Aufgaben & Themenfelder
Erfahren Sie hier mehr über die Aufgaben und Themenfelder der BGR sowie unser Leitbild.
Die BGR in Kürze
Als zentrale geowissenschaftliche Forschungs- und Beratungseinrichtung der Bundesregierung und als nationaler geologischer Dienst von Deutschland hat die BGR gesetzliche und aus Gesetzen abgeleitete Aufgaben sowie zahlreiche internationale Funktionen. Die BGR unterstützt mit der Arbeit ihrer ca. 800 Beschäftigten Entscheidungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Grundlage umfangreicher geowissenschaftlicher Daten und innovativer Forschung, die auf hochspezialisierten technologischen Methoden basieren.
Zum breiten Aufgabenspektrum der BGR gehören u. a. die Erforschung und Bewertung von Potenzialen wichtiger mineralischer Rohstoffe, die für die Energie- und Mobilitätswende benötigt werden. Die BGR untersucht weltweit Grundwasservorkommen und unterstützt Strategien zur nachhaltigen Nutzung von Böden für die Ernährungssicherung. Sie berät den Bund in geowissenschaftlichen und geotechnischen Fragen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Darüber hinaus prüft die BGR Nutzungsoptionen des geologischen Untergrundes und ermittelt Potenziale zur Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen sowie zur Erdwärmenutzung.
Für Deutschland überwacht die BGR die Einhaltung des Internationalen Kernwaffenteststoppvertrages. Sie ist Erdbebendienst des Bundes und analysiert weltweit Geogefahren. Als Teil des internationalen geowissenschaftlichen Netzwerks berät die BGR Institutionen wie die UN, die EU oder die Weltbank. Sie unterstützt bei der Fortentwicklung des Antarktisvertragssystems und führt weltweit Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit durch.
Das Leitbild der BGR
"Der Planet Erde ist unsere Lebensgrundlage – seine Ressourcen sind begrenzt."
Deshalb setzt sich die BGR für die Sicherung unseres Lebensraumes und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ein.
Themen und Ziele der BGR
Mit den vier Fachabteilungen
- Rohstoffe
- Grundwasser und Boden
- Unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum
- Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit
nimmt die BGR ihre Aufgaben innerhalb eines breiten Themenspektrums wahr.
Die Tätigkeiten unserer Beschäftigten umfassen die Themenfelder Rohstoffe, Grundwasser, Boden, Endlagerung radioaktiver Abfälle, Nutzung des tieferen Untergrunds, Kernwaffenteststopp und Geogefahren sowie die internationale geowissenschaftliche Zusammenarbeit.
Die Arbeit der BGR dient einer ökonomisch und ökologisch verantwortungsvollen Nutzung und Sicherung natürlicher Ressourcen und damit dem Schutz unseres gemeinsamen Lebensraumes getreu des Leitbildes.
Strategie BGR 2025+
Die Ende 2019 in Kraft getretene Strategie BGR 2025+ bildet die Grundlage der inhaltlichen Ausrichtung und Arbeitsplanung unserer Behörde.
Das Strategiepapier informiert im Detail über die thematische Schwerpunktsetzung und unsere übergreifende Strategie zum nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Erde.
Aufgaben der BGR
Die BGR ist die zentrale Forschungs- und Beratungseinrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Geowissenschaften und Rohstoffe. Sie erbringt hoheitliche und öffentliche Leistungen.
Zum breiten Aufgabenspektrum der BGR zählen u. a. die folgenden Aufgaben:
- die rohstoffwirtschaftliche und geowissenschaftliche Beratung der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft insbesondere zur langfristigen Sicherung der Rohstoff- und Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland, der Endlagerung hochradioaktiver Abfälle und dem nachhaltigen Georessourcenmanagement;
- die Förderung von Wissenschaft und Wirtschaft durch geowissenschaftliche Forschung und Entwicklung, Wissens- und Technologietransfer, Mitwirkung in der Hochschullehre, Beratung und Information;
- die nationale und internationale geowissenschaftliche und technische Zusammenarbeit in den Bereichen Geowissenschaften, Rohstoffe, Boden und Grundwasser sowie Georisiken und Endlagerung radioaktiver Abfälle;
- die Erhebung, Standardisierung, Harmonisierung und Bereitstellung geowissenschaftlicher und rohstoffwirtschaftlicher Fachdaten auf der Bundesebene sowie die dazu erforderlichen Koordinierungsarbeiten mit den Staatlichen Geologischen Diensten der Bundesländer;
- der Erdbebendienst des Bundes.
Die BGR ist durch das Ausführungsgesetz zum Nuklearversuchsverbotsvertrag (UVNVAG) beauftragt, die technischen und fachlichen Verpflichtungen Deutschlands zur Überwachung der Einhaltung des Kernwaffenteststoppabkommens zu erfüllen, und betreibt dafür das Nationale Datenzentrum (NDC) sowie seismologische und Infraschall-Stationen als Teil des internationalen Überwachungssystems (IMS).
Im Auftrag des BMWE nimmt die BGR mit der Deutschen Kontrollstelle EU-Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten (DEKSOR) die Aufgaben als nationale Behörde entsprechend der EU-Verordnung „Sorgfaltspflichten in der Lieferkette für Unionseinführer von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erzen und Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten (2017/821)“ wahr.
Die BGR vollzieht das Geologiedatengesetz (GeolDG) im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und des Festlandsockels der Bundesrepublik Deutschland.
Mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) berät die BGR seit Oktober 2010 die deutsche Wirtschaft in Fragen der Verfügbarkeit und nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen sowie zu aktuellen Marktentwicklungen.
Die BGR betreibt die zur Beratung notwendige Forschung und Entwicklung. Sie bilden die Grundlage für die fachgerechte Aufgabenerfüllung der BGR und umfassen methodische und instrumentelle geowissenschaftliche Entwicklungsarbeiten und deren Umsetzung in die Praxis. Die BGR beteiligt sich an nationalen und internationalen Forschungsvorhaben, in der Antarktis erfolgt dies als Beitrag zur Aufrechterhaltung des Konsultativstatus Deutschlands. Auf dem Gebiet der internationalen Meeresforschung betreibt die BGR bedarfsorientierte Ressortforschung.
Als geowissenschaftliche Fachbehörde des Bundes ist die BGR auch Durchführungsorganisation für Projekte der Technischen Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Für die geowissenschaftlichen Daten, Metadaten und Dienste der BGR sind die Bestimmungen des Geodatenzugangsgesetzes (BGeoZG) als deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie 2007/2/EG (INSPIRE) anzuwenden. Die BGR stellt auf Grundlage des Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung (EGovG) unbearbeitete Daten, die zur Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Aufgaben der BGR erhoben wurden, zur Verfügung.
Weitere inhaltliche Anforderungen ergeben sich aus den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen in Verbindung mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie aus der Rohstoffinitiative der Europäischen Gemeinschaft in Verbindung mit der Rohstoffstrategie und dem Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess II) der Bundesregierung.