BGR Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

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Archiv der Kurzmeldungen

Projektteam am BGR-Stand beim Tag der offenen Tür.

Kamerun-Projekt – BGR präsentiert ihre Arbeit bei Tag der offenen Tür, 07.12.2017

Seit 2015 engagiert sich die BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Norden und Südwesten Kameruns gemeinsam mit örtlichen Partnerinstitutionen im Projekt „Informationen zu Georessourcen mit dem Schwerpunkt Boden für die Raumordnungsplanung“. Jetzt präsentierte die BGR ihre Arbeit einem größerem Publikum bei einem Tag der offenen Tür im Regionalbüro der Deutschen Gesellschaft für Internationalen Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Kameruns Hauptstadt Yaoundé. Mit ihrem Projekt unterstützt die BGR Maßnahmen für eine verbesserte Raumordnungsplanung mit Produkten in den Bereichen Kartographie, geographische Informationssysteme und Datenbankmanagement. Besonderes Interesse bei den Besuchern des BGR-Standes weckten geologische Karten sowie das Thema „Digital Mapping“.
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Bergung einer Strömungsverankerung nach einem Jahr Einsatz auf dem Meeresboden des zentralen Pazifiks (deutsches Lizenzgebiet für Manganknollenexploration)

Forscher von BGR und SAMS veröffentlichen Studie in Nature-Zeitschrift, 05.12.2017

Ein möglicher Tiefseebergbau im zentralen tropischen Pazifik muss auch Wettereinflüsse berücksichtigen. So herrschen im Gebirge Mexikos vor allem in Mai bis November starke Stürme. Sie sorgen für die Entstehung großflächiger ozeanischer Wirbel, die in 2500 Kilometern Entfernung von der Küste Auswirkungen auf den Meeresboden in vier Kilometer Tiefe und damit auf den geplanten Abbau von Manganknollen haben. Das fanden Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Scottish Association for Marine Science (SAMS) heraus. Ihre Untersuchungen veröffentlichten sie jetzt in der aktuellen Ausgabe der Nature-Zeitschrift „Scientific Reports“
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Teilnehmer der 3. BGR-Rohstoffkonferenz

„3. BGR-Rohstoffkonferenz“ am 29. und 30. November 2017 in Hannover, 29.11.2017

Wie viele Rohstoffe gibt es in Deutschland eigentlich – und welche sind das? Unter welchen Bedingungen sollen diese Rohstoffe gewonnen werden?
Rund um diese beiden Kernfragen sowie den gesamten Themenkomplex der Gewinnung und Nutzung unserer heimischen mineralischen Rohstoffe geht es bei der 3. Rohstoffkonferenz der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die heute und morgen (29. und 30. November 2017) im GEOZENTRUM Hannover stattfindet. Angemeldet sind über 200 Teilnehmer aus der Industrie, von Verbänden, Universitäten und Forschungsinstituten, Geologischen Diensten und Bergbehörden sowie aus Bundes- und Landesministerien und der EU.
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Broschüre Kaolin in Deutschland

Neue BGR-Studien zur Rohstoffgewinnung in Deutschland, 23.11.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in ihrer Publikationsreihe zu heimischen mineralischen Rohstoffen drei neue Studien veröffentlicht. Nach Berichten über Quarzrohstoffe und Salze im Jahr 2016 sind jetzt Studien zu den Rohstoffen Kaolin, Feldspat sowie Fluss- und Schwerspat erschienen. Ziel dieser Publikationen ist es, die Bedeutung der in Deutschland gewonnenen Industrieminerale für den Industriestandort Deutschland darzustellen.
„Die wirtschaftliche Bedeutung der in Deutschland gewonnenen Rohstoffe ist enorm groß“, betonen einstimmig die beiden Autoren Dr. Harald Elsner und Kerstin Kuhn. „Wir sind bei unseren Recherchen selbst immer wieder erstaunt, in welchen Produkten die Rohstoffe hinterher zu finden sind“, erklären die beiden Geologen.
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Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, und der Vize-Präsident des Geologischen Dienstes von China, Dr. Yan Guangsheng, nach der Unterzeichnung des Abkommens in Peking.

BGR setzt erfolgreiches Projekt in China fort, 20.11.2017

Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, und der Vize-Präsident des Geologischen Dienstes Chinas, Dr. Yan Guangsheng, haben jetzt in Peking ein Abkommen zur Fortsetzung des Projektes ‚Landslide Hazard and Risk Assessment Lanzhou, Provinz Gansu/VR China (LHARA)‘ unterzeichnet. Mit der neuen Vereinbarung verlängern die beiden Geologischen Dienste ihre seit zwei Jahren erfolgreich praktizierte wissenschaftlich-technische Kooperation um weitere vier Jahre bis Ende 2021. Die Projektarbeiten finden im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des chinesischen Ministeriums für Land und Ressourcen statt.
Seit Januar 2016 untersuchen die Geowissenschaftler der BGR mit ihren chinesischen Kollegen vom Geologischen Dienst und dem China Institut for Geo-Environment Monitoring neue ingenieurgeologische Ansätze zur lokalen und regionalen Abschätzung von Hanginstabilitäten in den bis zu mehreren hundert Meter mächtigen quartären und tertiären Sedimenten des zentralchinesischen Löss-Plateaus. Die besondere Herausforderung liegt in der hochdynamischen Entwicklung der Millionenstadt Lanzhou (Hauptstadt der Provinz Gansu) sowie ihres weiteren Umlandes als ökonomisches, finanzielles, infrastrukturelles und städtebauliches Zentrum Zentralchinas und dem daraus resultierenden extensiven Bedarf an Nutzflächen. Mit der Erweiterung sind großräumige Eingriffe in die geologischen und morphologischen Gegebenheiten verbunden, die auch zu einer wachsenden Gefahr von Hangrutschungen führen.
Unter Anwendung von statistischen und physikalisch-basierten Methoden wurden Gefährdungspotentiale gegenüber Massenbewegungen im lokalen und regionalen Maßstab abgeschätzt, die mit Blick auf eine nachhaltige raumplanerische Entwicklung zu einer substantiell verbesserten Beratung der Regierung der Provinz Gansu beitragen. Die erzielten Ergebnisse werden in der neuen Projektphase Grundlage weitergehender Untersuchungen sein, in die auch die Betrachtung potentieller Risiken für die Menschen und die infrastrukturellen Einrichtungen sowie Maßnahmen zu deren Minderung berücksichtigt werden sollen.
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Die deutsche Delegation informiert sich im Brunnenfeld Wadi Al Arab über die Arbeiten der BGR zum Brunnenfeldmanagement.

Neue Aufgaben für jordanisches BGR-Projekt, 17.11.2017

Für das BGR-Projekt „Verbessertes Grundwasserressourcenmanagement als Antwort auf die syrische Flüchtlingskrise“ hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jetzt im Rahmen der deutsch-jordanischen Regierungsverhandlungen in Amman zusätzliche Mittel zugesagt. Damit können weitere Aufgaben in das Projekt aufgenommen werden, so zum Beispiel die Erkundung und Entwicklung eines weiteren Brunnenfeldes, welches helfen soll die nördlichen Landesteile zuverlässiger mit Wasser zu versorgen.
Die BGR ist bereits seit 1959 in Jordanien tätig. Dort engagiert sie sich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit aktuell im Wassersektor. Aufgrund der generellen Wasserknappheit und der Auswirkungen des Klimawandels sowie der Folgen der syrischen Flüchtlingskrise steht das Wassermanagement in Jordanien vor großen Herausforderungen. Die BGR berät das jordanische Wasserministerium zurzeit in zwei Projekten zum Grundwasserressourcenmanagement.
Bei einer Delegationsreise im Anschluss an die Regierungsverhandlungen wurden der deutschen Delegation unter anderem die Projektarbeiten der BGR zum Brunnenfeldmanagement im Wadi Al Arab (Nordwestjordanien) vorgestellt.
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Helikopter

Neuer Newsletter, 26.10.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2017 ist erschienen.

BGR-Techniker hieven gemeinsam mit Matrosen eine mit Basalt gefüllte Dredge an Bord des Forschungsschiffes  Sonne. Die Gesteinsproben wurden aus ca. 3200 Meter Tiefe aus dem Meer geborgen.

Neues potenzielles Erzfeld im Indischen Ozean entdeckt, 26.10.2017

BGR-Wissenschaftler haben jetzt bei einer 50-tägigen Expedition mit dem neuen Forschungsschiff SONNE im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean neue Vorkommen von Sulfiderzen erkundet. Ausgangspunkt der Expedition mit insgesamt 37 Forschern und Technikern war die Hauptstadt von Sri Lanka, Colombo. Ziel der Arbeiten waren bisher kaum untersuchte Abschnitte am Südost-Indischen Spreizungsgraben - drei Tagesreisen von Mauritius entfernt. Die Forscher fanden mit Hilfe sensorgestützter Geräte in 2.900 m Wassertiefe neue potenzielle Erzfelder. Sie bestehen aus Buntmetallen (Kupfer und Zink) und wichtigen Spurenmetallen (Gold, Indium, Gallium, oder Selen). Die Rohstoffe entstehen an untermeerischen Zonen der ozeanischen Kruste. Sie treten als metallreiche Lösungen an bis zu 400 °C heißen Quellen am Meeresboden aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsfahrt war die Erfassung von Umweltbasisdaten für das Lizenzgebiet. Unterstützt wurden die BGR-Forscher dabei von mehreren wissenschaftlichen Institutionen aus Deutschland. An Bord verfolgten auch Vertreter der Internationalen Meeresbodenbehörde (Jamaika) die Arbeiten.
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Ein Eisberg vor der Küste Grönlands.

BGR Schiffsexpedition nach Ostgrönland, 24.10.2017

Wissenschaftler der BGR haben jetzt östlich von Grönland bei einer Expedition mit dem Forschungsschiff Maria S. Merian nach Spuren der frühen Geschichte des Nordatlantiks gesucht. Gemeinsam mit Forschern des Geologischen Dienstes von Dänemark (GEUS), dem GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Alfred-Wegener-Institut - Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) untersuchten sie 5 Wochen lang in der unwirtlichen Region entlang der Meereiskante die Geologie des Kontinentrandes von Ostgrönland. Die Wissenschaftler erkundeten mithilfe von Schallwellen die Gesteinsformationen unterhalb des Meeresbodens. Die Arbeiten ersteckten sich vom flachen Schelf vor der Küste Grönlands bis in eine Wassertiefe von 4000 Metern. Die Untersuchungen wurden begleitet von externen Walbeobachtern, um eine Beeinträchtigung der Tiere zu vermeiden. Zusätzlich bestimmten die Forscher das magnetische Signal und das Schwerefeld des Untergrundes. Die gewonnenen geophysikalischen Daten liefern ein Abbild des Aufbaues des Kontinentrandes bis in eine Tiefe von 10 Kilometern. Die Expedition trägt dazu bei, die Entwicklung des Nordatlantiks zu entschlüsseln. Dieser entstand vor rund 54 Millionen Jahren, als sich Grönland vom europäischen Kontinent ablöste.
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Das Geozentrum Hannover

Wissenschaftsrat würdigt die Forschung und die sehr guten Beratungs- und Dienstleistungen der BGR für Politik und Wirtschaft, 23.10.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erfüllt ihre Forschungsaufgaben in überwiegend sehr guter Qualität. Das ist das Ergebnis einer Evaluation der BGR durch den Wissenschaftsrat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).
Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Politik und Wirtschaft sind auf Fachexpertise angewiesen. Mit ihrer hervorragenden Fachexpertise unterstützt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gerade in den Bereichen der nachhaltigen Rohstoffversorgung und des verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Ich freue mich daher, dass der Wissenschaftsrat die sehr guten Beratungs- und Dienstleistungen der BGR für Politik und Wirtschaft auf Grundlage ihrer Forschung auszeichnet. Ich gratuliere der BGR und ihrem Präsidenten Prof. Watzel."
BGR-Präsident Ralph Watzel: „Die Ergebnisse des Wissenschaftsrates bestätigen uns darin, den erfolgreichen Strategieprozess der vergangenen zehn Jahre fortzusetzen. Wir begrüßen den Bewertungsbericht und sehen in den Empfehlungen des Wissenschaftsrates wertvolle und hilfreiche Hinweise für die weitere wissenschaftliche Entwicklung der BGR.“
Als geowissenschaftliches Kompetenzzentrum und Geologischer Dienst des Bundes bearbeitet die BGR Themenfelder von großer gesellschaftlicher Relevanz: Verfügbarkeit mineralischer Rohstoffe und Energierohstoffe, Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle, Nutzung des tieferen Untergrunds sowie verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen Boden und Wasser.
Der Wissenschaftsrat bewertet die Forschungsleistungen der BGR als überwiegend sehr gut. Insbesondere die hohe Bedeutung der BGR für die Beratung von Politik und Wirtschaft in den geowissenschaftlichen Themenfeldern, deren Bearbeitung in ausgezeichneter Qualität erfolge, wird in der Stellungnahme zur Evaluierung betont. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) leiste hervorragende Beratungsarbeit in Fragen der sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung und künftigen Marktentwicklung. Auf dem Gebiet der Endlagerung radioaktiver Abfälle werde die aktuelle wissenschaftliche Forschung mit hoher Qualität und Praxisrelevanz geleistet. Der Wissenschaftsrat würdigt ausdrücklich die Förderung des wissenschaftliche Nachwuchses sowie die sehr intensive europäische und internationale Kooperation auf diesem Gebiet.
Die BGR verfüge über eine hervorragende Sammlung von geowissenschaftlichen Proben, die umfassend und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand digital erfasst seien. Beeindruckt zeigt sich der Wissenschaftsrat vom DFG-geförderten Nationalen Bohrkernlager, dessen Infrastruktur von höchster Qualität sei. Darin werden Bohrkerne eingelagert, archiviert und als Teil einer geowissenschaftlichen Sammlung externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt.
Beim Themenfeld Grundwasser zeichne sich die BGR durch große Kompetenz aus und besitze mit der Hubschrauber-Geophysik sogar ein methodisches Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.
Der Wissenschaftsrat gibt aber auch eine klare Empfehlung für das zukünftige Handeln. Die überwiegend sehr guten Forschungsergebnisse sollen verstärkt in hochwertigen wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert werden. Die Dienstleistungen der DERA sollen noch weiter ausgebaut sowie die Vernetzung mit den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gesteigert werden.
Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Generationenwechsels in mehreren Bereichen der BGR, müsse auch Sorge dafür getragen werden, das erreichte Kompetenzniveau und Fachwissen zu erhalten und damit Kontinuität zu sichern, so der Wissenschaftsrat.
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BGR unterstützt CCOP, 19.10.2017

Die BGR nahm jetzt unter Leitung von BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel an der 53. Jahrestagung der Mitgliedsländer des “Coordinating Committee for Geoscience Programmes in East and Southeast Asia (CCOP)” in Cebu City (Philippinen) teil. CCOP ist eine zwischenstaatliche Vereinigung von Geowissenschaftlichen Behörden und Diensten von 14 Ländern der Region, darunter China, Südkorea, Japan, Laos, Vietnam und Indonesien. Mit diesen Ländern steht die BGR in regelmäßigem Austausch oder führt gemeinsame Projekte der wissenschaftlichen Kooperation bzw. Technischen Zusammenarbeit durch. Deutschland hat als „Cooperating Country“ einen Sitz im Beirat (Advisory Board) von CCOP.
Bei der diesjährigen Veranstaltung eröffnete der BGR-Präsident mit einer Keynote zum Thema “Sustainability in the Mining Sector – Geoscientific Contributions to Global Challenges“ die Konferenz über die Rolle der Geowissenschaften für den Erhalt der Umwelt und der Lebensbedingungen. Die Konferenz fand im Anschluss an das Jahrestreffen mit insgesamt 200 Teilnehmern aus 19 Ländern statt. CCOP hat sich zum Ziel gesetzt, durch geowissenschaftliche Expertise und mit Hilfe seines zwischenstaatlichen Netzwerkes zur wirtschaftlichen Entwicklung, dem nachhaltigen Management der Umwelt und der Verbesserung der Lebensqualität in Ost- und Südostasien beizutragen.
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Neues Rohstoffportal „ROSYS“ ab sofort online, 18.10.2017

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute das webbasierte Rohstoffinformationssystem „ROSYS“ online gestellt. Das neue Rohstoff-Onlineportal hilft Unternehmen und der interessierten Öffentlichkeit, die globale Rohstoffsituation besser zu verstehen. Deutschland ist stark von Rohstoffimporten abhängig.
Mit Hilfe interaktiver Karten und Diagramme lassen sich aktuelle Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten verfolgen, analysieren und bewerten. Ein weiterer zentraler Bestandteil des In-formationssystems ist die sichere Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen. Die deutsche Industrie bezieht ihre Rohstoffe aus der ganzen Welt. Mit ROSYS lassen sich die wichtigsten Handelspartner im Rohstoffbereich identifizieren und die Veränderungen in den letzten Jahren verfolgen.
„ROSYS ist im Rahmen unseres Auftrags als Informations- und Beratungsplattform für rohstoffwirtschaftliche Informationen und Analysen das Einstiegswerkzeug zu Fragen nach Produktion, Verbrauch und Reserven von mineralischen- und Energierohstoffen. Ergänzend zu unseren Publikationen und Detailanalysen über kritische Rohstoffe soll ROSYS zukünftig vor allem den breiten Einstieg in die Thematik der Bewertung des Marktgeschehens bei industriellen Rohstoffen vereinfachen“, so DERA-Experte Arne Schumacher.
Das Rohstoffinformationssystem ermöglicht mit wenigen Klicks den Zugriff auf Informationen zu rund 80 für den Industriestandort Deutschland wichtigen Rohstoffen. Dazu gehören sowohl die für Zukunftstechnologien so wichtigen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Seltene Erden als auch konventionelle Energierohstoffe. Die Informationen werden von der BGR in zahlreichen Datenbanken vorgehalten. Die Veröffentlichung dieser Daten soll in Unternehmen, Politik und der Öffentlichkeit für mehr Transparenz auf den Rohstoffmärkten sorgen.
Link zum Rohstoffinformationssystem: https://rosys.dera.bgr.de/
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Dr. Stefan Broda (BGR), Prof. Nico Goldscheider (KIT), Dr. Alice Aureli (UNESCO) und Prof. Antonio Chambel (IAH, Foto v.l.n.r.) bei der Veröffentlichung der Weltkarstkarte auf der IAH Tagung in Dubrovnik.

Neue Weltkarte der Karstaquifere vorgestellt, 12.10.2017

Die BGR hat gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Internationalen Assoziation der Hydrogeologen (IAH) und der UNESCO auf dem 44. Kongress der IAH in Dubrovnik ( Kroatien) eine neue Grundwasser-Weltkarte präsentiert. Die neue Karte mit dem Titel "World Karst Aquifer Map" wurde offiziell durch das World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme (WHYMAP) vorgestellt. Karst-Grundwasserleiter stellen für Hunderte von Millionen Menschen weltweit wertvolle Süßwasserressourcen für die Trinkwasserversorgung und die landwirtschaftliche Bewässerung dar. Die Weltkarte der Karstaquifere (WOKAM) ermöglicht eine präzisere globale Quantifizierung von Karst-Systemen. Sie wird dazu beitragen, das Bewusstsein für Karst-Grundwasserressourcen im Kontext globaler Wasserfragen zu stärken und wird als Grundlage für andere karstbezogene Forschungsfragen auf globaler Ebene dienen, wie beispielsweise in Bezug auf Klimawandel, Biodiversität, Nahrungsmittelproduktion, geochemische Zyklen und Urbanisierung. Gedruckte Exemplare der WOKAM im Maßstab 1:40.000.000 sowie 1:25.000.000 können über die BGR bezogen werden. Digitale Versionen der Karte (PDF-Format, Online Viewer, Web Map Service) stehen auf den WHYMAP-Webseiten zur Verfügung.
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Die Teilnehmer des Internationalen Kolloquiums

Internationales Kolloquium über seismische Gefährdung , 11.10.2017

Vom 11. bis 13. Oktober 2017 treffen sich 74 Experten aus 18 Ländern in der BGR in Hannover zum „5th International Colloquium Historical Earthquakes, Paleoseismology, Neotectonics and Seismic Hazard“. In 32 Vorträgen und 21 Postern werden aktuelle Ergebnisse und Projekte zu den Themen historische Erdbeben, Makroseismologie, Archäoseismologie, Paläoseismologie, Erdbebenkataloge, aktive Störungen, Seismotektonik, Neotektonik und seismische Gefährdung vorgestellt und diskutiert. Das Kolloquium wird vom Arbeitsbereich Ingenieurseismologische Gefährdungsanalysen der BGR, dem Institut für Geologie der Leibniz Universität Hannover und der Gruppe Neotektonik und Georisiken der RWTH Aachen organisiert.

Beim ersten Kolloquium in dieser Reihe im Jahr 2013 in Paris wurde der neue Erdbebenkatalog für Frankreich vorgestellt. Dabei wurde die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit und eines regelmäßigen Erfahrungsaustauschs mit den Nachbarländern festgestellt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kolloquiums stehen drei Vorträge. Dr. Thierry Camelbeeck vom Königlichen Observatorium Belgiens berichtet über neueste Forschungsergebnisse zur langfristigen Erdbebentätigkeit zwischen der Niederrheinischen Bucht und der südlichen Nordsee. Dr. Wolfgang Brüstle vom Landeserdbebendienst Baden-Württemberg erläutert die Bestimmung makroseismischer Intensitäten zur Verbesserung des Erdbebenkatalogs für Südwest-Deutschland. Prof. Fabrice Cotton vom Geoforschungszentrum Potsdam stellt die neue seismische Gefährdungskarte für Deutschland vor.

Am Freitag, 13. Oktober, findet eine Exkursion in das Allertal statt. Das Allertal ist mit einer Länge von 250 km eine der Hauptstörungszonen in Norddeutschland. Die Störungszone war im Mesozoikum aktiv und historische Erdbeben deuten darauf hin, dass sie auch heute noch aktiv ist.
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Internetseite des Kolloquiums: www.bgr.bund.de/hist-quake-2017

Diese neue Flugsonde wird jetzt im DESMEX-Projekt eingesetzt

BGR setzt neue Flugsonden ein: Erkundung von mineralischen Rohstoffen in Thüringen, 09.10.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dem Institut für Photonische Technologien und der Supracon AG (beide Jena) vom 9. bis zum 27. Oktober 2017 Hubschraubermessflüge im Gebiet Schleiz (Thüringen) und Mühltroff (Sachsen) durch. Dabei werden zwei für große Erkundungstiefen neu entwickelte Elektromagnetik (EM)-Flugsonden eingesetzt, die von einem angemieteten Hubschrauber in ca. 50 m Höhe über dem Erdboden geschleppt werden. Als Operationsbasis dient der Flugplatz Hof-Plauen in Bayern.

Die Flüge finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. In diesem Projekt werden semi-airborne EM-Verfahren mit einem Sender am Boden und einem Empfänger in der Luft entwickelt. Mit diesen Verfahren können Tiefen von bis zu 1 km erreicht werden. Sie sollen in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Die neuen Flugsonden und das Auswerteverfahren wurden im Projektverlauf in mehreren Testflügen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und sind nun gegen Ende der Projektlaufzeit einsatzbereit für die ersten Forschungsmessungen.
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Die Teilnehmer des Trainingskurses während des Besuches im Observatorium des Vulkans Taal in der Stadt Talisay.

Internationaler BGR-Trainingskurs auf den Philippinen, 06.10.2017

Die BGR hat kürzlich im Auftrag des Bundeministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Quezon City (Philippinen) den zweiten von drei internationalen Trainingskursen mit dem Schwerpunkt ‚Risiko-Sensitive Raumplanung‘ durchgeführt. Mit dieser Maßnahme unterstützt die BGR insbesondere Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im ost- und südostasiatischen Raum in der Umsetzung der Agenda des globalen Sendai-Rahmenprogramms 2015-2030 zur Minderung des Naturkatastrophen-Risikos. Am aktuellen Trainingskurs nahmen 15 Vertreter verschiedener Fachrichtungen (z.B. Geowissenschaften, Raumplanung, Umwelt, Meteorologie) aus acht Ländern teil. Ihre Institutionen haben auf nationaler Ebene die Aufgabe, geowissenschaftlich fundierte Risikobewertungen gegenüber Naturgefahren zu unterstützen bzw. umzusetzen. Die Kurse stärken die praktische Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Fachbehörden bei ihrer Arbeit im Rahmen des präventiven Katastrophen-Risiko-Managements.

