Das Cuvelai-Etosha-Becken (CEB) im Norden Namibias ist geprägt durch ein arides Klima und hohes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, dessen Entwicklung durch eine defizitäre Wasserverfügbarkeit begrenzt wird und zu einem Anwachsen der Armut führt. Bisher haben staatliche Stellen hauptsächlich die Versorgung aus dem Oberflächenwasser bereit gestellt, dies reicht allerdings nicht aus und die Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen wird daher immer wichtiger.
Zurzeit sind die für das Management des Grundwassers (GW) verantwortlichen Institutionen nur mit unzureichenden Kapazitäten und Informationen zu Grundwasservorkommen und deren nachhaltigen Bewirtschaftung ausgestattet.
Das Ziel des Vorhabens ist es daher im Rahmen der Armutsreduzierung, die Abteilung für Wasserangelegenheiten und Forst (DWAF) des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Forst (MAWF) zu befähigen, ihre GW-Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften und damit den Zugang zu Trinkwasser für heutige und zuküftige Generationen zu sichern.
Der methodische Ansatz zielt auf die Konsolidierung der bisher in Teilen umgesetzten Maßnahmen des bestehenden DWAF-BGR-Projektes „Grundwasser für den Norden Namibias“.
Im neuen Vorhaben stehen die Beschreibung des Potentials des Ohangwena-Grundwasser-Systems (OGS) im Vordergrund, die zu einem Abschluss gebracht werden sollen (Output B) und in engen Zusammenhang hiermit die hierfür benötigte Erweiterung des GW-Monitoringsystems (Output A).
Letzteres wird die Unterabteilung für Hydrogeologie (Division of Geohydrology, DG) des MAWF befähigen, die Dynamik der GW-Vorkommen des OGS zu beobachten und Schlussfolgerungen über die Potentiale und den GW-Schutz zu ziehen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt zur Konsolidierung des Vorgängerprojektes liegt im Aufbau der Kapazität der DG und anderer im GW-Management und –schutz beteiligter Institutionen (Output C) durch Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter/innen.
Die Förderkomponenten des deutschen Beitrags der BGR zum TZ-Vorhaben umfassen Fach- und Organisationsberatung sowie Trainingsmaßnahmen durch internationale Lang- und Kurzzeitfachkräfte, Sachleistungen (hydrogeologische Messgeräte, etc.) und örtliche Zuschüsse.
Zusammenhang mit anderen Vorhaben der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit
Das TZ-Vorhaben arbeitet mit verschiedenen Vorhaben der deutschen und internationalen EZ zusammen:
Inhaltliche Zusammenhänge bestehen zum Kalahari-Projekt. Dieses BGR-Forschungsvorhaben, führt überwiegend Laboruntersuchungen von Proben aus Bohrungen durch (TZ-Begleitung). Ziel ist es, die hydrogeologische Vorstellung des CEB mit mineralogischen, sedimentologischen und paläontologischen Daten zur Genese des Sedimentbeckens zu unterfüttern.
Projektaktivitäten
Entwicklung eines GW-Beobachtungsmeßstellennetzes für das Ohangwena-Grundwasser-System (OGS) um aktuelle Aussagen zu GW-Verfügbarkeit zu treffen: Es wurden gemeinsam mit dem MAWF Ziele und Kriterien für die Einrichtung eines GW-Beobachtung-Meßstellennetzes des OGS erarbeitet.
Aufbau einer exemplarischen GW-Datenbank und einer effizienten Organisation der Arbeitsabläufe: Definieren einer effizienten Organisation der Datenverarbeitung mit allgemeiner Anwendbarkeit für Namibia.
Hydrogeologische und –chemische Untersuchungen des OGS: Durchführung von Studien zur Wasserqualität, Isotopie und Gehalt an seltenen Erden;
Entwicklung eines vereinfachten Modells zum Grundwasserfluß im OGS
Durchführung eines Need-Assessments mit dem MAWF zur Feststellung vorhandener und benötigter Kapazitäten für eine nachhaltige Bewirtschaftung der GW-Ressourcen;
Schulung von Mitarbeitern des DWAF in der Anwendung eines die Entscheidungsfindung unterstützenden Systems (DSS) für GW-Management;
Schulung von Mitarbeitern des DWAF in der Anwendung der Datenbank und in der Auswertung hydrochemischer Daten
Ausblick
Fachberichte zur Ausdehnung, Wasserhöffigkeit und Dynamik des OGS;
Sensibilisierung der Bevölkerung für einen nachhaltigen Umgang mit Grundwasser: Produktion und Veröffentlichen eines Jugendfilms in Namibia.
