna Wegorzewski und Christina Heller

Unsere Arbeit an Bord besteht unter anderem aus der Beprobung der Kastengreifer. Ein Kastengreifer wird vom Schiff herabgelassen und sticht eine 50 x 50 cm große Sedimentprobe aus dem Meeresboden, die die natürliche Sedimentoberfläche wiederspiegelt. Wenn ein Kastengreifer eingeholt wird, warten alle gespannt, was er diesmal enthält (z.B. Manganknollen) und über den  Meeresboden verrät. Dazu wird von den Biologen zunächst das Oberflächenwasser abgesaugt. Anschließend wird die so freigelegte Oberfläche fotografiert und die vorhandene benthische Fauna (Bodenlebewesen) aufgelesen. Danach entnehmen wir die Manganknollen von der Sedimentoberfläche und fotografieren, beschreiben, vermessen und wiegen sie im Labor. Die Knollengröße und Menge variiert von Arbeitsgebiet zu Arbeitsgebiet. Es gibt KG mit kleinen Knollen (1,2 x 1 x 0,8 cm; bis zu 588 Stück) und KG mit großen Knollen (12 x 8 x 7,5 cm; ca. 20 Stück), alle per Hand mit der Schublehre vermessen. Anhand dieser Daten kann dann die Belegungsdichte des Arbeitsgebietes berechnet werden. An einigen Knollen wird eine Handheld Röntgenfluoreszenz Analyse (RFA) durchgeführt, um die geochemische Zusammensetzung zu ermitteln. Dadurch sind Rückschlüsse auf die unterschiedlichen Wachstumsbedingungen sowie den Einfluss der Fluide aus der Erdkruste möglich. Im Anschluss werden die Knollen verpackt und für weitere Analysen in der BGR aufbewahrt.

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