Zum Kurs gehörte auch eine zweitägige Exkursion zum Observatorium des Vulkans Taal in der philippinischen Stadt Talisay. Dort lernten die Teilnehmer das regionale Frühwarnsystem zur Überwachung der vulkanischen Aktivitäten kennen. Der Trainingskurs wurde von der BGR gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat des Koordinierungskomitees für die Umsetzung geowissenschaftlicher Programme in Süd- und Südostasien (CCOP) organisiert. Unterstützt wurde er durch den Geologischen Dienst der Philippinen (Mines and Geosciences Bureau). Der dritte Kurs findet Ende Februar/Anfang März 2018 in Hanoi (Vietnam) statt.
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Titelblatt Investor’s and Procurement Guide South Africa Part 3: Manganese, Vanadium, Zinc

Teil III des Investoren-Handbuchs zu Mangan, Vanadium und Zink erschienen, 28.09.2017

Im Rahmen der Kooperation mit dem südafrikanischen Geologischen Dienst (Council for Geoscience, CGS) veröffentlicht die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt den dritten Teil des „Investor’s and Procu-rement Guide South Africa“. Das Handbuch aus der Reihe „DERA Rohstoffinformationen“ enthält Informationen zu den wichtigen Stahlveredlern Vanadium und Mangan sowie Zink. Darin wurden auf Grundlage aktueller Geländekampagnen und umfangreicher Literaturrecherchen die Rohstoffpotenziale sowie Liefer- und Investitionsmöglichkeiten dieser Rohstoffe neu bewertet.
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WSA-Vorsitzender Prof. Peter Krebs, Dr. Karen Villholth vom IWMI und BGR-Abteilungsleiter Prof. Dr.  Thomas Himmelsbach (Foto v.l.n.r.) bei der Konferenz in Hamburg

BGR-Workshop bei Wasserkonferenz in Hamburg, 28.09.2017

Die BGR nahm an der diesjährigen „8th Water Research Horizon Conference“ in Hamburg teil. Die Grundwasser-Experten der BGR organisierten gemeinsam mit dem International Water Management Institute (IWMI) und dem Centre for Advanced Water Research (CAWR) / TU Dresden einen eigenen Workshop. Unter dem Titel „Groundwater: From Research Challenges to Solutions“ diskutierten die Teilnehmer vor dem Hintergrund aktueller Forschungsprojekte über Herausforderungen für die internationale Grundwasserforschung und erörterten Möglichkeiten für Kooperation bei künftigen Forschungsvorhaben. Prof. Dr. Thomas Himmelsbach, Leiter der BGR-Abteilung „Grundwasser und Boden“, unterstrich am Beispiel von Forschungsarbeiten im südlichen Afrika, bei denen u.a. die natürliche Grundwasserneubildung untersucht wurde, die Bedeutung von integrierten Forschungsansätzen.

Die Konferenz wird jährlich vom Verein Water Science Alliance e.V. (WSAeV) veranstaltet. Sie dient dem interdisziplinären Austausch der Wasserwissenschaften in Deutschland. An der diesjährigen Veranstaltung zum Thema „Climate change impacts and rising adaptation and mitigation needs“ nahmen 150 Vertretern von Forschungseinrichtungen, Universitäten, Bundesministerien und nationalen Förderinstitutionen teil. Im Mittelpunkt der Konferenz standen Fragen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Forschungsförderung im Wasserbereich. Die Konferenz wurde in Kooperation mit dem Climate Service Centre (GERICS) durchgeführt.
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In diesen Bergen (Vordergrund mit Helikopter) auf Ellesmere Island fanden die Forscher  die Gesteinsformationen, die Hinweise auf den Ur-Ozean liefern

Größte Nordpolar-Expedition der BGR: Forscher finden Belege für 400 Millionen Jahre altes Ur-Meer , 25.09.2017

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in der kanadischen Arktis Gesteinsformationen entdeckt, die die Existenz eines 400 Millionen Jahre alten Ozeans belegen. Dieses schon früher vermutete Ur-Meer erstreckte sich einstmals zwischen Spitzbergen im Norden und dem nordamerikanischen Kontinent im Süden.

Der geologische Fund gelang bei der jüngsten BGR-Arktisexpedition „CASE 19“. Das Forscherteam aus 8 Nationen untersuchte im Juli und August auf Ellesmere Island im Norden Kanadas die Geologie in einem schwer zugänglichen Expeditionsgebiet. Dort befindet sich die Nahtstelle zwischen Nordamerika und dem einstigen Mikrokontinent „Pearya“, der heute die Nordspitze von Ellesmere Island bildet und offenbar ursprünglich einmal Teil einer gemeinsamen Landmasse mit Spitzbergen war.
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Bioreaktor zur Metall-Biolaugung im geomikrobiologischen Labor

Forschungsprojekt zur Biolaugung erfolgreich abgeschlossen, 12.09.2017

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des französischen geologischen Dienstes BRGM ist es jetzt mit Hilfe von Mikroorganismen gelungen, aus heimischem Kupferschiefer 97 % Kupfer zu lösen. Dafür nutzten sie spezielle Laugungsbakterien, die unlösliche Erzminerale in wasserlösliche Salze umwandeln. Aus den metallreichen Lösungen konnte das Kupfer dann durch biologisch-chemische Ausfällung gewonnen werden.

Das Projekt erfolgte im Labormaßstab, in so genannten „Bioreaktoren“. Nur durch Optimierung der Betriebstemperatur und Wachstumsbedingungen der Bakterien konnte die Kupfer-Ausbeute auf fast 100 % gesteigert werden. Zur Überwachung und Steuerung der Mikroorganismen im Bioreaktor wurden molekulare Methoden weiterentwickelt.
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Die Arbeitsgruppe am Forkastningsfjellet, Spitzbergen

Deutsche und norwegische Geologen arbeiten gemeinsam auf Spitzbergen, 12.09.2017

In Vorbereitung eines Kooperationsprojektes zwischen der BGR und dem Norwegischen Geologischen Dienst (NGU) haben deutsche und norwegische Geologen Ende August / Anfang September eine Erkundungsmission auf Spitzbergen durchgeführt. Bei dem Projekt geht es um den Einfluss des Klimawandels auf die Stabilität von Hängen in arktischen Regionen. Im Verlauf des Geländeaufenthaltes untersuchten die Wissenschaftler trotz wetterbedingter Widrigkeiten und Eisbärenbesuchs im Feldlager aktive Rutschungsbereiche und erfassten geologische Grundlagen­daten. Diese Daten lassen Rückschlüsse auf Deformations- und Versagensprozesse von Felshängen sowie die von ihnen ausgehenden Bedrohungen in einem sich verändernden Klima zu. Auf der Basis der jetzt gewonnenen Erkenntnisse und logistischen Erfahrungen werden die Kooperationspartner nun eine gemeinsame Projektzieldefinition sowie eine fundierte Zeit- und Ressourcenplanung erarbeiten, die in ein dreijähriges Forschungsprojekt münden soll.
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Oberflächenruptur des Bebens der Magnitude 6,6 vom 30. Oktober 2016 am Monte Vettore in der Nähe der zerstörten Ortschaft Castelluccio

Exkursion in die Erdbebengebiete Mittelitaliens, 31.08.2017

Rund 100 Teilnehmer, darunter auch BGR-Experten, nahmen jetzt an einer ingenieurseismologischen Exkursion der Universität Camerino (Italien) in die Erdbebenregionen des Zentralapennins teil. Dort ereigneten sich in den Jahren 1997, 2009 und 2017 zerstörerische Erdbeben mit zum Teil Hunderten von Todesopfern. Betroffen waren die mittelitalienischen Region um L‘Aquila, Amatrice und Norcia. Beim stärksten dieser Beben (Magnitude 6,5) betrug der Versatz an der Erdoberfläche bis zu 2 m. Diese Störungszone war über 43 km lang. Viele kleine Ortschaften wurden zerstört. Sie wurden von den Behörden zur gesperrten Zone („Zona Rossa“) erklärt. Bis heute sind sie z. T. noch nicht zugänglich und werden vom Militär bewacht. Die Exkursion befasste sich mit den seismologischen Daten und den geologischen Befunden wie Oberflächenrupturen, Hangrutschungen und Felsstürzen. Für die Teilnehmer lieferte die Veranstaltung wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Erdbebensicherheit in ihren eigenen Ländern. Auch in Deutschland sind Erdbeben vergleichbarer Stärke möglich. Zu den potenziell gefährdeten Gebieten zählen die niederrheinische Bucht und der Oberrheingraben.
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Modell

Neuer Newsletter, 29.08.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2017 ist erschienen.

Im BMZ empfing BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (2.v.re.) BMZ-Abteilungsleiter Andreas Gies (3.v.re.) und den Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke (3.v.li.), am BGR-Stand

BGR präsentierte sich beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung, 28.08.2017

Zum 19. Mal lud die Bundesregierung die Bürger zum „Tag der offenen Tür“ ein. 120.000 Besuche wurden am Wochenende im Bundeskanzleramt und den 14 Bundesministerien gezählt. Zu den Teilnehmern der Veranstaltung gehörte einmal mehr auch die BGR. Sie war gleich in drei Bundesministerien vertreten. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) präsentierte sich die BGR mit eigenen Ständen. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörten im BMZ auch der Abteilungsleiter für Entwicklungszusammenarbeit im BMZ, Andreas Gies, sowie der Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günter Nooke. BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel informierte die beiden Besucher über die aktuelle Situation in den von der BGR in der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführten Projekten.

Auf dem BGR-Stand im BMWi präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen.

Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) war Dr. Ulrich Schwarz-Schampera, Fahrtleiter der BGR-Expedition im Indischen Ozean, live per Satellitentelefon vom deutschen Forschungsschiff SONNE aus zugeschaltet. Er informierte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka aus erster Hand über den aktuellen Stand der Forschungsfahrt im Indik. Dort erkundet die BGR im Auftrag der Bundesregierung Rohstoffvorkommen in der Tiefsee. Zu ihnen zählen neben Kupfer- und Zinkerzen auch Gold sowie andere wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Die Rohstoffsuche wird durch intensive Erkundungsarbeiten der marinen Umwelt begleitet.
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Die Direktoren der europäischen geologischen Dienste trafen sich zum Strategie-Workshop in der BGR

Europäische geologische Dienste beraten über gemeinsame Strategie, 25.08.2017

Die Direktoren von 19 geologischen Diensten aus ganz Europa haben sich am 23. und 24. August 2017 in der BGR getroffen, um eine neue Strategie für ihre künftige Arbeit abzustimmen. Die BGR hat diesen Workshop für die Dachorganisation EuroGeoSurveys (EGS) ausgerichtet. EGS wurde 1994 unter maßgeblicher Beteiligung der BGR gegründet. Der Verband bündelt das Wissen seiner Mitglieder, um beispielsweise die Europäische Kommission in geowissenschaftlichen Fachfragen zu beraten und geo-relevante EU-Programme mitzugestalten. Ziel des Workshops war, die Zusammenarbeit von EGS weiter zu verbessern.
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Studie

Studie: BGR vergleicht Initiativen für verantwortungsvollen Bergbau, 23.08.2017

Sie sollen Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen verhindern und für einen verantwortungsvollen Bergbau und fairen Handel sorgen: Freiwillige Nachhaltigkeitsinitiativen für Massenrohstoffe wie Aluminium und Kohle oder Hightech-Metalle wie Gold, Tantal, Wolfram und Zinn. Rund 40 dieser Initiativen gibt es bereits weltweit für den Bergbau und die Lieferketten mineralischer Rohstoffe. Sie unterstützen die Bemühungen um einen verantwortungsvolleren Abbau dieser für die Gesellschaft notwendigen Rohstoffe. Doch welche Standards und Maßnahmen verbergen sich eigentlich hinter den jeweiligen Initiativen und Zertifizierungssystemen?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt gemeinsam mit der Universität Ulm eine Studie veröffentlicht, in der 19 ausgewählte Initiativen miteinander verglichen werden. Untersucht wurde, welche Ziele die einzelnen Initiativen verfolgen, wie verbreitet sie sind, welche Interessengruppen hinter ihnen stehen, welche inhaltlichen Anforderungen gestellt werden und wie sie in der Praxis arbeiten. Untersucht wurden u. a. Initiativen der UN, von staatlichen Institutionen, der Entwicklungsbank IFC, von Bergbau- und Industrieverbänden, Unternehmen sowie Multi-Stakeholdergruppen, darunter auch Nichtregierungsorganisationen.
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Erloschener Schlot aus dem inaktiven GAUSS-Sulfidfeld, Zentralindischer Rücken

BGR sucht neue Erzvorkommen im Indischen Ozean, 16.08.2017

BGR-Wissenschaftler starten in der nächsten Woche zu einer 50-tägigen Schiffsausfahrt in das deutsche Lizenzgebiet im Indischen Ozean. Dort suchen sie nach neuen Vorkommen von Sulfiderzen. Es ist die mittlerweile vierte Explorationsreise seit Unterzeichnung des Lizenzvertrages im Mai 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ausgangspunkt der Expedition mit insgesamt 37 Forschern und Technikern ist die Hauptstadt von Sri Lanka, Colombo. Als Forschungsplattform dient diesmal das neue deutsche Forschungsschiff „SONNE“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel der Arbeiten sind bisher kaum untersuchte Abschnitte am Südost-Indischen Spreizungsgraben, drei Tagesreisen von Mauritius entfernt. „Wir betreten mit den Arbeiten in diesem wenig untersuchten Teil des indischen Grabensystems wissenschaftliches Neuland. Noch sind es ‚weiße Flecken‘ in der Tiefsee. Aber unsere bisherigen Untersuchungen in den Nachbargebieten lassen darauf schließen, dass wir hier tatsächlich sulfidische Erzablagerungen finden werden“, erklärt BGR-Fahrtleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera.

Mit Hilfe sensorgestützter Geräte sollen in bis zu 4.000 Meter Tiefe neue Erzfelder identifiziert werden.
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An dem von der BGR organisierten Workshop nahmen Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil

Geothermie-Workshop in Dschibuti, 03.08.2017

Die BGR veranstaltete vom 25. bis 27. Juli im Auftrag der Afrikanischen Union (AU) in Dschibuti einen dreitägigen Workshop zum „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“. An dem Workshop nahmen insgesamt 45 Vertreter des Office Djiboutien de Développement de l'Energie Géothermique (ODDEG) und von privaten Geothermieunternehmen teil, die aktuell in verschiedene Bohrprojekte in Dschibuti eingebunden sind.

Dschibuti verfügt über ein hohes geothermisches Potenzial, das in den kommenden Jahren unter Federführung des ODDEG weiter ausgebaut und für die Verstromung genutzt werden soll. Dabei unterstützen die BGR und die Afrikanische Union im Rahmen des Geothermie Ostafrika Regional-Projektes (2016–2019).

Der „African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wurde 2014–2016 von der BGR für die Afrikanische Union entwickelt. Dabei handelt es sich um einen „Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen“. Das Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung vorzunehmen ist.
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TV-Video zum Workshop
Code de pratique de l’Union Africaine pour le forage géothermique

Training im Gelände

Inspektorentraining in Myanmar, 31.07.2017

Gemeinsam mit dem Departement of Mines (DOM) von Myanmar hat die BGR jetzt das fünfte Inspektorentraining in Taunggyi – der Hauptstadt des Shan-Staates – durchgeführt. Das Inspektorentraining fand unter dem Titel "Waste and Tailings Management in Small and Medium Scale Mining” statt. Es dauerte sechs Tage, davon wurden drei Tage für Bergwerksinspektionen und Gerätetraining genutzt. An dem Programm nahmen insgesamt 39 Experten teil – darunter der Umweltminister des Shan-Staates, mehrere Dozenten der Technischen Universität und der Universität von Taunggyi sowie von regionalen Umweltbehörden.
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Teilnehmer des Workshops

BGR informiert in Sambia über Einsatz von Messgeräten für Grundwasser, 31.07.2017

Im Rahmen des IZ-Projektes „Grundwassermanagement in Sambia mit dem Fokus auf das Upper-Kafue-Einzugsgebiet“ hat die BGR am 18. Juli mit den Gemeinden am Kashiba See einen Workshop zum Einsatz von Grundwassermessgeräten durchgeführt. An dem Workshop nahmen 20 Vertreter aus den umliegenden Gemeinden sowie Vertreter des sambischen Nationalen Naturerbe Rates und der Water Ressource Management Authority teil. Der Workshop sensibilisiert für Grundwassermessungen. Es wurde die Bewachung der Geräte diskutiert und lokale Hinweise für die bevorstehende Installation aufgenommen.

Der Kashiba See gehört zu den nationalen Naturerben Sambias. Daher gelten für die Installation von Messgeräten und für die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung spezielle Regeln, die den See und die umliegende Natur schützen sollen. Der Kashiba See liegt im festgelegten Pilotgebiet des Projektes und ist für die Erhebung von Grundwasserdaten besonders interessant, da er mit dem Grundwasser im Austausch steht.
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Kurzstudie

Neue Kurzstudie: Katar und Iran teilen sich größtes Erdgasfeld der Welt, 20.07.2017

Knapp ein Fünftel der globalen Erdgasreserven werden nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im größten Erdgasfeld der Welt „North Dome/South Pars“ im Persischen Golf vermutet. Das Feld teilen sich die beiden Golfstaaten Katar und Iran. Es ist mehr als 13-mal größer als der „Supergiant“ Groningen in den Niederlanden, berichtet die BGR in ihrer neuen Kurzstudie „Katar und Iran teilen sich das größte Erdgasfeld der Welt“ in der Ausgabe Nr. 54 der „Commodity Top News“.

Nach den Schätzungen der BGR enthielt der „Megagiant“ „North Dome/South Pars“ bei Beginn der Förderung Ende der 1980er Jahre rund 38 Billionen m3 förderbares Erdgas. Das entlang der gemeinsamen Seegrenze von Katar und Iran gelegene Erdgasfeld umfasst eine Fläche von insgesamt 9.700 km2 – halb so groß wie Rheinland-Pfalz. Aus der Lagerstätte in einer Tiefe von rund 3.000 m stammten zuletzt (Stand 2015) etwa 7 % des weltweit geförderten Erdgases.

Allerdings herrschen in beiden Ländern unterschiedliche Produktionsbedingungen.
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Teilnehmer des Gesprächs: Prof. Dr.Ralph Watzel, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, Michel Bayédzè K. Dagoh, Manuel Hublitz und Gerd Max Nelke (von links)

Botschafter von Togo besucht BGR, 13.07.2017

Am 12. Juli besuchte der Botschafter von Togo, Michel Bayédzè K. Dagoh, die BGR, um sich über eine mögliche geowissenschaftliche Zusammenarbeit auszutauschen. Während der Gespräche mit BGR-Präsident Ralph Watzel und dem BGR-Abteilungsleiter für internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, zeichneten sich grundsätzlich Möglichkeiten für eine zukünftige Kooperation im Rohstoffbereich ab. An dem Gespräch nahmen auch der Honorargeneralkonsul von Togo, Gerd Max Nelke, und BGR-Mitarbeiter Manuel Hublitz teil.
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Die Arbeitsgruppe diskutiert die Ergebnisse des Workshops

Workshop zur geologischen 3D-Modellierung in Peking, 12.07.2017

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit mit China nahmen zwei Wissenschaftler der BGR in Peking am 4. Workshop zum Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment“ für die chinesische Stadt Lanzhou (Provinz Gansu) teil. Der Workshop wurde durch die Partnerbehörde, das „China Institute of Geo-Environmental Monitoring“ (CIGEM), organisiert. Ziel des Workshops war die Erstellung eines geologischen 3D-Modells für ein Pilotgebiet am südlichen Rand der Stadt Lanzhou. Das Modell soll als Grundlage für physikalische 3D-Modellierungen von Massenbewegungen dienen. Darüber hinaus bekamen die Wissenschaftler der BGR einen Einblick in den Alltag einer chinesischen Behörde und konnten sich auch über andere Aktivitäten von CIGEM im Bereich Datenerfassung und Monitoring von Massenbewegungen austauschen.
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Die Teilnehmer der Task Force besuchten im Zentrum Oslos das Neubauviertel von Bjørvika am Hauptbahnhof

Europäischer Bodenbewegungsdienst – Task Force-Treffen in Oslo, 10.07.2017

Zu ihrem zweiten Treffen kamen jetzt die Vertreter der Task Force zur Einführung eines europaweiten Bodenbewegungsdienstes in Oslo zusammen. Zum Workshop eingeladen hatten die EU-Kommission, der Norwegische Geologische Dienst, die Norwegische Raumfahrtagentur und die BGR. Die Task Force erarbeitete eine Entscheidungsgrundlage für die EU-Kommission, mit der das Projekt „European Ground Motion Service“ im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms „Copernicus“ realisiert werden soll. Ziel des Copernicus-Dienstes „Eu-GMS“ ist es, künftig europaweit Bewegungen der Erdoberfläche wie z. B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder Landhebungen besser zu erfassen, um entsprechende Vorsorgemaßnahme ergreifen zu können. Welche großen Vorteile der neue Bodenbewegungsdienst bietet, dafür ist Oslo ein gutes Beispiel. Dort wird die satellitengestützte Radarinterferometrie bereits seit Jahren zur Überwachung des Stadtgebietes genutzt, in dem es starke Bodensenkungen gibt.
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Der deutsche Lenkungskreis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums mit Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer (vordere Reihe 5. v.li.)

BGR informiert Vertreter des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, 10.07.2017

Der deutsche Lenkungskreis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer informierte sich jetzt im Dienstbereich Berlin der BGR über aktuelle Rohstoffthemen bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA).

Bei seiner Begrüßung hob BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel die große Bandbreite der BGR-Aktivitäten hervor und stellte die derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte vor. Im Anschluss daran berichtete Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Scheremet, Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über aktuelle Aspekte der deutschen Industriepolitik. DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz gab einen Einblick in die aktuelle Situation und absehbare Trends auf den globalen Rohstoffmärkten. In seinem Vortrag ging er insbesondere auf den Rohstoffbedarf für Zukunftstechnologien ein und verwies auf die Rolle Russlands als einem wichtigen Rohstofflieferanten.

Der Lenkungskreis bereitet die Deutsch-Russische Rohstoffkonferenz vor, die im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland stattfindet. Die 10. Konferenz findet am 29. und 30. November 2017 in der St. Petersburger Bergbauuniversität statt.
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Symbolische Einweihung Antarktis-Station

Neuer Newsletter, 28.06.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2017 ist erschienen.

Forschungsschiff SONNE

BGR jetzt neu im Konsortium Deutsche Meeresforschung, 27.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist jetzt Mitglied im Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM). Vor dem Hintergrund zunehmender Nutzungsansprüche an das Meer intensiviert die BGR damit ihre bestehenden Kooperationen mit den deutschen meereswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen.

Die BGR betreibt seit über 50 Jahren Meeresforschung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Rekonstruktion der geologischen Entwicklung von Kontinenträndern und Randmeeren sowie die Erforschung und Bewertung von Rohstoffpotenzialen in Frontiergebieten einschließlich möglicher nutzungsbedingter Umweltauswirkungen. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR mit Blick auf höchste Umweltstandards marine mineralische Rohstoffvorkommen. Im Pazifik stehen Gebiete mit Manganknollen, im Indik Vorkommen von Massivsulfiden im Fokus der Untersuchungen. Ein weiteres regionales Projekt hat die Erforschung der Entwicklungsgeschichte sowie der Kohlwasserstoffpotenziale im nördlichen Nordatlantik zum Ziel.
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Der Deutsche Botschafter, Michael Grau (Foto li.), und der Bergbau- und Energieminister von Laos, Dr. Khammany Inthirath (Foto Mitte), eröffneten den Workshop

BGR-Workshop zu neuem Berggesetz in Laos, 21.06.2017

Im Rahmen des BGR-Projekts „Bergbauberatung Laos“ fand jetzt in der Hauptstadt Vientiane ein Workshop statt, bei dem mehr als 100 Vertreter von Ministerien, Bergbehörden und aus der Industrie den Entwurf des neuen Berggesetzes erörterten. Die Veranstaltung wurde durch den Deutschen Botschafter, Michael Grau, und dem Bergbau- und Energieminister von Laos, Dr. Khammany Inthirath, eröffnet. Das Ziel des neuen Berggesetzes ist es, die Bergbauaktivitäten (Prospektion, Exploration, Gewinnen und Aufbereiten) unter Berücksichtigung des Lagerstättenschutzes und der Nachhaltigkeit zu ordnen, die Sicherheit der Betriebe und der Beschäftigten im Bergbau zu gewährleisten sowie die staatlichen Einnahmen aus der Bergbauindustrie zu sichern. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.

