Erdgas

Erdgas gilt als der emissionsärmste fossile Energieträger, da bei der Verbrennung deutlich weniger CO2 und Luftschadstoffe ausgestoßen werden als bei Kohle und Erdöl. Daher wird Erdgas vielfach als Baustein zur Flankierung der Energiewende beim Übergang zu einer dekarbonisierten Energieversorgung angesehen.

Die weltweite Erdgasförderung nahm 2024 um rund 1 % gegenüber dem Vorjahr zu und betrug rund 4,27 Bill. m3 (Vorjahr 4,22 Bill. m3). Die globalen Erdgasreserven betragen 208 Bill. m3. Die Russische Föderation, Iran und Katar halten zusammen etwa die Hälfte der weltweiten Erdgasreserven.

Der Anteil Deutschlands an den weltweiten Erdgasimporten betrug 2024 rund 6 %, wobei rund 13 % dieses Erdgases in europäische Nachbarstaaten re-exportiert wurde. Mit einem Verbrauch von rund 79 Mrd. m³ steht Deutschland an neunter Stelle der größten Konsumenten der Welt.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

  • Erdgas ist natürlich im Untergrund vorkommendes oder an der Erdoberfläche austretendes Gas unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung. Hauptbestandteil wirtschaftlich genutzten Erdgases ist Methan.

  • LNG steht im Englischen für „liquefied natural gas“ und bezeichnet verflüssigtes Erdgas, das hauptsächlich aus Methan besteht. Für den Schiffstransport wird das Gas auf minus 162 °C heruntergekühlt, um es zu verflüssigen. Dabei wird das Volumen um mehr als das 600-fache verkleinert. Dies ermöglicht den kommerziellen internationalen Schiffstransport von Erdgas als Alternative zu interkontinentalem Pipelinetransport.

  • Schiefergas und –öl bezeichnet natürlich gebildetes Erdgas bzw. Erdöl, welches in organisch-reichen Tongesteinen – den Erdölmuttergesteinen – vorkommt. In diesen kann sich Erdgas und -öl aus dem organischen Material durch geologische Prozesse gebildet haben. Schiefergas und -öl stellt den Anteil der Kohlenwasserstoffe dar, der im sehr dichten Muttergestein verblieben ist. Eine sekundäre Anreicherung hat kaum stattgefunden. Die Vorkommen sind flächenhaft im Untergrund verbreitet, entsprechend der ursprünglichen Ablagerung der Tongesteine.

    Weitere Informationen finden sich in der Studie: „Schieferöl und Schiefergas: Potenziale und Umweltaspekte“

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