Einrichten einer funktionsfähigen und finanziell ausreichend ausgestatteten Organisationseinheit innerhalb des DWAF zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen aus dem OGS.
Entwicklung standardisierter technischer Vorschriften zu GW-Entnahme, GW-Messung, GW-Probenahme und die Durchführung von Pumptests;
Schulung der Mitarbeter des DWAF in Grundlagen der Hydrogeologie.
Technischer Bericht zur Aufnahme eines Bohrkerns aus der Kalahari und seiner sedimentologischen, mineralogischen und paläontologischen Beschreibung.
Projektbeiträge
Projektergebnisse
Dokumenttyp:
Projektbeitrag, | Thema:
Grundwasser
Hintergrund
Der Zugang zu sicherem Süßwasser ist der größte limitierende Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Namibias. Oberflächenwasser wird hauptsächlich nur in vier ganzjährig wasserführenden Flüssen an den nördlichen und südlichen Grenzen des Landes angetroffen. Daher spielt das Grundwasser in Namibia, wie in den meisten ariden Ländern, eine entscheidende Rolle für die Versorgung weiter Regionen.
Das Cuvelai-Etosha-Becken (CEB) liegt im zentral-nördlichen Teil des Landes. Es erstreckt sich nordwärts nach Süd-Angola und stellt, ausgedehnt über eine Fläche von ca. 100 000 km², das größte Aquifer-System im nördlichen Teil Namibias dar. Aufgrund der unmittelbaren Nähe dieses Gebietes zu Angola und weiterer günstiger Bedingungen entwickelt sich das CEB schnell. Während das Land insgesamt derzeit ein Bevölkerungswachstum von rund 1,6 % pro Jahr aufweist, beläuft sich die jährliche Wachstumsrate im Cuvelai-Etosha-Becken auf 2,8 % pro Jahr. In der Tat lebt die Hälfte der Bevölkerung des Landes im CEB. Zurzeit wird der größte Teil der Bevölkerung im CEB durch ein Rohrleitungssystem mit Trinkwasser versorgt, das Wasser aus dem Kunene Fluss, genauer gesagt vom Calueque Staudamm in Angola, in das Becken leitet. Periodisch auftretende Dürren und Überschwemmungen sowie Bevölkerungswachstum führen zu einer steigenden Nachfrage und setzen die vorhandenen Wasserressourcen unter Druck.
Zwischen 2007 und 2014 konnte das Projekt Grundwasseruntersuchungen im Norden Namibias ein weitläufiges, mehrschichtiges Grundwassersystem, das Ohangwena-Grundwasser-System (OGS), mit seinen Hauptgrundwasserleitern KOH-1 und KOH-2 identifizieren und abgrenzen. Das OGS ist ein sehr ergiebiges Aquifersystem mit einem enormen Volumen an gespeichertem Trinkwasser. Die Menge des gespeicherten Grundwassers im KOH-2-Aquifer auf der namibischen Seite wird sehr konservativ auf 20 Milliarden m³ berechnet.
Geologie und geologische Entwicklung des Cuvelai-Etosha-Beckens
Das CEB ist ein ausgedehnetes Sedimentbecken, das Teil des weitaus größeren Kalahari-Beckens ist und Teile von Angola, Namibia, Sambia, Botswana und Südafrika umfasst.
Grundgebirge
Die Plattformkarbonate der neoproterozoischen Otavi-Gruppe sind die tiefsten Gesteine, die im CEB angetroffen werden. Diese werden von der Vorlandbecken-Molasse der Mulden-Gruppe überlagert, die sich während der Kollision des neoproterozoischen Damara-Gebirgszuges im Süden und dem Kaoko-Gürtel im Westen gebildet hatte – als Teil der Kontinentbildung, die den Superkontinent Gondwana formte. Die Gebirgsbildung faltete die Gesteine der Otavi- und Mulden-Gruppe entlang der südlichen und westlichen Ränder des CEB. Die CEB-Architektur ist also ein Überbleibsel dieser spät-neoproterozoischen Orogenese. Die gefalteten Plattformkarbonate bilden heute die witterungsbeständigen, erhöhten Ränder des Beckens.