Das seit Dezember 2011 im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführte BGR-Vorhaben soll die Kapazitäten der laotischen Bergbehörden sowohl auf zentraler als auch auf Provinzebene (Department of Mines und provincial Department of Energy and Mines) bei der Überwachung und Steuerung des Bergbausektors stärken. Auf diese Weise soll auch die Situation der Beschäftigten und der Bevölkerung in den vom Bergbau betroffenen Gebieten insgesamt verbessert werden.
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Helikopter im Gelände in einem sommerlichen Tundratal

Größte Nordpolar-Expedition der BGR: Blick in die subtropische Arktis, 20.06.2017

Am kommenden Montag (26. Juni 2017) beginnt die 2-monatige CASE 19-Expedition der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in die kanadische Arktis. Bis Anfang September werden 53 Wissenschaftler, Guides, Piloten und Logistiker von 20 Institutionen aus 7 Ländern die Geologie des Kontinentalrandes von Nordamerika untersuchen. Es ist die größte geowissenschaftliche Land-Expedition seit Beginn der terrestrischen Polarforschung der BGR im Jahr 1992.

Auf dem Weg in die Arktis werden die Teilnehmer in Ottawa an einer gemeinsamen Veranstaltung der Deutschen Botschaft und des Geologischen Dienstes von Kanada (GSC) aus Anlass des 175. Geburtstages des GSC und des 150jährigen Jubiläums Kanadas teilnehmen. Bereits drei Tage später werden die Geologen mehr als 3.000 Kilometer weiter nördlich ihr großes Basislager am Nordrand der Ellesmere-Insel aufbauen. Dieses Camp wird Mitte Juli von einer deutsch-kanadischen Delegation besucht, an der der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, GSC-Vertreterin Dr. Louise Laverdure und der der Deutsche Botschafter in Kanada teilnehmen.

Die multidisziplinären Forschungsarbeiten während der CASE 19-Expedition (Circum-Arctic Structural Events) haben mehrere Schwerpunkte. Neben der Erforschung der Struktur und der Entwicklungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinentalrandes untersuchen die Wissenschaftler die Drift der arktischen Kontinentalplatten in den letzten 800 Millionen Jahren, um die Entstehung des Arktischen Ozeans rekonstruieren und verstehen zu können. Von großer Bedeutung ist dabei eine Phase im frühen Tertiär (55–35 Millionen Jahre), als der ehemalige Großkontinent Laurasia endgültig auseinanderbrach und die Voraussetzung für die Bildung des Arktischen Ozeans und der angrenzenden Kontinente schuf. Zur gleichen Zeit war das Klima auf der Erde weltweit so warm, dass es weder Eiskappen noch nennenswerte Gletscher auf der Erdoberfläche gab. In der Arktis herrschte zu dieser Zeit ein subtropisches Klima – nachgewiesen durch BGR-Untersuchungen an Sedimenten und Kohleflözen auf den Neusibirischen Inseln, auf der Ellesmere-Insel und durch eine internationale Bohrung auf dem Lomonossow-Rücken im Arktischen Ozean.

Ziel der Expedition ist das nördlichste an Land aufgeschlossene Tertiär-Vorkommen.
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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (li.) und Ministerpräsident Stephan Weil (2.v.re.) erhielten von BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach (re.) zum Abschluss ihres Besuchs eine Manganknolle aus dem Pazifik als Geschenk

Ministerin besuchte BGR-Stand auf der IdeenExpo, 19.06.2017

Hoher Besuch am BGR-Stand auf der IdeenExpo am vorletzten Tag der Veranstaltung: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries war gekommen, um der BGR weiterhin viel Erfolg bei der Forschung nach Rohstoffen in der Tiefsee zu wünschen. Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR im Pazifischen Ozean Gebiete mit Manganknollen sowie im Indischen Ozean Vorkommen von marinen Massivsulfiden. BGR-Vizepräsident Dr. Volker Steinbach informierte die Ministerin, die bei ihrem Rundgang über die IdeenExpo von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil begleitet wurde, über die aktuellen Forschungsergebnisse. Zum Blickfang entwickelte sich beim Besuch das Original eines Schwarzen Rauchers, den die BGR bei der Technik-Messe für Jugendliche präsentierte. Das Exponat hatten BGR-Forscher bei einer Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen. Seine Entstehung verdankt der 1,10 Meter hohe Schlot einer untermeerischen Quelle, aus der 400 Grad heiße metallreiche Lösungen direkt aus der Erdkruste sprudeln. Am Meeresboden wuchs sich die rohstoffreiche Fracht schließlich zu diesem Prachtexemplar aus, dessen schillernde Schicht aus Kupfer- und Zinkerzen, Gold oder Indium auch die Ministerin faszinierte.
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Zum Film Die BGR auf der IdeenExpo 2017

Die BGR-Experten Henrike Franke (im Foto oben) und Dr. Ulrich Schwarz-Schampera (im Foto unten links) bei ihrer Bühnen-Show auf der IdeenExpo

Bühnenshow mit BGR-Experten auf der IdeenExpo, 15.06.2017

Warum wird man eigentlich Geologe? Was sucht die BGR in der Tiefsee? Welche Rohstoffe stecken in einem Schwarzen Raucher? Diese und viele andere Fragen mussten die beiden BGR-Experten Henrike Franke und Dr. Ulrich Schwarz-Schampera bei ihrer Bühnen-Show auf der IdeenExpo 2017 beantworten. Die BGR präsentiert sich bei der Technik-Messe für Jugendliche in Hannover auf dem Stand des Bundeswirtschaftsministeriums (Halle 9, Stand EF-01). Dort ist das Original eines Schwarzen Rauchers zu sehen, den die BGR bei einer ihrer zahlreichen Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen hat. Der 1,10 Meter hohe Schlot wurde von über 400 Grad heißen metallreichen Lösungen aus der untermeerischen Erdkruste gebildet. Er besteht aus einer drei Zentimeter dicken Kruste aus Kupfer- und Zinkerzen und enthält neben Gold auch wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Neben dem Schwarzen Raucher zeigt die IdeenExpo viele weitere spannende Ausstellungsstücke, darunter auch mehr als 600 Mitmach-Exponate. Die Messe will den Forschergeist bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entfachen und sie für Ausbildungs-, Forschungs- und Arbeitsmöglichkeiten in technischen, naturwissenschaftlichen und innovativen Berufsfeldern interessieren und motivieren. Zahlreiche Workshops und Vorträge sowie Wissenschaftsshows und Experimente runden das Angebot ab. Die IdeenExpo auf dem Messegelände ist noch bis zum 18. Juni täglich von 9 bis18 Uhr geöffnet.
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Die Teilnehmer des Statusseminars

Experten diskutierten in der BGR Rohstofffragen, 08.06.2017

Über Rohstofffragen diskutierten heute rund 50 Vertreter von wissenschaftlichen Einrichtungen aus Deutschland im Rahmen eines Statusseminars, das von der BGR im GEOZENTRUM Hannover veranstaltet wurde. Die Teilnehmer erörterten Aspekte der Lagerstättenerkundung sowie der Erz- und Mineralaufbereitung ebenso wie Fragen zu wirtschaftsstrategischen Rohstoffen oder zu Methoden des analytischen Herkunftsnachweises. Der Expertenrat ist für die BGR von zentraler Bedeutung. Seit 1990 vergibt die BGR zur Unterstützung ihrer Arbeit Aufträge an wissenschaftliche Einrichtungen. In dieser Zeit haben mehr als 30 Institute aus dem In- und Ausland mit ihrer Expertise BGR-Projekte zu speziellen Rohstoffthemen flankiert.
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Kupfer-Tagebau in Kasachstan

BGR-Ländervergleich: China wichtigster Rohstoffproduzent und Importeur, 08.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat eine neue Studie zu den weltweiten Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe (ohne Energierohstoffe und Baurohstoffe) veröffentlicht. Der Vergleich, der auf den Daten aus 180 Ländern basiert, gibt einen Überblick über die Reserven (technisch und wirtschaftlich gewinnbare Rohstoffe), Ressourcen sowie Bergwerks- und Raffinadeproduktion nach dem Wert der Rohstoffe. Danach ist China (wie schon in der Vorgängerstudie von 2014) weiter der mit Abstand bedeutendste Produzent von Rohstoffen (168 Mrd. US$, 22 % Weltmarktanteil) und Raffinadeprodukten (943 Mrd. US$, 47 % Weltmarktanteil). Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Brasilien und Australien.

Brasilien hat zwar nur die drittgrößte Bergbauproduktion, liegt aber aufgrund der deutlich größeren Raffinadeproduktion im Gesamtranking vor Australien. Auf den weiteren Plätzen folgen Russland, die USA, Kanada, Südafrika, Indien und Chile. In diesen neun Ländern fanden insgesamt 69 % der weltweiten Bergbauproduktion und 66 % der Raffinadeproduktion statt. Zusätzlich verfügen diese Staaten über 74 % der Rohstoffreserven und 63 % der Ressourcen.

Die Bergwerksproduktion wird im weltweiten Vergleich von Eisenerz (33 %), Gold (16 %) und Kupfer (15 %) dominiert. China, Australien und Brasilien hatten im Jahr 2014 einen Anteil von knapp 70 % an der weltweiten Eisenerzproduktion. Bei Kupfer liegt Chile mit einem Produktionsanteil von über 30 % vorn. Bei Gold ist China mit 15 % Weltmarktführer.

Deutschland belegt im Ländervergleich insgesamt Platz 26. Zur Bergbauproduktion trugen vor allem Kalisalz, Steinsalz, Kalk und Kaolin bei. Die Rohstoffreserven basieren im Wesentlichen auf Kalisalz, bei den Ressourcen verfügt Deutschland neben Kali lediglich über kleinere Vorkommen an Kupfer im Kupferschiefer von Spremberg sowie Zinn, Wolfram und Flussspat. Dagegen gehört Deutschland bei der Raffinadeproduktion zu den führenden Nationen (Platz 8). Zu diesem Ergebnis trägt vor allem die Stahlproduktion bei. Aber auch Kupfer, Zement, Aluminium, Blei und Zink spielen eine entscheidende Rolle.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR-Symposium zu Rohstoffpotenzialen und Umweltaspekten in der Tiefsee, 06.06.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) präsentiert morgen (Mittwoch, 07. Juni 2017) bei einem Umwelt- und Ressourcen-Symposium mit über 60 Teilnehmern die Ergebnisse ihrer Rohstofferkundung in der Tiefsee. Gemeinsam mit Vertretern von acht wissenschaftlichen Institutionen, die an den Explorationsarbeiten in den deutschen Lizenzgebieten beteiligt sind, berichten die BGR-Experten über den Stand der bisherigen Untersuchungen. Die Veranstaltung wird von Repräsentanten der Internationalen Meeresbodenbehörde begleitet, die an den Schiffsexpeditionen teilgenommen haben.

Seit 2006 führt die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Erkundungsarbeiten für marine Rohstoffpotenziale durch. Nach dem Start mit der Exploration von Manganknollen im zentralen Pazifik besitzt die BGR seit 2015 eine zweite Lizenz für polymetallische Sulfiderze im westlichen Indischen Ozean. Die Rohstoffsuche wird durch intensive Erkundungsarbeiten der marinen Umwelt begleitet. Das erstmalig durchgeführte Symposium bietet die Gelegenheit zu einem transparenten fachlichen Austausch zum Thema Marine Rohstoffe und Umwelt.
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Die Region des Tschadseebeckens

BGR informierte über Ressourcenkonflikte im Tschadseebecken, 06.06.2017

In einer Informationsveranstaltung im Rahmen des Stipendiatenprogramms der Friedrich-Ebert-Stiftung haben jetzt Experten der BGR in Hamburg über ihre Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit berichtet. Sie stellten das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ vor, in dem sich die BGR seit 2014 engagiert.

Das Tschadseebecken erstreckt sich über acht afrikanische Staaten und umfasst mehrere grenzüberschreitende Flüsse. Klimatische Faktoren, ein hohes Bevölkerungswachstum, der Bau von Dämmen und Bewässerungsprojekte haben in den vergangenen vier Jahrzehnten die Oberfläche des Tschadsees auf nur noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe schmelzen lassen. Die dadurch verschärfte Knappheit der Frischwasserressourcen und der Rückgang der Fischerei haben zu erheblichen Problemen bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln sowie zu sozialen Spannungen und Armut geführt. Ziel des Projekts ist es, die 1964 von den Anrainerstaaten gegründete Kommission bei dem grenzüberschreitenden Management der Wasserressourcen zu unterstützen. Flankiert wird die Arbeit durch die Erhebung von Grundwasserdaten sowie die Beratung bei der Entwicklung langfristiger Strategien für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Darüber hinaus beraten die BGR-Experten auch die fünf Mitgliedsstaaten Kamerun, Niger, Nigeria, Tschad und Zentralafrikanische Republik bei der Einrichtung eines länderspezifischen Grundwassermonitorings.
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel begrüßte beim Planungsworkshop auch OSS-Generalsekretär Khatim Kherraz (Foto vorn re.).

Workshop zur Fernerkundung im Maghreb-Projekt, 30.05.2017

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit besuchten jetzt Vertreter des Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) die BGR zu einem Planungsworkshop. Gemeinsam mit dem Partner OSS führt die BGR in den drei nordafrikanischen Ländern Algerien, Marokko und Tunesien das Projekt „Regionale Zusammenarbeit im Wassersektor (Maghreb)“ durch. Ziel des Vorhabens ist es, den örtlichen Fachinstitutionen einen vereinfachten Zugang zu aktuelleren Daten und verbesserten Methoden zum nachhaltigen Grundwassermanagement zu ermöglichen. Die lokalen Partner werden hierbei sowohl von BGR-Experten aus dem Grundwasserbereich als auch aus der Fernerkundung unterstützt. Das jetzige Treffen, bei dem BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auch OSS-Generalsekretär Khatim Kherraz begrüßen konnte, diente dazu, weitere Fortbildungsmaßnahmen für das Projekt im Bereich der Fernerkundung zu planen.      
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Gemeinsame Geländearbeiten zur Messung der Grundwasserstände durch Experten des Ministeriums für Wasser und Bewässerung (MWI) und der BGR in der jordanischen Wüste

BGR-Präsident traf jordanischen Wasserminister, 22.05.2017

Am Rande seines Besuchs der 10. Jahreskonferenz des Vereins German Water Partnership (GWP) zum Thema „Fluchtursachen bekämpfen – die deutsche Wasserwirtschaft vor Ort“ traf Jordaniens Wasserminister Dr. Hazim El-Naser auch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. Bei ihrem Gespräch im BGR-Dienstbereich Berlin erörterten Dr. El-Naser und Prof. Watzel aktuelle Aufgaben im Rahmen der bewährten Zusammenarbeit zwischen dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung (MWI) und der BGR. Beide Partner führen derzeit in Jordanien zwei Grundwasser-Projekte durch. Eines dieser Vorhaben zielt speziell auf ein verbessertes Ressourcenmanagement, insbesondere vor dem Hintergrund der syrischen Flüchtlingskrise. Der Minister hob die wichtige Rolle der BGR bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen auf dem Gebiet der Wasserversorgung hervor. Gleichzeitig bedankte er sich bei der BGR für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die BGR engagiert sich im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bereits seit fast 60 Jahren in Jordanien.     
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Die Ausstellung zeigt auch Leihgaben der BGR: Im Vordergrund ist ein Stück von einem Schwarzen Raucher (Mitte) zu sehen, in der Vitrine links werden Manganknollen vom Boden des Pazifik gezeigt

BGR zeigt Exponate im Museum Rammelsberg, 22.05.2017

„Ein Vierteljahrhundert Weltkulturerbe – 25 Jahre Denkmalvermittlung“ heißt eine Sonderausstellung, die gestern (Sonntag, 21. Mai 2017) im Museum und Besucherbergwerk Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar eröffnet wurde. Die Ausstellung, die noch bis zum 12. November zu sehen ist, vermittelt einen Einblick in die Geschichte des Weltkulturerbes und des Harzer Bergbaus im Allgemeinen. Unter den gezeigten Exponaten, die u. a. das Leben der Bergmänner sowie geologische Fragestellungen oder Themen der Montanarchäologie und des Naturschutzes beleuchten, sind auch Leihgaben der BGR. So gehört ein Stück eines so genannten „Black Smoker“ zu den Ausstellungsstücken. Er wurde von Wissenschaftlern der BGR in knapp 2.500 Meter Tiefe aus dem Indischen Ozean geborgen. Am Meeresboden austretende heiße mineralische Lösungen führen zur Bildung der Schwarzen Raucher. Die Sulfidvorkommen mit ihren hohen Anteilen an Buntmetallen, Gold, Silber und Spurenelementen (u. a. Antimon, Gallium, Indium, Kobalt oder Nickel) sind Ziel wissenschaftlicher Untersuchungen der BGR. Auf gleiche Weise wie diese Lagerstätten in der Tiefsee sind auch die Erze des Rammelsbergs entstanden.     
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Kobalthydroxid aus der Lagerstätte Tenke Fungurume

Neuer Kurzbericht zur Bedeutung der DR Kongo für den Kobaltmarkt, 10.05.2017

Die BGR hat heute den Kurzbericht „Kobalt aus der DR Kongo – Potenziale, Risiken und Bedeutung für den Kobaltmarkt“ (Commodity TopNews 53) veröffentlicht. Das zentralafrikanische Land ist mit über 60 % der Bergwerksförderung weltweit größter Produzent dieses Rohstoffes, der unter anderem für Lithium-Ionen-Batterien für Elektro-PKW und Handys notwendig ist. In dem neuen „Faktencheck“ wird die Gewinnung von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und deren Bedeutung für den Weltmarkt dargestellt.

Einfluss auf die weltweite Versorgung hat vor allem der Abbau in der DR Kongo. So wird Kobalt dort nicht nur industriell, sondern auch im artisanalen Kleinbergbau gewonnen. Dabei wurden in der DR Kongo in den vergangenen Jahren wiederholt Missstände, wie Kinderarbeit oder prekäre Arbeitsbedingungen festgestellt und dokumentiert. Einige Abnehmer, insbesondere aus der Elektronikindustrie, fordern daher inzwischen von den Grubenbetreibern und Zulieferern die Einhaltung sozialer Standards und die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette.
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Prof. Dr. Ralph Watzel und Generalkonsulin Sylvia Arifin mit der Absichtserklärung

Rekultivierung von Bergbauflächen: BGR unterzeichnet Absichtserklärung mit Indonesien, 09.05.2017

Es wird als Bestandteil von Mobiltelefonen, Verpackungen und PVC-Kunststoffen benötigt: Das silbrig glänzende Metall Zinn. Weltweit werden jedes Jahr über 300.000 Tonnen dieses Rohstoffes in 25 Ländern produziert. Hinter Weltmarktführer China folgt Indonesien mit einer Bergbauförderung von etwa 100.000 Tonnen pro Jahr. Deutschland ist weltweit der viertgrößte Importeur raffinierten Zinns, dabei kam zuletzt ein Viertel der Zinnimporte aus Indonesien.

Das weltweite „El Dorado“ des Zinns liegt östlich vor der Küste von Sumatra. Auf der indonesischen „Zinninsel“ Bangka und im Meer davor befinden sich einige der international größten Vorkommen. Dort wird der begehrte Rohstoff im industriellen sowie artisanalen Bergbau in mehreren hundert kleinen Minen und mit Baggerschiffen abgebaut. Dies geschieht teilweise mit gravierenden Eingriffen in die Natur. Beeinträchtigte Landschaften und für eine spätere landwirtschaftliche Nutzung ungeeignete Flächen sind häufig die Folge.

Die BGR möchte gemeinsam mit dem indonesischen Bergbauministerium wissenschaftliche Lösungskonzepte zu dieser Problematik entwickeln. Daher hat heute BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel mit der indonesischen Generalkonsulin Sylvia Arifin, in Vertretung für das indonesische Bergbauministerium, im Geozentrum Hannover eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für eine Pilotmaßnahme zur nachhaltigen Rekultivierung von Bergbauflächen auf der „Zinninsel“ Bangka unterzeichnet.
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DERA-Rohstoffliste 2016.

DERA veröffentlicht Liste zu potenziell kritischen Rohstoffen, 04.05.2017

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute die neue DERA-Rohstoffliste zu potenziell kritischen Rohstoffen veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Die Beschaffung von zahlreichen mineralischen Rohstoffen und Zwischenprodukten, die für den Ausbau von Zukunfts- und Schlüsseltechnologien unentbehrlich sind, unterliegt weiterhin hohen Preis- und Lieferrisiken. Gründe hierfür sind neben der zum Teil ausgeprägten Marktmacht einzelner Rohstoffländer auch die erhöhten politischen Risiken. Die Ergebnisse der DERA-Rohstoffliste sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie wichtig, um Schwachstellen in ihrer Lieferkette zu identifizieren.

Bei vielen Rohstoffen haben sich in den vergangenen zwei Jahren die Beschaffungsrisiken sogar noch erhöht, daran haben auch die gesunkenen Rohstoffpreise nichts geändert: 40 % der knapp 300 von der DERA untersuchten Rohstoffe und Zwischenprodukte weisen hohe potenzielle Beschaffungsrisiken auf. Dazu zählen beispielsweise Hochtechnologiemetalle wie etwa Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Gallium oder auch Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram. Insbesondere bei der Weiterverarbeitung der Rohstoffe zeigt die Neuauflage der Rohstoffliste eine deutliche Zunahme der Angebotskonzentration, beispielsweise bei der Produktion von Aluminium oder Stahl.
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Dr. Thomas Wonik, stellvertretender Direktor des LIAG, eröffnet die Tagung.

Norddeutsche Geothermietagung zeigt Wege für klimafreundliche Energieversorgung, 03.05.2017

Wie könnten Städte in Zukunft mit Energie versorgt werden und welche Rolle könnte dabei die Erdwärme spielen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich heute (3. Mai 2017) die Teilnehmer der 9. Norddeutschen Geothermietagung im Geozentrum Hannover. „Wenn Bauherren etwas für den Klimaschutz tun wollen, sollten sie auf die Geothermie setzen. Sie ist die ökologisch und ökonomisch günstigste alternative Energiequelle“, sagt Erdwärme-Experte Holger Jensen vom Zentrum für TiefenGeothermie / Oberflächennahe Geothermie (ZTG) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Bei Windenergieanlagen ist die Wartung kostenintensiver und bei der Herstellung von Solarzellen die Ökobilanz ungünstiger.

Bundesweit befindet sich die Branche nach einer längeren Durststrecke wieder in einem Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr wurden über 20.000 Geothermie-Wärmepumpen neu installiert. Ein Grund dafür sind neue Fördermöglichkeiten für die oberflächennahe Geothermie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
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Die BGR entwickelt neue Instrumente für ein besseres Krisenmanagement küstennaher Grundwasservorkommen.

Neue Instrumente für ein besseres Krisenmanagement bei küstennahem Grundwasser, 02.05.2017

Die Hamburger Sturmflut 1962 war nicht nur eine Katastrophe für die Hansestadt, sondern auch für die ostfriesischen Inseln, die wie Wellenbrecher vor der deutschen Küste liegen. Besonders betroffen war Baltrum. Dort gab es neben den sichtbaren Schäden an Häusern und Deichen auch zunächst nicht sichtbare Schäden im Untergrund. Salzwasser drang in die Dünentäler vor und sickerte in die genutzten Grundwasservorkommen ein. Noch Jahre später standen auf Baltrum nur wenige Brunnen für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung. Angesichts des Meeresspiegelanstiegs droht die Gefahr, dass sich solche Versalzungen an den Küsten wiederholen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt auf Basis der damals gemessenen Daten Instrumente für ein besseres Krisenmanagement für ähnliche Katastrophenfälle entwickelt.

Die BGR-Forscher werteten für ihre Computermodelle Datensätze aus, die in den 60er Jahren von Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung (heute Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie) erhoben wurden. Die Wissenschaftler berechneten die Menge des eingedrungenen Meerwassers und die Geschwindigkeit, mit der sich das Salzwasser im linsenförmigen Grundwasserkörper Baltrums ausgebreitet hat. „Dabei stellten wir fest, dass das Salzwasser innerhalb von nur wenigen Monaten bereits große Teile des oberflächennahen Süßwassers verschmutzt hatte. Es dauerte 6 bis 8 Jahre, bis nachsickerndes Regenwasser das Brackwasser wieder vollständig verdrängen konnte und das Grundwasser wieder nutzbar war“, erklärt BGR-Hydrogeologe Dr. Vincent Post, der die Ergebnisse der BGR-Untersuchungen jetzt zusammen mit seinem Kollegen Dr. Georg Houben im „Journal of Hydrology“ veröffentlichte.
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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) und BGR-Fachbereichsleiter Christoph Gaedicke mit dem Gondwana-Modell.

