Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt zur Grundwassererkundung mit ihrem Hubschrauber (Kennzeichen: D-HBGR) vom 15. bis maximal 26. Juni 2026 geophysikalische Messflüge im westlichen Ostfriesland durch.
Das Untersuchungsgebiet liegt überwiegend im Landkreis Leer westlich und nördlich der Stadt Leer. Die Messflüge starten jeweils vom Flugplatz Leer-Papenburg aus.
Die Untersuchungen sind Teil des BGR-Forschungsprojektes D-AERO-Ems, bei dem es vorrangig um die Kartierung und Erkundung von Grundwasserversalzungen im Einzugsgebiet der Ems und der niedersächsischen Nordseeküste geht. Bei der aktuellen Befliegung wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom Hubschrauber der BGR an einem Seil in 40 Meter Höhe über Grund geschleppt wird. Bei dem eingesetzten Elektromagnetik-Verfahren werden von der Sonde aus Radiowellen in verschiedenen Frequenzbereichen in den Untergrund gesendet. Die Sonde misst auf Grundlage der wieder empfangenen Bodensignale die Verteilung des elektrischen Widerstandes und liefert so Hinweise auf Salzwasser führende Schichten oder auch Tonformationen im Untergrund.
Die Daten dienen der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen und werden im Geozentrum Hannover zusammen mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem LIAG-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ausgewertet.
Mit dieser Befliegung setzt die BGR ihre Untersuchungen an der deutschen Nordseeküste im Rahmen des Messprogramms D-AERO fort, in dessen Verlauf bereits seit 2007 zahlreiche Messflüge entlang der niedersächsischen Küste stattgefunden haben. Das aktuelle Messgebiet im Gebiet um Leer schließt einen Teil der verbliebenen Untersuchungslücken im westlichen Untersuchungsraum. Darüber hinaus sind noch bis zum Ende des Jahres 2026 weitere Befliegungen im Bereich Nordsee-Ems vorgesehen, um die Datenbasis für das Untersuchungsgebiet zu vervollständigen.
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