Auf etwa 200 Millionen Jahre paläozoischer Erosion folgte ab Ende des Karbon bis zum Jura die Ablagerung der Karoo-Supergruppe. Die Basis der Karoo-Folge befindet sich heutzutage 800 bis 900 m unterhalb der Geländeoberfläche. Dies deutet darauf hin, dass das CEB schon gegen Ende des Karbon ein großes Becken darstellte. Die maximale Mächtigkeit der Karoo-Folge beträgt rund 360 m. Geringmächtige Karoo-Basalte schließen die Ablagerung im Osten ab (Miller, 2008).
Die afrikanische Landoberfläche wurde in der Kreidezeit durch intensive Erosion aufgrund von extrem humiden Klimabedingungen geprägt. Starke Niederschläge bildeten tief eingeschnittene Flusstäler im Inneren des südlichen Afrikas, in denen die Kalahari-Abfolge abgelagert wurde. Man muss davon ausgehen, dass Erosionsprozesse das CEB weiter vertieft haben und somit am Ende der Kreidezeit ein 400 bis 500 m tiefes Becken mit den erhöhten prä-Karoo Rändern im Süden, Westen und Norden des Beckens entstand.
Ausdehnung der Kalahari-Sedimente und Lage der Kernbohrung WW203302 im Cuvelai-Etosha-Becken
Die Kalahari-Gruppe
Innerhalb des CEB besteht die Kalahari-Gruppe aus vier sich überlagerndenen Formationen; von der Basis aufwärts: die Ombalantu-, die Beiseb-, die Olukonda- und die Andoni-Formation. Die fünfte Einheit, die Etosha-Calcrete-Formation bildet eine etwa 80 km breite Rampe im inneren, südlichen Rand des CEB. Dabei handelt es sich um Grundwasser-Calcretes, entstanden durch unzählige Quellen, die der verkarsteten Otavi-Formation von den erhöhten Beckenrändern entspringen. Die Ablagerung der Kalahari-Formation setzte sich im Tertiär fort und reicht bis in die Gegenwart (Miller, 2008).
Der Cubango Megafan und das Ohangwena-Grundwasser-System (OGS)
Der symmetrische, nord-süd-ausgerichtete Cubango Megafan (Großfächer) überlagert die Grenze zwischen Namibia und Angola und bildet den oberen Teil der Füllung der tertiären Kalahari-Gruppe des östlichen Teils des tiefen CEB. Dieser Megafan, rund 350 km lang und 300 km breit, wurde vom Paläo-Cubango-Okavango-Fluss gebildet.
Drei Aquifere, die als Kalahari-Ohangwena-Aquifere (KOH) bezeichnet werden, treten im Cubango Megafan auf. Der oberste, nicht durchgehende, schwebende Grundwasserleiter tritt in den äolischen Sanden auf. Er wird im ganzen CEB gefunden und wird mit KOH-0 bezeichnet. Der KOH-0 stellt eine wichtige Quelle für die Trinkwasserverorgung der lokalen Bevölkerung dar, die Erträge sind jedoch begrenzt und es existieren nur wenige Information über diesen Grundwasserleiter. Entsprechend ist er kein Ziel für eine großflächige Erschließung. Der Obere Ohangwena-Aquifer (KOH-1) liegt zwischen 60 und 160 m unter GOK in unverfestigten und teilweise zementierten Sanden der Andoni-Formation. Der KOH-1 ist ein gespanntes bis halbgespanntes Aquifer-System, dessen Wasser in Richtung der Etosha-Mulde zunehmend brackisch wird. Die Ausdehnung des KOH-1 ist an die Form des Cubango Megafan gekoppelt.
Anzeichen für einen tiefen Süßwasser-Aquifer – den Unteren Ohangwena-Aquifer (KOH-2) – wurden zuerst von Bittner (1998) beschrieben, der eine Tiefbohrung (WW 37070) für das Department of Water and Forestry (DWAF) niederbrachte und in einer Tiefe von 190 m auf Süßwasser stieß. Transiente elektromagnetische Untersuchungen (TEM), gefolgt von weiteren Explorationsbohrungen führten sukzessive zur Kenntniss der Ausdehnung dieses bisher unbekannten Aquifers (Lindenmaier et al., 2014).