BGR-Präsident weiht modernisierte Antarktis-Station symbolisch ein, 27.04.2017

Sie hat eine neue Haustechnik, bessere sanitäre Einrichtungen, Solarpanele, eine neue Seewasser-Aufbereitungsanlage und eine biologische Abwasserreinigung: Die jetzt komplett modernisierte Antarktis-Station der BGR. Sie steht der Bundesbehörde dadurch mindestens weitere 25 Jahre als moderne Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen zur Verfügung.

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel hat die Gondwana-Station heute (27.04.2017) offiziell eingeweiht. Dafür hat er auf der Empore des Geozentrums Hannover ein maßstabsgetreues Modell der Antarktis-Station symbolisch enthüllt. Prof. Dr. Ralph Watzel: „Viele Einzelheiten fügen sich nun zu einem Ganzen. Ein Dank an alle Beteiligten für das große Engagement!“

Die Forschungsstation Gondwana wurde im Januar 1983 als einfache Schutzhütte (Biwak-Schachtel) errichtet und in Betrieb genommen. 1988/89 wurde sie zur Sommerstation ausgebaut. Das Hauptgebäude in Containerbauweise ist seither in Betrieb.

Mitte 2015 starteten dann die Modernisierungsarbeiten, die inzwischen abgeschlossen sind. Jetzt sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert.
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Holothuria Peniagone leander

Neuer Newsletter, 26.04.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2017 ist erschienen.

9. Norddeutsche Geothermietagung

Norddeutsche Geothermietagung zur Energieversorgung von Städten, 26.04.2017

Wie kann die Geothermie zur Energieversorgung von Städten beitragen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Geothermieanlagen? Wie können Erdöl- und Erdgasbohrungen für die tiefe Geothermie genutzt werden?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die rund 150 Teilnehmer der 9. Norddeutschen Geothermietagung am 3. Mai im GEOZENTRUM Hannover. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Regenerative Energieversorgung von Stadtquartieren mit tiefer und oberflächennaher Geothermie“. Dabei geht es um Strategien für eine nachhaltige Wärmeversorgung ganzer Stadtteile.

Die diesjährige Keynote spricht Prof. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied des Weltklimarats IPCC, der 2007 mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore den Friedensnobelpreis erhalten hat. Prof. Peter Lemke geht der Frage nach: „Klimawandel: Was kommt auf uns zu?“.
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Prof. Dr. Peter Wycisk (Foto li.) bei der Übergabe des geologischen 3D-Modells an BGR-Abteilungsleiter Dr. Volkmar Bräuer.

BGR erhält weltweit einmaliges geologisches 3D-Modell, 25.04.2017

Eines der größten Glasmodelle für geologische 3D-Darstellung weltweit steht seit heute (25.04.2017) im GEOZENTRUM Hannover. Das aus Kristallglas gefertigte dreidimensionale geologische Modell (60x30x12 Zentimeter) des Staßfurter Salzsattels wurde von Prof. Dr. Peter Wycisk von der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg zur Verfügung gestellt. Prof. Wycisk übergab das Exponat als Dauerleihgabe dem Leiter der BGR-Abteilung Unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum, Dr. Volkmar Bräuer. Die BGR hatte die geologischen Daten für den gläsernen Wissensspeicher geliefert, das Fachgebiet Hydro- und Umweltgeologie der Universität Halle-Wittenberg zeichnete für die Visualisierung verantwortlich. Das Modell zeigt mit originalgetreuen Daten den Untergrund der Stadt Staßfurt (Sachsen-Anhalt) mit seinem Salzsattel sowie den früheren Grubengebäuden. Ein Zwillingsmodell dieser eindrucksvollen Arbeit, die Prof. Wycisk als „dreidimensionale Antwort auf die alten geologischen Karten“ bezeichnete, ist im Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt zu sehen.
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BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne (Foto li.) und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel auf dem Messe-Stand der BAM.

Treffen der Präsidenten von BAM und BGR auf der HANNOVER MESSE, 25.04.2017

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel traf sich auf der HANNOVER MESSE mit dem Präsidenten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Prof. Dr. Ulrich Panne. Beide Präsidenten tauschten sich über aktuelle Entwicklungen aus und erörterten das Vorgehen bei gemeinsamen Aufgaben. Die BAM ist ebenso wie die BGR eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Nach dem Gespräch führte Prof. Panne (Foto li.) seinen Amtskollegen von der BGR über den Messe-Stand der BAM.
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Eröffnung der Sonderausstellung

Ausstellung im Meeresmuseum mit BGR-Exponaten eröffnet, 12.04.2017

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat gestern (11. April 2017) im Deutschen Meeresmuseum Stralsund die Ausstellung „Nutzung der Meere – von der Tiefsee bis in die polaren Regionen“ eröffnet. Fachlich unterstützt wird die Sonderschau, die das Museum im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane“ zeigt, vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und der BGR. Die Besucher erfahren im Meeresmuseum Wissenswertes über potenzielle Rohstoffquellen der Tiefsee und die damit verbundenen Herausforderungen sowie über die Erforschung und den Schutz der polaren Lebensräume. Ein Highlight unter den Exponaten ist das Original eines Schwarzen Rauchers, den die BGR auf einer ihrer Expeditionen im westlichen Indischen Ozean aus einer Tiefe von 3.270 Metern geborgen hat. Der 1,10 Meter hohe Schlot wurde von über 400 Grad heißen metallreichen Lösungen aus der untermeerischen Erdkruste gebildet. Er besteht aus einer drei Zentimeter dicken Kruste aus Kupfer- und Zinkerzen und enthält neben Gold auch wichtige wirtschaftsstrategische Metalle wie Indium, Gallium, Selen oder Tellur. Daneben werden in diesem Teil der Ausstellung auch Manganknollen und kobaltreiche Mangankrusten aus wissenschaftlichen Arbeiten der BGR gezeigt. Im zweiten Teil der Ausstellung wird die Lebewelt der Polarregionen präsentiert. Zu den Exponaten gehören lebensechte Modelle von Beluga- und Narwal sowie Nachbildungen von Krill. Die Ausstellung ist täglich ab 10 Uhr im Deutschen Meeresmuseum Stralsund zu sehen.
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Weitere Informationen zum Meeresmuseum

Die Teilnehmer des NAG-Treffens

Geologische Dienste wollen noch enger zusammenarbeiten, 10.04.2017

In Reykjavik diskutierten jetzt Vertreter der sog. Northeast Atlantic Geoscience (NAG)-Gruppe über aktuelle Entwicklungen der geowissenschaftlichen Forschung und Möglichkeiten der künftigen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. An dem dreitägigen Treffen der NAG-Gruppe, in der die Staatlichen Geologischen Dienste von Island, der Faröer-Inseln, Irland, Nordirland, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Dänemark, der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland zusammenarbeiten, nahm für die BGR als Vertreter Deutschlands in diesem Gremium der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, teil.

Der Geologische Dienst von Island, einem der Mutterländer der Erdwärmenutzung, informierte über laufende Projekte der Tiefengeothermie: bspw. Tiefbohrungen zur Erschließung von überkritischem Wasser (Iceland Deep Drilling Project) oder das direkte Anbohren von glutflüssigem Magma (Krafla Magma Testbed). Breiten Raum nahm bei dem Arbeitstreffen auch das Thema der geowissenschaftlichen Kartierung im Offshore-Bereich und diesbezügliche Kooperationsmöglichkeiten ein. Schon bisher gingen von der NAG-Gruppe richtungsweisende Impulse für die internationale geowissenschaftliche Zusammenarbeit in Europa aus. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, dieses Ziel weiterhin gemeinsam zu verfolgen. Das nächste Treffen der NAG-Gruppe wird am 2./3. November 2017 im Dienstbereich Berlin-Spandau der BGR stattfinden.
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Logo GeoERA

GeoERA startet Aufruf zum Einreichen von Projektideen, 04.04.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt sich gemeinsam mit mehr als 40 nationalen und regionalen geologischen Diensten aus mehr als 30 Ländern am europäischen Projekt Horizon-2020-ERA-Net “Establishing the European Geological Surveys Research Area to deliver a Geological Service for Europe” (GeoERA). Das Verbundvorhaben unterstützt in den kommenden Jahren den Aufbau einer europäischen Plattform für Geo-Daten und Geo-Projekte. Die Europäische Kommission beteiligt sich hieran mit 10 Millionen Euro.

GeoERA startet heute (4. April 2017) einen Aufruf zur Einreichung von Projektideen als erste Stufe des Ausschreibungsverfahrens. Der Aufruf richtet sich an die Allgemeinheit, um eine weite Beteiligung aller Interessenten zu ermöglichen, die Daten, Informationen und Dienstleistungen der Angewandten Geowissenschaften brauchen und verwenden.
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Panorama der Siliziummetallhütte der Firma PCC BakkiSilicon auf Island

Aktualisierte Studie zum Auslandsbergbau, 03.04.2017

Die Zahl der im Auslandsbergbau tätigen deutschen Firmen ist nach einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in den letzten fünf Jahren um 10 % zurückgegangen. Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den Energierohstoffen aus. Große Unternehmen wie E.ON, EWE oder RWE haben sich aus der Förderung von Erdgas und Erdöl im Ausland zurückzogen. Betroffen sind aber auch Mittelständler bei der Gewinnung mineralischer Rohstoffe. So beendeten einige von ihnen aufgrund von Sicherheitsproblemen in Nigeria sowie in der Ostukraine ihr dortiges Engagement.

Derzeit sind 70 deutsche Unternehmen sowie sieben Privatpersonen im Auslandsbergbau aktiv. Sie fördern mehr als 40 verschiedene Rohstoffe aus über 1.600 Gewinnungsstellen in 68 Ländern auf sechs Kontinenten. Das ist das Ergebnis der neu überarbeiteten BGR-Studie „Deutscher Auslandsbergbau“, die alle fünf Jahre aktualisiert wird.
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Die Teilnehmer des Workshops

Copernicus-Dienst – Experten-Workshop in der BGR, 30.03.2017

Auf Einladung der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums und der BGR fand jetzt im GEOZENTRUM Hannover ein Workshop mit 40 Experten aus 16 europäischen Ländern zur Verwirklichung eines internationalen Bodenbewegungsdienstes statt. Die Teilnehmer – Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung sowie von Geologischen und Geodätischen Diensten – diskutierten die fachlichen und administrativen Rahmenbedingungen für die Realisierung eines „Supra Nationalen Bodenbewegungsdienstes“ im Rahmen des „Copernicus“-Programms. Ziel dieses Copernicus-Dienstes ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche, wie z. B. Hangrutschungen, Landsenkungen, Landhebungen oder die Folgen von Erdbeben und deren zeitlichen Verlauf besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen.
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Teilnehmer des Workshops im BGR-Dienstbereich in Berlin

BGR-Kooperation mit China: Gefährdung durch Rutschungen analysiert, 28.03.2017

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit fand jetzt im BGR-Dienstbereich Berlin der dritte Workshop zum Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment“ (LHARA) für die chinesische Stadt Lanzhou (Provinz Gansu) mit Vertretern des “China Institute for Geo-Environmental Monitoring” (CIGEM) und des “Bureau of Land and Resources of Lanzhou” statt. Die Teilnehmer des Workshops haben erstmals die Gefährdung durch Massenbewegungen in Löss-Sedimenten in dieser zentralchinesischen Region im regionalen Maßstab analysiert. Ziel der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit ist eine noch gezieltere Raumplanung, die die Kenntnisse über Rutschungen und Schlammlawinen in dem rasant wachsenden Großraum Lanzhous (3,6 Millionen Einwohner) stärker berücksichtigt, um potenzielle Risiken, z. B. für Siedlungen, Straßen oder kritische Infrastrukturen, noch zielgerichteter zu mindern. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen werden im November 2017 in einem Abschlussworkshop in China vorgestellt. Teilnehmer werden dann auch Vertreter des zuständigen Ministeriums für Land und Ressourcen Chinas, der Provinz Gansu, der Stadt Lanzhou sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sein. Geplant ist, die Kooperation zwischen den chinesischen Partnern und der BGR über das Jahr 2017 hinaus unter neuer Schwerpunktsetzung fortzuführen.  
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Weitere Informationen zum Projekt

Tagungsteilnehmer der Abschlusskonferenz

Abschlusskonferenz zur „Verminderung von Georisiken“ in Indonesien, 27.03.2017

Der Abschluss der seit 2002 währenden technischen Zusammenarbeit zwischen der BGR und den indonesischen Partnerbehörden des Ministeriums für Energie und Mineralische Rohstoffe wurde in Bandung (Indonesien) mit einer Tagung unter Beteiligung der Deutschen Botschaft, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UNOCHA) gewürdigt. Die Projektkooperation erfolgte innerhalb des vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Programms „Gute Regierungsführung“, das den Ende der neunziger Jahre begonnenen Prozess der Dezentralisierung in Indonesien begleitete.

Das Projekt „Verminderung von Georisiken“ unterstützte beim Aufbau von Kapazitäten für ein vorsorgendes Naturkatastrophen-Management, u. a. auf lokaler Ebene. Mit der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 – der allein in Indonesien mehr als 165.000 Menschen zum Opfer fielen – weitete die BGR ihr Engagement besonders bei der Entwicklung umfassender Methoden zur Bewertung von Geogefahren und Georisiken aus. Gemeinsam mit den Projektpartnern vom Geologischen Dienst von Indonesien und der Fortbildungsbehörde des Ministeriums für Energie und Mineralische Rohstoffe sowie Vertretern von geologischen Diensten, Raumplanungs- und Katastrophenmanagementbehörden der Pilotregionen diskutierten die etwa 100 Teilnehmer der Abschlusskonferenz Ergebnisse und Entwicklungen des Projekts.   
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Podiumsdiskussion mit BGR-Wissenschaftlern

BGR auf nationalem Forum für Fernerkundung und Copernicus, 23.03.2017

Am 14. und 15.März 2017 fand das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) in Berlin statt. Die BGR nahm mit einem Impulsvortrag über den Bodenbewegungsdienst in der Fachsession „Copernicus for Mining“ teil. In der Podiumsdiskussion zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung war die Position der BGR-Fernerkundung zu Chancen und Herausforderungen des Copernicus-Programmes gefragt. Der Bodenbewegungsdienst Deutschland wurde in mehreren Plenumsbeiträgen Dritter als wegweisender Pilotservice hervorgehoben.   
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Pressemitteilung der BGR zur „Satellitengestützten Bodenbewegungskarte für Deutschland“
Weitere Informationen zu Copernicus

BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Tiefseebergbau: Experten beraten über Regeln für den Abbau, 17.03.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Umweltbundesamt (UBA) machen sich für einen konsequenten Umweltschutz beim Bergbau in der Tiefsee stark. Auf einem mit der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA, International Seabed Authority) veranstalteten Experten-Workshop in Berlin riefen beide Behörden dazu auf, sowohl die Chancen als auch die Risiken eines künftigen marinen Rohstoffabbaus umfassend zu bewerten und den Vorsorgegrundsatz genau zu beachten. Wichtig sei auch, große Schutzgebiete vorzusehen, damit die Biodiversität der Tiefsee ausreichend geschützt wird. Bei der Veranstaltung diskutieren rund 100 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer den im Januar 2017 von der ISA vorgelegten Entwurf für Umweltregularien beim Tiefseebergbau.

Aufgrund gestiegener Rohstoffnachfrage und technologischer Innovation ist die Gewinnung von Bodenschätzen aus der Tiefsee stärker in den Fokus des politischen und wirtschaftlichen Interesses gerückt. In den Tiefen der Ozeane lagern rohstoffreiche Manganknollen, Mangankrusten und Massivsulfide. Sie enthalten Metalle für Erneuerbare Energien und Anwendungen in der Hochtechnologie wie Kupfer, Nickel oder Kobalt sowie Spurenelemente wie Lithium, Indium, Gallium oder Germanium, ohne die kein Elektroauto fährt, sich kein Windrad dreht oder kein Smartphone funkt. Mittelfristig kommen die tiefen Lagerstätten im Meer als neue Rohstoffquelle in Betracht; zumindest könnten sie die Vorkommen an Land ergänzen.

...

„Vor einem Rohstoffabbau müssen die Umweltauswirkungen wissenschaftsbasiert geprüft werden. Für Deutschland bietet sich die Chance, eine Vorreiterrolle durch umweltschonende Technologien und hohe rechtliche Standards einzunehmen“, betont der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel. „Wir wissen noch nicht genau, wie es in der Tiefsee aussieht, und was wir alles schützen müssen. Es bleibt auch die Frage, ob wir einer Rohstoffknappheit nicht besser begegnen können – etwa durch ein ambitionierteres Recycling in Deutschland“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.
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Zur Pressemitteilung Tiefseebergbau: Deutschland setzt sich für hohe Umweltstandards ein – Internationale Experten beraten über Regeln für den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden

Fernseh-Moderator Johannes Büchs mit einem begeisterten Schüler.

Unterirdisch gut! Geo-Show begeisterte Schüler, 15.03.2017

Fernseh-Moderator Johannes Büchs („neuneinhalb“, ARD, „Kann es Johannes?“, KiKA) begeisterte rund 750 Schülerinnen und Schüler in der Milleniumhalle in Braunschweig. Mit seiner Geo-Show „Unterirdisch“ trat Büchs im Begleitprogramm des Colloquiums der Tiefbohrprogramme IODP (International Ocean Discovery Program) und ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) auf, das in Kooperation mit der BGR jährlich stattfindet. Büchs nahm die Schüler (5. – 12. Klasse) aus Braunschweig, Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter und Elze in seiner interaktiven Bühnenshow mit auf eine Reise unter die Erde. Gemeinsam mit Geowissenschaftlern behandelte der TV-Mann auf anschauliche Weise höchst komplexe Fragestellungen. So erfuhren die Jungen und Mädchen, wie mit kilometertiefen Bohrungen zu Lande und auf dem Wasser die Ursachen des Klimawandels erforscht werden oder aber nach Rohstoffen gesucht wird. Für zusätzliche Spannung sorgten Live-Schaltungen auf ein Forschungsschiff im Südchinesischen Meer und in das Internationale Bohrkernlager in Bremen.    
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Teilnehmer des internationalen Arktis-Workshops im GEOZENTRUM Hannover

Internationaler Workshop über die Geologie der Arktis im GEOZENTRUM, 13.03.2017

Die Arktis gehört zu den bisher noch wenig erforschten großen Naturräumen dieser Erde. Seit 1992 erkundet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Zusammenarbeit mit internationalen wissenschaftlichen Institutionen aktiv die Arktis. Im Rahmen des Projekts CASE (Circum-Arctic Structural Events) hat die BGR inzwischen rund 20 geologische Landexpeditionen nach Spitzbergen, Nordgrönland, Sibirien und in die kanadische Arktis organisiert und durchgeführt. Über 70 Experten aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Schweden, den USA und Deutschland treffen sich ab heute (13. März 2017) zu einem viertägigen Workshop im GEOZENTRUM Hannover, um über den bisherigen Forschungsstand zu diskutieren.

„Noch immer gibt es viele offene Fragen. So wissen wir immer noch nicht genau, wie der arktische Ozean entstanden ist“, erklärt BGR-Polarforscher Dr. Karsten Piepjohn, der als CASE-Projektleiter den Workshop organisiert hat. Zur Klärung der Forschungslücken sind weitere Expeditionen erforderlich.
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Zur Pressemitteilung Internationaler Workshop im GEOZENTRUM Hannover: 70 Polarforscher aus 11 Nationen diskutieren über die Geologie der Arktis

Flugzeug

Neuer Newsletter, 27.02.2017

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2017 ist erschienen.

Teilnehmer des aktuellen Trainingskurses in Bangkok

Internationaler Trainingskurs der BGR zur Raumplanung in Bangkok, 27.02.2017

Die BGR führt zurzeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bangkok (Thailand) den ersten von drei internationalen Trainingskursen zur Prävention gegen Naturkatastrophen durch. Die 15 Teilnehmer des Kurses aus sieben Ländern (Indonesien, Kambodscha, Laos, Myanmar, Papua-Neuguinea, Vietnam und Thailand) repräsentieren Institutionen unterschiedlicher Fachrichtungen (u. a. Geowissenschaften, Raumplanung, Umwelt und Bauwesen) mit einem nationalen Mandat, geowissenschaftlich fundierte Risikobewertungen gegenüber Naturgefahren umzusetzen. Die aktuelle Trainingsmaßnahme, die vom Geologischen Dienst Thailands (DMR) unterstützt wird, beschäftigt sich mit „risikosensitiver Raumplanung“. Bestandteil ist auch eine Exkursion in die thailändische Stadt Ayutthaya, deren Altstadt zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Teilnehmer lernen hier lokale Maßnahmen zur Minderung des Überflutungsrisikos kennen. Ayutthaya war 2011 massiv durch Überflutung geschädigt worden.

Neben dem aktuellen Kurs sind zwei weitere Trainingsmaßnahmen auf den Philippinen (September 2017) und in Vietnam (März 2018) geplant. Die Kurse werden von der BGR gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat des Koordinierungskomitees für die Umsetzung geowissenschaftlicher Programme in Süd- und Südostasien (CCOP) organisiert und umgesetzt. Mit der Maßnahme unterstützt die BGR Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im ost- und südostasiatischen Raum bei der Umsetzung der Agenda des globalen Sendai-Rahmenprogramms 2015–2030 zur Minderung von Risiken im Fall von Naturkatastrophen. Die Kurse sollen die Kompetenz und Leistungsfähigkeit von Fachbehörden stärken. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse im Rahmen des präventiven Katastrophen-Risiko-Managements durch belastbare Datengrundlagen zu verbessern.
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Dr. Christian Reichert leitet die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 23.02.2017

Dr. Christian Reichert ist jetzt für ein weiteres Jahr zum Vorsitzenden der Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (engl. ISA) mit Sitz in Kingston (Jamaika) gewählt worden. Der BGR-Wissenschaftler ist seit 2008 in der LTC tätig und leitet dieses Gremium seit 2015. Für den Geophysiker war es die zweite Wiederwahl in Folge. Zur stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums wurde die Juristin Michelle Walker aus Jamaika gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 30 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgaben des Gremiums sind zurzeit der Entwurf von Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe in der Tiefsee, die Begutachtung von weiteren Anträgen auf Erkundungslizenzen sowie die Überwachung der Explorationslizenznehmer. Deutschland besitzt zwei Explorationslizenzen, in deren Rahmen die BGR Vorkommen von Manganknollen (enthalten Kobalt, Nickel, Kupfer) im Zentralpazifik sowie von marinen Massivsulfiden (Bunt- und Edelmetalle sowie wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Selen und Tellur) im Indischen Ozean untersucht.
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Exekutiv-Sekretärin Alicia Bárcena (6.v.l.), Botschafter Rolf Schulze (4.v.l.) und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann (2.v.l.) nach der Unterzeichnung des Notenwechsels

Notenwechsel für TZ-Vorhaben in den Anden unterzeichnet, 20.02.2017

Das von der BGR seit 2015 mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) durchgeführte regionale Projekt zur „Nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern“ wird bis Ende September 2019 weitergeführt. Den Notenwechsel dazu haben am 6. Februar in Santiago de Chile der deutsche Botschafter, Rolf Schulze, und die Exekutiv-Sekretärin der CEPAL, Alicia Bárcena, feierlich unterzeichnet.

CEPAL ist strategischer Partner der BGR in dem Projekt, das von Santiago de Chile aus geleitet wird. Die drei Aktionsfelder des Vorhabens – Strategien, Stakeholder-Governance und Technologie-Transfer im andinen Bergbau-Sektor – sind eng an den bergbau-bezogenen nachhaltigen Entwicklungszielen der „Agenda 2030“ ausgerichtet.
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BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel

Gast-Beitrag des BGR-Präsidenten zur Sicherheitskonferenz, 20.02.2017

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde jetzt ein Buchband mit Beiträgen zur Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik präsentiert. Unter dem Titel „Deutschlands Neue Verantwortung“ veröffentlichten mehr als 100 Autoren aus Politik, Wissenschaft und Praxis Denkanstöße und Empfehlungen für eine bessere Vernetzung außenpolitischer Handlungsfelder – unter ihnen auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel. In seinem Beitrag „Ressourcenmanagement als globale Aufgabe“ (S. 418) setzt sich der Geologe für ein nachhaltiges Management von Geo-Ressourcen ein. Stetiges Bevölkerungswachstum, zunehmender Wohlstand in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie das steigende Tempo bei technologischen Innovationen erforderten auf globaler Ebene langfristig tragfähige Konzepte für eine verantwortungsvolle Nutzung von natürlichen Ressourcen, insbesondere von Grundwasservorkommen und primären mineralischen Rohstoffen, fordert der BGR-Präsident in seinem Gastbeitrag.
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Forschungsschiff SONNE

BGR auf Open-Ship-Event in Neuseeland, 20.02.2017

Die BGR hat sich am 25. Januar 2017 mit einem Film und Informationsmaterialien am Open-Ship-Event der Wissenschaftsmesse in Auckland (Neuseeland) beteiligt. Mehr als 1.500 Gäste kamen an diesem Tag, um sich vor Ort das Forschungsschiff SONNE anzusehen und sich über die deutschen Aktivitäten bei der marinen Rohstoffforschung und Polarforschung zu informieren. In dem BGR-Film wurde über die Expeditionen der Bundesbehörde in der Antarktis berichtet. Das Open-Ship-Event mit der SONNE, an dem sich auch andere Forschungseinrichtungen beteiligt haben, wurde von der Deutschen Botschaft in Wellington organisiert.
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Zum Bericht der Deutschen Botschaft

Der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer (1. Reihe, 2.v.l.) und BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel (1. Reihe, 3.v.l.) mit den Preisträgern des Rohstoffeffizienz-Preises 2016.

