Bodenerosion – Gefährdung der Ressource Boden

Bodenerosion ist der Abtrag und schleichende Verlust von fruchtbarem Boden durch abfließendes Wasser und durch Wind. Ein Großteil der Erosion unserer Böden ist auf die menschliche Landnutzung zurückzuführen.

Die Übersichtskarten der BGR zeigen die potentielle Gefährdung der Böden in Deutschland durch Wassererosion (Karte 1) und Winderosion (Karte 2). In Karte 3 sind beide Erosionsursachen (Wind und Wasser) der potenziellen Erosionsgefährung kombiniert abgebildet. Im süddeutschen Bergland ist überwiegend Wasser die treibende Kraft für die potentielle Erosionsgefährdung auf Ackerflächen, im norddeutschen Tiefland ist es der Wind.

Potentielle Erosionsgefährdung der Ackerböden durch Wasser
Potentielle Erosionsgefährdung der Ackerböden durch Wasser (Karte 1) Erläuterungen
Potentielle Erosionsgefährdung der Ackerböden durch Wind
Potentielle Erosionsgefährdung der Ackerböden durch Wind (Karte 2) Erläuterungen
Potentielle Erosionsgefährung der Ackerböden
Potentielle Erosionsgefährung der Ackerböden (Karte 3)

Weitere Grundlagenkarten zur Bodenerosion

Bodenerosion zerstört mittel- bis langfristig eine der wichtigsten natürlichen Lebensgrundlagen. Durch Bodenerosion wird fruchtbare und humusreiche Feinerde abgetragen und an anderer Stelle wieder abgelagert. Der Mensch beeinflusst diesen natürlichen Prozess durch die Bewirtschaftung des Bodens. Durch den Eingriff in die Vegetationsdecke ist der Boden im Jahresverlauf zu bestimmten Zeiten ungeschützt. Die erosive Kraft von Wind und Wasser wirkt dann direkt auf den Boden ein.

Erodierbarkeit des Bodens (K-Faktor) - Wassererosion
Erodierbarkeit des Bodens (K-Faktor) - Wassererosion (Karte 4)
Erosivität der Niederschläge (R-Faktor)
Erosivität der Niederschläge (R-Faktor) - Wassererosion (Karte 5)
Erodierbarkeit der Ackerböden durch Wind (K-Faktor)
Erodierbarkeit des Bodens (K-Faktor) - Winderosion (Karte 6) 

Bodenerosion im Klimawandel

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre sowie die Klimaprognosen (projizierte Intensivierung und Häufung extremer Niederschläge, ansteigende Temperaturen im Sommerhalbjahr sowie steigende Windgeschwindigkeiten und häufigere Sturmereignisse) deuten auf einen weiteren Anstieg der Erosivität hin. Diese Folgen des Klimawandels haben Auswirkungen auf das zu erwartende Erosionsgeschehen in Deutschland.

Viele Regionen werden häufiger von Erosionsschäden betroffen sein. Folgen sind besonders der Verlust von Oberboden und damit eine verminderte Bodenfruchtbarkeit. Auch die Gefahr von Stoffeinträgen in Gewässer und Siedlungsflächen steigt. Aufgrund der Zunahme von Starkniederschlägen kommt es auch zu direkten Schäden in Siedlungen- und an Verkehrsflächen.

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