Das Potenzial des Ohangwena-Grundwasser-Systems (OGS)
Bohrkampagnen zwischen 2009 und 2014 konnten die Existenz und die räumliche Ausdehnung des KOH-2-Aquifers in der Ohangwena-Region verifizieren. Von 2011 bis 2014 wurden zusätzliche Beobachtungsmessstellen gebohrt, um die Ausdehnung des Süßwassers zu bestimmen und um ein Grundwasserbeobachtungsmeßnetz einzurichten.
Geologischer Schnitt der Aquifer-Einheiten KOH-0, KOH-1 und KOH-2, die von Brunnen WW 201047 (proximal) bis zum Brunnen WW 201346 (distal) abwärts entlang des Cubango-Megafans
Die geologische Situation der KOH-1- und KOH-2-Aquifere wurde in ein konzeptionelles hydrogeologisches Modell umgesetzt. Umfangreiche Bohrungen, hydraulische Prüfungen, Berechnungen zur Grundwasserneubildung, Wasserstands- und Wasserqualitäts-Monitorings lieferten die Informationen, um das konzeptionelle Modell zu parametrisieren und ein numerisches Grundwassermodell zu entwickeln. Das Modell könnte als Entscheidungshilfe für die Planung von Grundwasserentnahmeszenarien verwendet werden. Entnahmeszenarien wurden simuliert und die Auswirkungen auf die Grundwasservorkommen visualisiert.
Die Ergebnisse zeigten ein großes Potenzial des unteren Ohangwena-Aquifers für eine regionale Wasserversorgung. Die Menge des gespeicherten Grundwassers im KOH-2-Aquifer auf der namibischen Seite wird sehr konservativ auf 20 Milliarden m³ berechnet. Die Grundwasserneubildung des KOH-2 ist stark abhängig vom Niederschlag im angolanischen Hochland des CEB. Generell ist die Neubildung mit Raten von 0,5 bis 5 Millionen m³ pro Jahr gering.
In Zusammenarbeit mit dem Wasserversorger Namibia Water Corporation Ltd (NamWater) wurde ein Plan für die Wasserentnahme und -versorgung aus dem KOH-2 entwickelt.
Karte mit den Fluoridkonzentrationen in Grundwasserproben aus den KOH-1 und KOH-2 Aquiferen
Hydrochemie und Wasserqualität
Obwohl die Wasserqualität des KOH-2-Aquifers grundsätzlich gut ist, zeigten Grundwasserproben, dass in einigen Bereichen eine Aufbereitung notwendig ist. Der Fluoridgehalt ist der am meisten limitierende Faktor für die direkte Versorgung der Haushalte aus dem Grundwasservorkommen. In rund 50 % der entnommenen Proben überstieg Fluorid den namibischen Grenzwert von 3 mg/L um einen Faktor von 1,5 bis 3.
Die Kationen- und die Anionen-Dreiecke der KOH-1- und KOH-2-Grundwasserproben zeigten einen allmählichen Übergang zwischen Erdalkali-Karbonat (Ca-HCO₃) und Alkali-Karbonat (Na-HCO₃) Typen. Dies verdeutlicht, dass der Kationenaustausch einen der dominierenden Prozesse in beiden Grundwasserleitern darstellt. Mit der zunehmender Nähe zu den angrenzenden salzhaltigen Grundwasserleitern im Zentrum des CEB und südlich des OGS wird das Grundwasser brackig bis salzig und ist in dieser Gegend nicht zur Nutzung für Trinkwasserzwecke geeignet.
Grundwasserhöhengleichen und -fließrichtungen im KOH-2 Aquifer in 2015
Die im OGS gebohrten Explorationsbohrungen wurden mit Wasser- und Temperaturaufzeichnungsgeräten ausgestattet. Zum Zeitpunkt des Projekts wurden die Parameter der dreißig Bohrlöchern in den drei Grundwasserleitern kontinuierlich protokolliert. Der Wasserstand in einem Aquifer ändert sich in der Regel. Dürren, saisonale Fluktuationen des Niederschlags und Grundwasserentnahmen beeinflussen die Höhe des Grundwasserspiegels. Die Kenntnis der Wasserstandsschwankungen gibt Aufschluss über Veränderungen des Wasserspeichers und gibt Hinweise, ob es im System zu Grundwasserneubildung kommt.