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2016 verliehen, 17.02.2017

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat am 16. Februar 2017 die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016 in Berlin ausgezeichnet. Preisträger sind die Unternehmen BHS Sonthofen, Rausch-Therm-Stein GmbH, ERK Eckrohrkessel GmbH und Rosswag GmbH sowie die TU Dresden mit dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik.

Das BMWi zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Eine 14-köpfige unabhängige Jury von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wählte aus den eingereichten Bewerbungen fünf Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.
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Zur Pressemitteilung des BMWi zur Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016
Videoclips über Preisträger und Nominierte

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR testet neues System zur Erkundung des Untergrundes, 07.02.2017

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 8. bis 28. Februar 2017 gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, der Universität Köln, dem Institut für Photonische Technologien (IPHT), Jena und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) drei Wochen lang Hubschrauberflüge bei Hildesheim durch. Die Wissenschaftler testen zwei neu entwickelte Flugsonden, die in Zukunft zur Erkundung des Untergrundes bis in eine Tiefe von 1.000 Metern eingesetzt werden sollen.

Im ersten Teil des Vorhabens, vom 8. bis 17. Februar 2017, schleppt der BGR-Forschungshubschrauber „Sikorsky S-76B“ mehrfach eine gemeinsam mit der WWU Münster neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde an einem Seil in ca. 40 Meter Höhe über ein etwa 19 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt. Am Boden befinden sich ein bis zwei Dipolsender vom LIAG und von der Universität Köln. Sie erzeugen das notwendige Quellsignal für die Flugsonde, um die gewünschten Eindringtiefen von bis zu 1.000 Metern zu erreichen. Mit den Testflügen werden die Sensoren weiterentwickelt und die Datenprozesse optimiert.

Vom 20. bis 28. Februar 2017 finden dann weitere Flüge statt. Dabei wird eine andere vom IPHT Jena entwickelte Flugsonde samt Methode zur Bestimmung der magnetischen Eigenschaften des Untergrunds getestet.
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Zur Pressemitteilung Geophysikalische Flugkampagne bei Hildesheim: BGR testet neues System zur Erkundung des Untergrundes

AUV

Wissenschaftler vermessen Meeresboden zentimetergenau, 31.01.2017

Die Meeresforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt erstmals Teile des Meeresbodens im deutschen Lizenzgebiet für polymetallische Sulfiderze im Indischen Ozean zentimetergenau vermessen. Bei ihrer 6-wöchigen Expedition mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN im Rahmen des Explorationsvorhabens INDEX konnten die Wissenschaftler mit Hilfe eines programmierbaren Roboters in bis zu 4.000 Meter Tiefe eine Reihe neuer potenzieller Felder mit Bunt,- Edel- und Spurenmetallen kartieren.

In zwei Fahrtabschnitten untersuchten die BGR-Experten von Port Louis aus mit geologischen und geophysikalischen Methoden den nördlichen Teil des 10.000 Quadratkilometer großen Lizenzgebietes südöstlich von Mauritius. Mit an Bord des Forschungsschiffes waren auch Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung – Senckenberg (Wilhelmshaven) und der Universität Hamburg, die im Auftrag der BGR die Kartierarbeiten unterstützten und Umweltuntersuchungen übernahmen. Erstmals wurden hierbei auch Detailuntersuchungen zur Tiefenausdehnung bekannter sulfidischer Erzvorkommen durchgeführt und der Untergrund seismisch durchleuchtet.

Die exakte Vermessung des Meeresbodens wurde durch den Einsatz des autonomen GEOMAR-Roboters ABYSS ermöglicht. Das Unterwasserfahrzeug kann selbständig den Meeresboden zentimetergenau als geologische Lupe erfassen. Parallel setzten die Wissenschaftler schiffsgeschleppte Kartier- und Sensorsonden ein.
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Zur Pressemitteilung Untersuchungen zu Rohstoffpotenzialen und Umwelteinflüssen: Wissenschaftler vermessen Meeresboden im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean zentimetergenau

Die Teilnehmer des Kick-Off-Meetings in Utrecht

Neue GeoERA beginnt: EU investiert in Geo-Daten und Geo-Projekte, 25.01.2017

Die Europäische Union hat, zusammen mit fast allen europäischen Geologischen Diensten, am 17./18. Januar in Utrecht (Niederlande) eine neue “GeoERA” eingeläutet. Sie unterstützt in den kommenden Jahren mit 10 Millionen Euro den Aufbau einer europäischen Plattform für Geo-Daten und Geo-Projekte. Im Fokus von „GeoERA“ stehen die Bereiche Geo-Energie, Grundwasser, Rohstoffe und Geo-Informationen.

Über eine Internetplattform können Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft in diesem Frühjahr Ideen für Geo-Projekte einreichen. Dazu zählen z. B. Vorschläge zum Grundwasserschutz oder Rohstoffmanagement, die anschließend von den Geologischen Diensten bewertet und nach Möglichkeit umgesetzt werden. Ziel ist es, neue und harmonisierte Informationsangebote über die Landesgrenzen hinweg anzubieten.

Bereits mehr als 40 nationale und regionale geologische Dienste aus über 30 Ländern sind beteiligt.
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Zur Pressemitteilung Neue GeoERA beginnt: EU investiert in Geo-Daten und Geo-Projekte

DERA Rohstoffinformationen (30): Wachstumsraten-Monitor

DERA-Rohstoffmonitor zu weltweit wachsendem Bedarf an Rohstoffen, 23.01.2017

In den vergangenen Jahren führte die Umsetzung materialeinsparender Prozesse, Materialsubstitution und Recycling zu einem verringerten Wachstum der Primärproduktion bei einigen Rohstoffen, beispielsweise Seltenen Erden und Tantal. Aufgrund steigender Lebensstandards vor allem in Schwellenländern und durch den Ausbau von Schlüssel- und Zukunftstechnologien wächst der globale Bedarf bei den meisten Rohstoffen allerdings stetig weiter. Die Wachstumsraten bei einzelnen Rohstoffen und Rohstoffgruppen weichen jedoch deutlich voneinander ab. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Wachstumsraten-Monitor – Entwicklung von Angebot und Nachfrage ausgewählter mineralischer Rohstoffe“ der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Der Wachstumsraten-Monitor stellt die relative Änderung von Produktion und Einsatz von 64 mineralischen Rohstoffen (Metalle und Industrieminerale) zum Vorjahr sowie für ausgewählte zurückliegende Zeitabschnitte bis etwa 1960 dar.
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Zur Pressemitteilung Neuer DERA-Rohstoffmonitor: Weltweit wachsender Bedarf an mineralischen Industrierohstoffen und Hochtechnologiemetallen

Bau eines Brunnens in Marokko

Workshop zu Wasserressourcen im Maghreb, 21.12.2016

Welche Lösungen gibt es, um Wasserstress im Maghreb zu reduzieren? Wie können die knappen Wasserressourcen im Maghreb nachhaltig bewirtschaftet werden? Diese und weitere wichtige Fragen diskutierten etwa 100 Teilnehmer des dritten regionalen Workshops des BGR-Vorhabens „Regionale Zusammenarbeit im Wassersektor im Maghreb“ vom 14. bis 15. Dezember in Hammamet (Tunesien).

Auf der von der BGR und dem Observatoire du Sahara et du Sahel (OSS) organisierten Veranstaltung tauschten sich Experten, Behördenvertreter und Wissenschaftler aus mehr als sieben Ländern der MENA-Region über Erfahrungen und Herausforderungen zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen in der Region aus. Es wurden bewährte Konzepte und neue Methoden für ein verbessertes Grundwassermanagement diskutiert. Als größte Herausforderungen nannten die Experten fehlende bzw. lückenhafte Wasserdaten und ungenaue Kenntnisse zu entnommenen Wassermengen in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Einzugsgebieten der Region. Sie präsentierten neue Modellierungsansätze und Analysen mit Fernerkundungsmethoden über die Entnahmemengen abgeschätzt und quantifiziert werden können.

Ziel des BGR-Vorhabens ist es, in den drei Partnerländern Tunesien, Marokko und Algerien Kapazitäten für ein nachhaltiges Wassermanagement zu stärken. Dafür wird intensiv mit Forschungsinstitutionen, wie z.B. dem Institut National Agronomique de Tunisie (INAT), zusammengearbeitet.
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INSPIRE-konformes Geodatenprodukt jetzt online

INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online, 20.12.2016

Die BGR hat jetzt im Rahmen der gesetzlichen INSPIRE-Umsetzung ihr erstes INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online gestellt. Der Geodatensatz der oberflächennahen Geologie Deutschlands im Übersichtsmaßstab 1:1.000.000 (GK 1000) ist einerseits über das BGR-Produktcenter als Web Map Service (WMS) und GML-Datei verfügbar, andererseits über den BGR-GeoViewer als Karte abrufbar. Entsprechend der INSPIRE-Anforderungen wird die GML-Datei zusätzlich über einen Atom-Feed als Download bereitgestellt. In allen vier Fällen erhält der Nutzer INSPIRE-konforme Informationen zur Stratigraphie (Alter), Genese (Entstehung) und Petrographie (Zusammensetzung) der Gesteine bzw. der geologischen Einheiten. Zusätzlich sind die Verwerfungen/Störungen und Eisrandlagen INSPIRE-konform abgebildet. Die grafische und inhaltliche Umsetzung der verschiedenen Kartenelemente basiert auf der aktuellen INSPIRE-Datenspezifikation Geology (D2.8.II.4_v3.0). Mit INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) möchte die Europäische Union die Nutzung von Geodaten in Europa erleichtern. Durch das Vorhaben wird eine gemeinsame Geodateninfrastruktur geschaffen, um gemeinschaftliche umweltpolitische Entscheidungen zu unterstützen.
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Zum BGR-GeoViewer

Topsoil-Gruppe

Neuer Newsletter, 14.12.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2016 ist erschienen.

Der Zugang zu Wasser im Nahen Osten ist häufig schwierig

BGR organisiert Fachgespräch zur Wasserknappheit im Nahen Osten, 13.12.2016

Der Nahe Osten leidet unter Wasserarmut. Ein hohes Bevölkerungswachstum, der Klimawandel und die aktuelle Flüchtlingskrise verschärfen diese Situation, so dass der Zugang zu Wasser im Nahen Osten häufig zu Konflikten führt. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die BGR daher am 8. Dezember 2016 ein Fachgespräch über Herausforderungen und Lösungsansätze zur Wasserknappheit im Nahen Osten organisiert. An dem Gespräch nahmen über 30 Experten der BGR, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedener Forschungsinstitute teil. Es wurde über Chancen und Risiken von geplanten Megaprojekten sowie über das Poztenzial alternativer Wasserquellen (Wasseraufbereitung und -wiederverwendung) diskutiert. Die Gespräche verdeutlichten, wie wichtig die Lösung der politischen Konflikte für ein nachhaltiges Wassermanagement in der Region ist und welche Handlungsoptionen die Deutsche Zusammenarbeit bei der langfristigen Entwicklung des Wassersektors in den betroffenen Ländern hat.
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Energiestudie 2016

BGR-Energiestudie 2016 - steigender Energieverbrauch bei stabilen Reserven, 08.12.2016

Die weltweit wachsende Bevölkerungszahl und die Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards werden auch langfristig einen steigenden Energiebedarf zur Folge haben. Neben dem steigenden Anteil der erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz werden fossile Energien auf absehbare Zeit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur globalen Energieversorgungssicherheit leisten. Dies ist erforderlich, um einerseits den Ausbau der erneuerbaren Energien zu ermöglichen und andererseits den Wechsel im Energiemix ohne Brüche zu vollziehen. So lautet das Fazit der Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die jetzt ihre aktuelle „Energiestudie 2016 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ vorgelegt haben.

„Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle leisten derzeit mit knapp 80 Prozent den größten Beitrag zur Deckung des globalen und deutschen Primärenergieverbrauchs", erläutert BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit. Er verweist weiterhin auf ein zweites wichtiges Ergebnis der Studie: „Das Jahr 2015 war von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Energierohstoffe geprägt. Dabei sind die weltweiten Vorräte weitgehend stabil geblieben aufgrund der noch in vorangegangenen Jahren angeschobenen Explorationsprojekte.“ Damit gibt es aus rohstoffgeologischer Sicht für alle Energierohstoffe, mit Ausnahme des konventionellen Erdöls, weltweit noch große Vorräte.

Deutschland hat mit der „Energiewende“ sowie dem bereits 2012 getroffenen Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie den Umbau der Versorgung mit Primärenergie eingeleitet und hat sich – zuletzt auch mit dem Beitritt zum Pariser Klimaschutzabkommen – den globalen Klimazielen verschrieben.
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Zur Pressemitteilung BGR-Energiestudie 2016: Der globale Energieverbrauch steigt – die Reserven bleiben stabil

EU-Projekt FORAM (Towards a World Forum on Raw Materials)

EU-Weltforum für Rohstoffe: BGR ist beteiligt, 07.12.2016

Die Europäische Union (EU) entwickelt in den kommenden zwei Jahren ein Konzept für ein Weltforum für Rohstoffe. Das neue Forum soll das größte dieser Art werden und in Zukunft UN- und EU-Organisationen, staatlichen Geologischen Diensten, Forschungsinstituten, Verbänden und der Industrie aus allen Kontinenten zum Dialog dienen. Ziel ist es, internationale Kooperationen zu fördern und weltweit bessere Strukturen für eine sichere und gerechte Rohstoffversorgung zu schaffen.

An dem jetzt gestarteten Projekt „FORAM“ (Towards a World Forum on Raw Materials) zum Aufbau des Weltforums ist auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt. Sie wird ihr rohstoffwirtschaftliches und geowissenschaftliches Fachwissen sowie ihre internationalen Kontakte im Bergbausektor einbringen, um Rohstoffthemen auf die Agenda des Projektes zu setzen und die Entwicklung des Forums voranzutreiben. Dazu zählen zum Beispiel Herausforderungen bei transparenten Lieferketten und Erfahrungen mit internationale Initiativen für eine verantwortungsvolle Gewinnung von Rohstoffen.
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Zur Pressemitteilung Sichere und gerechte Rohstoffversorgung: EU bereitet Weltforum für Rohstoffe vor – BGR ist beteiligt

Modernisierung der deutschen Antarktis-Station abgeschlossen, 05.12.2016

Die im vergangenen Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten der deutschen Antarktis-Station Gondwana in der Terra Nova-Bucht sind abgeschlossen. Alle neu installierten Systeme konnten jetzt erfolgreich in Betrieb genommen werden. Mit einer neuen Haustechnik, besseren sanitären Einrichtungen, Solarpanelen, einer neuen Seewasser-Aufbereitungsanlage und einer biologischen Abwasserreinigung ist die Station der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nun umwelttechnisch und energetisch auf dem neusten Stand.

So sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert. Die Gondwana-Station kann in diesem Zustand mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen genutzt werden.
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Zur Pressemitteilung Polarforscher kehren von Expedition zurück: Modernisierung der deutschen Antarktis-Station jetzt abgeschlossen

Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia)

Auftakt der Zusammenarbeit mit Somalia, 05.12.2016

Im Verlauf des Bürgerkriegs sind in Somalia alle wesentlichen Strukturen des Rohstoffsektors zusammengebrochen. Investoren haben sich zurückgezogen, institutionelles Wissen ist verloren gegangen. Daher unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) seit diesem Jahr das somalische Ministerium für Petroleum und Mineralische Rohstoffe (MPMR) beim nachhaltigen Wiederaufbau des somalischen Rohstoffsektors. Dafür werden in einem ersten Schritt Mitarbeiter des MPMR ausgebildet und geologische Informationen gewonnen. Entsprechend hat die BGR im Auftrag des BMZ Ende November eine erste Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia) durchgeführt. Mitarbeiter aus der IT-Abteilung des MPMR wurden im Management von seismischen Daten auf Grundlage einer Spezialsoftware ausgebildet. Diese Trainingsmaßnahme stellte den Auftakt der Zusammenarbeit zwischen der BGR und MPMR dar. Weitere Trainings sollen Anfang 2017 folgen.
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Rohstoffsituationsbericht 2015

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2016

Ist die Rohstoffversorgung für den Industriestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 572 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, insbesondere Steine und Erden (vor allem Sand, Kies, gebrochene Natursteine) sowie Kali- und Steinsalz und weitere Industrieminerale gefördert. „Diese heimischen Rohstoffe sind eine wichtige Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur sowie für die Bauindustrie, chemische Industrie und die Papier-, Glas- und Gussindustrie. So werden beispielsweise heimische Quarzrohstoffe für den Bau von Windkraftanlagen benötigt – sowohl zur Herstellung der Fundamente als auch der Rotorblätter, die aus glasfaserverstärkten Kunstoffen mit einem Quarzanteil von etwa 70 Prozent bestehen“, erläutert Dr. Volker Steinbach, Leiter der Abteilung „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“ in der BGR.

Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 187,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 9,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 4,2 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Der Wert der heimischen Rohstoffproduktion lag bei insgesamt 13,4 Milliarden Euro und damit knapp unterhalb des Vorjahresniveaus (13,5 Milliarden Euro).

Deutschland bleibt weiterhin bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert weiterhin von niedrigen Rohstoffpreisen

Dr. Kristine Asch (Foto Mitte) mit den afrikanischen Partnern bei der Veranstaltung in Ibadan

GIRAF-Netzwerk in afrikanische Hände übergeben, 01.12.2016

Das von der BGR unterstützte Netzwerk für geowissenschaftliche Informationen in Afrika, „Geoscience InfoRmation in AFrica" (GIRAF), wird künftig in Verantwortung der afrikanischen Partnerorganisationen weitergeführt. GIRAF wurde 2009 in Windhoek gegründet und seitdem von der BGR-Expertin für geologische Informationen, Dr. Kristine Asch, koordiniert. Bei einer feierlichen Zeremonie im Rahmen des 26. Colloquium of African Geology (CAG26) in Ibadan (Nigeria) übergab Dr. Asch die Aufgabe an Ibrahim Shaddad, Direktor des African Mineral and Geosciences Centre in Dar es Salaam (Tansania). Dort wird das neue GIRAF-Büro stationiert sein. GIRAF hat ca. 400 Mitglieder aus mehr als 30 afrikanischen und 12 außerafrikanischen Ländern. Ziel des Netzwerkes ist es, die Umweltbedingungen und wirtschaftlichen Lebensumstände in Afrika durch den Einsatz von Informationstechnologien, die auf geowissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, zu verbessern. „Wissensbasierte Geoinformationen sind wichtiger denn je, gerade in Afrika. In diesem Zusammenhang hat das GIRAF-Netzwerk mit seinen engagierten Mitgliedern hervorragende Zukunftsaussichten und wird insbesondere in Bezug auf Geologie und Geoinformation in Afrika eine immer wichtigere Rolle spielen“, so Dr. Asch. GIRAF wurde seit Initiierung vorrangig durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die BGR, die UNESCO Nairobi, die Geological Society of Africa, Australian Aid, das United Nations Development Programme, die Kommission für Geowissenschaftliche Information (CGI) der International Union of Geological Sciences (IUGS) und zahlreiche weitere Organisationen unterstützt.
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DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz (4.v.l) diskutiert mit Experten.

BGR auf Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz, 24.11.2016

Auf der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Düsseldorf mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat der Leiter der DERA in der BGR, Dr. Peter Buchholz, heute die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“ vorgestellt. Die Auftragsstudie leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der zukünftigen Rohstoffnachfrage. Dazu wurden 42 Zukunftstechnologien im Detail betrachtet und in einem Szenario mit Blick auf den Rohstoffbedarf dieser Technologien im Jahr 2035 analysiert. Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen. Immer wichtiger werden daher für die von Importen abhängige deutsche Wirtschaft Ausweichstrategien für eine Absicherung der Rohstoffversorgung. Schwerpunktthemen der dreitägigen Konferenz, an der auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel teilnahm, waren die nachhaltige Entwicklung der Rohstoffwirtschaft sowie der aktuelle Stand der deutsch-russischen Energie- und Rohstoffpartnerschaft.
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Verschiffung von Bleibarren am Hafen von Port Pirie (South Australia)

Neues DERA-Handbuch zu Australien, 16.11.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt das Handbuch „Mineralische Rohstoffe in Australien – Investitions- und Lieferpotenziale“ veröffentlicht. Australien zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Erde und bietet im Rohstoffsektor vielseitige Kooperationspotenziale für deutsche Unternehmen.

Das Land könnte sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Handelspartner für zahlreiche Rohstoffe und Zwischenprodukte für Schlüssel- und Zukunftstechnologien entwickeln. Derzeit ist Australien der weltweit wichtigste Lithiumproduzent, vor Chile und Argentinien. 42 % der weltweiten Lithiumförderung stammten 2015 aus der Lagerstätte Greenbushes in Western Australia. Bei Antimonkonzentrat beliefen sich die australischen Exporte im Jahr 2015 auf 18.900 Tonnen. Damit ist Australien der weltweit größte Nettoexporteur von Antimonkonzentrat, vor Tadschikistan und Myanmar sowie der wichtigste Antimonproduzent außerhalb Chinas.
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Zur Pressemitteilung Neues DERA-Handbuch zu Australien: Hohes Rohstoffpotenzial für Zukunftstechnologien




Teilnehmer des Grundwassertrainings im Tschad.

Neues Konzept für Grundwassertraining erfolgreich im Tschad angewendet, 11.11.2016

Im Rahmen des TZ-Projektes “Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission” hat die BGR gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (CBLT) vom 31. Oktober bis 04. November 2016 in N’Djamena (Tschad) ein neu konzipiertes Grundwassertraining durchgeführt. Das Konzept basiert auf dem vom TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ zusammen mit weiteren afrikanischen Partnern erstellten Trainingsmanual „Integration of Groundwater Management into Transboundary Basin Organizations in Africa“. Das Besondere: Der modulare Aufbau des Trainingsmanual erlaubte der CBLT im Vorfeld speziell auf ihr Aufgabenportfolio zugeschnittene Themen zu bestimmen, so das ein direkter Bezug zu der täglichen Arbeit der Teilnehmer hergestellt werden konnte. Das Trainingskonzept wurde nach der offiziellen Vorstellung auf der „African Water Week“ im Juli 2016 nun erstmals in einem TZ-Projekt in Afrika angewendet. Die 25 Teilnehmer der Tschadseebeckenkommission lernten in dem fünftägigen Training eine Vielzahl von grundwasserrelevanten Themen und formulierten zudem Handlungsempfehlungen für die CBLT und ihre Mitgliedsstaaten für ein verbessertes Grundwassermanagement.
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Mehrere BGR-Experten tauschten sich mit Dr. Amer Afaq (Mitte) aus.

Neues Projekt mit Pakistan, 09.11.2016

Zum Auftakt eines zweijährigen Projektes mit der Islamischen Republik Pakistan besuchte der Generaldirektor der Partnerbehörde, Dr. Amer Afaq, vom 07. bis 08. November 2016 die BGR. Dr. Amer Afaq leitet die Behörde für Katastrophenmanagement (Provincial Disaster Management Authority, PDMA) der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) mit der die BGR das Projekt „Promoting Resilience of Khyber Pakhtunkhwa against Natural Disaster Impacts“ durchführen wird. Es handelt sich um ein Projekt der technischen Zusammenarbeit, mit dem die fachlichen Voraussetzungen der PDMA zur Umsetzung eines präventiven Naturkatastrophen-Risikomanagements gestärkt werden sollen. Im Rahmen seiner Reise besucht Dr. Amer Afaq auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
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Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft, 07.11.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) beteiligen sich an der Veranstaltungsreihe „5. November der Wissenschaft" in Hannover. In Vorträgen und Präsentationen berichten Geo-Experten aus den drei Einrichtungen über wichtige Forschungsergebnisse und spannende Expeditionen.

