Erneuerbare Energien

Im Jahr 2024 entfielen global 92 % des Kapazitätszubaus zur Stromerzeugung auf erneuerbare Energien. Mehr als 580 GW wurden 2024 weltweit errichtet, was einen neuen Höchststand des jährlichen Zuwachses erneuerbarer Energien bedeutet. Dominierend, mit rund 60 % des weltweiten Zubaus, war erneut China, das knapp 374 GW errichtete. China ist mit rund zwei Fünftel der global installierten Leistung (1.827 GW) an erneuerbaren Energien führend.

An der weltweiten Stromerzeugung blieb der Anteil der erneuerbaren Energien 2024 bei rund 30 %. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten globalen Energieverbrauch liegt bei rund 19 %.

Obwohl mittlerweile 148 von 198 Ländern zugesichert haben, bis 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu emittieren („Net-Zero“), nutzen viele Länder als Reaktion auf die Energiekrise 2022 wieder vermehrt fossile Brennstoffe. Die Weltgemeinschaft hatte Ende 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris ein völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen beschlossen, das die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C (möglichst max. 1,5 °C) begrenzen soll. Derzeit haben 195 Staaten das Abkommen ratifiziert.

Auch Deutschland hat sich diesem Ziel unterstellt und will bis 2030 rund 80 % des Bruttostroms mit erneuerbaren Energien erzeugen. Aktuell werden knapp 60 % (2024) des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugt sowie rund 20 % des Primärenergieverbrauchs. Wind- und Solarenergie sowie Biomasse sind dabei die wichtigsten erneuerbaren Energieträger zur Stromerzeugung. Während die erneuerbaren Energien im Bereich der Stromerzeugung bereits weit vorangekommen sind, zeigt sich im Wärmesektor noch wenig Bewegung. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei rund 18 % (siehe auch Geothermie).

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zunehmender Bedarf an Stromspeichern und Regelenergie absehbar. Die bislang am weitesten verbreiteten Stromspeicher waren zum allergrößten Teil Pumpspeicher (9,9 GW Leistung in 2024), deren weiterer Ausbau begrenzt ist. Hier besteht Handlungsbedarf zur Beschleunigung des Ausbaus weiterer Möglichkeiten zur Energiespeicherung.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

  • Die Bandbreite an erneuerbaren Energiequellen ist groß. Da sie nahezu unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich vergleichsweise schnell erneuern, grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Zu den erneuerbaren Energien zählen feste Biomasse (z. B. Brennholz) und Wasserkraft sowie Windkraft, Sonnenenergie, Geothermie, Gezeitenströme und verschiedene Formen von biogenen Rohstoffen.

  • Bislang fokussiert die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland primär auf dem Stromsektor. Windenergie, Solarenergie und Biomasse sind dabei die wichtigsten Energieträger zur Stromerzeugung. Wasserkraft und Geothermie leisten zusätzliche Beiträge zur Bedarfsdeckung, allerdings mit einem geringeren Anteil.

    Biomasse hat zudem mit über 80 % den bedeutendsten Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung. Ebenso machen Biokraftstoffe wie Bioethanol, Biodiesel und Biogas den Hauptanteil (rund 85 % der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor aus.

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