BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

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Rohstoffverfügbarkeit

Seit der Internationalisierung des Bergbaus und des globalen Rohstoffhandels zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die Rohstoffmärkte im Hinblick auf die Angebots- und Nachfrageentwicklung stark zyklisch verhalten. Bedenken um eine sichere und nachhaltige Rohstoffversorgung der Industrienationen und der Weltwirtschaft wurden in der Vergangenheit mehrfach formuliert und zugleich durch Maßnahmen zur Vermeidung von Versorgungsengpässen und Wettbewerbsverzerrungen seitens Politik und Wirtschaft flankiert.

Mit dem zunehmenden Rohstoffverbrauch der aufstrebenden Industrienationen wie der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China besteht seit Beginn des 21. Jahrhunderts erneut die Herausforderung, den auf längere Sicht steigenden Rohstoffbedarf der Welt zu decken. Aus rein geologischer Sicht sehen wir die Versorgung mit mineralischen Rohstoffen auch zukünftig weitgehend gesichert. Kurz- bis mittelfristig können bei der technischen Bereitstellung von mineralischen Rohstoffen jedoch Lieferengpässe auftreten.

Durch die bestehenden hohen Preisvolatilitäten für Rohstoffe und zahlreiche Lieferrisiken ist daher die Planungssicherheit für Unternehmen eingeschränkt. Preis- und Liefersicherungsmechanismen im Einkauf, die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette sowie der Erhalt funktionierender Marktmechanismen im Rohstoffhandel werden daher zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Aus diesem Grund ist die laufende Bewertung der Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten wichtig, um möglichst frühzeitig - auch kurzfristige - Versorgungsrisiken zu identifizieren und erforderlichenfalls gegenzusteuern. Diese Beobachtungsfunktion nimmt die BGR im Bereich der Rohstoffwirtschaft kontinuierlich wahr.

Hierzu hält die BGR ein Rohstoffinformationssystem vor und berät Wirtschaft und Politik bei der Bewertung der Rohstoffmärkte. Sie führt darüber hinaus Studien und Projekte zur nationalen und internationalen Rohstoffversorgung auch in Kooperationen mit Partnerinstitutionen und –ländern durch.


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Kontakt

    
Dr. Michael Szurlies
Tel.: +49-(0)511-643-2536
Fax: +49-(0)511-643-3661

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