Von der ungewöhnlichen Arbeit eines BGR-Polarforschers in Schnee und Eis, weitab von jeder Zivilisation, erzählt der Vortrag „Forschung im Eis – Erlebnisse aus der Arktis und der Antarktis“ am 8. November um 17.15 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum A 310).

Am 9. November findet ab 13.30 Uhr im GEOZENTRUM Hannover (Großer Sitzungssaal) ein ›Leibniz-Tag‹ statt. Dazu hat das LIAG renommierte Wissenschaftler eingeladen, die u. a. über Zukunftsperspektiven in der Geothermie- sowie der Grundwasserforschung referieren.

„Die Ohren und Nase der Welt – wie unerlaubte Atomtests und andere Ereignisse aufgespürt und entdeckt werden“ heißt ein Vortrag am 14. November um 17.30 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 442). Darin schildert ein BGR-Seismologe, wie das internationale Kernwaffenteststoppabkommen überwacht wird.

Welche Rohstoffe für den Ausbau der Erneuerbaren Energien benötigt werden, warum Bodendaten bei der Planung von Stromtrassen eine wichtige Rolle spielen oder welche Auswirkungen der Klimawandel auf Wasser und Boden in der Region Hannover hat – Antworten auf diese Fragen liefern Experten der BGR und des LBEG in einer Vortragsreihe am 16. November 2016 um 18 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 142).
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Zur Pressemitteilung Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft




BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel eröffnete den Workshop

80 Experten diskutierten künftigen Copernicus-Dienst, 04.11.2016

Die Vision eines supra-nationalen Bodenbewegungsdienstes war Thema des zweitägigen Workshops „Supra-National Ground Motion Service“, der auf Initiative der BGR jetzt im GEOZENTRUM Hannover stattfand. 80 Experten aus 16 Nationen diskutierten über Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Realisierung dieser Idee im Rahmen des „Copernicus“-Programms der EU. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche wie z.B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder die Folgen von Erdbeben besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen. Vereinbart wurde, dass kurzfristig in den Teilnehmerländern des „Copernicus“-Programms, darunter auch Deutschland, entsprechende Initiativen eingeleitet werden. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums, der ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung, von Geologischen sowie Geodätischen Diensten teil. Eröffnet wurde der Workshop durch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel.
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Salzförderung unter Tage

Neuer Newsletter, 31.10.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2016 ist erschienen.

CPRM-Präsident Dr. Eduardo Jorge Ledsham (Foto Mitte) und Dr. Peter Buchholz (Foto rechts), Leiter der DERA, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

BGR schließt Kooperation mit Geologischem Dienst von Brasilien, 24.10.2016

Die BGR hat jetzt mit dem Geologischen Dienst von Brasilien, CPRM (Companhia de Pesquisa e Recursos Minerais), eine enge Kooperation auf dem Gebiet der Erkundung mineralischer Rohstoffe vereinbart. Die Kooperationsvereinbarung umfasst für die Dauer von fünf Jahren mehrere Projekte. Bereits im November werden gemeinsame Geländearbeiten der beiden geologischen Dienste im brasilianischen Bundesstaat Rondônia stattfinden. Untersucht werden sollen insbesondere Zinn-, Tantal- und Wolfram-Lagerstätten. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand am Rande des „24th World Mining Congress – Mining in a World of Innovation“ in Rio de Janeiro statt. Dr. Eduardo Jorge Ledsham, Präsident der CPRM, empfing die BGR-Delegation mit dem Leiter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) der BGR, Dr. Peter Buchholz, in der CPRM-Niederlassung in Rio de Janeiro. An der feierlichen Zeremonie nahmen auch der Wirtschaftsattaché der Deutschen Botschaft sowie hochrangige politische Vertreter teil.
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Die schwierigen arktischen Bedingungen stellen hohe Anforderungen an die Logistik und die Sicherheitsvorkehrungen für Mensch und Umwelt

Studie der BGR zu Rohstoffpotenzialen im Arktischen Ozean, 20.10.2016

Der Arktische Ozean verfügt über ein noch weitgehend unbekanntes Potenzial an Rohstoffen. Trotz des geringen geologischen Erkundungsstandes haben die Anrainerstaaten ihre hoheitlichen Ansprüche auf derzeit noch internationale Gewässer bereits nachdrücklich geltend gemacht. In ihrer neuesten Ausgabe der Commodity TopNews „Der Arktische Ozean aus rohstoffwirtschaftlicher und völkerrechtlicher Sicht“ beleuchtet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die aktuelle Situation zu mineralischen und Energie-Rohstoffen unter dem arktischen Meeresboden sowie den völkerrechtlichen Status des Nordpolarmeeres.
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Zur Pressemitteilung

Natriumchlorid (in weiß) und Kaliumchlorid (in rosa)

Neue BGR-Studie: Salz ist auch für die Industrie unverzichtbar, 18.10.2016

Wofür brauchen wir Steinsalz – nur zum Salzen oder gibt es auch noch andere Verwendungen? Was ist so besonders an deutschen Kalisalzen? Warum gibt es in Deutschland Salz nicht nur an der Küste, sondern auch in den Alpen? Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Salz als Industrieprodukt beschäftigt sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer neuen Broschüre „Salze in Deutschland“.

Auf 103 Seiten informiert die BGR-Studie über die Gewinnung, Nutzung und wirtschaftliche Bedeutung dieser Industriemineralgruppe. Fazit: Salze gehören zu den wichtigsten heimischen mineralischen Rohstoffen. Jeder braucht sie im täglichen Leben. „Steinsalz kennt jeder – es ist ‚das Salz in der Suppe‘. Doch wer weiß schon, dass Salze zur Herstellung vieler Produkte unverzichtbar sind“, so Dr. Harald Elsner, Autor der BGR-Studie.

Beispiel Landwirtschaft: Ohne den Einsatz von mineralischen kali- oder magnesiumhaltigen Düngemitteln – produziert aus deutschen Kalisalzlagerstätte – wäre die heutige Landwirtschaft nicht denkbar. Auch im ökologischen Landbau sind Düngemittel auf mineralischer Salzbasis zugelassen. Beispiel Lebensmittelindustrie: Praktisch kein Lebensmittel in Deutschland wird ohne Verwendung von Salz hergestellt. Ob bei der Verarbeitung von Fleisch oder Käse, der Herstellung von Wurstwaren oder salzigen Backwaren, der Konservierung von Fisch oder Gemüse sowie der Produktion von Suppen, Soßen oder Fertiggerichten – überall wird Salz benötigt. Beispiel chemische Industrie: Soda – aus Steinsalz produziert – ist der Grundstoff für alle Wasch- und Reinigungsmittel. Chlor – ebenfalls aus Steinsalz gewonnen – wird beispielsweise zur Herstellung von PVC verwendet, dem Material für Fußbodenbeläge. Auch 85 % aller Medikamente und 96 % der in der Landwirtschaft verwendeten Pflanzenschutzmittel basieren auf Chlorchemikalien. Ihr Grundstoff: Steinsalz.

Salz leistet aber auch einen Beitrag zur Energiewende. Das in unseren Solarzellen verwendete Silizium entsteht durch die Umwandlung von Rohsilizium (aus Quarz) mit Hilfe von Chlor (aus Steinsalz).
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Zur Pressemitteilung Das „Salz in der Suppe“ – Neue BGR-Studie: Salz ist auch für die Industrie unverzichtbar

Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Antarktis-Expedition: Suche nach Hinweisen für Entstehung des vereisten Kontinents, 17.10.2016

Die Polarforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) brechen Ende Oktober zu einer vierwöchigen Antarktis-Expedition auf. Im Rahmen der Forschungsreise „GANOVEX XII“ (12. German Antarctic North Victoria Land Expedition) sollen weitere Untersuchungen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Antarktis durchgeführt werden. Die BGR-Wissenschaftler werden dabei von ihren Kollegen aus dem italienischen Antarktisprogramm unterstützt.

Bei der Expedition suchen die Forscher nach weiteren Hinweisen zu Entstehung und Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
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Parallel zur Expedition wird ein Bautrupp wenige Kilometer entfernt in der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ an der Terra Nova-Bucht die im letzten Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten abschließen. Im Rahmen des Programms „MOGS 4“ (Modernization of Gondwana-Station) wird ein Test der neu installierten Systeme (Haustechnik, sanitäre Einrichtungen, neue Generatoren, Solarpanele, Seewasser-Aufbereitungsanlage und biologische Abwasserreinigung) sowie die Bauabnahme durchgeführt. Die „Gondwana“-Station, die von Wissenschaftlern und Technikern während ihrer Expeditionen als Versorgungsstation mit Arbeits- und Aufenthaltsräumen genutzt wird, steht dann der BGR und internationalen Antarktis-Programmen für mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis zur Verfügung.
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Zur Pressemitteilung Neue Antarktis-Expedition und Abschluss der Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler suchen nach weiteren Hinweisen für die Entstehung des vereisten Kontinents

Vertreter der deutsch-kamerunischen Delegation

Deutsch-kamerunische Prüfmission im Norden Kameruns unterwegs, 17.10.2016

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) fand kürzlich eine umfangreiche Projektprüfung für ein neues BGR-Vorhaben im Bereich „Bodenerhalt & Ländliche Entwicklung“ im Norden Kameruns statt. Die zehnköpfige deutsch-kamerunische Delegation, zu der neben Wissenschaftlern und Repräsentanten von Ministerien auch Vertreter der BGR gehörten, besuchte die Regionen Nord und Adamoua und führte intensive Gespräche mit Repräsentanten von Organisationen, Bauernverbänden, Forschungsinstituten und Behörden. In den Gesprächen wurde u. a. von den Betroffenen wiederholt auf die sich verschlechternde Bodenfruchtbarkeit und die erhöhte Niederschlagsvariabilität in der Region Grand Nord hingewiesen. Die Notwendigkeit für gemeinsame bodenkundliche Untersuchungen und Analysen sowie nachhaltige Anpassungs- und Verbesserungsmaßnahmen wurde von allen Teilnehmern auf dem Abschlussworkshop in Kameruns Hauptstadt Yaoundé unterstrichen. Im Nachgang zur Prüfmission wird die BGR einen ausführlichen Projektvorschlag erarbeiten und ein entsprechendes Angebot beim BMZ einreichen. Für das neue Vorhaben zur Beratung zu Bodenwassermanagement und Bodenerhalt in den ländlichen Regionen Nordkameruns sind in den nächsten drei Jahren drei Millionen Euro vorgesehen.
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Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR-Hubschrauber in Südspanien im Einsatz, 13.10.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird Messflüge mit ihrem Forschungshubschrauber über den südspanischen Tagebergbaugebieten Aznalcollar und Tharsis innerhalb des BGR-Projekts HYPGEO durchführen. In diesem Projekt sollen neue Verfahren aus der Hyperspektralfernerkundung (HYP) und der Geophysik (GEO) zur Exploration mineralischer Rohstoffe kombiniert werden. Für die BGR sind gleich zwei Fachbereiche („Gefährdungsanalysen, Fernerkundung“ und „Geophysikalische Exploration – Technische Mineralogie“) beteiligt. Die Firma Supracon AG aus Jena ist vor Ort für die Messsondentechnik verantwortlich.

Die Hubschrauberflüge werden vom Feldflughafen La Juliana, südwestlich von Sevilla, aus unternommen. Der Zeitrahmen der Flüge über dem Gebiet Aznalcollar wird sich voraussichtlich vom 17. Oktober bis zum 21. Oktober 2016 erstrecken. Das zweite Untersuchungsgebiet um Tharsis wird voraussichtlich vom 24. Oktober bis zum 28. Oktober 2016 beflogen. Die Messzeiten über den Gebieten können sich aus technischen Gründen leicht verschieben.
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Zur Pressemitteilung Erkundung mineralischer Rohstoffe: BGR-Hubschrauber in Südspanien im Einsatz

Flusslandschaft im wüstenhaften Iran

BGR und Irans Geologischer Dienst unterzeichnen Erklärung über Zusammenarbeit, 05.10.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Geologische Dienst des Iran (GSI) haben im Rahmen der deutsch-iranischen Wirtschaftskommission unter Leitung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Teheran die Wiederaufnahme ihrer früheren Zusammenarbeit auf dem Geosektor vereinbart. Die beiden Geologischen Dienste wollen künftig auf verschiedenen geowissenschaftlichen Arbeits- und Forschungsfelder kooperieren. Dazu gehören u.a. die Bereiche Energierohstoffe und mineralische Rohstoffe sowie die Georessourcen Wasser und Boden. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich aus einer Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran neue Chancen, wie auch eine BGR-Kurzstudie aus dem Mai 2016 zeigt. Die Ausgabe 49 der „Commodity Top News“ der BGR präsentiert unter dem Titel „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran und zeigt zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor auf.
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Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis gestartet

Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis gestartet, 05.10.2016

Am 05. Oktober ist die Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016 gestartet. Mit dem Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) seit 2011 Unternehmen und Forschungseinrichtungen für herausragende rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 18. November 2016. Der Preis wird im Rahmen der BMWi-Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im Februar 2017 in Berlin verliehen. Innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign, der Rohstoffgewinnung und der Rückgewinnung von Wertstoffen sowie praxisorientierte Forschungsergebnisse haben in diesem Wettbewerb hervorragende Chancen.
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Zu den Teilnahmebedingungen

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR testet neue Flugsonde bei Hildesheim, 28.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) aus Jena und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ab dem 28. September 2016 für zwei Tage Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird eine zweite im Projekt „Deep Electromagnetic Sounding for Mineral Exploration” (DESMEX) neu entwickelte Flugsonde, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Seil in 40 bis 100 Metern Höhe über Grund geschleppt wird, erstmalig eingesetzt.

Bei diesen Funktionstests sollen zunächst am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie weitere Flugtests durchgeführt werden. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Dafür wird das Signal eines 2 km langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.
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Zur Pressemitteilung Erkundung von Rohstoffen aus der Luft: BGR testet neue Flugsonde bei Hildesheim

Die BGR hat ihren Hauptsitz in Hannover

Unabhängige Forschung: BGR weist Vorwürfe zu CO2-Projekt zurück, 13.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) weist Vorwürfe in Beiträgen des NDR, des WDR und der Süddeutsche Zeitung zu einem Projekt zur „Sicheren Speicherung von CO2“ zurück. In den drei Medien wurde Ende der vergangenen Woche berichtet, dass das so genannte „Stability-Projekt“ der BGR unter Einflussnahme eines Industrieunternehmens umgesetzt worden sei.

Zu den Vorwürfen nimmt die BGR wie folgt Stellung:

Beim „Stability-Projekt“ hat die BGR von 2007 bis 2010 erste Vorschläge zu Anforderungen an Speicherstandorte sowie zur Sicherung und Überwachung von CO2-Speichern erarbeitet. Bei dem Projekt handelte es sich um ein Drittmittelprojekt. Das Handeln der BGR war und ist im Einklang mit den Bestimmungen der Bundesregierung erfolgt (s.u. Konzept einer modernen Ressortforschung der Bundesregierung). Das Stability-Projekt wurde aus Haushaltsmitteln der BGR und Mitteln eines Unternehmens finanziert. Mit den vom Unternehmen eingebrachten finanziellen Mitteln wurden zusätzlich zum Stammpersonal der BGR zwei wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt. Diese Mitarbeiter wurden aufgrund ihrer Qualifikation und erworbenen Berufserfahrung ausgewählt. Die Dienst- und Fachaufsicht für das eingestellte Personal oblag allein der BGR. Abordnungen von Mitarbeitern des Unternehmens an die BGR hat es nicht gegeben. Weitere Infos finden Sie in der Pressemitteilung der BGR (s.u.).
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Welt-Jahresverbräuche (Statische Reichweiten) auf Basis von Reserven und Ressourcen für die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran

Fakten zu Energierohstoffen seit 40 Jahren, 06.09.2016

Im zukünftigen Energiemix Deutschlands sollen die erneuerbaren Energien die fossilen Energierohstoffe ersetzen. Doch noch decken Erdöl, Erdgas und Kohle rund 80 Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs ab. Mit der Energiestudie möchte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auch weiterhin die Neuausrichtung der Energieversorgung durch die Bereitstellung von Sachinformationen unterstützen.

Der Kurzbericht „Die Energiestudie der BGR: Fakten zu Energierohstoffen seit 40 Jahren“ (Commodity TopNews, Ausgabe 51) greift beispielhaft wichtige Entwicklungen aus dem Energierohstoffsektor auf. Die BGR veröffentlicht jährlich in ihrer Energiestudie in komprimierter Form  Informationen über die weltweite Verfügbarkeit der nicht-erneuerbaren Energierohstoffe sowie  der erneuerbaren Energien.
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Der ägyptische Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Mohamed Abdel Aty Sayed Mohamed, erläutert die Herausforderungen seines Landes zum Thema Wasserressourcen auf der BGR-Veranstaltung

BGR auf der Weltwasserwoche in Stockholm, 06.09.2016

Die BGR hat mit drei Veranstaltungen an der diesjährigen „Weltwasserwoche“ vom 28. August bis 2. September 2016 in Stockholm teilgenommen. Die vom Stockholm International Water Institute (SIWI) ausgerichtete Konferenzreihe stand diesmal unter dem Thema „Water for Sustainable Growth“. Das Sektorvorhaben (SV) „Politikberatung Grundwasser“ führte zwei Seminare zu den Themen „Preventing seawater intrusion for sustainable growth in coastal zones” und „Seeking answers to the MENA water crisis” sowie gemeinsam mit dem SV „Rohstoffe & Entwicklung“ ein Seminar zum Thema „Water and Mining“ durch. Alle drei Seminare stießen bei den Teilnehmern der Weltwasserwoche auf eine positive Resonanz.
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Zu den BGR-Veranstaltungen auf der Weltwasserwoche 2016



Der BGR-Hubschrauber mit Sonde

BGR testet neue Flugsonde in Thüringen, 05.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität zu Köln vom 6. bis zum 9. September 2016 Testflüge südöstlich der Stadt Schleiz in Thüringen durch. Dabei wird eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eingesetzt, die vom Forschungshubschrauber der BGR „Sikorsky S-76B“ per Seil in ca. 40 Meter Höhe über dem Erdboden geschleppt wird.

Die Erprobungsflüge finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden. Das Verfahren soll in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Weitere Verbundpartner sind die Universität Freiberg, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena sowie die Firmen Supracon (Jena) und Metronix (Braunschweig). Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie begleitet das Projekt.
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Oberflächenruptur des Erdbebens von 1983 am Bora Peak in Idaho, USA

Neuer Newsletter, 31.08.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2016 ist erschienen.

BGR-Stand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

BGR präsentierte sich beim „Tag der offenen Tür“ in Berlin, 29.08.2016

100.000 Besucher erlebten am Wochenende den „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“. Mit dabei auch die BGR, die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jeweils mit einem eigenen Stand präsentierte. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im BMZ auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, der sich über die aktuelle Situation in den BGR-Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit unterrichten ließ. Auf dem BGR-Stand im BMWi präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen.
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BGR-Stand auf dem Internationalen Geologen Kongress (IGC)

35. Internationaler Geologen Kongress ist eröffnet, 29.08.2016

In Kapstadt (Südafrika) ist der 35. Internationale Geologen Kongress (IGC) eröffnet worden. Auch die BGR beteiligt sich unter Leitung von Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel an der bis zum 04. September dauernden Veranstaltung, zu der 6.000 bis 8.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet werden. In Vorträgen und Workshops sowie mit Poster-Beiträgen informieren die BGR-Experten über ihre aktuellen Forschungsarbeiten. Außerdem ist die BGR auf der Geo-Expo mit einem eigenen Stand vertreten und unterstützt die vom Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisierte Bewerbung Deutschlands um die Ausrichtung des übernächsten Geologen-Kongresses im Jahr 2024.
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Teilnehmer des Planungsworkshops in Yaoundé (Kamerun)

Workshop zu neuem Projekt in Kamerun, 18.08.2016

Die BGR hat in der vergangenen Woche in Yaoundé (Kamerun) einen Planungsworkshop zum neuen Vorhaben „Informationen zu Georessourcen mit Schwerpunkt Boden für die Raumordnungsplanung in den Regionen Nord und Südwestkamerun“ durchgeführt. An dem Workshop nahmen mehr als sechzig Vertreter beteiligter afrikanischer Partnerbehörden und wissenschaftlicher Institute teil. Die BGR-Experten Dr. Einar Eberhardt, Andreas Bahr und Dr. Michael Fuchs (per Skype) informierten über die Arbeitsschwerpunkte des interdisziplinären Projektes. Dazu zählen Bodenkartierungen, Datenbankmanagement und digitale Höhenmodelle. In vier Arbeitsgruppen wurde mit den Partnerinstitutionen die operative Planung abgestimmt.

Mit dem Vorhaben werden Maßnahmen der kamerunischen Regierung unterstützt, bessere Grundlagen für die Raumordnungsplanung auf regionaler und nationaler Ebene zu schaffen. Insbesondere geht es dabei um die Ermittlung und Analyse von geowissenschaftlichen Daten für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in Nord- und Südwest-Kamerun.
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Teilnehmer des Workshops in N'Djamena (Tschad)

Austausch zum Tschadseebecken, 18.08.2016

Technische Experten aus fünf Mitgliedsstaaten der Tschadseebeckenkommission (Kamerun, Niger, Nigeria, Tschad und der Zentralafrikanische Republik) sind einer Einladung der Kommission und der BGR gefolgt, in N'Djamena (Tschad) Informationen zur Überwachung des Grundwassers und der Kartographie für das Tschadseebecken auszutauschen.

Der zweitägige Workshop wurde im Rahmen des Projekts zur Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission am 15. und 16. August 2016 durchgeführt und offiziell vom Exekutivsekretär der Tschadseebeckenkommission eröffnet. Gemeinsam mit Experten der Tschadseebeckenkommission und der BGR diskutierten die Teilnehmer Möglichkeiten zur Erstellung hydrogeologischer Karten und Auswahlkriterien für Datenlogger, um Datenerhebungsprozesse zu harmonisieren. Es wurde vereinbart, alle verfügbaren Daten für das Tschadseebecken zusammenzuführen.
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Kernbild Scharnhorst

Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen, 11.08.2016

Im Auftrag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird ab dem 15. August 2016 nordwestlich von Söhlde-Hoheneggelsen (Landkreis Hildesheim) eine 200 Meter tiefe Forschungsbohrung abgeteuft.

Mit der von einem Unternehmen durchgeführten Bohrung verschafft sich die BGR neue Informationen über den Aufbau und die Struktur des Untergrundes im Raum Hoheneggelsen. Die Arbeiten sind Teil eines umfangreichen Forschungsprogramms, in dessen Rahmen die BGR ein 3D-Modell des geologischen Untergrundes von Norddeutschland erstellt. Bei Hoheneggelsen werden Gesteine aus der Kreide- und Jurazeit erbohrt. Es wird untersucht, aus welchem Material diese verschiedenen Schichten bestehen und welches exakte geologische Alter sie haben. Die Bohrungen stehen nicht im Zusammenhang mit der ehemaligen Sonderabfalldeponie südlich von Hoheneggelsen. Mit den Arbeiten sollen geologischen Grundlagendaten erhoben werden.
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Zur Pressemitteilung Landkreis Hildesheim: BGR-Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen
Zum Film Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen



Teilnehmer des Grundwassertrainings

„Grundwasser“ auf der Africa Water Week, 28.07.2016

Die BGR war auf der 6. Africa Water Week (AWW) vom 18. – 22. Juli in Dar es Salaam, Tansania, mit zwei Veranstaltungen vertreten. Im Rahmen des TZ-Projektes „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ veranstaltete sie gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (LCBC) ein Side Event, um über die Grundwassersituation im Tschadseebecken zu informieren. In vier Vorträgen wurden unterschiedliche Aspekte zum Thema Grundwassermanagement präsentiert: Hydrogeologische Grundlagen, Herausforderungen und regionale Ansätze für das Grundwassermanagement sowie die Auswirkungen der Flüchtlingsströme in der Region auf die Vegetation. Zusätzlich wurde durch das TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ gemeinsam mit dem Afrikanischen Grundwassernetzwerk (AGW-Net) ein eintägiges „Schnuppertraining“ organisiert. Dabei wurde das gemeinsam erstellte Trainingshandbuch „Integration of Groundwater into the Management of Basin Organisations in Africa“ Entscheidern aus nationalen Ministerien und Gewässerorganisationen vorgestellt, um Interesse an weiteren Trainings zu wecken und das Trainingshandbuch zu verbreiten. Anschließend absolvierten Mitarbeiter des mittleren Managements aus nationalen Ministerien und Gewässerorganisationen das eintägige Training, darunter auch Counterparts aus den BGR-Projekten mit dem Observatoire du Sahara y du Sahel (OSS), der LCBC und Projektpartner aus Namibia und Sambia.

