Bodenradar
Das Prinzip der Bodenradar-Methode basiert auf der Aussendung hochfrequenter elektromagnetischer Wellen, die beim Auftreffen auf unterschiedliche Materialien oder Strukturen im Boden reflektiert werden.
Georadar (Ground Penetrating Radar, GPR) ist ein Messverfahren, das elektromagnetische Wellen im Hochfrequenzbereich verwendet, um unterirdische Strukturen zu erfassen. Es können Kabel, Hohlräume, Feuchtezonen und geologische Schichten gefunden werden. Die für die Messungen verwendeten Messfrequenzen sind je nach Anwendung zwischen wenigen Mega-Hertz und einigen Giga-Hertz. Je nach Messfrequenz beträgt die Auflösung der Messungen einige Meter bis Zentimeter. Die erreichbare Eindringtiefe bei den Messungen hängt neben der Frequenz stark von der Leitfähigkeit und der Dielektrizität des Mediums ab. So können im gering leitfähigen Eis der Antarktis z. B. mehrere Kilometer Eindringtiefe erreicht werden, in Salzwasser gesättigten, gut leitenden Böden, nur wenige Zentimeter. An der BGR werden mehrere Messsysteme eingesetzt.
Messergebnisse
Anwendung
Die Bodenradarsysteme der BGR werden ausschließlich zu Testzwecken eingesetzt.
Testgebiete sind:
- Kiesbank Insel Rügen
- Kalksteinbruch Omya
- Feldwege Harzvorland
- Karstgebiet Wulfbachquellhöhle
- Bodentestfeld Fuhrberg
- Bodentestfeld Ruthe
- Truppenübungsplatz Letzlinger Heide
- Laubwaldbestand Hainich
- Kohleflözbrände in China
Verfügbare Messapparaturen
In der BGR kommen die Pulsradarsysteme der Firma Hentschel und von GSSI sowie Eigenentwicklungen zum Einsatz.