Geothermie
Als erneuerbare Energieform mit gleichmäßiger Verfügbarkeit bietet die Geothermie großes Potenzial, um die Energieversorgung nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten.
Aktuelle Projekte
Viele Partnerländer der Entwicklungszusammenarbeit haben durch ihre geographische Lage an tektonisch und vulkanisch aktiven Zonen große Möglichkeiten zur Erschließung von Erdwärme für die Strom- und Wärmeversorgung. Ihr Vorteil ist, dass diese Energie – einmal erschlossen – stets gleichmäßig zur Verfügung steht und nicht von kurzfristigen Schwankungen abhängt wie Wind und Solarenergie.
Die Nutzung von Erdwärme ist häufig mit hohen Investitionen in Erkundung, Bohrung und Kraftwerksbau verbunden, kleinere Vorkommen sind jedoch oft schon bekannt, z. B. durch Austritte heißer Quellen, und können unmittelbar für die Versorgung anliegender Kommunen mit Prozesswärme genutzt werden.
Als Nebenprodukte können aus den geförderten heißen Fluiden je nach Lagerstätte auch wertstoffhaltige Salze abgeschieden werden, z. B. das Lithium, das für Stromspeichertechnologien von großer Bedeutung ist. Deutschland fördert die Erschließung der Geothermie in einigen Ländern durch Know-how-Transfer und geophysikalische Untersuchung höffiger Gebiete.