Die „Africa Water Week“ ist die höchstangelegte Zusammenkunft auf ministerieller Ebene im Wassersektor in Afrika und wird vom African Minister‘s Council on Water (AMCOW) organisiert. AMCOW hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit, Sicherheit, soziale und ökonomische Entwicklung sowie Armutsreduzierung in den Mitgliedsstaaten durch ein geeignetes Wasser- und Sanitärmanagement zu verbessern. Die beiden Side Events konnten zu einer prominenten Platzierung des Themas Grundwasser in diesem Kontext beitragen.
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Dr. Christian Reichert leitet die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston

BGR-Experte erneut in internationales Fachgremium gewählt, 26.07.2016

Dr. Christian Reichert, Leiter des BGR-Fachbereichs für Marine Rohstofferkundung, wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston, Jamaika, für weitere 5 Jahre in die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) der IMB gewählt. Dr. Reichert ist seit 2008 in der LTC tätig und leitet dieses Gremium seit 2015. Die LTC ist ein 30-köpfiges Beratungsgremium, das dem Rat der IMB umfassend zuarbeitet. Zu den vielfältigen Aufgaben der Kommission gehören unter anderem die Erstellung der Regularien für künftigen Tiefseebergbau in den Meeresbodengebieten, die jenseits nationaler Rechtshoheit liegen, die Begutachtung von Anträgen auf Erkundungslizenzen und die Überwachung der Explorationslizenznehmer. Deutschland selbst besitzt zwei Explorationslizenzen, in deren Rahmen die Vorkommen von Manganknollen (enthalten Kobalt, Nickel, Kupfer) im Zentralpazifik sowie von marinen Massivsulfiden (hier: Bunt- und Edelmetalle sowie wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Selen und Tellur) im Indischen Ozean von der BGR untersucht werden.
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Commodity TopNews, Ausgabe 50

Kurzbericht zu mineralischen Rohstoffen für die Energiewende, 25.07.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in dem Kurzbericht „Mineralische Rohstoffe für die Energiewende“ (Commodity TopNews, Ausgabe 50) Fakten zum spezifischen Rohstoffbedarf für Erneuerbare-Energietechnologien sowie die damit verbundenen Herausforderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten zusammengestellt.

Für die Bereitstellung Erneuerbarer-Energietechnologien, wie z. B. Windkraftanlagen oder Photovoltaik, sind mineralische Rohstoffe von großer Bedeutung. Eine sichere und nachhaltige Versorgung mit diesen Rohstoffen trägt zum Gelingen der Energiewende bei.

Der prognostizierte erhöhte Bedarf von spezifischen Rohstoffen für diese Technologien und die hohe Angebotskonzentration auf wenige Produktionsländer können bei vielen dieser Rohstoffe allerdings zu erhöhten Lieferrisiken führen.
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Zur Pressemitteilung Kurzbericht: Mineralische Rohstoffe für die Energiewende



BGR Report in englischer Sprache

BGR Report jetzt auch auf Englisch, 19.07.2016

Der aktuelle BGR Report ist ab sofort auch auf Englisch erhältlich. Er gibt wie die deutschsprachige Ausgabe Einblicke in die vielseitigen Arbeiten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Das Spektrum reicht über Endlagerung, Boden, Grundwasser und Rohstoffe bis hin zu den Themen Technische Zusammenarbeit und Georisiken. Interviews mit Wissenschaftlern, z. B. zum Rohstoffmonitoring der Deutschen Rohstoffagentur in der BGR oder zur Tiefen Geothermie runden den BGR Report ab.

Der BGR Report ist gedruckt und digital auf CD-ROM erschienen. Beide Ausgaben sind kostenlos unter Vertrieb@bgr.de.de erhältlich.
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BGR Report Englisch
BGR Report Deutsch


von links: Katrin Roth (Land der Ideen Management GmbH), Nico Adam (DLR), Dr.-Ing. Thomas Lege (BGR), Jürgen Zaiser (Deutsche Bank) und Prof. Dr. Richard Bamler (Direktor des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung)

Land der Ideen: Kartenwerk zu Bodenbewegungen ausgezeichnet, 04.07.2016

Zur besseren Abwehr von Geo-Gefahren in Deutschland erzeugt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt federführend eine bundesweite Bodenbewegungskarte. Das satellitengestützte Kartenwerk hilft bei der Erkennung potenzieller Schadensereignisse, die z.B. durch Bergbauaktivitäten, Erdfälle, Bodensenkungen oder Hangrutschungen verursacht werden können. Jetzt wurde der neue Monitoringdienst, den die BGR mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der TU München entwickelt hat, als Preisträger beim diesjährigen Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2016" geehrt.

„Das Monitoring ermöglicht erstmals eine großräumige Karte aus einem Guss, die millimetergenau Bodenbewegungen darstellt“, erläutert der zuständige BGR-Fachbereichsleiter Dr. Thomas Lege. So können z.B. Gebäude, Straßen oder Brücken, die auf instabilem Grund gebaut sind, identifiziert werden. Das digitale Kartenwerk wird mit Hilfe von GPS-Stationen kalibriert, um die Konsistenz mit anderen Bewegungsmessungen sicherzustellen. Um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, werden die Daten regelmäßig aktualisiert.
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von links: Dr. Wolfgang Scheremet (Leiter der Abteilung Industriepolitik im BMWi) und Prof. Dr. Ralph Watzel (Präsident der BGR) mit der neuen Studie.

Neue Rohstoffstudie veröffentlicht, 04.07.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat am 04.07.2016 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf einer gemeinsamen Fachkonferenz eine neue Forschungsstudie zur Rohstoffnachfrage durch Zukunftstechnologien vorgestellt.

Die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag der DERA erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere für die Rohstoffe Lithium, Rhenium, Terbium und Dysprosium der Bedarf für die untersuchten Zukunftstechnologien im Jahr 2035 mehr als das Doppelte der heutigen globalen Primärproduktion ausmachen wird. Auch bei Germanium, Kobalt, Scandium, Tantal, Neodym bzw. Praseodym wird nach Einschätzungen der Autoren der erwartete Rohstoffbedarf über dem heute produzierten Angebot liegen. „Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen“, so Torsten Brandenburg, Leiter des Arbeitsbereichs Rohstoffwirtschaft der DERA.
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Einmessung eines Beobachtungsbrunnens

Neuer Newsletter, 30.06.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2016 ist erschienen.

Besucher informieren sich in der Ausstellung

MS Wissenschaft war in Hannover zu Gast, 27.06.2016

Auf großes Interesse stieß die Ausstellung auf der "MS Wissenschaft" in Hannover. Drei Tage lang lud das Ausstellungsschiff, das am Mittellandkanalanleger an der Vahrenwalder Straße am Finanzamt festgemacht hatte, zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, begrüßte persönlich die ersten Ausstellungsgäste in Hannover.

Das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" tourt 2016 durch insgesamt 33 Städte Deutschlands. Die Besucher tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten.
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Weitere Informationen zur MS Wissenschaft
Zum Film Die MS Wissenschaft in Hannover


Mit modernsten Geräten können Forscher Schätze ans Tageslicht bringen und erforschen. Wissenschaftler zeigen auf der MS Wissenschaft Miniaturgeräte.

MS Wissenschaft legt in Hannover an, 17.06.2016

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft" legt vom 25. bis 27. Juni 2016 in Hannover an und lädt zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, wird die „MS Wissenschaft" am 25. Juni 2016 um 10.15 Uhr am Mittellandkanal (Höhe Vahrenwalder Straße, am Finanzamt) in Hannover begrüßen. Außerdem steht der Meeresgeologe Dr. Carsten Rühlemann für Erläuterungen zur marinen Rohstoffforschung in der BGR sowie zu den Explorationsarbeiten im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Pazifischen Ozean zur Verfügung.

Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft" tourt 2016 durch 33 Städte im Norden, Westen und Osten Deutschlands. Ausstellungsbesucher gehen auf der „MS Wissenschaft" auf eine Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten. Die Ausstellungsstücke laden zum Entdecken und Ausprobieren ein: Spielerisch können die Besucherinnen und Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und im Tiefseekino entdecken sie, welche Kreaturen in vollkommener Finsternis tausende Meter tief am Meeresgrund leben. Der Eintritt zur Ausstellung auf der „MS Wissenschaft“ ist frei.
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Weitere Informationen zur MS Wissenschaft


Teilnehmer des Workshops in Nouakchott

Workshop zum Bergbausektor in Mauretanien, 09.06.2016

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat die BGR jetzt in Nouakchott (Islamische Republik Mauretanien) einen Planungsworkshop für das Programm der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit „Appui au Sector Extractif en Mauritanie – ASEM“ durchgeführt. Mit dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Programm wird eine Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Diversifizierung im Bergbau Mauretaniens angestrebt. Die BGR unterstützt im Rahmen des Programms beim Aufbau einer besseren Daten- und Informationsbasis über die nichtmetallischen Rohstoffvorkommen des Landes. Der Bergbausektor Mauretaniens ist aktuell stark vom Eisenerzabbau abhängig. Nichtmetallrohstoffe und Industrieminerale werden, mit Ausnahme von Gips, bisher nur sehr wenig abgebaut, bieten aber Potenziale für eine höhere lokale Wertschöpfung. Es handelt sich um das erste Vorhaben der BGR mit der Islamischen Republik Mauretanien.

An dem Workshop in Nouakchott nahmen mehrere Vertreter des mauretanischen Bergbausektors, Ministerien, Behörden, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft teil.
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Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist

Neues Geothermie-Programm mit der Afrikanischen Union, 08.06.2016

Erdwärme aus dem ostafrikanischen Graben könnte mehr als 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) schätzen das geothermische Potenzial der elf Anrainerstaaten auf mehr als 15 Gigawatt. Zum Vergleich: Ein normales Kernkraftwerk produziert in Deutschland etwa ein Gigawatt.

Um dieses enorme Potenzial nachhaltig zu nutzen, unterstützt die BGR jetzt im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit der Afrikanischen Union die Staaten des ostafrikanischen Grabens mit einem neuen Geothermie-Vorhaben. Im Rahmen des Programms beraten BGR-Experten bei der konkreten Umsetzung von Erdwärme-Projekten. Dazu zählen vor allem die Vorerkundung, die Projektplanung und Fortbildungsmaßnahmen.

Das neue Vorhaben knüpft an das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte GEOTHERM-Programm der BGR an, das im Juli 2016 ausläuft. Im Rahmen dieses Vorhabens hat die Bundesanstalt seit 2003 in Afrika geothermische Untersuchungen an Land und aus der Luft vorgenommen, zur Positionierung von Erdwärme-Bohrungen beraten und Weiterbildungen durchgeführt. Dadurch sind beispielsweise in Kenia mittlerweile 627 Megawatt geothermische Leistung installiert. Das ist fast das doppelte der installierten Leistung des Braunkohlekraftwerks Buschhaus bei Helmstedt in Niedersachsen.

Zum Abschluss des GEOTHERM-Vorhabens hat die BGR jetzt noch gemeinsam mit der Afrikanischen Union einen Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen entwickelt. „The African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wird am 14. Juni 2016 während des „East Africa Regional Geothermal Ministerial Meeting“ bei der Afrikanischen Union offiziell vorgestellt und den Regierungen der Mitgliedsstaaten übergeben. Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist.
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Zur Pressemitteilung BGR und Afrikanische Union starten neues Geothermie-Programm: Erdwärme kann in Ostafrika über 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen

Teilnehmer der Studienreise und BGR-Mitarbeiter

Bergbau-Experten aus Lateinamerika informieren sich bei der BGR, 01.06.2016

Die BGR hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) vom 22. bis 27. Mai 2016 eine Studienreise zu Bergbau-Altlasten in Deutschland durchgeführt. Die BGR, die GIZ und CEPAL sind Partner in einem regionalen Projekt zur Förderung der Bergbau-Kooperation in den Andenländern.

An der Studienreise nahmen 20 Vertreter aus acht lateinamerikanischen Staaten teil. Sie informierten sich über Tagebaue, Sanierungs- sowie Renaturierungsprojekte in den historischen Bergbaugebieten der Lausitz (Braunkohle) und Ostthüringen (Uran), an denen die BGR beratend und forschend beteiligt ist. Mitarbeiter der beiden Sanierungsträger (Wismut GmbH und Lausitz-Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) erläuterten den Teilnehmern umfassend ihre Sanierungskonzepte. Dabei lagen die Schwerpunkte auf der Planung, Finanzierung, Nachnutzung und Bürgerbeteiligung bei den Projekten.

Am 27. Mai besuchte die Reisegruppe die BGR in Hannover. Dort besichtigte sie die Labore des Fachbereichs „Geologie der Mineralischen Rohstoffe“ und das seismologische Zentralobservatorium. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, ging in seiner Rede auf die Bedeutung des Bergbaus für Deutschland und Lateinamerika ein und hob die wichtige Rolle der Kommunikation mit der Öffentlichkeit bei Bergbau-Projekten hervor.
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Das Forschungsteam beim Einholen der Drege mit Manganknollen

Manganknollen-Expedition: Wertvolles Rohstoffvorkommen entdeckt, 01.06.2016

Mit vielversprechenden Ergebnissen ist ein Wissenschaftler-Team der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) von einer sechswöchigen Expedition aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Für diese Explorationsarbeiten wurde auch in diesem Jahr das US-amerikanische Forschungsschiff „Kilo Moana“ gechartert. Bei ihrer Erkundung in einem der wirtschaftlich interessantesten Teilgebiete entdeckten die BGR-Experten ein Vorkommen von rund 5 Millionen Tonnen Manganknollen. Für die Untersuchungen setzten die BGR-Experten ein neu konstruiertes tiefgeschlepptes Echolot zur Kartierung ein.

„Wir haben uns auf einen Bereich mit sehr hoher Knollendichte und sehr günstiger Topographie für einen zukünftigen Abbautest konzentriert", erklärt BGR-Expeditionsleiter Dr. Carsten Rühlemann. Die Wissenschaftler untersuchten ein 200 km2 großes Knollenfeld des insgesamt 75.000 km2 großen Lizenzgebietes. „Neben diesem ausgewählten Areal gibt es noch eine Reihe weiterer vielversprechender Felder mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 km2, die dicht mit Manganknollen belegt sind und ein großes Rohstoffpotenzial besitzen", so Rühlemann. Die Wertmetalle Nickel, Kupfer und Kobalt machen rund 3 % der Knollenmasse aus. Der Hauptbestandteil Mangan ist nur von untergeordnetem wirtschaftlichen Interesse.
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Zur Pressemitteilung Manganknollen-Expedition im Pazifik: BGR-Forscher entdecken wertvolles Rohstoffvorkommen

Das Memo-Spiel

„Bodenwissen im Handumdrehen“ neu aufgelegt, 19.05.2016

Das Memospiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ wurde jetzt neu aufgelegt. Durch das Umdrehen von Karten steigen die Spieler in die Erlebniswelt Boden ein und erfahren etwas über die Klimarelevanz, die Gefährdungen, die Entstehung und die Schönheit von Böden. „Bodenwissen im Handumdrehen“ macht Spaß und hilft die Konzentration und Schnelligkeit zu trainieren. Das Spiel wird von der BGR, dem Umweltbundesamt (UBA), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) herausgegeben. Es wird, solange der Vorrat reicht, kostenfrei an Institutionen, Verbände und Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendbildung bzw. Umweltbildung abgegeben.
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Weitere Informationen zum Bodenmemo

Absperrschieber einer Erdgaspipeline

Neuer BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran, 02.05.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in dem Kurzbericht „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ (Commodity TopNews 49) die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran zusammengestellt und zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor aufgezeigt.

Der Iran verfügt über sehr bedeutende Kohlenwasserstoffvorräte. Mit dem geplanten Ausbau der Förderung könnte das Land zukünftig wieder eine zentrale Rolle im Weltmarkt für Erdöl und regional für Erdgas einnehmen. Zudem ist der Iran regional heute schon ein bedeutender Produzent mineralischer Rohstoffe, deren Fördermengen nach aktuellen Plänen langfristig deutlich gesteigert werden könnten.

Neben der dauerhaften Aufhebung der Handelssanktionen bildet die Erhöhung der Sicherheiten für ausländische Investitionen eine weitere wichtige Grundlage für die Modernisierung des Rohstoffsektors.
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Zur Pressemitteilung BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran. Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran – Chancen für deutsche Unternehmen

Gediegenes Kobalt aus der metallverarbeitenden Industrie

EU-Projekt zu kritischen Rohstoffen startet, 29.04.2016

Am 1. Mai startet ein neues europäisches Gemeinschaftsprojekt zu kritischen Rohstoffen (CRM). Das multidisziplinäre CRM-EXTREM Team - bestehend aus Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern und Ingenieuren aus 24 europäischen Staaten und Israel - wird von der italienischen Università Politecnica delle Marche (Maria Letizia Ruello) geleitet. Für Deutschland sind im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die BGR und das Forschungszentrum Jülich (FZ-Jülich) im Koordinationsteam. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die TU-Clausthal sind ebenfalls im COST CRM-EXTREM beteiligt. Weiteren Beteiligungen steht COST CRM-EXTREM offen.

Im Rahmen des Projekts werden Möglichkeiten entwickelt, bedeutende kritische Rohstoffe in der Industrie zu ersetzen. Dabei geht es vor allem um den Ersatz von kritischen Rohstoffen in hochwertigen Legierungen, die unter extremen Bedingungen von Temperatur, Beladung, Reibung, Verschleiß und Korrosion in der Energie-, Verkehr- und Maschinenbau-Industrie verwendet werden. Es werden geologische Verfügbarkeiten und Marktentwicklungen alternativer Rohstoffe berücksichtigt. Für die industrielle Verwertung von Ersatz-Materialien werden tragfähige Möglichkeiten konzipiert. Bei den kritischen Rohstoffen handelt es sich unter anderem um Kobalt, Niob und Chrom.

Das Projekt “Critical Raw Materials Under Extreme Conditions” (CRM-EXTREME) wird von der „EU COST Assoziation“ und „Horizont 2020“ gefördert. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren.
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Weitere Informationen zu CRM-Extreme

Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Neuer Newsletter, 28.04.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2016 ist erschienen.

Studenten und Lehrpersonen, die an der studienbegleitenden Entwicklung der neuen Lehrmodule teilnahmen

BGR entwickelt Studieninhalte für Hydrogeologie an der Uni Namibia, 27.04.2016

Die Grundwasser-Experten der BGR haben während der vergangenen drei Jahre studienbegleitet neue Lehrmodule für das Studienfach Hydrogeologie an der University of Namibia (UNAM) in Windhoek entwickelt. Die Module entstanden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhabens SASSCAL (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management). An den Vorlesungen, in denen der neue Lehrstoff erstmals in der Praxis angewandt wurde, nahmen neben den Studenten auch Mitarbeiter des Geologischen Dienstes von Namibia, des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Forsten, des Ministeriums für Bergbau und Energie sowie Vertreter mehrerer Wasserversorger teil. Die Module werden künftig Bestandteil der Vorlesungen im Fach Angewandte Geologie sein. Anlässlich der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Master-Studienganges wurden die fertiggestellten Unterlagen überreicht. Diese beinhalten Vorlesungen für moderne Geoinformationssysteme (GIS) und Fernerkundungsmethoden auf Grundlage von Satellitenbildern zur Erstellung von Kartengrundlagen. Außerdem ergänzen Lehrunterlagen zur Hydrochemie und zur Beschaffenheit des Grundwassers sowie zum Schutz und Management von Grundwasserressourcen den zukünftigen Studienplan.

Ziel des BGR-Arbeitspaketes im Rahmen der internationalen Forschungsinitiative SASSCAL ist, neben der Unterstützung beim Aufbau eines universitären Masterprogrammes, vor allem die Erforschung von Grundwasserneubildungsprozessen.
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Weitere Informationen zum BGR-Arbeitspaket im Projekt SASSCAL

Geoviewer der BGR: InspEE Webdienst Salzstrukturen

Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien, 25.04.2016

Salzkavernen könnten eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen – als Speicher für Druckluft oder Wasserstoff. In dem kürzlich abgeschlossenen Projekt InSpEE haben Forscher der BGR gemeinsam mit Projektpartnern erstmals Salzstrukturen im tieferen Untergrund Norddeutschlands flächendeckend erfasst. Damit kann künftig das Speicherpotenzial der Salzstrukturen abgeschätzt werden.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundforschungsprojekt InSpEE (Informationssystem Salzstrukturen – Planungsgrundlagen, Auswahlkriterien und Potenzialabschätzung für die Errichtung von Salzkavernen zur Speicherung von Erneuerbaren Energien) hat die BGR zusammen mit der Leibniz Universität Hannover und der KBB Underground Technologies GmbH drei Jahre lang vorhandenes Datenmaterial über den norddeutschen Untergrund systematisch ausgewertet.

„Das Speichervolumen einzelner Salzstrukturen hängt eng mit ihrem inneren Aufbau zusammen. Daher bestand ein wichtiges Ziel des Projektes darin, eine Methode zu entwickeln, um den inneren Aufbau noch nicht erkundeter Salzstöcke zu prognostizieren“, erläutert BGR-Wissenschaftlerin Stephanie Fleig. Dazu erstellten die BGR-Forscher 3D-Modelle bereits erschlossener Strukturen. Die Ergebnisse können dann auf unangetastete Salzstöcke übertragen werden. Zudem entwickelte die BGR Kriterien für die Suche nach geeigneten Standorten und stellte für die Planung und den Betrieb geologische und geotechnische Grunddaten bereit. Dafür erfassten sie alle verfügbaren Informationen zu den Salzstrukturen systematisch in einer neuen Datenbank und erstellten Schnittkarten der Salzstrukturen für verschiedene Tiefen.
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Zur Pressemitteilung BGR entwickelte mit Projektpartnern neues Informationssystem: Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien erstmals erfasst

Die Bewegungskarte wurde aus Radar-Daten errechnet und überlagert ein digitales Höhenmodell

Kernwaffentest Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes, 21.04.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt die genaue Lage des vierten Kernwaffentests in Nordkorea am 06.01.2016 weiter eingrenzen. Dies wurde möglich durch die Auswertung der Radardaten des Satelliten Sentinel-1A der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus. Sie zeigen deutliche Geländeabsenkungen in der Nähe des Epizentrums.

Am 06.01.2016 um 02:30 (MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die BGR als Nationales Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT) hatte die Signale an ihrer 8.200 km entfernten Messstation GERES im Bayerischen Wald 11:38 Minuten nach der erfolgten Explosion aufgezeichnet. Das Epizentrum des aktuellen Ereignisses und somit die Lage der Atomexplosion liegt in der unmittelbaren Nähe der nordkoreanischen Kernwaffentests der Jahre 2006, 2009 und 2013. Für den Kernwaffentest am 06.01.2016 wurde eine Magnitude von 5,1 bestimmt. Da jedoch die nächste seismische Station etwa 380 km nördlich des Testortes liegt, sind Ungenauigkeiten in der exakten Bestimmung des Epizentrums unvermeidbar.

Der Satellit Sentinel-1A liefert auf seiner Umlaufbahn für jedes Gebiet der Erde Radardaten, die seine Höhe über der Erdoberfläche wiedergeben. Am 01.01.2016 (vor dem Test) und am 13.01.2016 (nach dem Test) befand er sich über Nordkorea. Dies erlaubt nun erstmals eine unabhängige Präzisierung der Lage des Explosionsortes. Die BGR hat die frei zugänglichen Erdbeobachtungsdaten dieses Satelliten mit Methoden der Fernerkundung ausgewertet.
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Zur Pressemitteilung Neue Erkenntnisse zum Kernwaffentest am 6. Januar in Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes in Satellitendaten

Empfang der ghanaischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover (von links):  Johannes Danz, Dr. Daniel Boamah, Franca Schwarz, Dr. Andreas Barth, Kwame Boamah, Dr. Thomas Lennartz

Leiter des Geologischen Dienstes von Ghana im GEOZENTRUM, 19.04.2016

Am 18. April besuchte Dr. Daniel Boamah, der neue Leiter des Geologischen Dienstes Ghanas (GSD), das GEOZENTRUM Hannover. Er informierte sich bei der BGR über mögliche Themenfelder für Kooperationen im Rahmen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit. Dazu zählt z. B. die Formalisierung des Kleinbergbaus, die Förderung lokaler Wertschöpfung im Bergbausektor sowie die Nutzung geologischer Daten im Rahmen der Stadt- und Regionalplanung sowie der Verminderung von Georisiken. An dem Austausch nahmen auch der ehemalige Abteilungsleiter für Geophysik und Geoinformatik des GSD, Kwame Boamah, und der Managing Director der Firma Beak Consultants, Dr. Andreas Barth, teil. Die Veranstaltung wurde vom BGR-Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisiert und vom Fachbereich „Geologie der mineralischen Rohstoffe“ begleitet.
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Teilnehmer des Planungsworkshops

Workshop zum Tschadseebecken, 19.04.2016

Gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission hat die BGR vom 12. bis 14. April in N’Djamena (Tschad) einen regionalen Planungsworkshop für das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ durchgeführt. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Grundwasserressourcenmanagements im Tschadseebecken. Besonders intensiv wurde die Erhebung von Grundwasserdaten unter Berücksichtigung der Sicherheitssituation in der Region diskutiert. An dem Workshop nahmen auch Vertreter der Tschadseebeckenkommission aus Kamerun, Niger, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik sowie Fachexperten von Universitäten und internationalen Organisationen teil.