Für das Management der OGS-Ressourcen wurden die Informationen in Echtzeit über ein telemetrisches Monitoring-Netzwerk an das DWAF in Windhoek übermittelt.
Das nationale Grundwasser-Informationssystem GROWAS II
Das nationale Grundwasser-Informationssystems GROWAS II wurde im Rahmen des Projekts fertiggestellt und eingeführt.
Screenshot der Benutzeroberfläche vom Nationalen Grundwasser-Informationssystem GROWAS II
Eine detaillierte Workflow-Analyse ergab 2010, dass die aktuelle Datenbank keine wesentlichen Funktionen für die Verwaltung von grundwasserrelevanten Daten enthielt. Da die Analyse des alten Systems unklare Datenoperationsverfahren als eine Hauptfehlerquelle anzeigte, war eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit für die neue Datenbank besonders wichtig. Direkt für die Bedürfnisse der namibischen Wasserbehörden entwickelt, verfügte GROWAS II am Ende des Projekts unter anderem über eine GIS-basierte grafische Benutzeroberfläche (GUI) mit einer Vielzahl von Abfragefunktionen, ein modulares System einschließlich Zeitreihenwerkzeugen, hydrochemische Auswertetools, Lizenzen für die Grundwasserentnahme-Anwendung und Grundwasserstatus-Berichtsfunktionen.
Die Qualitätskontrolle wurde durch verschiedene Maßnahmen wie die Pflege-Option ("fosterage") gesichert, die die Eingabe von Daten in einem temporären Status mit eingeschränktem Zugriff ermöglicht, bis sie von erfahrenen Experten freigegeben werden, die schnelle und direkte Interaktion mit Google Earth, um Standorte zu verifizieren und den umfangreichen Einsatz von Nachschlage-Tabellen sowie beschreibende Schlüssel in Übereinstimmung mit anderen regionalen Geo-Datenbanken. Desweiteren können Dateneingaben nach ihrer geschätzten Zuverlässigkeit mit Ampelfarben markiert werden. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass in Zukunft nur qualitativ hochwertige Daten in der Datenbank gespeichert werden. Zukünftige Entwicklungsschritte sind die praktischen Tests der einzelnen Module im täglichen Einsatz, die Integration in oder der Austausch mit anderen Informationssystemen und die Verbesserung von älteren vorhandenen Daten so weit dies möglich ist.
Bewusstseinsbildung
Im Rahmen der Bewusstseinsbildung für das Grundwasser-Management wurden Materialien entwickelt, die das Verständnis für die Projektziele und für die Bedeutung des Grundwassers als wesentliche Ressource für die Lebensgrundlagen im Norden Namibias erhöhen.
Der englischsprachige pädagogische Comic und Comic-Film "The incredible adventures of H₂O & his friends" (auf Deutsch "Die unglaublichen Abenteuer von H₂O und seinen Freunden") erklären der jungen Generation den hydrologischen Kreislauf, Grundwasser-Erkundungsstrategien und den Grundwasserschutz im Kontext des südlichen Afrikas.
"OMEVA" ist gemeinschaftlich erstellter Film von erfahrenen Dokumentarfilmern und jungen Filmemachern aus Ohangwena, einer der am stärksten von Dürre betroffenen Region Namibias. Der Film verbindet die persönlichen Erfahrungen der jungen Filmemacher mit Geschichten rund um das Thema Wasser in ihrer Region.