Der Tschadsee mit seinen Zuflüssen bildet ein bedeutendes Wasserreservoir in der zentralen Sahelzone. Die Fläche des Tschadsees hat seit den 1960er Jahren stark abgenommen und stagniert seit 1980. Ursachen hierfür sind Auswirkungen des Klimawandels und eine verstärkte Nutzung der Zuflüsse des Tschadsees durch die Landwirtschaft. Die 1964 gegründete Tschadseebeckenkommission (Commission du Bassin du Lac Tchad-CBLT) hat das Mandat für das nachhaltige, integrierte Wasserressourcenmanagement im Tschadseebecken unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels. Ihre Satzung sieht vor, dass sie zur Verbesserung der sozioökonomischen und ökologischen Situation im Einzugsgebiet beiträgt. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.
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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Wechsel in der Führung der BGR, 08.04.2016

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Rainer Sontowski, hat bei einem Festakt im GEOZENTRUM Hannover den neuen Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, in sein Amt eingeführt. Zugleich verabschiedete der Staatssekretär den bisherigen Amtsinhaber, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, der die BGR seit August 2007 geleitet hatte.

In seiner Ansprache vor 150 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden würdigte Staatssekretär Sontowski die Arbeit des bisherigen Präsidenten und dankte ihm und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sehr kompetente und anwendungsnahe Beratung der Bundesregierung. „Die wissenschaftliche Expertise der BGR als Ressortforschungseinrichtung des Bundes ist für uns von großem Wert. Uns liegt deshalb viel daran, dass die BGR ihre wissenschaftliche Kompetenz erhält und weiter vertieft“, sagte der Staatssekretär. Zudem wies er auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Geologischen Diensten, Forschungseinrichtungen und Universitäten hin. Dem neuen Präsidenten wünschte Staatssekretär Sontowski für seine künftige Aufgabe viel Erfolg.

In seiner Abschiedsrede bedankte sich der langjährige Präsident der BGR bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BGR. „Ich empfinde eine große Dankbarkeit gegenüber den Beschäftigten der BGR für ihr stets hohes berufliches Engagement“, sagte Kümpel. Er verwies darauf, dass geowissenschaftliche Erkenntnisse zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen immer wichtiger werden. Dies sei ein Grund dafür, dass die Geowissenschaften in den vergangenen Jahren auch in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewonnen hätten.

Der neue Präsident griff in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit auf. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der wissenschaftlichen Expertise, die sich an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen und Anforderungen auszurichten habe, nannte Watzel als weiteres wichtiges Ziel seiner Arbeit eine möglichst passgenaue und zielgruppenorientierte Kommunikation der Arbeit der BGR. „Zu den Anforderungen an die BGR als zentrale geowissenschaftlich Beratungseinrichtung der Bundesregierung gehörten auch Transparenz und Nachvollziehbarkeit behördlichen Handelns“, betonte der neue Präsident. Die Nutzung des Untergrundes bedürfe stets einer sorgfältigen Abwägung von Chancen und Risiken. „Geowissenschaftliche Analysen müssen daher auf soliden Füssen stehen, verantwortungsvoll erstellt und hinreichend kommuniziert werden“, so Watzel.

Vor seiner Ernennung zum Präsidenten der BGR hatte Watzel zehn Jahre lang die Abteilung „Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau“ im Regierungspräsidium Freiburg geleitet. Darin sind sowohl der Staatliche Geologische Dienst als auch die Bergbehörde zusammengefasst. Watzel, der Geologie an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe (TH) studierte und nach seinem Diplom mit einem isotopenhydrologischen Thema an der Universität Freiburg im Breisgau promovierte, arbeitete u.a. in mehreren Auslandsprojekten in der Grundwasserprospektion. Vor seiner Aufgabe im Landesamt war er fünf Jahre als stellvertretender Leiter des Referats „Wirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit“ im Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg tätig. Seine Freizeit verbringt der neue BGR-Präsident zusammen mit seiner Lebensgefährtin am liebsten beim Bergwandern und auf Rundreisen durch die Natur.  
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BGR-Wissenschaftler nimmt Gesteinsproben im Gebirge

Neue Hinweise für die Entstehung der Antarktis, 30.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt im antarktischen Sommer zwei große Projekte erfolgreich beenden. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, fanden die Wissenschaftler der BGR weitere Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika. Einige hundert Kilometer weiter südlich an der Terra Nova Bucht des Rossmeeres führte ein Bautrupp zeitgleich umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch. Forscher, Ingenieure und Techniker waren zuvor gemeinsam mit der Ausrüstung und den Bauteilen auf dem italienischen Versorgungsschiff „M/V Italica“ von Neuseeland aus angereist.

Im Rahmen der Forschungsexpedition „GANOVEX XI“ (11. German Antarctic North Victoria Land Expedition) suchten die Wissenschaftler nach geologischen Hinweisen, mit denen sich die Entstehung und das Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana zurückverfolgen lassen. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte – Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler fanden neue Hinweise für die Entstehung des vereisten Kontinents

Eröffnung der Konferenz durch den Direktor der Hauptverwaltung für Geologie, Murod K. Jumazoda (Foto re.), den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tadschikistan, Holger Green (li.) sowie Dr. Hans-Günter Mylius von der BGR

BGR-Konferenz in Tadschikistan, 23.03.2016

Die BGR führte jetzt gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie bei der Regierung der Republik Tadschikistan in der Hauptstadt von Tadschikistan, Duschanbe, eine Fachkonferenz zum Thema „Mineral Potential and Exploration Strategies in the Central Asian Orogenic Belt“ durch. Vertreter des “Centre for Russian and Central EurAsian Mineral Studies” (CERCAMS) am Natural History Museum in London, der Universität St. Petersburg, verschiedener Fach-Institutionen Tadschikistans, der TU Bergakademie Freiberg und der BGR informierten bei der Veranstaltung über den Stand der geowissenschaftlichen Forschung sowie über die Rohstoffpotenziale im zentralasiatischen Lagerstättengürtel. Diese Region, die von den zentralasiatischen Ländern Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan bis Russland, China und der Mongolei reicht, gehört zu den rohstoffreichsten Regionen der Erde. Gemeinsam mit weiteren Gästen diskutierten die insgesamt 75 Konferenzteilnehmer Fragen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Minerallagerstätten sowie über mögliche neue Strategien für die Lagerstättenexploration. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Regionalprogramms „Mineralische Rohstoffe für die Entwicklung in Zentralasien“ statt, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft und der BGR in den Ländern Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird.
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Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou (links) wird vom Leiter der Abteilung „Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit“, Prof. Dr. Berhard Stribrny begrüßt

Besuch des Botschafters von Togo, 23.03.2016

Am 23. März 2016 besuchten Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou, Botschafter der Republik Togo in Deutschland, und Honorargeneralkonsul Gerd Max Nelke die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Ziel des Gesprächs mit dem Leiter der Abteilung für Geowissenschaftliche Informationen und Internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, war die Vorbereitung des BGR-Beitrags zu einer Tagung in Lomé, der Hauptstadt Togos. Die Außenministerien von Togo und Deutschland bereiten dieses Treffen zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Länder für den 4. und 5. April 2016 vor.
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Manganknolle

Pazifik-Expedition: BGR-Wissenschaftler untersuchen Manganknollen-Konzentration, 22.03.2016

Eine Gruppe von zwölf Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bricht am 5. April 2016 von Honolulu (Hawaii) aus zu einer 42-tägigen Expedition mit dem amerikanischen Forschungsschiff "Kilo Moana" in den Zentralpazifik auf. Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet zur Exploration von Manganknollen erkunden. Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die achte Fahrt in das Lizenzgebiet. Grundlage dafür ist ein im Jahr 2006 zwischen der Internationalen Meeresbodenbehörde und der BGR geschlossener Vertrag, der Deutschland das exklusive Recht gibt, auf einem Meeresareal von 75.000 km2 Größe in rund 5.000 m Tiefe 15 Jahre lang den Bestand der metallreichen Manganknollen zu untersuchen.

Auf dieser Forschungskampagne wird ein wirtschaftlich hochinteressantes Teilgebiet von rund 500 km2 beprobt und detailliert mit einem neuen tiefgeschleppten Echolot erkundet. „Uns interessieren die Bereiche des Meeresbodens mit der höchsten Knollenkonzentration sowie der günstigsten Topographie für einen zukünftigen Abbautest“, so BGR-Fahrtleiter Dr. Carsten Rühlemann.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Pazifik: BGR-Wissenschaftler erkunden Gebiete mit hoher Manganknollen-Konzentration

BGR-Hubschrauber

BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden, 15.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt in dieser Woche mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge in der Eifel in Nordrhein-Westfalen durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Das Messgebiet befindet sich in einem etwa 40 km langer Streifen zwischen der Stadt Düren und der Gemeinde Simmerath. Erfasst werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium in den Gesteinen im Boden. Mit dieser Auftragsbefliegung setzt die BGR ihre Zusammenarbeit mit Bodenwissenschaftlern der Universität Bonn fort.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauberflüge in der Eifel: BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden

Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 10.03.2016

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, für ein weiteres Jahr zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 24 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgabe des Gremiums ist zurzeit der Entwurf der Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe.
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Canadian German Day, PDAC 2017

"German Day" auf der PDAC 2017 in Toronto, 06.03.2016

Am 7. März 2017 findet der „German Day“ bereits zum fünften Mal auf der weltweit größten Bergbau- und Explorationsmesse, der PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange, in Toronto, Kanada statt. Die Veranstaltung bietet deutschen Unternehmen eine Plattform, um ihre Expertise und ihr Know-How im Bereich Bergbau und Exploration internationalen Partnern zu präsentieren. Der diesjährige „German Day“ steht unter dem Titel „Future of Mining: German Canadian Forum on trends in exploration technologies, productivity improvements and digital innovation”.

Veranstalter sind auch 2017 die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der Auslandshandelskammer (AHK) Kanada sowie dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Unterstützt werden sie von McKinsey & Company und Siemens Canada Limited.

Neben dem „German Day“ präsentieren sich zwölf deutsche Unternehmen auch auf dem deutschen Gemeinschaftstand, der seit 2016 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und von der Fachvereinigung Auslandsbergbau (FAB) auf der PDAC organisiert wird.

Auf der „PDAC International Convention, Trade Show & Investors Exchange“ werden mehr als 900 Aussteller und rund 22.000 Besucher aus etwa 125 Ländern erwartet. Die Messe findet vom 5. bis 8. März 2017 statt.
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Zur Pressemitteilung

Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto, Kanada

Erstmals Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto, 04.03.2016

Die DERA in der BGR wird im Rahmen eines deutschen Pavillons an der Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto teilnehmen. Der deutsche Gemeinschaftsstand wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und bietet 16 deutschen Unternehmen und Institutionen eine Plattform, um sich auf der weltweit größten Bergbau- und Explorationsmesse zu präsentieren.

An der Messe sind weitere DERA-Partner, wie das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und die Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB) beteiligt. Am 8. März 2016 richtet die DERA zusammen mit dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Toronto einen Empfang direkt am Deutschen Pavillon aus. „Die PDAC ist die beste Plattform für den Austausch von Informationen über aktuelle Explorationsprojekte und neue Versorgungsmöglichkeiten für mineralische Rohstoffe. Aufgrund der stark gefallenen Rohstoffpreise steckt die Branche in großen finanziellen Schwierigkeiten. Dies wird mittelfristig wieder zu Angebotsdefiziten führen“, so Dr. Peter Buchholz, Leiter der DERA.

Anlässlich der PDAC findet auch ein Treffen der Steuerungsgruppe des Intergovernmental Forum on Mining, Minerals, Metals and Sustainable Development (IGF) statt, an dem die BGR teilnimmt
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Zur Pressemitteilung Erstmals Deutscher Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

Rohstoffsuche im Geyerschen Wald, 03.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) sowie weitere Partner setzen ihre Suche nach Industrierohstoffen unter dem Geyerschen Wald im sächsischen Erzgebirge fort. Vom 7. bis 11. März 2016 findet voraussichtlich eine weitere Befliegung mit dem BGR-Hubschrauber (Kennung: D-HBGR) und einer Flugsonde statt. Erlauben die Wetterlage oder technische Bedingungen in diesem Zeitraum keinen kompletten Einsatz, sind Befliegungen vom 21. bis 24. März 2016 vorgesehen.

Das Projekt wird begleitet durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Aufsuchungsgenehmigung hat das Sächsische Oberbergamt erteilt. Wichtigstes Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist es, moderne Methoden zur Erkundung von Rohstoffen zu testen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Dabei handelt es sich um diverse geophysikalische Verfahren, die aus der Luft oder am Boden eingesetzt werden, um bis in eine Tiefe von 500 Metern Erzkörper zu erkunden. Die eingesetzten Methoden vermeiden tiefe Eingriffe in den Untergrund.
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Zur Pressemitteilung Rohstoffsuche im Geyerschen Wald: Hochauflösende Magnetfeld-Erkundung im Erzgebirge

Forschungsschiff MARIA S. MERIAN

BGR erkundet Untergrund der Ostsee, 02.03.2016

Die BGR führt gemeinsam mit dem Institut für Geophysik der Universität Hamburg in Kooperation mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (Polen) und der Universität Uppsala (Schweden) bis Ende März wissenschaftliche Untersuchungen auf der Ostsee durch. Mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN werden im Projekt „BalTec“ mit modernen hochauflösenden reflexionsseismischen Geräten u. a. Salzstrukturen und weitere strukturgeologische Elemente unter dem Meeresboden erkundet. Damit wollen die Wissenschaftler sich ein Bild vom Aufbau des Ostsee-Untergrundes machen und u. a. Zusammenhänge zwischen der Eisauflast der Gletscher der letzten Eiszeit und geologischen Bewegungen der jüngsten Erdgeschichte untersuchen. Um Beeinträchtigungen der Meeresumwelt zu minimieren, werden bei der Ausfahrt moderne hydroakustische Messgeräte zur Ortung von Meeressäugern eingesetzt.

Eine flächendeckend konsistente Datengrundlage über den tieferen Untergrund der deutschen Ostsee liegt bisher nicht vor. Die aktuellen Untersuchungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und damit für das Projekt „Tieferer Untergrund Norddeutsches Becken (TUNB)“. Ziel dieses von den Staatlichen Geologischen Diensten der norddeutschen Bundesländer unter Federführung der BGR durchgeführten Projektes ist insbesondere die Erstellung eines 3D-Modells des Norddeutschen Beckens.
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Paläoseismischer Schurf

Neuer Newsletter, 29.02.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2016 ist erschienen.

Elektromagnetik-Flugsonde vor dem Start

Aero-geophysikalische Testflüge bei Hildesheim, 24.02.2016

Die BGR führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) seit heute (24. Februar 2016) eine Woche lang Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird erstmalig eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eigesetzt. Die Sonde wird vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 bis 100 Meter Höhe über den Erdboden geschleppt. Bei diesen Funktionstests am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt wird zunächst der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie das Flugverhalten der Messsonde untersucht. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Hierbei wird das Signal eines 2 Kilometer langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.

Die Funktionstests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (d. h. Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden.
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Testflüge bei Hildesheim: BGR führt erste Funktionstests einer neu entwickelten Flugsonde durch

Geowissenschaftler aus Kamerun tauschen sich mit BGR-Mitarbeitern aus

Geowissenschaftler aus Kamerun nutzen BGR-Daten für Landesplanung, 23.02.2016

Mehrere Geowissenschaftler aus Kamerun haben vom 7. bis 21. Februar im Archiv der BGR nach verschiedenen Karten für die Landesplanung recherchiert. Dazu zählte u. a. auch eine topographische Karte von Kamerun und Togo aus dem Jahr 1913. Die in der BGR gewonnenen Informationen werden von den Wissenschaftlern digitalisiert und vom kamerunischen Ministerium für Wirtschaft, Planung und Regionalentwicklung (MINEPAT) für die Landnutzungsplanung in Buea (Süd-West-Region) und Garoua (Nord-Region) genutzt.
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Produktion von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in Deutschland nach Menge

Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe, 19.02.2016

238 Millionen Tonnen Sand und Kies, aber nur 10 Kilogramm Gold, das sind die Extremwerte der Rohstoffgewinnung in Deutschland. Über 40 verschiedene Rohstoffe werden in Deutschland gewonnen – weitgehend in ihrer Bedeutung unbekannt und unbemerkt von der Bevölkerung.

Um die heimische Rohstoffgewinnung bekannter zu machen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt in dem Kurzbericht „Rohstoffgewinnung in Deutschland – von tiefen Löchern und kleinen Flittern“ (Link s.u.) alle Rohstoffe zusammengestellt, die in Deutschland abgebaut werden. Dabei kam Erstaunliches „zu Tage“:
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Zur Pressemitteilung über den neuen Bericht

Die Teilnehmer des Jahrestreffens

Treffen zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit, 02.02.2016

Erstmals fand jetzt das „Jahrestreffen der Evaluierungseinheiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ im GEOZENTRUM Hannover statt. Gastgeber der Veranstaltung, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann, war der Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ der BGR. Mehr als 40 Teilnehmer, darunter Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von staatlichen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, diskutierten über neue Ansätze zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit sowie über die kürzlich verabschiedeten „Sustainable Development Goals (SDG)“ und ihre Bedeutung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.
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Studie Quarzrohstoffe in Deutschland

Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR, 27.01.2016

Die Gewinnung heimischer Rohstoffe, insbesondere der Baurohstoffe und Industrieminerale, ist für den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur und für viele Industrien, z. B. die chemische Industrie, ein wichtiges Rückgrat. Zu den Industriemineralen gehören auch die Quarzrohstoffe, die für die Glasherstellung, Trinkwasseraufbereitung und die metallverarbeitende Industrie unverzichtbar sind. Ihre Bedeutung wächst in Zeiten der Energiewende noch weiter, wie heute auf einer Konferenz in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover deutlich wurde.

Quarz und Quarzkies werden für die Produktion von Solarzellen, Quarzsand für die Fertigung von Windkraftanlagen benötigt. „Vielfach ist gar nicht klar, dass wir ohne Industrieminerale die Energiewende nicht schaffen werden“, betonte Dr. Paul Páez-Maletz, Geschäftsführer der Quarzwerke GmbH aus Frechen auf der Konferenz, an der mehr als 100 führende Vertreter der deutschen Quarzrohstoffunternehmen, von Industrieverbänden und staatlichen geologischen Diensten teilnahmen. „Deutschland ist reich an mineralischen Rohstoffen. Sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen können wir auf die Gewinnung und Nutzung heimischer Rohstoffe nicht verzichten. Das zeigt sich auch am Beispiel der Quarzrohstoffe und ihrer Bedeutung für die Energiewende“, erklärte Dr. Volker Steinbach, Leiter der Rohstoffabteilung der BGR.
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Zur Pressemitteilung Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR: Ohne Industrieminerale keine Energiewende

Studie Schieferöl und Schiefergas in Deutschland

Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl, 18.01.2016

Trinkwasserschutz und Fracking sind aus geowissenschaftlicher Sicht miteinander vereinbar. Das ist ein Ergebnis der neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“.

Hydrogeologische Modellierungen der BGR für geologische Formationen, die für eine Schieferöl- oder Schiefergasförderung grundsätzlich in Betracht kommen, ergaben: Injizierte Fracking-Fluide steigen aus dem tieferen Untergrund nicht in das Grundwasser auf, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Auch die künstlich durch Fracking erzeugten Risse im Gestein erreichen nach den Untersuchungen nicht die zur Trinkwassernutzung geeigneten Grundwasserschichten. Fazit der BGR-Experten: Gefahren für das Grundwasser bestehen bei der Auswahl geeigneter Standorte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie der Einhaltung des Standes der Technik nicht.

Neben der Untersuchung der Umweltaspekte beim Fracking wurden in der neuen BGR-Studie auch die geologischen Ressourcen detailliert untersucht.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl in Deutschland: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar

Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto Mitte) mit Gastgebern und Podiumsteilnehmern des Parlamentarischen Abends

Parlamentarischer Abend zum Thema Arktis mit der BGR, 14.01.2016

Die deutsche Arktisforschung und Arktispolitik waren Thema eines Parlamentarischen Abends, zu dem das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und die BGR in die Landesvertretung Bremens in Berlin eingeladen hatten.

An der Veranstaltung nahmen rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Bremens Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte gemeinsam mit AWI-Präsidentin Prof. Dr. Karin Lochte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka. Diese hob in ihren einleitenden Worten die große Bedeutung der deutschen Arktisforschung für die Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik hervor. In einem einstündigen Podiumsgespräch diskutierten Botschafter Joachim Bleicker vom Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Thomas Jung vom AWI, R. Andreas Kraemer vom IASS und Dr. Christian Reichert von der BGR über künftige Herausforderungen für die Arktisforschung. Fazit der Veranstaltung: Eine enge Zusammenarbeit aller Akteure auf diesem Gebiet bildet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die unterschiedlichen Interessen in der Arktis mit ihren Chancen und Risiken berücksichtigt werden können. Der stellvertretende Präsident der BGR, Dr. Michael Kosinowski, sicherte in seinem Schlusswort ein weiterhin hohes Engagement der BGR auf diesem Sektor zu.
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Boden des Jahres 2016 - Grundwasserboden

Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden, 11.01.2016

Das Kuratorium „Boden des Jahres“, in dem auch BGR-Bodenkundler vertreten sind, hat den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016 gekürt. Fachleute bezeichnen solche Böden nach der deutschen Bodensystematik als Gleye. Die BGR hat wie schon in den Vorjahren eine Karte der Verbreitungsgebiete für den ausgewählten Boden bereitgestellt.

Gleye sind ganzjährig vom Grundwasser beeinflusst, es prägt den Standort wie kein anderer Faktor. Das typische Bodenprofil eines Gleys spiegelt die Grundwasserschwankungen im Jahresverlauf wider. In Deutschland werden Grundwasserböden oft entwässert. Dadurch wird ihr Wasserhaushalt stark gestört, seltene Lebensräume gehen verloren, Humus wird verstärkt abgebaut und die kühlende Wirkung von Feuchtgebieten gemindert. Zum Schutz der Gleye sind ein bodenschonender Maschineneinsatz und die Erhaltung eines möglichst natürlichen Wasserhaushalts erforderlich. Der Grundwasserboden ist bereits der zwölfte „Boden des Jahres“.

In den Vorjahren wurden folgende Böden ausgezeichnet: Stauwasserboden (2015), Weinbergsboden (2014), Plaggenesch (2013), Niedermoor (2012), Auenboden (2011), Stadtböden (2010), Kalkmarsch (2009), Braunerde (2008), Podsol (2007), Fahlerde (2006) und Schwarzerde (2005). Einige davon wurden bereits auf den Internetseiten der BGR vorgestellt.
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Seismogramm des nordkoreanischen Atomtests

Vermutlicher Kernwaffentest in Nordkorea, 06.01.2016

Am 6. Januar 2016 um 01:30 Uhr Weltzeit (10:00 Uhr Ortszeit, 02:30 Uhr MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong vermutlich ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Signale wurden auch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert.

An der BGR ist das Nationale Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffentest-stoppabkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) angesiedelt. Mit Hilfe des internationalen Überwachungsnetz (IMS – International Monitoring System) der CTBT-Organisation in Wien, für das auch die BGR Stationen betreibt, konnte das Ereignis in hoher Präzision lokalisiert und als Explosion identifiziert werden. Nach dem bisherigen Stand der Auswertung sprechen starke Indizien für eine Nuklearexplosion.
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Zur Pressemitteilung Nordkorea: BGR registriert vermutlichen Kernwaffentest

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