Weiterführende Literatur
Paper
DILL, H.G., KAUFHOLD, S., LINDENMAIER, F., DOHRMANN, R., LUDWIG, R. & BOTZ, R. (2012): Joint clay-heavy-light mineral analysis: a tool to investigate the hydrographic-hydraulic regime of Late Cenozoic deltaic inland fans under changing climatic conditions (Cuvelai-Etosha Basin, Namibia). – International Journal of Earth Sciences, 102(1): 265–304. DOI: 10.1007/s00531-012-0770-7
LINDENMAIER, F., MILLER, R., FENNER, J., CHRISTELIS, G., DILL, H.G., HIMMELSBACH, T., KAUFHOLD, S., LOHE, C., QUINGER, M., SCHILDKNECHT, F., SYMONS, G., WALZER, A. & WYK, van B. (2014): Structure and genesis of the Cubango Megafan in northern Namibia: implications for its hydrogeology. – Hydrogeology Journal, 22(6): 1307–1328. DOI: 10.1007/s10040-014-1141-1
Fachberichte
LINDENMAIER, F., DILL, H.G., DOHRMANN, R., FENNER, J., GERSDORF, U., KAUFHOLD, S., KRINGEL, R., LUDWIG, R., MILLER, R.G., NICK, A., NOELL, U. & WALZER, A. (2012): Results of analysis from drill holes on the Cubango Megafan. – Technical report prepared for the Kalahari research project "Development and Dating of Duricrusts as Base for a Paleogeographic and Hydrogeological Model of the Cuvelai-Etosha Basin in North Namibia"; 50 pp., Hanover.
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LINDENMAIER, F. & CHRISTELIS, G. (2011): Summary report of activities of Phase I – Exploration of Ohangwena II aquifer and preliminary isotope study. – Technical report Vol. I a of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 58 pp.
LINDENMAIER, F. & CHRISTELIS, G. (2011): Kalahari research project: Results of sample investigation of mud rotary and cored drill holes on the Cubango Megafan. – Technical report Vol. I b of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany.
LINDENMAIER, F., CHRISTELIS, G. & QUINGER, M. (2011): Executive Summary Phase I. – Technical report Vol. I of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 5 pp.
LINDENMAIER, F. & LOHE, C. (2011): Hydrogeological modelling course 12.-16. September 2011. – Technical report Vol. II of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 67 pp.
LOHE, C. (2012): Summary report on the hydro-census carried out for the groundwater resources in the Northern Namibian part of the Cuvelai-Etosha Basin. – Technical report Vol. I c of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 39 pp.
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LOHE, C. & HOUBEN, G. (2017): Overview of the hydro-chemistry in the Cuvelai-Etosha Basin, Namibia. – Technical report of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 74 pp.
LOHE, C., LINDENMAIER, F. & MILLER, R. McG. (2013): Drill-log interpretation and evaluation of drillings KOH I and KOH II aquifers, Ohangwena Region, Cuvelai-Etosha Basin. – Technical note No. 1 of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany.
LOHE, C. & MILLER, R. McG. (2019): Report on mineralogical, granulometric and hydraulic analysis of core material, Cuvelai-Etosha Basin, Namibia. – Technical report Vol. II of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 117 pp.
LOHE, C. & MILLER, R. McG. (2018): Report on drilling operation, lithological and lithostratigraphic interpretation, Cuvelai-Etosha Basin, Namibia. – Technical report Vol. I of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany; 238 pp.
SCHILDKNECHT, F. (2012): Groundwater exploration with TEM soundings in the Cuvelai-Etosha Basin. – Technical report Vol. I d of the technical cooperation project “Groundwater for the North of Namibia”, prepared by Department of Water Affairs and Forestry (DWAF), Namibia & Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR), Germany.
Tagungen
LOHE, C. et al. (2012): Combination of user-friendly Decision Support Systems with numerical solutions for groundwater flow and water balance for effective water resource management on basin scale in the Cuvelai-Etosha Basin, Namibia. – 34th International Geological Congress, 5–10 August 2012, Brisbane, Australia.
LOHE, C. et al. (2012): Hydro-chemical methods for the delineation of freshwater bodies and groundwater flow patterns in multilayered aquifer-systems. An example from Groundwater Systems in the Cuvelai-Etosha Basin, Namibia. – 34th International Geological Congress, 5–10 August 2012, Brisbane, Australia.
MILLER, R. McG., PICKFORD, M. & SENUT, B. (2010): The geology, palaeontology and evolution of the Etosha Pan, Namibia: Implications for Terminal Kalahari deposition. – South African Journal of Geology, 113(3): 307–334.
MILLER, R. (2008): The Geology of Namibia – Vol. III – Palaezoic to Cenozoic. – Ministry of Mines and Energy, Geological Survey, Windhoek.